Hallo und einen schönen Sontag, wünsche ich allen aktiven und passiven Teilnehmer`n hier im Forum, zu letzterem zähle ich mich auch, da ich die vergangenen Tage mehr gelesen habe, als hier zu posten.
...und das lesen allein, hat mir sehr geholfen, und mich jedesmal auch wieder in meinem Weg bestärkt.
Heute genau vor 4 Wochen habe ich mein letztes Bier getrunken, so ziemlich genau um 24 Uhr, woraufhin die meine letzte Flasche nahm und sie in mein Regal gestellt habe, und sie bis heute steht.
...und ich bin mega stolz auf mich, auch wenn es "Nur" 4 Wochen sind, aber in den 4 Wochen ist sehr viel bei mir passiert.Vor 4 Wochen war es für mich noch undenkbar gewesen, das ich hier heute vor meinem PC sitze, und diese Zeilen schreibe.
Ich hatte 1000 Fragen im Kopf, "Wie sieht mein Weg aus?", "Wie wird es mir nach Wochen/Monaten/Jahren gehen, ohne Alkohol?"(mein entschluß steht Felsenfest, mein leben ohne Alkohol zu leben)...
"Einfach nichts mehr trinken!"...dachte ich, aber das dazu noch vielviel mehr gehört, wurde mir die Tage/Wochen danach immer mehr klar, auch durch das lesen hier.
Es beginnt ein ganz neues leben, was vieles positives mit sich bringt, aber auch viele Hürden zu meistern gilt...wie alte Rituale und Gewohnheiten ablegen, Krisen anders lernen zu bewältigen, anwendungen von "Skill`s" wenn Gedanken an Alkohol in einem hoch kommen und noch vieles mehr.
Ich wollte euch auch heute Berichten, wie meine Trinkerkarriere aus gesehen hat, die sich wohl von so einigen nicht unterscheiden wird.
Und um mir auch mal vor Augen zu halten, wie krank mein Alkoholkonsum war, beginne ich von hinten.
Meinen so ziemlich tiefsten Punkt hatte ich letztes Jahr im Oktober, nach dem ich auf einer Entgiftungsstation wach geworden bin, und man mir gesagt hatte, das ich 3,7 Promille intus hatte, und somit einige dort überholt hätte.
Ich war damals der Meinung, das ich nur da war um aus zu nüchtern,
und gleich wieder gehen konnte.Daraus wurde nichts, sie hatten mich dann noch 3 Tage da behalten.
An diesen Tagen hatte sich in mir was geregt, ich habe nicht aufgehört zu trinken, aber ich habe es für mich stark reduziert, was nur zur folge hatte das ich wieder abgestürzt bin, und jedes mal auch mehr hochprozentiges dazu kam.Ich hatte mir eingebildet wenn ich jeden Tag nur 3-4 Bier trinke kann es so schlimm nicht sein.Klar war nur ein Versuch mir das schön zu reden, da für mich das so schwer fiel, mich ganz davon zu trennen, das kam erst einige Wochen später, wieder nach einem Absturz, nach dem mir klar war, was ich bin und wie mein weiterer Weg aus sehen muss.Ich habe dann noch genau eine Woche weiter getrunken bis zum 20. Februar 2011, und seit dem keinen Tropfen mehr!
Nach einigen Abstürzen letztes Jahr, hatte mich dann kurz vor Wheinnachten dazu durch gerungen, wenigstens die Bierflaschen aus meiner Wohnung zu enternen, und es waren knapp 400, gehortet in Einkaufstaschen, was aber nur ein Bruchteil von dem ist, was bis heute immer noch im Keller bunkert.Ich habe die so gut wie nie abgegeben, weil mir die Schlepperei keinen Sinn machte, und ich finanzell nicht auf das Pfandgeld angewiesen war/bin...dass schreibe ich ganz bewusst, hier ins Forum mehr oder weniger für mich, um mir das selbst mal vor Augen zu halten, wieviel ich die letzten Monate und jahre getrunken hatte
Okay genug für heute, die Arbeit ruft bald wieder.
a ich arme Socke darf schon heute wieder los.
LG Judecca!