Beiträge von Hanna2010

    Hallo Bernd,
    dann hast Du den Termin ja schon hinter Dir und es scheint ja gut gewesen zu sein. Hast Du Dich dort wohl gefühlt?
    Mein Termin wurde verschoben - Wahnsinn- kurz vorher - der Berater war akut erkrankt - tja, so was gibts....nun warte ich auf einen neuen Termin.
    Wahrscheinlich in der nächsten oder übernächsten Woche.
    Al Anon? Das sagte mir gar nichts..hab ich eben mal kurz gegoogelt..werde ich mir mal näher anschaun-)
    EInen lieben Gruß an Dich und alles Gute für Deinen weiteren Weg.
    Hanna

    Danke Aurora und liebe Grüße an Dich-)
    Bin heute schon nicht mehr so nervös..versuche es locker angehen zu lassen.
    Die Sympathiefrage ist natürlich sehr entscheidend...am Telefon klang der Berater sehr nett und vertrauenserweckend - schon mal eine ganz gute Voraussetzung.

    Liebe Grüße an Dich,
    Hanna

    ...einen Termin bei einer Suchtberatung für Angehörige und Co´s....
    Werde zum ersten Mal mit einem Fachmenschen persönlich im direkten Augenkontakt über all das sprechen, was mich bewegt, belastet...
    Puh...ich muss sagen, ich fühl mich ganz merkwürdig und hab ein wenig Angst davor...wisst Ihr, hier im Forum oder mit der besten Freundin darüber reden, sich austauschen, drüber nachdenken...das ist noch nicht wirklich "öffentlich"..aber wenn ich morgen dahin gehe, dann geb ich zum ersten Mal wirklich zu, was los ist, mit mir, mit ihm, mit der Beziehung.
    Auf der einen Seite bin ich froh, das zu tun, auf der anderen Seite schäm ich mich (unsinnigerweise...ja!!!!) ..weiß ich doch im Grunde schon so viel und könnte es auch alleine schaffen....bin doch auch sonst sooo stark gewesen und hab alle widrigen Umstände gemeistert...

    :roll:

    Geht / ging es Euch auch so? Hab auch ein wenig die Befürchtung, dass ich morgen da raus komme und denke, na toll, das hat ja gar nichts gebracht..gut, ich weiß, dass mich da keiner an die Hand nimmt und mir ein Patentrezept überreicht und Entscheidungen für mich trifft...ach,ich sollte nicht so viel nachdenken und es einfach auf mich zukommen lassen.

    Liebe Grüße von Hanna

    Hallo manilogos,

    in Deiner Geschichte habe ich mich wiedergefunden...ich denke, wie so viele hier in diesem Forum.
    Wichtig bei allem Hin und Her...bei der Fahrt in Deiner Achterbahn ist doch, dass Du schon einen ganz wichtigen Punkt erkannt hast ...die "Ursache" für DEIN Verhalten, für den Versuch, eine Beziehung aufrechtzuerhalten, zu nähren, die DIR als Mensch gar nicht gut tut......und Du möchtest daran arbeiten und arbeitest daran. Das ist doch schon ein ganz wichtiger Schritt.
    Hab Geduld mit Dir selbst und nehmen weiterhin Hilfe in Anspruch - hier - in Deiner Therapie - in einer Selbsthilfegruppe.
    Ich selbst befinde mich auch in einer solchen Achterbahn, die ich mir selbst aufgebaut habe und in die ich immer wieder einsteige, aber immer mehr mit neuen Erkenntnissen, Schritt für Schritt...ich fahre nicht mehr sooo lange...bis ich irgendwann wohl nicht mehr einsteigen werde :roll:
    Ich wünsch Dir viel Glück und Kraft,
    Hanna

    ..muss noch was ergänzen...( Termin verzögert sich)
    Habe soeben geschrieben, dass ich mich nicht mehr verantwortlich fühle, dass aber auf der anderen Seite manchmal das Knopfdrücken noch funktioniert....irgendwie ein Widerspruch.
    Nun, als die Sache mit der Verletzung passierte - da hatte mich das umgehauen, da blieb der Knopf erstmal gedrückt, aber seitdem ist wirklich was geplatzt, etwas passiert in mir - so als wäre ich aufgestanden und hätte meinen Wert als Mensch entdeckt, so, als würde sich in mir alles alles alles sträuben, mich weiterhin schlecht behandeln zu lassen. Geht nicht, geht einfach nicht mehr :)
    Jetzt klingelt es an der Bürotür----

    Guten Morgen :)

    Taten folgen lassen....Richtig große noch nicht, liebe desperateS.Bin auf dem Weg dahin mit kleinen Schritten...zumindest in meinem Inneren und somit auch irgendwie ihm gegenüber.
    Ich bemerke, dass meine Gedanken nicht mehr ständig um ihn kreisen und ich nicht mehr hin und her überlege, wie ich unsere Beziehung retten und wie ich ihm helfen könne.
    Ich habe endlich realisiert, dass ICH ihm nicht helfen kann; dass ich nicht verantwortlich bin für seinen Zustand, für die Wunden aus seiner Vergangenheit etc etc.- - ich fühle mich nicht mehr schuldig, wenn er mich zum Sunden-/ Prellbock stempeln möchte ( ein befreiendes Gefühl-einfach wundervoll und ein für mich sehr sehr wichtiger Schritt- viellleicht doch ein sehr großer!!!) und..ich unterbreche das Ganze mittlerweile - durch Worte und Taten ( auflegen und Telefone auf lautlos).
    Ich konzentriere mich wieder auf mich, merke, dass er ständig meine Knöpfe drücken möchte und auch drückt. Manchesmal funtktioniert es noch..son bißchen....seufz.
    Fühle mich in einem Schwebezustand...gehe immer mehr auf Distanz zu ihm und seinem "Umstand"...habe das Gefühl, ich bewege mich auf einen neuen Zustand zu...neues Jahr - neues Glück-))) Abgrenzung...
    Bin heifroh, dass ich meine eigenen vier Wände habe und ich werde es mir mit meinem Töchterchen in der Adventszeit richtig gemütlich machen.
    Werde auch schauen, dass ich wieder öfters meine Freunde treffe, einen Sprachkurs mache oder mal wieder zum Sport-)))

    Und Paddy, ich werde jetzt immer die Telefone nachts ausschalten und die Dinger nicht auf jeden Schritt und Tritt überall mithinnehmen, nur, dass ich für ihn erreichbar bin. Die Zeiten sind vorbei! Ich fühle mich nicht mehr verantwortlich....
    So, muss zum Termin, mein Chef wartet
    Liebe Grüße an Euch
    :wink:

    Danke liebe Aurora,

    danke für Deine Worte-)
    Ja, habe den ersten Termin überstanden und fühle mich schon wesentlich wohler und auf den Boden zurückgekehrt.
    Wie Recht Du hast mit Deinen Zeilen. Absolut Recht und ich weiß das im Grunde auch.

    Grazia, es stimmt...ich habe keine Aufsichtspflicht, außerdem war er von Freunden versorgt...schließlich habe ich mein schulpflichtiges Kind zu versorgen und einen Job und Eltern, denen es nicht so gut geht.


    Ich bin derzeit in einer Phase, die nach stärkerer Grenzensetzung schreit, ja irgendwie nach Trennung. Ich bin mir bewusst gworden, was ich möchte und was nicht..bin kurz davor, dass die Bombe platzt. Nur umgesetzt hab ich das Ganze noch nicht. Es steht wie geschrieben auf einer Liste in mir, nur die Taten sind noch so wirklich gefolgt.
    Liebe Grüße von Hanna

    Hallo zusammen,
    was soll ich sagen, ich fühle mich mal wieder sch... - die letzten Stunden haben mich voll erwischt...
    Was passiert ist? Nun, gestern abend gegen 19.30 war aufgrund eines Telefonates schon klar, wie die Stimmung ist, der Pegel im Blut und was am späteren Abend und in der Nacht folgen würde ( wir haben keinen gemeinsamen Wohnsitz)...folglich habe ich vorsorglich die Telefone ausgestellt....und nun das: mitten in der Nacht fleht er um Rückruf ( mit extrem schwerer Zunge) - was ich erst heut früh abgehört habe.
    Aufgrund eines Streites im extrem alkoholisierten Zustand ist er in der Nacht verletzt worden - im Gesicht....und ich war nicht erreichbar...klar, ich werde nun überhäuft mit Anschuldigungen....das Schlimme ist..sie fruchten irgendwie in meinem Inneren, er ist verletzt, hat Schmerzen und ich war nicht für ihn da....................eine andere Stimme sagt...Mensch, das ganze ist doch nur passiert, weil er und alle anderen so volltrunken waren, weil sich alle Trinkkumpel so enthemmt und ohne Kontrolle andere so derart verbal in der Ehre verletzt haben, dass es "geknallt" hat....
    Nun sitz ich hier im Büro - die Tränen laufen über mein Gesicht und ich hab gleich einen Termin , bin voller Wut auf mich, auf meine Gefühle, auf meine Co-Abhängigkeit, auf alles...
    Danke fürs Lesen,

    eine traurige und grad aufgelöste Hanna

    Hallo Hartmut,

    eine gute Fragestellung.
    Ich als Co-Abhängige sage ganz klar: kontrolliertes Verhalten? Das geht in meinen Augen nicht..damit macht man, machen sich die Co-Abhängigen und auch ich mir etwas vor..ein Spielen auf Zeit mit der verklärten Hoffnung, es könne doch noch alles gut werden...
    Co-Anhängige müssen sich selbst verändern, ihre Einstellung, ihre eigene Wahrnehmung, ihre Position im Leben....dann werden sie etwas bewirken..Diese Veränderung wird dann in den allermeisten Fällen die Trennung bedeuten, da das entsprechende "Schema", das die Beziehung zwischen dem Abhängigen und dem Co-
    Abhängigen bisher aufrecht erhalten hat, nicht mehr funktioniert.
    Da kann ich mich miteinbeziehen.
    Ich befinde mich gerade dabei, dass ich für mich ganz klar erkannt habe, warum ich bin, wie ich bin und was ich tun muss und werde, um da raus zu kommen.
    Liebe Grüße an Dich, Hanna

    Hallo Sternchen,
    Du hattest mir geschrieben - nun antworte ich Dir-).
    Ich hab auch ein Kind, eine Tochter, 10 J. -- Ich kenne die Gedanken, die da in Deinem Kopfkino ablaufen- glaub mir- und dieses Kopfkino ( das in Deinem Fall ja aus negativen Gedanken zusammengesetzt ist) versucht, uns in einer Situation festhalten, die weder uns noch dem Kind gut tut.
    Manchmal neigt der Mensch dazu, lieber in einer schrecklichen Situation zu verharren ( frei nach dem Motto: Ist zwar furchtbar, aber ich weiß wenigstens, was ich habe und kann mich "sicher" fühlen) als ein Risiko einzugehen mit der Chance und Hoffnung auf Verbesserung, auf eine schönere Zeit.
    Du, letztendlich hat man auch als Alleinerziehende immer die Möglichkeit, sich zu finanzieren und sei es auch erst einmal durch Hilfen des Staates, Unterhalt, ggf. Freunde oder Verwandte etc.- Und es gibt auch Männer, die sich für Frauen mit Kindern interessieren-) Die diese liebevoll als ihre eigenen annehmen. Und selbst wenn man erst einmal ohne Partner dasteht und abends allein einschläft...schließlich schläfst Du ja derzeit wohl auch des öfteren alleine abends ein, wenn Dein Mann nicht heimkommt.......und mit welchen Gefühlen und Gedanken?? Kannst Du dann überhaupt schlafen..es muss doch schlimm sein.....Ich kann das so gut nachvollziehen.
    Alles Liebe, bis bald, Hanna

    Hallo Co-Elfi,
    gerade habe ich meine Antwort von soeben abgeschickt, da sah ich Deinen Beitrag-))
    Vielen Dank erst einmal für Deine Anregungen..im Grunde hast Du all das sehr detailliert formuliert, was in mir steckt...was ich genauso notieren und mich fragen könnte. Danke dafür!!!!!
    Kann nun nicht mehr weiter auf Deine Punkte im Einzelnen eingehen, da die Arbeit - vielmehr- der Chef ruft-))
    Bis bald, ich melde mich noch,
    liebe Grüße und alles Gute,
    Hanna

    Hallo zusammen,
    danke für Eure Beiträge und hilfreichen Worte-).

    @ Melinak -
    Weißt Du, auch ich habe schon öfters vor meiner Tochter geweint..bin da auch wie Du der Ansicht, dass Kinder auch sehen sollten, dass die Mama Gefühle hat, dass es schöne und traurige Phasen gibt...aber es gibt auch Situationen, in denen ich zumindest versuche, es zu verbergen ( wenn das überhaupt gelingt) ...weil ich mich schäme, dass ich meiner Tochter so etwas zumute...wo sie doch schon einen leiblichen Vater hat, der nicht der allerbeste ist...
    Danke für Deine lieben Worte..alles Glück für Dich..ich denke, ich bin auf einem ganz guten Weg. Es ist schon hilfreich, hier im Forum zu lesen und so so erstaunlich, wie sehr die Geschichten sich ähneln.

    @ Sternchen 77-
    Sternchen 77 --hatte Deinen Beitrag auch gelesen- werde Dir mal gesondert antworten-) Ich hatte schonmal einen Termin zu einer Beratung, aber wieder abgesagt, weil ich dachte, es geht auch ohne..mal schaun, die Telefonnummer der Organisation liegt hier vor mir-...Alles Gute, Hanna

    @ desperateS
    Ist das nicht schrecklich, sich so zu verhalten, zu meinen, sich ständig beweisen zu müssen, als sei man sonst nichts wert. Ich empfinde es plötzlich als - ja erniedrigend mir selbst gegenüber. Zu Beginn oder bisher dachte ich, der andere hätte einfach so viel schlimmes mit Menschen erlebt, dass er mir einfach nicht glauben könnte- und ich müsse ihn nur von meiner Liebe überzeugen, den Armen - nix da..die Sache ist ja ganz anders gelagert.
    Warum gehe ich nicht erhobenen Hauptes durch die Welt und zeige, dass ich eine tolle Frau und richtig gute Partnerin bin und wer was anderes behauptet, soll abhauen? Ich hab das Gefühl, wirklich kurz davor zu stehen, das endlich umzusetzen. Denn allmählich und tief tief in meinem Inneren weiß ich, wie ich bin und dass ich gut bin und dass ich die ganzen Anschuldigungen gar nicht glauben kann und brauch.
    Du hast Recht, es lohnt sich zu kämpfen, für mich und besonders mein Kind. WEnn ich dieses Co-VErhalten nicht ablege, dann werden alle nachfolgenden Freunde/Partner dem jetzigen Typus ähneln....
    Ich wünsch auch Dir viel Kraft und alles Liebe


    @ Joanne
    Danke für Deine Zeilen- es hilft sehr, hier zu lesen und zu schreiben. Gerade in Momenten, in denen es mir ganz mies geht- habe ich einfach hier rein geschaut und neuen Mut geschöpft. Ganz liebe Grüße von Hanna

    @ Matthias
    Hi Matthias, weißt Du, wenn ich einen Schritt zur Seite gehe..dann sehe ich mich und meine Geschichte und kann - als wär ich meine eigene Therapeutin -sehen,was mit mir los ist - welches Muster mir auf der Stirn steht - warum ich aufgrund meiner gestörten BEziehung zu meinem Vater - mir immer wieder den Typ Mann in mein Leben ziehe, der mich so behandelt, wie der jetzige - ob Alkoholsucht oder Spielsucht oder was auch immer....hm- ich weiß, was ich als Therapeutin oder gute Freundin derjenigen raten müsste, was sie tun soll....die Umsetzung aber, die hab ich bisher noch nicht geschafft. Aber ich hab so was in mir, was raus will, was endlich die Umsetzung dieses Rates will..nämlich: zu mir stehen, mein Ding durchziehen, an mich und meine Tochter denken- was mir - was uns gut tut!!! TRENNUNG ! Ich bin es wert, gut behandelt zu werden, ich bin es wert, geliebt und geachtet zu werden.
    Ja, ich bin doch eigentlich ein Kraftpäckel--doch diese Kraft muss ich endlich für mich einsetzen...

    Gruß an Dich, Matthias - von Hanna

    ...dieses Gefühl, das ich gerade in mir trage- wie so oft schon in den letzten Monaten....sitze im Büro, den Tränen nahe -nach einer schlechten Nacht..musste die Tränen vor meiner Tochter verbergen, die ich eben zur Schule gebracht habe....

    Bin noch nicht lange im Forum und lese mehr, als das ich schreibe.
    Würde mich schlicht als klassisch co-abhängig bezeichnen...habe daran gearbeitet, aber seit gestern Nacht - ohne hier auf Details einzugehen - merke ich, dass ich mir was vorgemacht habe..
    Meine Güte, ich hab sooo viel investiert, Gefühl, Zeit, Liebe, Verständnis, offenes Ohr, Energie und auch Geld, war fair und alles und ich werde so dermaßen verteufelt und wieder angefeindet.
    Was ist für mich das Schlimmste daran? Warum verhalte ich mich eigentlich co-abhängig. Das Schlimmste ist, dass ich von meinem Gegenüber als eine Person dargestellt werde, die ich überhaupt nicht bin, nie war und nie sein werde....mir werden Gedanken und Taten unterstellt, an die ich im Traum nicht denken würde...und das ist seine Waffe: In dem ich immer und immer wieder versuche zu beweisen, dass ich doch in Ordnung bin, treu, solidarisch, liebevoll und loyal, hat er mich da, wo er mich haben möchte.....Er kann beliebig diese Tasten bei mir drücken und Schema F läuft ab. Schade, ich hab wirklich geglaubt, wir könnten es gemeinsam schaffen...aber die Macht des Alkohols ist stärker--ja, er sieht ja noch nicht eimal ein, dass er überhaupt was trinkt.

    Mein Gott, fühl ich mich leer und schlecht...und dann gleich die beruflichen Termine.....
    Ich ertrage es nicht mehr....ich ertrage es nicht mehr..es raubt mir Kraft, Lebensfreude und Energie....

    Liebe Grüße an Euch alle,
    Hanna

    Liebe Drosera,
    ich habe leider momentan keine Zeit, ausfühlich zu antworten, habe gleich einen beruflichen Termin..dennoch habe ich Deinen Eintrag gelesen und dachte, Du würdest MEINEN Freund und unsere Situation schildern (obwohl wir bereits länger ein Paar sind etc.)...wie sehr sich die Dinge/Situationen und Menschen doch ähneln.
    Weißt Du, es ist im Grunde unerheblich, welche Menge ein Mensch..ein Alkoholiker zu sich nimmt..es kommt darauf an, ob er süchtig ist..das, was Du beschreibst, deutet leider wirklich darauf hin, dass er ein Alkoholproblem hat. Die Tatsache, dass er Stunden oder Tage, vielleicht sogar Wochen mal OHNE auskommen kann, heißt gar nichts. ER will lediglich sich selbst und auch Dir beweisen, dass er Herr der Lage ist...ein Trugschluss.
    Muss jetzt leider aufhören, wünsche Dir erst einmal alles Gute und viel Kraft und dass Du viele wertvolle Antworten und Hilfestellung hier in diesem Forum erhälst.
    Hanna

    Dankeschön, danke!! Ihr habt ja so Recht. mit allem, was Ihr mir geantwortet habt. Es tut gut, solche Gedankenanstösse zu erhalten!! Habe viel darüber nachgedacht. viel über MICH und MEINE Wünsche nachgedacht und ich muss sagen, auch das Wochenende ohne ihn war ..... ERHOLUNG-), irgendwie Entspannung und Durchatmen..obwohl mich zudem ein fieser Virus erwischt hat, der mich bis soeben ans BEtt fesselte...
    Ich bin MIR wieder näher gekommen, mir und meinem Leben und das ist schon ein wichtiger Schritt.
    Liebe Grüße an Euch alle,
    Hanna

    Hallo Ihr alle...puh..bin irgendwie aufgewühlt... habe alle Telefone ausgestellt, AB und Mailbox deaktiviert....Und verärgert bin ich, aber mir ist auch wieder deutlich geworden, dass der Alkohol wichtiger ist...das Wichtigste. Wir planten ein gemeinsames WE..wollte gleich zu ihm fahren..hab Kind und Kegel woanders untergebracht, die Tasche fertig, ein kleines Geschenk besorgt und was ist??? Eine Telefonat vorher..kurz vor meiner Abfahrt....Sturzbetrunken, lallend und heftig behauptend, er hätte überhaupt gar nichts getrunken. Hat mich beleidigt, aufgelegt und dann per SMS Schluss gemacht. Mensch und ich dumme Kuh hatte mich so auf das WE gefreut..so sehr....hab gedacht, es wird doch nicht so sein, dass er ausgerechnet heute trinkt, wenn ich zu ihm komme...er kann mich doch nicht betrunken empfangen, wo wir doch eine so tolles Essen geplant haben...NEIN, das ist er doch auch nicht.betrunken?? NEIN....das wird er in den nächsten tagen auch noch steif und fest behaupten.. Ich wein gar nicht mehr..ich bin stinkwütend. Die Telefone bleiben aus, ich habe momentan null Lust mehr. mit ihm zu sprechen. Natürlich wird er versuchen, mir ein schlechtes Gewissen einzureden..schließlich könne ich doch am Tel. nicht feststellen, dass er getrunken habe. Egal..ich weiß, dass ich im Traum da heut nicht hinfahre..vielleicht nie wieder...bin soooooo sauer....dabei sollte mich das doch gar nicht mehr überraschen....ich kenns doch.
    Liebe Grüße von der Hanna

    Danke Euch allen für Eure Zeilen, Worte, Erzählungen und Wünsche. Hab leider derzeit wenig Möglichkeit zu schreiben und ausführlich zu antworten..aber ich habe gelesen-)).
    Das letzte Wochenende war wirklich hart.... es hat eine Szene / Stunden gegeben, da hatte ich erstmalig Angst vor dem Menschen, der mein Partner ist...Angst, dass er auch physisch handgreiflich werden könnte.... er kündigte dies fast an..dass er Lust habe, im Haus alles kurz und klein zu schlagen oder dass er seinem Leben ein Ende setzen möchte..ja, mich geradezu dazu aufforderte, dass ICH ihn doch erlösen solle...! In diesem Moment habe ich realisiert, dass es auch für mich mal brenzlig werden könnte!!? Dass er mich durch den Kontrollverlust wirklich verletzen könnte, nicht nur verbal, auch körperlich..... Ich habe in den nächsten Tagen einen Termin bei einer Beratungsstelle, komme immer mehr in die Phase, mich schützen zu wollen, nicht mehr abends im BEtt liegen zu wollen und zu denken, was kommt gleich...hat er getrunken oder nicht? Wie wird seine Laune sein? Ich möchte so eine Beziehung nicht....ich denke immer mehr daran, was ich möchte, was ich verdient habe, was ICH noch für mich und mein Kind vom Leben erwarte.
    Ich muss erstmal aufhören, liebe Grüße an Euch alle.
    Hanna

    Vielen Dank Antilope und bluevelvet - für Eure Zeilen.
    Momentan bin ich wieder in einer Phase der Hoffnung - aber eher trügerische Hoffnung (?)..ich weiß, dass ich mir da selbst etwas vormache..wir Menschen..Frauen..neigen ja auch gerne dazu, gewisse Dinge und Tatsachen einfach zu verdrängen.
    Das Thema Alkohol ist einfach allgegenwärtig..nun ist es so, dass mein Partner ja an manchen Tagen so gut wie gar nichts trinkt..so, dass es unser Leben und unsere Beziehung gar nicht beeinflusst..diese Phasen sind aber mittlerweile sehr sehr kurz geworden und können letztendlich nicht darüber hinwegtäuschen, dass eine Alkoholabhängigkeit vorliegt. HInzu kommt, dass mein Herzensmann ja noch andere extreme gesundheitliche Probleme in sich trägt, die er nicht behandeln lässt und die sehr (sogar lebens-)bedrohlich sind bzw. sein können. Er ist eine tickende Zeitbombe, denke auch, dass er dies innerlich spürt und keine Chance mehr für sich sieht und sich deshalb so verhält.
    Für mich bedeutet dies jedoch, dass ein Ende unserer BEziehung vorprogrammiert ist...so oder so..über kurz oder lang....klingt grausam...
    irgendwie abgeklärt, aber das ist nun mal eine Tatsache.
    Ich wünsche Euch beiden alles Gute und für Dich bluevelvet viel Kraft und Durchhaltevermögen. Dass Du die Trennung durchgezogen hast, bedeutet Mut und Kraft und dass DU eine starke Persönlichkeit bist, so schwer das Ganze momentan auch ist.
    Hanna

    Liebe Antilope,
    vielen Dank für Deine Schilderung, Deine lieben Worte.
    Ich bin derzeit an einem Punkt, an dem ich realisiere, dass ich nicht an Dingen festhalten kann, die es gar nicht mehr gibt...vielleicht nie gegeben hat...
    Erschwerend kommt bei dieser Alkoholproblematik noch hinzu, dass er vor vielen Jahren sehr sehr schwer erkrankt war, mit viel Kraft und Glück überlebte und nun hat es leider den sehr begründeten Anschein, dass die Krankheit zurückgekehrt ist..Untersuchungen und Behandlungen, Gespräche darüber..Fehlanzeige. Stattdessen regieren Verdrängung, an vielen vielen Tagen natürlich mit Alkohol und dem ganzen, was daran hängt.
    Will damit sagen, dass es letztendlich für mich bedeutet, dass ich im Grunde noch nicht einmal mehr die Chance auf Heilung, Besserung, positive Entwicklung sehe...ein Dilemma....
    Und Deine Schilderung von der Persönlichkeit des Partners..ja, so ist meiner auch..er hat eine sehr liebe und fürsorgliche Seite..ja, ich möchte behaupten, ich bin noch nie so gemocht, akzeptiert und geliebt, verwöhnt worden..und auf der anderen Seite, wenn die Promillezahl im Blut steigt...bin ich noch nie so niedergemacht und beleidigt worden( Na ja, stimmt auch nicht so ganz..in meiner Ehe hatte ich schon die Hölle...aber aufgrund anderer Umstände). Ein absolut krasser Gegensatz, eine Achterbahnfahrt ohne Gleichen...Mittlerweile ist es ja auch so, dass ich seine Gefühle, die er mir im nüchternen Zustand vermittelt wirklich in Frage stelle..sind diese wirklich echt und fühlt er das auch so? Ich weiß nicht, irgendwie denk ich immer mehr..ein Mensch,der einen anderen so niedermacht..kann doch keine wirklichen Gefühle gegenüber dem anderen hegen?? Vielleicht doch? Nur können diese Gefühle keine Veränderungen bewirken, weil die Sucht schwerer wiegt, weil die innere Angst, Verzeiflung stärker ist?
    Muss mich derzeit einfach sortieren und "neu ordnen"...will auf keinen Fall untergehen...ich möchte Freude in meinem Leben haben, ein wenig glücklich sein nach all den harten Jahren und meiner Tochter zur Seite stehen können, als starke Persönlichkeit-).
    An manchen Tagen bin ich da sehr gefasst und stark, an manchen überwiegt die Traurigkeit..

    Antilope, ich wünsche Dir alles alles Gute und viel viel Kraft für Deinen weiteren Weg.
    Hanna