Beiträge von Emma2010

    Hallo Blue Cloud,

    also ehrlich, finde es nicht in Ordnung, auf Neulinge mit Ironie und
    Sarkasmus zu antworten. Auch wenn in jeden Feedback ein Körnchen Wahrheit stecken mag, erreicht man auf diese Art nur soviel, dass
    sich der jeweilige Schreiber unverstanden fühlt und sich abschottet.

    Wie würdest du reagieren, wenn z. B. eine Therapeutin so mit dir umspringen würde?

    Also ich denke um sich hier, und gerade im offenen Bereich auszutauschen, braucht es schon auch etwas Zeit.

    Keiner möchte sich verarscht fühlen. Dazu ist die Thematik zu ernst und der Leidensdruck zu hoch.

    Du schreibst auch, dass da wo`s weh tut, man nahe am Kern der Wahrheit ist.

    Auch das kann ich nur begrenzt nachvollziehen, so einem Angriff würde ich mich nicht aussetzen wollen, nicht von meinem Freund und auch
    nicht von irgendeiner Freundin. Das zerstörrt vielmehr schon vorweg jede Vertrauensbasis.

    Ja und ich finde es auch nicht gut, wenn unbedingt jemand versucht, hier jemanden auf Kurs zu bringen, denn es hat für mich irgendwie den Beigeschmack nach Suchtverlagerung oder vlt. sind es Phasen von Leerlauf in der eigenen
    Biografie.


    Ist so meine Meinung,
    Emma

    GuMo Leonia,

    freut mich, dass du fragst wie`s mir geht!

    Na du kennst ja meine Geschichte und weißt daher, dass mein LG
    abgesehen von einer Alkoholkrankheit, andere gesundheitliche Probleme hat.

    Nun Anfangs wars schon eine harte Zeit, bis er sich nach etlichen
    Krankenhausaufenthalten wieder gefangen hat, aber XY hat viel
    Genesungspotenzial und Gelassenheit bewiesen und ist jetzt den Umständen entsprechend gut beeinander.

    Das entlastet enorm, da gehts mir auch gut, es läuft auch wieder recht gut miteinander. Interessant ist, dass wir beide eigentlich immer ein sehr
    unterschiedliches Paar waren. Doch seit wir wieder zusammen sind
    (nach 1 Jahr Trennung) haben wir uns angenähert und fühlen
    uns damit beide wohl.
    Über das Kapitel Alkoholmissbrauch oder die Angst vor einem Rückfall wird beiderseits nicht mehr gesprochen.

    Ich habe ja das Glück, dass ich nicht mehr berufstätig sein muss, dadurch verbringen wir natürlich mehr Zeit miteinander, genieße die stressfreie Zeit.
    Aber natürlich weiß ich auch, dass es nicht so bleiben wird.

    Anfangs wollte ich mich gerne nochmal beruflich verändern, doch es
    ist halt nicht so leicht, denn überall wird die entprechende Ausbildung verlangt, die ich nicht vorweisen kann.
    Und habe deshalb im Herbst mit einen Seminar begonnen, mit einer Weiterbildung im Pflegebereich.

    Irgendwie will ich darauf vorbereitet sein, falls was passiert.


    Leonia du schreibst, dass du noch immer gegen deine Co-Abhängigkeit
    ankämpfst. Bitte beschreibe mir das, jetzt wo dein Mann trocken ist.
    Bist du denn zu eifersüchtig, kontrollierend, kannst du nicht loslassen?

    In der Weise habe ich keine Sorge, denn ich gestalte mir das Leben
    nach meinen Herzensweg, nehme das an, was ich nicht änderen kann.
    Ich guck auf das, was heute ist, aber muss eingestehen, dass ich
    längst nicht mehr so emotional und erlebnissfähig bin, wie ich es
    früher noch war.

    Ich denke wirklich, dass die nasse Zeit mit einem Alkoholiker viel
    tiefere Spuren in mir hinterlassen hat, als ich mir gedacht habe.


    Dir wünsche ich weiterhin alles Gute und vorallem Gesundheit
    Herzliche Grüsse Emma

    Hallo liebes Forum,

    ich kenne ja auch den Zustand des sich im Kreis drehens. Irgendwer hat es sehr treffend geschrieben, nämlich das der Alkoholiker im Mittelpunkt steht, alles dreht um sich ihn,
    sein Verhalten hat auf das Denken und Handeln des Co-Abhängigen
    einen enormen Einfluß.

    Also mir hat es geholfen, um aus den eigenen Befindlichkeiten auszubrechen, auch über die Krankheit Alkoholismus wirklich bescheid
    zu wissen.

    Wie fühlt sich ein Suchtkranker, wenn sein Co klammert?
    Welchen Stellenwert habe ich noch im Leben des Alkoholikers?
    Was unterscheidet meine Beziehung von einer
    reinen Vernunftbeziehung?
    Und warum halte ich dennoch fest daran??

    Sicher ist es bedeutend, dass man sein Verhalten in Bezug auf den
    Alkoholkranken reflektiert. Sich mit der eigenen Co-Abhängigkeit
    befasst und den Drang hat, dahingehen etwas zu ändern. Wichtig auch den eigenen Leidensdruck bewusst
    zu spüren, der Anlass sein sollte, zu handeln.

    Aber ehrlich gesagt kann ich diese Selbsterfahrungs-bedürfnisse auf
    Jahre hinaus weiter betreiben. Ein Alkoholiker bietet zudem immer
    wieder neue Krisen und somit Nahrung für den Co, dass dieser stets
    etwas zu tun hat. Also langweilig wirds mit dem Alki sicher nicht.

    Aber was ist mit dem Alkoholiker selbst? Man sagt so schnell
    Alkoholiker? Eigentlich sollte diese Erkenntnisse schon ernüchternd sein.
    Wieviele Jahre regelmäßigen Alkoholkonsums gehen dieser
    Krankheit voraus?
    Alkoholismus ist eine schwere psychische und organische Abhängikeit.
    Der Alkoholiker baut sich ja das Leben rund um den Alkohol auf.
    Auch der Partner wird nach und nach zu einer Schachfigur, die er manipuliert und bei Laune hält. Nicht weil er/sie bösartig ist, sondern
    weil es das Leben und das ungestört Saufen können erleichtert.

    Also liebe Co-Abhängige wollt ihr weiter die 2. Geige in seinem
    Leben sein, abhängig von den kargen Liebes-Krümmeln eurer
    Männner/Frauen, die sofort wieder neue Hoffnung schüren.

    Fakt ist, dass ein Alkoholiker, ein Süchtiger mit Worten nicht
    zu erreichen ist.
    Ihm tut das konsequente Handeln seines Co richtig gut, und ...
    auch wenns die Trennung sein muss.


    Liebe Grüsse
    von Emma

    Hey Karotte,

    was wirst du tun, dein Schicksal macht mich traurig.

    Ich würde jedoch an deiner Stelle nicht so mit mir hadern.
    Ich denke, du bist schon genau richtig so wie
    du bist! Es gibt halt leider genug Leute, die sind einfach für eine
    reife und dauerhafte Beziehung zu unfähig. Haben mit sich selbst
    Probleme, sind zu schwach, können einen Partner mit Sorgen bis über den Rand, nicht desto trotz dann noch aufzufangen.

    Die Zeit ist heute so schnell lebig, alles ist so teuer geworden, dass
    selbst eine kleine Tour mit dem Auto keinen Spaß mehr macht, viel zu viele kämpfen ums tägliche Überleben, gegen die Armut,
    möchten noch wenigstens den Schein wahren vor den Bekannten, möchten nicht bloss dastehn.

    Da soll schon die neue Beziehung dann wenigstens ein bisserl Abwechslung bringen, das Grau in Grau vergessen machen, die eigenen unerledigten Bedürfnisse
    möchten gehört, gesehen und endlich angenommen sein.

    Es tut einer Liebe auf die Dauer nicht gut, wenn der Alltag ein täglicher
    Kampf ist. Wer will schon gerne über alles und jenes reden, arbeiten, damit es in der Partnerschaft stets gut läuft.
    Die Zeit ist doch viel zu knapp, so hat man das Gefühl, um soviel
    Ernsthaftigkeit durchzuklamösern.
    (Bitte nichts zu persönlich nehmen! Denke mir das so im Allgemeinen:)

    Weißt, eigentlich bin ich recht zufrieden mit meinen Erfahrungen und Krisenzeiten während der (co)-abhängigen Zeit. Wie sonst hätte ich je
    gelernt, nicht dauernd zu hoffen, zu überlegen, Enttäuschungen einstecken zu müssen, ... bis man irgendwann draufkommt, dass das zugehen und zuwarten und das endlose Rücksicht nehmen auf den anderen, genau genommen eine vergebene Liebesmüh ist.

    Erstmal losgelassen, ergeben sich ganz neue Möglichkeiten, man hat wieder einen Blick und die wenige Freizeit für sich, kann Interessen verfolgen die längst untergegangen sind, kannst dein Leben von heut auf morgen auf den Kopf stellen, ohne Rechenschaft abzulegen, eine Diät durchziehen, Socken stricken, wem kümmert es?

    Aber das Wichtigste, dich wieder an die 1. Stelle zu stellen, für dich ein neugewonnenes Körpergefühl entdecken lernen, es gibt so wahnsinnig viel zu entdecken, auch jenseits einer Partnerschaft.

    Als ich heute mit der Verwandtschaft telefoniert habe, ist mir richtig
    schlecht geworden, von all dem Druck, den Misstrauen und
    Abhängigkeiten. Ist man selbst erstmal aus den Hamsterrad
    rausgepurzelt, ist das Herzklopfen über eine neugewonnene Freiheit
    unbeschreiblich.

    Ich glaube, wirst auch bald merken, dass du es eigentlich
    überhaupt nicht nötig hast, dich von irgendwenn, wie deinem Freund
    so behandeln zu lassen. Wer dich nicht wertschätzt, hat dich
    doch gar nicht
    verdient.

    Ich hoffe, du denkst jetzt nicht, es sitzt hier am anderen Ende
    eine Frau, die sich den 24. auszumalen versucht.
    Gedanken sind ja bekanntlich frei. Aber nein, mein Leben ist ehrlich und echt und wunderschön, mein Tag heute besinnlich und ur.. angenehm,
    aber das alles auch erst, seit ich mein Schicksal schonungslos
    selbst in die Hand genommen, das Übrige ergibt sich mehr oder
    weniger dann fast von selbst.


    Liebe Grüsse
    Emma

    Hallo JJE,

    Zitat

    Wir Co's muessen es erlernen wie wir in einer gesunden Art und Weise menschliche Beziehungen handhaben, da reicht es nicht, sich einfach von dem derzeitigen Alkoholiker zu trennen.


    Nun, mir gefällt der Ansatz nicht sonderlich, wie schnell es oft heißt, der oder das ist doch krank, oder wie schnell jedermann der Stempel mit den Namen "Sucht" aufgedruckt wird.

    Ich finde es schon interessanter, dann auch zu gucken, was sich den eigentlich hinter der Krankheit oder dieser Sucht, was sich hinter der Suche verbirgt.

    Um bei der Co-Abhängigkeit zu bleiben, nun ich bin zwar auch in einer
    dysfunktionalen Familie aufgewachsen, habe lernen müssen mit einem
    kargen Leben zurechtzukommen. Habe in späteren Jahren irgendwann angefangen, was Bedürfnisse sind und mir diese auch zu zugestehen.

    Totz alledem bin ich mir sicher, dass ich nie wirklich nach meinen Partner, der jahrelang alkoholabhängig war, süchtig bin.
    Ist es nicht eher so, dass in der Beziehung zwischen einem Alkoholiker und dem Co-Partner, mehr oder weniger ein derartiges Ungleichgewicht zum Tragen kommt, ein enormer Mangel an Harmonie, Stabilität, Herzlichkeit und Aufmerksamkeit, S***tät, uvam, und somit den armen
    Co, man umgangssprachlich sozusagen wie vor einem vollen Teller verhungern lässt.

    Krank wird es meiner Meinung nach dann, wenn man sich dessen
    bewusst wird oder auch nicht, in die Opferrolle reinrutscht, keine Ansprüche mehr haben kann oder darf, auf Wichtiges es eine gesunde Beziehung ausmachen sollte verzichtet, weil .... eben der AlkoholikerIn halt nicht nur zu viel trinkt, und .... dem folgend alles weitere vernachlässigt.


    Um zu gesunden, war es mir wichtig, wieder zu lernen, dass ich Ansprüche haben darf,
    meine Bedürfnisse und Wünsche wahrzunehmen, herauszufinden was ich
    wirklich will, das was ich brauche .... und natürlich immer wieder auch selbst `für zu sorgen, dass es mir gut geht.


    Aber ..... wenns daheim die Stimmung passt, es kuschlig ist, lässt
    sich halt gut reden.

    Und dennoch, es kann ein Jeder/e schaffen. Emma

    Ich habe so das Gefühl BC, als hättest du diese Diskussionen schon
    einige Male im realen Leben durchgespielt.

    Es würde mich interessieren, wie du Auseinandersetzungen solcher Art mit einem Co - Abhängigen lösen konntest. War doch bestimmt nicht einfach, oder?

    Ich weiß nicht, ob es was bringt, einzelne Sätze oder Aussagen zu zitieren und zu kritisieren. Das hemmt nur wieder die Schreiber, meistens halt die Neuen, die sich gerade den ersten Frust von der Seele geschrieben haben. Doch auch das ist doch schon ein Teil von Selbsthilfe, eine Art
    Schreibtherapie.

    Ich denke, hast schon irgendwie recht, dass jeder der für sich erkannt hat, Co - Abhängig zu sein, sich viel mehr mit sich auseinandersetzen sollte, als mit allem übrigen. Andere wiederrum sind vielleicht
    Beziehungssüchtig und glauben gar nicht, dass sie krank sind.

    Ist eh gut, dass du das Anliegen angesprochen hast. Würde jeder dem was sauer aufgestossen ist, was dazu schreiben, könnten viele davon profitieren.

    Alles in allem, kann man eine Co - Abhängigkeit nicht von heute auf morgen ablegen, denn es sind oft Jahre vergangen, die man mit dem/die
    Alkoholkranke mitgezogen ist, beide nicht voneinander loslassen wollten, bis hin zur Kapitulation.

    Übrigens muss bei aller Kenntniss, immer noch jeder für sich den eigenen
    Weg finden. Hätte ich alle Ratschläge gleich umgesetzt, dann wäre ich heute mit meinem Partner gar nicht mehr zusammen.

    Doch meine Ausdauer hat sich gelohnt, wir sind glücklich miteinander und
    beide entspannter und zufriedener, als je zuvor.


    Emma

    Hallo Lindi,

    was ich bei dir lese, vermittelt mir das Gefühl, dass dringend Hilfe
    angesagt ist, so schnell, wie`s umsetzbar ist, du aus dieser Notsituation rausgeholt werden müsstest.

    Zwar schreibst du, dass der Alkoholkonsum deines Mannes nicht das
    vorherrschende Grundproblem ist, aber glaubst du denn noch selbst
    daran, dass sich mit und ohne seiner Einsicht, noch irgendetwas zum
    Guten wenden könnte. Aus deinen Erzählungen zeichnet sich das Bild eines lieblos und kaltschnäuzigen Menschen ab, dem das letzte bisschen
    Zurückhaltung und Anerkennung fehlt.

    Es ist sicher etwas riskant, jemand zu beurteilen, den man eigentlich nicht kennt, also wenn ich gar was falsch verstanden habe, bei
    dir noch Gefühle mit im Spiel sind, dann bitte verzeih mir den
    Ausrutscher.

    Was mir eingefallen ist und dich fragen wollte, was denkst du über die
    Idee, dass du doch wieder nach Deutschland kommst und vorerst mal
    eine Unterkunft im Frauenhaus suchst?

    Könntest vielleicht sogar einige Monate wohnen bleiben, es wird von
    SozialarbeiterInnen geleitet, es gibt hilfreiche Angebote bei der Wohnungssuche und sicher auch aller finanziellen und psychologischen Belange.

    Bestimmt haben schon einige im Forum Erfahrungen mit dem
    Frauenhaus und können noch mögliche Fragen dazu, besser erklären.


    Ja, ich glaube an dich, kanns mir gut vorstellen, dass du nochmal
    für einen Neuanfang wie nix, umzusetzen gerüstet bist.

    Ich wünsche Dir für jede erdenklich Hilfe und alles Gute und für
    alles, was Du sonst noch erhoffst.


    Liebe Grüsse
    Emma

    Hallo nochmal,

    Zitat

    Wie wir verblieben sind? Er geht seinen Weg und ich meinen Weg. Ein gemeinsamer Weg wird erst dann möglich sein, wenn ER dazu bereit ist. Ich bin da, wenn er bereit ist den steinigen und schweren Weg zu gehen, um ihn zu motivieren und im Hintergrund zu begleiten.

    Ich warte nicht, ich bin bereit ...


    ... wenn er dazu bereit ist.

    Polarsternchen, warum bist du diejenige, die warten muß, darauf wie er sich entscheiden wird, ob er deinen Weg mitgehen will?

    Wie stellst du dir das vor? ... soll er sagen, Schatz du hast recht, werde von nun an auf den Alkohol verzichten und zu einem Arzt gehen!

    Weißt du, Polarsternchen, niemand hier will dir die Liebe ausreden, dir widersprechen, es besser wissen, deine Hoffnungen trüben.

    Manchmal ist vlt. das Ankommen in einem Forum ein bisschen schwer.
    Fühlst dich vielleicht gebremst, bist von den Antworten enttäuscht, aber andererseits sind es verschiedene Erfahrungen, aus denen du für dich
    etliches hinzufügen kannst.

    Oft ist es doch so, dass ein Alkoholiker glaubhaft macht, unsere Wahrnehmung ist völlig übertrieben, es ist eh alles nicht so dramatisch, habe doch nur
    2 Bier... getrunken, doch lallt und torkelt oder ist eingeschnappt, weil ihn drauf angesprochen hast.

    Bestimmt hast auch du ein paar Erlebnisse, die dich kränken.

    Wie wichtig ist für dich Anerkennung?
    Wie wichtig ist dir das Gefühl geliebt zu werden?

    Wie geht es dir dabei, zu wissen, dass dein Partner an
    1. Stelle mal eine Therapie durchziehen muß und wahrscheinlich die nächsten Monate, nur mit sich beschäftigt ist.


    Mit diesen Fragen will ich dich nicht dazu ermutigen, im offenen Bereich zu viel aus dir heraus zu gehen. Doch kann mir vorstellen, dass dich die Beziehung oder die derzeitige Distanz
    mehr belastet, als du wahrhaben willst.

    Dann könnte dir ein Tagebuch schreiben im geschlossenen Bereich
    auch helfen.


    Auf jeden Fall wünsche ich dir alles Gute und weiterhin deine positive
    Einstellung. Ich finde ja, dass trockene Alkoholiker tolle Menschen sind und mehr Tiefgang.


    Emma

    Hallo Polarsternchen,

    Zitat

    Eine gemeinsame Basis hätten wir wohl, denn -wie bereits gesagt- mögen wir die selben Dinge und wir haben schon als Patchwork-Familie super Zeiten erlebt. Es passt schon ... deshalb bin ich ja auch so daran interessiert. :)


    ...kenne zwar deinen Thread nicht so genau, doch das letzte Posting hat mich angesprochen.

    Bist du sicher, dass du deinen Freund (Exfreund) so gut kennst, wie du
    geschrieben hast? Du sagst, dass du ihn gerne wieder haben willst, so wie
    im nüchternen Zustand.
    Habt viele Gemeinsamkeiten und seid sehr verliebt ineinander.

    Darüber bin ich sofern skeptisch, weil du diesen Mann bisher im
    trockenen Zustand noch gar nicht kennenlernen konntest.

    Nüchternheit ist nicht gleich "trockener Alkoholiker"! Ein nüchterner ...Trinker weiß um seine Fehler und aller unerledigter Sorgen, und trifft er/sie dann jemand Passenden, kannst mir glauben, sind sie nüchtern sehr bemüht, anziehend, anpassungsfähig, zurückhaltend,
    aufmerksam und auch zielstrebig.

    Doch im betrunkenen Zustand kippt das Verhalten ganz schnell ins
    Gegensätzliche. Können wenig Grenzen akzeptieren, sind von sich eingenommen, sind vlt. überzogen selbstbewusst, usw.

    Was ich damit sagen will? Dass ein alkoholabhängiger Mensch (und ebenso Co-Abhängige) oft jemand ist, der sich selbst noch längst nicht gefunden hat, mit Druck schlecht umgehen kann, noch einige Altlasten herumzuschleppen hat, uvam.

    Du wirst sehen, dass er nach einer LZT, im gesunden Maß umgänglicher, vlt. toleranter und selbstbestimmter sein kann.


    Zitat

    Ich werde berichten, wie es weiter geht, wenn es denn weiter geht ...

    Dieser Satz lässt vermuten, dass du für DICH noch manches
    aufarbeiten mußt.
    Es hört sich fast so an, als würdest du am Zuwarten sein.

    Wie seid ihr eigentlich verblieben? Soviel ich mitbekommen habe, dann lebt ihr getrennt.
    War es die "entweder - oder Strategie?
    Entweder er hört auf zu Saufen oder es ist aus?

    Du schreibst: Kann Liebe diesen verdammten Alk besiegen?

    Nur langfristig besser ist es, wenn Selbstliebe und eine Therapie diesen verdammten Alk
    besiegen würde.


    Es freut mich, dass du liebe Menschen und gute Freund um dich hast.
    Ich wünsche dir, lebe zu allererst dein Leben und finde zur eigenen Mitte, nun falls du sie noch nicht gefunden hast.

    Vielleicht sagst uns bescheid, wie es dir geht.


    Liebe Grüsse
    Emma

    Liebe Prof. Schroeder,

    zwar kann ich deine Situation sehr gut verstehen, denn ich kenne
    das Verhalten, wie du es deinerseits beschrieben hast,

    und dennoch möchte ich dich fragen, wie weit bist du noch bereit zu gehen?

    Weißt du, es kommt ganz sicher irgendwann der Zeitpunkt, wo es dann
    den rießen Knall geben wird.
    (z.B. dein Mann muß vielleicht nur wegen einer Lappalie ins KH und bei einer Untersuchung wird diagnostiziert, ....
    Leberzirrhose - Child C.)

    Aber auch das ist noch lange nicht der Wendepunkt. Kann sein, dass
    aufgrund einer ... Hirnorganischen Störung durch langjährigen
    Alkoholkonsum, vlt. deinem Mann der Führerschein entzogen wird, eine Sachwalterschaft beantragt werden muss, .... du irgendwann für seine Betreuung zu sorgen hast oder eine Pflegekraft brauchst...)

    Bitte überlege dir gut, wie du seinen Totalabsturz möglicherweise noch
    abwenden kannst, am besten wenn du so schnell wie möglich ausziehen könntest, ... damit er wenigstens auf sich allein gestellt, noch in die Lage kommt, an adäqaute Hilfe zu kommen.

    Weil so, wie du ihn beschreibst, hat dein Mann gar nicht mehr in Chance, von dieser todbringenden Sucht loszukommen.
    Also bist du diejenige, die handeln muss, mußt die Vernünftigere sein, bist diejenige, die ihn täglich sieht, mußt auf die Alarmsignale/glocken hören und handeln, bevor es zu spät ist.

    Nun, bestimmt hast du ihn doch irgendwann mal geliebt?
    Weißt du, wenn mein Partner, um nur ein Jahr früher in ärztliche Versorgung gekommen wär`, dann hätte er die Chance gehabt, noch gesund zu werden.


    Viele Grüße
    Emma

    Hallo Leonia,

    Zitat

    Puuh, ganz schön viel ist das im Moment, für so`ne arme, gebeutelte Co-Seele wie mich. Aber ich will einfach dran bleiben, weil ich nach wie vor glaube: Der einzige Weg hinaus, geht hindurch. :)


    Der einzige Weg hinaus, geht hindurch.

    Mir kommt dieser Satz wie ein Glaubensgrundsatz vor. Ist das denn
    grundsätzlich eine Lebenseinstellung von dir?

    Bist du jemand der mit den Gefühlen des Scheiterns Probleme hat?

    .... doch werden dir viele bestätigen können, das man aus einem Scheitern
    heraus, manchmal mehr an Erfahrung für sich mitnehmen kann, als mit
    allen Durchhalteparolen dieser Welt.


    Ich will dir die Beziehung zu ihm nicht ausreden, vielleicht gerade, weil unsere Geschichten ähnlich sind. Nur fällt auf, das aus
    deinen Zeilen ganz viel Schweres, Belastendes, Ernstes, Angsterfülltes
    `rüber kommt.

    Und das Zusammen hört sich nicht nach einer Liebesbeziehung an.

    Nun, es gibt auch in meiner Partnerbeziehung, dieses schwere und belastende. Der Unterschied ist, dass ich alles was mich aufgrund seiner Krankheit
    runterziehen könnte, nicht in meinen Rucksack packe.
    Natürlich bin zwar seine Freundin und wir teilen einiges miteinander, doch was seins ist und seine Probleme sind, geht mich in Wahrheit wenig an.
    > Mit anderen Worten: Ich gebe wegen seiner
    Eskapaden nicht noch mein Wohlbefinden drauf.

    Die Liebe sollte doch eigentlich das Herz öffnen, Freude ermöglichen, deine Fantasie beflügeln, .....

    Dahingebend passt das schon mit meinen Mann . Und weil ich mich lebe, wie ich mich ausleben will.


    ( ist nicht von mir, ... in eigene Worten ..... )

    Co-Abhängige sind Ermöglicher. Co-Abhängigkeit ist das Verhalten von
    Personen im Umfeld von abhängigen Personen, welches dazu beiträgt,
    dass die Betroffenen ihre Sucht weiter ausleben können und ihr
    Verhalten nicht ändern müssen.


    Das darfst bei aller Durchhaltekraft, nie aus den Augen verliern.


    Liebe Grüße
    von Emma

    Hallo Joanne,

    Zitat

    Also ich weiss was passiert ist,auch ohne Arzt oder ohne das mein Mann mir was sagt
    Er hat die Tabletten genommen und brauchte kein Alkohol...so er setzt sie ab,bekommt einen Ausraster und eine Woche später trinkt er Bier


    Joanne, machst dir nicht gerade selbst `was vor.

    Tabletten hin oder her, kein Arzt verschreibt längerfristig (9 Monate)
    Ersatz..(drogen), mit Ausnahme von ...

    Mein Mann hat Tabletten, die den Entzug erleichtern ..... :?: , gerade mal 2 Wochen ausprobiert.

    Es spielt jetzt aber eh keine Rolle, wie es gewesen ist.
    Eher vermute ich, dass dein Mann schon seit längerer Zeit wieder
    heimlich trinkt.

    Weißt du, kannst es bei den abstinenten Alkoholikern nachlesen, was
    sich alles am Verhalten, im Denken, am Handeln verändert, wenn jemand
    wirklich dazu bereit ist, ... sein/ihr Leben neu ohne Alkohol aufzubauen.

    Bitte lese dir die Grundbausteine für Co-Abhängigkeit nochmal durch und
    vergleiche mal, was konntest du denn bisher dahingehend umsetzen.


    Damit hilfst du dir mehr und ihm auch, ohne Wut und Streit.


    Lieben Gruß
    Emma

    Hallo Penta,

    Zitat

    ich habe eben wirklich mal versucht, hier von Anfang an zu lesen und viel gaben mir die Seiten vorher nicht.

    ...sind auch nicht für bzw. an Dich gerichtet.

    Zitat

    Dein letzter Beitrag hebt sich für mich sehr von all dem "Kram", der da vorne steht ab.

    ...noch mehr Überzogenheit geht wohl nicht. Wer gibt dir das Recht, die
    mitunter langsameren Schritte von jemand andern, als Kram zu bezeichnen?


    Zitat

    Mir geht es ziemlich auf den Nerv, dass ich, wenn ich ein Thema mal lesen will, mich erst durch gefühlte tausend "Befindlichkeiten" durchwühlen muss. Boah! (Tschuldigung, musste mal sein. :oops: )

    .... deine Befindlichkeiten mal ausgenommen? :oops:


    Hallo schnuffig,

    kenne selbst das Problem Alkoholabhängikeit nicht, lese aber hier im
    offenen Bereich auch öfters mal mit.

    Doch hier schreiben tu`ich sonst nicht.


    Hoffe, nimmst mir diese Antwort an Penta nicht übel.


    Liebe Grüsse
    Emma

    Hallo lohokla,

    herzlich Willkommen im Forum für Co-Abhängige.

    Zitat

    Wir haben uns nach 3 Jahren jetzt 1 Woche lang gesehen und da herrscht immernoch ein Gefühl, einfach nur wow!!!

    Ich kann mich Lindi nur anschließen und frage mich, was ist los mit dir, dass du alles was du wegen ihm, gelitten, ertragen und dich vom guten Leben in Freude abgeschnitten hat, vergessen lässt.

    Zudem ist bei euch ein Kind mit im Spiel. Also echt, wer schon dem eigenem Kind so großen Schaden zufügt, auch wenns nur
    ! Vernachlässig ! ist :roll: , den würde ich schneller
    von der Bettkante stossen, als er sein 1. Bier
    anzapfen kann.

    Ich halte daher deine Aufwallung an Gefühlen für einen Rückfall in die
    "schöne, alte" Zeit, aber der Alltag ist das sicher nicht.

    Zitat

    Es tut halt nur so weh, wenn ein lieber Mensch sich so krank macht und man weiß, wenn er so weiter macht, geht er...

    Nur du schreibst auch, dass er im Krankenhaus war,... gut
    dann weiß er ja eh` Bescheid, wies um ihn steht.

    Wie würdest du reagieren, wenn dich ein Arzt vor vollendete Tatsachen stellt, was könntest du ändern?
    Glaubst du denn ehrlich, eine Freundin / dein Freund könnte dir die gestellten Aufgaben abnehmen?


    Lohokla, hast du dich, bevor du deinen Freund gekannt hast, schon mal
    total beschützt und geliebt gefühlt, (Eltern???) kennst du in deiner Seele, ein Gefühl von Geborgenheit?

    Nein? Nun, wenn nicht, dann mußt du dir das erstmal erarbeiten, bevor die neue Beziehung wieder Sinn macht.

    Vor seinem Totalabsturz musst du keine Angst haben, wenn der Betroffene nicht mal selbst davor Angst hat, das kann vielleicht noch Jahre so dahingehen, ....manchmal durch längere Trinkpausen, wodurch sich die Leber wieder ein bisserl regeneriert.

    Aber die hat mit einer zufriedenen Trockenheit noch nicht viel
    gemeinsam.


    Lieben Gruß
    Emma

    Hallo Spedi,

    Zitat

    Du reihst Dich nahtlos ein in eine Gruppe Menschen, die hier zwar hier schreiben, aber wo ich ganz ehrlich wissen möchte, warum schreibst Du hier?


    Soo und jetzt würde ich gerne auch DICH mal fragen, warum schreibst du hier? Weil, falls du das, was du alles weißt, doch dir wie`s ausschaut,
    schon längst in Fleisch und Blut übergegangen ist, müsstest das im Sinne deiner Selbsthilfe nicht mehr zum Ausdruck bringen.

    Nun kann ja sein, dass ich grade ein bisserl auf der Leitung stehe, alles was du sagst, mag seine Richtigkeit haben, doch inwiefern hilft dir das, willst du zeigen, was du drauf hast, oder willst du gleich das ganze Forum
    retten?


    Ich habe so das Gefühl, ..... nee, andersrum, kommst mir irgendwie vor -
    wie ein Prediger!

    Will dir nicht zu Nahe treten, aber interessieren tut es mich schon.


    Emma

    So hab`gekocht, Zwiebelrostbraten mit Spiralen und einen Salat dazu,
    (miteinander) alles wieder aufgeräumt und habe jetzt ein bisserl mehr Zeit.

    Obwohl es ist ja Wochenende und möchte dann noch gerne eine kleine
    Radtour starten.

    Hallo Grazia und Susanne,

    Zitat

    Da frage ich mich nochmal, warum bist Du in selbsthilfeforum?
    Wenn Du meinst, nur weil Du OnOff Beziehung hast und ausziehen kannst wenn Dir zuviel wird, denkst Du besser dran zu sein?.

    Irgendwie bin ich mir gar nicht mehr so sicher, warum ich im Forum bin, habe halt gelesen, (langsam werde ich ein bisschen unsicher), dass es eine Plattform ist für Co-Abhängige
    und Angehörige von Alkoholikern.

    Ja stimmt, Grazia, hab`gedacht, besser dran zu sein, wenn ich lese, was manche durchgemacht haben, nach 10, 20 und mehr Ehejahren.

    Nun mein Lebensgefährte ist, wie ich einige Male geschrieben habe, Alkoholiker.
    Die ersten Jahre habe ich es gar nicht gemerkt, dachte die Flasche Wein, gehört zu seinem Lebensstil dazu. Muß auch sagen, dass ich am Land aufgewachsen bin und mir
    bis dahin über Alkoholiker nie den Kopf
    zerbrochen habe.

    Als er mich irgendwann eingeladen hat in seinem tollen Haus zu wohnen, war ich ungemein angetan, er war mein Mentor und es war auf jeden Fall für mich liebe.
    Erst nach und nach bin ich überhaupt drauf gekommen, dass XY konstant, Tag um Tag Alkohol braucht, (ein Spiegeltrinker) und wenn finito war, recht launisch und auch abwertend sein konnte.

    Na und ich war und bin halt irgendwie noch immer ein Landei, zurückhaltend, einfühlsam, ehrlich, bescheiden und denke auch fleißig.
    Erst durch das Forum konnte ich dann allmählich erkennen, dass meine
    Persönlichkeit zu den Co-Abhängigen passt.

    Nun ja und hab`s irgendwann geschafft, hab` ich dem ganzen Desaster ein Ende gesetzt,
    mich abgenabelt und bin wieder aufs Land gezogen.

    Er war inzwischen endgültig abgestürzt, einige Male im Krankenhaus und
    leben, nach vielen Höhen und Tiefen, jetzt eigentlich wieder recht glücklich miteinander.
    XY ist seit seiner todbringenden Diagnose und alllen was dazugehört, heute ein beinahe völlig anderer Mensch. Sehr ruhig (auch durch die Medis), sehr einfühlsam und herzlich. Der Alkohol spielt keine entscheidende Rolle mehr.


    Das Forum hilft mir insofern, als das ich an meinen Defiziten weiterarbeiten will, ist mir eine Stütze, mit seiner Krankheit leben zu können, kann Probleme ansprechen, über die ich im Bekanntenkreis nicht
    reden will (dachte ich zumindest).

    Dass ich aber aus mir unerklärlicher Weise, immer wieder im Kreuzfeuer der Kritik lande, na das verletzt mich mehr als ich dachte.


    Zitat

    ... dem tun deine Beiträge nicht gut, verharmlosen die Problematik.


    Schönes WE - Emma
    (es ist eine Kurzfassung vom wesentlichen)

    Zitat

    Erkennst du dich denn in meiner Beschreibung irgendwo wieder? Ich meine, ich hab mich in soooo vielen Beschreibungen wieder erkannt. Der Mechanismus ist immer ähnlich, die Verhaltensweisen.


    Hallo Aurora und alle anderen,

    danke für eure Offenheit. Leider kann ich nicht auf alles eingehen, da mir gerade etwas die Zeit davon läuft.


    Ja Aurora, kann es nur bewundern, wie großartig du mit den Themen
    umzugehen verstehst, sowie als Selbsthilfe und die zudem für mich und wahrscheinlich viele andere, schlichtweg hilfreich sind.

    Natürlich erkenne ich mich in einigen deiner Beschreibungen wieder, aber dadurch dass ich in meiner Partnerschaft, fast ausschließlich eine
    On - und Off- Beziehung geführt habe, konnte ich immer dann, wenn mein Maß voll war, ungefragt gehen.

    Auch war ich bis zum heutigen Tag nie auf XY angewiesen, musste mich nicht verbiegen, habe mit ihm keine Kinder, und sich eine Trennung dann vlt. nochmal schwieriger gestaltet.


    Und kurz gesagt, schön dass du mir da und dort, in meiner Anschauung nicht zustimmst, zeigt mir das du relativ gefestigt bist und eine andere Erfahrung und eine andere Sichtweise hast,
    will und sage ja gar nicht, dass ich mit allen recht haben will.


    Tut mir echt leid, wenn irgend jemand meine Postings nicht verwertbar findet, aber das muss nicht mein Problem sein, ich äußere mich
    so, wie ich es zu äußern vermag.


    Und Susanne, kann es verkraften, wenn du mich los haben willst, wollte aber nichtdestotrotz nach dem Tohuwabohu, noch gerne eine
    Antwort da lassen.


    Liebe Grüsse
    Emma

    Zitat

    Zitat Spedi:

    Ich bin der Ansicht, wer sich mit seiner Intention über die Forenziele hinwegsetzt, braucht sich nicht zu wundern, wenn er ein Ergebnis erntet, welches auch nicht den Forenzielen entspricht.

    Es liegt überigens durchaus auch in der Hand der Nutzer wie Dir, ob dieses Forum wieder -wie schon einmal- zu einer Plauderstunde von angelesenem Wissen verkommt, oder eine echte SHG bleibt, in der ein reeller Erfahrungsaustausch betrieben wird.

    Der "einzelne Rufer" wird immer ungehört und unbeachtet bleiben.


    Ich bezeichne die Co-Abhängigkeit für mich, als eine Krankheit der
    1000 Kränkungen. Bei einigen geht desen Aufarbeitung recht flott voran und die anderen brauchen länger dazu.

    Das mag für manche Alkoholabhängigen schwer auszuhalten sein, von den unzähligen Kummer und Leid zu hören, haben sie es doch selbst in der Intensität nicht erlebt, nie mitbekommen, .....
    während ihr Co sich zudem hat kümmern müssen.


    Aus der Gehirnforschung weiß man, dass eine Verletzung ihre Spuren hinterlässt. Jene die noch am Anfang ihrer Abhängigkeit stehen und die Kraft aufbringen, aufzubegehren,
    sind meiner Meinung nach noch die wesentlich gesünderen, als der/diejenigen, die ihre Co-Knöpfe unter den Teppich kehren.


    Wenn jemand meint, dass ein "Vorführen" ihn kalt lässt, finde ich das recht bedenklich.
    Besser wäre es, klar zu sagen, - Stopp, nicht mit mir - dein Verhalten hat mich verletzt.


    Nun, zwar ist der Kelch an mir vorübergegangen, aber diese, wenns den
    eine wahr, Inszenierung von Spedi, hat eine Erinnerung in mir wachgerufen.

    Damals war ich noch eine 1. Klasslerin und die strenge Lehrerin hat mich fast jeden Tag gedrillt. Und als ich wieder mal in die Klasse kam, hat sie mich gepackt und meine schutzigen Hände
    hochgehalten, aufgefordert, vor allen Schülern auf einen Sessel
    zu steigen und mich als Schmutzfink outen müssen.

    Nun gut, von da an hab`ich auf mein Äußeres aufgepasst.


    Zitat Melanie:

    Zitat

    ... ich schreibe hier lediglich das auf, was ich hier empfinde, was ich wahrnehme und gebe dir das wieder, ein Spiegel mehr nicht.

    Ich weiß nicht recht, was ich davon halten soll, einerseits wer immer nur in den Spiegel sieht, sieht nur sich selbst und 2.) spiegelst du wieder nur
    das, worauf es dir ankommt, hat nicht unbedingt was mit mir zu tun.

    Hilfe sieht anders aus!


    Liebe Gruß
    von Emma

    Hallo zusammen,

    es ist sehr spannend euch zu lesen, natürlich macht mir dieser Austausch
    in meinem Faden nix aus, und ich lerne ja auch was draus.


    Hallo Leonia, der gute Spedi hat zum Thema Selbsthilfe alles sehr trefflich
    geschrieben, wie ich es selbst gar nicht formulieren könnte, vielleicht
    findest du noch die Gelegenheit dazu, auch noch die andere Sichtweise zuzulassen.

    Da co-abhängige Menschen nun mal oft sehr anpassungsfähig sind, sehe ich bei dir die große Gefahr, dass dich zu sehr auf die Bedürfnisse deines
    Partners konzentrierst. Auch wenn du viel an dir arbeitest, sind die großen Veränderungssprünge (lt. Psychologie) gar nicht möglich.
    Daher weil wir hier alle ausgereifte Wesen sind mit einigen persönlichen Stärken und unseren Schwächen.

    Also sehe ich wenige Chance, nochmal jemand zu werden, der wir noch
    gar nie waren, als gering.

    Viel spannender ist es daher, unabhängig von einem Partner, das zu entdecken und zu fördern, was mich selbst ausmacht, eine Begabung voran zu treiben, sich Zuhause fühlen können im eigenen Körper, Weiterbildung zu betreiben auf beruflicher, vitaler und spiritueller Ebene.

    Und daher Melanie wirst du mich nie überzeugen können, wie CO ich doch immer noch bin. Einfach deshalb, weil ich nahezu stimmig und intuitiv nach meiner eigenen, inneren Balance lebe.
    Mehr als mit sich und der Umwelt und jenen Menschen, die man liebt im Einklang zu sein, gibt es nicht. Das es dabei immer wieder ein paar Berg und Talfahrten gibt, versteht sich ja.


    Zitat

    Zitat Helmut:

    Wobei können wir dir nun noch weiterhelfen. Was sind deine nächsten
    Schritte als Angehörige? Nur für dich und nicht für deinen Alkoholiker
    zu Hause!


    Danke für diesen Anreiz, dahin zu denken wo mein Weg weitergehen kann, bin noch gar nicht dazu gekommen, es zu beschreiben.

    Nun ich habe gemerkt, daß obwohl ich gar nicht mehr hier sein wollte, mir das Forum fehlt. Ohne Internet ist der Alltag nur halb so schön, da schau ich gerne bei euch rein.

    Es gibt eh recht viele interessante Themen im sonstigen Bereich, wo ich noch zu wenig sagen konnte und werde mich da mal umschauen.

    Ist dann ein bisserl Neuland für mich, denn G`scheidln liegt mir nicht.
    Möchte versuchen, mehr aus meinen Schatten heraus zu treten, so wie auch im richtigen Leben.


    Emma