Beiträge von Penta

    Hallo BC,

    ich denke nicht, dass Ab-Wertung ein gebräuchlicher Alltagsgegenstand ist, sondern eher die Wertung allgemein.
    Die ist ja nun mal auch in jedem drin.
    Das, wozu du Abwertung sagst, ist für mich vielleicht gar nichts und ganz normal. Für jemand anders ist es Gedankenlosigkeit und für noch jemand anders ist es ein Indiz für Aufmerksamkeit. Keine Ahnung.

    Mag sein, dass mir Abwertung in der Form, wie du sie erlebst, auch täglich begegnet. Ich nehme sie aber anders wahr.
    Das ist natürlich auch bei mir tagesformabhängig.

    Gruß Penta

    Hallo flower 40,

    Zitat

    wenn er trinken will,dann trinkt er.Da würde ihm auch kein Therapeut oder eine SHG bei helfen können.


    das ist bei mir genauso.
    Wenn ich trinken WILL, tue ich das. Da kann mir wirklich niemand helfen.
    Ich will es aber nicht und möchte wissen und erleben, wie es funktioniert, dass ich ohne Alk zufrieden leben kann und das kann ich nicht allein. Dazu brauche ich Hilfe.

    Ich suche mir schon aus, welche Hilfe für mich die richtige ist.
    Seitdem ich keinen Alk mehr trinke, habe ich die Erfahrung gemacht, dass für mich der Kontakt mit erfahrenen und vor allem konsequenten Trockenen der beste ist.
    Es tut mir gut, wenn ich mir eine Struktur schaffen und erhalten kann, die mir Stabilität gibt.
    Dazu gehört für mich zwingend der Kontakt zu Betroffenen, die wissen, wovon ich rede oder welche Probleme ich jetzt haben könnte.
    Ich weiß nicht, ob "man" es allein schaffen kann. Ich weiß nur, dass ich es nicht allein geschafft hätte und auch weiterhin nicht allein schaffe.

    Gruß Penta

    Hallo Wolfgang,

    Zitat

    Das Trinken ist für mich keine Lösung, es hilft für den Moment. Wenn der Rausch vorbei ist sind die Probleme immer noch da und dazu größer.


    Lösen deine Selbstverletzungen deine Probleme?

    Zitat

    Meine Obtion ist, leben oder aus dem Leben gehen und dann mit klaren Kopf.


    Was "aus dem Leben gehen" ist, ist mir klar.
    Was bedeutet für dich "Leben"?

    Gruß Penta

    Hallo,

    Zitat

    wollt damit auch nur sagen , in welche wirklich unverhoffte, situationen man kommen kann


    Danke für diese Schilderung, zeigt sie doch wirklich in welche Situationen man kommen kann, wenn man immer wieder rumeiert.
    Ich hab keine Lust auf tausend Mal "Nein danke.", deshalb sag ich gleich ziemlich deutlich, was los ist. Und das führte dazu, dass ziemlich viele Leute über mich Bescheid wissen.
    Sie erzählen es nämlich auch gern ihren Nachbarn oder Kollegen. :wink:
    Und das finde ich in diesem Fall gar nicht mal so schlimm, denn dann kommt von denen wenigstens auch niemand auf die Idee, mir ne Flasche anzubieten.

    Penta

    Hallo mami,

    nein, du hast dich nicht falsch ausgedrückt und um Schuld oder Entschuldigungen geht es gar nicht.
    Ich meine nur, dass du und auch ich immer die Entscheidungen für das treffen, was wir tun oder eben nicht. Niemand anders.
    Mehr wollte ich gar nicht sagen.
    Zugegeben, ich bin manchmal etwas pingelig. :oops:

    Ich freu mich sehr für dich, dass du dein Kind jetzt klar aufwachsen sehen kannst, wenn du für dich am Ball bleibst.

    LG Penta

    Hallo mami,

    auch ich bin Mutter und trinke keinen Alkohol mehr. Außerdem habe ich eine gefühlte Ewigkeit Depressionen. Bei mir dauerte es wohl etwas länger, bis ich erkannte, dass es so mit mir nicht weiter geht.

    Zitat von mami09

    Ich denke ich bin auch durch Depressionen da hinein gerutscht.


    Die Worte hinein gerutscht finde ich im Zusammenhang mit dem Konsum von Alkohol eher unpassend, auch für Alkoholiker.
    Auch eine Depression "rechtfertigt" für mich heute nicht das Saufen.

    In die Abhängigkeit habe zumindest ich mich ganz bewusst gesoffen. Nicht mit dem Vorsatz, doch endlich abhängig zu werden, aber immer mit dem Gedanken, mir eine gewisse Erleichterung oder was auch immer durch den Alkohol zu verschaffen, obwohl ich wusste, dass man abhängig von dem Zeug werden kann.

    Ich bin da in nix "reingerutscht". Gesoffen hab ich schon immer fleißig selbst und irgendwann kam der Kontrollverlust. Da ging nicht mehr viel anders.
    Im Übrigen bin ich auch nicht aus dem regelmäßigen Konsum von Alkohol "rausgerutscht". :wink: Auch das war ich selbst.
    Das tut mir und meinen Kindern ziemlich gut. Alles Gute Dir weiterhin!

    LG Penta

    Hallo allerseits,

    ich ging mit dieser Sache ziemlich schnell relativ offen um.
    Für mich war es sehr schwer, den Fakt, was ich bin und was ich will, überhaupt klar zu kriegen.
    Es irgendwo zu sagen, is für mich nochmal ne andere Hausnummer, als es einfach nur zu wissen. Das kann ich ziemlich gut verstehen. Für mich war klar, dass ich es auch sagen kann, als ich für mich wusste, dass ich es sehr ernst meine.

    Wäre ich mir nicht klar darüber gewesen, hätten mich wohl Ablehnungen oder Unverständnis in meiner Umgebung sehr belastet und vielleicht sogar negativ beeinflusst.
    Ich denke, hier hat jeder sein Tempo. Aber an diesem Punkt führt halt kein Weg vorbei, wenn jemand ernsthaft abstinent leben möchte. Irgendwann will es einfach raus, weil dann die Abstinenz das Wichtigste wird. So war es zumindest bei mir.

    LG Penta

    Hallo Höckertier,

    Zitat von D.Romedar

    Hier im Dorf wissen beispielsweise alle, dass wir ein Lesbenpärchen sind und die Kinder meiner Freundin NICHT von mir sind.
    Ich hätte kein Problem damit zuzugeben, wenn meine Eltern Geschwister wären oder ich Kennedy erschossen hätte...

    :shock::lol:

    So normal, wie der Fakt mit der Herkunft eurer Kindern für dich ist :wink: , wird auch der Fakt mit der Nichtsauferei irgendwann mal sein. Zumindest ist das bei mir so. Allerdings hätte ICH schon ein Problem damit, wenn ICH Kennedy erschossen hätte... Weißt du eigentlich, wann das war???  :shock:

    Ok, jetzt mal ernsthaft. :oops:
    Lass dir und ihnen doch Zeit! Wenn du weißt, was für dich richtig und gut is, reicht das doch vollkommen aus. Finde ich.

    LG Penta

    Hallo neuesLeben,

    Zitat von neuesLeben2011


    In diesem Sinne werde ich jetzt gleich mal einkaufen fahren (Limo, Wasser, Tee...) und versuche trotz Schmerzen das Wochenende und damit auch meinen Urlaub positiv zu beginnen.


    in diesem Sinne wäre ein Arztbesuch der vernünftigste Weg.
    Wenn du im Entzug bist, besteht eine echte Gefahr. Da hilft unter Umständen keine Limo.

    LG Penta

    Hallo Lori,

    Zitat von Lori

    wer verletzbar ist und es auch zeigt wird gemieden und abgelehnt.


    das denkst nur du.
    Ich meide meistens Menschen, die mir ein Bild des "perfekten" Menschen liefern wollen. Das ist nicht die Realität.
    Mir sind Menschen sehr sympathisch, die mir ihre Verletzlichkeit zeigen können. Das ist für mich ein Zeichen von wirklicher Größe.
    Menschen, die zu ihren Schwächen stehen, können meine Schwächen eventuell auch tolerieren. So sehe ich das zumindest.

    LG Penta

    Hallo Lori,

    Kopfkino kenne ich sehr gut.
    Warum schreibst du hier nicht einfach drauf los?! So wie die Gedanken kommen, kannst du sie hier lassen. Und wenn sie nicht jeder versteht, umso besser, dann bleibt's wenigstens anonym.
    Du präsentierst dir gleich eine einfache Lösung: Ich kann nicht mehr = ???
    Fang doch mal beim Problem an!

    Warum musst du etwas vorspielen? Das verstehe ich nicht. Rede über das, was tatsächlich da ist. Du musst niemanden schonen!
    Wer nimmt dir heute am Samstagnachmittag und morgen am Sonntag dein Geld??? Passiert da etwas?
    Bei uns haben alle Banken und andere Läden geschlossen. Sonntags kommt keine Post. Deine Geldsorgen können also auch Feierabend haben!
    Und während sie im verdienten Frei sind, kannst, darfst, MUSST du für dich sorgen!
    Dreh ne Runde um den Block oder setz dich irgendwo auf ne Wiese und warte bis die Sonne untergeht. Das kostet keinen einzigen Cent und kann Erleichterung bringen.

    LG Penta

    Hallo AN1,

    Zitat von AN1


    solange er auf diese baustelle arbeitet, kommt er davon nie weg !


    selbst wenn er dort nicht mehr arbeitet, muss er nicht zwangsläufig davon wegkommen.
    Nicht die Baustelle hält ihn am Saufen und auch nicht du, sondern nur er.
    ER säuft und ER kann damit aufhören. Und wenn ER das nicht will, wird er das nicht tun. Ist dir das bewusst?

    Ich hab dich gestern auch an anderer Stelle gelesen und mir kam schon da die Frage, weshalb du hier bist. Geht es um dich?

    LG Penta

    Hallo neuesLeben,

    vielleicht wird es etwas einfacher, wenn du es ähnlich wie das Nichttrinken für die nächsten 24 Stunden betrachtest.
    Ich war heute gleich nach der Arbeit mit dem Rad unterwegs.
    Das ist ganz konkret was ganz anderes, als das, was ich nass immer getan habe.
    Was tust du heute? Das macht die Änderungen vielleicht etwas machbarer.
    Was ich morgen tu, weiß ich noch nicht. Das sehe ich dann.

    Schönen Abend dir!
    Penta

    Hallo neuesLeben,

    ich hab ja nicht ohne Grund gefragt. Da hängt dann der Zettel mit den Grundbausteinen an deinem Kühlschrank und du kannst sie eventuell irgendwann auswendig.
    Aber:
    Was tust du ganz KONKRET?
    Wann beginnst du ganz konkret mit dem Tun?
    Wo hast du es schon getan? Wo musst du gegebenenfalls nachsteuern?
    Wie kannst du nachsteuern?
    Was tust du jetzt anders als sonst immer früher?
    Mir hilft es immer, wenn ich die großen Sachen etwas auseinander pflücke. Ich will ja etwas ändern. Dazu muss ich aber wissen, was es genau ist. Weißt du das für dich?

    LG Penta

    Hallo Lori,

    na ich war nicht in einer Tagesklinik. Aber die, die in "meiner" Klinik waren, waren nicht verrückter als ich. :lol:
    Liebe Lori, so normal wie du und ich sind die Leute dort auch.
    Mach dir da mal keinen Kopp!
    Den einen erwischt es halt etwas mehr, den anderen weniger und sowieso ist ja jeder an einer anderen Stelle gerade.
    Du hast doch deinen Alkoholismus für dich akzeptiert. Das geschieht jetzt langsam auch mit der Depression.

    Bei mir war ein Tagesablauf meistens so, dass morgens eine Gesprächsrunde unserer Gruppe stattfand, danach irgendwelche Therapieangebote (Ergotherapie, Musiktherapie, Basteln oder sowas), Mittag, kleine Ruhe und dann wieder irgendwelche Angebote (Einzelgespräche, spezielle Gruppen, Sport). Alles Dinge, die guttun.
    Zunächst fand ich das alles gar nicht so dolle, aber das wurde von Woche zu Woche besser.
    Und Angst haben wohl erst mal alle, die dorthin kommen.
    Aber was soll dir passieren? Was könnte passieren? Wovor hast du Angst?

    LG Penta

    .. du kannst dich aber auch über die Angebote der Kliniken informieren. Im Internet oder telefonisch.
    Ruf doch einfach mal dort an und frage nach den Angeboten für Alkoholiker.
    Würde ich ja mal machen. Da kannst du Infos aus erster Hand bekommen.

    Penta

    Hallo Lori,

    ich war zweimal wegen Depressionen in Kliniken und habe bei bei beiden Malen "trockene" Alkoholiker getroffen.
    Für mich ist es so, dass alles, was meiner Depression hilft, auch meiner Abstinenz hilft.
    Wenn es mir gutgeht, fällt es mir wesentlich leichter, abstinent zu bleiben.
    Alles, was dir hilft, ist doch gut. Oder nicht?

    LG Penta