Liebe Joanne,
Andere hier wissen deshalb so genau, was mit Dir los ist, weil alle Co's in etwa dasselbe durchmachen (müssen).
Ich finde es klasse, dass Du zum Arzt gehen möchtest. Hätte ich mir nicht alle Hilfe gesucht, die ich nur kriegen kann (bisher habe ich lediglich noch keine Kur beantragt - kommt nach dem Urlaub), wüsste ich nicht, was passiert wäre. Ich bin in hier, in einer 'echten' SHG, in Psychotherapie und nehme Antidepressiva. Ich hatte das Glück, in Urlaub reisen zu können und treffe mich mit Freunden und Familie, so oft es geht. Es geht mir immer noch schlecht, aber dann doch irgendwie jeden Tag ein ganz kleines Stückchen besser.
Es ist unendlich schmerzhaft, wenn man einsehen muss, dass das Bild, das man von sich und seiner Beziehung / Ehe / Familie hatte, kein Abbild der Realität ist und das Traumbild zerplatzt wie eine Seifenblase. Ich hatte gedacht, wenn mein Mann begreift es geht wirklich darum, mich zu behalten oder zu verlieren, wird er sich ändern. Falsch gedacht.
Für mich habe ich begriffen, dass jetzt eine weitere sehr harte Zeit auf mich zukommt (Trennung, Scheidung, Leben neu ausrichten), aber dass es dann wieder aufwärts gehen wird. Meine Wunden sind auch noch ganz frisch und es tut höllisch weh. Aber ich will nicht mit meinem Mann untergehen. Eigentlich trenne nicht ich mich, denn er hat mir die Entscheidung schon lange abgenommen, als er die Finger nicht von der Flasche gelassen hat. Und sich auch nicht helfen ließ.
ES IST HART, ABER DU WIRST ES SCHAFFEN!!!!!!!
Liebe Grüße
Feeli