Moin.
Ich danke euch sehr.
Nein, mein Thema hat hier niemand verfehlt.
Ok, mit den Prozenten von Antigone kann ich jetzt nicht so viel anfangen, denn was hier mit welchen Prozentanteilen der User passiert, kann und will ich hier nicht erforschen.
Trotzdem danke ich für ALLE Antworten. Ich freue mich, wenn ich welche bekomme, denn diese Frage ist MIR für MICH wichtig.
Ich möchte jetzt hier auch nicht weiter ausführen, warum ich hier frage und welche Bedeutung die Beantwortung durch andere Leute hier für mich hat, tut mir leid HansHa. Nur so viel: Wenn ich keine Antworten haben wollte, wäre ich nicht hier.
Meine Kapitulation bedeutet für mich, dass ich gerade im Zusammenhang mit dem Alkohol keine Kämpfe mehr führen will. Jeder Kampf bedeutet für mich einen immensen Energieaufwand.
Es ist für mich so, dass ich weiß, dass ich die Energie einfach nicht habe, mich in Kämpfe zu begeben, deren Ausgang für mich ungewiss ist. Es ist mir egal, ob ich gegen den Alkohol gewinne oder verliere. Es ist mir nicht wichtig.
In der Vergangenheit habe ich versucht zu kämpfen. Immer habe ich verloren.
Immer wieder war Alkohol für mich das Mittel dafür, mich zu beruhigen oder mich zu unterhalten oder mich glücklich zu machen. Immer wieder habe ich am Ende doch zum Glas gegriffen, wenn ich schwach war. Ich suchte dort Halt. Und immer wieder habe ich schwach dagegen angekämpft, schwach zu sein und wurde auch immer wieder immer noch schwächer.
Wenn ich jetzt meine Schwäche annehmen kann, kann ich von dem, was mir Halt und Verderben brachte, gehen.
Der Problemlöser wird als solches uninteressant. Ja, und das geht nicht von heute auf morgen und ist auch nicht leicht und dieser Prozess ist bei mir alles andere als abgeschlossen. Ich bin da am Anfang.
Vielleicht kam ich darauf, weil ich hier das Gefühl hatte, dass die Risikominimierung häufig als so konsequentes Verhalten rüberkommt.
Für mich ist sie lediglich eine Folge eben dieser Kapitulation. Konsequent bin ich für mich höchstens dann, wenn ich eine andere Lösung als die, die sonst der Standard für mich war, suche und andere Wege dann auch gehe. Oder es zumindest versuche.
Konsequent war ich für mich wenn, dann schon lange bevor ich nicht in eine Kneipe gehe oder mich mit Leuten zusammensetze, die trinken.
Die Situation selbst mit meiner Reaktion und meinem Verhalten ist für mich jetzt kein Ausdruck von Konsequenz, denn sie spiegelt lediglich das wider, was mir wichtig und was mein Bedürfnis ist.
Für mich ist es heute kein Ausdruck meiner Stärke oder sowas, wenn ich mich nicht mit Leuten umgebe, die keinen Alkohol konsumieren.
Für mich ist es einfach so, dass ich sehe, dass ich ohne Alkohol aktiv leben kann und Menschen, die keinen Alkohol in meiner Gegenwart konsumieren, mir einen Kampf ersparen. Weglaufen ist das für mich nicht. Denn ohne diese „Kämpfe“ habe ich Zeit und Energie für viele andere und schöne Dinge. Sie sind mir wichtiger als Kämpfe.
Wenn im Supermarkt die Wahl zwischen Wasser mit und ohne Sprutz konsequent ist, bin ich es wohl dann jetzt. Ich nehme gern Wasser ohne. Aber wie gesagt, sehe ich meine Konsequenz nicht in dieser Wahl selbst, sondern weiter vorne. Oder so.
Ich bin dabei zu kapitulieren. Das ist ein Prozess, der wohl immer mal wieder intensiver abläuft oder auch mal etwas ruhiger ist. Je nach Situation oder meiner Tagesform.
Möglicherweise kapituliere ich konsequent. Na, die Frage wird mich noch ne Weile beschäftigen.
Ich kann für mich nur schwer annehmen, dass ich konsequent bin. Das hängt jedoch mit Dingen zusammen, die ich erlebt habe oder teilweise noch mit mir erlebe.
Ich wundere mich über mich selbst, dass ich in dieser Sache so bin, wie ich bin.
Zielstrebigkeit und Disziplin sind keine Dinge, die mich ausmachen. Aber womöglich versuche ich ehrlich zu sein und gehe offenbar auch nicht so sehr zimperlich mit mir um. Vielleicht ist das, was sonst eher zu meiner Zerstörung beigetragen hat, jetzt ein Werkzeug für mich. Keine Ahnung.
Ich danke euch und bin da noch nicht fertig, befürchte ich...
LG Penta