Beiträge von Penta

    Hallo Frank,

    klare Worte von dir selbst sind wichtiger als der bloße SHG-Besuch oder der Gang zum Therapeuten.
    Du weißt genau, wo es lang geht.
    Vielleicht wird dein Umfeld dich anders wahrnehmen, wenn du anders bist. Diese Gefahr, aber auch Chance besteht durchaus.
    Mit meiner Gewöhnung an meine Trockenheit kam auch die an mich und an das, was andere schon mal von mir wahrnehmen.
    Ich habe mir abgewöhnt, gegen alles anzukämpfen, was da zum Vorschein kommt. Es war wesentlicher Bestandteil meiner Sucht, mich anders präsentieren zu wollen als ich bin und damit dafür sorgen zu wollen, irgendwo dazu zu gehören oder zu gefallen.
    Die Interpretationen der Anderen sind geblieben. Weggefallen ist für mich nur, dass ich immer wieder den aussichtslosen Versuch starte, zu ändern, was nicht zu ändern ist.
    Ja, weniger labern, sondern tun.
    Hast du Pläne für's Wochenende?

    Gruß Penta

    Hallo NNGNeo,

    ich halte nicht so viel von Rädern mit Motorunterstützung. Wenn ich mich nicht anstrengen möchte, würde ich mir wohl ein Mofa holen oder fahre gleich mit dem Auto.
    Für mich steht die Leistung zwar nie im Vordergrund, wenn ich fahre, freuen tu ich mich trotzdem über jeden Hügel, den ich wegen der wieder gewonnenen Fitness (allein!) geschafft habe.
    Ich denke, auch in NRW gibt es Strecken, die für den Anfänger oder mittelklassigen Tourenfahrer durchaus machbar sind.
    Auch bei kleinen Touren lege ich immer Pausen ein, zum Fotografieren, Essen und Trinken und zum In-die-Gegend-Schauen.
    Ich fahre ein ganz normales Trekkingrad.

    Gruß Penta

    Hallo Frank,

    willkommen zurück.
    Ich erinnere mich noch sehr gut an dich und wünsch dir, dass das Schreiben hier dir das bringt, was du für deine Trockenheit brauchen kannst.
    Wenn ich in der letzten Zeit etwas über "Quartalssäufer" hörte, dachte ich oft an den "Quartalssäufer" Frank aus dem Forum.
    Ich würde mich sehr für dich freuen, wenn deine jetzige Trinkpause zu einer echten Trockenheit mutiert. Alles Gute dir!

    Gruß Penta

    Hallo,

    eine Partnerschaft mit jemandem, der trinkt, würde für mich nicht funktionieren.
    Genauso wenig wie eine Partnerschaft, in der sich jemand ständig zurück nehmen muss mit irgendwas, was für mich nicht in Frage kommt und für andere vollkommen "normal" ist.
    Dabei ist es in diesem Fall nun mal der Alkoholkonsum. Aber es kann auch ganz andere Dinge des Alltags betreffen.
    Bei einer Partnerschaft kommt es für mich auf den größten gemeinsamen Nenner an. Den finde ich nicht bei Menschen, die vollkommen anders gelagerte Interessen als ich haben. Dazu gehören nun auch alle die, die in Zusammenhang mit Alkoholtrinken stehen.
    Ich würde aber nicht absolut ausschließen, eine Partnerschaft mit einem Alkoholiker, der trocken lebt, zu führen. Allerdings ist "trocken" oder die abstinente Lebensführung für mich inzwischen schon das wichtigste Kriterium.
    Meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass es sowohl abstinent lebende Nichtalkoholiker gibt als auch stabil trockene Alkoholiker.
    Bei ihnen finde ich mich schon in vielem wieder, was sie tun und was sie interessiert.

    Gruß Penta

    Hallo Hartmut,

    meine Alkoholfreiheit steht für mich an erster Stelle.
    Meine Situation heute ergab sich aus verschiedenen Entscheidungen, die ich für mich treffen wollte, um mein Leben wirklich alkfrei zu gestalten.
    Es war wirklich erst mal so was wie ein Experiment, wobei das Fernbleiben von Kneipen noch zu den kleineren "Übungen" zählte , weil ich früher schon selten in Kneipen unterwegs war.
    Als ich hier begann zu schreiben, schrieb mir jemand im Vorstellungsbereich, dass die Trockenheit tiefgreifende Änderungen in meinem Leben erfordert.
    Mir war vollkommen unklar, wie das aussehen konnte.
    Also begann ich einen nach dem anderen Punkt in meinem Alltag, der in irgendeiner Weise mit Alk zu tun hat, abzuprüfen und dann auch für mich zu ändern.
    Nicht an einer Stelle erlebte ich, dass nicht akzeptiert wurde, dass ich meine Alkfreiheit will, denn die Menschen, die nun auf mich verzichteten, weil ich fernblieb (z.B. bei Familienfeiern) oder weil ich Dienstleistungen nicht mehr erbringe (Fahrten meines Kindes zu Partys) waren teilweise die, die unter meiner Sucht litten.
    Inzwischen sind Familienfeiern ohne Alk möglich. Das ist etwas, was ich niemals für möglich gehalten hätte.
    Andererseits begegnete ich inzwischen Menschen, für die es schon viel länger als für mich vollkommen "normal" ist, eben auch ohne Alk feiern zu können. Meine neue Beziehung ist nicht nur für mich alkfrei.
    Ich erlebe nun ein Leben, das wegen seiner Veränderungen und "Errungenschaften" nicht mehr mit meinem Leben vergleichbar ist, das ich führte, als der Alkohol noch da war. Warum sollte ich mir gerade das nicht bewahren wollen?!
    Ich muss meine Alkfreiheit für mich nicht an die erste Stelle "zerren", damit Hintertüren geschlossen werden, sondern sie steht an erster Stelle und damit bleiben die Türen von allein zu.
    Auch diesen Satz hätte ich bei meiner "Ankunft" hier wahrscheinlich nicht verstanden.
    Den Aufwand, den das hier und da erfordert, nehme ich für mich gern in Kauf. Das, was ich bisher neu erleben durfte ist dabei meine Motivation.

    Gruß Penta

    Hallo Tine,

    aber wenn du schon nicht krank machen kannst, wie willst du das mit der stationären Therapie denn machen?
    Da fehlst du dann doch auch.
    Oder verstehe ich da was falsch? :?

    Gruß Penta

    Hallo Tine,

    Zitat

    Ich kann auch nicht krank machen


    wenn du schon nicht mal "krank" machen kannst, wie soll das denn während einer stationären Therapie laufen? Bisher liest sich sich deine Situation für mich sehr verworren und kompliziert. Allein um die Kinderbetreuung scheint es wohl eher nicht zu gehen.

    Gruß Penta

    Hallo Carmelita,

    ob ich mit derselben "Art" wie Maria dienen kann, da bin ich nich so sicher. :?
    Aber ich mag sie auch. :wink:

    Ich wollte nur mal hier lassen, dass es tatsächlich so war, dass ich mehr als zwei Jahre das Haus meiner Eltern nicht betrat.
    Saufgelage fanden dort nicht statt, aber es stand immer Alk auf dem Tisch, wenn Besuch da war.
    Inzwischen sind Treffen mit ihnen möglich, die vollkommen (für alle) alkfrei stattfinden. Also an dieser Stelle entspricht der Grundbaustein wirklich auch dem, was ich erlebe.
    Ich kann mich sehr gut an meine Anfangszeit erinnern, in der ich massiv anzweifelte, dass irgendwer unter Einhaltung der Grundbausteine zufrieden sein könnte. Bei mir resultierte es wohl wirklich daraus, dass ich jahrelang mit dem "Stoff" lebte, ähnlich wie Maria das beschreibt.
    Heute ist es ganz anders und ich will es echt nicht mehr zurück tauschen.

    Viel Erfolg dir!
    Penta

    Hallo Georg,

    unabhängig von den anderen Themen hier gerade:
    Da war keine Eigendynamik, jedenfalls nicht bei dem, was ich schrieb.
    Ich meine nicht explizit irgendwelche Saufkumpels. Ich hätte es wohl so geschrieben, wenn ich es so gemeint hätte. Hab ich aber nicht. Ich meine ganz allgemein Alkohol konsumierende Menschen, egal wieviel wer da trinkt und ich schrieb, dass nur du dein Risiko abwägst, niemand sonst.

    Gruß Penta

    Hallo Georg,

    ich kann den Tipp von mutig hier bei dir nicht so recht nachvollziehen, weil mir von Anfang an ein nicht eingegangenes Risiko wesentlich lieber ist als ein unberechenbares, was das Sitzen zwischen Alkohol konsumierenden Menschen ja nun mal ist. Egal, wieviel da wer trinkt.
    Es gibt das Suchtgedächtnis und wie und wann das "anspringt", läuft vollkommen außerhalb dessen ab, was mit irgendeiner Sitzordnung oder dem Vorhandensein von Fluchtwegen beeinflusst werden kann. Für das Suchtgedächtnis ist maßgeblich, was den Trigger auslösen kann und offene Alkoholflaschen direkt vor deiner Nase gehören für mich zu den wahrscheinlichsten Triggern für einen Alkoholiker.
    Es ist und bleibt immer deine eigene Risikoabwägung. Sich auf einen "Fluchtweg" zu verlassen, halte ich für etwas "blauäugig", denn er nützt am nächsten Tag beim Anspringen des Suchtgedächtnisses auch nicht mehr viel. Die eigentliche Triggersituation muss nicht zwangsläufig im direkten zeitlichen Zusammenhang mit dem Anspringen des Suchtgedächtnisses stehen.

    Gruß Penta

    Hallo Angie,

    schön, dass du nun wieder ruhiger bist.
    Meinen Notfallkoffer "packte" ich seinerzeit, als es mir einigermaßen gut ging. Ich wäre mitten in einer Krise nicht zum Sortieren in der Lage gewesen.
    Ich möchte dich nochmal daran erinnern. Für mich war er lange überlebenswichtig und eine echte Hilfe.
    Vielleicht gibt es Dinge, die dir heute einfallen, die du tun kannst, wenn es wieder los geht oder vielleicht fällt dir heute ein, wohin du könntest, wenn es zu Hause zu schwer wird?
    Vielleicht ist aber auch der erweiterte Forenzugang etwas für dich? Dort gibt es einen SOS-Button, den Chat oder die PNs.

    Egal, was du für dich wählst, ich wünsch dir alles Gute!
    Penta

    Guten Tag Uwe,

    Zitat

    Das liegt insbesondere daran, dass ich aktiv etwas dazu beitrage – und mir das Leben nicht einfach zustößt.


    das kann ich gut nachvollziehen und freu mich für dich.
    Ich wünsch dir viel Erfolg bei dem, was du nun planst.

    Gruß Penta

    Hallo Manfred,

    Zitat

    Glücklicherweise fällt es mir heute (früher) auf, und ich frage mich dann: Muss ich da jetzt die Kontrolle behalten oder kann ich „Es“ oder die „Anderen“ auch einfach mal so lassen?


    die Frage könntest du (wenn du wolltest) ja noch ergänzen um: "Kann ich MICH auch einfach mal so lassen?".

    Gruß Penta