Beiträge von Nelly1807

    Hallo zusammen,

    ich glaub manchma, ich zieh den Alkohol an. Er verfolgt mich.

    Meine Mutter war Quartalssäuferin. Bier und Cognac-Cola. Ging viele Jahre so. Dann von fast einem Tag auf den anderen hat sich aufgehört. Einfach so. 2 Jahre hat sie überhaupt keinen Alkohol getrunken und kann jetzt sogar Sekt oder auch mal einen Likör trinken, ohne in ihr altes Muster zurück zu fallen.

    Meine Oma hat sehr viel getrunken. Mein Tante betäubt ihren trinkenden Mann mit einer Flasche Wein täglich. Sogar einer meiner ehemaligen Chefs ist trockener ALK.

    Und nach der ganze Geschichte, was mach ich blöde Kuh, heirate einen Alkoholiker....

    Ich weiß, dass ihr alle recht habt, ich muss meine Drohungen wahr machen und Konsequenzen ziehen. Der Vorteil ist, dass er ausziehen müsste, weil wir bei meinen Eltern im Haus wohnen und die Wohnung einmal mir gehören wird.

    Der Punkt ist, ich bin feige.... Ich glaube schon, dass ich mit einer Trennung zu recht kommen würde, aber es auszusprechen, fällt mir unheimlich schwer. Ich weiß, dass ich meine Kinder und mich schützen muß, nicht vor ihm, sondern vor der Belastung, die sein Verhalten mich sich bringt.

    Danke an alle
    Nelly

    Hallo,

    Sonntag, Montag, Dienstag, Mittwoch: Seine Tage ohne Alkohol. Donnerstag (gestern) kam er nicht mehr nüchtern von der Arbeit. Ich hätt k.... können. Was jetzt?

    Mein Ärger war schon so verraucht, dass ich gestern nicht reagieren konnte, genauso wie vorher. Stillschweigend geschluckt hab ich es...

    Hallo ihr alle...

    er hat seit 3 Tagen nichts getrunken. Zumindest nicht hier zu Hause, weil ich das Bier abzähle. Gut, das weiß er natürlich und könnte, wenn er wollte, woanders etwas trinken. 1 oder 2, vielleicht auch 3 Bier würde ich ihm wohl nicht anmerken, vorallem wenn er etwas gegessen hat.

    Ich war die letzten Tage eindeutig für Trennung, konnte es aber aus Feigheit nicht offen gegenüber ihm aussprechen ("schließlich versucht er gerade sein bestes"). Jetzt kommen immer wieder solche Gedanken: Vielleicht können wir wieder ein normales Familienleben führen, wenn er trocken bleibt. Ich bin mir aber unsicher, ob sich die Mauer einreißen läßt. Was soll ich tun, abwarten und sehen was passiert oder mich innerlich aggresiv bleiben lassen, denn dann geht eine Trennung leichter. Ich spür nämlich schon, dass der Ärger langsam weniger wird, aber ob so einfach Gefühle wieder kommen können, weiß ich nicht.

    Auf alle Fälle bin ich sehr froh, dass ich mich hier angemeldet hab. Es hilft mir sehr...

    Viele Grüße
    Claudia

    Hallo Chris,

    ich finde, das läßt sich nicht einfach beantworten.

    Auf alle Fälle keinesfalls mehr die Schwiegermutter mit der Aufsicht der Kinder beauftragen, nicht mal für 5 Minuten. Das kann tragisch enden.

    Für die Kinder müsst ihr euch definitiv eine andere Betreuung suchen.

    Wenn sie schon Essen verbrennen läßt, glaub ich, dass sie dringend in Behandlung muss und zwar stationär. Man kann sie nicht mehr alleine lassen. Sie ist für sich und andere eine Gefahr.

    Viel Kraft wünscht Nelly

    Hallo zusammen,

    der Große weiß Bescheid, da bin ich mir sicher. Ich hab noch nicht mit ihm gesprochen. Das Problem ist, dass mein Mann im Suff hin und wieder die Toilette nicht gefunden hat und einmal war mein Sohn mit im Zimmer.

    Ich hab während er ganzen letzten Jahre eine innere Mauer aufgebaut und ich weiß nicht, ob sie sich durch sein "Nichttrinken" (sollte er durchhalten) durchbrechen läßt. Daher wohl auch insgeheim mein "Gedanke", er wird rückfällig, damit ich ernstmachen kann.

    Irgendwie hab ich wohl schon mit dieser Ehe abgeschlossen, bin aber zu feige, es endgültig (ohne den Grund ALK) zu beenden.

    Dazu kommt, dass mein Mann absolut streitunfähig ist. Sag ich was, geht er einfach und läßt mich mit meinem Frust sitzen. Gestritten haben wir eigentlich noch nie. Ich fress alles in mich hinein (im wahrsten Sinne des Wortes)!

    Danke für die netten Worte... Ich glaube ich hab deinen ersten Eintrag auch gelesen und mir gedacht, wie sehr sich Männer ähneln können.
    Mein Mann ist fleißig, wirklich, scheut auch keine Hausarbeit. Mit den Kindern macht er so gut wie gar nichts, das nervt gewaltig.
    Vor 3 Jahren war ich auf Mutter-Kind-Kur, das tat so gut. Der Psychologe meinte zu mir, ich sei für eine Trennung noch nicht bereit. Ich glaub, jetzt bin ichs tatsächlich, es fehlt nur noch der Anstoß, weil ich - wie du sagst - feige bin. Ich hab sogar schon eine Trennungsvereinbarung aufgesetzt und rechne ständig hin und her, ob es ich finanziell schaff. Jetzt bemüht er sich gerade, weil er weiß, dass ich es jetzt ernst meine. Was ist, wenn er es schafft. Der Alk hat meine Ehe kaputt gemacht, läßt sich das wieder kitten? Wenn er es schafft und trenn mich trotzdem, bin ich wahrscheinlich schuld, wenn er wieder anfängt...

    Hallo zusammen,
    ich bin neu hier. Ich bin seit 12 Jahren verheiratet, wusste von Anfang an, dass er zuviel trinkt, hatte aber immer die Hoffnung, dass sich etwas ändert. mit mir, mit dem 1. Kind, mit dem 2. Kind.... Inzwischen sind die Kinder 11 und 7 Jahre alt. Seit 6 1/2 Jahren schlafen wir getrennt.

    Mein Mann trinkt "nur" Bier, ca. 5-10 halbe pro Tag. Jetzt hab ich ihm das Messer auf die Brust gesetzt, mit Trennung gedroht. Er scheint bemerkt zu haben, dass es mir ernst ist, seit 2 Tagen hat der nichts mehr getrunken. Eigentlich müsste ich wirklich froh sein, aber die Freude will sich nicht einstellen. Ich schäm mich dafür, aber es ist fast so, dass ich hoffe, er versagt, damit er ausziehen muss.

    Ich hab wirklich lange geredet, gedroht, nichts hat geholfen. Jetzt hab ich meine Eltern, die hinter mir stehen. Aber es gibt natürlich auch Stimmen, die jetzt sagen, "du musst ihn unterstützen", aber mir fehlt irgendwie die Kraft. Ich wünsch mir nur noch Ruhe und Frieden... Ist das falsch?

    Liebe Grüße
    Nelly