Beiträge von Penta

    Hallo in die Runde.
    Co2013, Enya, Maria und Susanne danke für die Beiträge hier.

    Susanne :
    Vielleicht darf ich ja auch antworten.
    Alkoholismus ist eine Sucht. Zumindest meiner. Bei mir war es durchaus so, dass ich mich willentlich für die Abstinenz entschieden habe.
    Am 18.01.2010 soff ich mir ordentlich die Hucke voll und am Morgen des 19. Januar entschied ich für mich, dass genau das das letzte Mal gewesen sein soll.
    Ich erinnere mich noch sehr gut daran, an welchem Ort mir diese "Erleuchtung" kam. Auf einer Autobahn auf dem Standstreifen, unsicher darüber, ob ich vielleicht gar nicht hinter dem Steuer eines Autos hätte sitzen dürfen.
    Allerdings habe ich diese Entscheidung in den darauf folgenden Tagen, Wochen und Monaten immer wieder neu getroffen oder neu treffen müssen.
    Hätte ich an einem der darauf folgenden Tage (heute inbegriffen) eine andere Entscheidung getroffen, würde ich heute hier nicht an diesem Rechner sitzen, denke ich, weil ich nach dieser bewussten Entscheidung das Ruder wieder an die Sucht abgegeben hätte. Ich kann jetzt aber nur nur von mir sprechen.

    Gruß, Penta

    Hallo Hartmut,

    ja.
    ich denke nicht, dass es DEN unverhofften aus der Ferne der Sucht gesteuerten Rückfall bei jemandem gibt, der eigentlich trocken sein will. Ungewolltes Saufen :?
    Ich hab hier schon einige Male so was gelesen, kann es mir aber nur sehr schwer vorstellen.
    Bei mir geht dem definitiv ne bewusste Entscheidung dafür vorweg. Wie sollte ich sonst an eine Flasche kommen?!
    Ja, nicht akzeptierte Alkoholiker, das finde ich ziemlich passend.

    Gruß, und schönen runden Samstag, Penta

    Hallo Andreas,

    ich habe deinen Beitrag gelesen.
    Da du ihn jedoch direkt an Frank adressiert hattest, habe ich mich zurück gehalten. Nicht aus Ignoranz, sondern weil ich dachte, dass Frank sich darauf nochmal meldet.

    Mir erschließt sich wirklich nicht so recht, was irgendeine Therapeutensicht mit deinem eventuellen Rückfallrisiko zu tun hat.

    Gruß, Penta

    Hallo Andreas,

    ist der Rückfall Merkmal deines Alkoholismus?
    Das war meine eingangs gestellte Frage.

    Frank hat, wie ich es verstanden habe, mit dem hier diskutierten Zitat seine Aussage von vorher erläutert, weil ich sie in einen anderen Zusammenhang gezerrt hatte.
    Nun hat er nochmal erläutert. Für mich nachvollziehbar.

    Ich fand das Thema hier sehr gut bearbeitet und freue mich ehrlich über die Beteiligung, denn die Frage hat mich ernsthaft interessiert.
    Ich möchte nur ungern darum bitten, es schließen zu lassen, weil es um alles Mögliche geht, nur nicht mehr um die ursprüngliche Frage.

    Mir ging es vor einiger Zeit mal so, dass ich nach einigen Wochen der Abwesenheit auf ein Thema antworten wollte und es nicht mehr konnte, weil es wegen endloser Diskussionen geschlossen war. Ich fand das schade.

    Vielen Dank, Penta

    Hallo Hartmut,

    nein es ist weder ungewöhnlich noch ungewollt.

    Ich habe bei der Fragestellung versucht, darauf hinzuweisen, dass es mir um eigene Erfahrungen und Motivationen ging.
    Eigentlich ist es für mich unerheblich, was irgendwelche Therapeuten denken könnten oder wie Therapien aufgebaut sind, die ich nicht durchlaufen habe.
    Für meine Rückfallvorsorge ist es ohne Belang.

    Viele Grüße, Penta

    Hallo,

    ich würde es weder als Freibrief noch als Rechtfertigungsvorlage ansehen, wenn mir ein Therapeut oder wer auch immer erzählt, dass der Rückfall "eben dazu gehört", denn das tut er ja nun mal.
    Mir würde diese Aussage nochmal vor Augen führen, wie mein derzeitiger Status tatsächlich wäre, nämlich mitten in der aktiven Phase des Alkoholismus.
    Nur sehr schwer kann ich mir vorstellen, dass tatsächlich ein Therapeut in der Nachsorge sagt, dass ein Rückfall "nicht so schlimm" wäre.
    Um trockener Alkoholiker zu sein, ist es nun mal unerlässlich, keinen Alkohol zu trinken. Da würde ich (!) wahrscheinlich hinterfragen.

    Wenn der Inhalt nicht zum Threadtitel passt, kann doch der Titel geändert werden.

    Viele Grüße, Penta

    Hallo Mathias,

    ich finde deinen Vergleich interessant.
    Aber ich knuspere an ihm schon etwas hin und her und so richtig rund bekomme ich ihn für mich nicht, bitte sieh mir das nach! :?

    Zitat

    die möglichkeit eines rückfalls ist merkmal der sucht?


    ... oder die Möglichkeit des Rückfalls ist ein Merkmal von Krankheiten allgemein?

    Ein Krebserkrankter kann sehr wohl einen Rückfall erleiden, muss es aber nicht. Da sehe ich schon die Parallelen.

    Mein Rückfall würde bereits in meinem Kopf beginnen, deshalb sind meine Gedanken zum Rückfall bisher ein sehr geeignetes "Medikament".


    Hallo Marco,

    Zitat

    Ein depressiver Mensch betrachtet nur die "kranken" Anteile und sucht ständig die Bestätigung seiner eigenen Sichtweise


    das stimmt.

    Meine Depression betrachte ich derzeit als in der "trockenen" Phase.
    Meine Erlebnisse mit ihr waren teilweise sehr prägend und meine Strategien zur Bewältigung ihrer Anzeichen auch heute noch sind je nach Situation vollkommen unterschiedlich.
    Am besten komme ich im E-Fall mit eigenen Imaginationsübungen klar. Ich hab sie schon ewig nich mehr gebraucht.
    Ich denke, dass Depressionen sich gar nicht so sehr vom Alkoholismus unterscheiden.
    Dass es mir gut gehen darf und ich ehrlich gar keine Probleme brauche, hat ne Weile gebraucht.

    Ich habe lange gedacht, dass sie ein Ursprung meiner Abhängigkeit vom Alkohol sind und habe Depri und Alkoholismus in einen Topf geworfen.
    Heute denke ich, dass ich mein Nicht-Trinken nicht vom Da- oder Nicht-da-Sein meiner Depressionen abhängig machen will.
    Ich will depri sein dürfen und trotzdem nicht saufen müssen, wenn es mal so sein sollte.
    Auch das spielt sich natürlich bei mir ab. Dass es in irgendeiner Weise auf irgendwen übertragbar wäre, maße ich mir nicht an.

    Danke, viele Grüße und ein schönes Wochenende!
    Penta

    Hallo Marco,

    danke für deinen Beitrag hier.
    Sich mit einem Rückfall überhaupt auseinander setzen zu wollen und es (nicht andauernd!) zu tun, ist für mich Teil der Trockenarbeit.
    Im Laufe der Zeit habe ich immer wieder zum Rückfall und meiner "Gefährdung" hier geschrieben, weil es immer wieder mal Thema war und die Beiträge weichen in meiner Bewertung sehr sicher voneinander ab.
    Manche nennen es Wankelmut oder fehlende Konstanz. Ich nenne es Entwicklung.
    So fließen in jeden Beitrag neben meinem derzeitigen Status (müde, wach, euphorisch, depri) die vielen Runden, die ich zu einem Thema gedreht habe und mich mit anderen mal darüber austauschte mit ein.

    Auch ich beschränke mich nicht darauf, Alkoholikerin zu sein. Und schon gar nicht bin ich durch und durch vom Alkoholismus geprägt. Ich bin schließlich auch noch ne Depri!
    Und anderes sehr gern auch noch...

    Zitat

    Die Unterteilung von "Trinkpausen" und "Abstinenz" nach Zeit finde ich nicht sinnvoll für mich.


    Das Schöne an der Selbsthilfe ist, dass sich jeder das nehmen darf, was für ihn passt. Erst durch das massenhafte Angebot an Erfahrungen gibt es diese Auswahl.

    Gruß, Penta

    Hallo Jürgen,

    deine Strategie ist meiner nicht ganz unähnlich.
    Ein Rückfall ist eben nicht nur der Schluck aus der Pulle.
    Ich weiß nicht, wie lange ich meine "Abstinenz" noch ernsthaft Trinkpause nannte.
    Es war weit mehr als ein Jahr, denn mir war bewusst oder ich ahnte zumindest, dass ich dem Glas noch viel näher war als der Abstinenz.
    Inzwischen traue ich mir durchaus zu, sowohl meine Abstinenz zu sehen als auch meine Alkoholabhängigkeit mit der für meine Bewertung nötigen Distanz zu betrachten. Dazu gehört auch die vorurteilsarme Betrachtung meines potentiellen Rückfallrisikos. Und damit meine ich nicht den ersten Schluck aus der Flasche.
    In der Zeit meiner Trinkpause war allerdings meine Angst vor dem Rückfall eine hilfreiche Abwehrreaktion für mich. Wenn ich den Rückfall noch heute mit der Angst assoziiere (auch dadurch, dass ich sage, dass sie eben nicht da ist), zeigt mir das, dass sie eben beide lange miteinander verbunden waren.
    Eine vernünftige Bearbeitung eines Themas ist für mich nur schwer möglich, wenn ich emotional sehr stark beeinträchtigt von selbigem bin.

    Zitat

    "Rückfall" als plötzlich von aussen auf mich einwirkendes Ereignis kenne ich also seit ich dauerhaft abstinent lebe gar nicht.
    Es wird immer ein "Wendepunkt" sein, den ich geistig vorbereiten muss, damit er passieren kann.


    So sehe ich das auch.
    Ich bin zwar keine Mathematikerin und inkontinent... auch nich, aber definitiv eine Frühaufsteherin.

    Gruß, Penta

    Hallo Frank,

    ich finde nicht, dass Wortklauberei sinnlos oder gar unwichtig ist. Ganz im Gegenteil war es für mich nicht nur am Anfang meiner Trockenheit sehr wichtig, mir Gedanken über meine Wortwahl zu machen, gerade wenn es um Dinge geht, die mir wichtig sind.
    Deshalb denke ich schon, dass "Merkmal" hier nicht passt.

    Eigentlich war ich heute im Netz auf der Suche nach belastbaren Rückfallzahlen, als ich auf Therapieansätze stieß, die den Rückfall als hilfreich für trockene Alkoholiker sahen.
    Meine Frage war hier nicht die, ob ihr heute davon ausgeht, dass euch der Rückfall von morgen nicht schadet oder gar nützt.
    Meine Frage zielte auf euren Alkoholismus ab.

    Nach wie vor bin ich der Meinung, dass du nicht an einem anderen Alkoholismus leidest als ich, weil du einen oder mehrere Rückfälle hattest und ich keinen.
    Ich gehe davon aus, dass uns beide gerade wegen unserer Risikominimierung die "Anwesenheit" des potentiellen Rückfalles verbindet, die nicht aus irgendeiner unbestimmten Angst gespeist wird, sondern einfach der Wirklichkeit geschuldet ist, der sich wohl alle trockenen Alkoholiker gegenüber sehen, faktisch immer vor einem Rückfall zu stehen. Mal weiter davor, mal kürzer. Nur das begründet letztlich die Risikominimierung.
    Welches Risiko, wenn nicht das des Rückfalles wäre denn sonst noch zu minimieren?
    Also ist er da.
    Oder für mich: Er darf gern bleiben, denn wenn er aus meinen Gedanken verschwindet, brauche ich keine Risikominmierung mehr. Ich möchte nicht testen, ob das gelingen würde.

    Zitat

    Hab ich klären können wie ich das meinte?


    Ja. Danke dir.

    Gruß, Penta

    Hallo Tina,

    naja, der Rückfall ist wohl sicher treffender bezeichnet als "Symptom", denn wie Frank schon schrieb, findet er statt, wenn ich für mich nicht klar habe, was ich wirklich will und/oder die Prioritäten verschwommen sind, ich jedenfalls nicht, nicht mehr oder noch nicht bereit für ein trockenes Leben bin (mal platt ausgedrückt).
    Er ist eine unweigerliche Konsequenz von etwas.
    Insofern passt das für mich auch!
    Danke dir,
    Penta, die sich auch freut, dich zu lesen!

    Hallo viola,
    letztlich kommt es für mich nur darauf an, dass ich mich in die Lage versetze, weiter zufrieden trocken zu leben, unabhängig von den Quellen, die ich dafür wähle. Mir ist der Praxisbezug dabei wichtiger als die ursprüngliche Definition.
    Jedes Mal, wenn ich hier von Rückfällen lese, berührt es mich in irgendeiner Art und Weise. Das tut es deshalb, weil ich eben weiß, dass meine Abstinenz eben keine Selbstverständlichkeit ist.
    Ich sehe die Risikominimierung nicht als Gängelung, sondern als ein sehr wirksames Handwerkszeug, um den Rückfall zu vermeiden. Das schließt eine zunehmende Gelassenheit und weitere positive Nebeneffekte ja nicht aus. Aber das schriebst du ja auch gar nicht. Ich schweife ab. :wink:
    Ich finde sehr wohl, dass du hier auch ohne eigene Rückfallerfahrung richtig bist, denn du hast gute Erfahrungen damit, ihn bisher zu vermeiden. Danke dir.

    Viele Grüße, Penta

    Herzlichen Dank für die Antworten!

    Hallo Jürgen,

    Zitat von juergenbausf


    absolute Offenheit zum Thema Alkoholabhängigkeit und Abstinenz.


    zu dieser Offenheit gehört die Realität einer eventuellen Rückfallgefährdung auch für dich scheinbar nicht. :?

    Zitat von juergenbausf


    Angst vor der Zukunft habe ich nicht und damit auch keine Angst vor einem Rückfall.


    So ist das mit den Erwartungen. Ich habe das Argument der Angst an dieser Stelle erwartet. Haben meine Beiträge hier den Eindruck erweckt, dass ich ängstlich wäre?
    Niemand würde mir eine übertriebene Angst unterstellen, wenn ich mein Kind vor der heißen Herdplatte warne, denn sie ist ja nun mal manchmal (!) heiß.

    Die Rückfallquoten bei Alkoholikern sind für mich auch eindeutig.
    Allein von uns Schreibern hier weiß ich von Hartmut, Karsten und inzwischen von Frank, dass sie Rückfälle hatten.
    Auf der anderen Seite stehen ich, vielleicht du und vielleicht Q und Carl. Ich weiß es nicht sicher.
    Aber nach meiner Rechnung hatte fast jeder zweite, der in diesem Fred schrieb, einen oder mehrere Rückfälle und da ist die Aussage, das Thema nicht „hochreden“ zu wollen, für mich nicht so recht nachvollziehbar.

    Mein positives Denken erstreckt sich nicht darauf, Dinge, die unangenehm werden könnten, zu negieren oder positivieren.
    Ein Rückfall darf für mich schon noch Bestandteil des Alkoholismus bleiben, auch ohne dass ich ihn für mich selbst haben muss oder gar will.
    Nur so kann für mich eine tatsächliche Auseinandersetzung mit einem Thema funktionieren.
    Sie führt über die Bewertung meines Suchtverhaltens hin zu dem, was ich heute tue. An dieser Stelle sind wir wohl tatsächlich etwas weiter voneinander entfernt.

    Hallo Karsten,
    danke für deine Erläuterung.

    Zitat von Karsten

    Nur weil ich 15 Jahre trocken bin, bin ich ja nicht geheilt und geschafft habe ich es auch nie.


    Danke dafür. Ich gehe auch davon aus, dass ich nicht geheilt bin und hoffe, dass sich meine Einstellung nicht so schnell ändert.

    Hallo Frank,
    danke auch dir.

    Zitat von garcia


    Wären Rückfälle Merkmale der Alkoholkrankheit würde sie ausnahmslos jeder Alkoholiker erleben.


    Wie kommst du darauf?
    Um offiziell Alkoholiker zu sein, muss ich doch nicht alle Merkmale dieser Krankheit aufweisen, sondern eine Häufung derselben genügt zumindest den gängigen Normen zur Klassifizierung.

    Mich wundert, dass du als ein Alkoholiker, der Rückfälle (warum auch immer) erlebte, sagst, dass sie nicht zum Alkoholismus dazu gehören, weil nicht alle anderen sie erleben.
    Bei einer angenommenen positiven Rückfallquote von 80 Prozent werden von zehn Alkoholikern, Säufern, Trinkern immer noch acht rückfällig.
    Und du gehörst zu ihnen und beziehst dich auf die zwei aus meinem (zugegeben nicht repräsentativen!) Beispiel?
    Weiß nich :?

    Zitat von garcia

    ein sorgsamer Umgang mit sich selbst, den eigenen Gefühlen, dem eigenen Leben, gepaart mit einem Lebensstil der Risiken minimiert, ist ein guter Ratgeber.


    Das sehe ich ganz genau so.

    Hallo Hartmut,

    Zitat von Hartmut

    Es gibt ihn und er bringt mich ungestoppt um. Das reicht für mich um Risikominimierung zu betreiben


    Das bringt es auf den Punkt. Danke.

    Hallo Q.,

    Zitat von Quantensprung

    Ich denke es ist eben ein MÖGLICHES Merkmal/Symptom, wie man es auch nennen will. Aber kein zwangsläufiges. Eins, dass ich steuern kann. Sonst wäre für mich jede Trockenarbeit ad absurdum geführt,


    So hab ich es bisher immer gedacht und kam darüber nun tatsächlich etwas ins Zweifeln.

    Danke für die Beteiligung hier.
    Penta

    Hallo Karsten,

    mir ist wirklich nicht klar, was die Aussage, dass Rückfälle Merkmale des Alkoholismus sind, damit zu tun hat, dass jemand sie "braucht". :?

    Ich muss doch anerkennen, dass auch ich rückfällig werden kann, um überhaupt zu akzeptieren, dass ich das Risiko minimieren muss, damit es eben nicht dazu kommt. Oder nich?

    Gruß, Penta

    Guten Tag,

    in einem anderen Thema schrieb ich (bisher war ich keine Co), dass Rückfälle Merkmale des Alkoholismus seien. Scheinbar eine recht wilde Theorie.
    Mich interessieren die Merkmale, die irgendwer mal irgendwohin geschrieben hat (z.B. Jellinek) herzlich wenig, denn ich führe hier keinen wissenschaftlichen Diskurs, sondern berichte von meiner Motivation und meiner Erfahrung.
    Und die ist so, dass mir bisher sehr bewusst war, dass ich rückfällig bin, wenn ich heute wieder saufe, da ich an demselben Alkoholismus leide wie andere Alkoholiker. Mit allem Drum und Dran.

    Zitat von juergenbausf


    Ich versteh' nach wie vor nicht, warum die nicht einfach ansagen:
    Ich möchte und werde ab heute wieder trinken.
    Euch möchte ich damit nicht belästigen und suche mir daher eine eigene Wohnung in Kneipennähe.
    Wäre einfacher für alle.


    Ich weiß nich, warum "die" das nich tun, aber ich würde es vermutlich sogar so ähnlich machen.
    Es geht mir nicht um "die", sondern um euch selbst.
    Es wäre schön, wenn ihr mir von eurer Motivation und/oder euren Rückfällen berichten würdet und mir etwas auf die Sprünge helft.

    Gruß, Penta

    Guten Tag, Hartmut,

    Zitat von Hartmut

    wenn das meine Motivation ist um trocken zu werden, kann ich es gleich bleiben lassen.


    tatsächlich?
    Meine war und ist es.
    Für mich war und ist gerade der Fakt, dass ich jederzeit (!) rückfällig werden kann, immer wieder Motivation, genau dieses Risiko zu minimieren (wenn es funktionieren würde, würde ich es gern komplett ausschließen) und mich aktiv um meine Abstinenz zu "kümmern".

    Schönen Tag, Penta

    Hallo,

    ja, die Rückfallquote ist hoch. Aber genau das ist eben eines der Merkmale des Alkoholismus, der Rückfall.
    Es war einer meiner großen Irrtümer, als ich davon ausging, dass ich mit dem Wegstellen des letzten Glases trocken wäre.
    Ich hatte das Glück (?), dass ich mir neben meiner perfekten Rumeierei und Zweiflerei keinen Rückfall leistete.... und irgendwann auch tatsächlich in der Abstinenz ankam.

    Zitat

    Ich bin ein Teil dieser SHG und es macht mich einfach traurig das die Erfahrungen der Langzeittrocken einfach weg diskutiert werden . Das das Gerüst Grundbausteine in den Hintergrund rückt


    Das geht mir ähnlich.
    Mein "Glück" war, dass ich wohl wenigstens versuchte, mich mit diesen lästigen Grundbausteinen auseinander zu setzen. Ich bin sehr dankbar für die User, die mir ihre Erfahrungen mit eben diesen für mich seinerzeit sehr zweifelhaften Grundbausteinen mitteilten.
    Wenn die Penta von heute ihre Erfahrungen bei der Penta von vor über vier Jahren schreiben würde, gäbe es wohl reichlich Unverständnis auf beiden Seiten. Niemals hätte ich mir mich damals in dem Leben vorstellen können, das ich heute führe. Und heute verstehe ich nur noch mit Mühe meine Abwehr von damals...
    Ich bin ja heute nicht besser als damals. Aber mein Erfahrungshorizont hat sich durch die Zeit meiner Abstinenz schon ein wenig erweitert und wird es in den nächsten Jahren sehr sicher noch weiter tun.

    Gruß, Penta

    Hallo,
    In den vergangenen Wochen habe ich wieder wunderschöne Radgegenden erkundet.
    Ich war das erste Mal an der Mosel unterwegs. Bisher ging ich davon aus, dass dort eher eine Urlaubsgegend für Senioren ist, war aber sehr überrascht und begeistert von dem Radweg entlang dieses schönen Fluses.
    Eher zufällig landete ich danach auf der Venn-Bahn in der Eifel und erklärte diesen Weg für absolut familiengeeignet. Da wird ss sicher noch die eine oder andere Wiederholung in derZukunft geben.
    Der Saale-Radweg war auch wieder dran und ist für mich immer wieder ne neue Entdeckung.
    Schon schön, dass immer noch was bleibt, was entdeckt und bereist werden will.

    Gruß, Penta