Beiträge von underground

    Zitat von Pony0815

    Ich danke Euch allen für Eure Antworten, sie helfen mir, mich in der Situation zu orientieren. Aber sie machen mich auch so traurig, weil ihr mir sagt, dass er sich nicht für mich ändern wird. Ich möchte das so gerne glauben, wenn er sagt, dass er mich über alles liebt, mich nicht verlieren will.

    Guten Morgen liebes Pony, :)

    ich glaube auch das hat jeder von uns gedacht, gewünscht, gehofft, daß der Andere sich für einen ändert. Nein, liebes Pony. Es wird nicht funktionieren.
    Vielleicht ist es bei mir ja anders als bei den Anderen? Gar nicht so schlimm? Wenn ich ihm nur sage was es mit mir macht, wenn er mich weinen sieht, wenn er mich schreien hört, wenn er sieht wie schlecht es mir "wegen ihm" geht????? Auch dann wird er nicht aufhören können, wollen.
    Ich kann dich verstehen daß es schwer ist das zu akzeptieren und wahrhaben zu wollen.
    Ich bin seit ich 18 bin in Suchtbeziehungen. Damals waren es Drogen, das letzte Mal waren es Drogen und Alkohol. Ich habe lange gebraucht um es zu akzeptieren, daß ich eben nicht helfen kann und daß er für mich nicht aufhören wird. Es tut auch weh zuzuschauen. Aber jeder darf Leben wie er möchte. Selbst wenn das das Leben sein sollte.
    Wir können dir nicht sagen ob er ein Alki ist oder nicht und wie ich schon geschrieben habe ob alles gut wird und er aufhört. Viel wichtiger ist aber - daß du in dem Moment wo du spürst das es dir nicht mehr gut damit geht, deine Grenzen und Konsequenzen ziehst, selbst wenn das Trennung bedeutet.
    Weißt du, wir leben gern in einer Illusion und sehen in dem Anderen etwas was er gar nicht ist. Es ist unsere Wunschvorstellung von einem Partner / Beziehung.

    Liebe Grüsse

    Underground

    Liebe Pony,

    wie du ihm helfen kannst? - wie nici schon so schön gesagt, sind wir wahrscheinlich alle zuerst aus diesem Grund hier gewesen.
    Aber helfen kannst du ihm nicht. So sehr du es dir wünschst. Und das ist auch erstmal schwer anzunehmen.
    Wenn er ein Alki ist, wird er seinen Konsum nicht einschränken können. Es gibt nur ganz oder gar nicht. Nichts dazwischen.
    Und es gibt auch nicht den Menschen ohne Alkohol. Diese Seite gehört zu ihm. Ob trocken oder nass.
    Du sagst ihr seid noch nicht lange zusammen - grad dann wäre es besser für dich, wenn es dir nicht gut tut, deinen Weg alleine weiter zu gehen.
    Weisst du, je länger du es mit machst umso tiefer zieht es dich mit rein. Die Entscheidung kannst du nur für dich selbst treffen.
    Ich denke mir heute, ich hätte schon da und da mich trennen sollen. Die Anzeichen, Verhaltensweisen, der Umgang miteinander. Und dann wurde ich schwanger von ihm.
    Ich habe auch in soooo vielen Gesprächen geheult, gefleht, gekämpft, diskutiert, Mut zugesprochen, versucht zu "helfen" usw usw. Es hat alles nichts gebracht. Ausser daß man am Ende selbst keine Kraft mehr hat.
    Keiner wird dir sagen können, alles wird gut. Er wird aufhören. Ihr werdet ne ganz tolle Beziehung haben.
    Vielleicht wird er bereit sein aufzuhören. Vielleicht auch nicht. Und mach dir keine Illusion darüber daß es funktioniert, für den anderen aufzuhören.
    Und wenn er nicht aufhört - möchtest du das mit machen? So ein Leben haben? Irgendwann wirst du vielleicht zusammen leben wollen, vielleicht Kind/er, Stabilität haben wollen. Das wird dann nicht möglich sein.
    Überleg dir wo dein Leben hin gehen soll. Wie es aussehen soll und ob du es mit ihm verwirklichen kannst.

    Liebe Grüsse

    Underground

    hallo aionic star,

    ich finde es schrechklich wie du mit deinem partner umgehst.
    und das was du schreibst, hat in keinster weise etwas damit zu tun - in liebe auf jemand zugehen.
    LIEBE bedeutet, er darf so sein wie er möchte. ohne das du ihn ändern möchtest, kontrollieren, stressen.
    wenn es sein wunsch ist zu saufen, selbst wenn es für dich unverständlich ist, er darf es. es SEIN leben. nicht deines.
    ist dir eigentlich bewusst was du da tust?? niemand hat das recht einen anderen so massiv unter druck zu setzen. wenn du nicht damit klar kommst, ist es deine verantwortung dich zu trennen. nicht er muss aufhören. das kann auch nicht euer beider ziel sein. das sollte sein ziel sein und deines aus der co-abhängigkeit rauszukommen.
    ich lese deinen thread mit und auch deine antworten in anderen threads. und finde manches echt unangebracht.
    du solltest dir eher gedanken über deine motivation machen. weshalb du tust was du tust. und die ist sicherlich nicht liebe.
    in einem deiner beiträge hast du geschrieben, das es dich glücklich macht so nah mit jemandem zu sein.
    ich weiß was du damit meinst und kenne dieses gefühl selbst, aber genau das ist abhängigkeit.
    du stellst dich mit deinen äusserungen über die anderen. nur scheinst du nicht zu merken, das das was du tust absolutes co-verhalten ist.
    um das abzulegen, musst du bei dir bleiben. was du für DICH möchtest. wenn du ihn nicht als alki haben möchtest, dann musst du dich trennen und nicht von ihm erzwingen, das er aufhört. übernimm die verantwortung für dein leben und nicht für seines. er ist alt genug. schau was du für dich tun kannst. was dir spass macht. was du willst und nicht willst. wie du es für dein leben umsetzen kannst. was bestimmte situationen, verhaltensweisen bei dir auslösen. was dahinter steckt.
    das was ihr gerade habt - kann ich mich aurora nur anschliessen - sind machtspielchen und zwar auf´s übelste.
    warum glaubst du das tun zu müssen? gibt dir das ein gutes gefühl zu glauben der andere braucht dich, kann nicht ohne dich? ABHÄNGIGKEIT. und weder für dich noch für ihn gut.
    was würdest du mit dir anfangen wenn er nicht das problem hätte? so kannst du dich von dir selbst ablenken.
    wir glauben oft, das was wir tun ist gut für den anderen. doch genau das gegenteil ist der fall. wir wären so hilfsbereit. bauen alles auf den anderen auf. sind doch immer da. dahinter steckt der eigene egoismus und nicht weil man so toll ist oder den anderen sooo sehr liebt. ich finde es immer wieder erschreckend was menschen für liebe halten.
    schau bei dir hin....

    lieber gruß

    underground

    Hallihallo Zusammen,

    hab nach langer Schreibpause mal wieder Lust in meinem alten (um den Zusammenhang nicht zu verlieren) Thread zu schreiben.:-)

    Ich glaube es war der September letzten Jahres seit wir nicht mehr zusammen sind.
    Allerdings hat sich an den vielen Anrufen seiner Seits noch nichts geändert. Auch nicht an unseren Diskussionen. Vor ca. 4 Wochen war er nach einem halben Jahr des Nichtsehens mal wieder hier. Nachdem er sich wieder Mal entschieden hatte zu entziehen - ohne Hilfe.

    Sooo nun zu mir :-)... Es geht mir gut. Nicht jeder Tag ist gleich. Aber auf jeden Fall besser als in der Zeit mit ihm. Im Moment vermeide ich jeden Kontakt. Ein kurzes Gespräch genügt, daß ich mich total ausgebrannt - ausgesaugt fühle.
    Wir leben unser Leben. Ich habe einen Alltag ohne ihn. Ich mach mir nicht mehr wirklich einen Kopf darüber was er macht. Säuft er oder nicht.
    Ich möchte das nicht in meinem Leben haben.
    Mir geht es gut alleine. Ich habe auch nicht das Bedürfnis nach einer "neuen Beziehung". Ich bin froh über jeden Moment Ruhe und Nichts tun zu müssen. Bin mit meinem Leben voll ausgelastet :) Wobei ich definitiv mehr für mich tun müsste.
    Die Kleine geht seit einiger Zeit in die Frühkindergruppe. Was ich mir allerdings anders vorgestellt hatte. Jetzt dreht sie Zuhause noch mehr auf. :(
    Ich merke immer noch ganz viel "Defizite" die ich in mir habe. Was möchte ich und was möchte ich nicht und das auch ohne Angst oder frei heraus zu sagen.
    Ich spüre auch wie schnell ich noch "ausgelaugt" bin und noch nicht wirklich in meiner Kraft. Müdigkeit hat mich irgendwie voll im Griff. Naja die Umstände sind auch nicht wirklich so berauschend und anstrengend. Gibt noch einiges zu tun. :)

    Einen schönen Abend

    Underground

    Hi Angi,

    hab irgendwie eben erst deine Nachricht, die schon vor Monaten war gesehen. :( Keine Ahnung.

    Wie geht es dir zwischenzeitlich??? Ich hoffe supi gut!!
    Habt ihr euch in eurer Wohnung gut eingelebt?
    Was hat sich alles getan in eurem Leben? Was gibt es schönes Neues?? :D

    Hoff du siehst das hier und lässt was von dir lesen. :)

    Ganz lieber Gruß

    Christin

    Hallo Flower,

    du widersprichst dir selbst in dem was du schreibst. :)

    Das mit meinem Leben ändern ist nicht so einfach.Ich fühl mich ja wohl so wie es ist.Er bzw.seine Probleme stören doch mein/unser Glück.

    Also fühlst du dich ja doch nicht wohl. Du machst dein Befinden, Glück abhängig von ihm!?! Es ist deine Entscheidung ob du dich von ihm beeinflussen lässt. Du hast die Freiheit jederzeit etwas ändern zu können. Für DICH. Niemand ist für dein Glück, deine Gefühle zuständig, ausser du selbst.

    Er weiß das auch,aber ändert es nicht

    Er ist süchtig. Selbst wenn er es wollen würde, kann er sich nicht grad so einfach und von Jetzt auf Gleich.

    .Vor ihm hab ich ein ganz normales Leben geführt und das geht jetzt nicht mehr.Ihn vom Trinken abhalten kann ich nicht,aber wieso muß ich es mir mit angucken?

    Musst du doch nicht. Du darfst / kannst jederzeit gehen.

    Hab ihm so oft gesagt,er soll ausziehen,dann kann er saufen wie er will.Dann blockt er ab und sucht Streit.Wieso denkt er nicht mal an mich?

    Weil er süchtig ist. Das erste an was er denkt ist, seiner Sucht nachzugehen. Ein suchtdenkender Mensch ist nicht mit einem "normal" denkender Mensch zu vergleichen.

    Hab ihn so viele Jahre ünterstützt.Hab ihm Halt und Sicherheit gegeben.Und was ist mit mir?Ich brauche auch mal jemanden der für mich da ist.

    Leider ist das eher nicht der Fall in solchen Beziehungen. Er kann dir keinen Halt geben, eine Unterstützung sein. Für dich da sein. Wie soll das funktionieren? Dazu ist er gar nicht in der Lage. Die Sucht nimmt ihn selbst ein.

    Ich hatte die selben Gedanken und Fragen wieso weshalb warum? Stundenlange Gespräche, Diskussionen, Streit, Tränen... Das ganze Programm.
    Aber du kannst es weder ändern - ihn ändern - sondern nur dein Leben,
    noch kannst du ihm helfen, bewahren das er noch tiefer abrutscht. Du wirst deine Kraft "umsonst" investieren.
    Er muss für sich selbst erkennen ob er weiter so leben möchte oder Hilfe in Anspruch nimmt. Unabhängig von dir.
    Er ist ein erwachsener Mensch und darf für sich entscheiden was er tun möchte.
    Genauso wie du für dich.:-)

    Liebe Grüsse

    Underground

    Hi Tosia,

    ich habe so ziemlich das Selbe erlebt wie du auch.
    Wurde nach einem erneuten Beziehungsversuch schnell schwanger. Er wurde während der Schwangerschaft Alk- und Drogenrückfällig. Die Schwangerschaft war Schrecklich. Nicht wegen dem Kind sondern dem Drumrum.
    Meine Tochter ist mittlerweile zwei Jahre (die sooo schnell rumgingen). Wir sind seit einigen Monaten getrennt.
    Ich kann dir nicht sagen ob du dich trennen sollst oder nicht, allerdings ging es mir so, daß ich lange damit zu kämpfen hatte, daß die ersten Monaten, eigentlich bald 1,5 Jahre, mit meinem Kind nur so an mir vorbei gingen, weil immer ER die Hauptperson war und ich das Gefühl hatte / habe, das mir diese Zeit mit meiner Tochter fehlt.
    Ich kann dir nur Raten dich voll auf dein Baby zu konzentrieren. Die Zeit mit deinem Kind zu geniessen. Ob das mit dem Vater möglich ist????
    Ich wollte meiner Tochter auch eine "heile" Familie bieten. Da ich auch ein Scheidungskind bin und ich nicht wollte, das sie ohne ein Elternteil aufwächst. Aber wenn du ehrlich zu dir Selbst bist, ist es in erster Linie gar nicht wegen dem Kind, sondern wegen einem selbst. Der EIGENE Wunsch nach heiler Welt.
    Heute würde ich es ganz anders machen. Die Zeit mit meinem Kind geniessen. Allein bist du sowieso. Wir haben nicht zusammen gewohnt und war so von Anfang an alleine. Aber es ist einfacher ohne jemand drum rum der dir auch noch deine Kraft nimmt.

    Liebe Grüsse

    Underground

    Hallo Nat,

    Zitat von nat27


    Da seid ihr ja noch alle gut dabei...tut mir leid bin derb.

    für die Betroffenen macht es keinen Unterschied ob nur Alki, Drogist, oder Polytox..... Da ist keiner besser dran als der Andere. ;) Du selbst entscheidest dich dafür zu bleiben.

    Ich war selbst bis vor einigen Monaten mit einem Mann, der auch der Vater meiner Tochter ist, zusammen der polytox ist. Früher Alk... - edit - Immer wieder Entzüge, Rückfälle.

    Niemand kann dir die Entscheidung abnehmen ob du gehen oder bleiben sollst.
    Mit Liebe hat so eine Beziehung auf jeden Fall nichts zu tun.
    "Retten" kannst du ihn auch nicht und vermutlich wird sich der Zustand eurer Beziehung auch nicht verändern.
    Hast du dich schon mal gefragt was deine eigentliche Motivation ist, weshalb du meinst nicht gehen zu können? Was dich hält?
    Nicht allein sein zu können?
    Das Gefühl zu haben "gebraucht" zu werden?
    Wenn du nicht mehr da bist, keine Kontrolle zu haben?
    Ablenkung von sich selbst? Was soll man so ganz allein mit sich anfangen?


    Lieber Gruß

    Underground

    Hallo Melanie,

    meine Tochter ist noch recht klein mit ihren 21 Monaten und hat zum Glück nicht soviel mitbekommen wie das andere Kinder erleben müssen.
    Auch ich hatte immer den Gedanken, daß ich meinem Kind nicht den Vater nehmen kann, ihr eine "Familie" bieten möchte. Ein Vater der sowieso nicht da war und eine Familie die es nie gab.
    Es war MEIN Wunsch, MEINE Sehnsucht, nach Familie, "heile Welt", das Kind "vorgeschoben". Natürlich möchte man das Beste für sein Kind, aber ich glaube wenn man ehrlich zu sich selbst ist, ist der Hauptgrund nicht zu gehen, nicht wegen dem / der Kind / Kinder. Es war meine Illusion, die ich auf einen Menschen projeziert habe, der er nicht war und nicht ist.
    Ich habe viel darüber nachgedacht warum ich nicht viel eher "gegangen" bin. Warum ich mir die Zeit mit meinem Kind dadurch kaputt hab machen lassen? Angst. Sehnsucht.
    Heute würde ich es anders machen. Bin ich zumindest der Meinung.
    Ihr Vater und ich haben uns seit Monaten nicht mehr gesehen. Er hat sein Kind seit Monaten nicht mehr gesehen. Er hat zwar ständig angerufen, aber das hatte weniger mit seiner Tochter zu tun. Seit ca. einer Woche gibt es auch keine Anrufe mehr. Und es ist gut so. Es ist ruhiger. Und bei jedem Anruf lass ich mich immer wieder auf Diskussionen ein. Vorwürfe warum er sich nicht kümmert - er ist seit einigen Monaten "trocken". Ich denke typisches Co-Verhalten meiner Seits. Wobei ich nicht alles als Co. bezeichnen möchte. Ich glaube manche Reaktionen, Verhaltensweisen sind natürlich und nicht gleich Co-geprägt.
    Ich bin seit 2 Jahren mal wieder mit einer Freundin tanzen gewesen. Die Kleine war bei der Oma versorgt. Hatte in den letzten Wochen öfter mal "Kindfrei". Meistens mit schlechtem Gewissen, aber auf der anderen Seite auch Momente in denen ich es geniessen konnte. :)

    Liebe Grüsse

    Underground

    Hallo Tari,

    wie du lockerer wirst? Du möchtest wirklich mit einem Suchtmenschen zusammen leben? Und dazu noch mit einem Polytoxen (mehrfachabhängig)?

    Ich muss gerade den Kopf schütteln wenn ich deinen Satz lese - wie du lockerer wirst.

    Ich war jahrelang mit Süchtigen zusammen. Der Letzte - auch polytox: Alkohol, kiffen, Kokain, Speed, Tabletten - und der Vater meiner Tochter.

    Davor war ich mit einem Mann zusammen, der mich damals auch gefragt hatte ob es mich stören würde, wenn er en Kopf raucht. Irgendwann waren es 40-50 Köpfe am Tag.

    Zum Thema lockerer damit werden. Ich habe selbst früher gekifft und Tabletten genommen. Aber selbst mir wurde das zuviel was der Andere konsumiert hat, das es mir verging selbst noch zu konsumieren.
    Wenn du damit leben kannst, einen Partner zu haben dem´s Draufsein wichtiger, ist en Kopf zu ziehen oder zu trinken, dann seid ihr zwar zusammen, aber das ist ein nebeneinander her leben.
    Und wer ist der Mensch eigentlich? Wenn ich konsumiere bin ich nicht ich, selbst wenn es Tage gibt ohne.

    Wie du schon schreibst - wie du seine Sucht akzeptieren kannst - in dem du es akzeptierst und ihn machen lässt.

    Tut mir leid, wenn ich so direkt schreibe. Ich bin mir nicht sicher ob du weißt was es heißt Süchtig zu sein und mit einem Abhängigen zu leben.

    Lieber Gruß

    Underground

    Hallo d......,

    ich bin damals auch nach kurzer Zeit schwanger geworden. Meine Tochter ist ebenfalls 1,5 Jahre.
    Habe auch das alleinige Sorgerecht.
    Es ist nicht richtig, daß wenn du dich trennen würdest, du ihm das Kind alleine geben musst.
    Ich habe meine Tochter nicht einmal ihrem Vater mitgegeben. Ausser zum Bäcker oder auf ein Spaziergang. Ich könnte es nicht verantworten. Momentan ist er trocken, trotzdem könnte ich sie ihm nicht einfach anvertrauen.
    Ebenfalls hast du die Möglichkeit die Besuch unter Aufsicht eines Jugendamt Mitarbeiters stattfinden zu lassen.
    Ich hatte vor einigen Monaten das Jugendamt gebeten zu uns nach Hause zukommen. Auch weil Androhungen (in der nassen Zeit) im Raum standen und ich das rechtzeitig geklärt haben wollte. Ich hatte bei dem Besuch von seiner Alkoholkrankheit berichtet.
    Und das neue Gesetz bezüglich des gemeinsamen Sorgerechts bei unverheirateten, tritt meiner Kenntnis nach für jetztzige Geburten in Kraft. Er könnte genauso jetzt das Sorgerecht beantragen wenn er wollen würde. Mit oder ohne das neue Gesetz. Da müsstest du dich rechtlich erkundigen.
    Natürlich kannst du dein Kind schützen. In dem du ihm z.B. keinen alleinigen Umgang gewährst. Eventuell gar kein Kontakt. Da gibt es mit Sicherheit eine ganze Menge Möglichkeiten.

    Lieber Gruß

    Underground

    Liebe Wichtel,

    kenne ich auch nur zu gut.
    Da wir hier vorsichtig sein müssen was wir schreiben,
    kann ich dir nur ans Herz legen ausser den Gesprächstherapien vielleicht noch neurologische/psychatrische Hilfe in Anspruch zu nehmen.
    Wie ich dir schon geschrieben habe, wurde ich damals zu der Zeit medikamentös unterstützt. Ich hatte ebenfalls all das von dem was du geschrieben hast - Depressionen. Nur allein Gespräche hatten mir nicht geholfen. Erst durch die Antidepressiva, Ablenkung, Bewegung ging es wieder Bergauf.

    Ich wünsch dir viel Kraft. Du bist nicht alleine.

    Lieber Gruß

    Underground

    Hallo Petra,

    schön, daß du dir die Zeit für genommen hast.

    Es gibt Grenzen bei mir, und die habe ich ihm deutlich gezeigt.

    Für einen Moment auf jeden Fall. Aber warst auch sofort wieder da.
    Was ist eigentlich mit den Anzeigen? Laufen die weiter oder sind sie zurück gezogen?

    Nichts mehr...und das weiß er nur zu gut! Es ist die letzte Chance die ich ihm gebe. Er ist seit über 9 Wochen trocken..möchte eine Therapie machen...hat sich jetzt um eine Umschulung gekümmert, da er nicht mehr auf dem Bau arbeiten will..wegen dem Alkohol...ich weiß, nicht wirklich viel..doch ein Anfang, sein Leben zu verändern!

    Es war wirklich genug was dir passiert ist. Und ich frag mich einfach, wie man sich dann so hoppla die hopp wieder darauf einlassen kann.
    Dürfte irgend ein anderer Mensch so mit dir umgehen? Selbst wenn er trocken bleibt - mag man dann nach allem was vorgefallen ist noch eine Beziehung?
    Ich wünsche es euch. Und ich möchte ihm absolut nichts unterstellen. 9 Wochen ist ein Anfang. Aber auch nichts ungewöhnliches.

    Ich mache mir nichts mehr vor...sehe alles mit sehr klaren Augen...ein Schluck..ein wenig Agression und ich bin für immer und ewig weg...und das weiß er und ich bin mir da total sicher.

    Was gibt dir nun diese Sicherheit dann für "immer" weg zu sein? Ist ja trotz all der Vorfälle nicht so.

    Er buhlt nicht um mich..er versucht mit nüchternden Kopf normal mit mir umzugehen.

    Er möchte doch mit dir zusammen sein und scheint dir das die letzten Wochen ja auch zeigen.... Ist doch "buhlen" oder? :)

    Ich weiß, dass das Vertrauen noch nicht wirklich da ist..ich denke mal, dass was ich mitgemacht habe, da kann man das auch nicht so schnell.
    Es braucht Zeit!

    Ich geb dir absolut Recht. Das braucht seine Zeit. Wenn man soviele Verlutzen überhaupt heilen kann. Der eine mehr der Andere weniger.
    Das Vertrauen ist noch nicht wirklich da - genau das ist doch der Punkt.
    Ist doch die wichtigste Voraussetzung für ein Miteinander. Ohne scheitert es früher oder später. Oder sehe ich das falsch?
    Und deshalb war meine Frage, warum schaut man sich das Ganze nicht erst eine zeitlang an? Ohne Beziehung?

    wenn du so denkst, dann dürfte kein Mensch mit einem trockenen Alkoholiker eine Beziehung eingehen...denn die Gefahr wäre ja immer da.
    Auch lasse ich mir Zeit ...wie gesagt, er lebt nicht hier und wir sehen uns auch nicht jeden Tag.

    Ich denke so nicht. Ich bin auf deinen Satz eingegangen.
    Du hattest vor einiger Zeit geschrieben wegen der Abneigung der Kinder ihm gegenüber. Kannst du dir "vorstellen" mal wieder zusammen zu leben?

    Danke Nici...sehe das genauso wie du...klar die Gefahr ist immer dabei..doch wenn jemand zeigt, dass er nicht mehr trinken möchte und sein Leben auch danach vollkommen umstellt..warum dann nicht ein letztes Mal versuchen??

    Es spricht absolut nichts gegen einen Versuch. Nur wie schnell ist man bereit dazu?

    Wenn du richtig gelesen hast, habe ich ihn fallen lassen...und wir Beide machen eine Therapie.

    Ich hoffe doch richtig gelesen zu haben :-). Meinst du mit du machst eine Therapie die Gruppe oder psychologische Therapie? Fallen lassen... hmmm das Wort ist einfach blöd. Fallen lassen beinhaltet Konsequenzen oder?
    Geht man dann gleich wieder darauf ein?

    Es ist mir wichtig, daß du mich nicht falsch verstehst. Ich versuche es zu verstehen und zu hinterfragen. Es ist nicht meine Absicht etwas schlecht zu schreiben....
    Wenn es dir gut geht ist das die Hauptsache.

    Liebe Grüsse

    Christin

    Hi Nici,

    Genau das versteh ich aber unter "erst mal abwarten",

    Das heißt abwarten auch für mich. Zu schauen in wie weit sich jeder verändert. Ob es einen gemeinsamen Weg gibt. Ob man Vertrauen wieder aufbauen kann. Wie man noch zueinander steht. In wie weit man die eigenen Verletzungen "heilen" kann.
    Aber das tut man bevor man sich auf den Anderen einlässt. Alles Andere kann nichts taugen.
    Und abzuwarten ob der Andere wieder anfängt zu saufen oder nicht - dann muss ich ein Lebenlang warten, weil es wie schon gesagt niemals eine Garantie für geben wird. Und wenn ich drauf warte daß der Andere wieder anfängt zu saufen, sollt ich´s bleiben lassen oder?

    Und dann denk ich doch auch wieder "es gibt doch auch Pärchen, die es gemeinsam geschafft haben", die mussten auch erst wieder bei null das Vertrauen aufbauen.

    Daran denke ich auch oft. In unserer SHG Gruppe gibt es kein Pärchen das sich getrennt hat. Doch eine. Vor kurzem, nach bestimmt über 30 Jahren und alles verloren zu haben.
    Aber von denen wollte jeder Partner aufhören und ist vom ersten Moment bis jetzt zur Gruppe gegangen. Aber alle haben eines gemeinsam - sie mussten ihre Partner "fallen" lassen. Ob weiterhin zusammen oder Trennung. Und jeder hat an seiner Co.Abhängigkeit gearbeitet.

    Liebe Grüsse

    Christin

    Hallo Lionbaby,

    zum "Scheitern" verurteilt.... ja, dass ist es für mich erst wenn auch eine therapie nicht mehr anschlägt. (die er machen will nicht in 3 Monaten nicht in 2 Wochen sondern das erste Meeting der AA morgen um 19:30)
    zuerst die Meetings und dann eventuell Aufenthalt im Spital

    mit zum scheitern verurteilt meinte ich, die Kraft die du investierst in der Hoffnung etwas verändern zu können. Das wirst du leider nicht schaffen können. Aber es kann eine Veränderung bei ihm geben, wenn du dich verändert hast - nämlich dahingehend, daß du das für dich nicht mehr zu lässt.

    allein für mein Gewissen möchte (und muss) ich ihm diese eine Chance noch geben.

    Für dein Gewissen? Sonst würdest du dir vorwerfen nicht genug getan zu haben oder ihm nicht NOCH eine Chance gegeben zu haben?

    Denn ich spüre, dass wenn das nicht funktioniert ich dann Lebewohl sagen kann....gehen, ohne Rücksicht auf Verluste (seinerseits)

    Das wäre schön für dich. Doch letzten Endes wenn es soweit ist, sieht es dann als wieder anders aus. Es gibt ja nicht nur die Lösung Trennung. Meistens ist es so.
    Wie gesagt, du bist ne starke Frau und dessen solltest du dir bewusst werden, was du eigentlich alles leistest.

    Liebe Grüsse und eine gute Nacht :)

    Underground

    Hi Petra, :)

    ich habe die ganze Zeit über deinen Thread gelesen. Als auch ich nicht mehr hier war.
    Und es brennt mir immer wieder "unter den Nägeln" was dazu zu schreiben.
    Jetzt tu ich es einfach mal.
    Es gab Momente in denen ich echt wütend geworden bin über das was ich hier gelesen habe. Aber darum geht´s nicht. Ich bräuchte es ja nicht tun.
    Ich möchte nicht urteilen, aber mir gehen dazu ne ganze Menge Fragen im Kopf um.
    Vorab möchte ich noch sagen, daß ich dir wünschen würde, alles ist super toll und ihr werdet eine schöne Beziehung haben.
    Ich habe auch immer gesagt, das es absolut in Ordnung ist, wenn du nach wie vor ihn möchtest und zur Trennung nicht bereit bist.
    So aber nun zu den Fragen. :)
    Ich habe mich gefragt, wo sind eigentlich deine Grenzen? Gibst es welche?
    Ich kann mich sehr gut erinnern an die Tage an denen du total verzweifelt hier geschrieben hast und nicht mehr ein noch aus wusstest (was auch richtig ist). Alle haben sich hier versammelt. Zumindest hatte ich das so empfunden.
    Die EV, Polizei, Stalken, dein Sohn hat dich versucht vor ihm zu beschützen, usw.... Und innerhalb kürzester Zeit warst du wieder "bereit" dich auf ihn einzulassen. Was darf man noch mit dir machen? Ist das nicht Abhängigkeit?
    Ich habe mich öfter gefragt wem du versuchst etwas vorzumachen? Vielleicht am meisten dir selbst? Ich empfinde Schreiben und Handeln nicht stimmig. Mein Empfinden. Kann auch total falsch sein.
    Die letzte Zeit liest du dich gut. Meine Frage, wie wär es wenn er nicht um dich "buhlen" würde? Würde es dir dann auch gut gehen?
    Es ist auf eine Art ne sichere Sache. Die Verlustsangst die zuvor da war, brauchst du ja im Moment nicht zu haben. Wär sie wieder da wenn es anders wäre?
    Kann man in dieser kurzen Zeit gelernt haben nach sich selbst zu schauen und den Anderen sein Ding machen zu lassen? Ohne wieder als Co drauf einzusteigen?
    Du hast gerade geschrieben - du wartest ab ob es so bleibt wie es ist. Das heisst Vertrauen null. Verständlich. Aber ist das nicht die Voraussetzung überhaupt?? Und dann wirst du ein Lebenlang abwarten müssen. Wie wir ja alle wissen gibt es keine Garantie oder Sicherheit dafür, das es "immer" so bleiben wird. Dieser Teil gehört dazu. Für immer.
    Es stellt sich doch dann die Frage, kann ich mit der Person zusammen sein, ihr zu vertrauen und nicht in der Angst zu sein, wie lange hält er durch?
    Ich für mich stell mir mein Leben nicht in Angst vor.
    Ein was-wäre-wenn-Spiel. Was auch nicht fair dem Anderen gegenüber ist.
    Lässt man vielleicht nicht erstmal Zeit vergehen, damit jeder sich weiter entwickeln kann? Auch Veränderung und Ernsthaftigkeit zu beweisen?

    Ich möchte dich nicht angreifen oder daß du dich verletzt fühlen könntest und habe mir lange überlegt ob ich etwas dazu schreibe.

    Lieber Gruß

    Christin

    Liebe Wichtel,

    Es ist mein großes Problem, für mich ist die Beziehung nicht beendet – für ihn ja, offensichtlich. Obwohl er mir dieses nie sagte, auch ganz schön feige von ihm. So einfach und doch so schwierig.

    das mag jetzt vielleicht hart für dich klingen oder du vielleicht denkst, was willst en du, ABER magst es nicht so langsam akzeptieren? Es könnte ja nur besser werden, oder?
    Er hat eine andere Frau. Egal was für eine das jetzt auch immer ist.
    Wartest du darauf daß er sich trennt und zu dir zurück kommt? Und selbst wenn das IRGENDWANN passieren sollte/würde würdest du diese Beziehung weiter leben wollen?

    Ich wollte das alles nicht. Er ist geflüchtet, wortlos, nachdem er seine ganzen Vorwürfe auf mich abgeladen hatte. Nachdem ich Dinge getan habe, die ihn wohl in seinem Flucht-Entschluss bestärkt haben.

    Damit hat er sich doch ganz schön einfach gemacht. Du bist "schuld" schau wie damit klar kommst und er muss sich keinen Kopf darüber machen.
    Damit hat er doch erreicht was er vermutlich möchte. Du leidest. Du gibst dir die Schuld, wo du keine Schuld hast.
    Du machst dich selbst zum Opfer. Nur schau, du bist doch erwachsen und kannst für dich sorgen. Du musst dich nicht davon abhängig machen.

    Im Okt. 09 Ich habe ihm geschrieben, dass Sohn nicht das Hauptproblem sondern das er krank sei, Alkoholprobleme habe und ich nicht dabei sein würde, wenn er sich mit Alkohol zugrunde richte. Ich ihn lieben würde, er der Mann sei mit dem ich alt werden wollte. Keine Antwort.

    Magst du das WIRKLICH?? Alt werden mit jemandem mit dem es die letzten Jahre nicht mehr schön war? Und du darfst nicht vergessen, auch wenn es ein anderer Mensch vor Jahren war, so gehört dieser jetzige Teil auch zu ihm. Es gibt ihn nicht nur so oder so.
    Steht es dir nicht zu glücklich zu sein? Daß es dir gut gehen darf? Daß du eine Beziehung verdient hast, in der man Respekt, Achtung voreinander hat. In der man sich gegenseitig unterstützt?
    Mir ging es früher so, daß ich dacht - nein es darf dir doch nicht gut gehen wenn das jetzt so und so ist. Da muss man doch "leiden".

    Ich hatte Angst vor einem Gespräch mit ihm ohne Beisein eines Dritten, gleichzeitig hoffte ich, dass er mit mir spricht. Bin ihm aus dem Weg gegangen, völlig irrational. Das „Gespräch“ am 08.11. lief wie befürchtet, vorgefasste Meinung, Überhäufung Vorwürfe. Sieht Alkoholmissbrauch nicht. Spricht Sohn + Wichtel = Ärger = möchte ich nicht, Alkohol = diskutiere ich nicht = kein Problem. Er müsse sich jetzt auf den Job konzentrieren und Sohn beistehen (weil ich diesen ja psychisch „erlegt“ hatte). Ich könne mir jetzt meinen Traummann suchen.

    Und was willst du da tun? Es ist das typische Verhalten eines Suchtkranken. Da bringt kein Gespräch etwas.
    Wie wär denn die Vorstellung, daß vielleicht irgendwann wirklich ein Mann kommt?:-)

    Ich habe sämtliche Fehler gemacht, die man machen konnte. Aus Angst, Unsicherheit, Verzweifelung.

    Wichtel, ich schlag jetzt mal die Hände über dem Kopf zusammen. Du hast jedes Recht der Welt Fehler machen zu dürfen. Wobei ich glaube, daß du glaubst Fehler gemacht zu haben, die keine sind. Du bist ein Mensch. Und niemand von uns kann, wird jemals perfekt sein.
    Heißt Liebe nicht daß man den Anderen nimmt mit seinen Fehlern und Schwächen?? Ihn nicht verändern zu wollen? Da nehmen wir uns alle nichts.

    Nein du hast nicht falsch gelesen, es ist so. Die letzten drei Jahre waren nicht so nett. Ich habe mich zwar manchmal unsicher gefühlt, weil ich seine Veränderungen (die andere, allerdings auf einer anderen Basis, bemerkt hatten) spürte, hatte Angst mit ihm darüber zu sprechen.

    Soll so deine Zukunft aussehen?

    Hört sich vielleicht komisch an, aber mit dieser „Dame“ kann ich nichts anfangen. Auf so einem Niveau bewege ich mich nicht und so kenne ich ihn auch nicht, sonst wäre er nicht in meinem Leben gewesen, respektive schnell „entsorgt“ worden.

    Was ist es für ein Niveau wenn man sich beschimpfen lässt? Wenn man sich schlecht behandeln lässt? Wenn man Angst hat Dinge anzusprechen weil man den Verlust des Partner befürchtet?
    Du musst mit dieser Frau auch nichts anfangen können. Nur akzeptieren, daß es gerade die Frau an seiner Seite ist. Warum auch immer ;)

    Grüss dich ganz lieb...

    Underground

    Liebes Lionbaby, :)

    als erstes möchte ich dir sagen, daß du mit deinen 23 Jahren verdammt viel gemeistert hast. Womit Andere schon längst überfordert wären. Du hast mit 14 Jahren einen 31 jährigen Mann kennengelernt (find ich persönlich grenzwertig, aber darum geht es nicht :-)), hast Verantwortung für ihn und für drei Kinder übernommen. Respekt!
    Aber gleichzeitig denke ich mir - wo bist du dabei geblieben? Hast du deine Jugend gelebt? Konntest du dich überhaupt "entfalten", kennenlernen?
    Was das Wort Liebe angeht, habe ich auch meine Probleme damit und kann mich Paddy nur anschliessen.
    Es mag sein, daß Gefühle da sind - gelebt wird pure Abhängigkeit. Das hat nichts mit Liebe zu tun. Verwechseln wir aber gerne. Wir glauben, wenn wir sooo wegen einem Menschen leiden, wenn wir alles für jemand machen dann kann das nur die "große wahre Liebe" sein. Gerade das ist sie nicht.
    Wer hat das Recht dich körperlich anzugehen? Das ist Liebe?
    Wer hat das Recht dich fertig zu machen? Ist das Liebe?
    Wer hat das Recht die Verantwortung für sein eigenes Leben dir "aufzubürden"? Liebe??
    Ich nenn´s jetzt einfach mal - Unfähigkeit, Respektlosigkeit.
    Ich weiß daß man sich nur zu gern die Schuld gibt, wenn man Gewalt erfährt. Selbst wenn man provoziert und weiß, was das als Folge hat - der Andere hat immer noch die Möglichkeit anders zu handeln.
    Genauso mit dem Alkohol. Möchte er aufhören - wird er es tun.
    Wie du sicher schon gelesen hast, haben wir alle unendliche Gespräche, Diskussionen geführt, gut zugeredet, "geholfen", haben es auf tausend verschiedene Weisen probiert. Ich glaube die meisten, wenn nicht sogar Alle - OHNE Erfolg.
    Niemand von uns wird daran etwas ändern können. Nur die betroffene Person selbst und jeder von uns für sich.
    Schau dir mal an was du mit deinen 23 Jahren geleistet hast!! Wie gesagt mehr als andere die dir Jahre vorraus sind. Du kannst stolz auf dich sein und es zeigt wieviel Kraft und Willen du hast. Nur solltest du diese Kraft für dich nutzen und nicht in etwas investieren was zum "scheitern" verurteilt ist. Weil es du nicht ändern kannst.
    Dir steht alles offen und es wäre schade, wenn du es nicht nutzen würdest.

    Ganz lieber Gruß

    Underground

    Liebe Wichtel,

    du kannst mir glauben, daß ich dich nur all zu gut in deinen Gefühlen "verstehen" kann.
    Auch ich habe damals nichts anderes getan, als nur über diesen Menschen zu reden. In dem Moment fühlt man sich dem Anderen auch wieder ein Stück nahe. Und man redet es sich weiter schön.
    Aber all das bringt nichts. Und es tut dir nicht gut. Du bleibst weiter in deiner Abhängigkeit. Du nährst sie sozusagen. Ich wurde zu der Zeit auch medikamentös unterstützt. Um wieder etwas Antrieb zu bekommen.
    Du schreibst was in den letzten drei Jahren vorgefallen ist.
    Damit widersprechen sich die Aussagen, er tut dir gut und hat dich glücklich gemacht. Ausser ich hätte jetzt etwas falsch gelesen.
    Es gab eine Zeit in der es so war. Die letzten Jahre nicht mehr. Wie lange kann die gute Zeit, die Schlechte aufwiegen?
    Im Grunde ist es EINE Entscheidung. Für Dich oder für deinen Ex. Wenn du dir wirklich im Klaren bist, das die Beziehung beendet ist - für dich beendet - nicht weil es eine andere Frau gibt - fällt es glaube ich auch leichter sich wieder auf sich selbst zu konzentrieren.
    Alles Andere ist ein in der Luft hängen. Warten. Leiden.
    Liebe Wichtel, auch wenn es vielleicht im Moment schwer für dich zu verstehen ist - nur DU kannst es ändern. Und es gibt sicherlich noch paar Dinge im Leben die schön sind. :)
    Würde mich intressieren, es gibt doch bestimmt noch etwas was du schön findest, oder?!

    Sei lieb gegrüßt...

    Underground