Beiträge von Emma2010

    Hallo n i c i,

    Zitat

    Was willst Du mit Pro und Contra für Dich beantwortet haben, was Du nicht schon weißt/spürst ?

    Zum Beispiel: Ein ganz alltägliches Geplänkel! Er fragt mich: Naa, was gibst es denn heute zum Mittag.
    Meine Antwort: Weiß ich noch nicht. Was möchtest du denn?

    ER: Wieso fragst du mich, wenn ich dich gefragt hab`.

    Also ist mir aufgefallen, dass er damit recht hat. Ich hätte ja auch antworten können, dass ich mir dieses oder jenes gut vorstellen kann, oder habe einen Gusto auf....

    Wer erwartet denn, dass ich mich in mit meine Wünsche hinten anstelle, er bestimmt nicht. Also woher hab ich das?


    ...... melde mich später wieder. Es hat gerade an der Tür
    geläutet, ......


    Emma

    Hallo Ihr Lieben,


    ... "vorweg möchte ich mich nochmal vorstellen, auch wenn mich schon
    einige kennen".
    Ich will mit den Thread Pro und Contra Co-Abhängigkeit mal versuchen, eigene Verhaltensweisen genauer unter die Lupe zu nehmen, um vlt. dran`was zu ändern, oder wenigstens zu überdenken.

    Ich freue mich, wenn ihr mir auch von euren Erfahrungen schreibt, aber wirklich in Bezug aufs eigene Benehmen.
    Bisher habe ich ja viel in Kontext zu meinen Partner geschrieben, da möchte ich probieren, das sein zu lassen. Nur zu leicht sieht man halt das, was uns beim anderen stört, doch ich weiß, dass genauso meine
    Verhaltensmuster öfters überdenkenswert sind.

    Ich kann nicht glauben, dass ich Co-Abhängig bin, denn bin wie auch mein HA meint `gsund, normal gewichtig, habe ideale Blutwerte,
    eine realiv ausgeglichene Stimmungslage, bin enorm freiheitsliebend; :wink:

    (Und hab`s bestimmt nicht vergessen, dass alles schon mal völlig
    anders war: :cry: )

    Andererseits fallen mir an mir Verhaltensweisen auf, wie z.B. dass ich
    - nicht gerne im Mittelpunkt stehe
    - das Wohl meines Partners über meins stelle
    - mich wenig durchsetzen kann
    - ein häuslicher Typ bin
    - im realen Leben nicht gerne Hilfe annehmen mag;


    Mal schaun, vielleicht gelingt es mir und lerne mich auf diesen Weg noch selbst besser kennen.
    Wer bin ich??? Wie werde ich wahrgenommen??
    Wohin gehe ich?


    Schönen Abend
    EMMA

    GU MO alle,


    habe gut geschlafen und bin emotional wieder geerdeter.
    Dennoch finde ich den Gedanken von dir Linde auch richtig und ich werde demnächst bei den Angehörigen von Alkoholikern einen
    neuen Thread starten.

    Ich habe heute bereits mit XY telefoniert und uns darauf geeinigt, dass ich zum WE nach Hause fahr.
    Es geht nicht anders. Möchte kein zweites Mal schuld sein, wenn er wieder
    versuddeln sollte und verfällt. Mit einer Krankheitseinsicht kann ich nicht spekulieren, da er`s auch nicht checkt, wie krank er bereits eigentlich ist.
    Und ist vielleicht auch besser für ihn.

    Die Tage seit ich weg bin, sagt seine Schwester, ist er nun wieder zugänglicher und sieht ein, dass er eben nicht alles zu mir sagen kann und laufend nieder macht.

    Aber auch ich muss schauen, dass ich mich in Zukunft viel mehr zurückhalte und im richtigen Augenblick, auch mal die Klappe halte.
    Es bringt ja doch nichts und ihn bevormunden, das kann ich mir auch sparen.

    Es haben sich in der Partnerschaft ein paar Muster eingeschlichen, die natürlich Co-verdächtig sind, oder sind das genau die Strukturen, die unser Zusammenleben erst ermöglichen?


    Das und alles weitere, werde ich aber dann mit dem neuen Thema
    aufarbeiten.


    Danke fürs Lesen, für jede Anregung bin ich sehr dankbar.


    EMMA

    Hallo liebe n i c i,

    Zitat nici:

    Zitat

    ... die Chance hast Du immer noch :idea:
    Und Du kannst Dich jeden Tag aufs Neue für DEIN Leben entscheiden.

    Dieses Spiel von Macht und Abhängigkeit, egal wie rum es nun aktuell ist,
    nimmt so viel Platz für wirklich wichtiges weg.


    Na eigentlich hab`ich das eben auch gedacht, dass ich dann wenns Fass voll ist, mich jederzeit rausnehmen kann.

    LEIDER schaff`ichs aber nicht, oder habe doch keinen Durchblick mehr???
    MUSS euch nun und mir eingestehen, dass ich seit einigen Tagen sehr mit meiner Enttäuschung zu kämpfen habe, nachdem XY erneut den
    Alkohol im "gesundheitsschädigenden Ausmaß" konsumiert.

    Ja, dachte schon, das läge endlich hinter mir, der ganze Sch*** mit
    Alkohol und Co-Abhängigkeit.

    Bitte liebes Forumteam, wer das liest, ich würde gerne im Co-Bereich weiterschreiben, weiß grade nicht so genau, wo ich stehe!

    Was ist passiert?
    Nun wie schon erwähnt, hat sich XY von seiner Krankheit richtig gut erholt, nur hat dann wahrscheinlich, weil trotzdem platt, aus Langeweile u.ä. wieder zu Trinken angefangen.

    Natürlich wäre es schön gewesen, hätte er eine ambulante Therapie oder eine Lzt-therapie genehmigt bekommen, aber die Ärzte eben halten das nicht mehr für sinnvoll, denn seine Leberzirrhose
    ist zu weit fortgeschritten.
    Dieser Mann hat derzeit solch unglaubliche Stimmungsschwankungen, dass ich mir nicht mehr zu helfen weiß.

    Bin daher lieber jetzt mal, bevor es richtig eskaliert, auf Abstand gegangen und mach`bei mir daheim Urlaub, mit Sonne tanken, Wandern, Fasten, Verwandtschaftsbesuche, Radfahren, u.m.

    Ich habe schon rumtelefoniert, von wegen einer Haushaltshilfe oder mal einer Reinigungskraft, jedoch lehnt der gute Mann patot alles ab.
    Und schon ruft er wieder nach mir und heult.
    Alle sagen, hätte ich meinen LG heuer im März nicht ins Krankenhaus gebracht, er würde gar nicht mehr leben.

    Jetzt stehe ich wieder vor der Wahl. Aber eigentlich habe ich doch eh keine Wahl, muss nach dem Urlaub retour sein. KOCHEN, putzen, einkaufen und Mäuschen spielen und immer die Klappe halten.

    Nur diesmal mach`nicht ich mich zum Co, oder? Denn nur wenn ich meine Rolle beibehalte, so fühlt er sich relativ behütet.

    Was kann ich tun? Die Telefonseelsorge meint, dass ich besser Abstand halte. Aber das habe ich schon mal probiert und dann .....


    Lieben Gruß
    Emma

    Hallo flower40,

    es ist nicht einfach, aus einer Notsituation, so wie du sie beschreibst kurzerhand auszubrechen, doch ist dennoch machbar.

    Überlege mal, wo könntest du vorerst sonst noch unterkommen, vielleicht
    bei Freunden, den Eltern, oder einer Einraum-Wohnung, eh nur solange bis sich etwas passendenderes findet.

    Auf all die Aussagen deines Partners würde ich nicht viel geben.
    Ein Süchtiger quatscht viel, macht andauernd Versprechungen, etc., aber nur damit s e i n Leben so reibungslos und gemütlich bleiben kann, wie`s ist.

    Und zudem hat er dich, die sich kümmert, die aufräumt und sonst alles weitere erledigt.
    Warum sollte er dann was ändern?

    Erst dann, wenn der Alkoholkranke in eine Situation reinrutscht, so sehr in Bedrängnis kommt, wo er/sie merkt, hoppla so gehts nicht mehr weiter, ich kann nicht mehr, ich brauche Hilfe, es geht mir total schlecht, Hilfe, die Sauferei macht mich fertig, Hilfe, ich bin krank.... es könnte sein, dass es dann einen Klick macht.

    Aber Vorsicht! Denn solange es noch jemanden an seiner Seite gibt, der ihn wieder rettet und sich stets kümmert, lässt es sich in der Passivität doch recht gut leben.
    Und wer gibt schon gerne zu, solange es sich vermeiden lässt, dass man Hilfe braucht.
    Denn dann müsste man doch zugeben, daß man an so einigen Hürden und Vorhaben gescheitert ist. :idea:


    Ich wünsche Dir jedenfalls die Kraft, um da rauszukommen und Du wieder ein Leben leben kannst, das Dir gefällt.


    Liebe Grüße
    Emma

    Hallo miteinander,


    möcht`euch gerne mal wieder Bescheid geben, wies bei uns geht.
    Wider aller Prognosen und Diagnosen hat sich mein LG überraschend gut
    gefangen und sieht besser aus als seit langen.

    Doch diese Zeit, die letzten 3 Monate, sie waren für ihn und dann auch für mich ein Martyrium. Fast schon im 14 Tage-Rhythmus mußte XY wegen einer akuten Sache wiederrum ins Klinikum eingewiesen werden.

    Kann eh das Krankenhaus überhaupt nicht leiden, sodass ich die ganze Zeit noch seine Aufpasserin spielte, damit er auch nicht abhauen konnte.
    Hat von so einigen Behandlungen nichts mitbekommen, bzw. vergisst ganz schnell, wenn andauernd die Werte derart entgleist sind.

    Derzeit ist es so, dass ich ihn einfach nicht mehr alleine lassen kann.
    Kaum bin ich mal eine Stunde weg, ruft er an, bricht in Tränen aus, hat eine heiden Angst, dass ich ihn noch verlassen würde.

    Dann gibt es noch seine andere Seite, wo er sich gebärdet, mich ja eh nicht zu brauchen, beschimpft mich als ne Ente.
    Das ist so mein Co-Knopf, und mir alles einleuchtet. Der schon so fatale Beginn dieser Beziehung. Der reifere und viel erfahrenere Mann, wie leicht konnte er mich stets beeinflussen und manipulieren.
    Seine Aufmerksamkeiten und die blumigen Komplimente, wie konnte ich nur so einfach drauf reinfallen?

    Doch ich war für ihn, auch nie mehr als eine ideale Co-Abhängige, eine die noch zu zur Hochform auflaufen konnte, wenn er mal wieder den einen Unnahbaren und den einsamen Wolf abgezogen hat.
    Oh Schande, wie blöd ich doch mal war.
    Heute zum Glück lache ich schon drüber.

    Trotzdem wenn die Gelegenheit nochmal da wäre, wo sich solch ein Beziehungsdesaster offenbart. Ne, ich würde sicher nicht mehr drum kämpfen, sondern würde die Gelegenheit beim Schopf packen, die Füße in die Hand nehmen und schneller laufen als ich kann.
    Es hätte für uns beide die Chance sein können, für einen wichtigen, dringend notwendigen Entwicklungsschritt. Aber damals habe ich das ja leider nicht so sehen können.

    Nun aber gut und wieder in die Gegenwart. Ich bin trotz allem bestimmt nicht unglücklich.
    Habs geschafft, mich mit ihm zusammen zu raufen. Wir führen eine entspannte Partnerschaft. Sozusagen hab` wie man so sagt die Hosen an.

    Klar, weiß ich, dass XY momentan froh ist, mich zu haben. Klar auch, daß das keine Liebe ist, längst keine mehr mit rosa Wolken, schon eher eine aus der Not entstandene.


    .... > :? hat mir Spaß gemacht, mal wieder ein Stückerl Weg zu reflektieren.
    Denk mir, mit ein wenig Ballast abwerfen, ist das Gehen einfach auch wieder etwas weniger mühsam.


    Liebe Grüße allen,
    von Emma

    Hallo zusammen,

    nun, hatte es gestern nicht gerade einfach und wahrscheinlich liegt in den tiefen meiner Erinnerungen noch so manche Frustration vergraben, die noch unverarbeitet sind.

    Doch es war richtig, mir den Unmut von der Seele geschrieben zu haben, um nicht Gefahr zu laufen, meinen Partner damit zu konfrontieren.
    Denn ich meine, das verdient kein hilfsbedürftiger, kranker Mensch, ihn unbewusst noch den alten Enttäuschungen auszusetzen.

    Das Desaster ist nur, dass mich immer wieder unerwartet, manche seiner Verhaltensweisen triggern, dann entstehen Bilder aus vergangenen
    Auseinandersetzungen in mir, die ich nicht ertragen kann.

    Wir sind eben damals vor ungefähr 1 Jahr im Streit auseinander gegangen, viele Verletzungen sind unausgesprochen geblieben.
    Jedoch heute ist er derart verändert, ist Nähe suchend, harmoniebedürftig und sanftmütig.
    Über diese Aufmerksamkeit hätte ich mich in seiner gesunden Zeit mit einem Juhu derart gefreut, doch das jetzt annehmen können, kommt mir irgendwo zu spät.

    Dennoch ist es mir schon ein enormes Anliegen, wieder diese erneute
    Annäherung zuzulassen. Zudem muß mir der Spagat gelingen, im hier und heute mit den Tatsachen leben zu können.
    Hat es schon etliche Jahre zuvor keine gemeinsamen Interessen und Hobbies gegeben und erst recht wird es sie in Zukunft nicht mehr geben können.
    Dieser Verzicht fällt unendlich schwer.

    Als Single lässt sich damit jonglieren, trifft sich mit Kollegen, im Verein, plant die Freizeit, wie mans will.
    Da muß ich noch erneut mit meinen Mann herausfinden, wie ich mir ein paar Zeitfenster schaffen kann.

    Mit diesen Thread wollte ich zeigen, dass man vielleicht ab einen
    kritischen Stadium von Alkoholismus, den Kranken nicht mehr für jede
    Handlung und jedes Wort, ewig veranwortlich machen kann. Vieles fällt aus der Erinnerung.
    Wenn irgendwann aus der psychischen Abhängigkeit hinzu eine organische Erkrankung gekommen ist, das Hirn hat sich auf die Sucht umgestellt, dann ist es beinahe unmöglich, noch aus eigener Willenskraft auszusteigen. Ich hab`s bei meinen Partner mitbekommen, das Appelieren an Veranwortung, an das Gewissen, auf seinen Willen, es war nicht umsetzbar.
    Und auch nach dem Tiefpunkt hätte er niemals einen Arzt aufgesucht, wäre er nicht im Haus gestürzt.

    Ohne Unterstützung und ohne Begleitung würde er schon nicht mehr leben. Aber das ist auch nur meine Sichtweise.


    Ich denke, es ist besser, wenn ich den Thread nun abschließe. Ich habe mich durchgerungen, dass ich nun baldigst an einer Verantstaltungsreihe
    "für pflegende Angehörige" teilnehmen werde.

    Es ist einfach an der Zeit, dass ich auch wieder was für mich tue, bevor völlig die Energie ausgeht. Es ist ohne Hilfe von außen meistens noch
    keiner wichtige Schritte gegangen.
    Ohne Hilfe von außen, wäre ich auch nie schon so weit gekommen.

    Ich bedanke mich bei allen, die mir geholfen haben.

    Liebe Gruß
    Emma

    Hallo Melanie,

    vielen herzlichen Dank für deine Anwort. Mich haben die Worte
    sehr berührt, hast mich richtig verstanden und gespiegelt.
    Wie schon desöfteren, kommst mir vor, wie ein guter Engel, der durchs Forum weht, gibst recht viel von deinen Erfahrungen und deiner
    Freizeit an uns weiter.

    Die letzten Tage halte ich mich an meiner Zufriedenheit fest, wie eine
    Ertrinkende. Habe so das Gefühl, als könnte sie mir wieder abhaun, zwischen den Fingern zerrieseln.

    Mit den ganzen Belastungen für XY habe ich leider noch mehr
    Verantwortung auf mich geladen, als ich eigentlich zu tragen bereit
    gewesen bin.

    Und sicher hätte ich mir das auch eher überlegen müssen, was alles auf mich zukommen kann.

    Unsere Beziehung läuft auch gut, mein Mann hat sich von den ganzen Strapazen wieder gut gefangen, ist stabil.
    Aber trotzdem, im Gegensatz zu früher hat sich nicht viel geändert und das ärgert mich. Muss wie gehabt die Macherin sein, halte alles am Laufen, halte diese Partnerschaft zusammen,
    muss mich dermaßen verbiegen und selbst noch mit seinen verbliebenen Trinkerfreunden soll ich mich auseinandersetzen.

    Einer von denen, wollte gleich wieder mit ihm saufen, da er weiß, dass der Keller beim *** stets gefüllt ist.
    Ich hätte diesen Kerl gerne mit den restlichen Flaschen vor die Tür gesetzt, hab`s jedoch als Grenzüberschreitung empfunden und sein lassen.

    Mein Partner ist dabei der Gelassene, genießt ein neugewonnenes Leben und schläft noch viel. Er ist ja noch völlig geschwächt, kann sich an vieles nicht mehr erinnern, von meinen Problemen, der vielen Arbeit und alles, was er nie mehr schaffen kann, bekommt das gar nicht mehr mit und belasten darf ich ihn nicht.

    Da habe ich meine ganze Kraft für aufgewendet, nur damit ihm nichts passiert und hab`nicht drüber nachgedacht, wie`s wieder weitergehen kann.

    Obwohl er so ein Lieber ist, die ist Partnerschaft unbefriedigend.
    Obwohl er seine Zeit mit mir verbringen will, fehlt mir die Auseinandersetzung.
    Obwohl er sich so bemüht, sich nach mir richten will, nur soviel Anhänglichkeit geht mir irgendwie auf den Nerv.

    Diese Partnerschaft war zurecht längst abgelaufen und besteht doch unerwartet weiter.

    Es liegt nun an mir, wie ich daraus eine neue, erfüllende und glückliche Zeit schöpfen kann.
    Denn sicher wird er nie mehr der sein, der er mal war, der Dominate und der viel Stärkere.

    Ist ganz schön schwer, authentisch zu bleiben und dennoch sich in einer neuen Position einfügen müssen.

    Vielleicht sollte ich einfach viel, viel geduldiger sein.
    Ich komme mir schon jetzt mies vor, wenn ich sagen würde, das unser Lebensmodell sehr reizlos ist.

    Ich möcht`ihn einfach nicht noch unglücklich sehn.
    Nur denke ich, mir geht nun langsam echt die Luft aus???

    Hat jemand von Euch vlt. eine IDEE, wie man aus einer recht müden Beziehung, nochmal was aufbauen kann?


    Grüsse von Emma

    Hallo miteinander,

    ich wünsche Euch allen einen schönen Ostersonntag-Abend und
    natürlich liebe Grüsse und das die Feiertage das vollbringen - wonach
    das Herz verlangt.

    Mir geht`s im Großen und Ganzen gut, bin emotional wieder in Balance,
    nur von meiner Kondition her, würde ich mir gerne mehr Aufwind
    wünschen.

    Heute und den Rest der Feiertage verbringe ich noch alleine, doch bin ich froh, dass ich von jeglichen Einladungen verschont wurde und nicht kochen und nicht essen muß.
    So gestalte ich mir die Freizeit ganz nach meinen Herzenswünschen, entspannt, urgemütlich und genieße die sonnigen Tage.

    Was mir allerdings schon sehr zu denken gibt, ist, dass sich bisher noch keine/r von den Geschwistern gemeldet hat. Normalerweise sind unsere Treffen recht freundschaftlich. Doch die nehmen es mir leider derzeit übel, weil ich eh` anscheinend meine Liebe und Kraft schon wieder für den ALKI aufwende.

    Und XY liegt auch wieder im Krankenhaus. Diesmal mit einer Magenblutung, die hat vorerst schlimmer ausgesehen, als es ist.
    ER kann schon wieder von Herzen humorvoll sein und wird voraussichtlich
    in den nächsten Tagen entlassen.

    Bin gegen Abend vom Besuch retour. Auch waren heute die (erw.) Kinder dabei und alle so ringsum zu sehen, das sind schon total schöne Augenblicke.
    Der Umgang zueinander ist erfrischend und vorwurfsfrei und herzlich.
    Und auch wenn ich mir aufgrund ihrer Geschischten vorstelle, dass sie EKA`s sind, sind wir ungemein stolz, über ihren starken Werdegang.

    Mich freut es, dass diese Kontakte gut laufen, dass sie den Vater in einer schlimmen Trinkerphase losgelassen haben und es erreicht haben, nicht nachtragend zu sein, obwohl er ewig alle Geschenke oder Geburtstage vergessen hat.

    XY, der Mensch hinter dem Alkohol war mir immer ein Besonderer. Die Erleichterung ist groß, mich darin wohl doch nicht getäuscht zu haben.
    Denn auch wenn unsere Partnerschaft streckenweise grauenhaft war, doch ich habe gerlernt, kann mich behaupten, treffe unabhängige Entscheidungen, hab` es während der Trennung geschafft - auch den gesunden Egoismus wieder herstellen.

    Tatsächlich hat es nur die rapide Trennung zuwege gebracht, dass mein Mann aus seiner Alkoholsucht noch aussteigen konnte. Und wenn viele denken, es war aber viel zu spät? Immerhin ist er unheilbar krank.

    Die Krankheit hat schon soo viel früher begonnen, nur nicht ernstgenommen, hat über dutzende Chancen und Stolpersteine, und die für alle logischen Konsequenzen, sich hinweg gesetzt.

    Oh weh und noch dazu, war ich genauso naiv, zu glauben, ich könne mit meinen Bemühungen, oder durch Druck und Streit etwas erreichen, würde ein mögliches Unheil abwenden.
    Und heute, nun mir bleibt auch nichts anderes mehr übrig, als ein Leben für das er gekämpft und mit sich gerungen hat, genau so zu akzeptieren.
    Es war und ist sein Weg.

    Unsere Partnerschaft ist nochmal eine aufrichtige und kostbare Zeit, die mir so mansches von dem zurück gibt, das ich lange vermisst habe.
    Es ist gut, eigentlich nicht mehr voneinander zu brauchen, und doch viel geben zu können.

    Es ist, für mich eine Form von UNABHÄNGIGKEIT, die vieles
    offen hält.


    Sind damit beide zufrieden. Zufriedenheit ist mein A und O.
    Und echt zufrieden sein, das wünsch`ich euch.


    Grüsse EMMA

    Liebe Melanie,

    vorweg gleich mal DANKE für deinen Post, es ist immer eine Freude, Dich zu lesen.

    Zitat

    anscheinend auch mit vollem bewusstsein lebst und wohl nicht auch nicht aufgeben möchtset, durch dein verhalten ihm seine angst nimmst, seine angst lebst und er dadurch das du ihm sein leid abnimmst entspannt daliegen kann und schläft.

    Aber Melanie, was bleibt mir auch anderes übrig?
    Was ist deiner Meinung nach die Alternative?

    Habe ich mit meinem JA - Wort für unsere Partnerschaft, denn nicht auch die Verantwortung auf mich genommen, für den Fall, dass es Schwierigkeiten gibt, die miteinander zu bewältigen?

    Ob`s sich um Alkoholismus, Krebs, Aids oder einen Schlaganfall etc. dreht, soll ich mich lieber wegdrehen und ihn im Stich lassen?

    Zitat

    ...du bist für mich das beste beispiel an coabhängigkeit , die hier öffendlich niederschreibt, die in ihrer rolle gefangen ist und nicht davon loslassen will.

    Ja, ich hatte schon so meine Zweifel, ob ich meinen Weg mit Ihm, hier noch weiter mitteilen soll, denn auf gar keinen Fall bin ich auf irgendwelches Mitleid aus.

    Darf die letzte Lebensphase eines Alkoholikers hier noch ihren Raum haben oder sagt mir, wo liegt die Grenze?

    Und auch wenn ich sehr darum bemüht bin, hier nicht im eigentlichen Sinne seinen Werdegang zu beschreiben, überbordend ist mein Anliegen für MICH zu schreiben, was belastet, was uns bewegt, mir Sorgen macht.

    Liebe Melanie, inzwischen ist es gar nicht mal die pflegerische Belastung, die derartig erschöpft. XY kann eh schon wieder ohne meine Hilfe aufstehen, unterstützt mich in der Küche, guckt Fernsehn.

    Natürlich ist`s nicht mehr die Art Beziehung, von der man gerne träumt, doch unser Umgang ist liebevoll.
    Nachdem ich jahrelang im Pflegebereich gearbeitet habe und engagiert für jeder Mensch, mein Bestes gegeben habe, wie könnte ich dann innerhalb der Familie, plötzlich so zickig sein?

    Die ganzen Probleme mit seinem Alkoholmissbrauch sind im Prinzip vorbei, kann nicht mehr, darf nichts trinken.
    Nur typisch Abhängig bin ich vom Rest an Aufgaben, die ich alle alleine schaffen soll. Und noch bin so der Sparfuchs, und putze, koche, bügle und mähe lieber selbst.


    Zitat

    ...viel kraft und energie schicke ich dir , die wirst du sicherlich brauchen, auch wenn das hier eine geste meiner eigenen coabhängigkeit sein könnte.

    Oh ja, Kraft und Energie haben, was für ein wunderschöner Gedanke.
    Da denke ich gleich wieder an die letzte Singlezeit und den herrlichen Freiraum für`s Reisen und Wandern.

    Noch muss ich wieder heraus finden, wie ich meine Reserven entsprechend einsetzen kann. Aber die Zeit mit meinen Mann bedeutet mir noch mehr.


    Lieben Gruß und Dir, liebe Melanie
    alles Gute und Freude auf dem Weg.

    Emma

    Hallo SHG,


    > heute, gegen Mittag durfte ich XY wieder unerwartet mit nach Hause
    nehmen.

    Doch sein Entlassungsbericht liest sich einfach beängstigend,

    ganz ehrlich gesagt, ja es schüttelt mich, darf ihn aber gerade jetzt mit meinen Zustand nicht noch mehr belasten.

    Ich habe so das Gefühl, dass mir die Verantwortung, mit der ich mich noch lieber gar nicht auseinander setzen wollte, über den Kopf wachsen könnte.

    Zu meiner eigenen Beruhigung kann ich aber wenigstens sagen, dass ich bisher pflegerisch doch nichts falsch gemacht habe.

    Das was ich beim letzten Mal als einen kalten Entzug bewertet habe, war auch einer und hinzu gekommen ist ein akutes Organversagen.
    Sein Körper hatte die ganzen Medis nicht mehr aufgenommen, jedoch ohne die Medikamente, drohen noch weitere Komplikationen.

    Und das macht mir eine riesen Angst,... zu versagen, dann wenn sein Tod naht. Aber die Ärzte sagen auch, dass ich dann eh nur noch den Notarztwagen rufen könnte.

    Es ist abgesprochen gewesen, dass er noch ein paar Tage bis zur
    Stabilisierung bleiben müßte. Nur war XY heute Mittag völlig aufgelöst und hat darum gebettelt, dass sie ihn entlassen.
    Und wie könnte man dem Patienten, diesen letzten Wunsch abschlagen?


    Ich weiß sehr wohl um die verschiedenen Hilfsdienste und um jede Unterstützung, alles Organisation ist getan.


    Nur meine Angst, wenn doch die Angst nicht wär`, vor dem was kommt.
    Doch Er wie es scheint, nimmt` s noch sehr gelassen und
    schläft.


    Emma

    Hola Lindi,


    Zitat

    Ja, Tunnelblick, keinen Ausweg sehen, alles in schwaerzesten Farben sehen. So gehts mir gerade.

    XY Nr. 2 ist Bauarbeiter. Intelligent und eigentlich ein netter, interessanter Mensch.... meine Freunde oder Bekannten von frueher haben "ihn" aber nicht akzeptiert, bzw. den Kontakt zu mir bewusst einschlafen lassen. Und wie die "Freunde" eines Bauarbeiters mit Alk-Problemen aussehen, das brauch ich hier ja wohl niemand naeher zu erklaeren.....Danke, kein Interesse.

    Also, z.B: meine Brüder sind auch in gewisser Weise mit der Baubranche verbunden. Ich bin schon des öfteren auf einer Baustelle mit dabei gewesen und krass beeindruckt, was die Leute da leisten müssen.


    Vlt. kennst du die Komödie " Ganz oder gar nicht ? "
    In dem Film gehts um ein paar sehr unterschiedliche, aber recht witzige Freundschaften, die sich kurz gesagt, gemeinsam neue Perspektiven zurecht schneidern, mit ihren Ideen unterhalten sie, mit zu auch noch alle anderen ......

    Will damit andeuten, als Tipp, ob nicht vlt. mit den Frauen seiner Freunde, auch mal ein paar Gespräche möglich sind?
    Die haben eventuell sogar die gleichen Probleme?

    Zitat

    Wie das in Doerfern halt so ist. Lieblingsbeschaeftigung ist.....der Tratsch.

    Da ist aber auch die Frage, wie man`s sieht.
    Wenn du dich in dem Dorf nicht mehr wohl fühlen kannst, was hindert dich denn daran, umzuzuiehen?

    Ja, und auch wiederrum wie viele, die gerade wieder aus einer Großstadt flüchten und die Ruhe, die Natur und die gemütlicheren Leut am Land sehr schätzen. Ich zähle mich da auch dazu.

    Liebe Lindi, sei noch froh um den Tratsch. Das kommt dir jetzt vielleicht noch sehr ungelegen. Gerade bei Depressionen kann man nichts mit anfangen.
    Noch vor wenigen Jahren im Berufsalltag, hat mich der Kaffeeklatsch in den Pausen oft schon depremiert.
    Erst wieder, als es mir gesundheitlich sehr viel besser ging, habe ich erst verstanden, dass der Tratsch eine Leichtigkeit in sich hat, die mich von den trüben, ernsten Gedanken mal wegbringen.

    Tipp 2: Fang wieder Schrittweise an und zeige dich, bring deine Persönlichkeit allmählich wieder zum Vorschein.
    Du wirst sehen, der Tratsch ist nur eine frische Wallung eines Gespräches an der Oberfläche. Aber wenigstens lernt man sich kennen und gewinnt ein wenig Vertrauen. Danach bleibt bestimmt auch der Raum, um noch über`was anderes zu reden.

    Nun, ich kenne Dich zwar nicht, aber ich trau`dir schon zu, von dem was ich gelesen habe, dass in dir sehr viel kreatives Potential steckt.


    Na ja, aber hoffe nicht, dass dich mein Feedback überrumpelt, dann vergiss lieber das Geschreibe.
    Weißt du, ich hänge momentan auch etwas im luftleerren Raum, nachdem mein Mann ja derzeit im Klinikum ist.

    Aber nicht desto trotz, bin nur nach wie vor ein quirlieger
    "Optimist"!

    Lieben Gruß, muchos saludos
    von Emma ( is` gegoogelt ...)

    Hallo Lindi,

    - herzlich Willkommen im Forum und schöne Grüße für Dich nach Spanien.

    Ja ja, da würde ich jetzt auch gerne sein. Wie ist den gerade das Wetter bei Euch???

    Deine Geschichte macht einen traurig. Im ersten Augenblick dachte ich mir, oh Mann, das erinnert mich noch an eine Zeit, als ich selbst mal so tief im Chaos gesteckt bin.

    Das Depressive ist nicht so der Punkt. Wahrscheinlich halt auch eine Begleiterscheinung zu all dem, was du erleidest und erdulden mußt, bzw. passiv erleidest und duldest. Man könnte auch sagen, wer so tief unten ist, sieht nur aus der Tunnelsicht, aus dem Tunnelblick, aber die lebensbejahenden Schönheiten von Mensch, Natur und des noch im Besitz sein, des eigenen gesunden Körpers nicht.

    Warum hast du dein gar keine Freunde? Ich denke mir, nach so vielen Jahren im Ausland, sprichst du doch bestimmt perfekt Spanisch.
    Und vielleicht gibt es in deiner Nähe auch irgendwelche Selbsthilfegruppen,
    soziale Einrichtungen, Beratungsstellen etc.

    Mir ist aufgefallen, dass du dich auf jeden Fall selbst, sehr gut zu reflektieren verstehst.
    Eine Therapeutin sagte mir mal, das ist ein Gabe, die gar nicht jedem zur Verfügung seht.

    Dennoch musst du dir darüber im Klaren sein, und weißt es sicher eh längst selber, dass dich niemand, dass einfach niemand vorbeikommen wird um dich zu retten.
    Nur Du kannst diejenige sein, die sich und ihr Schicksal annimmt, ernst nimmt, akzepiert und nochmal ändern könnte.

    Meine Erfahrung ist, dass es egal ist, welche Krankheit mich unbarmherzig zermürben will. Sie nimmt so lange ihren Lauf, bis Du dich dem irgendwann zur Wehr setzen wirst. Bis Du deine Sorgen mit Vernunft zum Stillstand bringst und zur Umkehr bereit bist.

    Doch so ganz allein, wie momentan und ohne Hilfe wird`s wohl nicht gehen! :roll::oops:

    Übrigends. Ich bin auch eine große Pferdeliebhaberin und hatte früher einen eindrucksvollen, schwarzen Westfalen.
    Dann als ich sehr krank wurde, da mußte ich ihn weggeben, denn ohne Arbeit kann man auch einem Pferd nichts bieten.

    "Das Loslassen hat mich viel Überwindung gekostet".

    Lindi, hast Du denn vielleicht eine Möglichkeit, um dein Ross bei einem Gnadenhof unterzubringen?


    > Ich hoffe, meine Zeilen können Dich wieder ein bisschen motivieren.
    Gerne würde ich Dich wieder lesen.
    Ich wünsche Dir alles Gute auf deinem Weg.


    Liebe Grüsse
    Emma

    KALTER ENTZUG = TOD !!!


    Hallo ihr Lieben,


    , den Satz oben habe ich bei Euch gelesen und bin sehr dankbar darüber.

    Der Satz hat mir bewusst gemacht, dass ich mit XY nicht so streng sein darf und auch wenn er nach seinem letzten Entzug etwas getrunken hat, dann wahrscheinlich doch deshalb, weil er es mußte.


    Gerade komme ich vom Krankenhaus, mit einen Erlebniss, dass ich nie vergessen werde.

    Heute Nachmittag, nachdem ich auf die Station kam und fragte, wie`s Ihm geht, hat mich die Krankenschwester schon auf einen Ernstfall vorbereitet.

    Dann im Zimmer seh ich ihn, ringsum ratlose Gesichter.
    XY schüttelt es, aber warum .... die Werte seien nicht schlechter geworden.

    Zusätzlich wurde er an das Überwachungsgerät angeschlossen.
    Nachdem ich dann den Ärzten ein bisschen was über ihn erzählte, selbst ratlos und nichts ahnend, haben die seinen Blutzucker nochmal überprüft.

    In der Früh noch, war der Wert ganz passabel aber da wußten die nicht, dass er gestern getrunken hat.

    Bis am Nachmittag ist er bereits am ENTZUG deliert.
    War XY in den 14 Tagen nach der letzten stationären Aufnahme, so rasch
    rückfällig, weil das mit der Alkoholkarenz zu hastig war ??

    Und als mir die Ärzte beim letzten Mal noch sagten, dass XY sich sehr gut halten kann und eigentlich gar keine Ersatztabletten brauche, war ich zwar recht überrascht, aber naja.

    Fakt ist: Das ich ihm keine gute Pflegerin war.
    Denn ich habe nämlich nicht erkannt, dass er zusehends in einen Entzug schlittert.

    >> Jetzt glaube ich zwar, dass ich mir keine allzu großen Vorwürfe machen darf, den die Turnusärzte haben es auch nicht sofort erkannt.

    Niemand hat mich auf diese Gefahr hingewiesen, aber wenns zu spät gewesen wäre, was würde jede Einsicht dann noch wert sein.


    So, das wollte ich Euch gerne noch sagen, bin völlig geschafft und sprachlos.
    XY ist nun denke ich, schon in guten Händen und ist stabilisiert worden.
    Das heißt aber nicht, dass er über dem Berg ist.

    Ich leg`mich jetzt gleich schlafen und hoffe einfach nur, dass das alles nur ein schlimmer Altraum war.


    Lieben Guß - e m m.....a

    Hallo ihr Lieben,


    - wahnsinn, gerade bin ich mit dem Hund `unsere Runde gelaufen, und doch obwohl ich noch keine 50 bin, habe ich mich so unendlich belastet gefühlt.
    Mit schlappen Beinen und unansehnlich, gebeugten Schultern und mit einen Gefühl, als hätte ich eh schon den 90 -igsten hinter mir.

    Aber um es gleich vorweg zu sagen, es geht mir bestimmt nicht schlecht.
    Im Gegenteil. Ich genieße wieder so richtig die Sonne, meine Freude auf die Gartensaison ist nahezu unbeschreiblich, und das himmlische Wetter ladet ein, wieder in kurzen Hosen uns `nem Shirt `rum zu laufen.

    Komisch, dass ich dann wenn XY nicht dabei sein kann, einen ganz anderen Gusto habe. Ein gut zubereitetes Essen bedeutet mir nichts, im Vergleich zu Oliven, krossen Backwerk, Käse, ... Chilli & ...., uvm.

    Update: XY geht es nicht gut, es geht so schlecht, dass ich in der Nacht schon total unruhig bin. Trotz aller Fürsorge, hat er von Tag zu Tag noch mehr an Substanz verloren, sodass ich zu dem erneuten Handeln gezwungen war.

    Gott Lob habe ich mir in weiser Voraussicht schon am Freitag, den Einweisungsschein fürs Krankenhaus besorgt. Nachdem immer klarer wurde, dass Er und ich Hilfe brauchen, mußte ich einfach deutlich auch meine Grenzen zum Ausdruck bringen und ihn auffordern, dass Er aber spätestes am Montag wieder ins KH muss.

    Seine liebe Schwester war heute Vormittag noch da, und gemeisam sind wir zu der Überzeugung gelangt, gar nicht mehr lange zu fackeln und besser gleich die Rettung zu holen.

    Ich glaube schon, natürlich, dass XY große Angst hat und auch weiß, wie`s um ihn steht. Doch er ist nicht in der Lage gewesen, um mitzuteilen, was "das Beste für Ihn" ist.
    Für mich ganz schlimm, jemanden die Eigenverantwortung abzunehmen. Er hätte ja viel lieber noch auf Morgen gewartet, dass irgendwas besser wird. Und wieder auf Morgen gewartet, ob`s dann vlt. besser geht.

    Nachdem er mich sehr fragend angeschaut hat, und ich ihn bitte nochmal den letzten Kurzbericht zu lesen bat, da ist ihm glaube ich, .. erst richtig bewusst geworden, was los ist.

    Sein Anblick könnte wohl jeden berühren, und dass er gestern Nachmittag noch eine ganze Flasche Wein geleert hat, ist nicht entscheidend.


    :o Ach, wie waren "wir" froh, dass er heute mal freiwillig in den Rettungswagen eingestiegen ist.
    ... erst noch habe ich telefoniert, XY liegt wieder auf der Allgemeinen. Also kein Grund zur Panik.

    Huch, aber jetzt gönne ich mir noch ein wohltuendes Brauserl und mach mich dann auf dem Weg zu ihm.


    > Ich halte Euch auf dem Laufenden, wem`s interessiert.
    > Das Schreiben hilft mir einfach, um mich zu sammeln. Doch klar, mit einer realen SHG könnte das Kraft tanken, vlt. noch besser gelingen.


    ....einen lieben Gruß
    Emma

    Hallo zusammen,

    > Linde:

    Nun ja, sein behandelnder Arzt kann nicht viel tun, als die Symptome mit Medis auf ein erträgliches Maß zu bringen. Gegen den Juckreiz hat XY wieder eine Tablette bekommen, aber die helfen nicht von jetzt auf gleich.

    Ansonsten geht es uns den Umständen entsprechend gut. Langsam gelingt es mir, endlich den Tagesablauf routinemäßig abzuarbeiten. Und auch wenn´s nach medi. Stand für meinen Partner wenig Chancen gibt, so bemüht er sich doch sehr, nur um mich nicht zu belasten.

    Und wenn gar nichts geht, dann hilft uns noch unser beider Galgenhumor ein kleines Stückerl weiter.

    > Anfangs hat mich sein verändertes Aussehen und die Diagnose
    ziemlich überrollt. Und habe mich momentan dazu noch irgendwie auch mitschuldig gefühlt, denn nach der "Trennung" vor einem Jahr, ist es mit ihm - was ich aber nicht mitbekommen habe, weil ich weg war - wohl recht rasch abwärts gegangen.

    Doch was hätte ich denn tun können? Denn miit einem Süchtigen kann man halt nichts vereinbahren, besprechen, oder Ziele definieren, etc.
    Wie oft haben "wir" darüber gesprochen und gestritten, dass das mit seiner täglichen Sauferei nicht mehr lange so gehen kann.

    Eines habe ich mir jedenfalls schon vorzuwerfen, dass es halt nicht schon viel früher zu einer, unserer Trennung gekommen war.
    Denn nachdem ich XY schon als Alkoholiker kennengelernt habe, hätte ich spätestens nach dem 2. Jahr aufgeben sollen. Nur ist mir damals die eigene Co - Abhängigkeit, meine Selbstzweifel und ein ewiges Unschlüssig sein im Weg gestanden.

    Heute, nachdem was ich alles durchgemacht habe, würde ich mit einem
    Alkoholabhängigen sicher keine Beziehung mehr eingehen, egal wie anziehend und anregend, die oder derjenige wäre.
    Ich seh` ja gerade den Unterschied. > RESÜMEE:
    Das ganze Theater und alle Diskussionen mit dem Trinker sind ne`reine Zeitverschwendung gewesen. War alles reines Palaver, und hat so viele Tränen und an Selbstwert gekostet.

    (Unter Alkoholeinfluss wandelt sich so`n Gedankengut ins nasse Denken, ins Narrische, nicht ernst zunehmende.
    Das Gedankengut ist vergiftet, die Leber ist mit der Entgiftung total überfordert ist).

    Erst nach der Entgiftung, dem Entzug, dann werden auch die Gedanken wieder klar. Ein Betroffener weiß das, eh`klar und jongliert damit herum, aber als Angehöriger, für mich war´s immer schwer, zu merken wie betrunken er ist, ... und daher nicht mehr ernst zu nehmen wirklich ist.

    > Schattenspringer:
    Sicher gibt es auch immer mal wieder kleine Fortschritte und Lichtblicke - doch wo bleibst Du bei dem Ganzen?

    Meine Interessen stehen derzeit ganz hinten. Doch ehrlich gesagt, fehlt mir die Lust auf jede mögliche Ablenkung. Ich glaube, das hat jetzt nicht unbedingt etwas mit Abhängigkeit zu tun, sondern, ich habe mich dazu entschlossen, dass ich das was ich tue, tun will.
    Die letzten Tage noch habe ich mich überschlagen, um etwas zu kochen, dass seinen Appetit anregen könnte, aber Essen tut er fast nichts.

    Mittlerweile gibt es auch zu seiner ersten Frau, seiner Schwester und zu seinen (Kindern) einen guten Kontakt und wir bereden miteinander, alle noch möglichen Hürden.

    Es gibt mir Kraft, jetzt nicht alleine da zustehen.

    > > Denk bei aller Hilfeleistung auch mal an Dich und an Dinge, die Dich wieder aufbauen.

    Ich danke Euch sehr für die mentale Unterstützung.
    JA, ich denke daran, denn vernachlässigen darf ich mich nicht, um nicht ins straucheln zu kommen.
    Damit wäre keinen von uns geholfen.


    Liebe Grüsse und ein mutiges und frohes Herz
    wünscht Euch Emma

    Hallo miteinander,

    nun ja, ich lese zwar öfter mal bei Euch, doch um zu antworten, dafür fehlen mir die Zeit und die Energie.

    Die Pflege von XY zu Hause gestaltet sich oft viel schwieriger als erwartet.
    Beide sind wir bereits am Limit. ER - weil er die Welt und das Leiden nicht mehr verstehen kann.

    Oft fragt er mich, was los ist, .... warum plagt ihn zeitweise dieser unkontrollierbare Juckreiz, chron. Nasenbluten, Durchfall, dann wieder würde er gerne aufstehen, aber der Körper ist zu geschwächt und gehorcht ihm nicht.

    Mir kommt es so vor, als wenn er die unangenehme Zeit, sowie seine ständige Truckenheit all die Jahre, auch unsere Streitereien deswegen, schon völlig vergessen oder ausgeblendet hat.

    Und hab`mir gedacht, dass die Verwirrung und seine Vergesslichkeit, bereits etwas mit einer Demenz vergleichbares wäre, aber dem ist gar nicht so, denn seit dem Entzug redet und agiert er ganz normal.

    Es ist, als hätte ich seit dem einen Anderen vor mir. Ich schaue ihn an, und kann`s nicht glauben, dass jetzt, wo dieser Mann eigentlich der ist, wie ich`s lange gewünscht habe, dass aber alles vorbei sein soll.

    Die ausweglose Situation hat mich ganz schnell wieder an mein Limit gebracht, auch wenn ich meine, es psychisch gut durchzustehen.
    Für Sport oder ähnliches kann ich mich leider gar nicht mehr begeistern, auch wenn`s bisher immer ein schöner Ausgleich war.

    Dennoch bin ich richtig froh, dass wir die Zeit wieder miteinander verbringen, und bei aller Dramatik gibt es manchmal auch wieder kleine Fortschritte.


    >>>> Liebe Grüsse von Emma, und hoffentlich kann ich Euch dann beim
    nächsten Mal auch wieder mehr von mir berichten! <<<<

    OFT kommt es anders, und viel öfter als man`s denkt:


    Liebe Schattenspringer,


    zum Zitat:
    Was wirst du alles für Ihn tun, wenn er morgen entlassen werden sollte?
    Was tust du für Dich?


    DANKE dir für diesen Denkanstoss. JA, was tu`ich für mich!

    Also den Teilzeitjob, den ich hatte, mußte ich gleich mal kündigen, weil ich natürlich nicht ständig zwischen XY und meiner Wohnung hin und her pendeln kann (*** km).

    Auch das Schreiben hier hilft mir, um immer wieder die Gedankenflut, die mich manchmal über`kommt, zeitweise neu zu hinterfragen.

    Vital und freizeitlich aber habe ich das große Glück, dass ich mir alles so richten kann, wie`s mir gut tut und `ich entspannen kann.

    Und ganz besondere Freude haben wir mit unseren KRAMBAMBULI,
    der es entzückend versteht, seine Vergnügungen mitzuteilen.


    >>> Fortsetzung vom Mittwoch - bezüglich LZT - Therapie >>>


    Nun, da habe mich wohl ziemlich geirrt, indem wie`s gehen kann.
    Mein Lebenspartner ist gestern aus den KLinikum entlassen worden. Aber nicht wie ich dachte, dass er anschließend zur weiteren Behandlung, einen Therapieplatz bekommen würde.

    Daher mußte ich Ihn nach Hause holen, eine Option mit der ich gar nicht ernsthaft gerechnet habe, weil er eben noch immer in einen gesundheitlichen sehr, sehr im kritischen Zustand schwebt.

    Die Ärzte sagen halt, dass es für meinen Mann vorläuflig einfach besser ist, wenn er in seiner gewohnten Umgebung bleiben kann.
    Jedoch wenn er ohne Unterstützung nach Hause gekommen wäre, ??? ....

    Seit dem Entzug ist er sehr verändert und total liebenswert.

    ......


    " ... muss gleich etwas anderes erledigen, Euch wünsche ich Vertrauen und einige Geduldsfadenverstärker, die manchmal echte Wunder vollbringen *. "

    Liebe Grüsse
    Emma

    Hallo LINDE,

    ich freue mich sehr, von zu lesen. Wie geht`s denn dir?

    >>> Zitat: ....damit deine Welt wieder in Ordnung kommt!


    Nun ja, muß zugeben, dass es momentan gar nicht so einfach ist, den Überblick zu haben, über die Termine, die meinen Tagesablauf auffrischen und den überbrückender Weise managen von einigen Angelegenheiten, die halt eben XY betreffen.

    Aber besser, wenn ich`s Euch der Reihe nach erzähle, damit das -
    was mich beschäftigt, noch nachvollziehbar ist.

    ALSO, eben nachdem mein Lebensgefährte im Krankenhaus war und danach entlassen wurde, war ich ihn besuchen.

    Da er nach seinem stationären Aufenthalt einige Medikamente bekommen hat, die er aber wahllos mit Alkohol vermischt hatte, muss es ihm - vermute ich mal, recht miserabel gegangen sein.

    Ich hab`ihn gefunden, da ist ihm sozusagen das Wasser schon bis zum Hals gestanden. Daher musste ich natürlich ehest einen Hausarzt informieren.

    Und der hat ihm gleich nochmal eine Einweisung fürs Krankenhaus verschrieben. Obwohl XY`s Aszites schon von den Zehenspitzen bis zur Lunge hinauf und hinunter gewandert ist, doch er wollte aber trotzdem noch lieber zu Hause bleiben.

    ** Gerade muß ich bei der Erinnerung, als der Hausarzt vorbei gekommen war, wieder irgendwie lachen **.
    Denn als dieser im Haus gestanden ist, hat ihn mein XY mit den Worten begrüsst,.... Grüß Gott, was wollen Sie von mir ???

    Aber OKAY, auf jeden Fall sind wir am nächsten Tag für einen zweiten stationären Aufenthalt wieder ins Krankenhaus gefahren.
    Seitdem macht er gute Fortschritte und absolviert endlich den so dringenden, fachkompetenten ENTZUG.

    Spannend wird es aber dann erst Morgen, dem Mittwoch sein, denn da entscheidet es sich, ob er freiwillig zur weiteren Betreuung, eine
    LZT - Therapie beanspruchen möchte, oder sonst wird er natürlich nach Hause entlassen.

    NUR wie soll es weitergehen?
    Denn wenn er da "trotz-alle-dem" nicht abstinent bleiben kann, so sagen es die Ärzte, dann wird er wahrscheinlich nicht mehr lange leben.

    Ihr könnt euch denken, dass diese Situation, mich natürlich auch sehr stark belastet. Aber Gott sei Dank, dass ich nach unserer Trennung
    im letzten Jahr gelernt habe, immer wieder einfach gut auf micht zu achten, und dass ich weiß, wie ich tatsächlich gut für mich sorgen kann.

    UND es ist gerade dieses Wissen, mein, mein GLAUBE, das sind jetzt die K r a f t q u e l l e n , die mich gesund und stabil halten.


    >>>> LIEBEN GRUSS von EMMA <<<<