Beiträge von Penta

    Hallo Christian,

    Zitat von Christian W.


    Und ich bezeichne den Umgang mit meinen Bekannten/ Freunden nicht als "Alk- Umfeld",egal wo wir uns aufhalten. Das sind keine Alkoholiker.


    wäre es schlimm, wenn sie welche wären?
    Dann wäre es möglicherweise ein "Alk-Umfeld" für dich?

    Für mich bedeutet Alk-Umfeld, dass Alkohol präsent ist. Egal wieviel und in welcher Form.

    Im Übrigen bezeichne ich mich nicht als militant (Ich hab aber auch kein Problem damit, wenn das jemand tun würde.), sondern eher als ziemlich radikal.
    Mein "Radikalismus" hat mir bis jetzt geholfen, mein Leben so umzugestalten, dass ich es wieder lebenswert finde.

    LG Penta

    Hallo Christian,

    dann frage ich mich, warum du offenbar dein Suchtgedächtnis völlig ignorierst.
    Hast du davon schon gehört?

    Ich bin sehr tolerant. Wirklich.
    Nur wenn es um mich geht, bin ich bei einigen Dingen ziemlich empfindlich. Für mich hat es nichts mit Toleranz zu tun, wenn ich mich in einem Alk-Umfeld aufhalte. Es ist für mich einfach nur gefährlich, weil ich mein Suchtgedächtnis nicht steuern kann.

    Übrigens hat mich das Ende meiner Sauferei gerade aus meinem Schneckenhaus herausgebracht. In dem war ich solange ich gesoffen habe. Da hab ich keine anderen Meinungen aufnehmen können und war wirklich intolerant, denn mir war nur mein Saufen wichtig.

    LG Penta

    Hallo Christian,

    in einem anderen Thema schriebst du das:

    Zitat von Christian W.


    unter Hardcore- Trinkern verstehe ich die Menschen, zu denen ich auch gehöre, die kein normales Trinkverhalten mehr an den Tag legen können und wo klar ist das sich eine Sucht bereits abzeichnet .


    Bist du Alkoholiker?

    LG Penta

    Hallo Christian, sorry Poster,

    du musst ja auch nichts sagen.
    Gar nichts.
    Was du sagst und was du tust, ist einzig deine Sache. Und das ist das, was ich für den individuellen Weg halte. Konsequenz soweit, wie jeder mag. Das hat allerdings dann auch ein Risiko zur Folge, dessen ich mir bewusst sein muss.
    Is ja nicht schlimm, wenn du über die Straße rennst. Mir ist das wurscht. Jedoch kannste auch Pech haben...

    Ich bin auch individuell und laufe keiner Meinung oder irgendeinem Dogma hinterher, aber letztlich kam ich für mich (!) auf die Grundbausteine und vielleicht sogar noch viel mehr auf die Risikominimierung.
    Mir sind die Risiken zu hoch, als dass ich leichtsinnig werden will. Ich hab jahrelang rumgeeiert und will es eben heute nich mehr.

    Übrigens brauchst du die Trinker nicht in Hardcore oder nicht einteilen. Nimm doch einfach die Einteilung Alkoholiker und Nichtalkoholiker. Wat anderes sehe ich da nich.

    LG Penta

    Hallo Poster und Christian W.,

    also ich lebe.
    Seit Januar ohne Alk und ohne Freunde, die Alk konsumieren, egal wieviel. Auch ohne, in die Kneipe zu gehen. Ich habe es tatsächlich geschafft, bis heute so zu überleben... :roll:

    Was ist denn bitteschön ein Hardcore-Trinker???
    Ich finde jemanden, der eine Feier nicht ohne Alk bestreiten will oder kann, ziemlich hardcore.

    Jeder geht seinen Weg. Das ist vollkommen richtig.
    Nur gehe ich gern den, der für mich am sichersten ist.
    Ich renne ja auch nicht über die Straße, wenn dort gerade hunderte Autos mit 80 Klamotten an mir vorbei rauschen.
    Macht ihr das?
    Das wäre doch dann auch ein individueller Weg und ihr müsstet nicht das tun, was andere eben tun - warten bis die Ampel grün ist.

    LG Penta

    Hallo Bernsteinauge,

    Glückwunsch! 2 Stunden Trockenheitsarbeit. Ist doch was.
    Ich geh nur schnell mal auf deine Antwort an mich ein.
    Nichts liegt mir ferner als die Welt zu retten.

    Jeder hat eine Verantwortung dem Umfeld gegenüber. Du kannst nicht nur deine Verantwortung gegenüber deiner Familie sehen. Und du siehst sie auch nicht nur. Denn ich gehe mal davon aus, dass du in der freien Wildbahn schon einem verunfallten Opfer helfen würdest. So schätze ich dich zumindest ein.

    Auch würdest du sicher vor einem deiner Enkel, wenn du welche hast, keinen Joint rauchen. Mal als extrem überspitztes Beispiel. :roll:
    Also bitte, komm hier nicht mit ich geh meinen Weg, rede ja nur von mir und alles andere kümmert mich nicht!

    Wenn hier alle so denken würden, wäre Selbsthilfe ja wohl totaler Blödsinn. Ich halte den Spruch, dass hier jeder nur für sich da ist, sowieso für falsch. Wenn jeder nur für sich schreiben würde, bräuchte es niemand ins Netz stellen, also geht ja wohl jeder, der hier schreibt, davon aus, dass er auch gelesen wird.

    Hier ist ein Ort, den du auch aufgesucht hast, weil du bestimmte Erwartungen hattest. Das tun andere auch. Mit ihren Erwartungen.
    Ich sag nicht, dass du etwas nicht schreiben sollst oder etwas nicht tun solltest. Das ist mir echt wurscht.
    Nur denke ich wirklich an meine ersten Tage hier und da hätten mich manche Posts extrem verunsichert, auch welche von dir.

    LG Penta

    Hallo Bernsteinauge,

    spätestens dann, wenn du erlebst, wie sich jemand aus deinem nahen Umfeld zu Tode gesoffen hat, wirst du diese Dinge etwas anders sehen.
    Hoffentlich bist du es nicht.

    Ob jemand hier lacht oder zwinkert, ist für deine Sucht unerheblich, auch ob jemand offenbar nicht in der Lage ist, Rotkohl ohne Alk zuzubereiten und nach über einem Jahr Abstinenz das erste Mal diese Frage stellt. :roll:

    Ein Bekannter von mir erhängte sich, weil ihn die Sucht nach einem Rückfall wieder hatte.
    Tja, der lacht und zwinkert wohl nicht mehr...

    Aber wenn jemand lesen kann und das dann auch mal tut, kann er solche Geschichten hier auch finden und auf sich wirken lassen.

    Schönen warmen Tag euch noch!

    Guten Tag Preha,

    ich kann diesen Thread nicht ernst nehmen.

    Dieser Beitrag ist für mich Sarkasmus pur.
    Du gehst weder auf die Frage ein, warum du hier bist, noch darauf, ob du nüchtern warst, als du hier schriebst gestern.
    Ich habe das Gefühl, dass du eine Plattform zum Unterhalten suchst.

    Den Tipp, alles zu verschweigen, was vielleicht Diskussionen hier bringen könnte, setzt du offenbar um.
    Ich bin hier wegen meiner Alkoholsucht und nicht wegen Gelee im Rotkohl. Das sind für mich lediglich Randthemen.

    Hallo Felicitas,

    warum bist du hier?

    Penta

    Hallo gavris,

    Zitat von gavris


    Hm.....und wenn sie das bewußt macht. Wartet sie vielleicht darauf, dass ich mir endlich mal aktiv soviel Hilfe hole, wie ich benötige?


    Möglich. Frag sie doch!

    Dies hier ist ja auch "nur" eine SHG (Selbsthilfegruppe). Hilfe zur Selbsthilfe. Das heißt, dass an dem eigenen Erkennen und dann vielleicht Tun kein Weg vorbei führt.
    Fast so sehe ich meine Therapie übrigens auch. Ich lerne mich kennen und sehe dann besser, was ICH tun kann, damit es mir besser geht.

    Übrigens hab ich ja mein erstes Ziel heute verpasst. Das zweite war eine Zeit, zu der ich Feierabend machen wollte. Das hab ich erreicht. 8)

    LG Penta :wink:

    Hallo ihr,

    Zitat von purzelbaum


    ach ja und alles schritt für schritt - es geht natürlich nichts von heute auf morgen!!!

    das halte ich für das Wichtigste.

    Und die Schritte dürfen ruhig ganz klein sein, sonst wird ein Ziel schnell mal ein riesiger Berg, vor dem ich Angst bekomme. :wink:

    LG Penta, die natürlich nicht zur gewünschten Zeit auf Arbeit war... :oops:

    Hallo gavris,

    vielleicht sind ja nicht die großen Ziele im Moment die Lösung für dich.
    Kannst du sie nicht kleiner machen? Jedes kleine erreichte Ziel gibt mir ein gutes Gefühl.
    Heute ist eins meiner Ziele, zu einer bestimmten Zeit meine Arbeit erreicht zu haben. Ich trödle morgens gern mal rum... :roll::oops:

    LG Penta

    Hallo hoppegarten,

    meine Meinung ist vollkommen unwichtig, wenn es um deine Sucht geht.
    Genauso ist deine Meinung unwichtig, wenn es um meine Kapitulation geht.
    Wie wir hier etwas hindrehen, ist für mich vollkommen unerheblich.
    Fakt ist, dass ich diese Kampfdefinition nicht brauche und auch nicht will. Das ist mir zu anstrengend.
    Wenn ich mich für etwas schäme, will ich es im Nachhinein ändern, was ja nicht geht. Loslassen ist für mich eine Form der Kapitulation.

    Mir ist es wurscht, ob andere Posts hier "gefährlicher" sind. Hier ging es mir jetzt um dieses Thema: Schamgefühl.

    LG Penta

    Hallo allerseits,

    ich wundere mich hier ziemlich oft über allgemeine Thesen, die immer wieder mal so in den Raum geworfen und als gegeben hingestellt werden, obwohl sie wohl jeder Grundlage entbehren.

    Zitat von hoppegarten

    Ob andere Menschen deine Krankheit verstehen, was Nicht-Alkoholiker auch niemals können, kann dir doch am Ar... vorbeigehen, oder?


    Sicher ist es sinnvoll, seine Sache zu machen, ohne jemandem etwas recht machen zu wollen.
    Nur, wer sagt, dass Nichtalkoholiker die Alk-Krankheit niemals verstehen können?
    Da könnte ich dann ja mal pauschal behaupten, dass Alkoholiker sie verstehen. :?
    Dem steht dann schon der folgende Satz konträr gegenüber:

    Zitat von hoppegarten

    Auch schämen solltest du dich nicht, sondern stolz sein, dass du deine Krankheit, im Gegensatz zu vielen anderen nassen Alkis, erkannt hast und diese bekämpfen möchtest.


    Diesen Kampf hab ich jahrelang geführt und immer wieder verloren. Solange ich diesen Kampf für mich als Lösung meines Suchtproblems sah, hatte ich noch gar nichts von meiner Alkoholkrankheit verstanden.
    Erst als ich hier so langsam kapierte, was Kapitulation bedeutet, ergaben sich für mich Wege aus der Abhängigkeit, die mein Leben lebenswert machen können. Natürlich nur, wenn ich mich reflektiere und bei mir bleibe. Da bin ich noch ziemlich am Anfang.
    Daraus ergibt sich für mich dann, dass Schamgefühl zwar da, meine Aufgabe heute aber eine ganz andere ist, als die, in der Vergangenheit zu wühlen und Dinge zu wichtig zu nehmen, die ich heute nicht mehr ändern kann.

    LG Penta