Beiträge von Antilope

    Heute abend gab es wieder mal eine interssante Talkshow im Fernsehen, "Das Nachtcafe" im SWR mit Wieland Backes.
    Ich schaue diese Sendung jeden Freitag abend an. Immer sehr interessante Themen.

    Das Thema heute, passend zu unserer Problematik: "Du sollst Dich ändern".
    Zu Wort kamen Personen, die durch Lebenskrisen ihr Leben ändern mussten. Immer wieder war die Rede davon, dass sie erst ihren Tiefpunkt erreichen mussten, ob es jetzt um Burnout, Beziehungskisten, Suchprobleme ging.

    Dabei war auch ein Hirnforscher, der die Meinung vertrat, dass ein Mensch sich nicht alleine dauerhaft ändern könne bzw. sein Leben. Viel mehr wäre eine Hilfe oder Einwirkung von außen notwendig. Alles andere wäre nur eine Illusion, die sich über Wochen, Monate positiv auswirken könne auf das Vorhaben etwas zu ändern.
    Aber nur mit dieser Einwirkung und dem eigenen festen Wunsch und auch Willen des Betroffenen sei ein dauerhafter Erfolg gesichert.
    Die Hilfe von außen und auch ein gewisser Druck sei ganz wichtig, auch immer wieder die Aufforderung, Du musst Dich ändern, sonst unterliegt man immer wieder dem Selbstbetrug, man hätte ja schon etwas getan.

    Ansonsten gäbe es nur ein kurzes Aufflackern, wie eine Illusion, das nach nach verblasst. Irgendwann kommt dann wieder der Gedanke "eingentlich geht es Dir doch ganz gut" und ganz schnell fällt man wieder in die alten Gewohnheiten zurück.

    Ganz schön heftig und ich muss sagen, die Aussagen des Hirnforschers können schon sehr zur Verunsicherung führen. Eigentlich sollen wir als Co doch loslassen, oder doch nicht so ganz ????

    Meist werden diese Sendungen in Youtube als Video wiederholt.
    Ich hoffe, den Link dann zu finden und würde ihn gerne hier hereinstellen, falls ich das darf.

    Hallo Feeli,

    mich macht das sehr traurig, weil ich seine Zerrissenheit spüre, den Kampf mit sich selbst. Aber ich weiß auch, dass ich ihm dabei nicht helfen kann.

    Ich bin sicher, dass er wirklich gerne aufhören will mit dem Trinken. Aber da kommt dann wieder sein eigene Unsicherheit, mangelndes Selbstbewusstsein zum Vorschein. Nun stürzt er sich voll in seine neue Aufgabe, den neuen Job, den er sehr gut meistert, trotz aller Stolpersteine.

    Ich denke auch an seine Aussage, dass ich ihn bevormunden würde, wolle ja immer Recht haben und leider hätte ich ja auch immer Recht.
    Auf der anderen Seite wartet er jetzt auf eine Antwort von vor, was er tun soll. Diese wird er aber nicht bekommen.

    All das bestärkt mich, meinen Weg trotzdem weiter zu gehen.

    Warum ich das so relativ gelassen ? tun kann, hängt einfach damit zusammen, dass ich das alles vor vielen Jahren schon einmal durch hatte.
    Da hat es mein Partner geschafft, mit meiner Hilfe vom Alkohol zu lassen, aber er war nie wirklich trocken oder ein zufriedener Mensch. Deshalb hat er sich dann seine Selbstbestätigung darin gesucht, dass er sich anderen Frauen zugewandt hat.

    Die ganzen Erinnerungen kommen jetzt wieder und damit auch die Erkenntnis, dass ich das so nicht mehr will. Dafür kämpfe ich jetzt auch, also für mich und ein schönes Leben für mich und nicht nur für meinen Partner.

    Andererseits konnte ich auch mit ihm alles für mich selbst tun. Er hat mir nie irgendwelche Grenzen gesetzt, Vorschriften gemacht. Das macht alles so schwierig. Ich hatte nie großen Leidensdruck oder Angst vor ihm haben müssen.
    Meine Freundin, die seit Jahren trocken ist, meinte dazu nur: "Ist doch klar, Hauptsache er hat seinen Stoff!" Harte Worte, aber sie treffen es doch auf den Punkt.

    Ich sitze gerade vorm Fernseher und schaue mir die noch einmal die Talkshow "Nachtcafe" im SWR von gestern abend an. Thema "Du sollst Dich ändern". Da geht es genau um unsere Thematik. Wahnsinning interesant, so dass ich sie auch gleich aufgenommen habe.

    Ich berichte noch in einem seperaten Thread darüber.
    Falls es ein Video gibt, stelle ich den Link hier herein, wenn ich darf.


    Bitte keine Links hier einstellen, danke! Gruß, Linde

    Hallo,

    ich mal wieder. Bei mir hat sich einiges getan in den letzten Tagen.
    Ich bin wieder am Arbeiten und auch ganz froh für etwas Ablenkung.

    Merke, dass es mir doch schwer fällt, loszulassen, die Endgültigkeit unserer Beziehung zu akzeptieren.

    Mein Freund schafft es nicht ohne Alkohol und ich kann es nicht mehr ansehen und habe auch entsprechend reagiert.

    Nun hatte er die ganze letzte Woche nichts getrunken, er war voll mit seinem neuen Job beschäftigt. Ich freue mich, dass er so engagiert ist, merke aber auch, dass ein Teil Verdrängung mitspielt.
    Jeden Abend erzählt er mir nun von seinem Job, ich muss ihn immer abbremsen. Mir ist wieder aufgefallen, dass es die ganzen letzten Jahre immer so war. Abends nach Hause kommen und ewig lange nur Gespräche übe seine Arbeit. Meistens kam ich gar nicht zu Wort, habe mich schon oft gefragt, wo bleibe ich eigentlich ? Immer der seelische Mülleimer sein.

    Wir haben sonst nicht viel geredet, die Spannung ist nun mal da. Ich versuche, auch Abstand zu halten, damit nicht alles ganz so weh tut.

    So wie er mir erzäht hat, hat er auch jetzt eine Wohnung, viel zu groß und zu teuer, aber eine kleinere Wohnung ist auch teuer und meist im Keller. Mietvertrag ist bis jetzt noch nicht unterschrieben.

    Da ich ihn zufällig am letzten Samstag wieder mit einer Flasche Apfelwein erwischt habe - die er dann aber weggeschüttet hat, als ich es merkte -
    hatte er 1 Nacht im Hotel verbracht. Sonntag auf Montag hat er dann wieder auf der Couch geschlafen,da er ja sowieso um 4:00 Uhr morgens aufsteht.

    Nun ist er erst einmal wieder hier, er kann die Wohnung im Februar beziehen.
    Am Mittwoch kam dann die Genehmigung für die ambulante Therapie für 1/2 Jahr.

    Er hat mir den Brief gezeigt und mich gefragt, was ich dazu meine. Ich habe ihm gesagt, dass ich mich freue und mir wünschen würde, dass er die Therapie auch macht.

    Wir haben dann den ganzen Abend geredet, er war ziemlich fertig, saß zum Schluß heulend auf der Couch.
    Aber ich weiß nicht, ich konnte nicht von meinem Standpunkt weg, ich habe ihm gesagt, dass er von mir jede Unterstützung bekommt. Dass wir aber nur zusammenbleiben können, wenn er die Therapie macht und aufhört zu trinken. Bei mir gab es keine Tränen, aber viel innere Traurigkeit über die Gewissheit, dass sich unsere Wege doch irgendwann trennen müssen.

    Er hat mir immer wieder versichert, dass er auf jeden Fall die Therapie machen wird, aber er mir doch nicht versprechen kann, ob er es auch schafft. Und überhaupt kriege er gar nichts auf die Reihe und ohne mich dann schon gar nicht mehr, Aber er wolle mir nicht mehr länger weh tun und ich solle mich nicht mit ihm und seinen Problemen belasten. Und außerdem sei dann sowieso alles egal, er wisse selbst nicht, was er wolle.

    Ich habe inzwischen viel überlegt, aber es geht nicht, ich kann nicht mit ihm zusammenleben, wenn er weiter trinkt. Und vor allen Dingen, wenn er nicht selbst etwas für sich tut. Alles andere ist nur ein Aufschieben, irgendwann kommt es doch zum großen Knall.
    Trotz allem habe ich nicht viel zu verlieren. Vielleicht hilft ihm die Therapie, endlich seinen Weg zu finden.

    Nein, es muss von ihm ganz alleine kommen, er muss mich fragen, ob er jetzt wirklich ausziehen soll.

    Heute morgen haben wir telefoniert und er hat mich ganz vorsichtig gefragt, ob ich denn wirklich will, dass er geht. Und ich habe ihm das genau so gesagt. Bis jetzt habe ich noch keine Antwort von ihm.

    Heute abend war er wieder in seiner SHG. Geredet hat er nur von seiner Firma. Er macht einen sehr unglücklichen Eindruck, ich merke, wie er mit sich kämpft. Nun ist es wieder da, das Mitleid, dann kommen mir fast die Tränen.
    Das Schlimme ist nur, ich verstehe ja sogar, dass er so große Probleme hat, trocken zu bleiben.
    Aber ich habe mir vorgenommen nichts zu sagen.
    Es fällt mir nicht leicht, aber ich werde das durchstehen müssen.

    Ich weiß nicht, ob ich jetzt traurig bin. Irgendwie bin ich auch stolz auf mich. Stolz, dass ich nicht umgekippt bin in dieser schwierigen Situation.
    Aber so richtig glücklich bin ich auch nicht darüber.

    Wie ich mich fühle, wenn er mir sagt, dass er tatsächlich auszieht, daran will ich jetzt erst einmal nicht denken.

    Am Sonntag habe ich mich mit einer Freundin verabredet, wir wollen zusammen spazieren gehten, nachmittags schön Kaffee trinken. Ich freue mich schon.

    Ja, ich habe auch eine tolle Reise im März gebucht, ganz günstig eine Rundreise nach Kappadokien für 1 Woche. Das wollte ich schon lange machen, gerne mit ihm, nun mache ich die Reise ohne ihn. Eine Freundin mit ihrem Freund kommt mit. Wird bestimmt ganz toll.

    Und überhaupt sehe ich trotz allem ganz positiv in die Zukunft: "Das Lebbe geht weiter"......

    Hallo Elfi,

    ich kann Dich sehr gut verstehen, denn ich bin aus dem gleichen Holz geschnitzt. Ich muss alles wissen und bin da sehr hartnäckig.

    Aber dann kann ich auch leichter loslassen, auch wenn es weh tut !

    Da muss ich wieder auf meinem Ex-Alki zurückkommen. Als er damals anfing fremdzugehen, habe ich das ziemlich schnell gespürt und kein Mensch konnte mich davor zurückhalten, herauszufinden, ob und mit wem da was abging. Ich hatte mir damals schon überlegt, ob ich nicht besser meinen Beruf wechseln sollte und Detektivin werde ... lach ....

    Die erste Beziehung hat er selbst beendet. Das zweite Mal habe ich dann den endgültigen Schlussstrich gezogen.
    War eine harte Zeit, aber ich habe es nie bereut und dann die tolle Erfahrung gemacht, dass ich auch alleine gut leben kann. Dabei war ich ab meinem 14. Lebensjahr nur mit kurzen Unterbrechungen immer in einer festen Beziehung.

    Und mit dieser damals gemachten Erfahrung kann ich heute besser loslassen. Es dauert zwar undendlich lange; eben typisch Co - , weil ich immer kämpfe, bis es eben nicht mehr geht. Aber wenn mein Entschluss einmal feststeht, kann mich niemand so leicht davon abbringen.

    Deshalb leide ich auch im Moment nicht, obwohl wir kurz vor der Trennung stehen.

    Ich mache mir trotzdem sehr viele Gedanken, aber die sind nicht nur negativ, oder von Verlustängsten geprägt, nein ich schaue schon wieder nach vorne und versuche ganz bei mir zu bleiben.

    Hallo Chinablue,

    mein Ex-Alki hatte damals schon seine Freundin (spätere Ehefrau). Sie kam wie er auch aus Jugoslwawien, und er hat sie lange Zeit voll mitfinanziert. Nur wusste ich das zum damaligen Zeitpunkt noch nicht.
    Er hat ja die Beziehung nicht zugegeben.

    Wir hatten ein gemeinsames Konto. Darauf lief mein Gehalt; Miete und alle laufenden Kosten wurden abgebucht. Er bekam seinen Lohn in bar ausgezahlt.; hatte aber als Dachdecker lange Zeit immer soviel schwarz nebenher verdient, wieviel, das konnte ich nicht erfahren. Aber er verdiente manchmal in einer Woche mind. so viel wie ein anderer in einem Monat.
    Dafür bezahlte er alles, was an sonstigen Kosten anfiel.

    Finanziell ging es uns dadurch eigentlich immer gut. Er war auch sehr großzügig, machte mir viel Geschenke.

    Als ich ihn auf unser gemeinsames Konto ansprach, wollte er mir erzählen, er wisse nicht, wie das passieren konnte. Es waren immer Geld-Abhebungen über die Karte.

    Anfangs dachte ich natürlich auch, er braucht das für seine Sauferei.

    Über die Bank habe ich mir dann alle Abbuchungen geben lassen und die Konten getrennt.
    Gab natürlich einen Riesenzirkus. Aber das war mir egal

    Auf jeden Fall war unser Konto imer noch total überzogen, als wir uns trennten. Natürlich musste ich das dann alles mitbezahlen.

    Nach der Trennung kamen so viele Kosten auf mich zu, dass ich mir noch einen Nebenjob suchen musste, um meine monatlichen Kosten zu decken.

    Deshalb habe ich mir geschworen, nie mehr ein gemeinsames Konto.
    Und mit meinem jetzigen Freund handhaben wir das von Anfang unserer Beziehung auch so. Klappt sehr gut, da gibt es keinerlei finanzielle Schwierigkeiten.

    Deshalb sei vorsichtig, dass es Dir nicht so geht wie mir. Im Endeffekt bleibst Du dann noch auf den Schulden sitzen.

    Hallo Joanne,

    genau so verhält sich mein Freund auch, wenn wir bei Bekannten eingeladen waren.

    Ich habe es durchgesetzt, dass er auch einmal mit dem Auto fahren muss.
    Dann trinkt er höchstens 1 Glas Bier oder auch Rotwein, aber dann will er auch bald nach Hause. Weil er ohne Alkohol nicht richtig aus sich herausgehen kann, Hemmungen hat, wie auch immer.
    Wie oft hatte er auch gar keine Lust mitzugehen.
    Und geredet hat er dann auch nicht viel.
    Seinen Pegel hat er sich ja sowieso auf andere Weise verschafft.

    Ganz anders, wenn ich gefahren wäre, da hätte er die ganze Nacht ausgehalten, die ganzen Leute bestens unterhalten und natürlich getrunken ohne Ende.

    Bemerkst Du die Parallelen zu Deinem Mann?

    Hallo Joanne,

    mein Freund hatte sein Auto dabei, durfte auch in die Stadt, hat nur ganz kurz Tabl. bekommen.

    Trinken ging ja gar nicht, weil jeden Tag kontrolliert wurde. Damit hätte er ja seinen Entzug gefährdet. Danach musste er zur Genehmigung seiner ambulanten Therapie 3 x seine Blutwerte überprüfen lassen.

    Ich sage mal, er hat das ganz clever gemacht, aber wie gesagt, die Genehmging läuft.

    Sicher wünsche ich ihm, dass er trocken wird, aber das muss er auch wirklich wollen. Dafür sehe ich aber im Moment keine ernsthafte Bereitschaft von seiner Seite.

    Ich verstehe nur nicht, warum er an die ambulanten Therapie festhält.

    Ist auch egal, glaube mir, ich kenne meinen Weg und deshalb geht es mir momentan auch gut.

    Sicher gehen mir viele Gedanken durch den Kopf, ist für mich auch völlig o.k. Die guten Zeiten, die schlechten Zeiten, meine Zweifel, auch die Ängste, einfach alles. Eine so lange Zeit kann man nicht auf einmal vergessen.

    Das Dumme ist nur, dass die guten Zeiten überwiegen, aber ich rufe mir immer wieder die schlechten Zeiten in Erinnerung. Diese waren zwar nur kurz, aber haben mir trotzdem gezeigt, dass ich dieses Leben so nicht will.

    Aber auch nur so kann ich loslassen. Bei mir geht das nur, wenn ich auch wirklich davon überzeugt bin, das Richtige für mich getan zu haben.
    Diese Konfrontation brauche ich unbedingt.

    Die Distanz zu meinem Freund ist da, auch wenn er noch hier wohnt, ich musste sie nicht erzwingen, sie kam von ganz alleine.

    Ganz viel Hilfe finde ich hier, die vielen Beiträge und Schicksale. Ich sehe immer wieder meinen Spiegel.

    Deshalb wünsche ich nicht nur mir sondern auch Dir ein ruhiges und zufriedenes Leben.

    Hallo Joanne,

    ist wirklich schwer, das zu verstehen.

    Aber kann es denn sein, dass Dein Mann tatsächlich nur auf Depressionen behandelt wird? Denn wenn er Medikamente gegen seine Depris bekommt, darf er ja auch nichts trinken.

    Ist ja alles möglich, mein Freund hat mir auch erzählt dass in der Klinik sehr viele Patienten mit Depressionen behandelt wurden.

    Aber er kennt doch sein Problem, versucht er sich damit herauszureden, damit er wieder trinken kann ?

    Joanne, pass gut auf Dich auf, kümmere Dich um die Kur.

    Hallo Aurora,

    das Wort "Gebrauchsgegenständ" tut in diesem Zusammenhang furchtbar weh. Aber ich denke, Du hast es auf den Punkt gebracht.

    Wir Co's sind für den nassen Alkoholiker nur ein Gebrauchsgegenstand.

    Mag ja sein, dass sich diese Einstellung im Laufe einer Therapie ändert, aber die Frage bleibt, was ist da mit uns passiert, können wir das jemals vergessen oder sogar verzeihen ?

    Diese Frage muss ich mir auch immer wieder stellen und ich denke, es ist gut so, das immer wieder zu hinterfragen. Nur so finden wir auch Schritt für Schritt unseren eigenen Weg aus diesem Dilemma.

    Ach Joanne, tut mir so leid für Dich. Es sah doch alles so gut aus.
    Und gerade heute hatte ich an Dich gedacht und Dich irgendwie auch beneidet, dass Du Deinem Mann eine Chance gegeben hast, die sich vielleicht auch gelohnt hat. Und mir gingen wieder die Gedanken durch den Kopf, ob ich zu früh aufgegeben habe.

    Aber Dein Beispiel zeigt mir auch wieder, dass ich auf dem richtigen Wege war und weiter bin.

    Mag ja sein, dass Dein Mann das einfach nur so dahin gesagt hat, aber wichtig ist doch, wass passiert mit Dir, wenn er solche Äußerungen macht. Irgendwann sagt er evtl. mal zu Dir, das hätte er einfach so gesagt, war doch nicht ernst gemeint.

    Deshalb ist es jetzt auch ganz wichtig, für Dich Hilfe zu suchen und Deinem Mann keine Verantwortung abzunehmen. Auf keinen Fall würde ich ihn in die Klinik fahren. Er muss das alleine für sich tun.

    Weißt Du, nach seinem Rückfall nach Weihnachen habe ich meinen Freund so nebenbei gefragt, wie er sich denn so ohne Alkohol jetzt fühle.
    Dabei war für mich ganz klar, dass er wieder getrunken hatte. Und er sagte mir, wie soll ich mich denn fühlen ohne Alkohol, alles Sch.....

    Da habe ich wieder gemerkt, dass er nichts begriffen hat oder auch nicht begreifen will. und gelogen hatte er auch schon wieder.
    Aber trotzdem hält er an der Therapie fest. Da frage ich mich dann, was soll das überhaupt?

    Wegen der langen Therapiewartezeit: Gestern kam ein Schreiben, dass sein Antrag an den falschen Kostenträger geschickt wurde. Ich kann jetzt nicht sagen, ob er ihn weggeschickt hat oder seine Therapeutin. Auf jeden Fall verlängert sich dadurch natürlich die Wartezeit auch wieder.

    Alles Gute und denke an Dich und Deine Tochter

    Hallo Monty,

    tut mir sehr leid, dass das mit der Wohnung nicht geklappt hat.
    Vor allem, wenn man sich schon richtig darauf eingestellt hat. Bei mir ist das auch sp, mir muss etwas gefallen oder nicht. Das war damals mit unserer Wohnung auch. Gesehen und sofort verliebt. Ich wäre todtraurig, wenn ich hier ausziehen müsste.
    Davon abgesehen, geht es meinem Freund bestimmt ebenso.Aber egal, wir haben vereinbart, dass er auszieht.

    So langsam glaube ich ihm auch, wenn er mir erzählt, dass er schlecht eine Wohnung findet. Für mich habe ich das ja eher angezweifelt. Die Hinhaltetaktik kenne ich ja inzwischen schon.

    Aber nicht aufgeben, das klappt bestimmt irgendwann auch bei Dir und Du findest ein gemütliches und schnuckeliges Heim für Dich.

    Drücke Dir ganz feste die Daumen!

    Hallo Melanie,

    danke für Deine Worte.

    Meine Schmerzen habe ich für mich schon angenommen, geht ja nicht anders. Schmerzmittel nehme ich nicht, weil sie nicht helfen. Ich bevorzuge homöopathische Mittel, nehme außerdem Hormone. Hier konnte ich nach vielen Jahren endlich auch die richtigen Mittel für mich finden. Ohne diese geht es mir noch viel schlechter. Aber ich schaue, dass mir damit einigermaßen geht.
    Nur, sie sind nicht von meiner privaten Situation abhängig, das habe ich schon längst erkannt.

    Kann mir nur schlecht vorstellen, dass es mir ohne den Ballast Alkohol schmerzmäßig besser geht, aber wenn es so wäre, würde ich das als ein Geschenk sehen, das unbezahlbar ist.
    Ich da sehr realistisch.

    Gerade mache ich eine Antipilz-Therapie, weil ich solange Antibiotika nehmen mussste, da hat meine Darmflora sehr stark gelitten.
    Dabei habe ich gemerkt, dass es mir bauchmäßig etwas besser geht, allerdings auch mit einem entsprechenden Medikament.
    Kein Weizenmehl, Verzicht auf Zucker. Das versuche ist jetzt erst einmal durchzuziehen. Ich habe gemerkt, dass ich kaum Blähungen nach dem Essen habe. Und genau diese verursachen eigentlich meine Schmerzen.
    Muss nur aufpassen, weil ich Vollkornprodukte nicht so gut vertrage, diese sollte ich eigentlich bevorzugt zu mir nehmen.

    Ich glaube, die Angst vor der Zukunft, selbst wenn mein Freund eine Therapie machen würde, kann mir niemand nehmen.
    Diese Überlegung steht jetzt bei mir aber jetzt erst einmal nicht an.
    Jetzt muss ich erst einmal sehen, dass ich bei meiner Entscheidung, mich zu trennen, bleiben kann. Das ist doch noch ein ganzes Stück Arbeit.

    Aber das hast Du etwas falsch verstanden, ich bleibe in der Wohnung, er will ausziehen. So haben wir es vereinbart. Denn er kann die Miete nicht zahlen. Angeblich hat er 2 Wohnungen in Aussicht, aber noch keine Rückmeldung von den Vermietern.
    Ich bin darüber sehr froh, denn ich liebe diese Wohnung, alles hier, die ganze Umgebung ist optimal. Als ich sie damals vor 14 Jahren sah, habe ich mich sofort in sie verliebt.

    Irgendetwas ist da immer in mir, dass ich ihn gerne an der Hand nehmen würde und mit ihm reden würde, aber Gottseidank ist da auch noch etwas anderes, das mir immer wieder sagt: "Tu es nicht, vielleicht ist es wieder sein altes Spiel".

    Überhaupt habe ich das Gefühl, dass alles was er sagt, nur wieder ein Teil seines Spiels ist. So nach dem Motto: "Mal sehen, wer länger aushält"! Achte genau, auf seine Wortwahl. Ich traue ihm einfach nicht mehr.

    Und bei all dem kommen wieder die alten Zeiten mit meinem Ex hoch. Ständig gehen mir da Gedanken durch den Kopf. Das ist doch schon über 20 Jahre her!

    oh, 16 kg das ist eine ganze Menge. Aber ich hatte damals auch 10 kg abgenommen. Mich nur noch von Kaffee und Zigaretten (heute rauche ich nicht mehr!) ernährt.

    War eine schlimme Zeit, aber glaube mir, es geht wieder vorbei.
    Gute Maßnahme, dass Du seine Handy-Nr. gelöscht hast.

    Aber Du siehst es ja selbst, es gibt immer kleine Fortschritte.

    Schönen Abend wünsche ich Dir und bleibe ja nicht zuhause. Ablenkung ist die beste Therapie.

    Hallo Joanne,

    so gute Nachrichten, das freut mich für Dich.
    Ich denke, für Deinen Mann war es wirklich das Beste, so lange in der Klinik zu bleiben. Und gleich ohne Pause in die Tagesklinik, ich finde das ist optimal.

    Ein Hoffnungsschimmer ist auch, dass ihr reden könnt, dass er bereit ist, etwas zu verändern. Wenn er es wirklich ernst meint, habt ihr bestimmt eine Chance. Aber auch nur dann.

    Drücke ganz feste die Daumen und wünsche schon mal viel Kraft für die nächste Zeit. Ist noch ein weitere Bewährungsprobe auf dem langen Weg

    Bei uns läuft das leider nicht so glatt.ö Meine Freund ist seit dem Entzug schon wieder fast 2 Monate zuhause. Die Genehmigung zur ambulanten Therapie kann noch dauern, wer weiß wie lange.
    Vielleicht wäre alles anders gelaufen, wenn nicht die lange Wartezeit dazwischen gewesen wäre. Aber wer weiß das schon ?

    Jetzt beibt es eben dabei, dass wir bald getrennte Wege gehen werden.

    Hallo,

    bei uns läuft im Moment so etwas ähnliches ab.
    Er hatte mir schon am Donnerstag abend gesagt, dass er die Weihnachtsbeleuchtung, Christbaum am Freitag abbauen will.
    Gestern abend kam er spät von der Arbeit, danach gleich in die SHG.
    Hat sich tausend mal entschuldigt und es dann heute gemacht.
    Danach brachte er dann wieder Pizza mit, so wie immer.

    Und da arbeiten dann wieder meine Gehirnzellen auf Hochtouren.
    Eigentlich hat er immer alles erledigt, einkaufen, auch kochen, hat sich um die Wäsche gekümmert. Ich kann mich nicht erinnern, dass er einmal wegen des Alkohols zu spät gekommen sei, oder etwas nicht erledigt hat.
    Das hat mir wirklich in den ganzen Jahren so gut getan, auch seine Komplimente, ofters Blumen, einfach ein Mann zum Liebhaben. Hört sich alles total blöd an. Wir konnten zusammen kochen, lachen, wir hatten auch heiße Diskussionen.

    Alles, das was ich bei meinem Ex nicht hatte, hat er mir gegeben. Deshalb tut es auch furchtbar wehr, loszulassen und evtl. mitanzusehen, dass er den Kampf gegen den Alkohol verlieren könnte.
    Darüber will ich gar nicht nachdenken.

    Also, es war alles o.k. ohne Alk. Aber sobad dieser im Spiel war, war alles ganz anders. Wie es eben so ist, mit der Zeit kam dann doch die Veränderung, speziell, als er berufliche Probleme hatte und ganz schlimm das letzte Jahr, wo er arbeitslos war.

    Auch im Urlaub, da gab es regelmäßig Stress; einmal ging er kurz vor dem Heimflug in den Duty-Free-Shop und kam nicht mehr heraus. Wir hatten verabredet, dass ich auf ihn warte, er wollte nur noch etwas für seinen Freund besorgen. Handy war ausgeschaltet. Als unser Flug aufgerufen wurde, bin ich dann in die Abflughalle und da saß er dann und fragte mich, wo ich denn geblieben sei. Natürlich hatte er wieder getrunken und total den Überblick verloren, aber er hatte ja auch schon tagsüber am Strand heimlich getrunken. Und je länger ich nachdenke, kommen immer mehr solche Sachen wieder in meinem Kopf zum Vorschein.

    Bei mir ist das dann so, wenn ich merke, dass sich wieder etwas bei mir bewegt, sei es Mitleid, oder auch Gefühle, dann zwinge ich mich daran zu denken, dass es auch andere Situationen gab, wo ich total unglücklich war.

    Das hilft ungemein, hart zu mir selbst zu sein und der traurigen Wahrheit ins Auge zu sehen, dass nur er alleine etwas ändern kann.
    Immer wieder eine große Herausforderung.

    Deshalb pummelfee, vergiss nie, wie schlecht es Dir ging mit ihm und schaue, dass es Dir jetzt besser geht. Geh aus, treffe ich mit Freunden, auch mit Deinem Kollegen, genieße Dein Leben, auch ohne ihn. Mit ihm war es doch sowieso kein Genuss mehr.
    Wir dürfen das einfach nie, nie vergessen und uns immer wieder fragen, wollen wir dieses alte Leben wirklich wieder haben ?

    Glaube mir, Schritt für Schritt ganz langsam, geht es Dir dann auch wieder besser.

    Nur so können wir dieses "Spiel" für uns gewinnen. Und rede Dir nicht ein, dass Du den Streit provoziert hast. Habe ich auch lange getan, weil ich auch immer gleich ausgerastet bin.