Beiträge von Penta

    Hallo Flor,

    ob es falsch oder richtig ist, an dieser Stelle über so etwas zu diskutieren, ist doch für deinen Weg oder deine Gesundheit nicht von Bedeutung.
    Wichtig ist doch, wo du landest wenn du etwas tust oder nicht, oder?
    Du kannst ja das Diskutieren hier lassen, unseretwegen.
    Und in zwei Wochen bist du möglicherweise wieder dort, wo du gerade vor einiger Zeit warst, weil es wieder nicht geklappt hat.
    Da bekommt die Umschreibung normal wieder eine ganz andere Bedeutung.
    Für mich ist es vollkommen normal, nicht zu trinken. Da bin ich lieber so normal, als dass ich voll in der Ecke rumhänge und nix auf die Reihe bekomme. Dass das unnnormal ist, darüber sind wir uns doch einig, oder? :wink:

    LG Penta

    Hallo Pelagia,

    ich freu mich für dich, dass es so gut läuft.
    Antworten kann ich dir auch nicht geben. Ich meide alle Orte mit Alk, weil ich mir nicht so sicher bin.
    Aber wenn ich zufällig in die Nähe von Bier komme, merke ich, dass es anders ist als bei Likör oder Schnaps. Ich habe Bier getrunken.

    Ich wünsch dir auch ne schöne Woche.

    LG Penta

    Hallo Change,
    ich bin seit fast acht Monaten ohne Alkohol unterwegs.
    In den ersten Tagen war ich ziemlich oft draußen. Entweder ging ich spazieren oder ich bewegte mich irgendwie anders draußen. Seinerzeit schneite es ziemlich stark und ich habe Schnee geschippt. Heute fahre ich sehr oft mit dem Rad. Für mich wäre es nicht die beste Lösung gewesen, in der Hütte zu sitzen. So hätte ich es nie bis hier geschafft.

    Was ist aus deinen Plänen für die Zeit nach der Klinik geworden? Hast du dich bei einer realen SHG gemeldet? Oder warst du nochmal bei deinem Arzt? Ich meine sowas gelesen zu haben hier.
    Wenn es mir schlecht ging oder auch mal einfach so, habe ich hier geschrieben was das Zeug hielt. Warum tust du das denn nicht, wenn die Woche die Hölle ist? Dein letzter Eintrag war jetzt schon ziemlich lange her.
    Also ich gehöre nicht zu den alten Hasen hier, aber ich weiß, dass ich mich bewegen muss, wenn ich trocken bleiben oder werden will.

    Ich schreibe im geschützten Bereich, weil ich den Austausch dort intensiver finde. Allerdings muss ich schon schreiben, wenn ich was will oder es mir schlecht geht. Das ist dort nicht anders als hier. :wink:

    LG penta

    Hallo,

    Zitat von kaiserstuhl

    der eine kann das,sich im trinkenden umfeld auf halten
    wiederum andere wieder nicht.

    können tut das wohl fast jeder, wenn er sich Mühe gibt. Es geht bei der Risikominimierung auch nicht darum, ob getestet wird, wer den stärkeren Willen hat.
    Eine ganz wesentliche Rolle spielt das sogenannte Suchtgedächtnis.
    Das funktioniert unwillkürlich, heißt, dass es vollkommen egal ist, was ich kann, denn es springt an oder eben nicht.

    Wenn ich mich in einem solchen Umfeld aufhalte, brauch ich mich nicht über Suchtdruck am nächsten oder übernächsten Tag wundern. Das passiert, ohne dass ich darauf Einfluss habe.

    LG penta

    Zitat

    Der Kopf als letztes Schlupfloch, damit man das Elend nicht fühlen muß?

    Das ist bei mir wohl so. Mit dem Kopf „zaubere“ ich meinem Hirn Dinge vor, die es dann irgendwann in Gefühle umwandelt oder sie unterdrücken lässt. Manchmal klappt es im positiven Sinne, manchmal eher nicht. Und nicht immer tu ich das bewusst.
    Bis ich denken konnte, war ich noch voll und ganz gefühlgesteuert. Das ist ja spätestens beim Entwickeln meiner Fähigkeit zu verstehen, mehr oder weniger im Sinne des „Normalen“ abtrainiert worden.
    Ich sag mal so. Wenn es so ist, dass mein Hirn mir antrainierte Dinge vorspielt, die Gefühle nicht zulassen sollen, kann es doch auch andersherum funktionieren. Vielleicht läuft das ähnlich wie beim Entzug, vielleicht ist es sogar einer. Vielleicht ist es deshalb so schwer, es anders zu erleben. Kann ich jetzt noch ohne Kopf fühlen? Keine Ahnung. :?
    Interessantes Thema...

    LG penta

    Hallo Karsten,

    Zitat von Karsten


    Oft liest man aber von Bedinungen zu Nüchternheit, Ansprüche an die Helfenden oder Hilfseinrichtung ( Therapieeinrichtungen werden nach Kriterien ausgesucht, die mir gefallen ) und anderen Dingen, wo man sich gerne noch aussuchen möchte, welche Hilfe die Richtige ist.

    das sehe ich auch als den wichtigsten Punkt an, der mich vom Arbeiten an und mit mir abhalten kann.
    Das betrifft die Sauferei ganz genau so wie meine Depression.
    Hier geistert ja noch ein Spruch herum, der dort passt.
    Ich kann auch ruhig mal dahin schauen, wo es weh tut. Nein, ich muss es an der Stelle! Denn für mich ist die Bedingung dafür, dass ich etwas ändern kann, dass ich überhaupt sehe, was geändert werden muss.
    Alles darf sonst im Umgang mit mir.
    Aber bestimmte Dinge sind Voraussetzung für etwas und die müssen dann.
    Ich sag es mal so. Um Kartoffeln überhaupt ernten zu können, müssen sie erstmal in den Boden.
    Nur hat jedes Gemüse seine eigene Zeit zum Wachsen.
    Deshalb ist es bei mir wohl so gewesen, dass zwischen meinem Tiefpunkt und dem Entschluss zum alkfreien Leben etwas mehr Zeit lag, als vielleicht bei dem einen oder anderen hier. Da hatte ich wohl eine sehr lange Leitung. Lange habe ich den Alk nicht als das gesehen, was er für mich war, nämlich ein weiteres Mittel, um mich umzubringen.

    LG penta

    Hallo,

    ich für mich denke, dass der Tiefpunkt da gewesen ist, wo ich begann umzudenken für mich.
    Der Alkoholismus ist Teil von mir und er gehört zu mir als Ganzes.
    Und jeder Tiefpunkt, der mir eine "Wende" in meinem Verhalten und meinem Umgang mit mir bringt, ist auch dazu geeignet.
    Das hat nichts mit Leichtfertigkeit zu tun.
    Wie mein Umgang jetzt mit mir und auch mit meinen Süchten ist, ergibt sich bei mir aus der Wahrnehmung meines persönlichen Tiefpunktes. Ob der jetzt direkt in zeitlicher Nähe zum Entschluss trocken zu leben sein muss, weiß ich nicht.
    Warum erleben Menschen sonst ihren Tiefpunkt und haben dann noch Rückfälle? Entscheidend für mich war die Erkenntnis, dass der Suff mich kaputt macht.
    Ob ich jetzt auf einem Weg in die Trockenheit bin, weiß ich auch nicht. Bis jetzt war ich es und heute bin ich es auch noch. Stabilität ergibt sich für mich jetzt aus dem Lernen und Erkennen.

    Gruß penta

    Hallo Kawi,

    nein, das war es nicht.

    Es kam immer nach und nach. Hauptsächlich durch das Lesen und Schreiben hier.

    Jetzt gerade bin ich im geschlossenen Bereich dabei zu kapieren, was hinter dieser Kapitulation steckt und wie sie gemeint ist. :oops:

    Zum Glück schreiben hier viele "ältere" Abstinente, damit ich mir ein Bild machen kann. Und es hilft mir sehr, wenn jemand auf das guckt, was ich schreibe und dann mal seinen Senf dazu gibt.

    LG penta

    Hallo Ihr,

    Zitat von Pittchen

    das ich oft nicht weiß, ob Du gerade als Karsten (persönlich, mit Deiner eigenen Suchtgeschichte) oder als Administrator schreibst/urteilst/bewertest ...

    darf ich mal fragen, was das für einen Unterschied macht? Nur mal so, steh gerade auf'm Schlauch. :oops:

    Im Übrigen bin ich seit einem halben Jahr ohne Alkohol unterwegs. Und je mehr ich mich von ihm in allen Bereichen entferne, desto besser geht es.
    Keine Partys, keine Freunde, die trinken, wenn ich dabei bin, alkfreie Wohnung, Nahrungsmittel ohne "Reste" von Alk, viel Tee, selten Kaffee, ein bisschen Sport...
    Reale SHG, Depri-Therapie und Forum.

    Entschieden hab ich mich dafür, weil ich schon nach kurzer Zeit spüren konnte, dass es mir so richtig gut geht.

    penta

    Hallo Pelagia,

    das hört sich doch sehr gut an. Besonders das mit der Alternative zum Grillen. Da freu ich mich für Dich.

    Da kann der Druck ja gar nicht aufkommen, wenn Du gar nicht bei solchen Gelegenheiten bist. Das nennen die hier Risikominimierung. Aber irgendwie haste das ja für Dich gut hinbekommen.

    Ich finde es immer angenehmer erst gar keinen Druck zu haben, als ihn dann vielleicht aushalten zu müssen.

    Heute noch schlafen, dann ist schon der nächste Tag. :wink:

    Lieben Gruß
    penta

    Hallo Pelagia,

    Zitat von Pelagia


    im Moment kann ich sagen, das Leben hat mich wieder.

    ja, das kenne ich auch sehr gut.
    Für mich ist das Positive an dieser Krankheit, wenn es überhaupt was gibt, dass ich aktiv etwas tun kann, damit ich zwar mit ihr, aber trotzdem zufrieden leben kann.

    Ich guck hier bei Dir immer mal rein und finde es dann doch schade, dass hier so wenig steht. Jetzt ist Dein letzter Beitrag hier schon wieder drei Tage her. :(
    Wie geht's Dir denn so?

    LG penta :wink:

    Hallo Pelagia,

    Willkommen hier.
    Da präsentiere ich Dir gleich mal einen Spruch, den ich hier auch ziemlich am Anfang gehört habe.
    Der heißt: Einfach nicht mehr trinken, reicht nicht.
    Das scheint der Schlüssel zu sein. Mir hilft das jedenfalls schon ein halbes Jahr. Und es wird immer besser.

    LG penta

    Hallo EinNeuer,

    auch für den Moment finde ich das ungünstig.
    Ich hab für solche Momente einen Notfallkoffer.

    Darin sind fast nur konkrete Handlungen.
    Denn, wenn ich mit was ganz anderem auch meinen Körper beschäftige, kommen die Beine nicht auf die Idde in den Supermarkt zu laufen und die Hände holen nicht das Geld aus der Tasche und nehmen die Pulle in die Hand und führen sie dann zum Mund...
    Nein, sie sind dann beschäftigt. Der Kopf muss dann zwangsläufig mit.

    Ob ich bei Suchtdruck noch in irgendeiner Weise meine Gedanken unter Kontrolle habe, zweifle ich sehr an. Wenn der Druck erst groß genug ist, is nicht mehr viel mit klar denken, geschweige denn Vergleiche anstellen...

    LG penta

    Hallo,

    Zitat

    Ein Tipp, wie ich es manchmal für mich sehe (vielleicht hilft das jemandem anders auch): Ich denke mir oft: ich bin eben allergisch. Allergisch. Punkt. Wie wenn jemand auf Nüsse allergisch reagiert, und seine Reaktion tödlich enden kann, bin ich es auf alle Arten von Alkohol. Das hilft mir oft.

    Ich hab das vor ner Weile hier schon mal gelesen. Diese Aussage finde ich schon im Ansatz sehr unglücklich gewählt.
    Eine Allergie zum Beispiel gegen Haselnüsse ist ja wohl was ganz anderes als die Alkoholsucht.
    Ich bin doch als Allergiker nicht süchtig nach den Nüssen.
    Es reicht eben nicht, nur nicht zu trinken. Bei der Allergie reicht es, die Haselnüsse einfach weg zu lassen.
    Für mich ist dieser Vergleich weder hilfreich noch sinnvoll.

    LG penta