Hallo Alex,
was lese ich denn da. Danke für Deine tolle Unterstützung hier im Forum, wir lesen uns.![]()
LG Karl
Hallo Alex,
was lese ich denn da. Danke für Deine tolle Unterstützung hier im Forum, wir lesen uns.![]()
LG Karl
Hallo Marie,
schön zu lesen, dass Du diese Aufgabe übernommen hast. Ich wünsche Dir viele gute Gedanken.
LG kaltblut
Hallo Forum,
noch einen herzlichen Glückwunsch zum 20. Geburtstag.
Vielen Dank, dass es dich gibt und dass du so professionell und gut geführt wirst.
Danke an die Moderatoren, die hier so viel ihrer freien Zeit einbringen und Dank an den Betreiber, der die Plattform für uns aufrecht hält, ohne den wir hier fürchterlich abgesoffen wären.
Danke auch an die vielen aktiven Menschen, die sich mit ihren Beiträgen einbringen und das Forum lebendig halten.
2006 bin ich hier gelandet und dachte: wie jetzt, es gibt ja noch mehr wie dich. Dann habe ich gelesen und gelesen und dann pieps gemacht und heute darf ich weiter und weiter etwas von den Erfahrungen vieler Menschen mitnehmen. Bei den Übersetzungen in anderen Lebenssituationen hilft mir das Forum, das was hier steht, seit über 18 Jahren.
LG Karl Kaltblut
Hallo Pit,
schön, dass Du noch hier bist. Die vielen Eindrücke bringen einiges ins Wanken und lassen Zweifel wachsen.
Ich war damals etwas jünger als Du, meine Exfrau hatte gerade mit 41 Jahren einen Infarkt überlebt und ich dachte: wenn das nicht reicht, dass sich etwas ändert. Das reichte nicht und dann wurde ich einige Jahre zum Affen, im Hamsterrad und obwohl ich dachte gut geerdet zu sein, hier in das Forum kam, Therapeuten und reale SHG besuchte und mir oft gesagt wurde, dass ich mich zum Affen mache, war es mir nur ganz langsam möglich anzunehmen und etwas zu ändern.
Meine wichtigste Erfahrung war: schreiben, reden, denken, ansehen, ändern und damit nicht aufhören, immer wieder neu.
Wenn ich morgens aus dem Haus ging und meine km ablief, dann kam ich monatelang mit nur einem kurzen Satz, einer kurzen Erkenntnis wieder zu Hause an und so unscheinbare, kleine Gedanken haben dafür gesorgt, dass ich den Tag und die Folgezeit gut überstanden habe.
Damals kam hier einer ins Forum und meinte: Morgen schmeiß ich sie raus. Keine Ahnung was aus dem wurde, er war dann wieder weg. Ich war zu so etwas nicht fähig.
Eines Tages schon. Die ganze Kraft, die Energie, war weg, es ging nichts mehr. Da bin ich ausgezogen und dann war sie schlagartig trocken und wir haben es wieder versucht. All meine Wünsche hatten sich erfüllt. Für ein paar Monate, dann war ich wieder Affe, leer, fertig und habe gemacht, was ich vorher nicht konnte, meine Haut gerettet.
Es kommt oft die Frage auf, ob es auch positve Entwicklungen gibt, also im Sinne von: "alles wieder gut". Die gibt es. Was ist gut und für wen?
LG Karl
Hallo PittheBull,
wie geht es Dir denn?
Da werde ich wohl noch ein wenig weiter denken müssen, im Moment stehe ich vor einem schwarzen Loch!
Bist Du weiter gekommen mit Deinen Gedanken?
Guzzi, Deine Gedanken, kommt mir alles sehr bekannt vor.
Es geht weiter, immer weiter.
LG Karl
Hallo Petra,
schön, dass Du hierhin gefunden hast.
Du fragst:
"Oder mich würde auch interessieren, ob hier im Forum jemand ist der von einer Erfolgsgeschichte berichten kann. Also bei wem nach Jahrelangen Alkoholkonsum und Co-Abhängigkeit es dann zum Happy End kam. Alle Hürden gemeinsam überwunden wurden und jetzt gemeinsam glücklich sind."
Die gibt es. Die Frage ist aber, was verstehst Du unter Erfolgsgeschichte? Klar gibt es die. Mein Sponsor anwortete auf meine Frage, warum er keinen Abflug gemacht hat: da waren die 4 Kinder, was wäre aus den Kindern geworden? Dann war sie trocken und sie lebten noch fast 50 Jahren ein schönes Leben miteinander. Ist das das Happy End was Du suchst? Möglich ist alles.
Ich bin Alkoholiker und Coabhängig und irgendwann musste ich mir eingestehen, dass ich nichts, aber auch garnichts an der gemeinsamen Situation ändern konnte, nur an mir. Es gibt wenig Möglichkeiten. Zusehen, festhalten, immer tiefer mit absinken und kostbare Lebensenergie verschwenden ist eine Möglichkeit. Im Kern wie saufen, Droge Partner inhalieren, sich der Entscheidung hinzugeben, lieber mit auf der Strecke zu bleiben, als aufzustehen und etwas zu verändern. Der Unfähigkeit ein selbstbestimmtes Leben zu führen freien lauf lassen, das geht, andauernde Abhängigkeit macht halt etwas kaputt.
2006 habe ich angefangen zu verändern, 2007 ging ich eigene Wege, soweit es mir möglich war, denn vieles von dem, was mir gesagt wurde, was so klar und einfach war, das kam irgendwie überhaupt nicht im Hirn an oder schon, nur war es irgendwo, da passiere lange Zeit nix. 2010 wurde ich endgültig geschieden, das hat auch etwas gedauert, vier Jahre geeiers.
Die Erfolgsgeschichte: aus einigen Monaten Forum, wurden 16 Jahre und im Nov. 2006 hat mich in der realen Gruppe ein Baum von Kerl in den Arm genommen, gedrückt, zu den Angehörigen, meinte der, das ist nebenan. Ich war nie mehr alleine mit meinen Problemen, mit meinen Gedanken und der Suff, die Coabhängigkeit, daraus wurde ein ziemlich kleines Kaliber, weil, es gibt ja noch viel mehr, was alles auf uns zukommen kann.
Übrigens habe ich hier meine Frau kennengelernt. Wir leben ganz gut und unbeschwert, also nicht mehr unter dem Druck der selbstgemachten Schwere.
Wenn sich eine Zelle entwickelt, dann entwickelt die sich ja nicht um krank zu sein. Das können wir aber alles so einrichten, wir sind so gut darin, dass wir das ohne großen Aufwand hinbekommen. Unsere beiden Ex-Ehe-Partner haben das schon hinbekommen und sind nicht mehr.
Es liegt an Dir, wie viel Energie Du hast, ob Du die in Dein Leben anlegst oder ob Du mit beiden Armen Deine Energie verschleuderst, wie alte Kamelle vom Karnevallswagen, nach denen sich keiner mehr bückt.
"...jetzt gemeinsam glücklich sind"
Die Hürden haben wir gemeinsam überwunden, vielleicht etws anders, als Du Dir das gerade wünschst. Ich bin glücklich und so hätte das damals schon einige Jahre vorher sein können, wenn ich gekonnt hätte.....
Viel Erfolg bei Deinen Überlegungen.
LG Karl
Danke für den Link Alex, prima Sache. ![]()
Hallo Alex,
vielleicht findest Du das noch im Gebrauchtbuchhandel:
Das Geschäft mit dem Tod
Als ich den Titel ganz oben in Auslage sah, blieb ich wie angewurzelt stehen.
2001 Verlag, ISBN 978-3-86150-779-6 , mit Doku CD , erschienen 2007, 554 Seiten
Schon bei den ersten Seiten musste ich im Bett Husten und verschüttete Kaffee auf die Seiten:
Es geht um die Machenschaften der Tabakindustrie, um den US-Prozeß
Kippendesign oder die werbewirksame Schadstoffangabensenkung in „Light“, mit xx höherer tödlicher, Sucht bringender Schadstoffanreicherung oder auch: Weltbevölkerungsdezimierung mittels Volksverdummung, ja, ich gehörte auch zu den dummen.
Es geht um die absterbenden Verbrauchergruppen und die Rekrutierung des Nachwuchses.
Ich wusste, dass ich nikotinsüchtig war, ich wusste, dass ich den Weg kannte davon los zu kommen, ich wusste nicht, dass meine Sucht nicht meine war, dass mein Dealer einen Höcker hatte und frei zugänglich war, das nennt man auch freie Selbstbestimmung. Alle verdienen an mir, bis in den Tod.
Eigentlich machte ich mir nicht mehr so viel aus Daten, aber es gab Tage, an denen setzte ich mir viele Nikotinschübe ins Hirn, in die Lunge, in die Adern, in mein Herz. Ich dachte, es wäre gut, aber ich dachte nicht mehr selbst, ich war programmiert. Die Möglichkeit, dass ich vorzeitig an den Folgen meiner freien Selbstbestimmung abnippelte lag bei 100%.
Ich konnte dann nicht mehr qualmen vom 90 Kippen auf Null.
LG Karl
Hallo Lea,
danke, dass ich hier Deinen Beitrag zu verfolgen darf. Du fragst, ob es anderen Co´s auch so geht?
Na klar. Das ist ja das Tolle an der Coabhängigkeit, sie funktioniert ohne dass wir das mitbekommen.
Als ich hier das Forum 2006 fand, da war mein Leitspruch: „wir schaffen das“. Wir zwei beiden gemeinsam. Alles ist möglich, denkbar und ich kenne Paare, die haben die Jahre gemeinsam überstanden. Später war ich geschafft, aufgebraucht, leer und meine Akkus waren voll gewesen, richtig randvoll, da ist dann ein Leidspruch draus geworden.
Über zwei Jahre habe ich gebraucht, bis ich endlich fassungslos vor mir stand und nochmals 1 ½ Jahre bis die Scheidung durch war.
Übrigens habe ich hier in diesem Forum meine jetzige Frau kennengelernt, ist schon so 12 Jahre her und heute sind wir glücklich verheiratet.
In unseren Beziehungen ging es immer nur um die Befindlichkeiten des anderen, um die Sauferei, um den Druck, um Stress, um dies, um jenes, es drehte sich immer nur um Dinge, die überflüssig sind, so wie der Suff an sich. Es gibt so viele Dinge im Leben zu bewältigen, es passiert ständig so viel, da braucht sich niemand noch obendrauf so eine Belastung zu packen, das ist Überüberfluß.
Das was in so einem Leben alles passiert, das kann auch leicht sein und gemeinsam doppelt leicht sein. Gemeinsam und leicht, lass Dir das mal auf der Zunge zergehen.
Mit Überüberfluß auf den Schultern und im Kopf, kann nichts leicht sein. Ist das eine Basis für eine Beziehung? Überüberfluß auf dem Schultern hört sich nach schwer an. Glück sieht anders aus.
LG und viel Glück Karl
Hallo Marie,
schön Dich wieder zu lesen und Gratulation zur Oma.
LG Karl
Hallo Alex,
schön, dass Du das Paket übernommen hast und so tief in der Materie steckst.
Das scheint ja reibungslos geklappt zu haben.
Erstmal ein Danke für Deine großartige Arbeit.
Jetzt gehe ich mich weiter umschauen.
LG Karl
Hallo Ihr,
noch ein gutes, gesundes freies 2021.
Ging wieder alles viel zu schnell, 14 Jahre rum, seitdem ich auszog. Ein knappes Jahr später war sie auch trocken und wir haben es nochmals versucht.
Das ging nicht lange gut, eine Bombe ging hoch und das war es. Kleine Zündeleien werden irgendwann zum Flächenbrand. Ich hätte es wissen können, müssen, sollen, trotzdem habe ich mich anderes verhalten, obwohl mich alle gewarnt hatten, auch hier.
Vom Amtsgericht kam im Dezember ein dicker Brief. Statt 85, wie der Professor nach ihrem Infarkt im September 2006 in Berlin sagte, ist sie nur 58 geworden. Da war ein dicker Zahlendreher.
Da ist heute keine Trauer, da sind auch keine schlechten Gedanken an die Ex, auch keine besonderen oder tiefen Erinnerungen mehr. Das war eine Zeit, die war einmal.
Die letzten Tage wurde viel Papier entsorgt, das auch mit dieser Zeit zusammenhing.
An vieles was da stand, konnte ich mich gar nicht mehr erinnern. Es hat sich einiges geändert.
Es gibt auch so viel, was aus dieser damaligen Situation heraus einfach gewachsen ist. Dabei dachte ich oft: wie konnte ich nur, heute könnte ich das nicht mehr, heute würde ich das nicht mehr, selbst wenn ich es könnte. Ich mag einiges nicht mehr, ich will einiges nicht mehr, ich kann einiges nicht mehr und einiges ist einfach kein Teil mehr von mir, unverständlich fremd.
Damals stand ich abhängig und unfähig mein Leben zu leben ziemlich nahe am Suizid.
Ich weiß nicht, was da in meinem Kopf nicht stimmte und kann mir nicht vorstellen nochmals so zu leben wie damals oder so durchgedrehte Gedanken im Kopf zu haben.
Vielleicht gehört das einfach in die Sparte Lebenserfahrung.
Aus der Summe aller Konsequenzen und Folgen, muss sich ja dann auch irgendwann was Neues ergeben oder es findet sich was unter der Erde.
Erst durch Schreiben, Lesen, mit dem Austausch hier im Forum, wurden Veränderungen möglich.
Die saufende Ex als Biegemittel für das eigene Verbogene.
Danke an alle Beteiligten, vor allem an Karsten.
Euch weiterhin alles Gute und LG Kaltblut
Hallo Ihr Lieben,
Jahresdate. Ging wieder alles viel zu schnell. Wenn ich langsamer werde, muss draußen doch nicht alles schneller werden. Der eine und andere Stecker wurde ja durch Corona gezogen und Dampf abgelassen. Scheint ja alles ganz gut verkraftet zu sein, nachdem stetig Luft abgelassen wird, aus der prallen überdrehten Luftblase.
Verschwörungstheoretiker, super Wort für ein Buchstabenspiel, bringt viele Punkte. Alles hat sich verändert, vieles ist hin, einiges langsamer geworden und kontrollierter, also besser für mich, ist ja für meine Sicherheit. Ansonsten Widerspruch über Widerspruch und Menschen, die ohne Reaktion die Widersprüche runter spülen. Unmündigkeit, das ist ja so wie saufen, einfach reinschütten, egal was da noch alles kommen mag.
Bei mir ist alles im Lot. Es gab paar Bodychecks, weil ich mir nicht selbst voll vertraue, einiges nicht umsetzen kann und anderes nicht mehr gut geht. Ich bin ü60 und das ist tatsächlich ein Unterschied zu 48, als ich hier auflief. Da kommt eines zum anderen. Nur mal ein Beispiel: du springst aufs Motorrad, gibst Gas und das Hirn kommt nicht mit, das ist immer paar cm zurück. Also langsamer anfahren. Folglich fährst du wie ein alter Sack hinten den LKW´s her, schaust an Einmündungen zigmal nach links oder rechts, denkst weniger an Tankstopps, dafür mehr an Pinkelstopps und ob du genug Kleingeld in der Tasche hast, machst nur noch Minitouren, weil dich lange Strecken und Wetterplanung am Stück überfordern- aber, ohne Navi, ohne Überwachung. Selbst die Strecke ausdenken, das ist schon fast Abenteuer, Freiheit oder ist das Unkontrollierte, dieses nicht an der Überwachung teilnehmen schon asozial, bald illegal, strafbar?
Da der Schwiegervater plötzlich und unerwartet von uns ging und ein großes Loch hinterließ, musste ich natürlich gleich einiges innendrin prüfen lassen. Was die alles machen, wenn die Kapazitäten frei sind, Corona machts möglich, alles gut, nur, alles gut heißt ja nix. Das ist eher wie zum TÜV fahren, neues Siegel drauf, zahlen, alles gut und plötzlich läuft dir unerwartet eine Wildsau in die Karre. Auto ist reparierbar, auf dem Motorrad geht es ab in neue Jagdgründe, zusammen mit der Sau oder ein längerer Aufenthalt in einer Klinik, das könnte ganz lustig werden, Freude im Krankenhaus, da wüsste ich was Besseres. Dazu Corona, ich habe vollkommen den Überblick verloren, was da alles an neuen Gesetzen erlassen wurde und welchen Eingriff das in mein freies Denken und Verhalten nimmt. Auf eine Sau treffen oder auf Corona, hm, im Koma hat sich sowieso ausgedacht.
2006 bracht bei mir eine Welt zusammen, als meine Ex nach ihrem Infarkt nicht mit dem Saufen auf hörte. Und als ich das erste Mal Veränderungen an mir wahrnahm, da war ich schon einige Zeit hier aktiv unterwegs. Irgendwie waren das alles Vorübungen, also dass was mich verzweifeln lies und lebensunfähig machte. Vorübungen, denn danach kam immer wieder was Neues, nur etwas anders.
Hier war mal einer, der schrieb: morgen schmeiße ich sie raus und dann war der weg, ob er es gemacht hat, wer weiß das, er war ja weg.
Ein lieber Freund sagte mir damals auf die Frage, warum er seine Frau nicht verlassen hat: da waren die Kinder, was sollte ich denn machen. Sie verbrachten noch eine lange liebevolle Zeit und Sie müsste heute um 50 Jahre trocken sein. Alles ist möglich.
Es verschiebt sich gerade einiges, also im Denken, auch in den Einstellungen, im Verhalten. Als ich damals hier ins Forum kam, da hatte ich so einen Lebenszeittest gemacht, wie lange noch usw. auf Basis der Lebensumstände, von daher bin ich ja schon lange übers Ziel geschossen. Das finde ich ganz gut. Wenn ich dann hier lese, wie Menschen einfach verschwinden, für immer, dann kommt vieles wieder hoch. Menschen, bei denen ich mich öffnen konnte, die im Austausch viel in mir wachrüttelten, hervorhoben, veränderten, an die ich gerne denke. Mit einigen Menschen hier im Forum, die ich nicht einmal gehört, gesehen, gesprochen habe, konnte ich mich tiefergehender austauschen, als mit den meisten guten Freunden, wir haben uns einfach verstanden. Freund hat ja auch nichts mit verstehen und begreifen zu tun. Die wenigsten Freunde haben die gleichen Gedanken und selbst wenn wir gemeinsam eine Sau im Wald getroffen hätten, auf dem Motorrad, wäre da anschließend eine natürliche Begriffsstutzigkeit.
Wie meinte mein bester Freund damals: Karl, du doch nicht, komm jetzt trink mal, dann wirst du schon sehen. Da war Ärger programmiert. Begriffsstutzigkeit auch ohne Sau im Bike. Jedem das seine und er ist immer noch mein bester Freund.
Ansonsten immer klar bleiben und gute 24 Stunden.
LG Karl
Liebe Elea,
nach jeder Frage, nach jeder Antwort, kommt etwas Neues und das hört erst auf, wenn damit aufgehört wird, dann ist gut.
Genauso ist das mit den Kindern, dem Mann, der Frau, mit dem Loslassen lösen sich die Probleme.
Wenn es uns also immer schlechter geht, weil wir uns immer neue Antworten geben müssen, nicht loslassen können, dann stimmt doch was nicht.
Coabhängigkeit ist die Unfähigkeit ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Das geht nur weg durch aufhören und loslassen, die anderen können es nicht.
LG Karl
Hallo Elea,
noch ein verspätetes Willkommen hier im Forum.
Du hast ja noch einen ausführlichen Faden.
Ich bin Coabhängig und war damals alkoholabhängig, habe hier im Forum vor 10 Jahren meine Frau kennengelernt, die mit einem Alkoholiker verheiratet war. Unserer Geschichten haben wir alle gut durchgestanden und bringen es zusammen auf 5 erwachsene Jungs. Alkohol oder ein krankes Umfeld ist nicht mehr da, was zu uns gehört.
Einer der Jungs meiner Frau ging mit 18 durch, ab da wurde nur noch getrunken und gekifft. Es dauerte nicht lange, da flog er beim Vater raus, war obdachlos, Schule, alles erledigt und kam schließlich in eine betreute Einrichtung. Da wurde 1 1/2 Jahr mit Dach über dem Kopf weiter gekifft und gesofffen. Dann brach die Schizophrenie aus. Was in meiner Frau abging, wirst Du nachvollziehen können. Seit 2 1/2 Jahren ist er clean und trocken in einer Errichtung, leider nicht ohne Folgen. Ein vollständige Arbeitsunfähigkeit durch drogeninduzierte Schizophrenie und Psychosen sind geblieben. Als Folge der Medikamentation kommen Epilepsie und rheumatische Erkrankungen dazu, die mit neuen Medikamenten behandelt werden, die wieder etwas verursachen. Ein lieber Junge, der jetzt in einer anderen Welt lebt und nur in ganz kleinen Stücken zurückkommt, ganz legal mit verordneten Drogen.
Als Mann und Stiefvater, kann ich heute mit dieser Situation umgehen, sie sie sein lassen.
Die Mutter, ist Mutter. Da ist meist alles geordnet, ab dem Tag, wo die Mutterfürsorge an eine Betreuung abgegeben wurde, löste sich einiges auf. Mutter sein heißt nicht ein Leben lang den Müll den die Kinder hinterlassen wegzuräumen. Nur dann, wenn etwas nicht stimmt, innendrin, dann passieren Dinge, die ein Kerl nicht verstehen kann. Zum sie sie sein lassen gehört, das auch nicht mehr verstehen zu wollen, geht.
Ich wünsche Dir einen guten Austausch.
LG und wir lesen uns Karl
Hallo Barthell,
super, da kommt Freude auf ![]()
LG Karl
Hallo Julchen,
darf ich mich anschließen, schön von Dir etwas zu hören.
Ist das tatsächlich 3 Jahre her oder kann ich nicht mehr rechnen?
Kommst Du dann 2023 mal wieder rum? ![]()
Lieben Gruß Karl
Hallo Anna,
es gibt mehr, als man gerade wahrnimmt, sieht, merkt oder spürt. Alkohol siehst Du ja, riechst Du und die Folgen sind oft an den Fingern abzählbar. Was ist denn bei einer Krankheit, die nichts damit zu tun hat, siehst Du die auch? Siehst Du Depression, Angst, Hormonveränderungen, Demenz, Stoffwechselreaktionen? Siehst Du all die Konsequenzen altersbedingter Veränderungen?
Und bei Dir, denn es geht ja um Dich, verändert sich da nichts, bist Du die von von 10 Jahren? Bekommst Du alles was bei Dir und Deinem Mann passiert in den Kopf und kannst daraus Schlüsse ziehen?
Gerade wenn wir etwas passendes Neues erfahren, wenn wir uns damit identifizieren, anders werden und das werden wir mit jeder Veränderung, wird es schwierig geerdet auf dem Boden zu bleiben. Da wird Alkohol zum Platzhalter für vieles, das öffnet Türen, gibt Energie, beflügelt, bringt Wissen. Wissen verleiht Macht und Macht macht was, meist wie Alkohol, kaputt.
Übrigens, einige meiner Freunde haben trotzdem die Situationen gemeistert und später goldene Hochzeit gefeiert, andere sind raus in die Welt, haben sich neu erfunden und leben ein zufriedenes Leben.
Ich war dazu nicht in der Lage, die Situation hat mich aufgefressen. Ich war mehr im Kopf meiner Frau als in meinem. Es gab für mich nur ein da raus und seitdem ist Frieden in mir. Ich bin neu verheiratet und diese Beziehung hat wenig mit "ziehen" zu tun, aber viel mit bei sich bleiben.
LG Kaltblut
Hallo Anna,
der Mensch verändert sich mehr wenn er mehr trinkt und weniger, nun, wenn Du alles so genau kontrollierst, gibt es ja allerlei Gründe und Möglichkeiten.
1. Die Beziehung ist schlichtweg eingefahren und besteht nur noch aus ziehen, aus Aufmerksamkeit haben wollen.
2. Der Alkohol verändert tatsächlich
3. Weder der Alkohol, noch die Beziehung stehen im Mittelpunkt, sondern ganz was anderes
4. Es gibt andere körperliche und geistige Entwicklungen, die zu Missverständnissen führen
5. Wenn ich laufend kontrolliert würde, würde ich das vielleicht nicht wollen und mich auch entfremden.
6. Vielleicht ist er ja ganz zufrieden, Du nicht.
7. Übrigens bin ich mit meiner Frau erst 10 Jahre zusammen, trotzdem entwickelt sich jeder in eine Richtung, dass was früher einmal verbindend war, muss es heute nicht mehr sein und das was heute im Vordergrund steht, morgen auch nicht mehr. Es gibt also unzählige Gründe und Möglichkeiten, was da tatsächlich zwischen Euch abläuft.
8. denk mal drüber nach
2007, also vor 13 Jahren bin ich aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen und dachte: jetzt passiert was, sie wird trocken, alles wird gut. Je mehr ich aus dem Teufelskreislauf ausstieg, je mehr ging das in eine andere Richtung. Wir haben es noch zweimal versucht, aber so, wie ich die Zusammenhänge eines Tages verstehen durfte, passte es nicht, aus Ende. Ich kann Dir nicht sagen, ob es irgendwo eine Wesensveränderung gegeben hat oder ob ich nur die Dinge mit anderen Augen gesehen habe, der Alkohol war jedenfalls weg, es paste trotzdem nicht mehr.
Der Alkohol kann auch ein hervorragender Platzhalter für etwas anderes sein.
LG Kaltblut
Hallo Slowly,
das hört sich doch klasse an. Schön Dich so munter und trocken zu lesen.
LG Kaltblut