Herzlichen Dank für die Antworten!
Hallo Jürgen,
Zitat von juergenbausf
absolute Offenheit zum Thema Alkoholabhängigkeit und Abstinenz.
zu dieser Offenheit gehört die Realität einer eventuellen Rückfallgefährdung auch für dich scheinbar nicht.
Zitat von juergenbausf
Angst vor der Zukunft habe ich nicht und damit auch keine Angst vor einem Rückfall.
So ist das mit den Erwartungen. Ich habe das Argument der Angst an dieser Stelle erwartet. Haben meine Beiträge hier den Eindruck erweckt, dass ich ängstlich wäre?
Niemand würde mir eine übertriebene Angst unterstellen, wenn ich mein Kind vor der heißen Herdplatte warne, denn sie ist ja nun mal manchmal (!) heiß.
Die Rückfallquoten bei Alkoholikern sind für mich auch eindeutig.
Allein von uns Schreibern hier weiß ich von Hartmut, Karsten und inzwischen von Frank, dass sie Rückfälle hatten.
Auf der anderen Seite stehen ich, vielleicht du und vielleicht Q und Carl. Ich weiß es nicht sicher.
Aber nach meiner Rechnung hatte fast jeder zweite, der in diesem Fred schrieb, einen oder mehrere Rückfälle und da ist die Aussage, das Thema nicht „hochreden“ zu wollen, für mich nicht so recht nachvollziehbar.
Mein positives Denken erstreckt sich nicht darauf, Dinge, die unangenehm werden könnten, zu negieren oder positivieren.
Ein Rückfall darf für mich schon noch Bestandteil des Alkoholismus bleiben, auch ohne dass ich ihn für mich selbst haben muss oder gar will.
Nur so kann für mich eine tatsächliche Auseinandersetzung mit einem Thema funktionieren.
Sie führt über die Bewertung meines Suchtverhaltens hin zu dem, was ich heute tue. An dieser Stelle sind wir wohl tatsächlich etwas weiter voneinander entfernt.
Hallo Karsten,
danke für deine Erläuterung.
Zitat von Karsten
Nur weil ich 15 Jahre trocken bin, bin ich ja nicht geheilt und geschafft habe ich es auch nie.
Danke dafür. Ich gehe auch davon aus, dass ich nicht geheilt bin und hoffe, dass sich meine Einstellung nicht so schnell ändert.
Hallo Frank,
danke auch dir.
Zitat von garcia
Wären Rückfälle Merkmale der Alkoholkrankheit würde sie ausnahmslos jeder Alkoholiker erleben.
Wie kommst du darauf?
Um offiziell Alkoholiker zu sein, muss ich doch nicht alle Merkmale dieser Krankheit aufweisen, sondern eine Häufung derselben genügt zumindest den gängigen Normen zur Klassifizierung.
Mich wundert, dass du als ein Alkoholiker, der Rückfälle (warum auch immer) erlebte, sagst, dass sie nicht zum Alkoholismus dazu gehören, weil nicht alle anderen sie erleben.
Bei einer angenommenen positiven Rückfallquote von 80 Prozent werden von zehn Alkoholikern, Säufern, Trinkern immer noch acht rückfällig.
Und du gehörst zu ihnen und beziehst dich auf die zwei aus meinem (zugegeben nicht repräsentativen!) Beispiel?
Weiß nich 
Zitat von garcia
ein sorgsamer Umgang mit sich selbst, den eigenen Gefühlen, dem eigenen Leben, gepaart mit einem Lebensstil der Risiken minimiert, ist ein guter Ratgeber.
Das sehe ich ganz genau so.
Hallo Hartmut,
Zitat von Hartmut
Es gibt ihn und er bringt mich ungestoppt um. Das reicht für mich um Risikominimierung zu betreiben
Das bringt es auf den Punkt. Danke.
Hallo Q.,
Zitat von Quantensprung
Ich denke es ist eben ein MÖGLICHES Merkmal/Symptom, wie man es auch nennen will. Aber kein zwangsläufiges. Eins, dass ich steuern kann. Sonst wäre für mich jede Trockenarbeit ad absurdum geführt,
So hab ich es bisher immer gedacht und kam darüber nun tatsächlich etwas ins Zweifeln.
Danke für die Beteiligung hier.
Penta