Beiträge von Antilope

    Hallo,

    das Mitternachtshopping war ganz toll. Zufälligerweise trafen wir noch auf eine gemeinsame Bekannte, die auch mit einer Freundin unterwegs war.

    Wir hatten dann einen gemütlichen Abend zu viert.

    Am 1. Mai habe ich mit einer Gruppe von ca. 20 Leuten eine tolle Maiwanderung gemacht. Vorher waren wir bei einer Freundin zum Frühstücken. Jeder brachte etwas Leckeres mit. Dann galt es 20 km zu laufen, auch bergauf. Hat Riesenspass gemacht, auch die Kommunikation mit den Leuten. Einige kannte ich schon. Alles noch alte Bekannte aus dem Singlekreis, dem ich mal angehörte. Mittlerweile haben sich da etliche Paare gefunden, die sich immer noch regelmäßig treffen. Das war auch eine ganz tolle Zeit. Andere Leute in der Gruppe habe ich erst kennengelernt. Aber bei einer solchen Wanderung hat man ja die Gelegenheit mit jedem mal ins Gespräch zu kommen.

    Es waren auch Kinder dabei, die tapfer mitgelaufen sind. Da machten wir unterwegs zusammen Ratespiele. War richtig schön und lustig.

    Das Wetter war super, nette Leute, dazu noch leckeres Essen in der Pizzeria auf dem Berg.
    Dass ich dann Probleme hatte, die letzten Kilometer zu bewältigen, war kein Wunder. Wann hatte ich denn mal eine solch lange Tour von 20 km gemacht ? Dazu hatte ich auch dummerweise meine Trecking-Sandalen an und keine richtigen Wanderschuhe. Das hat sich dann doch noch gerächt.

    Bei dieser Gelegenheit haben wir uns gleich mit mehreren Frauen zu einem gemeinsamen Frühstück im Cafe verabredet.

    Als ich dann nach Hause kam, war XY auch da. Meiner Meinung nach nüchtern und das am 1 Mai ! Aber so konnten wir den Abend ohne größeren Stress herumbringen.
    Ich habe ihm im Internet auch einige Wohnungen herausgesucht, da er noch nicht einmal die Samstagszeitung mit den Angeboten angeschaut hatte.
    Gibt leider nicht allzuviel Auswahl und dazu sind sie noch teuer.

    Anders war es dann am Montag abend. Da merkte ich gleich, dass er wieder getrunken hatte, als er zur Tür hereinkam. Wie immer stritt er natürlich alles ab. Aber ich bat ihn dann noch einmal, sich endlich um eine Wohnung zu kümmern, da er dann ja tun und lassen könne was er wolle.
    Wir hatten dann auch gleich wieder Streit und ich war froh, als er endlich auf der Couch eingeschlafen war.

    Am Dienstag abend kam er wieder und erzählte mir, dass er unter meinen Vorschlägen ein Zimmer gefunden hätte. Zwar nur als Übergang, aber immerhin, wir müssen nicht ständig zusammenhängen.
    Nun war ich erst einmal erleichtert.
    Aufgrund des letzten Zusammentreffens war ich nicht gerade freundlich zu ihm. Also auch wieder ein Abend mit viel Schweigen.

    Heute abend war er auch wieder da, sichtlich erleichtert und vollkommen nüchtern und erzählte mir, dass er endlich eine schöne Wohnung gefunden hätte bei den Internet-Angeboten, die ich ihm geschickt habe.

    Nun konnten wir uns doch noch einmal ganz in Ruhe über alles unterhalten, was mit den Möbeln passiert usw. Ich habe ihm angeboten, dass er alles was er benötigt, aus der Wohnung mitnehmen kann. Will eigentlich nur unseren neuen Fernseher behalten. Da ich aber auch das meiste selbst bezahlt habe, hat er darauf verzichtet, größere Möbelstücke mitzunehmen. Außerdem sind diese ja auch mittlerweile schon 15 Jahre und älter.
    Da stand dann wieder der Mann vor mir, mit dem man normal reden konnte. Kein Gelalle, kein schwankender Gang, keine Bösartigkeiten. Ich kann es manchmal selbst nicht glauben, wie schnell sich das ändert.

    Nun ist es also endgültig, er zieht dann zum 15. Mai aus der gemeinsamen Wohnung aus.

    Ich muss mich jetzt erst einmal wieder neu sortieren. Momentan bin ich erst einmal erleichtert, dass endlich die ganzen schlimmen Worte und Verletzungen zwischen uns der Vergangenheit angehören. Andererseits macht mich die Situation doch wieder traurig. Es kommen eben immer wieder dieses Gedanken, warum musste es soweit kommen. Das wird mich wohl doch noch etwas beschäftigen.

    Hallo Mora,

    ich befinde mich ja auch in der Trennungsphase. Mein Bekanntenkreis ist eher klein und so bin ich gezwungenermaßen alleine unterwegs. Außerdem möchte ich mich nicht wie ein Anhängsel fühlen.
    In meinem Thread habe ich ja schon von meinen positiven Erfahrungen im Umgang mit neuen Kontakten berichtet.

    Ich denke, weniger Gedanken machen, ob das nun klappt mit dem Smalltalk oder nicht, das ist das Zauberwort.
    Einfach entspannen und und unverkrampft durch die Welt gehen.
    Glaube mir, alles andere ergibt sich von selbst. Unsere Mitmenschen spüren auch, wenn etwas rüberkommt.

    Es ist ja auch so, dass es Dir nicht alleine so geht. Dein Gegenüber hat evtl. das gleiche Problem und ist froh, wenn ein Gespräch in Gang kommt.
    Wer den Ball zuerst wirft, spielt doch dann eigentlich gar keine Rolle.

    Und es ist einfach immer wieder ein tolles Gefühl für mich, mit wild-fremeden Leuten über Gott und die Welt zu reden. Das ergibt sich dann meist von ganz alleine. Im Cafe, oder z.B. bei einem Spaziergang, wo ich unterwegs eine sehr nette Frau traf, die auch alleine unterwegs war.

    Solche Begegnungen sind echte Bereicherungen für mein Leben.

    Ich habe auch schon öfters ganz alleine in einem Cafe auf der Terrasse gefrühstückt, aber die Kommunikation war auch da möglich. Ob es nun spielende Kinder sind, die herumtoben oder Personen am Nachbartisch. Irgendwie ergibt sich immer eine Gelegenheit für einen Smalltalk.

    Schade nur, dass ich das nicht mit meinem XY so erleben konnte. Aber es macht unwahrscheinlich glücklich und stärkt das Selbstbewusstsein, auch wenn man alleine ist.

    Hallo midnight,

    eine gute Freundin von mir, seit Jahren trockene Alkoholikerin, ehemalige Kettenraucherin behauptet auch von sich, sie besitze ein starkes Suchtpotential.

    Was das mangelnde Selbstwertgefühl angeht, kann ich bei meinem XY auch bestätigen. Ohne Alkohol fühlt er sich unsicher in Gesellschaft anderer Menschen, das konnte man ihm auch oft anmerken.

    Auch in unserer Beziehung konnte er nur schlecht damit umgehen, wenn ich etwas besser konnte oder wusste als er.
    Mit zunehmendem Alkoholkonsum verstärkt sich dieses Defizit dann immer mehr, obwohl er ja meinte, damit bekommt er alles besser in den Griff.

    Mit der Wohnung sieht es wirklich nicht so gut aus.
    Ich habe auch mal in der Zeitung und im Internet geschaut. Die Wohnungen sind meistens 3 Zi. und recht teuer. Kleinere Wohnungen sind auch teuer und wirklich meist nur Löcher.

    Sein Freund hat auch angerufen und ihn unter einem Vorwand eingeladen. XY hat ihm dann erzählt, dass er auf Wohnungssuche ist. Ich hoffe sehr, dass er ihm etwas anbieten kann.

    Heute abend waren wir zusammen im Keller, weil unser Trockner ausläuft.
    Da stand ich direkt neben ihm und musste wieder die Fahne riechen. Mir ist bald schlecht geworden.
    Ich kann das einfach nicht mehr ertragen. Also habe ich mich gleich wieder nach oben gemacht.

    Aber vielleicht ist das ganz gut so. Er zeigt mir ja jetzt tagtäglich, dass er weiter trinken will.
    Ich bin nur gespannt, ob er morgen in seine Therapiestunde geht.

    Für morgen abend habe mich mit einer Freundin zum Mitternachtshopping im Kaufhof verabredet. Da bin ich dann morgen abend schon mal nicht zuhause bzw. komme erst sehr spät.

    Hallo,

    Deine Frage ist nicht so leicht zu beantworten.
    Mein XY hat nicht ständig getrunken, war eigentlich nie in Kneipen unterwegs. Dann hat er auch nicht sehr viel an Stoff gebraucht als Spiegeltrinker. Oft war es auch Problemtrinken wegen seinem Job. Eigentlich hatte er immer irgendwelche Probleme.

    Ansonsten ist er ein ganz lieber Partner, der immer für mich da war, sich um den Haushalt kümmerte, Einkäufe erledigte usw.

    Schwierig war es immer im Urlaub, da eskalierte es meist schon vorher bei uns. Weil ich Angst hatte, dass er wieder trinkt (heimlich tagsüber und abends dann offiziell). Nur hat er dann nicht mehr viel vertragen und es gab immer wieder Streit.

    So gingen die Jahre auch vorbei. Wir hatten wirklich schöne Zeiten, wo ich immer dachte, er kriegt das noch hin, zumal er ja auch schon längere Zeit eine Gruppe besuchte.

    Es ist schon schlimm, zumal wir uns eigentlich immer sehr gut verstanden haben.
    Ja ich kann eigentlich sagen, ohne den Alkohol im Hintergrund hatten wir eigentlich nie Streit. Der Alkohol hat ihn lsehr verändert. Das ist mir gerade in den letzten Wochen wieder sehr schmerzhaft bewusst geworden.
    Leider ....

    So sind auch unsere privaten Kontakte ziemlich eingeschränkt gewesen. Er hat immer versucht abzublocken, wenn wir irgendwo eingeladen waren.

    Ganz schlimm wurde es erst letztes Jahr, als er arbeitslos war. Da habe ich ihm dann auch gesagt, dass er sich endlich entscheiden muss. Alkohol oder ich.

    Nun hat er zwar alles gemacht, aber wir stehen trotzdem vor den Scherben unserer Beziehung.

    Wenn ich Dir einen Rat geben darf. Lass Deinen Freund ganz in Ruhe. Denke nur an Dich. Es bringt jetzt nichts, ihm nachzutrauern.
    Entweder nimmt er von alleine Kontakt mit Dir auf, dann will er es auch wirklich. Oder er braucht noch Zeit.
    So eine Therapie kann schon sehr viele Veränderungen mit sich bringen. Daran geht leider kein Weg vorbei.
    Außerdem meine ich, er muss immer wieder merken, dass Du es wirklich ernst meinst. Sonst spielt er sein Spiel weiter.

    Ich denke nämlich, ich war auch nicht konsequent genug. Habe ihm zwar immer wieder gesagt, nur ohne Alkohol, aber war immer bereit ihm zuzuhören udn auf ihn einzugehen.

    Daher gibt es für mich jetzt nur noch die Trennung.

    Ich drücke Dir die Daumen, dass Du das aushälst.

    Danke clubchef,

    Das ist ganz lieb von Dir. Getrennte Wohnungen will ich jetzt auf jeden Fall. Alles andere wird sich zeigen.

    Aber erst einmal muss das bewerkstelligt werden.

    Wenn man erst einmal wieder durchatmen kann, sieht vieles ganz anders aus.
    Ich habe das über Ostern ja gemerkt. War viel alleine unterwegs und habe mich so wohl dabei gefühlt. Ich glaube nicht, dass mich in nächster Zeit in seiner Gesellschaft so gut fühlen kann.

    Es geht so vieles im Kopf herum, muss erst einmal alles richtig sortieren.

    Danke clubchef für Deine schnelle Antwort.

    Ich denke schon, dass Du es so richtig siehst. Aber manchmal habe ich das Gefühl, er will sich eine Art Alibi schaffen, vielleicht auch für sich selbst.
    So nach dem Motto, ich habe doch alles getan, wenn es eben nicht funktioniert, dann nach mir die Sintflut ....

    Er neigt auch dazu, immer mal solche Sprüche von sich zu geben: So wie, ist doch egal an was man kaputt geht. Immer alles nur negativ.

    Auch so die Bemerkung, als er zur Entgiftung ging: Mal sehen, was die mit mir machen. Es kommt einfach nichts rüber, dass er mal sagt, er will für sich selbst etwas tun. Das ist mir schon so oft aufgefallen und habe ich ihm auch gesagt. Wieder ein neuer Streitpunkt.

    Für mich ist inzwsichen auch klar, dass eine Trennung das Beste ist.
    Aber so ganz habe ich noch nicht damit abgeschlossen.

    Und genau da liegt mein Problem, solange ich nicht 100% von etwas überzeugt bin, fällt es mir sehr schwer, eine Entscheidung zu treffen.
    Aber deshalb bin ich ja hier und arbeite daran.

    Hallo cheekyc112,

    ich bin in ähnlicher Situation wie Du. Mein XY hat alles gemacht, was nötig war, um trocken zu bleiben, Entgiftung, ambulante Therapie. Allerdings keine LZT. Wäre mit Sicherheit besser gewesen, Aber er will das nicht, weil er Angst hat, seinen Job zu verlieren. Hat mir versprochen, dass er nicht mehr trinkt, immer mit der Einschränkung, dass er mir das nicht versprechen kann. Das Thema Trennung war daher immer present. Die Partner verändern sich, wir verändern uns.

    Er gb mir plötzlich das Gefühl, dass ich nur eine Nebensache für ihn bin. So z.B. wenn es um Treffen mit Bezugspersonen ging. Da meinte er, er hätte ja keine Bezugsperson. Das hat verdammt weh getan, so etwas nach 18 Jahren zu hören. Auf der anderen Seite musste ich mir jeden Abend anhören, was wieder in der Firma bei ihm los war. Für den seelischen Mülleimer war ich ihm immer gut genug.

    Letzendlich haben wir uns immer wieder zusammengerauft, ich habe ihm weiter meine Unterstützung angeboten, auch mit getrennter Wohnung, wozu es nicht kam. Meine Bedingung ganz klar, kein Alkohol, keine Lügen mehr, kein heimliches Trinken.
    Leider hat das wohl nicht so ernst genommen, oder er kann es nicht; ich weiß es ja auch nicht. Auf jeden Fall hat er wieder heimlich getrunken, streitet einfach alles ab und ich bin wieder diejenige, die Schuldgefühle bekommt.
    Vielleicht war auch mein Druck auf ihn zu stark.

    Glaube mir, das ist wirklich sehr schwer. Die Liebe und das Vertrauen bleiben meist auf der Strecke.

    Ich beneide jedes Paar hier im Forum, das es geschafft hat, wieder zusammenhzufinden und neues Vertrauen aufzubauen. Nur leider ist das wirklich ganz ganz selten.

    Meine Meinung ist, ihr könnt das nur schaffen, wenn von Anfang an klare Bedingen abgesteckt werden. Kompromisse eingehen kann man bei Alkoholkranken nicht. Das musste ich auch erst lernen.
    Wichtig ist nur, dass Du Deinen Weg gehst und immer an Dich denkst und das ist so schwierig. Mir hat das Forum sehr gut dabei geholfen.
    Das alles kann ein ganz ganz langer Kampf werden.

    Du hast noch einen großen Vorteil: Ihr habt getrennte Wohnungen. Du kannst Deine Tür zumachen, wenn Dir danach ist. Und er hat ausreichend Zeit, über alles nachzudenken. Bei einer gemeinsamen Wohnung geht das leider nicht. Die Konflikte sind enorm belastend und fressen einem bald auf.
    Eure Beziehung ist noch ganz frisch, vielleicht gelingt es mit viel Liebe, aber auch Konsequenz von Deiner Seite, dass ihr wieder zusammenfindet.

    Wenn Du es schaffst, lass ihn sein Ding alleine machen. Ich denke, es geht Dir dabei besser.

    Aber es gibt ja noch andere Erfahrungen und Meinungen im Forum.

    Hallo clubchef,

    auch ich bedanke mich für Deinen Beitrag.
    Vor allen Dingen dafür, dass ein Betroffener sich selbst so offen darstellt. Das ist für mich sehr hilfreich und hilft mir dabei, meinen Blickwinkel weiter zu stellen. Und ich bin ganz sicher, ganz vielen Co's hier im Forum.

    Ich habe wieder die vielen Paralleln entdeckt und auch wieder einmal - wenn auch schmerzlich - erfahren müssen, dass ich selbst gar nichts aber auch gar nichts tun kann.
    Das macht mich wieder traurig, weil ich immer noch dazu neige, die Schuld für sein Trinken auch bei mir zu suchen. Auch, wenn er schon getrunken hat, bevor er mich überhaupt kanne. Das ist so schwer aus meinem Kopf zu bekommen.

    Leider ist es nicht meine Wohnung sondern unsere gemeinsame. Daher muss ich mich entweder damit abfinden, dass er dort wohnen bleibt, bis er endlich eine neue Bleibe gefunden hat, oder ich muss selbst ausziehen.
    Dazu bin ich aber noch nicht so ganz bereit, merke aber, dass ich immer mehr dazu tendiere, denn meine Kraftreserven gehen so langsam zur Neige.

    Vielleicht begreift XY irgendwann einmal, dass er vieles anders machen müsste und lebt ein neues und zufriedenes Leben. Aber ich so wie ich ihn jetzt kenne, dauert das noch eine ganze Weile, wenn überhaupt.

    Ich habe in Deinen Beiträgen gelesen und finde es ganz super, wie doch letzendlich mit Deinem Problem umgegangen bist und vor allen Dingen, dass Du heute noch trocken bist.
    Dafür freue ich mich für Dich und Deine Familie.

    Weiterhin alles Gute

    Hallo Hanna,

    mir geht es momentan auch so.
    Ein freundliches Gespräch ist leider nicht mehr möglich, auch wenn er gestern nichts getrunken hatte. Er hatte sogar angerufen und gefragt, ob er etwas zum Essen mitbringen könne.

    Wir müssen nun noch einige Tage zusammen aushalten, bis er eine Wohnung gefunden hat. Das ist für mich so zermürbend und tut so furchtbar weh.
    Wollte ihn nur bitten, dass er nichts trinkt, wenn er hier übernachtet und schon wurde seine Stimme lauter und lauter. Er hätte überhaupt nichts getrunken und ich hätte ihm nichts zu sagen. Ob ich nicht begreifen würde, dass er mir nichts tun würde, obwohl ich mich immer so aufführen würde.
    Da musste ich wieder begreifen, dass er einfach alles nur tut, um seine Ruhe zu haben und ein Deckmäntelchen über alles legt. Nur nicht darüber sprechen, irgendetwas eingestehen. Er hat ja alles getan, muss sich keine Vorwürfe machen. Ich bin immer die Böse.

    Es interessiert ihn absolut nicht, dass ich Angst habe, er hat noch nicht einmal die Spur eines schlechten Gewissens, wenn er jetzt so laut wird
    (was mir auch Angst macht).

    Und schon kommen dann bei dann diese Gedanken, die mich jetzt so fertigmachen. Warum muss eine Beziehung so enden, wir haben uns doch mal geliebt, oder ? Oft frage ich mich, habe ich mir nicht alles nur schöngeredet?
    Dann die Wut, dass ich nicht aussprechen soll, was ich denke, dass er mir am liebsten den Mund verbieten würde, weil er das alles nicht hören will oder kann.

    Trotzdem habe ich mir vorgenommen, dass ich ihm das zumindest heute abend sage, dass ich mir nie von ihm verbieten lasse, das zu sagen, was ich möchte.

    Ist das nicht auch Gewalt, wenn man sich so verhält ?
    Verbale Gewalt kann genauso schlimm sein, wie ein körperlicher Angriff.
    Aber ich lasse mir nicht noch einmal mein Selbstwertgefühl von einem Mann zerstören. Es hat zu lange gedauert, bis ich mir das wieder aufbauen konnte.

    Wie Du schon geschrieben hast, Hanna, im Innern unserer XY ist kein Frieden und schon gar keine Würde mehr vorhanden, deshalb auch diese Reaktionen. Die Achtung vor dem Partner ist gänzlich verloren gegangen.

    Das ist für mich eigentlich die schlimmste Erkenntnis.

    Mir geht es heute so schlecht, dass ich nicht zur Arbeit gefahren bin. Habe auch Halsschmerzen, Kreislaufprobleme. Das alles wirft mich wieder so zurück.

    Sei froh, dass er schon weg ist. Ich habe dieses ganze Programm noch vor mir und mag gar nicht daran denken.
    Ich muss genau wie Du immer abschließen, um für mich meinen Frieden zu finden.

    Aber wir müssen langsam begreifen, dass das wahrscheinlich nicht funktioniert, zumindest nicht in der Trennungsphase.

    Ich wünsche Dir alles Gute, bleib stark. Wir müssen einfach egoistisch sein und nur an uns denken. Er macht sich ja auch keine Gedanken um Dich.

    Ja Melanie,

    ich habe das ja alles auch schon mal erlebt. Hatte dadurch jahrelange Schlafstörungen.

    Ich habe mich auch schon im Internet auf die Suche gemacht und eine Pension in der Nähe gefunden, wo ich erst einmal unterkommen könnte.

    Ich bin auf jeden Fall vorsichtig und rechne mit allen möglichen Ausfällen von seiner Seite.

    Nachher gehe ich in meine Gymnastikgruppe und werde ihn vorher anrufen, um ihn zu informieren, falls er bis dahin noch nicht zurückgekommen ist. Da merke ich auch gleich, wie er drauf ist.

    Leider hat mein XY keine Freunde, außer diesem einem, wo er unterkommen kann. Er war schon immer ein Einzelgänger. "Freunde" braucht er nur zum Trinken.

    Nici, ich hoffe ja so sehr, dass er eine Wohnung findet. Denn ich möchte so gerne hier in dieser tollen Wohnung und auch der Umgegend wohnen bleiben.
    Er kann ja die Miete doch nicht bezahlen. Er hat mir ja auch schon gesagt, wenn ich ausziehen würde, dann würde er in der Wohnung bleiben, aber trotzdem nur die Hälfte der Miete bezahlen. Das wäre ihm dann gerade mal egal, soll der Vermieter erst einmal bei ihm einklagen. Das heißt dann auch, dass ich die Differenz bezahlen muss.

    Ich wäre froh, wenn wir uns da einigen können und versuche erst einmal alles in Ruhe in Frieden mit ihm zu klären.

    Außüerdem will sein Freund, der ja sehr gute Beziehungen hat, mal sehen, ob er etwas in Sachen Wohnung tun kann.
    Ich verstehe nur nicht, warum XY ihn nicht danach gefragt hat.

    Hallo,

    das sehe ich auch so wie Melinak. Er muss sich selbst darum kümmern. Denn Du bist nicht immer dabei, wenn er irgendwo etwas isst oder trinkt, ob das jetzt in der Firmenkantine oder in einer Gaststätte ist.

    Mein XY hat da auch nicht drum gekümmert. Als er Husten hatte, hat er sich ganz normalen Hustensaft aus der Apotheke geholt. Als ich ihn daraufhinwies, das da jede Menge Alkohol drin ist, meinte er nur, das wäre ihm doch egal. Hauptsche, es hilft.

    Ich habe dann den Saft in der Apotheke ausgetauscht. Aber das würde ich auch nicht mehr machen.

    Er trinkt ja sowieso wieder mit oder ohne den Hustensaft und hat auch trotz Therapie kein Bewusstsein dafür, dass er eigentlich einen Rückfall nach dem anderen baut.

    Macht Dein Partner eine Therapie oder geht er in eine SHG ? Da wird nämlich all das auch besprochen und auf die Gefährlichkeit solcher Getränke oder Lebensmittel hingewiesen.

    Eben kam er von der Arbeit. Ich habe gleich gesehehen, dass er nüchtern war. Welch eine Veränderung !

    Er war auch sehr freundlich, ging gleich ins Bad zum Duschen.
    Dann meinte er müsse noch einmal weg und hat sich verabschiedet.

    Ich bin so froh. Hoffentlich findet er jetzt auch eine Wohnung. Morgen hat er ja noch einen Termin. Hatte schon wieder Angst, dass er angetrunken ist und dann den Termin nicht wahrnimmt. Oder ihm keiner in diesem Zustand eine Wohnung gibt.

    Jetzt kann ich nur noch hoffen, dass er bis heute abend nichts trinkt. Vielleicht können wir dann doch in Ruhe miteinader reden.

    Ihr könnt mir schon mal die Daumen drücken!

    Heute morgen hatte ich auch zufällig seinen Vater getroffen. War mit dem Rad unterwegs, weil ich dieses zur Inspektion gebracht habe.
    Er sagte mir, dass er schon lange nichts mehr von seinem Sohn gehört und gesehen habe. Dann haben wir uns lange unterhalten und er erzählte mir, dass er ihm wohl das letzte Mal zu deutlich seine Meinung gesagt habe und er deshalb nicht zu ihm geht.

    Eben habe ich noch seinen besten Freund angerufen (ebenfalls ein Alki; ich hatte ja schon berichtet). Auch er hatte schon länger keinen Kontakt mit ihm, wusste zwar, dass er mal eine Wohnung gesucht hätte, aber das hätte sich doch wieder bei uns einreguliert. Auch wir haben längere Zeit gesprochen. Er war schon ziemlich schockiert und will sich mit XY in Verbindung setzen. Aber natürlich erzählt er ihm nicht, dass er mit mir gesprochen hat.

    Ich habe ihn vor allen Dingen gebeten, auf XY einzuwirken, dass er nicht betrunken mit dem Auto fährt. Das fand er auch besonders schlimm, zumal er ja selbst fast 2 Jahre ohne Führerschein war. Damals war es Rest-Alkohol, morgens früh um 6:00 Uhr auf dem Weg zu seiner Firma mit, 1,7 Promille.
    Da er selbständig ist, hat ihn das sehr viel Geld gekostet. Er musste sich zusätzlich noch einen Chaffeur leisten, damit er sein Geschäft weiterführen konnte.
    Als ihn durch meinen Freund kennenlernte, war gerade trocken. Das hat dann ca. 5 Jahre gedauert. Danach hat er wieder angefangen zu trinken und tut es auch heute noch mit Überzeugung. Er ist alleinstehend, möchte keine Beziehung und verlebt so sein Geld. Insofern denke ich immer, er muss selbst wissen, was er tut.

    Außerdem fährt er nie Auto, wenn er getrunken hat. Die Sache mit dem Restalkohol hat ihn ganz schön nachdenklich gemacht. So fährt er jetzt auch ab und zu dem Taxi in die Firma , wenn er nachts länger unterwegs war.

    Mir tut es schon manchmal ganz schön leid um ihn, weil er sonst ein ganz liebenswerter Mensch ist. Aber haben wir das Recht, einen solchen Menschen trocken zu legen oder auch auf ihn einzuwirken ?

    Hallo,

    leider ist alles nicht so einfach, wie ich mir das gewünscht hätte.
    Jetzt bin ich wirklich soweit, dass ich den Schlussstrich will, weil es eben nicht mehr anders geht.

    Nur hängt XY jetzt mehr denn je an der Flasche und die Zeit der Ruhe ist auch vorbei. Denn er hatte mir ja auch angekündigt, dass er Montag abend wieder in dWohnung kommt, um dort zu schlafen. Da wir ja schon tel. Kontakt hatten, habe ich gemerkt, dass er wieder trinkt und nicht dass, er ist ausgesprochen aggressiv.

    Gestern war ich nachmittags bei meinem Bruder samt Familie, wo auch meine Mutter lebt. Ich hatte sie eine Weile nicht mehr gesehen, meine Mutter ist leider mit 91 Jahren schwer dement und erkennt ihre nächsten Angehörigen meist nicht mehr. Aber interessanterweise wusste sie gestern gleich meinen Namen. Darüber habe ich mich sehr gefreut.

    Natürlich wurde auch über meine jetzige Situation gesprochen. Es ist gut zu wissen, dass ich immer bei meiner Familie Unterstützung und Verständnis finde. Nur möchte ich sie allzusehr damit belasten.

    Mit bangem Gefühl bin ich dann abends wieder in die Wohnung zurückgefahren. Ich wusste ja nicht, wann er kommt und in welcher Verfassung er ist.
    Schließlich rief er dann nach 22:00 Uhr an, um mich zu fragen, ob er kommen könne. Er war ständig am Husten, so konnte ich ihn auch nur schlecht verstehen und nicht beurteilen, ob er nüchtern war. Ich konnte aber seinen aggressiven Tonfall heraushören.

    Es kam dann auch gleich wieder zu einem Disput, als ich ihm sagte, er solle doch bitte etwas früher anrufen. Seine Reaktion darauf war auch wieder heftig. Um ihn nicht noch mehr zu provozieren, sagte ich ihm, dass er kommen könne. Ich kann ihm ja die Wohnung doch nicht verwehren.
    Es kam noch ein kurzer Hinweis, dass er bitte nur in die Wohnung kommen solle, wenn er nichts getrunken hat. Er entgegnete mir gleich mit lauter Stimme, dass er nichts getrunken hätte und was das solle ?

    Na ja, so gegen 23:00 Uhr kam er dann endlich. Ich hatte schon schweißnasse Hände und nahm mir fest vor, ganz ruhig zu bleiben, am besten gar nichts sagen. Kenne das ja alles noch von meinem letzten Alki. Nur, weil ich keine Widerworte mehr gab, hatte der mich nicht geschlagen.Mich dann allerdings oft stundenlang mit verbalen Angriffen traktiert.

    Ich möchte nicht alle Einhelheiten wiedergeben. Aber er war so was von aggressiv,schwankte durch die Gegend und sah schlimm aus. Das Schlimmst aber, er war wieder mit dem Auto unterwegs. Fragte mich, ob ich schöne Ostern gehabt hätte, meine Antwort ja gefiel ihm wohl nicht, so dass er mich anschrie, das wäre ja schön für mich, aber er nicht. Es kamen dann immer wieder neue Fragen z.B. ob ich ihm nichts zu sagen hätte. Und ob ich mich wieder beruhigt hätte nach em Theater, das ich am letzten Wochenende gemacht hätte.

    Es war eine schlimme Situation für mich, ich hatte richtige Angst vor ihm, wie er so dastand, schwankend mit immer lauteter lallender Stimme.
    Da kam dann wieder alles von früher hoch.

    Auch konnte ich ihm dieses Mal nicht das Schlafen auf der Couch verweigern. Da ich aber nicht mit ihm zusammen im Wohnzimmer bleiben konnte, habe ich ich ihm gesagt, dass ich sowieso schlafen gehen wollte. Hat ihm auch nicht gepasst. Aber ich bin trotzdem ins Schlafzimmer und habe meinen Laptop mitgenommen, da konnte ich noch etwas Fernsehen.
    Er lag dann auch schon auf der Couch und war wohl kurz vorm Einschlafen, denn er murmelte noch etwas von "Dann geh doch endlich".
    Da fühlte ich mich wieder sicherer, denn er hat einen guten Schlaf und packt das auch im Sitzen, wenn es sein muss.

    Ich habe auch gut geschlafen, wurde aber wach, als er im Bad war, obwohl er sich sehr leise verhielt, so wie immer eigentlich.

    Trotzdem habe ich jetzt schon wieder Angst, wenn er nach Hause kommt. Angeblich will er sich ja heute und morgen Wohnungen anschauen. Hoffentlich tut er das auch.

    Aber mir ist auch klar, dass ich so eine Situation wie gestern nicht mehr lange aushalte.
    Ich weiß nur nicht, wann ich mal mit ihm vernünftig reden kann.

    Auf jeden Fall habe ich schon mal geschaut, wo ich ein günstiges Hotel finden kann.

    Falls er weiterhin trinkt und dann so schlecht drauf ist, werde ich wohl auch unseren Vermieter anrufen müssen. Wir müssen unbedingt eine Lösung finden, was die gemeinsame Wohnung angeht.
    Ich habe wirklich Angst, dass er irgendwann total ausrastet.

    Ich finde das alles so schrecklich. Er kann doch jetzt tun und lassen, was er will, trinken oder nicht. Ich mache ihm keine Vorschriften mehr, aber anscheinend will er das auch nicht.

    Aber in mir ist alles so tot, was ihn betrifft. Und eigentlich ist das gut so.

    Gerade der gestrige Abend hat mir wieder vor Augen geführt, was der Alkohol aus einem Menschen machen kann. Und wie hilflos wir als Frauen dann den Aggressionen des Partners ausgeliefert sind.

    Hallo Sonne,

    Du bist doch auf dem richtigen Weg. Klar braucht das alles seine Zeit.

    Ich denke immer, wir Co`s haben doch viel mit unseren Partnern gemeinsam. Es ist so wahnsinnig schwer, eine endgültige Entscheidung zu treffen. Und tut so furchtbar weh.

    Aber wenn ich warten will, bis mein XY sich entscheidet, da kann ich wirklich sehr lange warten. Das hast Du ja auch getan.
    Also bleibt uns doch erst einmal nichts anderes übrig, als für uns ganz alleine und natürlich auch für unsere Kinder (ich habe keine Kinder) einen Weg zu wählen, damit es uns dauerhaft gut geht.

    Manchmal fehlen nur noch ein paar Ansätze, bis es auch bei uns Klick macht. Das war bei mir auch so und kam vor allen Dingen völlig überraschend, als ich gar nicht damit gerechnet hatte.
    Leider musste es bei mir doch 2 x Klick machen.

    Aber jetzt geht es mir sehr gut mit meiner Entscheidung und daran will ich auch festhalten. Sonst fängt doch wieder alles von vorne an.

    Deshalb bin ich auch allen hier im Forum so dankbar. Ohne die vielen Beiträge hätte ich das sicherlich nicht so einfach geschafft.

    Ich habe zwar nie so ganz viel geschrieben, aber alleine das Lesen hat mir die Augen geöffnet. Ich sah mich immer wie in einem Spiegel.

    Ich bin sicher, Du schaffst es auch für Dich und Deine Tochter.

    Ich wünsche Euch noch einen schönen Ostermontag und ganz viele positive Gedanken und Erlebnisse.

    Ach ja, was mir noch einfällt:

    XY war nie meine wirklich große Liebe, zumindest nicht am Anfang. Ich war immer noch zu verletzt und ängstlich von meiner letzten Beziehung mit einem Alki, dass ich zu tiefen Gefühlen nicht bereit war.
    Ich wollte einfach nicht mehr zulassen, dass ein Mann Macht über mich hatte. So war es nämlich damals. Das ganze Programm mit Schlägen, Randale, Fremdgehen usw. Und ich habe mir das sehr lange gefallen lassen.

    Aber mit der Zeit wurde es einfach eine immer tíefere Zuneigung zu XY.
    Trotzdem habe ich immer einen gewissen Abstand für mich selbst bewahrt, so eine Art Selbstschutz.
    Bei Streitigkeiten gab ich selten nach, zumal es dann auch meist schon um Alkohol ging. Er machte fast immer den Anfang zur Versöhnung. Ich konnte lange schmollen, habe kein Wort mit ihm geredet.
    Oft tat es mir leid, aber ich konnte nicht anders.

    Vieles in meinem Verhalten resultierte von früher. Ich hatte kaum einen eigenen Willen. Mein Ex-Ex hatte mir jegliche Freiheit genommen und ich habe mich nicht gewehrt. Weil ich ihn ja sooo geliebt habe. Aber was war das für eine Liebe. Eine völlige Abhängigkeit, die mich fast zerstört hätte.
    Aber für mich war er damals die große Liebe. Was für ein Wahnsinn !!!

    Warum ich das schreibe? So oft lese ich hier von Frauen und der Liebe zu ihren Männern, obwohl diese sie einfach nur schlecht behandeln.
    Dann frage ich mich immer, wie kann es sein, dass man einen Mann so liebt oder glaubt zu lieben, der einem einfach nur schlecht behandelt, belügt, betrügt und schlimmstenfalls auch noch schlägt. Aber mir ging es ja auch nicht anders. Typisches Co-Verhalten, aber eigentlich noch viel viel mehr.

    Sicher liegt es am Alkohol, aber nur wir selbst haben es in der Hand, das zu ändern und unser eigenes Leben zu leben.
    Das können wir aber nur, wenn wir uns selbst wichtig sind.

    Hallo,

    ich weiß nicht, was in den Köpfen unserer XY vorgeht.
    Er hat mir auch schon so oft gesagt, dass er mich liebt, dass er nach mir keine andere Frau mehr möchte. Dazu kam dann noch die Bemerkung, dass er sich ein solches Theater nicht mehr antun möchte und lieber alleine bleiben will.

    Auf seinem Brief, den er mir Anfang der Woche geschrieben hat, steht auch wieder, dass mich trotz allem sehr liebt. Das war übrigens das erste Mal, dass er mir einen Brief geschrieben hat.
    Meistens waren es kleine Zettelchen mit Figuren und Herzchen, Küßchen und Kosenamen. Das konnte er immer ganz gut.

    Aber er trinkt trotzdem, trotz aller Liebe zu mir. Also hat das Trinken selbst nichts mit Liebe zu tun, zumindest bei meinem XY. Das habe ich inzwischen schon längst erkannt, nur nie so richtig wahrhaben wollen.
    Aber ich glaube ihm trotzdem dass er mich liebt. Aber leider gibt es da noch etwas, was er noch mehr liebt, nämlich den Alkohol. Und dieser steht immer darüber, ist stärker als alle Liebe.

    Nur wenn er den Alkohol wirklich stehen lässt, kann er auch seine Liebe wieder zeigen, für seine Familie und Kinder da sein.
    Nur leider ist dann oft schon so vieles kaputt gegangen, das Vertrauen auf dem Nullpunkt, dass es oft nicht mehr dazu kómmt.

    @Freigeist
    Ich senke, solange Dein Mann in seiner Sucht lebt, hat seine Familie keinen Platz in seinem Leben. Das zeigt er Euch leider nur allzu deutlich.
    Aber nur er kann daran etwas ändern, wenn er es auch wirklich will.
    Deshalb brauchst Du jetzt ganz viel Kraft auch für Deine Kinder, damit sie unter der Situation nicht allzu sehr leiden müssen.
    Es tut mir sehr leid für Deine Kids, dass sie ihren Vater so vermissen.

    Sonne
    Genau so denke ich auch. Daher habe ich eingesehen, dass er trinken will, ohne Einschränkung. Egal wie es mir dabei geht. Liebe ist dann völlige Nebensache.
    Also soll er seine Zufriedenheit haben. Aber ich möchte ebenfalls zufrieden leben, auch ohne ihn oder vielleicht sogar noch besser.
    Und mit dieser Einstellung geht es mir jetzt viel viel besser und ich kann ihm in die Augen sehen, ohne ihn zu hassen. Das ist auch sehr wichtig für mich. Denn schließlich hatten wir auch sehr schöne Zeiten in 18 Jahren Beziehung.

    Hallo Sonne,

    Linde hat völlig Recht. Dadurch, dass Du schreibst, was Du selbst für Dich getan hast, auch über Ostern, wirst Du stärker. Du richtest Deinen Fokus auf Dich aus und Dein XY wird nach und nach immer mehr zur Neben-sache.

    Umgekehrt ist es aber auch so, wenn Du nur auf ihn fixiert bist, fällt es Dir immer schwerer, eigene Wege zu gehen. Es ist, als wenn man gelähmt ist, weil wir immer in Erwartungshaltung sind.
    Das ist ein verflixter Teufelskreis, den Du nur selbst durchbrechen kannst.

    Lies mal in meinem Beitrag nach. Wäre schön, wenn Du auch etwas für Dich dabei herausziehen könntest.