Beiträge von Penta

    Hallo Tomc,

    ich fragte deshalb, weil es für mich noch mehr beim Trockenwerden gibt, als die Offenheit gegenüber anderen. Ich habe gelesen, dass du das bisher etwas "dezenter" handhabst. Bei mir war es anders. Soweit zu behaupten, dass meine Herangehensweise das Non plus ultra wäre, gehe ich nicht. Für mich (!) war es wichtig, es so zu tun.
    Die Offenheit ist sicher ein großer Punkt, aber die anderen Grundbausteine gibt es auch noch. Sie sind und waren für mich mindestens gleichwertig.
    Deshalb nochmal meine Frage:
    Wie sieht es bei dir mit den anderen Grundbausteinen aus?

    Grüße, Penta

    Hallo Tomc,

    herzlich willkommen hier.

    Zitat

    Ich lese hier ja schon eine Weile mit, habe mich auch mit den Grundbausteinen beschäftigt und nehme die an , die für mich zur Zeit möglich sind.


    Mich würde interessieren, welche für dich möglich sind und welche nicht. Verrätst du das?

    Viele Grüße, Penta

    Hallo Gotti,

    Ein gesundes Selbstbewusstsein ist wichtig. Und ich freue mich sehr, wenn du gerade auf dem Gebiet so große Fortschritte machen konntest.
    Ich fand Hartmuts Frage nach dem Suchtgedächtnis von Cos sehr interessant, deshalb verstehe ich nicht alles in deinem Post.

    Zitat von Gotti

    Meine Gedanken zu "Wahrnehmungen - Vorurteilen - usw." wie ihr sie genannt habt, all diese "Probleme" waren bei mir einfach die Auswirkungen meines VIEL ZU SCHWACHEM SELBSTBEWUSSTSEINS.


    Heißt das, du hast heute, wo dein Selbstbewusstsein stark ist, keine Vorurteile mehr?

    Zitat von Gotti

    JETZT weiß ich, dass meine Wahrnehmungen richtig sind. Mir keiner mehr ein X für ein Y weißmachen kann.


    Heißt das, dass dich niemand mehr anlügen kann?

    Viele Grüße, Penta

    Herzlichen Dank für eure Antworten, Biene und B.Nyborg!

    Zitat

    Es gab auf einmal einen roten Faden, Bücher, Selbsthilfegruppen, Forum, andere Betroffene, alte Hasen, wohlwollendes Verständnis und Ehrlichkeit


    So begann auch meine Bschäftigung mit meinen Abhängigkeiten.
    Für meinen Umgang mit meinen Abhängigkeiten stellte ich irgendwann fest, dass es irgendwie immer die Wahrnehmung ist.
    Es ist ein langer Weg von meinen Wahrnehmungen bis zu meinen Handlungen. Unterwegs gibt es die eine oder andere Klippe zu umschiffen.
    Aber ganz am Anfang schon bei der Wahrnehmung selbst wirken meine ganz eigenen Filter. Manchmal vollkommen unabhängig von dem, was ich wahrnehme, manchmal hängen sie damit zusammen. Mein "beliebtester" Filter sind meine Vorurteile. Andere sind meine Werte oder meine Ängste.

    Zitat

    Üben. Üben. Üben.


    Dabei wünsche ich uns viel Erfolg.

    Viele Grüße,
    Penta

    Hallo B.Nyborg,

    Zitat von B.Nyborg

    Hallo Hartmut,

    ein wenig habe ich schon über verschobene oder fehlende Grenzen geschrieben. Dabei lag bisher der Fokus auf der Wahrnehmung und Einhaltung meiner Grenzen. Auf der anderen Seite fiel es mir jedoch auch schwer die Grenzen meines Partners (Gegenübers) wahrzunehmen und einzuhalten. [...] Ja, ich habe ein diesbezügliches Suchtgedächtnis, das anspringen kann.


    mir ist beim Lesen der Beiträge von Cos allgemein aufgefallen, dass sie wiederholt beschreiben, gerade ihren Wahrnehmungen nicht zu trauen.
    Wenn ich meinen Wahrnehmungen nicht traue und immer wieder Hilfe in Form von Bestätigung von außen "brauche", um ihnen trauen zu können, kann ich dann selbstständig Grenzen einhalten? Ich bin mir nicht sicher, ob ich das könnte.
    Hast du irgendeine Strategie, wie du selbst deinen Wahrnehmungen (wieder) trauen kannst?
    War die Bestätigung deiner Wahrnehmungen von außen hilfreich dabei, deinen eigenen Wahrnehmungen trauen zu können?

    Grüße, Penta

    Hallo Aliengirl,

    Zitat

    Ich dachte eben man müsse nicht so kämpfen für das Verständnis anderer.


    muss man auch nicht!
    Die Anderen müssen dich nicht verstehen, sondern du musst deine Grenzen weiterhin verteidigen oder setzen.
    Mal ganz platt: Was passiert, wenn sie dich nicht verstehen? Nix. Sie verstehen dich nur nicht.
    Und was passiert, wenn du Alkohol in deiner Wohnung hast? Nur solange du nicht trinkst, nichts. Und ob du trinkst, damit hat niemand anderes zu tun.

    Ich kann sehr gut verstehen, dass es frustrierend für dich ist, wenn jemand dich nicht versteht. Aber hey, seit wann trinkst du keinen Alkohol?
    Meine Umwelt ist ziemlich träge und braucht immer etwas Zeit, um mir bei dem folgen zu können, was ich veranstalte.
    Ich habe erlebt, dass manche Dinge wirklich Jahre brauchten, bis sie z.B. bei meinen Eltern "ankamen". Ich hatte schon längst aufgegeben, mit ihnen zu darüber reden, weil ich die Hoffnung aufgegeben hatte, sie könnten oder würden irgendwann verstehen.
    Du hast jetzt aufgehört Alkohol zu trinken, bezeichnest dich als Alkoholikerin und ne alkfreie Wohnung willste auch noch. Das ist für dich schon eine Riesensache. Und du bist direkt betroffen.
    Gib den Anderen Zeit und bleibe am Ball bei ihnen. Ich kann mit meinen Eltern nur sehr eingeschränkt reden. Mit deiner Mutter scheint das doch zu funktionieren.
    Bleib dran! Für dich.

    Viele Grüße, Penta

    Hallo Aliengirl,

    hast du deiner Bekannten denn nochmal erzählt, wie die Flasche Likör bei dir ankam?
    Ich habe einen Kollegen, der ein Rauchverbot in einem Büro monatelang nicht beachtete. Irgendwann ist mir der Kragen geplatzt (ich bin definitiv nicht immer die Ruhe in Person) und er meinte zu mir, dass er meine Ansagen schlichtweg nicht ernst genommen hat. Inzwischen hält er sich an das Rauchverbot.
    Aber ich finde sowas auch sehr mühsam. Gut, dass die Flasche nun weg ist.
    Wirst du bei diesem Geburtstag dabei sein?

    Viele Grüße, Penta

    Hallo Aliengirl,

    Zitat

    Dies könnte an einer allgemein niedrigerem Schwellenwert auf Reizzustände liegen.


    wenn ich diese Aussage auf meine eigenen Erfahrungen runterbreche, könnte da was dran sein.
    Ich halte sehr wenig bis gar nichts von irgendwelchen Pauschalaussagen.
    Wenn ich mich und mein Tun und auch meine Haltung im trinkenden und nun nicht trinkenden Zustand vergleiche, gibt es da schon den einen oder anderen Unterschied.
    Allein deshalb, weil meine komplette Zeitplanung nicht mehr auf meinen Suchtstoff ausgerichtet ist, ergeben sich andere und neue Prioritäten. Die Beschaffungsnot, die regelmäßig bei mir entstand, sorgte schon für Getriebenheit, Ungeduld und Gereiztheit. Zumindest das entfällt bei mir nun seit einigen Jahren.
    Natürlich veränderte sich damit auch mein Charakter. Genauso wie er sich vor vielen Jahren auch dadurch veränderte, dass ich abhängig wurde.
    Es war kein Zurückfallen in meine Zeit und mein Wesen vor dem Alkohol, denn meine Abhängigkeit hinterließ Spuren, die irrevesibel sind. Sie bleibt da, auch wenn sie sich in Remission befindet. Viele Dinge tu ich heute oder lasse sie, weil mir bewusst ist, dass ich alkoholkrank bin. Auch das eine gravierende Veränderung zu meinen nassen Zeiten, die Einfluss auf meinen Gemütszustand hat.
    Gereizt, ungeduldig und getrieben bin ich heute dennoch manchmal. Nur betrifft das jetzt andere Themen, als die Beschaffung von Alkohol oder das Schaffen von "günstigen" Trinksituationen.

    Grüße, Penta

    Hallo Vollwaise,

    Zitat

    Für mich hat sich das hier im Forum leider totgelaufen, denn hier gibt es mehr Dinge, die ich negativ finde als positiv. Insofern sind weitere Postings von mir vergeudete Zeit.


    das kann ich richtig gut nachvollziehen.
    Für mich wäre es auch langweilig, wenn ich nur im eigenen Saft schmoren würde.
    Ich habe dich hier so erlebt, dass du nur wenige Fragen an die User hier hattest, andere User oder ihre Erfahrungen dich weniger interessierten, du Informationen in Fachliteratur gefunden hast und zufrieden und trocken bist. Also alles gut.
    Auch wenn ich denke, dass das zum Zeitpunkt deiner Anmeldung hier nicht viel anders war, gehe ich jetzt mal davon aus, dass du weißt, was du für dich willst.
    Deshalb wünsche ich dir nochmal viel Glück für deine Trockenheit.

    Gruß, Penta

    Hallo ClaudiA,

    vielen Dank für dein Vertrauen hier!

    Zitat

    ich finde Hoffnung gut und wichtig, denn sie läßt einen bzw. sie läßt mich weitermachen...


    Lass dir deine Hoffnung nicht nehmen!

    Viele Grüße,
    Penta

    Hallo ClaudiA,

    man darf sich der mreiner Meining nach recht depressiven Ansicht von Carl anschließen oder man bildet sich seine eigene Wahrheit.
    Meine ist:
    Ein RF ist beim Alkoholismus durchaus möglich.
    Bleibst Du zu Lebzeit trocken, hast Du optimal für dich und deine Lieben gesorgt.
    Beim Rückfall streiten sich nicht nur die Gelehrten heftig, sondern mindestens genauso auch die Betroffenen.

    Gruß, Penta[/quote]

    Hallo Vollwaise,

    ich gehe davon aus, dass mein Rückfall im Kopf beginnt, also beginnt mein Rückfall nicht erst beim ersten Schluck Alkohol.
    Er beginnt dort, wo ich Alkohol oder den Rausch für mich wieder in irgendeiner Form als Lösung oder Option ansehe.
    Wenn ich erst trinke, bin ich schon mittendrin.

    Ich habe anfangs weder Ketchup, noch Senf oder Essig zu mir genommen. Fertigprodukte gemieden und nur aus Flaschen getrunken, die nicht an mein Getränk erinnerten.
    Nicht weil ich dachte, der Genuss dieser Dinge wäre ein Rückfall, sondern weil ich Suchtdruck vermeiden wollte.
    Ich hatte keinen heftigen Suchtdruck. Warum ist mir recht egal. Aber ich fand es nicht unangenehm.

    Gruß, Penta

    Hallo Vollwaise,

    Zitat

    Die generelle Frage ist auch, wie man denn einen RF definiert, damit meine ich nicht die Menge, die man beim RF trinkt.


    Tja, und da wären wir wieder bei der Harrspalterei und dem "man".
    Richtig genial würde ich finden zu erfahren, wie DU den Rückfall für DICH definierst. Oder ICH für MICH.
    Wie man das macht, ist mir relativ...

    Viele Grüße,
    Penta

    P.S. IT kann man(n) üben. 8)

    Da ich mich nicht mehr daran erinnern kann, welche Motivation ich damals für dieses Thema hatte (Grüße an ClaudiA :wink: ), hier nochmal die Eingangsftrage ohne den damaligen Bezug zu anderen Themen oder Anlässen.

    Zitat von Penta


    Guten Tag,
    in einem anderen Thema schrieb ich (bisher war ich keine Co), dass Rückfälle Merkmale des Alkoholismus seien. Scheinbar eine recht wilde Theorie.
    Mich interessieren die Merkmale, die irgendwer mal irgendwohin geschrieben hat (z.B. Jellinek) herzlich wenig, denn ich führe hier keinen wissenschaftlichen Diskurs, sondern berichte von meiner Motivation und meiner Erfahrung.
    Und die ist so, dass mir bisher sehr bewusst war, dass ich rückfällig bin, wenn ich heute wieder saufe, da ich an demselben Alkoholismus leide wie andere Alkoholiker. Mit allem Drum und Dran.

    Es geht mir nicht um "die", sondern um euch selbst.
    Es wäre schön, wenn ihr mir von eurer Motivation und/oder euren Rückfällen berichten würdet und mir etwas auf die Sprünge helft.

    Zitat von Penta

    Ach ja, ne Frage: Ist der Rückfall ein Merkmal eures Alkoholismus?

    Vielleicht möchte der eine oder andere nochmal einsteigen.

    Viele Grüße, Penta

    Hallo Carl,

    is wahrscheinlich etwas untergegangen, doch mir ging es schon damals nicht um Definitionen.

    Zitat

    Es wäre schön, wenn ihr mir von eurer Motivation und/oder euren Rückfällen berichten würdet und mir etwas auf die Sprünge helft.

    Nach deiner Antwort gehe ich dann etwas provokant davon aus, dass für Carl die ungewöhnliche Häufung von (seinen) Rückfällen zum Wesen (seines) Alkoholismus gehört? :?

    Penta