Hallo,
das Mitternachtshopping war ganz toll. Zufälligerweise trafen wir noch auf eine gemeinsame Bekannte, die auch mit einer Freundin unterwegs war.
Wir hatten dann einen gemütlichen Abend zu viert.
Am 1. Mai habe ich mit einer Gruppe von ca. 20 Leuten eine tolle Maiwanderung gemacht. Vorher waren wir bei einer Freundin zum Frühstücken. Jeder brachte etwas Leckeres mit. Dann galt es 20 km zu laufen, auch bergauf. Hat Riesenspass gemacht, auch die Kommunikation mit den Leuten. Einige kannte ich schon. Alles noch alte Bekannte aus dem Singlekreis, dem ich mal angehörte. Mittlerweile haben sich da etliche Paare gefunden, die sich immer noch regelmäßig treffen. Das war auch eine ganz tolle Zeit. Andere Leute in der Gruppe habe ich erst kennengelernt. Aber bei einer solchen Wanderung hat man ja die Gelegenheit mit jedem mal ins Gespräch zu kommen.
Es waren auch Kinder dabei, die tapfer mitgelaufen sind. Da machten wir unterwegs zusammen Ratespiele. War richtig schön und lustig.
Das Wetter war super, nette Leute, dazu noch leckeres Essen in der Pizzeria auf dem Berg.
Dass ich dann Probleme hatte, die letzten Kilometer zu bewältigen, war kein Wunder. Wann hatte ich denn mal eine solch lange Tour von 20 km gemacht ? Dazu hatte ich auch dummerweise meine Trecking-Sandalen an und keine richtigen Wanderschuhe. Das hat sich dann doch noch gerächt.
Bei dieser Gelegenheit haben wir uns gleich mit mehreren Frauen zu einem gemeinsamen Frühstück im Cafe verabredet.
Als ich dann nach Hause kam, war XY auch da. Meiner Meinung nach nüchtern und das am 1 Mai ! Aber so konnten wir den Abend ohne größeren Stress herumbringen.
Ich habe ihm im Internet auch einige Wohnungen herausgesucht, da er noch nicht einmal die Samstagszeitung mit den Angeboten angeschaut hatte.
Gibt leider nicht allzuviel Auswahl und dazu sind sie noch teuer.
Anders war es dann am Montag abend. Da merkte ich gleich, dass er wieder getrunken hatte, als er zur Tür hereinkam. Wie immer stritt er natürlich alles ab. Aber ich bat ihn dann noch einmal, sich endlich um eine Wohnung zu kümmern, da er dann ja tun und lassen könne was er wolle.
Wir hatten dann auch gleich wieder Streit und ich war froh, als er endlich auf der Couch eingeschlafen war.
Am Dienstag abend kam er wieder und erzählte mir, dass er unter meinen Vorschlägen ein Zimmer gefunden hätte. Zwar nur als Übergang, aber immerhin, wir müssen nicht ständig zusammenhängen.
Nun war ich erst einmal erleichtert.
Aufgrund des letzten Zusammentreffens war ich nicht gerade freundlich zu ihm. Also auch wieder ein Abend mit viel Schweigen.
Heute abend war er auch wieder da, sichtlich erleichtert und vollkommen nüchtern und erzählte mir, dass er endlich eine schöne Wohnung gefunden hätte bei den Internet-Angeboten, die ich ihm geschickt habe.
Nun konnten wir uns doch noch einmal ganz in Ruhe über alles unterhalten, was mit den Möbeln passiert usw. Ich habe ihm angeboten, dass er alles was er benötigt, aus der Wohnung mitnehmen kann. Will eigentlich nur unseren neuen Fernseher behalten. Da ich aber auch das meiste selbst bezahlt habe, hat er darauf verzichtet, größere Möbelstücke mitzunehmen. Außerdem sind diese ja auch mittlerweile schon 15 Jahre und älter.
Da stand dann wieder der Mann vor mir, mit dem man normal reden konnte. Kein Gelalle, kein schwankender Gang, keine Bösartigkeiten. Ich kann es manchmal selbst nicht glauben, wie schnell sich das ändert.
Nun ist es also endgültig, er zieht dann zum 15. Mai aus der gemeinsamen Wohnung aus.
Ich muss mich jetzt erst einmal wieder neu sortieren. Momentan bin ich erst einmal erleichtert, dass endlich die ganzen schlimmen Worte und Verletzungen zwischen uns der Vergangenheit angehören. Andererseits macht mich die Situation doch wieder traurig. Es kommen eben immer wieder dieses Gedanken, warum musste es soweit kommen. Das wird mich wohl doch noch etwas beschäftigen.