Beiträge von Penta

    Hallo Vollwaise,

    hier schreiben sehr viele verschiedene Leute. Es sind nicht alle Macher wie du. Ich bin es definitiv nicht und will es auch gar nicht sein.
    Ich finde nicht schlimm, dass wir alle verschieden sind, sondern sogar richtig klasse.
    Schließt du aus unserer Verschiedenheit, dass ich hier die Unwahrheit schreibe?

    Zitat

    Was mir nach wie vor hier missfällt ist die Dämonisierung des Themas Rückfall, statt diesen als möglich, unabstrakt und eben bekämpfbar anzusehen. Wie, da kann man drüber streiten...


    Ich zumindest dämonisiere das Thema Rückfall nicht, halte ihn aber nicht für bekämpfbar, sondern für vermeidbar. Für dich (!) vielleicht wieder Haarspalterei, aber für mich (!) total wichtig. Manchmal geht's eben nicht mit dem Holzhammer, sondern nur mit der Pinzette.
    Obwohl ich bisher keinen Rückfall hatte, bin ich der Meinung (hab ja keine Erfahrung dazu), dass er zum Krankheitsbild des Alkoholismus unbedingt dazu gehört.
    Würde er nicht dazu gehören, würde für mich jede Rückfallprophylaxe sinnlos werden.

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    Außerdem kann ich für mich sagen, dass meine Trockenheit eine tägliche Maloche ist


    Meine Trockenheit ist keine tägliche Maloche. Ich kämpfe weder gegen den Alkohol noch für meine Trockenheit.

    Grüße, Penta

    Hallo ClaudiA

    ich fühle mich alt, aber Häsin?

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    immer Herrin meiner Sinne zu sein und mein Auto bewegen darf, wann immer ich es möchte


    Das genieße ich auch. Ich habe keine Zeit für irgendeinen Rausch, weil ich es genauso genieße, morgens ohne schweren Kopf wach zu werden und sogar noch zu wissen, was ich am Vortag gemacht habe.
    Wenn ich heute jemandem einen Termin zusage, kann ich mir sicher sein, denjenigen nicht zu veräppeln, denn es ist sehr wahrscheinlich, dass ich den Termin einhalte...
    Natürlich bin ich mir nicht sicher, ob ich irgendwann einen oder keinen Rückfall habe. Aber zumindest heute habe ich dafür gar keine Zeit.

    Viele Grüße, Penta

    Hallo Hartmut,

    wenn ich saufen will, werde ich das tun.
    Ob ich es hier schreiben würde, hängt davon ab, ob ich mich hier gerade "anhängig" fühle. Derzeit würde ich es vielleicht tun. Vielleicht auch nicht. Das weiß ich wirklich nicht.

    Sollte mein Leidensdruck so groß sein, dass ich wieder aufhören will, würde ich mich an Menschen wenden, denen ich zutraue, dass sie mir helfen. Hilfe in dem Sinne, dass sie mir helfen mich selbst zu aktivieren.
    Ich sehe es heute u.a. als eine meine Aufgaben an, mir solche Rückfallinstanzen zu schaffen, von wo aus ich wieder starten könnte.
    Das mache ich nicht akribisch und immerzu, aber ich rede oder schreibe ab und zu über alles Mögliche und mich und schaffe oder erhalte mir dadurch Vertrauen, dass ich dann (hoffentlich) nutzen kann.
    Bisher hatte ich keinen Rückfall. Kann sein, dass die Schaffung meiner Rückfallsicherheit gleichzeitig auch Rückfallprophylaxe ist.
    Angst hätte ich dann sehr sicher auch. Vor allem Möglichen.
    Aber die hatte ich beim Beginn meiner Trockenheit jetzt auch. Vom Trockenwerden hielt sie mich nicht ab.

    Gruß, Penta

    Hallo Mario,

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    ein anderes, (natürliches) trockenes Umfeld, kann ich momentan nicht aus dem Hut zaubern.


    so ging es mir anfangs auch.
    Nur war es bei mir so, dass ich so ziemlich gar kein Umfeld hatte.

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    irgendwann wird meine Achterbahn ja im Tal ankommen damit es wieder ein wenig bergauf gehen kann.


    Das hört sich für mich nicht gerade so gut an. Ich bin mir nicht sicher, ob es so clever ist, sehenden Auges auf den Tiefpunkt zuzusteuern, denn für mich wäre eine tiefe Krise womöglich ein Rückfallrisiko.
    Ich bin damals allein rausgegangen. Später, als die Sonne höher stand, viel Rad gefahren. Auf die Art und Weise traf ich andere Leute.
    Allerdings dauerte es ewig, bis ich sagen konnte, ich habe ein weitestgehend alkfreies Umfeld.

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    Andererseit bin ich dann aber auch froh, öfters mal meine Ruhe zu haben und Zeit für mich zu haben.


    Nutze die Zeit mit dir für dich. Vielleicht kannst du ergründen, was dir guttut? Teilnahme an Buchlesungen, nachmittags in der Fußgängerzone Leute gucken und Kaffee oder Tee schlürfen, Spazieren...
    Vielleicht ergibt sich gerade aus der sinnvollen Gestaltung der Zeit mit dir der eine oder andere Anhaltspunkt für weitere Aktivitäten, eventuell sogar mit neuen Leuten.

    Viele Grüße,
    Penta

    off topic:
    Ich erstelle lange Beiträge in der Textbearbeitung und kopiere sie hier hin.

    Bei anderen Beiträgen schreibe ich und
    markiere im Schreibfenster alles mit ctrl+a,
    nehme es in den Zwischenspeicher mit ctrl+c
    und schaue dann die Vorschau an.
    Ist alles da, schicke ich ab.
    Ist alles weg, logge ich mich wieder ein, öffne das Antwortfenster und kann mit ctrl+v den Inhalt des Zwischenspeichers wieder einfügen.
    Außer, ich schlafe noch, dann geht schon mal gern was schief..

    Grüße, Penta

    Hallo Vollwaise,

    zu deinen IT-Problemen - Der letzte Beitrag ist gelungen, also der Beweis dafür, dass es durchaus klappen kann.

    Zitat

    Mit "doof" sind nicht andere User gemeint, müsste klar sein....


    Nee, war mir nicht klar.
    Geh mal davon aus, dass ich zumindest ein recht schlichtes Gemüt bin.
    Aber danke für deine Antwort. Ich hatte keine erwartet.

    Viele Grüße, Penta

    Zitat

    Nochmal doof und zum Verständnis:


    Ebenso:

    Wenn du trocken bleiben möchtest, führt kein Weg daran vorbei, keinen Alkohol mehr zu trinken.

    Und das vollkommen unabhängig davon, ob in China ein Sack Reis umfällt oder Herr X oder Frau Y einen oder keinen Rückfall erleiden oder irgendwer irgendwelche Leseproben von Fachbüchern nicht begreift.

    Viele Herzliche Grüße,
    Penta :D

    Hallo Vollwaise,

    vielleicht nochmal zum Wahrheitsgehalt und der Verwertbarkeit der Antworten in solchen Fragebögen.
    Ich habe mit derartigen Testverfahren manchmal am Rande zu tun.
    Man darf sich das nicht so vorstellen, wie bei einem Onlinetest, wo zwanzig Fragen mal eben beantwortet werden und man die Kontrollfragen relativ leicht identifizieren kann.
    Bei den Testverfahren, die ich manchmal sehe, arbeiten die Probanden manchmal tagelang umfangreiche Fragenkataloge ab. Die Kontrollfragen sind weder dem Tester noch dem Probanden bekannt.
    Am Ende entsteht eine Aussage, aufgrund derer wichtige weitere Entscheidungen für den Einzelnen getroffen werden müssen.
    Ich habe schon gesehen, dass keine Aussage getroffen werden konnte, weil nicht eindeutig zu klären war, ob der Proband Zweckverhalten an den Tag legte.
    Ursächlich dafür ist nicht zwangsläufig, dass jemand absichtlich Falschaussagen macht!
    Ursache für die Unbrauchbarkeit von Antworten in den Befragungen kann sein, dass jemand kaum bis gar nicht dazu in der Lage ist zu reflektieren. Und das wiederrum kann seine Ursachen in Persönlichkeitsmängeln oder anderen psych. Störungen haben.
    Auf jeden Fall halte ich für ratsam, wenn Ergebnisse aus diesen Tests leidenschaftslos und wirklich nur anhand der ermittelten Faktenlage bewertet werden.
    Und ganz wichtig: Prognosen für den Einzelnen können, wenn überhaupt, nur aus Test gegeben werden, die den Einzelnen betreffen.

    Zitat

    ich möchte nur am Rande anmerken, dass es eventuell in die Hose gehen könnte, wenn jemand meint, dass er keinen Rückfall erleiden wird, weil er eine hohe Abstinenzerwartung hat!


    Den Umkehrschluss dazu halte ich für genauso ungünstig: Nur weil jemand eine geringe Abstinenzerwartung hat, bedeutet das nicht, dass er einen Rückfall haben wird!

    Viele Grüße,
    Penta

    Guten Morgen,

    ich möchte nur am Rande anmerken, dass es eventuell in die Hose gehen könnte, wenn jemand meint, dass er keinen Rückfall erleiden wird, weil er eine hohe Abstinenzerwartung hat!

    Empirisch werden meines laienhaften Verständnisses nach nur Wahrscheinlichkeiten ermittelt.

    Soweit ich weiß, enthalten Fragebögen, die therapeutischen Zwecken, also der Diagnosestellung und/oder der Ermittlung von Rückfallwahrscheinlichkeiten (Rückfälle gibt es nicht nur beim Alkoholismus!) dienen, Kontrollfragen, die nebenbei die Wahrscheinlichkeit ermitteln, wie wahrscheinlich es ist, das der Proband wahrheitsgemäß antwortet.

    Zitat

    Ich finde dies gerade im Zusammenhang mit diesem Forum sehr interessant und im Kontext Wahrheitsgehalt von Postings sehr überlegenswert.


    Ich finde es vielleicht dahingehend interessant, wie sehr ich mir selbst die Taschen vollhaue.

    Viele Grüße,
    Penta

    Hallo Morgenrot,

    herzlichen Dank für deine Antwort!

    Zitat

    vielleicht können mir da die trockenen Alkoholiker etwas zu sagen


    Wobei hilft dir, was sie zu sagen haben?
    Also ich habe keine Ahnung von oder eigene Erfahrungen mit Co-Abhängigkeit.
    Wie du hier sicher gerade siehst.

    Grüße, Penta

    Hallo Aliengirl,

    Glückwunsch! :D
    Ich hoffe, der Sport tut dir gut.

    Da sind zwei Dinge. Wichtig und echt klasse finde ich, dass du für dich sorgst!

    Das andere ist die Reaktion.

    Zitat

    Wie gesagt ich weiss, dass ich es versuche richtig zu machen, es macht mich aber trotzdem wütend und zornig, wenn so reagiert wird.
    Und all die Jahre davor nie hinterfragt wurde, warum zuviel getrunken wurde und ob man ein Problem hat. Finde ich irgendwie schäbig....


    Ich zumindest werde auf das Warum keine Antwort von meinen Eltern bekommen. Jedenfalls keine, die mir meine heutige Ratlosigkeit, die früher auch Wut war, zu mildern.
    Mir hat geholfen, dass ich mir denke, meine Eltern können nicht anders. Sie haben auch ihre Päckchen, wie auch immer die gelagert sein mögen. Meine Eltern sind Verdrängungskünstler (der Apfel fällt schließlich nich weit vom Birnbaum). Sie verdrangen vielleicht aus ähnlichen Gründen wie ich.
    Und wenn ich mich anschaue, lande ich immer wieder bei der Angst.
    Aber ich will wirklich nicht wild umherspekulieren.
    Ich freue mich sehr für dich!

    Herzliche Grüße,
    Penta