Liebe Melanie,
irgendwann gilt es einfach, Prioritäten zu setzen - welche Ziele MÖCHTE ICH, welche ZIELE SOLLTE oder muss ich, weil diese für zum Beispiel die Kinder wichtig sind - und welche würde ich nur mit halbem Herzen erfüllen wollen.
Bei allem oder bei jedem Ziel kommt es ja darauf an, was für eine Bedeutung oder Gewichtigkeit es im Leben eines Einzelnen hat- das kann für jeden individuell unterschiedlich sein.
Im Grunde finde ich es eh anmaßend von anderen, diesbezüglich den drohenden Finger zu zeigen oder sonst irgendetwas oder überhaupt Vorgaben zu machen oder sich einzumischen.
Da muss man bei sich selbst auch die Wertigkeit solcher Aussagen und Menschen betrachten und wieder mal Grenzen setzen
Und es kommt auch immer darauf an, um welche Dinge oder Ziele es sich handelt. Muss ich etwas besorgen, bewerkstelligen oder bis zu einem gewissen Termin erledigt haben, was mit der Schulausbildung meines Kindes zu tun hat..dann muss ich einfach ran !
Soll ich ständig zusätzlich das Babysitting für die Nachbarin erledigen, weil ich es all die Jahre getan hab - ich aber nun keine Nerven mehr dazu finde, dass kann und darf ich das verändern.
Muss ich unbedingt noch eine Zusatzausbildung machen, weil das haben die und die und die und die ja auch nach einer Zeit gemacht - es mich aber enorm auszehren und stressen würde?
Muss ich weiterhin für jede Party und Festivität kochen und backen, weils ja so lecker ist und ich das doch immer gemacht habe, obwohl ich dafür mittlerweile echt keine Zeit und Lust mehr habe???
Die Frage ist doch wirklich, warum möchte ich oder warum soll ich bestimmte Ziele erreichen? Sind diese wirklich wichtig und notwendig -für mich - für uns- oder geht es uns auch ohne weiterhin gut.
Mit zunehmendem Alter wird es immer wichtiger, zu sortieren, in sich hineinzuhorchen und den Dingen Vortritt zu lassen, mit denen man selbst zufrieden sein kann, damit man glücklich und einigermaßen entspannt und GESUND bleiben kann.
Es ist nicht einfach, die unabhängige Lösung zu wählen und sich dem Einfluss der anderen, die ERWARTUNGEN haben ( da sind wir wieder bei den Erwartungen) zu entziehen.
Genörgelt, kritisiert, gemoppert, gequengelt wird immer, denn ein jeder hat eine andere Sicht der Dinge - wie in der PArtnerschaft - so im Großen und Ganzen.
Sonnige Grüße von Hanna