Beiträge von Feeli

    Hallo Dobby,

    Das:

    Zitat

    „ - edit, s. o. -

    ist doch eine klare Ansage. SMS mit dem Inhalt "Bitte verzeih mir irgendwann" habe ich auch bekommen. Viele.

    Ich hatte damals mit der Polizei über eine mögliche Einweisung meines XY gesprochen. Ich habe es sein lassen, weil er dadurch auch nicht einsichtig geworden wäre. Normalerweise gibt es ja enorme Hindernisse, jemanden überhaupt einweisen zu lassen. Dir ist das gelungen. Doch abgesehen davon glciht Deine Situation sehr stark der von den allermeisten hier.

    Du hast nichts falsch gemacht, du hättest aus Sicht Deiner XY gar nichts richtig machen können. Du brauchst Dir nichts vorzuwerfen. Dein Verhalten ist meinem von früher sehr sehr ähnlich. Es ist durchaus möglich, dass sich Deine Freundin wieder beruhigt, sogar ins genaue Gegenteil schwenkt und sich einsichtig gibt, wenn sie erstmal entgiftet ist. Doch wird sie ihre Versprechen sehr wahrscheinlich brechen, wenn sie keine weitere Hilfe sucht und annimmt.

    Ich kann Dir nur empfehlen, Dich in die verschiedenen Threads hier einzulesen, da wirst Du schon die richtigen Schritte für Dich herausziehen können. Ansonsten ist hier bestimmt jede/r gerne Bereit, Dir bei Fragen weiterzuhelfen.

    Liebe Grüße
    Feeli

    Hi S,

    Genau wie ich bist Du Co. Und wenn man Co ist - finde ich - ist das absolut gleichbedeutend mit: Man hat alles, alles, absolut alles versucht, um die Beziehung und den sogenannten Partner zu retten. Deshalb gibt es nichts, was Du Dir oder ich mir vorzuwerfen hätten.

    XY ist mich auch angegangen, ich hätte ihn ja in einer Situation, in der es ihm eh schon schlecht ging, versucht vollkommen fertig zu machen. So sind nasse Alkoholkranke eben (Sorry, falls ich hier irgendeinem Unrecht tue - lasst es mich wissen). Sie stellen alles auf den Kopf und versuchen noch, einen dazu zu bringen, diesen ganzen Schwachsinn zu glauben. Sie brauchen jemanden, dem sie ihre Situation anlasten könnten, sonst müssten sie sich ja mal mit sich selbst auseinander setzen, schlimmstenfalls sogar einsehen, dass es der Alkohol war - und damit auch sie selbst - die alles vernichtet haben.

    Mich verletzen solche Ausbrüche nur insofern, als dass ich in diesen Schuldkategorien gar nicht denken möchte. Klar, XY hat mir enorm viel angetan. Aber ich habe es eben auch mit mir machen lassen! Ich bin inzwischen klüger, er leider nicht. Aber was er tut oder nicht tut, betrifft mich nicht mehr. Es betrifft Dich nicht mehr. Das haben wir erreicht und darauf können wir stolz sein. Dir geht es gut, mir geht es gut und hoffentlich bleibt das auch so. Seine Eltern gehören zu dem Abhängigen-System dazu. Deshalb können sie gar nicht objektiv sein. Kümmer Dich einfach nicht darum. Meine Schwiegermutter beschwert sich auch bei Dritten, dass ich mich ja gar nicht mehr bei ihr melde. Das tue ich aber, um mich zu schützen. Es ist mein gutes Recht.

    Liebe Grüße
    Feeli

    Hallo Sonnenblümchen,

    Die Angst, XY könnte irgendwo halbtot oder tot, besinnungslos in einer Ecke liegen, hat mich zu Beginn fast in den Wahnsinn getrieben. Alles andere konnte ich halbwegs ertragen, aber diese absolute Abwesenheit von Kontrolle über XYs Wohlergehen hat mich fertig gemacht.

    Irgendwann habe ich dann begriffen, was andere hier im Forum gemeint haben, wenn sie sagten, dass man einen anderen Menschen nicht daran hindern kann, sich umzubringen. Das ist in diesem Land nicht verboten. Auf der anderen Seite hatte ich dafür aber auch keinerlei Verantwortung. Aber was mir am besten in meiner Panik geholfen hat, war die Aussage, dass man so schnell einfach nicht stirbt.

    Ich habe dann meine Angst einfach ausgehalten. Sie wurde weniger und weniger, bis sie sich - dafür schäme ich mich, aber ich bin auch damit nicht alleine - ins Gegenteil gekehrt hat.

    Ich wünsche XY nach wie vor, dass er seinen Weg geht und irgendwann mal ein glückliches Leben führen kann. Ich habe ihn geliebt mit allem, was ich hatte. Ich habe nur selbst nicht begriffen, dass die Liebe irgendwann gestorben war und sich in eine Sucht verwandelt hatte. Die so seltenen extrem lieben Gesten seienrseits machten es mir unheimlich schwer. Nein, hör Dir seine Beteuerungen nicht mehr an. Warte lieber ab, ob er seinen Worten auch Taten folgen lässt. Sollte er trocken werden und sein Leben auf die Reihe kriegen, könnt Ihr Euch immer noch für ein neues gemeinsames Leben entscheiden. Dafür muss aber erst er gesund werden und DU AUCH. Ja, dafür musst Du ganz aus seinem Leben verschwinden. Echte Liebe kann warten - meine Meinung.

    Ob ich das kenne? Es ist (auch) mein Leben, das Du da beschreibst.

    Liebe Grüße
    Feeli

    Guten Morgen Andrea,

    Als ich damals den Entschluss gefasst habe, XY endgültig zu verlassen, hatte ich Angst, es würde mir genauso das Herz zerreißen, wie das jetzt (im Moment!) bei Dir der Fall ist. Deshalb habe ich mir damals gleich alle Hilfe gesucht, die ich nur kriegen konnte. Also dieses Forum, die Selbsthilfegruppe, meine Psychotherapeutin und medizinische Unterstützung, außerdem war ich sehr schnell erstmal zwei Wochen verreist. Jede Woche war ich mindestens zwei oder drei Abende irgendwo, um mit anderen Menschen Kontakt zu haben. Freunden, die einen auffangen. Und hätte all dies nicht geholfen, hätte ich eben auch noch eine Kur beantragt. Zu Beginn stand ich kurz vor einer Depression. Aber inzwischen geht es mir gut, trotz all der Dinge, die noch zu klären sind.

    Du darfst Dich in Deine Trauer auch nicht total fallen lassen. Was tust Du für Dich?

    Liebe Grüße
    Feeli

    Guten Morgen Empty,

    Ich kann Dir eine Therapie nur empfehlen. Für mich ist sie als Standbein mindestens genauso wichtig, wie die Unterstützung durch Freunde und Verwandte, dieses Forum und meine 'echte' SHG. Mach doch einfach mal einen Termin, Du verlierst ja auf keinen Fall etwas dadurch, sondern kannst nur etwas gewinnen. Ich kriege dadurch jedes Mal noch andere Perspektiven auf mich und meine Vergangenheit.

    Liebe Grüße
    Feeli

    Liebe Monty,

    Für heute wollte ich Dir alle guten Wünsche dalassen. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie es innerlich immer an mir gefressen hat, wenn XY irgendeinen wichtigen Termin (wegen Arzt oder Arbeit oder sonstwas) hatte. Es geht um Deinen Sohn, deshalb sind - denke ich - auch die noch so gut gemeinten Ratschläge, bei sich zu bleiben, unglaublich schwer umzusetzen. Eins aber weiß ich - Du schaffst das alles schon.

    Ganz liebe Grüße
    Feeli

    Hallo Susanne,

    Zitat

    Man ist wie umgepolt

    Besser kann man es nicht formulieren. In der Situation, in der ich erkannt habe, ich "muss" mich trennen, war es für mich das gleiche, als hätte man mir eröffnet, dass ich binnen Kurzem an einer schlimmen Krankheit sterben muss. Inzwischen bin ich der absoluten Überzeugung, dass die Trennung eine der besten Entscheidungen meines Lebens war. Was mit XY ist, ist mir egal.

    Als ich noch glaubte, XY sei im Moment trocken, dachte ich auch: Hey, der ist so stark, der hält das durch - ohne Langzeittherapie. Und dass er diese nicht durchgezogen hat, war ja letzten Endes mein endgültiger Trennungsgrund. Inzwischen weiß ich ja, wie die Wahrheit aussieht. Vom trocken sein ist XY meilenweit entfernt.

    Liebe Grüße
    Feeli

    Zitat

    das er erst mal gesund werden soll


    Liebe Joanne,

    Du vergisst, wer aus Deiner Perspektive am allerdringendsen gesund werden muss: DU

    Alleine dafür brauchst Du schon den Abstand zu ihm. Euer gemeinsames Glück hängt vielleicht von seiner Therapiewilligkeit ab. Aber Dein Glück nicht. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Deinem XY keine Langzeittherapie dringend nahe gelegt wird. Eine Entgiftung alleine ist wie eine Behandlung eines Knochenbruchs mit Schmerztabletten. Schön, dass Du von Dir aus im Moment keinen Kontakt zulässt.

    Liebe Grüße
    Feeli

    Guten Tag Joanne,

    Er ist also erstmal zur Entgiftung ins Krankenhaus. Schließt sich daran gleich eine Therapie an? Denn die ist - meiner Meinung und der Statistik nach - unbedingt nötig, damit er auch wirklich vom Alkohol loskommt. Ich hatte es schonmal erwähnt, mein Noch-Mann war auch zwei Mal im Krankenhaus zur Entgiftung. Einmal ohne psychologische Betreuung, beim zweiten Mal mit. In beiden Fällen konnte er selbst bestimmen, wann er nach Hause durfte. Er hat mich auch ständig kontaktiert. Das war seine permanente Vergewisserung, ob er mich noch "an der langen Leine" hat. Es bedeutete, dass er noch lange nicht begriffen hatte, dass er etwas FÜR SICH SELBST tun musste. Viel mehr hat er geprüft, ob er denn jetzt wohl genug tat, dass ich weiter bei ihm blieb. Das Ergebnis kennst Du. Ich konnte mich ja am Donnerstag selbst davon überzeugen, dass er nicht trocken ist.

    Ich glaube, dass Dein Mann angeblich irgendwelche Sachen braucht, gehört zur gleichen Kategorie, wie dass er Dir wieder das Problem zuschieben will u.s.w. Er ist noch nicht da, wo er hin muss, um trocken zu werden.

    Wie lange ist er denn jetzt voraussichlich weg? Vielleicht könntest Du ihm sagen, dass Du im Moment keinen Kontakt haben möchtest, damit Du endlich mal zu Dir kommen kannst?

    Ich wünsche Dir einen schönen, entspannten Tag. Auf seine Sachen kann er ganz bestimmt auch noch bis morgen warten.

    Liebe Grüße
    Feeli

    Hi S,

    Freut mich, dass es Dir gut geht. Und dass Du Deine Freiheit in jeder Form wiedergewonnen hast. Also ich hätte gegen einen Tag schneefrei ja jetzt nichts einzuwenden gehabt...

    Als ich feststellte, dass XY eine Neue hat, fand ich das sogar irgendwie befreiend. Es war ein weiterer Schritt auf meinem Weg weg von ihm. Eine weitere Tür, die ich meinem Co-Ich vor der Nase zuschlagen konnte. Auch wenn das da schon relativ still in der Schmollecke saß...

    Einen schönen Abend noch, auf dass noch viele weitere solche folgen mögen.

    Feeli

    Hi Empty,

    Ich hatte zu Beginn auch ein wenig Angst, Du könntest wieder wackeln und evtl. sogar umfallen. Umso schöner ist es, dass Du jetzt hier als selbstsichere Frau voller Pläne schreibst, die die Arbeit mit sich selbst aufgenommen hat, statt den Kopf in den Sand zu stecken. Du bist noch so jung, Du kannst in Deinem Leben noch so viel Schönes erleben. Den Gewinn, den wir aus diesen Erfahrungen ziehen, kann uns keiner mehr nehmen. 8) Du bist Stolz auf Dich und das mit Recht.

    Feeli

    Liebe Andrea,

    Ich bin natürlich kein Arzt. Aber für mich klingt das so, als würde Dein Körper von Dir eine Ruhepause verlangen, die Du ihm auch dringend gönnen solltest. Alles andere wird sich schon irgendwie regeln. Egal, wie düster es im Moment aussieht, habe Mut und vor allem Vertrauen zu Dir selbst. Du bist stark, Du bist stark genug. Du schaffst das schon. Aber die Warnsignale Deines Körpers solltest Du ernst nehmen.

    Ich drücke Dir für Deinen Arzttermin morgen alle Daumen.

    Liebe Grüße
    Feeli

    Hi Joanne,

    Mein XY ging unmittelbar vor der LZT genauso ab, wie Deiner. Er wolle keine "Therapeutenschlampe" werden und solche geistigen Perlen hat er damals von sich gegeben. Wie es weiter ging, weißt Du ja - Abbruch nach vier Tagen. Ich drücke Dir die Daumen, dass Du bald endlich die Zeit hast, Dich mal um Dich zu kümmern, statt diesen scheinbar niemals endenden Paartanz mit ihm als dem Führenden mitzumachen.

    Liebe Grüße
    Feeli

    Hallo Sorrowful,

    Leider ist auch meine Geschichte Deiner sehr ähnlich. Auch mein XY hat gekifft - neben all den anderen Dingen. Ich glaube, es gibt höchstens noch eine Handvoll Drogen, die er noch nicht ausprobiert hat. Immer, wenn ich ihn in mühsamer Überzeugungsarbeit von der einen Sache weggebracht hatte, kam langsam, beinahe unmerklich und schleichend der nächste Teufel um die Ecke. Ich bin in den 13,5 Jahren zwei Mal von ihm weg, aber leider beide Male zurückgekehrt. Er hatte mir geschworen, sich zu ändern und tat das auch - für eine Weile. Nur der Alkohol war ihm jetzt dann doch zu wichtig, da hat er lieber seine Ehe aufgegeben. Das soll jetzt nicht zynisch klingen, es sind einfach die Tatsachen.

    Also, wie DesperateS schon schreibt: Überlege Dir, was Du ertragen kannst und was nicht. Wenn Du etwas nicht ertragen kannst, stelle XY vor die Alternative, es zu ändern (am besten ab einem bestimmten Termin) oder die Konsequenz zu ertragen. Und wenn XY sich nicht ändert, dann bleib konsequent.

    Dabei ist aber auch zu beachten, dass jeder Mensch das RECHT hat, sich zu Tode zu saufen. Du kannst es ihm nicht verbieten. Und in weiterer Konsequenz heißt das, dass Du auch nicht dafür verantwortlich bist, ihn zu retten. Er kann sich jederzeit dafür entscheiden, sich professionell helfen zu lassen. Du kannst diese Hilfe nicht leisten. Du kannst nur Dir selbst helfen.

    Liebe Grüße
    Feeli

    Hey Mädels,

    Jetzt kommt doch bitte mal wieder auf den Teppich! Man kann in den Texten von Euch beiden Angriffe lesen, wenn man diese Perspektive hat. Man kann aber auch genauso gut KEINE Angriffe rauslesen.

    Da ich Euch beide für wertvolle Schreiberinnen halte, bitte ich Euch, auf die Sachebene zurück zu kommen.

    Liebe S, ich finde, in der Sache hat Melanie Recht. Es ist zu früh, wenn Du Dich auf eine neue Beziehung einlässt. Bitte verliere nicht aus dem Blick, dass nicht nur Dein XY krank ist, Du bist es auch, genauso wie ich es bin. Ich hätte gerne eine neue Beziehung. Aber damit es diesmal nicht wieder schief läuft, möchte ich erstmal meine Krankheit überwinden. Vielleicht ist das auch die richtige Strategie für Dich.

    Liebe Melanie, vielleicht wären Deine Texte nicht so als Angriff verstanden worden, hättest Du über Dich geschrieben, statt Dich nur auf S zu beziehen. Die Ironie, die Du in Deinem Text verwendest, kann durchaus als Angriff verstanden werden, auch wenn es so gar nicht gemeint war. Auch Worte wie 'generell', 'ständig' u.s.w. tragen dazu bei. Und ich glaube nicht, dass S Dich dazu benutzt, ihre Aggressionen an Dir auszulassen. Doch wie geschrieben, in der Sache hast Du meiner Meinung nach Recht.

    Ich würde mich freuen, wenn Ihr Euch nicht voneineander abwendet. Und wenn Ihr beide jetzt auch nicht böse auf mich seid.

    Liebe Grüße
    Feeli

    Ähm, Andrea?

    BEWEG DEINEN deutlich dünner gewordenen HINTERN INS KRANKENHAUS! Meinst Du, so ein Arzt ruft Dich zum Spaß an - noch am selben Tag, an dem er Deine Werte gesehen hat???

    Ich meine das echt lieb, aber verdammt noch mal, tu was!!! Selbst wenn sie tatsächlich bis Montag nichts mit Dir tun sollten, wenigstens bist Du da in Händen, die gleich reagieren können, falls was passiert.

    Ich setze mich zu dem lieben Engelchen auf Deiner rechten Schulter dazu, damit Du das Teufelchen auf Deiner linken Schulter nicht mehr hören kannst!

    Feeli