Hallo S,
Die Tiefpunkte gehören dazu. Du bist schwer abhängig und jetzt hast Du keinen Saufdruck, wie Dein XY, sondern Beziehungsdruck.
Ist doch verständlich, dass Du Dich danach zurücksehnst, ihn halb besinnungslos vorzufinden, versifft, stinkend. Dass Du es vermisst, von ihm für alles die Schuld zu bekommen, von ihm seelisch mißbraucht zu werden und für ihn die Kohlen aus dem Feuer zu holen. Klar vermisst Du den Anblick von unendlich vielen leeren Flaschen. Die Wärme und Nähe, die in Eurer Beziehung herrscht. Dass er sich für Dich aufopfert und ihm 24/7 daran gelegen ist, dass es Dir gut geht. Dass er immer zuerst fragt, was Du machen möchtest, bevor er seine Pläne schmiedet. Dass er Dir laufend Geschenke macht, die Dir etwas bedeuten, weil er sich nichts gönnt und deshalb immer so viel Geld übrig hat 
Halte durch, bald geht es Dir wieder besser. Ich war auch immer ein eher ausgeglichener Mensch. Aber gerade unmittelbar, nachdem ich wirklich beschlossen hatte, mich zu trennen, waren meine Stimmungsschwankungen echt extrem!
Wenn Du nicht grübeln willst, dann unternimm etwas, das Dich ablenkt. Auch wenn Du vielleicht erstmal gar keine Lust darauf hast. Wer so lange neben einem Alkoholiker ausgehalten hat, ist stark! Deswegen weiß ich, dass Du den seelischen Druck, unter dem Du jetzt stehst, aushalten und die ganze Sache überstehen kannst. Hab ein bißchen Vertrauen zu uns anderen und vor allem: Zu DIR SELBST!!!!!
Feeli