Beiträge von co-Elfi

    Hallo co-iche,

    willkommen hier. :)

    Ich finde das, was du schreibst verständlich und gut lesbar, mach einfach weiter so.

    Bei mir stellt sich Klarheit im Laufe der Zeit ein, als Prozess, während ich schreibe und lese und schreibe und lese, irgendwann setzt sich das Puzzle zusammen.

    Liebe Grüße
    Elfi

    Hallo Lara,

    ich kann gut verstehen, dass du helfen willst.

    Will er seine Sucht behandeln lassen? Wird die Depression behandelt oder wird diese Behandlung auch nicht mehr bezahlt?

    Ist er überhaupt in der Lage (Demenz/Depression) einen Eigenwillen zu entwickeln: ja zum Gesundwerden, Ja zum Thema Therapie, Ja zu Therapieziele setzen? Ist er in der Lage, sich an Therapieziele zu erinnern und hat auch die Fähigkeit, gesetzte Ziele einzuhalten?

    Wenn JA (positive Einstellung, Wille und Fähigkeit zur Therapie): Wo ein Wille ist, ist oft auch ein Weg, sein Weg.

    Wenn NEIN: Es gibt Menschen, die sind so krank, die können einfach nicht mehr. Die haben nicht mehr genug Kraft übrig um ein Riesenprojekt namens "Therapie" zu bewältigen. So ein Therapieprojekt kann Jahre dauern und es kostet viel Kraft: 2 Schritte vor, einer zurück. Und dann noch mal Kraft mobilisieren, jeden Tag aufs Neue. Es gibt Menschen, die wollen sich dieser Kraft-Anstrengung nicht aussetzen. Die sind müde und wollen sich ausruhen. So ein Therapieweg ist keine Wellnessbehandlung sondern harte Arbeit.

    Ich kann mittlerweile respektieren, dass es - insbesondere ältere Menschen - gibt, die keine Lust haben auf diese harte Arbeit. Gesund wären sie schon gerne, aber bitte ohne Kraftanstrengung. Ich sage das voll Trauer. Am liebsten würde ich diesen Menschen die Kraftanstrengung abnehmen, doch das kann ich nicht. Wenn erwachsene Menschen sich so entscheiden, muss ich das akzeptieren.

    Dann wieder gibt es Menschen, die springen dem Tod immer wieder von der Schippe weil sie das so wollen. Wer einen solchen Lebenswillen hat, der kann auch Krankheiten überwinden, die als untherapierbar eingestuft werden. Alle verfügbaren Kräfte werden gebündelt und auf ein Ziel gerichtet: gesund werden. Das bedeutet auch Verzicht. Verzicht auf Lebensqualität. Das hält derjenige nur durch, wenn er hochmotiviert ist und weiß, warum er das selbst möchte, eigene Ziele hat und auch glaubt, dass er die erreichen kann, weil er genug Kraft dafür hat. Und er hält es dann durch, wenn er genug Kraft mobilisieren kann, um sich jeden Tag aufs Neue an diese positiven Ziele zu erinnern und danach zu handeln.

    Egal, welchen Menschentyp man vor sich hat, den Erschöpften oder den Kämpfer: es ist dessen eigene erwachsene Entscheidung, so oder so. Natürlich hofft man, dass dieser Mensch sich so entscheidet, dass man sich selbst über diese Entscheidung freuen kann. Dennoch: es ist das Recht dieses Menschen, seine Entscheidung zu treffen, für sich (nicht für andere).

    Ich erlebe eine ähnliche Situation selbst, kenne Menschen die gerne gesund wären, aber sich nicht aufraffen können, nur halb-herzig auf ihren Körper hören. Es schmerzt mich, wenn ich dann höre, es hat doch ohnehin keinen Zweck, wozu kasteien wenn das Leben ohnehin bald vorbei ist (und ich weiss, es ist nicht vorbei, da geht noch was). Es schmerzt mich, wenn meine Gefühle da nicht berücksichtigt werden, ich will noch etwas von diesem Menschen. Und ich frage mich, wieso wird der bequeme kurze Weg gewählt, da ist doch noch steinige lange Weg, wieso wird nicht der beschwerlichere Weg gewählt, klar ist der Weg schwer, daran kann ich nix ändern, doch ich könnte begleiten. Mit der Zeit wird der Schmerz weniger. Es ist ein erwachsener Mensch. Dieser Mensch hat das Recht zu dieser Entscheidung. Und ich, ich bin auch nur ein Mensch, kein Über-Mensch. Ich kann niemanden retten. Ich habe es wirklich versucht, habe gezerrt und versucht, den steinigen Weg schönzureden. Doch ich habe erkannt, es geht nicht. Ich kann niemanden retten. Ich kann nur mich selbst retten.

    Gefühlsmäßig hilft mir diese Einsicht nicht immer weiter. Ich möchte doch, dass es den Menschen, die ich schätze, gut geht. Ich würde fast alles dafür tun. Meine eigene Gesundheit? Kann die mir in dem Moment nicht egal sein? Stop. Erst kommt meine Gesundheit, dann die anderer Menschen.

    Ich habe gelernt, herauszufinden, wie lange ich die jeweilige Person besuchen kann. Ich spüre in mich rein, wie lange ich meine Gefühle in dieser Situation aushalten kann. Ich hoffe und bange: was erwartet mich, eine erschöpfte Person, eine Person die so tut als wäre alles ok (was morgen ist, ist doch egal) oder taucht der Wunsch gesund zu sein auf? Fragt die Person mich um Rat, bin ich damit überfordert?
    Ich habe herausgefunden, was mir gut tut und wie ich mit dieser Situation zurecht komme, ohne zuviel zu wollen. Ich kann den Status Quo akzeptieren. Es schmerzt, doch ich kann es aushalten, weil ich mir selbst gut tue und weniger für andere will, weil ich es ja doch nicht ändern kann.

    Ich wünsche dir alles alles Gute, Lara.

    Egal was passiert, Tu dir gut, sei gut zu dir.

    Liebe Grüße
    Elfi

    Hallo Georgina,

    mir ging es wie dir.
    Als ich von der Grundschule zu einer höheren Schule wechselte, verlor ich meine Freundinnen, erst die eine weil die auf eine andere Schule ging, dann die andere, weil die sich anders entwickelte als ich, viel offener war.

    Ich hatte Angst vor den anderen in der Klasse, die waren so wild und ich war so zurückhaltend. Ich zog mich immer mehr zurück, war oft in den Pausen auf dem Schulklo und weinte. Ich zog mich zurück in meine kleine fantasievolle Welt in mir drin. Später hatte ich noch eine Brieffreundin, als die anfing zu studieren hat sie mich hängen lassen.
    Erst als ich eine längere Partnerschaft einging konnte ich mich überwinden und habe dann gelernt, ein wenig aus mir herauszugehen, aber nur stundenweise.

    Dieses Jahr habe ich etwas ganz Wichtiges verstanden. 20% der Bevölkerung sind ganz besonders sensibel und zurückhaltend. Das ist eine neutrale Eigenschaft, und die habe ich. Wenn man sehr sensibel ist, fühlt man sich anders als andere, man kriegt mehr Stimmungen mit, die von anderen und die eigenen und denkt auch mehr nach, das ist normal.
    Und weil man eben mehr mitkriegt und mehr nachdenkt ist man viel zurückgezogener, nachdenklicher. Man will andere nicht verletzen und ist selbst schneller verletzt. Man kann nicht sein wie die anderen "hoppla mach Platz, jetzt komm ich". Man geht da viel zurückhaltener ran an Situationen und hat auch mehr Ängste, mach ich alles richtig, weil man eben SIEHT was da alles passieren kann. Andere machen einfach und wenns schief geht, na und. Aber ich denke eben vorher nach und will es gut machen, und das ist ja auch ok so, solange ich mich dabei wohlfühle und mich nicht selbst unter Druck setze.

    Da ich das nicht wusste, dachte ich immer: mit mir stimmt was nicht.
    Alle sagten immer: Geh aus dir raus, mach was aus dir, wehr dich, werd so wie die anderen. Das konnte ich nicht.
    Heute weiß ich: Für wenige Stunden KANN ich das. Aber eben nur für wenige Stunden und dann muss ich wieder in meine kleine heile Welt zurück zum Auftanken. Das ist völlig in Ordnung und gesund.

    Ich achte genau darauf, wie lange ich mich "da draußen" wohl fühle.
    Ich fühle dann genau - jetzt meldet mir mein Körper, dass es genug ist.
    Dann bleibe ich noch ein wenig extra (!) in der Situation, gewollt, um mich mental und sozial abzuhärten, das ist dann positiver gesunder Stress, weil ich es WILL. ICH treffe die Entscheidung, wie lange ich in einer Situation bleibe, in der mein Körper Warnsignale sendet.
    Das ist so, wie wenn man noch ein wenig im kalten Wasser bleibt wenn man Schwimmen geht, obwohl man merkt - ich kriege langsam kalt, halte es aber noch GERADE SO aus. Und dann denke ich, ach es ist ok, ich schwimme noch zwei Bahnen um mich fit zu halten und abzuhärten. Und dann bin ich glücklich hinterher, weil ich mich überwunden habe.
    Das gilt auch für soziale Situationen. Ich nehme meinen ganzen Mut zusammen, mein Herz klopft, überwinde mich und nach einer Weile fühle ich mich wohl. Und nach zwei bis vier Stunden merke ich, jetzt wird es mir zuviel, dann bleibe ich noch ne halbe Stunde und verabschiede mich. Das war dann anstrengend, klar.
    Ich könnte mich auch zuhause einmummeln in meine kleine Welt und die Welt da draußen könnte mir egal sein. Ich brauche die Welt da draußen nicht jeden Tag. Aber es geht so viel Schönes verloren, wenn ich mich nicht nach draußen wage. Ich habe soviele interessante Menschen kennengelernt. Ich habe gelernt, dass andere Menschen auch Fehler machen, meine eigenen erscheinen mir dann nicht mehr so schlimm. Ich habe gelernt dass Menschen, die mich kritisieren oft irgendwelche Probleme haben, mir eigentlich "helfen" wollen, aber es nicht können, weil sie es nie gelernt haben. Die Welt da draußen ist nicht böse. Die Welt ist ein wenig unvernünftig. Die meisten Menschen haben ihr Leben nicht im Griff und sind auf der Suche. Jeder sucht auf seine Weise und es gibt so viel Schönes zu hören, zu fühlen und zu sehen.

    Du kannst ein wenig zeichnen - wie wäre es mit einem Zeichenkurs für Beginner bei der Volkshochschule? Da sind bestimmt ein paar Menschen dabei, die eher still sind.
    Oder wie wäre es, wenn du eine kleine überschaubare Bilderausstellung besuchst die deinen Geschmack trifft und dir die Menschen anschaust, die diese Ausstellung besuchen?

    Georgina, du schaffst das. Wenige Minuten reichen für den Anfang. Wenn du dann stolz auf dich bist, willst du ganz von alleine mehr ;)

    Hallo Georgina,

    Zitat

    Ich hab früher sehr gern Volleyball gespielt und würde das auch jetzt sehr gern mal wieder probieren aber dafür find ich einfach nicht den Mut. Allein wenn ich daran denk dort hin zukommen zu den ganzen fremden Leuten wird mir schon ganz anders.

    Ganz am Anfang ist es natürlich schwierig, die ganzen fremden Menschen, die man noch nie gesehen hat, herzklopfen, hoffentlich geht alles gut.

    Das Gute ist - es wird besser! Ich geh einfach vorurteilslos auf die Leute zu, sage meinen Namen, versuche mir von 3 Leuten die Namen zu merken und mit 2 Menschen, die mir sympathisch sind, ins Gespräch zu kommen (nachdem ich mich "aklimatisiert" habe, sofort klappt das bei mir nicht).

    Angst vor Kritik habe ich immer. Das steckt ganz tief in mir drin. Aber was solls, es ist kein Weltuntergang wenn man mich kritisiert. Dann mach ich eben mal ne Übung falsch - na und, die andern machen auch nicht alles richtig. Niemand ist perfekt, wieso soll ich dann alles richtig können müssen? Muss ich nicht. Wenn der Tag nicht mein Freund war, so war der Tag mein Lehrer.

    Und das nächste Mal nehm ich wieder meinen ganzen Mut zusammen, raff mich auf - und werde belohnt. Die sympathischen Leute, deren Namen ich mir gemerkt habe, begrüße ich, sie grüßen mich zurück, ich lächele und es geht mir gut. Dann wird Sport gemacht, wir treten über den Sport in Kontakt, ich muss nicht viel reden. Und na gut, mal klappt eine Übung, mal klappt sie nicht. Ich sehe genau hin, die anderen sind auch nicht perfekt, die machen auch Fehler. Und wenn ich aufgetaut bin, kann ich über meine eigenen Fehler lachen und alles ist halb so schlimm.

    Ich muss das nicht perfekt können, ich lerne jedesmal dazu. Und wenn einer meint, er müsse mich bloßstellen kriegt der ne Retourkutsche: Ach ja, und du kannst das besser?! (Stichwort Selbstbehauptung, gibt es tolle Bücher für). Außerdem, wer mit Steinen wirft sollte aufpassen dass er nicht im Glashaus sitzt, der muss dann aufpassen, dass er keine Kritik abkriegt, wenn er was falsch macht, ätsch!
    Ja und dann atme ich tief durch und weiter im Programm.
    Klar gibt es auch mal einen Tag, da geht alles schief. Das passiert. Das hake ich dann ab und mache es das nächste Mal besser.

    Das Schöne ist, es wird immer besser, gerade im Sport. Und dann gibt es gar nix mehr an mir zu kritisieren. Und die Sozialkontakte werden auch jedesmal besser. Erst redet man nur mit ein oder zwei Leuten, dann drei und irgendwann findet man bis auf ein oder zwei Leute alle nett, die meisten unterstützen einen und wenn mal was schief geht ist alles halb so wild. Wenn man den harten Anfang erst mal geschafft hat, ist es einfach schön.

    Übrigens, Kompliment. Ich kann kein Volleyball spielen, das Spiel finde ich nämlich ganz schön schwierig, finde ich toll, dass du das kannst!

    Liebe Grüße

    Elfi

    Hallo Georgina,

    Zitat

    Und ich war schon immer ein einzelgänger ich hab mich nie um Freundschaften und Kontakte gekümmert (weil ich dachte das sie mir eh nur weh tun)und so hab ich jetzt auch kaum welche, eher garkeine

    Früher ging es mir ähnlich. Irgendwie war ich anders, hatte andere Interessen, war auch empfindlicher. Es hat nicht richtig gepasst. Small talk fand ich oberflächlich.

    Es gibt auch Situationen, da bin ich immer noch zurückhaltend und bin froh, wenn mich niemand ansieht und anquatscht. Und ich bin echt sauer, wenn ich dazu gezwungen werde, auf eine Party zu gehen, mit Leuten, die ich nicht kenne, das ist für mich echt der Horror. Laute Geräusche, unbekannte Menschen und alle gucken wie ich aussehe, schüttel.

    Allerdings habe ich eine Nische gefunden, in der es mir richtig gut geht.

    Eigentlich war ich immer ein Sportmuffel, ne Couchkartoffel sozusagen.
    Dann habe ich mit Ausdruckstanz angefangen und habe dann weitergemacht mit Gymnastik, Jahre später dann Muskeltraining und Ausdauertraining.

    Und es tut mir richtig gut...

    Sport finde ich einfach toll, da kriege ich Kontakt mit anderen Menschen ohne dass ich mich über etwas unterhalten "muss". Aber wenn ich das Bedürfnis habe zu reden, habe ich ein Thema, man macht das Gleiche, hat was gemeinsam, kann sich drüber unterhalten.

    Ich tue was für meinen Körper, es werden Glückshormone ausgeschüttet beim Sport und ich tue was für mein Kontaktbedürfnis.

    Ehrlich gesagt, ich muss mich vorher immer aufraffen.
    Aber gerade, weil ich mich aufraffen muss, bin ich hinterher stolz auf mich. Wieder überwunden, wieder was für mich gemacht!!
    HINTERHER geht es mir IMMER ein wenig besser, sogar dann wenn es mal nicht so gelaufen ist, wie gedacht. Ich nehme immer was Positives mit..

    Ich wünsche dir, dass du etwas findest, dass dir ebensoviel Freude bringt.

    Hallo Georgina,

    welche Rolle hast du in deiner Partnerschaft?

    Ich hatte mal die Rolle der liebevollen "Therapeutin" übernommen. Das hat "funktioniert", nur leider habe ich mich damit überfordert...
    Patient wurde, oberflächlich betrachtet gesund, ich wurde krank.

    Um dir Illusionen zu ersparen: Die Angst vor einem Rückfall bleibt, auch nach einer "Genesung". Das bedeutet, du müsstest, um konsequent zu sein, eine kontrollierende Rolle "ewig" weiterspielen. Wie fühlst du dich damit?

    Ich will das jedenfalls nicht mehr, ich kämpfe gegen diese Versuchung an. Ich tu mir damit keinen Gefallen und auch meinem Partner nicht.
    Warum? Ich bin nicht seine Mutter. Ich bin nicht seine Therapeutin. Ich bin seine Partnerin. Ich möchte ihm auf Augenhöhe begegnen. In einer kontrollierenden Rolle kann ich das nicht.

    Hallo Schneewittchen,

    mir geht es manchmal ähnlich. Ich wünsche mir auch eine heile Welt.

    Langsam beginne ich zu akzeptieren, dass es nur einen Menschen gibt, den ich ändern und heilen kann und das bin ich selbst.

    Wenn ich jemanden besuche und ekele mich vor "Alkoholfeierlaune" und allem was dazu gehört, klinke ich mich "geistig" aus und sehe zu dass ich möglichst schnell nach Hause komme. Wenn ich nachhause komme und finde eine ähnliche Situation vor, verziehe ich mich in eine Wohlfühlecke. Ich bin nicht verpflichtet "gute Miene" zu allem zu machen, was andere als "normal" empfinden.
    Das gilt auch für andere Bereiche, z.B. wenn jemand meint, er müsse sich ungesund ernähren. Das ist NICHT mein Problem (auch wenn ich immer wieder meine, ich müsste es zu meinem Problem machen).

    Wenn ich eine "Fahne" eklig finde, dann habe ich das Recht dazu, das eklig zu finden. Ich habe aber nicht das Recht, dem "Fahnenträger" seine Fahne zu verbieten. Ich kann nur für mich selbst überlegen, inwieweit ich das ertrage und ob ich mir selbst Schaden zufüge, wenn ich meine Bedürfnisse ignoriere.

    Im ersten Moment, wo ich mich ekele, ist es erstmal egal, ob es sich um eine "normale" oder "krankhafte" Fahne handelt. Wichtig ist erstmal - wie geht es mir damit?

    Ich kann mich weigern, den Fahnenträger so dicht an mich ranzulassen, dass es mich ekelt. Ich kann Abstand halten. Und wenn der Fahnenträger dann sauer ist, ist auch das nicht mein Problem, sondern das des Fahnenträgers. Ich bin dann nicht sauer auf den Fahnenträger. Es ist sein Recht, sich so zu verhalten. Jeder hat das Recht, sich selbst zu schädigen, sobald man erwachsen ist. Das kann ich nicht verhindern.

    Und ich entscheide, ob ich mich in dieser Umgebung auf Dauer wohlfühle oder nicht. Ich höre auf meinen Körper, mein Körper sagt mir schon, was ich brauche, auch wenn ich da manchmal ganz genau hinhören muss, weil mein Körper oft flüstert...

    Hallo Georgina,

    sorry, das mit der Geldverwaltung habe ich wohl falsch verstanden...

    Zitat

    Er will das ich sein Geld verwalte, ich hab ihm schon öfters angeboten das er das wieder gern allein machen kann aber er sagt dann immer das es besser ist wenn ich das mache. Und so klappt es eigentlich auch ganz gut, außer halt wenn der Drang nach Alk zu groß war ansonsten wenn er merkte das er Druck bekommt hat er mich mit seiner Geldkarte nachhause geschickt.

    Wie fühlst du dich dabei? Und wie fühlt sich dein Freund dabei?

    Wenn ich anstelle deines Freundes wäre, würde ich mich irgendwie bevormundet fühlen. Mein Lebensgefährte meint auch manchmal, dass er aufpassen muss, dass ich nicht zuviel Geld ausgebe, aber das kann ich gar nicht gut haben. Da passe ich lieber selbst drauf auf und versuche eine gesunde Balance zu finden und mir selbst Tricks zu überlegen, die ich alleine durchführen kann und mit denen ich mich wohlfühle.

    Hallo Nici,

    Zitat

    ... der Mensch will von Natur aus alles richtig machen, und so hört keiner gern Kritik. Ich kann auch schlecht mit umgehen, fass es auch oft als Kampfansage auf. Muss mich da immer runter holen.


    Wenn ich irgendwo bin, wo ich vertraue, bin ich sehr verletzlich. Dann trifft mich Kritik bis ins "Mark". Dann fühle ich nur noch Schmerz oder Wut. Und dann muss ich da erstmal durch bis ich merke - eigentlich will ich doch bloß anerkannt, gemocht werden. Mich selbst zu mögen wenn andere mir sagen, sie mögen mich NICHT fällt mir schwer. Dann mag ich mich plötzlich auch nicht mehr :(
    Das ist dann mein innerer Kritiker der mir weismacht, ich wäre nur gut wenn andere mich gut finden (was ich wiederum versuche mit "Helferitis sicherzustellen).
    Da komme ich nur raus, wenn ich meinem inneren Kritiker Grenzen setze. Ich habe tatsächlich Ratgeber, wie man das macht. Kostet aber viel Kraft. Ich arbeitete gerade daran, mehr Energie zu bekommen. Ich fühle mich dauernd erschöpft, ausgelaugt, überfordert. Ich muss sehr oft nein sagen. Ich fühle mich schon überfordert, wenn ich an einer "Pflicht-Firmenfeier" teilnehmen soll, das kostet mich meine ganze Energie. Und manchmal wird es eben nicht toleriert, wenn man sagt - sorry, das ist mir zuviel. Manchmal muss ich meine ganze Energie zusammenkratzen und Sachen tun, die mich überfordern. Und dann stagniere ich, sammle Kräfte und dann kann es weitergehen.

    Zitat

    Manchmal hab ich aber so den Eindruck hier, dass nicht wirklich die eigene Genesung auf dem Tagespunkt steht.


    Es würde mir helfen, wenn du mir das genauer erklären könntest.

    Wenn ich einen Plan hätte, wie ich meine "Genesung" gestalten kann, wäre ich froh. Ich probiere mal dies, mal das aus, was mir gerade sinnvoll erscheint. Und wenn ich etwas gefunden habe, was mir hilft, erzähle ich davon.

    Ich erzähle dann von meinem IST-Zustand, wie geht es mir heute.
    Das bedeutet nicht, dass ich diesen Zustand beibehalte, ich bin pausenlos am reflektieren und nachdenken, wie geht es jetzt weiter.
    Und manchmal habe ich eben keinen Plan, zerre und drücke an meinen "Steinen" herum und irgendwann habe ich herausgefunden, wie ich den Stein zur Seite schieben kann.

    Problematisch wird es, wenn ich versuche, an zu vielen Baustellen gleichzeitig zu arbeiten und mit keiner fertigwerde.
    Ich muss lernen, meine Kräfte besser einzuteilen und auf ein bestimmtes "Etappenziel" zu konzentrieren damit ich nicht rumeiere und an vielen Baustellen meine Kräfte verschwende.

    Und in diesem Zusammenhang ist es gut, wenn ich nicht "zuviel" helfe, sonst habe ich zuwenig Energie für meine eigenen Baustellen übrig.
    Die mangelnde Anerkennung, wenn ich weniger helfe, muss ich lernen auszuhalten, indem ich mir selbst Anerkennung gebe. Auch das kostet mich Kraft und fühlt sich ungewohnt an und ist mit einem schmerzhaften Prozess verbunden. Ich werde dadurch gehen. Ich werde es mit einer Kombination aus Mentaltraining und Körpertraining versuchen.

    Hallo Georgina,

    Zitat

    weil ich es einfach nie geschafft habe nein zu sagen da er dann auch anfing mich verbal zu erpressen( was er selber glaub ich nich mal gemerkt hat). Es ist halt so das ich sein Geld verwalte. ich weiß das ist auch nicht richtig er sollte es selber haben aber soweit bin ich noch nicht es ihm zu überlassen und er will es auch garnicht

    ich fasse das jetzt mal kommentarlos zusammen:

    du sagst, dass du
    -zu ihm nicht nein sagen kannst
    -sein Geld "verwaltest"
    -er will nicht, dass du sein Geld verwaltest
    -er erpresst dich verbal

    Was genau hast du davon?

    In normalen zwischenmenschlichen Beziehungen entscheide ich mich ob ich jemanden besuche/anrufe/eine Einladung annehme etc. Es ist eine aktive Entscheidung, kein passives - na gut, eigentlich fühle ich mich nicht gut dabei, will aktiv nicht "ja" zu dir sagen, aber ein passives "eigentlich will ich nicht mehr, mein Bauchgefühl sagt nein, aber überzeug mich vom Gegenteil" kann ich mir noch abringen.

    Statt aktiv "ja" zu der Beziehung zu sagen, sagt man dann - ich will die Beziehung nicht abbrechen, gebe noch eine Chance und noch eine und noch eine. Du hast die "Chance"mich davon zu überzeugen, dass die Beziehung eine Zukunft hat.

    Man zweifelt, ist sich unsicher und schieb die Entscheidung nach hinten.
    Man kann weder nein noch ja zu der Beziehung sagen.

    Wenn man ja zu einer Beziehung sagt, ist man auf gleicher Augenhöhe: ich bin ok, du bist ok. Auf gleicher Augenhöhe hat man keine "Chancen" zu vergeben. Das geht nur, wenn man sich irgendwie "besser" fühlt, dann gibt es ein Machtgefälle: ich bin ok - du bist nicht ok.

    Wollte gerade schreiben, es wäre am besten wenn man Beziehungen ohne Bedingungen führt. Das ist aber in der Praxis nur schwer durchzuhalten. Verhandeln ist ok, aber auf Augenhöhe: z.B. brauche ich Respekt um mich wohlzufühlen. Ich setze Grenzen, lasse nicht alles mit mir machen. Und der andere hat natürlich auch das Recht, zu sagen, was er braucht (z.B. Freiheit), wo seine Grenzen sind.

    Und wenn mir das nicht gefällt, kann ich nicht hingehen und das was der andere braucht (z.B. Freiheit) verbieten. Entweder komme ich damit klar oder ich lasse es sein. Es kann nicht sein, dass ich beschließe: was du willst ist krank mach lieber was ICH will, ich geb dir auch die Chance mir zu beweisen, dass du das kannst. Und dann wartet man voller Hoffnung und kontrolliert ob der andere die "Belohnung" in Form von Beziehungsfortsetzung auch "verdient" hat...

    Hallo,

    ich glaube, wenn wir anderen "eine Chance geben" ein "Ultimatum stellen" ist das eine Illusion, die wir uns selbst schafffen.

    Ich stelle als Co die Bedingungen auf, habe die "Kontrolle" über die Beziehung übernommen, man fühlt sich dann stark. Das hält solange an, wie man eine kleine "Besserung" am anderen feststellt und dann die "Bedingungen" entsprechend anpasst. Es geht doch vorwärts, alles klar, alles unter Kontrolle, fehlt nur noch die Feinabstimmung.

    Erst wenn Rückfälle ins Haus stehen, dämmert einem, dass es mit der Kontrolle nicht weit her ist und überlegt - was hab ich bloß falsch gemacht. Was hätte ich tun können, damit die andere Person sich nicht schädigt?

    Antwort: gar nix. War alles eine schöne Illusion. Hat entlastet. Hab mich stark gefühlt statt hilflos, das war alles. Eine zarte illusionäre KontrollSeifenblase, die beim nächsten Rückfall platzt...

    hallo nici,

    Zitat

    Ja es ist ein schmaler Grad zwischen Ausrede und Erkenntnis,
    und da bau ich eigentlich nur auf die Ehrlichkeit, die Ehrlichkeit mir gegenüber (was will ich überhaupt ) und auch meinen Forumsmitgliedern (mir) gegenüber. Auch wenn´s weh tut

    Mit ist es auch wichtig Feedback zu bekommen. Selbst dann wenn mir dann meine Seele wehtut, weil ich Kritik nur schwer ertragen kann. Aber da muss ich durch :( . Lieber Kritik als dass ich mich in irgendwas verrenne und mir dann selbst schade, ohne es zu merken. Ich hoffe immer auf diplomatische Kritik, nehme aber auch nicht-diplomatische an ;-). Leider mache ich mich bei nicht-diplomatischer Kritik hinterher noch selber fertig :evil: , habe meinen "inneren Kritiker" noch nicht richtig "erzogen", der hat noch zuviel Macht über mich -:roll: mein nächster Stein/meine nächste Baustelle, irgendwo habe ich doch noch einen Erziehungsratgeber für innere Kritiker rumliegen . :wink:

    Hallo Nici,

    es gibt eine Lebensweisheit, so dem Sinn nach:

    Alle Menschen sind alle gleich im Streben nach Glück und im Vermeiden nach Schmerz. Das ist der WesensKern, von dem ich vorhin schon mal geschrieben habe.

    Unter Be-Rufung verstehe ich - seinen Beruf finden. Das kann auch ein Ehrenamt sein oder was Unbezahltes oder indem man für andere ein Vorbild ist. Ich denke, das ist meistens etwas, was in der Gesellschaft stattfindet, um der Gesellschaft mit seinen Fähigkeiten zu dienen oder so.

    Wenn der Sinn des Lebens für dich ist, dir selbst Gutes zu tun, auch gut.
    Sei dir gegönnt :)

    Wenn jeder Mensch sich selbst Gutes tut und niemandem schadet hätten wir eine friedliche Welt :)

    Hallo Georgina,

    Zitat

    Ich glaube mein Problem ist einfach noch das ich meine schlechtenGefühle viel zu selten zeige


    Jedes Gefühl ist ok :) Es ist auch ok, wütend zu sein - entscheidend ist, was du anschließend tust...

    Zitat

    weil ich Angst habe das ich meinen Partner damit nur auch wieder runter ziehen könnte aber das, das der falsche Weg ist hab ich schon begriffen.


    diese Angst kenne ich auch von mir. Deshalb lasse ich meine Gefühle oft "im stillen Kämmerlein" raus, mache Körperübungen und so. Danach kann ich dann "gefasst" drüber reden, also ruhig sagen: ich war wütend weil...

    Zitat

    Es ist so das mein Partner und ich zusammen in seiner Wohnung wohnen ich aber auch noch eine eigene Wohnung hab.


    ich würde die eigene Wohnung behalten, wenns machbar ist

    Zitat

    Es ist z.b so das wenn es ihm schlecht geht und er dann wieder was zu trinken hatte( was ich ihm auch noch besorgt hab weil ich nie nein sagen konnte)


    machst du das immer noch?

    Zitat

    und es mir dann bei ihm schlecht ging, ich konnte einfach nie nachhause fahren weil ich ihn nicht allein lassen wollte und auch um ihn ein stück weit kontrolieren zu können das er ja nicht zu seinen kumpels fährt oder die Wohnung demoliert.


    Jaa, wir sind ein 24h Kontrollsystem. Uns entkommt niemand (grins).
    Wenn Süchtige was wollen, machen die das, mit oder ohne Kontrolle.

    Zitat

    ich erwisch mich sooft dabei (wenn mir wieder alles zuviel ist) das ich dann erst recht noch weiter mache weil ich mir denke ich bin eh nichts wert dann macht es nichts wenn ich mich ganz kaput mache.


    (Energie send) :) Du bist was wert! Bitte ganz lassen.

    Kleine Weisheit: Jeder Mensch ist wertvoll von Geburt an, hat einen wertvollen Kern. Um diesen Kern herum gruppieren sich im Laufe des Lebens Erfahrungen und Verhaltensmuster, die den wertvollen Kern "zudecken", so dass man diesen wertvollen Kern nicht mehr richtig sehen kann.

    Es gibt eine Übung, die sich "Kernübung" nennt, dann kommt man zu seinen angenehmen Gefühlen zurück.
    Man nimmt ein unangenehmes Gefühl, z.B. Wut, Trauer. Dann fragt man sich - was für ein Gefühl steckt dahinter?
    Bei mir ist es meistens die Liebe, der Wunsch, anerkannt und geliebt zu werden. :o :)

    Der Sinn des Lebens besteht darin, seine Berufung zu finden,etwas das einem viel Freude bereitet und anderen Nutzen bringt. Das kann eine ganz kleine Berufung sein. Ich bin immer noch auf der Suche, bin mir aber sicher, dass ich es für mich eines Tages herausfinde :)

    Ergänzung zu Lachyoga (hatte was Wichtiges nicht erwähnt)

    Zitat

    Lachyoga geht ganz einfach.
    Beine nebeneinander auf den Boden stellen (erden), aufrecht hinsetzen, Schultern zurück.


    Nehmt eure Hände vor euren Körper und faltet die Hände.
    Die Fingerkuppen bleiben alle aufeinander (Akupressurkontakt),
    Die Finger dann leicht auseinander spreizen.

    Während man die Übung macht wird in die Hände geklatscht.
    Wichtig: Fingerkuppen und Handinnenflächen dabei kräftig berühren

    Folgendes sagen, (dabei kräftig ausatmen und in die Hände klatschen):
    :oHO (klatsch) HO (klatsch) HO (klatsch) :o - :D HA (klatsch) HA (klatsch) HA (klatsch) :D

    Während man kräftig in die Hände klatscht berührt man die Fingerspitzen und die Handinnenflächen (Akupressurpunkte).

    dann schneller reden und schneller klatschen: HOhoHO :o HAhaHA :lol: mehrfach wiederholen (ca. 5 Mal)

    Die Übung ist eine kombinierte Entspannungs- und Atemübung, die nur ca. 3 Minuten dauert, hilft dabei sich zu entspannen und richtig zu atmen.

    (Hoffe, es ist jetzt keiner genervt, weil ich das 2 x gepostet habe)

    Viel Freude beim Ausprobieren :)

    Hallo an alle:

    also Lachyoga geht ganz einfach.

    Beine nebeneinander auf den Boden stellen (erden), aufrecht hinsetzen, Schultern zurück.
    Nehmt eure Hände vor euren Körper und faltet die Hände. Die Fingerkuppen bleiben alle aufeinander (Akupressurkontakt), die Handflächen dann auseinander nehmen bis es nicht mehr geht, dann hat man so ein kleines Häuschchen aus den Händen geformt.

    Dann Folgendes sagen (das fettgedruckte wird stärker betont):

    HO HO HO :o - HA HA HA :D
    langsam, mehrfach hintereinander. HO HO HO :o - HA HA HA :DHO HO HO :o - HA HA HA :D

    Dann das ganze nochmal, aber schneller:

    hohoho :o hahaha :lol:hohoho :o hahaha :lol:hohoho :o hahaha :lol:

    Viel Spaß beim üben :D

    Hallo Georgina,

    Zitat

    ne so richtig weiß ich dann immer nich was ich denke ich merke nur das ich dann immer sehr unruhig werde und weiß auch noch nicht so richtig mit diesen Gefühlen umzugehen.

    Ich versuche meine Gefühle als "in Ordnung" anzuerkennen. "Ok ich fühle mich jetzt unwohl. Was kann ich jetzt tun, damit es mir besser geht. " Dann mache ich eine Pause und mache Atemübungen oder sowas um mich zu beruhigen.

    Zitat

    ...bei meinem Partner ist es dann wirklich manchmal schon so das ich es nicht mehr ertrage wenn er weint oder es ihm sehr schlecht geht dann hab ich das Gefühl man würde mir das Herz rausreißen.

    Mittlerweile kann ich mich ein wenig besser abgrenzen. Wenn ich jemanden besuche, dem es schlecht geht und der mir erzählt und erzählt was er alles durchleiden muss höre ich mitfühlend zu und denke: Es sind SEINE Gefühle und ich muss nicht genauso leiden. Ich kann mir die Erlaubnis geben, mich selbst wohl zu fühlen, auch wenn es dem Rest der Welt schlecht geht. Ich kann ja immer noch mitfühlend zuhören.

    Zitat

    ... ich hab mit der Zeit auch gemerkt das mich meine Art anderen zu helfen total überfordert aber andererseits kann ich es auch nicht ändern

    WAS genau kannst du nicht ändern?

    Zitat

    es tut mir ja auch gut anderen zu helfen

    das dachte ich auch. Ich habe Anerkennung bekommen, durch meine Helferitis und DAS hat mir gut getan. Und ich kam mir total selbstlos vor, habe mir also selbst nochmal zusätzlich Anerkennung gegeben, Bonusanerkennung also.

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    das Problem ist halt nur das ich mich dann total vernachlässige und mich auch niemand fragt wie es mir geht und es nur um meinen Partner geht das macht einem manchmal zu schaffen weil ich dann immer denke, alle denken es ist selbstverständlich das ich das alles so mitmache.

    Mach nicht den gleichen Fehler wie ich. Ich bin krank geworden, weil ich dachte, ich muss funktionieren und selbstlos sein und helfen.


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    Das Problem ist halt nur das ich selbst immer nicht merke wenn mein körper oder auch meine Seele halt rufen

    Ich schau nach, ob meine Muskeln angespannt sind. Wenn ja, ist das schon ein Warnsignal.

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    Und wenn ich mal versuche etwas für mich zu tun dann fühlt es sich so falsch an, so in dem Sinne ,, wie kann ich den nur etwas für mich tun, während mein partner zuhause sitz und es ihm schlecht geht''

    Da bin ich mittlerweile egoistischer geworden. Nennt man auch gesunden Egoismus. Es darf mir gut gehen. Nur wenn es mir gut geht, kann ich anderen wirklich helfen. Es hat doch keiner was davon, wenn es mir schlecht geht.

    Nur Mut, Georgina, du schaffst das schon. :)
    Tu Dir gut, hör deinem Körper zu. Ich habe das geschafft mit Muskelentspannungsübungen und Atemübungen, da lernt man auf seinen Körper zu hören.

    Hallo Melinak,

    ich habe es auch erst mit Kontaktabbruch versucht, aber das habe ich nicht ausgehalten. Ich habe dann herausgefunden, dass ich eine halbe Stunde "Besuchszeit" aushalten kann und zur Not kann ich ja immer noch früher gehen.

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    noch geblieben sind die angstzustände und panikattaken die ziemlich heftig sein können


    Hast du Hilfe dafür?

    Mit Ängsten habe ich auch so meine Probleme. Wenn ich am Grübeln bin hilft mir z.B. die "liegende Acht in die Luft malen" aus dem Qi Gong, das vernetzt die linke+rechte Gehirnhälfte miteinander und dann bin ich kurz abgelenkt von meinem Gedankenkarussel. Danach muss ich schnell was anderes machen, z.B. Muskelentspannungsübungen (Muskeln anspannen, danach entspannen) und Atemübungen.
    Erstaunlicherweise hift mir auch "Lachyoga", irgendwie dreht sich da meine Stimmung von "mir geht es soo mies" zu "na gut, offenbar kann ich noch irgendwie lachen, alles halb so schlimm". So richtig glücklich macht mich das zwar nicht, hilft mir aber aus einer miesen Stimmung auszusteigen und das hat dann doch was Befreiendes.

    Hallo Hartmut,

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    Dann bin ich den geraden Weg gegangen und stellte fest das das einzigste Hindernis früher Ich selbst war

    war das so einfach, wie es sich anhört :o staun :)

    Also bei mir ist es nicht einfach. Zuerst war ich depressiv. Besserung durch Therapie. Rückfall, wieder depressiv. Dann psychosomatische Symptome und ich habe jahrelang nicht rausgekriegt warum.

    Erst seit kurzem weiß ich es. Ich habe versucht, genauso leistungsfähig wie "alle anderen" zu sein, obwohl ich das nicht bin (was ich mir nicht eingestehen wollte weil ich ehrgeizig bin) UND zusätzlich noch ganz vielen Menschen zu helfen. Das hat mich total überfordert.

    In der Vergangenheit hatte ich mächtig Druck von außen und konnte dem nicht standhalten, hab gedacht, ich muss perfekt sein.

    Heute versuche ich die Balance zu finden zwischen gesund leben, Geld verdienen und mich dabei nicht überfordern, ausgewogene soziale Beziehungen. Finde ich nicht gerade einfach, ist lösbar, nur halt nicht über Nacht.