@liju
Als Tante ist es nicht meine Aufgabe, das Kind auszufragen,
ob es mit einer Situation, die mich nix angeht, überlastet ist.
Das könnte die Mutter machen.
Ich werde einfach nochmal mit den Eltern reden.
@liju
Als Tante ist es nicht meine Aufgabe, das Kind auszufragen,
ob es mit einer Situation, die mich nix angeht, überlastet ist.
Das könnte die Mutter machen.
Ich werde einfach nochmal mit den Eltern reden.
Welia :
>Der Kranker kann ein liebervoller Opa sein, die Enkeltochter darf seine Liebe und seine Aufmerksamkeit geniessen, wenn sie aufgeklärt ist, über dem Thema, ist er für sie keine Gefahr, denke ich.<
Heißt das, das Kind kann sich selbst vor Erwachsenen schützen?
Und was ist, wenn er ihr nicht die Aufmerksamkeit geben kann,
die sie braucht?
Also ich konnte mich als Kind NICHT selbst schützen!!
Das muss ein anderer Erwachsener (z.B. die Oma) übernehmen.
Die Oma kann das aber nur, wenn sie das Problem nicht verdrängt!
>Klar wäre es besser, wenn der Opa nicht trinken würde, aber es ist nicht die Rolle der Enkeltochter auf dem Opa aufzupassen, und das würde sie tun, wenn sie das Thema anschneiden würde, dann würde sie Co-abhängig werden, würde vielleicht anfangen, der Opa zu beobachten, zu kontrollieren, zu ermahnen....<
Kann sein. Aber wer kann mir garantieren, dass das Kind NICHT
co-abhängig wird, wenn es Bescheid weiß, aber der Oma nix sagen darf?
Beobachten kann sie trotzdem und versuchen irgendwie zu helfen.
Wichtig ist, dass ein anderer Erwachsener (z.B. die Oma) sagt:
das bringt nix, du kannst ihn nicht ändern.
>Ich bin der Meinung... der Opa weiss bestimmt, dass er ein Problem hat, auch wenn er es nicht an der grosse Glocke hängt, aber es ist immer noch SEIN Problem...>
Er verdrängt das. Klar ist das sein Problem.
Fakt ist aber - es GIBT ein Problem und es wird so getan, als wär da nix!
Wenn die Oma als Ansprechpartnerin für das Kind da wäre,
so: der Opa ist krank, aber du kannst ihm nicht helfen,
wenn du darüber reden willst, ich bin für dich da.
Das ist für mich Geborgenheit.
Und die ist zur Zeit nicht gewährleistet, weil die Oma alles verdrängt.
Ich habe schon mal versucht, mit ihr darüber zu reden. Aber das hat nicht funktioniert. Und mit den Eltern habe ich auch schon darüber geredet.
Ich denke, ich werde noch mal mit den Eltern reden und diese bitten mit der Schwiegermutter zu reden.
Welia . Es geht mir nicht um den Alkohol, es geht um das Verdrängen von Wahrheiten. Wenn du die Enkel schützt, finde ich es ok.
@Linde. Stimmt, die Eltern sind zuständig. Wenn ich mich selbst um das Kind kümmern würde, würde ich mich überfordern, das täte dem Kind auch nicht gut. Habe zur Zeit selbst Probleme, die ich zuerst angehen muss.
@ liju: In Anwesenheit der Eltern habe ich mit ihr gesprochen. Das Kind will nicht darüber mit Opa reden weil sie Angst vor dessen Reaktion hat.
Sie braucht auch nicht mit ihm darüber zu reden, wenn sie das nicht möchte.
Die erwachsenen Kinder von Oma+Opa müssten das übernehmen.
Die trauen sich aber auch nicht, weil die Oma damit überfordert wäre.
@alle:
Es geht eigentlich nicht um Alkohol. Es geht darum, dass die Familienprobleme verdrängt werden, weil diese so schwer zu lösen sind.
Die Wahrheit wird unter den Teppich gekehrt, weil es zuviele Probleme gibt. Irgendwie ein Selbstschutzverhalten.
Der Schwiegervater trinkt, weil er mit den Familienproblemen überfordert ist. Und die Schwiegermutter verdrängt alles.
Die erwachsenen Kinder der Schwiegereltern und ich wollen helfen,
wissen aber nicht wie. Ich finde, die Schwiegermutter müsste zu einer Beratungsstelle oder so gehen, sich helfen lassen, aber als Schwiegertochter steht es mir irgendwie nicht zu, das zu sagen.
Der Karren steckt fest und wir stehen drum herum und wissen nicht weiter...
Was würdet ihr machen an meiner Stelle?
-Noch mal mit den Eltern reden, wie sie die Situation sehen
-Mit der Schwiegermutter reden, wie sie die Situation sieht
Ich will nicht zuviel machen...
Hallo!
ich weiß nicht, ob ich dir helfen kann, möchte es aber versuchen.
1) Sucht ist eine Krankheit. Mit Willensstärke allein geht das kaum weg.
2) Du kannst einen Süchtigen nicht ändern.
3) Der Süchtige muss i.d.R. selbst erkennen, dass er Hilfe braucht (oft muss sojemand ganz unten ankommen um das zu erkennen)
Es gibt viele, die nicht erkennen, dass sie süchtig sind
4) Schütze dich selbst. Erkenne, was für dich gut ist.
Sieh dich hier um, les dich ein. Du wirst viele lehrreiche Beiträge finden.
Es gibt auch gute Bücher für Angehörige, wie man sich verhalten kann usw.
Mein ganz persönlicher Rat:
-Ruhig bleiben. Mit Alkoholikern streiten bringt nix.
-Tu dir selbst was Gutes, such dir eine Entspannungsmethode,
z.B. CD's mit Entspannungsmusik.
-Such dir Hilfe.
-Es hilft nix, Vorwürfe zu machen (dann hat er einen Grund weiterzutrinken).
Sag ihm, was du im Alltag von ihm erwartest (ganz ruhig, ohne Vorwurf) :
und zwar wenn er nüchtern ist! Nicht zuviel aufeinmal.
Das wichtigste ist gegenseitiger Respekt (auch wenns schwerfällt).
Ich kann verstehen, dass da Hassgefühle hochkommen. Denk dran: Er macht das nicht, um dich zu ärgern. Es ist eine Krankheit.
Vorsicht: Du kannst ihn nicht kurieren. Auch nicht überreden, aufzuhören.
Alkohol wegschütten etc. nutzt nix, Kontrolle auch nicht.
Erst wenn er selbst erkennt, dass er ein Problem hat und er selbst aktiv wird, ändert sich was.
Sei ehrlich zu ihm und nach außen (nix vertuschen) und erwarte nicht zuviel.
Du musst für DICH selbst aktiv werden, für dich etwas tun.
Such dir Unterstützung aus Freundeskreis, öffentlicher Beratung, Selbsthilfegruppen o.ä.
Hallo,
ich bin das erwachsen Kind eines ehemaligen Alkoholikers.
Meine Mutter hat sich von ihm getrennt, als ich im Kleinkindalter war.
Sie hat sich das nicht leicht gemacht. Ich fand es gut, dass sie sich von ihm getrennt hatte.
Klar ist eine Scheidung/Trennung für Kinder schwer.
Aber wenn die Beziehung kaputt ist, ist es für Kinder auch schwer.
Was für Kinder nicht gut ist:
Erzählen, dass der Vater ein schlechter Mensch ist.
Kontakt komplett verbieten.
Kinder mit eigenen Sorgen belasten.
Kinder alleine lassen mit einem unberechenbaren Menschen (egal ob verwandt oder nicht).
Wenn der Schutz der Kinder sichergestellt ist, sollte man die Kinder weiterhin Umgang mit dem Partner pflegen lassen.
Für mich war der Umgang nur dann gut, wenn dieser Schutz bestand.
Wenn die Mutter unglücklich ist, kann sie sich nicht gut um die Bedürfnisse ihrer Kinder kümmern und wird vielleicht selbst krank.
Jeder hat das Recht, sich zu schützen, auch die Mutter.
Hallo,
ich bin das Kind eines erwachsenen Alkoholikers.
Meine Mutter hat sich von ihm getrennt, als ich im Kleinkindalter war.
Sie hat sich das nicht leicht gemacht. Ich fand es gut, dass sie sich von ihm getrennt hatte.
Klar ist eine Scheidung/Trennung für Kinder schwer.
Aber wenn die Beziehung kaputt ist, ist es für Kinder auch schwer.
Was für Kinder nicht gut ist:
Erzählen, dass der Vater ein schlechter Mensch ist.
Kontakt komplett verbieten.
Kinder mit eigenen Sorgen belasten.
Kinder alleine lassen mit einem unberechenbaren Menschen (egal ob verwandt oder nicht).
Wenn der Schutz der Kinder sichergestellt ist, sollte man die Kinder weiterhin Umgang mit dem Partner pflegen lassen.
Für mich war der Umgang nur dann gut, wenn dieser Schutz bestand.
Wenn die Mutter unglücklich ist, kann sie sich nicht gut um die Bedürfnisse ihrer Kinder kümmern und wird vielleicht selbst krank.
Jeder hat das Recht, sich zu schützen, auch die Mutter.
in Schwiegerfamilie wird Alkoholproblem des Schwiegervaters tabuisiert.
Schwiegervater (ca. 60) trinkt schon länger, ist aber nur lustig,
man merkt es ihm nicht an (ganz selten fällt er mal volltrunken ins Bett oder daneben). Schwiegermutter verdrängt das Problem.
Sie hat auch Geldsorgen. Reaktion: Sie schränkt sich ein.
Meine Nichte (11) ist nach der Schule regelmäßig bei Schwiegereltern und ganztägig in den Ferien.
Mit ihren Eltern hatte ich mal drüber gesprochen, die wissen es auch., das Kind weiß auch Bescheid. Allerdings traut es sich nicht, mit Opa oder Opa darüber zu reden.
Niemand kann so richtig einschätzen, wie viel er wirklich trinkt.
Es ist so, als würden wir alle unseren Augen und unserer Intuition nicht trauen. Es kann ja sein, dass er wieder aufgehört hat, kontrolliert trinkt,
alles in Ordnung, man merkt ja nix.
Ich kriege nur mit, dass er beim Essen Bier trinkt. Bei Feiern auch Schnaps. Wieviel? Weiß nicht. Aber so ein Alkoholproblem (alle außer ihm sind sich einig, dass er eins hatte (?!) vergeht ja nicht so einfach wieder.
Ich trau mich als Tante nicht einzugreifen. Was soll ich nur machen?
Keiner traut sich, was zu sagen.
Das Kind liebt den Opa sehr, ist ihm sehr nahe.
Ich kann nicht abschätzen, ob eine Gefahr besteht oder nicht.
Ich habe aber intuitiv ein schlechtes Gefühl dabei
(und meine Intuition lässt mich selten im Stich).
Was soll ich nur machen?
Ich habe schon versucht, drüber zu reden.
Aber in dieser Familie ist es nicht üblich, dass sich alle(!)
zusammensetzen und mal eben über Probleme reden.
Es wird allenfalls im kleinen Kreis (3-4 Personen) ein
Problem thematisiert (jammer, große Not) ohne eine Lösung zu suchen ![]()
und am nächsten Tag wird so getan, als wäre alles ok ![]()