Hallo,
und einen ganz lieben Dank an alle die geantwortet haben.
Ich melde mich erst heute, da ich bis jetzt hier zu Haus keinen Internetzugang hatte. Mein Partner wollte sich darum kümmern, nun daraus wurde nichts. Nun habe ich ich wieder einen Internetzugang und das hier bei mir in der Wohnung und ich habe es allein hinbekommen.
Ich denke und lese nun viel über meine Abhänigkeit. Ja, ich bin abhänig von ihm. Habe mich abhänig machen lassen, habe dieses Spiel mitgespielt.
Frozen Tears, Gotti, Feeli, wie recht ihr habt.
Vor ein paar Wochen noch habe ich dies nicht wahrhaben wollen. Da habe ich zwar schon ein Buch über emotionale Erpressung gelesen und mich darin wieder erkannt aber ich war lang noch nicht soweit mich dagegen zur Wehr zu setzen. Hier eine meiner unrealistischen Vorstellungen: Das hört irgentwie auf. Er beendet es, weil er erkennt wie schlimm das ist was er mit mir macht. Meine ganze Eigenverantwortung habe ich somit an ihn abgegeben. Das ist mir in den vergangenen Tagen klar geworden. Die nehme ich nun zurück. Ich bin die die etwas ändern muss, denn mich stört so vieles. Mir tut es weh.
Ich erahne auch warum ich das mitgemacht habe, diese angst in zu verlieren, eine wirklich starke Verlustangst, hielt mich zurück.
Genau an dieser Angst hat er angesetzt und immer wieder gedroht, wenn ich nicht mitspiele dann verlässt er mich.
Er ist ein äußerlich sehr attraktiver Mann, ich bin ganz vernarrt in ihn.
Die meisten in unserem Unfeld nehmen ihn als hilsbereiten, freundlichen Menschen wahr. Die verstehen gar nicht was ich habe- Das weiß er gut für sich zu nutzen, da habe ich mich auch manipulieren lassen.
Dieganze zeit über habe ich mich hilflos, minderwertig, ja wirklich wie eine kleine verängstigte Maus gefühlt. Ich habe sogar aufgehört mit meinen Freundinnen zu telefonieren, da er sagte dort lässt Du Dich doch nur aufbauen. Du bist wie ein Junkie nach dem nächsten Kick. Das schlimme: ich begann es zu glauben. Mich zu hinterfragen.
Seine Hilflosigkeit beginne ich erst jetzt zu sehen.
Seit zwei Wochen, sehen wir uns nur noch sporadisch. Das liegt daran, dass er nun nicht mehr mit mir zusammen sein möchte.
Ich verhalte mich so, dass ich nicht mehr in seiner Nähe sein will, wenn er mich beleidigt und anschreit.
Dann unterbreche ich den Kontakt. Nun hat er alle seine Sachen abgeholt, und sich nur wenig gemeldet.
In mir passiert durch diese Trennung, (davor hatte ich am meisten angst, vor der Trennung) das ich mich klarer, oft sogar erleichtert fühle.
Ich habe den Kontakt zu meinen Freundinnen wieder aufgenommen, und ich rede viel darüber was passiert ist und auch warum ich mich nicht gemeldet habe. Ich rede über meine Abhänigkeit und das ich es nicht geschafft habe mich regelmäßig zu melden. Ich erhalte viel Verständnis und Zuspruch. Das tut mir sooo gut.
Und ich nehme es, auch wenn ich noch seine Kommentare dazu in mir höre.
Liebe Feeli,
am Wochenende habe ich einiges für mich getan. Bin rausgegangen, habe mich verabredet. Viel telefoniert. Zwischendurch sspürte ich Freude in mir und Glück.
Seit er vor zwei Wochen, wieder durch einen Fehler meinerseits, zum trinken ging und ich ihm nicht wie sonst üblich hinterhergelaufen bin, sondern mich nicht mehr bei ihm gemeldet habe, habe ich geschenkte Zeit.
Zeit für mich. Das ist so lange her. Sonst drehte sich alles nur um ihn.
Ich habe mich mit um ihn gedreht.
Ich beginne nun um mich zu kreisen.
Er wird immer wütender.
Am Samstag kam er rüber, ganz der nette.
Mir gings gut.
Ich lachte viel.
Er war sehr betrunken, und es machte mir nichts aus.
Er erzählte, wieder einmal wie schlecht es ihm geht, warum er trinkt.......
Ich hörte ihm ein wenig zu und dann sagte ich: So ich gehe jetzt zum einkaufen.
Da wurde er sehr wütend.
Warf mir vor ich liebe ihn nicht, wenn ich jetzt gehe.
Ach, das war schon viele, viele, Samstage so.
Er betrunken, selbstmitleidig oder wütend auf die ungerechte Welt-
Ich zuhörend, innerlich immer unruhiger werdend ( wollte ja einkaufen)
Immer beschuldigte er irgendwann mich.
Diesen Samstag, fühlte ich mich innerlich frei davon. Packte meine Sachen und wollte gehen, da wurde er sowas von demütigend zu mir.
Bedrohte mich.
Nahm mir gewaltsam eine Kamera weg.
Ich ließ die Kamera noch schnell genug los, sonst hätte er mir alle Finger umgedreht.
Wieder ich verlasse Dich, schrie er.
In mir war es anders als sonst.
Es traf mich nicht.
Ich sah plötzlich wie hilflos er war.
Aber in mir gab es auch keinen: Ach der Arme ich rette ihn Impuls.
Ich bat ihn zu gehen.
Er ging noch lange nicht, Wütete schrie, bedrohte mich aber irgentwann ging er.
Noch vor zwei Wochen hätte ich geweint, mich verletzt gefühlt. Wäre zu ihm gegangen um ihn zur Rede zustellen.........
Diesmal war ich froh als er weg war.
Als ich aus dem Haus kam spürte ich die strahlende Sonne.
Meine Erleichterung.
Ich ging einkaufen, besuchte meine Eltern.
Erleichterung in mir.
Ich hoffte wenn ich nach Hause komme das er nicht da ist. Er war da.
ER lebt in seiner eigenen Wohnung, wir leben im selben Mietshaus.
Dann bekam ich plötzlich starke angst.
Angst das er einfach in meine Wohnung kommt.
Er hat schon mal als ich die Tür nicht aufmachte, diese eingetreten.
Ich habe damals die Polizei gerufen.
Ich bakam eine riesen Angst.
Habe mir Fluchtwege aus meiner Wohnung überlegt.
Konnte mich nur schwer beruhigen.
Bin irgendwann eingeschlafen.
Er kam nicht.
Am Sonntag als ich zu meinem Auto ging, rief er mir nach: Verpiss Dich!
Es traf mich nicht wie gewohnt.
Ich reagierte nicht darauf.
Bin einfach weggefahren.
Das tat mir sowas von gut.
Aber nun beunruhigt mich wieder etwas.
Er hat bei mir damals als ich hier einzog, den Boden verlegt. Dieser kam nun an einer Stelle hoch. Er sagte er habe mich verflucht, deshalb käme der Boden hoch. Verrückt, gelle?
Der Boden kam hoch weil er ihn zu eng an die Wand gelegt hat.
Nun wie auch immer, als ich gestern heim kam war der Boden wieder O.K.
Hilfe, er hat keinen SChlüssel zu meiner Wohnung. Ich habe ein neues SChloss eingebaut.
Ich bin schon hunderte von Malen über die Stelle gelaufen, aber sie ist wieder O:K.
Also muss er doch hier gewesen sein.
Was meint ihr?
Das ängstigt mich schon wieder.
So, wieder einmal habe ich viel, viel geschrieben. Es tut mir gut zu schreiben hier.
Alles liebe
Salbei