Beiträge von Hanna2010

    Guten Morgen FloS,
    Glückwunsch - ein schöner Bericht !! Du wirkst motiviert und guten Mutes !!
    Und Du beobachtest Dich und Dein Umfeld sehr genau und notierst für Dich jedes Detail und Empfindung.
    Deine konkrete Liste ist wirklich klasse ...beeindruckt hat mich - als Frau :D - die Zahl der bisher eingesparten Kalorien - smile.

    Wünsche Dir einen guten Tag und für die nächsten 24 Stunden viel Erfolg und Durchhaltevermögen.

    Liebe kraftvolle Grüße von Hanna

    Noch ein Zusatz:

    Ich hab auch ständig überlegt ( zugegebenermaßen auch heute manchmal noch) ob ich nicht übertreibe..."Alkoholiker" - er doch nicht, denn schließlich trinkt er doch tagsüber nicht....denn schließlich sieht man es ihm doch so gar nicht an.....denn schließlich zittern seine Hände ja nicht.....denn schließlich kann er doch locker 3 Tage auf Alk verzichten.....usw usw.....habe auch lange fälschlicherweise gedacht, jemand, der ein Problem mit Alkohol hat..fängt zwangsläufigerweise schon vormittags an....hat rotaufgeplatzte Äderchen im Gesicht, kriegt seinen Beruf gar nicht mehr auf die Reihe...
    Nein, es gibt verschiedene Formen und Verläufe..es gibt solche und solche und das was mein xy so darstellt, hat es mir schon sehr schwer gemacht, tatsächlich zu erkennen, was los ist.

    Hallo liebe Sonne, hallo alle zusammen,
    ich kann mich Deinen Worten- Linaki - nur anschließen.
    Ich habe lange gebraucht, die Verhaltensweisen von xy zu durchschauen und richtig zu bewerten.
    Dachte immer, das Mich-Nicht-Sehen-Wollen, obwohl wir eh nicht sooo viel Zeit miteinander verbringen konnten, hätte etwas mit mir und meiner Person zu tun....das "Abtauchen" und Nicht-Erreichbarsein.....manche Erklärungen nicht schlüssig, fast abstrus und unsinnig....und Lügen....
    Alles nur, um Trinken zu können-- das gesamte Sein ist darauf ausgerichtet...konnte auch nicht begreifen, dass er von uns gemeinsam geplante Vorhaben/Änderungen/Lebensziele auch gar nicht anpackte, etwas vorwärtstrieb, mir aber die Schuld dafür gab, dass wir partnertechnisch nicht voran kamen..heute weiß ich, er will nichts anders als so leben, wie er lebt...er möchte gar keine Veränderung und SEINE Wahrheit, seine Art zu denken und die Dinge umzuformulieren dient nur dazu, sein Leben so zu leben und nach außen hin den Schein zu wahren, denn nach Innen hin geht es nur um das Bier / den Schnaps/ den Wein...
    Auch die typischen Erscheinungen, die auftraten in Phasen oder Tagen, wo er doch auf seine Gesundheit achten wollte oder aus beruflichen Gründen nicht trinken konnte...diese Unruhe, das Herzrasen, diese Unrast, diese NErvosität, das Getriebensein, die Schlafstörungen, die Alpträume, Schweißausbrüche....heute weiß ich woher das resultiert--- mittlerweile kann ich Baustein an Baustein fügen und alles erscheint schlüssig und ich kann endlich nachvollziehen, dass es null an mir lag und meiner Liebe, sondern an seiner Sucht.
    So traurig und schlimm die Erkenntnis darüber ist, dass er doch nicht meine große Liebe sein kann und dass wir nicht bis an das Ende unserer Tage zusammen sind, so erleichternd ist das Verstehen der gesamten Situation...ich hoffe und wünsche für ihn, dass er es schafft...ich glaub aber eher nicht.
    Dafür bin ich in meinem Leben einen erheblichen Schritt weiter :D

    Allerliebste Grüße an Euch, Hanna

    Liebe Stolzemama,
    willkommen hier im Forum.
    Du schreibst, Dein Partner wird/ist aggressiv, launisch, verbietet, wird irgendwie auch handgreiflich, unterstützt Dich nicht, sieht nichts ein, ignoriert letztendlich Deine Bedürfnisse/Wünsche.....
    Dies kommt leider häufiger vor, wenn der Alkohol suchtbedingt das Wichtigste im Leben wird.
    Und es wird nicht besser--im Gegenteil -- es könnte sogar gefährlich werden für Dich und Dein Kind und alles in allem kann ich mich da nur den Zeilen von Pittchen anschließen.
    Du musst dort erst einmal weg - so wie es jetzt ist, wird sich nichts ändern.
    Wichtig ist, dass Du Dich und Dein Kind schützen kannst und das geht nicht in einer gemeinsamen Wohnung.
    So wie Du die Situation beschreibst, ist Dein Partner meilenweit davon entfernt zu erkennen, dass ER ein Problem hat - ein Alkoholproblem.
    Die negativen Eigenschaften, die er dadurch zeigt, werden sich wie in einer Spirale erst einmal immer mehr steigern und Du wirst der Sündenbock, der Prellbock, der Fußabtreter und der Blitzableiter sein, - sein Besitz - egal wie Du Dich verhälst und egal , was Du sagst.

    Ich wünsche Dir viel Kraft - vielleicht kannst Du Dich an eine örtliche Organisation wenden, die Dich erst einmal berät.
    Liebe Grüße von Hanna

    Liebe Nat27,
    erst einmal ein liebes Willkommmen hier im Forum !
    Ich kann mir vorstellen, wie schlecht und schrecklich Du Dich derzeit fühlst !!!
    Aber wenn Du BLEIBST, wird es mit Dir recht schnell weiter abwärts gehen..der Strudel nach unten hat Dich schon jetzt massiv erwischt.
    Momentan ist das Wichtigste, dass Du etwas FÜR DICH tust und zwar möglichst bald -- Dass Du bereits unter Panilattacken leidest, zeigt, dass Deine Seele und Dein Körper Hilfe brauchen.
    Hör auf die Signale Deines Körpers !
    Hast Du einen Hausarzt, an den Du Dich erst einmal wenden kannst, gibt es Beratungssstellen wie Diakonie, Caritas oder ähnliches bei Dir in der Nähe - Gespräche mit anderen, ob Freunde, Verwandte, denen Du Dich anvertrauen kannst oder eben auch Fachleute in Beratungsstellen und auch hier kannst Du schreiben und lesen..mir hat es sehr geholfen.
    Hast Du die Möglichkeit, vorübergehend oder notfalls bei Freunden unterzukommen?
    Weißt Du, ein Alkoholproblem und dann noch Heroin.....kaum denkbar, dass sich da kurzfristig was ändert, wenn überhaupt.
    DU kannst ihm nicht helfen oder etwas bewegen, wenn er es nicht selber möchte. Deine LIEBE wird ihn nicht zur Einsicht bringen oder heilen.
    Daher ist es sooo wichtig, dass Du Dich erst einmal darauf konzentrierst, dass es DIR besser geht.
    Ich kenne Panikattacken nur zu gut...ich hatte auch mal welche....Sprich zunächst mit einem Arzt, wie er Dir kurzfristig helfen kann und besorge Dir Lektüre zu Angststörungen / Panikattacken / deren Ablauf und Mechanismen, damit Du weißt, wie Du in einer solchen Situation die Panikattacke am besten überstehst. Es gibt da nämlich ganz hilfreiche Mechanismen, damit eine Attacke schneller vorübergeht. In der Regel reagiert der Mensch eher "falsch" und verlängert und verstärkt die Symptomatik damit noch.

    Ich wünsche Dir viel Kraft, Mut und Glück,
    Hanna

    Ja, das sind noch so einige 24 Stunden...
    Ich wünsch Dir für die nächsten erst einmal gutes Durchhaltevermögen, Kraft und viele nette kleine Begegnungen und Gegebenheiten.
    Und Du hast Recht: Ist schon etwas Größeres, ( ab nun :-)) nicht mehr als der Kerl mit dem Kasten wahrgenommen zu werden.
    Liebe Grüße von Hanna

    Hey FloS,
    supi - Mission Milchtüte erfolgreich abgeschlossen und dann noch einen netten Smalltalk nebenbei :D
    Hört sich gut an bzw. liest sich gut!
    Die Milch machts einfach-)))
    Spaß beiseite, ich finde es wirklich gut..es sind die kleinen Schritte und die kleinen Dinge, die man für sich sammeln kann und irgendwie dabei eine Bestätigung erhält.

    Auf die nächsten 24 Stunden--ich glaube, dass hat heut jemand (Tina war es ?) bei Dir reingeschrieben -- eigentlich auch ein sehr guter Tipp für alle Lebenslagen.
    Werd ich mir auch für mich und meine persönliche Situation merken !!
    Du hast Dir frei genommen - wie lang hast Du Urlaub?

    Hallo FloS,
    irgendwie logisch, dass überall gedanklich bildlich die Bierflasche erscheint...Du bzw. Dein Inneres, Deine Gedankenwelt war/ist ja noch darauf sozusagen konditioniert..der kleine Gnom oder Dämon oder Teufel ( dafür gibt es die unterschiedlichen Namen oder Bezeichnungen) möchte das ja unbedingt.
    Sehe da bei Dir eine Paralelle zu meinem XY - der leider noch nicht so weit ist wie Du - er hat das Alkoholproblem (das er aber noch nicht als SUCHTproblem sieht) auch sozusagen personifiziert, ihm fast einen Namen gegeben, so als sei es etwas ihn ihm, dass ihn angesprungen hat - ein "Ding" in seinem Inneren, seinem Kopf. Hm...hört sich ein wenig so an, als sei dann doch etwas schuld, dass außerhalb einem selbst liegt und einen von außen bedrängt hat...dabei ist der Gnom doch aus einem selbst entstanden?
    Nun, Hauptsache, Du kannst den Gnom zum Teufel schicken :D
    Vielleicht ist es sogar hilfreich, sich das Verlangen nach Bier als hässlichen grünen Gnom vorzustellen...
    Hau ihn jedesmal bildlich gesprochen weg...wirf ihn in einen Fluss und lass ihn davonschwimmen( hab ich immer bezüglich einer anderen Sache gemacht)--gib ihm einen Tritt in den Allerwertesten....setz ihn in nen Zug und ab gehts ins entfernte Nimmerland !!
    Deine Gedanken kannst Du auch umprogrammieren, genauso wie Du sie zuvor auf den Alkohol programmiert hast.
    Schön, dass Du Deine Freundin hast / gut, dass Du sie oder jemand anderen Tag und Nacht anrufen/kontaktieren kannst.
    Viel Glück und einen lieben Gruß von Hanna

    Hallo FloS,
    ein liebes Willkommen auch von mir und viel Glück und Kraft für Deinen weiteren Weg.
    Die Entscheidung, nicht mehr zu trinken, zieht ziemlich viel nach sich...auch das gesamte Freizeitverhalten muss irgendwie neu durchdacht werden.
    Eigentlich alles - die gesamten bisherigen Gewohnheiten, Tagesabläufe etc.
    Was meinst Du genau mit "Trotz"? Dass Du es schaffen könntest, so weiter zu machen wie bisher und dennoch nichts trinkst?
    Liebe Grüße von Hanna

    Liebe MW,
    es ist doch gut, dass es EGOISTISCH klingt und sich auch so anfühlt für Dich - und zwar im positiven Sinne - gesunder Egoismus lautet das Stichwort :D !
    Und dieser ist im Grunde überlebenswichtig - für den Körper und das Seelenbefinden.

    Die Frage: Sucht er sich ne andere etc--- hab ich mir auch immer gestellt und auch die Frage, warum wäre das so schlimm...was von ihm will ich nicht abgeben? Was ist das , das mich so fühlen lässt...Dass ich ausgestauscht werde, das ich ihm keine andere gönne oder das ich ihm gar nicht so viel wert sein konnte, weil er sich sofort mit einer anderen an seiner Seite schmückt?
    Und die Frage: Was hab ich gemacht? Wäre etwas anders gewesen, wenn ich mich anders verhalten hätte?
    Es ist schon richtig, sich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen, wenn man zu einem konstruktiven Ergebnis gelangt.
    Sich mit diesen Fragen immer wieder im KReis zu drehen, bringt wenig.

    So wie Du schreibst, bist Du absolut auf dem richtigen Weg - es ist wirklich das Allerallerwichtigste zu schaun, was kann man tun, dass es einem selbst gut geht!!!
    Liebe Grüße von Hanna

    Hallo Dirk,
    ja - "das" ist und bleibt das Thema Nr. 1 ...... zumindest sehr häufig.
    Schließlich dreht es sich ja bei den meisten Festivitäten und Parties um Alkohol bzw. der Kosum von Alk ist da fester traditioneller Bestandteil, der ja auch immer wieder für enorm viel Gesprächsstoff sorgen kann....:
    Wer hat wieviel geschafft, wer hat "lustige" Dinge getan, wer hat sich daneben benommen, wer ist einfach umgefallen, wer hat am längsten durchgehalten, wer ist auf der Wiese neben dem Festzelt eingepennt etc...etc...

    Wie geht es Dir denn momentan?

    Viele Grüße von Hanna

    Liebe MW,
    ich weiß, es ist schwierig, diese Stille auszuhalten.
    Ich kenne diese Art der Stille auch - in dem Augenblick - als ich konsequent Grenzen aufzeigte- folgte diese Stille.
    Ich habe für mich - bezogen auf meinen "Fall" - erkannt, dass dieser Rückzug von xy einem bestimmten Zweck diente..nämlich zu erreichen, ´dass ich mich doch wieder melde...dass ich vielleicht alles nicht so gemeint habe...dass ich doch merken müsste, wie sehr ich ihn vermisse und dass wir doch einfach so weitermachen wie bisher - ist doch alles nicht so schlimm...´etc etc....
    SEIN Rückzug war bei uns immer verbunden mit dem Gedanken und der Hoffnung seinerseits, dass nur genug Zeit vergehen müsse, dass die Wolken am Liebeshimmel verrauchen und alles von alleine wieder gut wird.

    Natürlich kann der Grund für die Stille bei Dir / bei Euch auch anders gelagert sein..für den Fall, dass er tatsächlich erkennt, was mit ihm los ist und er wirklich eine Veränderung herbeiführen möchte, kann der Rückzug auch einfach nur intensives Beschäftigen mit sich selbst bedeuten und gar nicht "gegen Dich" gerichtet sein.

    Du möchtest den Grund für diese Stille ansprechen, wenn Ihr Euch am Wochenende seht? Ich denke, das kannst Du ruhig tun...Offenheit über Gedanken, Gefühle, Empfindungen sind wichtig - das hat ja nichts mit den von Dir gesetzten Grenzen zu tun.
    Alles Liebe von Hanna

    Liebe Antilope,
    ich schließe mich Melanies Worten voll und ganz an !!
    Es würde mich zwar für Dich sehr sehr freuen, wenn die bösen Worte & Co. nun der Vergangenheit angehören, aber bitte schraube Deine Erwartungen diesbezüglich nicht zu hoch - Der "Fall" und die Enttäuschung danach sind einfach zu groß - wie oft ist es mir so ergangen..wie erleichtert war ich...endlich war alles liebevoll geklärt.....nie mehr werden sollten Worte fallen und solche Taten über mich ergehen - Wie überzeugend seine Worte, seine Erklärungen, seine Empfindungen -- weit gefehlt, aber ganz weit gefehlt!!!! Und das immer und immer wieder - unzählige Male, die mir die Luft zum Atmen nahmen.
    Freue Dich über Eure Gespräche - aber beobachte das Ganze für Dich distanziert und eher mit dem Verstand.
    Kurze Phasen des Trockenseins sagen wirklich nicht viel aus - selbst 3 Wochen oder länger nicht....
    Liebste Grüße an Dich von Hanna

    Liebe AN1,

    ich bin seit einigen Jahren alleinerziehend, gut - auch mit Partner, der aber nicht bei uns lebte - insofern im alltäglichen und organisatorischen Leben weiterhin "alleine"..auch was die finanzielle Existenz betraf/betrifft.
    Auch ich habe eine akademische Ausbildung, mein Kind wird Abitur machen und im Rahmen einer Hochbegabung nun zusätzlich gefördert.
    Warum ich Dir das hier schreibe? Weil Du von Sorgen umgeben bist, die zwar verständlich sind, aber möglicherweise unbegründet. Weil Du ein gewisses Schubladendenken an den Tag legst....
    Wenn Du eine gute Ausbildung hast und Motivation und Energie ausstrahlst, wird sich für Dich auch eine gute Chance ergeben....
    Nun, in den ersten zwei bis drei Jahren nach der Trennung/Scheidung hatte ich aufgrund Alter des Kindes auch keinen Job, der meiner Qualifikation entsprach und war schon auf die Hilfe / Unterstützung von außen angewiesen..aber: es waren 3 Jahre und die haben wir auch gut überstanden..was bedeutet eine kurzfristige Zeitspanne bezogen auf ein ganzes Leben?
    Gut, Du könntest nun erwidern, dass ICH ja nur ein Kind habe und Du ja zwei...dennoch: es gibt genug Beispiele von Frauen, auch in meinem Bekanntenkreis und auch hier im Forum, die zwei oder mehr Kinder haben und dennoch gemäß Ihrer ursprünglichen Ausbildung entsprechend Ihren Arbeitsalltag meistern und Zeit für sich und die Kinder haben...dies geschieht nicht von jetzt auf gleich -- es braucht einfach Zeit.
    Ich glaube, dass die gesunde Entwicklung von Kinder - und damit meine ich auch die mögliche schulische Laufbahn - durch ein Elternteil, das alkoholabhängig ist, doch wesentlich massiver gestört wird als durch den Tatbestand des Alleinerziehens.
    Liebe AN1, es ist gut, dass Du Dich beraten lässt :)
    Ich drücke dir die Daumen....
    Dass die Trennung schrecklich ist - insbesondere aufgrund der Liebe, die Du spürst, kann ich gut nachempfinden.
    Vielleicht aber ist das auch eine Chance. Dass ER erkennt, was er mit sich und seinem Leben macht und noch die Kurve kriegt - vielleicht - vielleicht aber auch nicht.
    Je länger Du in dieser Situation verharrst, desto schlimmer für Dich und Deine Kinder.
    Ich wünsch Dir viel Kraft und alles Gute
    Hanna

    Liebe Sonne,
    nur Mut :)
    Lass die Sonnenstrahlen nicht hängen !!
    Sei geduldig auch mit Dir.... Worüber Du heute geschrieben hast, das kenn ich nur zu gut und kann es super gut nachvollziehen.
    Alles braucht seine Zeit und Du brauchst Dich nicht dafür zu schämen. Bestimmt nicht.
    Viele - die in einer ähnlichen Situation sind - haben Jahre gebraucht, um eine wirkliche Veränderung herbeiführen zu können.
    Egoistisch oder ZU egoistisch bist Du auf jeden Fall nicht, es fehlt Dir sogar an gesundem Egoismus wahrscheinlich aus der Angst heraus, zu verlieren, etwas oder ihn zu verlieren.
    Ist doch gut, dass Du eine Therapeutin hast, die Dir Denkanstösse geben kann.
    Bei mir hat es auch sehr lange gedauert und dann war es ein Satz..ein einziger Satz von xy, der alles bisherige in den Schatten stellte...es war eine kleine Situation, die mir half und mich aufwachen ließ....
    Dafür bin ich ihm sogar noch dankbar....
    Wenn immer wieder der Spieß umgedreht wird und Du unter Beschuss stehst, landet auch bei Dir mal ein Treffer, der Dich weiterbringt und seien es nur die unendlichen vielen Treffer, die in Zukunft auf Dich warten...
    Hör nicht auf zu schreiben und halte den Kontakt zu diesem Forum...ich bin auch schon fast ein Jahr dabei und erst jetzt ist bei mir der Groschen gefallen.
    Nicht aufgeben - es lohnt sich!!
    Liebe Grüße von Hanna

    Liebe AN1,
    unabhängig davon, welche Mechanismen bei Dir wirken, ob co-abhängig oder nicht - ich denke, wichtig ist und wird einfach erst einmal, Dich und die Kinder erst einmal zu schützen.
    Du bist ja schon Handgreiflichkeiten ausgesetzt und das ist schlimm und gefährlich....es ist eine Spirale, die immer weitere Ausmaße annehmen kann...je mehr schlimme Worte fallen, je mehr Dinge durch die Gegend fliegen und wenn schon Schläge auf Dich eingeprasselt sind..die Hemmschwelle bei dem, der dies tut, wird in der Regel -gerade unter Alkoholeinfluss immer geringer / wegfallen- das Ausmaß der Attacken unter Umständen heftiger mit vielleicht schlimmeren Folgen.
    Ich hab die Erfahrung gemacht, das man bei örtlichen Beratungsstellen sehr schnell einen Termin bekommen kann, die fachgerecht Hilfen anbieten.
    Alles Gute für Dich / Euch,
    Hanna

    Liebe Bluebird,
    solche Szenen - wie Du sie hier schilderst - sind einfach schrecklich - haben mich erinnert- an die letzte schlimme Szene dieser Art und meine Gefühle dabei...die Situation in meinem Inneren - einfach unbeschreiblich.
    Und ich habe mich hingesetzt und nachgefühlt---möchte ich wirklich immer in der Unruhe und Angst leben, dass sich solche Situationen wiederholen und man weiß nicht wann? Heute abend ? Morgen? Oder in zwei Tagen? Oder an allen Tagen?
    Diese ständige negative Erwartung, dass da wieder etwas kommen könnte...ob am Telefon - ob persönlich - ob mit Worten oder Handgemenge oder ob Dinge durch die Gegend fliegen.
    So etwas möchte ich nicht für mein Leben - ganz bestimmt nicht...diese liebevollen Beteuerungen - waren in meinem Fall immer für die Mülltonne...immer wieder Hoffnungen zerstört...auf und ab--- hin und her---eine Achterbahn vom Allerfeinsten..das zerstört auf die Dauer alles und wenn man nicht aufpasst, auch einen selbst, die Gesundheit, den Seelenfrieden...
    Eines habe ich durch dieses Forum wirklich begriffen!!! ICH kann IHM nicht helfen, nichts hilft, er kann dies für sich nur selber machen und einsehen und dass kann unter Umständen ein sehr langer Weg sein, wenn es überhaupt stattfindet.
    Schau auf Dich - pass auf Dich auf und fühle, was Dir wichtig ist.
    Alles Liebe, Hanna

    Liebe Aurora,
    so ist es und es tut wirklich enorm gut zu erkennen, wie schön es ist, an SICH zu denken. Schritt für Schritt - Tag für Tag - Hatte dieses Gefühl lange verloren; auch die eigenen Grenzen - ich spüre sie wieder, spüre, dass ich zu einigen Dingen - egal von wem sie kommen - einfach NEIN sagen kann - nein, es ist nicht gut für mich !!!
    Und dann auch den Widerstand, die Kritik aushalten zu können ( das ist für mich das allerwichtigste) und sich dabei weiterhin wohl zu fühlen, weil man sich einfach selber mag und akzeptiert. Es ist wie ein neues Lebensgefühl und ich fange allmählich an, dies zu erkennen und zu genießen.
    Es wirkt sich nicht nur in Bezug auf xy aus, sondern auch auf mein übriges Umfeld, die ja genauso von meinem Co-Verhalten, von meinem Helfersyndrom, von meinem geringen Selbstwertgefühl etwas herausgezogen haben, letztendlich "gewonnen" hatten in vielen Dingen des Lebens...ich war ja einfach zu handlen...und habe gegeben gegeben gegeben und meine Knöpfe drücken lassen.
    Ich denke, ich bin auf einem guten Weg :D
    Liebe Grüße Hanna