Hallo S,
Na, ist die Berg- und Tal-Bahn mal wieder unten angekommen? Lass mal gut sein, es geht auch wieder aufwärts.
Hartmut war es, der in meinem Thread geschrieben hat, dass auch wir Cos krank sind. Und wie andere bei anderen Krankheiten sind wir nicht Schuld an unserer Krankheit. Als er das bei mir schrieb, war ich erst sehr betroffen. Im Gegensatz zu Dir hatte ich gar nicht begriffen, dass ich mir an meiner Krankheit die Schuld gebe - gegeben habe.
Versuch Dich zu entspannen. Wenn Du das nicht kannst, geh zum Arzt. Und vor allem geh fleißig zur Therapie und schreib Dir hier alles von der Seele. Es ist wichtig, dass Du Dich fängst. Ich will hier weiß Gott keine Empfehlung für Psychopharmaka geben, aber mich hat es etwas ausgeglichen, seit ich auf Medikamente eingestellt bin. Sobald ich halbwegs drüber hinweg bin, werde ich sie wieder absetzen, ich nehme eine schwache Dosierung und sie machen nicht abhängig. Deine ups und downs kommen mir schon ziemlich heftig vor.
Ich habe mich selbst nicht wiedererkannt, als ich mich auf Fotos gesehen habe (1 x Reise nach Italien mit XY, 1 x Geschäftsreise). Na und? Deshalb bin ich jetzt da, wo ich bin und ich merke, dass ich als stärkerer Mensch aus der Sache hervorgehen werde. Die Trauer ist dazu da, Dinge zu verarbeiten, aber man sollte sich nicht in ihr verlieren. Also heul ruhig, wenn Dir zum heulen zumute ist, aber dann tu Dir was Gutes. Wie wäre es mit einem schönen Erkältungsbad und einem guten Buch dazu (am besten KEINE Liebesgeschichte
). Mach Pläne für Deine Freizeit. Mit Leuten, die Du gut ertragen kannst oder auch alleine. Am besten etwas, was die Stresshormone abbaut, also wandern oder Sport. Besonders in dieser Jahreszeit ist es wichtig, Tageslicht abzubekommen.
Liebe Grüße
Feeli