Beiträge von Feeli

    Hallo Joanne,

    Zuerst auch von mir gute Besserung! Mein Immunsystem will auch nicht so wie ich im Moment, auch wenn ich noch nicht auf der Nase liege.

    So eine Scheidung braucht ihre Zeit. Das ist auf der einen Seite nicht so gut, weil man ja am liebsten gleich alle Zelte hinter sich abbrechen möchte. Aber auf der anderen Seite kann man sich eben auch die Zeit nehmen, die man braucht. Man sollte das Rechtliche schon regeln, um sich abzusichern. Aber man muss es nicht über's Knie brechen.

    Jaja, wenn meiner mich ruhigstellen wollte, war er auch immer sehr lieb und hat mir nach dem Mund geredet. Das war aber leider nie dauerhaft. Und dass mir jemand nur nach dem Mund redet, obwohl er gar nicht meiner Meinung ist, will ich sowieso nicht.

    Liebe Grüße
    Feeli

    Hallo Xelos,

    Ich kann es natürlich nicht so genau beurteilen, weil ich nicht dabei bin. Aber mir scheint, Dein Sohn braucht dringend Hilfe von außen, um mit der Situation zurecht zu kommen. Und zwar nicht nur mit der Situation der alkoholkranken Mutter, sondern auch wegen dem, was auf Euch nun weiterhin zukommt. Und wie wäre für Dich eine Selbsthilfegruppe?

    Wenn es wirklich keine andere Möglichkeit gibt und Ihr die Trennung unter einem Dach durchstehen müsst, dann werden weitere schwere Zeiten auf Euch zukommen. Wenn Deine Frau aber damit einverstanden ist, könnt Ihr auch das Datum, seit dem Ihr getrennt seid, nach hinten verlegen. Dann wäre die Sache ganz schnell durchgestanden. Und es gibt außerdem noch den Fall einer Härtescheidung. Lass Dich am besten mal anwaltlich beraten. Das kann, will und sollte ich nicht tun, sondern ein Profi.

    Ich wünsche allen Beteiligten alles Gute.

    Feeli

    Hallo nochmal,

    @ Matthias: Ja, verstehe schon. Du meinst, es sei keine Liebe. Vielleicht hast Du Recht, aber innerlich kann ich mich mit dem Gedanken immer noch nicht abfinden. Sorry, da kommen mir dann doch die Tränen. Zum ersten Mal seit längerer Zeit. Wann in den letzten 14 Jahren und wie verdammt nochmal ist die Liebe denn verloren gegangen?

    Ich kann und will mich nicht mit dem Gedanken abfinden, dass er mich nur noch gebraucht und benutzt hat - auch wenn die Fakten da vielleicht für sich sprechen.

    Sorry Salbei, dass ich hier Deinen Thread zutexte, aber Matthias hat da echt einen wunden Punkt bei mir getroffen (wofür ich ihm dankbar bin), da musste ich drauf reagieren. Ich muss erst noch rausfinden, ob die Liebe, die ich empfunden habe (noch empfinde?) und von der ich mir so sicher war, dass sie auf Gegenseitigkeit beruht (hat?), auch Teil meines Luftschlosses war oder ob sie doch wirklich da war (ist?).

    Jatzt aber husch in die Stadt, Salbei! Mach es Dir schön und genieße den Tag :!:

    Liebe Grüße
    Feeli

    Hallo Matthias,

    Zitat

    lieben < wie denn sonst?


    Naja, es gibt ja auch sowas wie Liebe, wo die Beteiligten sich gegenseitig kaputtmachen, nicht wahr?

    Wie wär's mit Bonnie und Clyde, Cäsar und Kleopatra, etwa jedes zweite Filmpaar oder (fast) ALLE, die in diesem Forum schreiben???

    Oder sollte ich Dich etwa falsch verstanden haben?

    Lieben Gruß von
    Feeli

    Hallo Salbei,

    Donnerwetter!!!!! Du machst Fortschritte und WAS FÜR WELCHE!!!!

    Und ich darf mir einreden, dass ich ein kleines bißchen dazu beigetragen habe *selberaufdieschulterklopf* :D:D:D

    Zitat

    Salbei warte noch mit dem Anruf vieleicht eine Stunde.... es hat funktioniert....


    Das hast Du super gemacht. Ich bin stolz auf Dich.

    Ja, dass man sich in seine eigenen Gedanken hineinsteigert und irgendwann kopflos wie ein aufgezogenes Spielzeugauto (weißt Du was ich meine?) in eine Richtung zu schießen, das kenne ich auch sehr gut. Dieses Spielzeugauto schießt dann so lange in eine Richtung, bis es an die Wand kracht. Schlimmstenfalls geht es darüber kaputt. Genau das ist der Moment, wo man am besten innehält und sich sagt: 'Nicht sofort handeln, warte noch ein bißchen.' Bei mir ist das immer der Fall, wenn ich denke, dass er gerade säuft und eventuell irgendwo halbtot bis tot rumliegt. Dass das passiert, glaube ich inzwischen immer seltener. Dabei hoffe ich natürlich, dass mich die Realität keines Besseren belehrt :roll:

    Und dass Du Dich jetzt erstmal ein wenig verwöhnen willst, ist das beste, was Du machen kannst. Stopf die entstehenden Lücken mit Seelenbalsam für Dich selbst.

    Salbei, niemand kann Dir garantieren, dass Dein XY die Kurve kriegt und Ihr jemals ein glückliches Paar werdet. Aber Du als Mensch wirst mit Sicherheit glücklicher, wenn Du Deine Kraft für Dich selbst aufwendest, statt sie an ihn zu verschwenden. Mensch Süße, Du hast doch sogar Angst vor ihm - das gibt es unter Menschen nicht, die sich auf eine gesunde Weise lieben (das betrifft natürlich mich auch).

    Ich wünsche Dir heute ganz viel Sonne 8)

    Feeli

    Hallo Salbei,

    Ich habe im Moment keinerlei Kontakt mit meinem XY. Seit drei Wochen mit einer Unterbrechung am letzten Freitag. Und: Es tut gut. Es tut auch weh, aber der Schmerz lässt immer weiter nach. Das heißt nicht, dass ich ihn nicht vermisse. Ich kann es nicht so gut beschreiben, aber irgendwie kommt man zur Ruhe.

    Du hast also Angst, dass er Dir wieder die Tür eintritt? Dann ruf die Polizei. Ja, es ist richtig, ihn zu ignorieren. Ja, es ist richtig, ihn darum zu bitten, zu gehen. Und wenn der Anlass da ist, ist es auch richtig, die Polizei zu rufen. Ich war auch mal mit der Polizei bei mir im Haus. Jetzt, wo ich darüber nachdenke, war er seit dem nur ein einziges Mal verbal aggressiv und sonst überhaupt nicht mehr.

    Du möchtest nicht mit ihm Schluss machen, um ihm nicht weh zu tun, richtig? Er hat schon mit Dir Schluss gemacht. Er hat nämlich eine leidenschaftliche Beziehung mit Madame Promille. Er braucht Dich nicht mehr, weil er Dich liebt. Er mißbraucht Dich nur noch.

    Er hat mal gekocht und aufgeräumt? Hey, sowas mache ich jeden Tag. Wo ist mein Bundesverdienstkreuz? :D

    Ich kann mir gut vorstellen, wie es Dir im Moment geht. Bei mir gab es auch eine Phase, wo jeden Tag eine neue Katastrophe drohte - und eintraf. Erst, als ich mich räumlich getrennt habe, wurde es deutlich besser. Für ihn übrigens auch. Ich habe ihm damit also tatsächlich einen Gefallen getan. Hätte ich vorher nicht für möglich gehalten.

    Liebe Grüße von

    Feeli

    Guten Morgen Joanne,

    Du wolltest Deinem Mann noch eine Chance geben. Das ehrt Dich. Er hat sie gehabt und Dir die Entscheidung abgenommen. Also bitte, worauf wartest Du?

    Ja, eine Kur würde ich für gut halten. Habe selbst noch keine gemacht, aber nur deshalb, weil ich den Antrag nicht stellen konnte. Dafür verreise ich, so oft ich kann. Man kommt wieder zurück in den gleichen Mist. Hat aber in der Zwischenzeit die Gelegenheit, sich über sich selbst und seine Wünsche klar zu werden und die Akkus zu füllen.

    Ja, mach einen Termin beim Anwalt. Und bei der Bank. Und beim Therapeuten. So schnell, wie es eben gerade geht. Man kann auch mehr als einen Termin pro Tag wahrnehmen. Kümmere Dich um die Zukunft von Dir und Deiner Tochter. Das ist jetzt GANZ WICHTIG! Die Kraft hast Du. Es geht um Euer Leben.

    Hör auf, die nette und verständnisvolle zu sein. Das raubt Dir nur die Kräfte, die Du jetzt anderweitig brauchst.

    Denke an Dich

    Feeli

    Hallo Xelos,

    Es freut mich sehr für Dich, dass Du eine (mögliche) neue Partnerin gefunden hast, mit der Du den bevorstehenden schweren Weg gemeinsam gehen kannst. Und dass Du Dich auf etwas Neues einlassen kannst, zeigt ja nur, dass Du innerlich schon mit der Ehe mit Deiner jetzigen Frau abgeschlossen hast.

    Drücke Dir die Daumen, dass alles halbwegs konstruktiv geregelt werden kann, Deiner Tochter, dass sie von dem, was vorgefallen ist, unbelastet bleibt und Deiner Frau, dass sie jetzt ihren Tiefpunkt erreicht und die Kurve kriegt.

    Es würde mich freuen, wenn Du weiterhin von Deinem Weg berichtest.

    Liebe Grüße
    Feeli

    Hallo Xelos,

    Naja, was Du hast, weißt Du ja. Ob die Situation für Dich erträglich ist, kannst Du selbst am besten entscheiden. Sei Dir nur dessen bewusst, dass Alkoholismus eine Krankheit ist, die tödlich endet, wenn sie nicht gestoppt wird. Um diese Krankheit zu stoppen, muss der Alkoholiker dies wollen. Dieser Wille muss von innen heraus kommen. Wenn der Entzug und die anschließende Therapie auch subjektiv die bessere Alternative für den Alki sind.

    Du scheinst mir jetzt aber den Absprung machen zu wollen, weil Du eine andere Frau gefunden hast?

    Was tust Du für Dein Kind? Bringst Du es zur Therapie? Es kann sie mit Sicherheit gebrauchen. Oder zumindest eine psychologische Beratung im Zusammenhang mit der Sucht Deiner Frau.

    Liebe Grüße

    Feeli

    Guten Morgen Joanne,

    Gestern hatte ich mit meiner Therapeutin auch das Thema. Wie schwer es auszuhalten ist, wenn das einzige, was man tun kann, ist, sich zu 100% zurückzuziehen und jeden Kontakt (den man ja selber gerne hätte) zu vermeiden.

    Es tut furchtbar weh. Aber es schmerzt jeden Tag ein kleines bißchen weniger. Und: Der Weg zurück steht Dir jederzeit offen. Du verlierst nichts.

    Ich habe meinem Mann neulich, als wir uns dann doch gesehen haben (ein 'Unfall' meinerseits), gesagt, dass in Wahrheit nicht ich ihn verlassen habe, sondern er mich schon vor viel längerer Zeit. Das hat er bestätigt. Ich hoffe nicht deshalb, um mir mal wieder nach dem Mund zu reden, sondern weil er es genauso sieht.

    Um es mal auf den Punkt zu bringen: Du willst an der Situation etwas ändern, sonst wärst Du nicht hier im Forum. Du kannst aber nur den Bereich ändern, der Dich selbst und Deine Tochter betrifft. Er geht seinen eigenen Weg. Also finde Dich mit der Situation ab, wie sie ist und sich in einer Spirale immer weiter entwickeln wird. Wenn er ins Krankenhaus muss. Es nicht mehr bis zur Toilette schafft. Abmagert und aussieht wie eine Leiche. Die Körperhygiene vernachlässigt, weil er nicht mehr kann. Dir Angst macht. Deiner Tochter Angst macht. Todesangst, wie fast alle hier sie schonmal vor ihrem Partner hatten. Oder bricht aus dem Teufelskreis aus. Wie wäre wohl Euer Leben ohne ihn? Schonmal drüber nachgedacht?

    Wenn ich Dir zu nahe trete und die Klappe halten soll, sag's mir. Ansonsten werde ich weiter versuchen, Dir einen Spiegel vorzuhalten :wink: Bist herzlich dazu eingeladen, mich auch zu zerpflücken, auch ich habe es verdient :lol:

    Liebe Grüße von

    Feeli

    Hallo Joanne,

    Der finanzielle Aspekt ist nicht unwichtig, das stimmt. Dazu möchte ich aber folgendes anmerken:

    Wenn du nicht gehst, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass er weiter säuft, rapide an. Säuft er weiter, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr verarmt, weil er Geld für Alk braucht, seinen Job verliert, besoffen einen Autounfall hat und die Versicherung nicht zahlt, er zum Pflegefall wird..... Eventuell wirst auch Du krank, Deine Tochter kann ihren Lebensweg nicht so gehen, wie es in einem ruhigen Zuhause möglich wäre usw.

    Das alles muss nicht passieren. Passiert es aber doch, steckt Ihr noch viel tiefer im Elend, als wenn du jetzt einen Schlussstrich ziehst.

    Ich war heute beim Arzt. Der hat zu mir gesagt, wenn ich Verantwortung übernehme, nehme ich meinem Mann die Selbständigkeit. In den Schwierigkeiten, die mein Mann hat, liegen auch immer Entwicklungschancen. Wenn er sich den Problemen des Lebens stellen muss, stehen die Chancen nicht zu schlecht, dass er die Kurve kriegt. Nehme ich ihm aber alles ab, dann nehme ich ihm auch seine Würde. Das bekämpft er dann mit seiner Geliebten, dem Alkohol.

    Tut mir Leid, dass Du jetzt durch all diese Gedanken durch musst. Muss ich auch :(

    Kopf hoch und frische Luft tanken!

    Feeli

    Hallo Joanne,

    Ja, dass man nach so einem Termin total aufgelöst ist, kenne ich auch. Habe währenddessen und vor allem danach Rotz und Wasser geheult.

    Die Kraft hast Du schon. Du hast sogar noch viel mehr Kraft, denn Du hältst diese Situation jetzt schon eine ganze Weile aus. Aber Du musst auf Dich aufpassen, sonst wirst Du vielleicht bald ernsthaft krank. Im Gegensatz zu Deinem Mann hast du keinen liebenden Ehepartner Zuhause, der Dich dann versorgt.

    Wovor genau hast Du denn Angst, wenn du gehst? Dass Du icht mehr zurück kannst? Doch, das kannst Du. Wenn Du noch willst. Sonst gibt es nichts, wovor Du Angst zu haben bräuchtest.

    Lieben Gruß von

    Feeli

    Liebe Joanne,

    Bitte versteh mich nicht falsch. Ich will Dich nicht kritisieren. Das steht mir nicht zu und dafür baue ich selbst viel zu viel Mist mit meinem Co-Verhalten.

    Es ist meine eigene traurige Erfahrung, dass man nur mit den Dingen drohen darf, die man auch wirklich im Fall der Fälle durchzieht. Man verliert sonst seine Glaubwürdigkeit. Nein, der andere verliert den Respekt, den er einem eigentlich schuldig wäre.

    In keiner Weise wollte ich Dich dazu auffordern, Dich irgendeiner Situation mit Deinem Mann zu stellen. Ganz im Gegenteil. Mach, was Dir gut tut. Aber versuch auch, Dir ganz in Ruhe und objektiv zu überlegen, was Dir eigentlich gut tut. Stell Dir vor, Du seist eine Freundin von Dir. Was würdest Du Dir selbst raten?

    Für jemanden wie uns ist es ganz schwierig, Grenzen zu setzen und diese auch einzufordern. Aber es hilft.

    Ich wünsche Dir einen schönen Abend und dass Du und Deine Tochter ein wenig Frieden findet. Mal Luft holen könnt.

    Feeli

    Hallo Joanne,

    Wenn ich das richtig verstanden habe, so hast Du ihn schon vor eine Wahl gestellt: Der Alkohol oder Ihr zwei? Und jetzt zeigst Du ihm, dass ja doch weiterhin beides geht?

    Wenn Du Dich nicht trennen willst oder kannst, dann überlege Dir andere Konsequenzen. Solche, die Du dann auch wirklich durchziehen kannst. Dabei solltest Du Dir aber im Klaren darüber sein, dass Du ihn nicht ändern wirst. Entweder ihm ist die Situation, die Du änderst, so unangenehm, dass er den Alkohol bleiben lässt oder es geht ihm noch so gut, dass er weiter trinken möchte. Wenn du etwas androhst, dann zieh es auch durch. Oder lass die Drohung sein, denn sie bringt eh nichts, er nimmt Dich nur noch weniger ernst.

    Du könntest ja mit solchen Dingen anfangen wie: Wenn Du Dich heute gegenüber mir oder meiner Tochter betrunken zeigst / aggressiv verhältst, dann musst Du Dir Dein Abendessen eben selbst besorgen / Deine Wäsche selbst waschen etc. Wie Inga schon geschrieben hat: Kleine Schritte.

    Liebe Grüße
    Feeli

    Liebe Salbei,

    Ich kenne das sehr gut. Ich hatte ja in den letzten zwei Wochen Abstand zu meinem XY. Und jedes Mal, wenn es mir so richtig gut ging und ich gelacht habe, wurde mir das plötzlich bewußt. So als müsste ich deshalb ein schlechtes Gewissen haben. Dieses Gefühl habe ich dann immer ganz schnell wegzuschieben versucht. Es wird bestimmt immer seltener kommen.

    Heute habe ich meinen XY gesehen. Und - kawumms - das ganze Gefühlschaos kehrt zurück. Am liebsten würde ich gleich wieder verreisen!

    Schaff Dir Deine XY-freien Räume und baue sie aus. Alles ist furchtbar schmerzhaft, das weiß ich.

    Ich kriege schon schlechtes Gewissen, wenn ich an meinen XY ganz normale Ansprüche stelle. Er ist ja krank, also überfordere ich ihn damit und treibe ihn letzen Endes noch tiefer in die Krankheit - oder?

    Ach, ich bin Dir wohl heute keine große Hilfe. Stecke im Moment selbst zu tief in der Suppe :?

    Liebe Grüße von

    Feeli

    Liebe Salbei,

    Wenn ich das aus Deinem Blog richtig herauslese, dann ist dieses Androhen, sich eine andere zu suchen, DEIN Co-Knopf. Wenn ihm sonst nichts mehr einfällt - das zieht bei Dir immer!

    Ich habe über Alkoholiker gelesen, dass man sie wesentlich schwieriger 'los wird', als man vermutet. Du lässt ihn ja dann doch immer wieder machen, also warum sollte er sich eine andere suchen? Und würdest Du Dir (nochmal und sehenden Auges) einen anlachen, der säuft?

    Natürlich gibt es keine Garantie dafür, dass er sich im Zweifelsfalle nicht doch eine andere anlacht. Aber die Chancen dafür stehen wesentlich schlechter, als Du glaubst.

    War es nicht schon einmal so, dass Du gesagt hast 'Ja dann geh doch!' und er kam wieder angekrochen?

    LG

    Feeli

    Liebe Joanne,

    Andere hier wissen deshalb so genau, was mit Dir los ist, weil alle Co's in etwa dasselbe durchmachen (müssen).

    Ich finde es klasse, dass Du zum Arzt gehen möchtest. Hätte ich mir nicht alle Hilfe gesucht, die ich nur kriegen kann (bisher habe ich lediglich noch keine Kur beantragt - kommt nach dem Urlaub), wüsste ich nicht, was passiert wäre. Ich bin in hier, in einer 'echten' SHG, in Psychotherapie und nehme Antidepressiva. Ich hatte das Glück, in Urlaub reisen zu können und treffe mich mit Freunden und Familie, so oft es geht. Es geht mir immer noch schlecht, aber dann doch irgendwie jeden Tag ein ganz kleines Stückchen besser.

    Es ist unendlich schmerzhaft, wenn man einsehen muss, dass das Bild, das man von sich und seiner Beziehung / Ehe / Familie hatte, kein Abbild der Realität ist und das Traumbild zerplatzt wie eine Seifenblase. Ich hatte gedacht, wenn mein Mann begreift es geht wirklich darum, mich zu behalten oder zu verlieren, wird er sich ändern. Falsch gedacht.

    Für mich habe ich begriffen, dass jetzt eine weitere sehr harte Zeit auf mich zukommt (Trennung, Scheidung, Leben neu ausrichten), aber dass es dann wieder aufwärts gehen wird. Meine Wunden sind auch noch ganz frisch und es tut höllisch weh. Aber ich will nicht mit meinem Mann untergehen. Eigentlich trenne nicht ich mich, denn er hat mir die Entscheidung schon lange abgenommen, als er die Finger nicht von der Flasche gelassen hat. Und sich auch nicht helfen ließ.

    ES IST HART, ABER DU WIRST ES SCHAFFEN!!!!!!!

    Liebe Grüße

    Feeli

    Guten Morgen Joanne,
    Habe mir jetzt mal Deinen Thread durchgelesen. Dir geht es richtig schlecht, das kann man aus Deinen Zeilen herauslesen. Du bist aber auch erwachsen und kannst Dir die Hilfe suchen, die Du meiner Meinung nach brauchst.

    Anders Deine Tochter. Sie braucht, denke ich, mindestens genauso dringend Hilfe, um mit der Situation fertig zu werden. Aber hier musst Du sie an der Hand nehmen! Sei es nun bzgl. Psychotherapeuten, SHG (für Kinder), Suchtberatung u.s.w.

    Für mich klingt es übrigens so, als ob Dein Mann nur deshalb seine Sachen gepackt hatte, weil er schon wusste, dass Ihr ihn aufhalten würdet. Damit hatte er Euch die Verantwortung wieder übertragen. Du glaubst nicht, dass Dein Mann so manipulativ ist? DOCH. Alkoholkranke sind so.

    Liebe Grüße von
    Feeli