Hallo Kaleu,
in der Zeit, in der ich jetzt nicht mehr trinke, habe ich einige Verabredungen abgesagt oder gar nicht erst zugesagt, bei denen es Alkohol geben sollte. Und ich tu das meistens mit der Begründung, dass ich keinen Alkohol trinke. Oft ergaben sich Gelegenheiten, diese Menschen zu treffen, ohne dass Alk im Spiel war.
Ein Freund meldet sich seit einigen Monaten nicht mehr bei mir, weil ich ihm sagte, dass wir nur Kontakt haben können, wenn er nüchtern ist.
Er weiß, dass es in meiner Wohnung keinen Alk gibt. Er fragte mal, ob er sich sein Zeug mitbringen dürfe. Darf er, aber dann muss auch er draußen bleiben. Er kam nie wieder zu Besuch. Ich vermisse ihn nicht. Denn sein Alk-Konsum war ihm offenbar wichtiger als ich.
Wenn es deinen Leuten so leicht fällt, keinen Alk mitzubringen, was macht es dann so schwer für dich, das auch offen festzulegen?
Es ändert sich doch an dem Zustand von jetzt nichts. Oder?
Mir ist wichtig, dass einige Sachen klar sind. Ich möchte nicht riskieren, dass ich doch irgendwann mal über sowas diskutieren muss. Es ist allen Beteiligten klar, dass bei mir kein Alkohol getrunken wird und ich auch nicht an Dates teilnehme, bei denen meine Leute Alkohol trinken.
Ich sage meinen Leuten nicht ständig, dass sie nicht trinken dürfen, wenn ich dabei bin. Sie wissen, dass ich mir die Option frei halte zu gehen oder gar nicht erst bei solchen Terminen aufzutauchen. Mich gibt es halt nur, wenn es auch keinen Alk gibt. Darüber brauch ich nicht mehr diskutieren. Das finde ich sehr angenehm.
Was hindert dich wirklich, dich zu positionieren? Du hast ja keinen Besuch, der Alk mitbringt, du vermeidest es lediglich, dich zu positionieren. So hört es sich zumindest für mich an.
Deine Trockenheit oder Abstinenz ist dir ja wohl wichtig, nur warum ist sie an dieser Stelle nicht so wichtig? Was wird da wichtiger, denn die "Gefahr" scheint dir ja bewusst zu sein, sonst würdest du nicht an anderen Stellen so konsequent sein?
LG Penta