Hallo Ihr Lieben,
nachdem Häsinnen zu Hasen werden können, Neue zu Alten, Alte zu Neuen und Unmögliches unmöglich ist und die Kerle hier ein unbeachtetes Dasein führen, hätte ich noch ein Kampfkarnickelsahnespritzerchen.
Als ich erstmals den Hauptdarsteller Alk, meinen Nebenbuhler entfernte, ging es mir sofort besser, aber noch nicht so wirklich.
Als ich erstmals den Partner mit seiner Krankheit harmonisierte, ging es mir besser, aber noch nicht so wirklich.
Noch besser ging es mir, als ich alle beide aus meinem Leben verbannte, aber noch nicht so wirklich.
Am Besten ging es mir, als ich mit allem alltäglich umgehen konnte, es zur Macht des Gewöhnlichen machte, daran arbeite ich.
Mir gehen die Worte nicht mehr aus dem Kopf: wenn aus Verliebtheit Liebe wird oder anders: wenn mein Mangel an sich befriedigt wird. Die befriedigende Steuerung meines Mangels durch die Gewöhnlichkeit der Vereinigung. Ich nehme mir das was mir fehlt von dem der es hat.
Spedi nannte mich einmal Masochist und begnadet, bin ich nicht auch Sadist, ein begnadeter sadistischer Masochist? Die Worte waren mir abstoßend bis angenehm, auch geläufig, oft in meinem Mund, als „begnadeter Held“, mit einem „brauchst du das, mich so von oben herab anzustarren“, als „scheiß Gutmensch“, aber verstanden habe ich sie nicht. Alle drei zusammen, in mir, Dinge für die ich ausgeteilt hätte, mich geschämt hätte, auf die ich stolz war, Mangelbefriedigung.
Was mir dieses Wissen bringt?
Zeigt es mir doch, dass es auch einfach gehen kann. Ich bin nicht hier, damit das Leben schwer ist. Leben ist einfach sau einfach. Warum nicht einfach eine andere? Wie ich schon vor über 2 Jahren feststellte: wenn es in mir stimmig ist, ist es egal mit wem und warum, so lange ich in meiner Mitte bleibe. In meiner Mitte bleiben ist sau einfach, hat mir doch die Natur etwas ganz Natürliches geschenkt: Leben.
Zum Schluss bin ich genau da aufgestellt, wo ich nicht hin wollte, in einer paradoxen Doppelzwickmühle, im Widerspruch an sich, ich widerspreche meinen Bedürfnissen.
Nur getrennt können Zwei frei und uneingenommen lieben, grundlos lieben. Lieben ohne vom Partner und dessen Projektionen eingenommen zu werden, ohne dagegen ankämpfen zu müssen, ohne seine eigenen Bedürfnisse zu unterdrücken, ohne zu projizieren oder zum titschenden Spielball in der Partnerschaft zu werden.
Liebe ist ein Prozess der Reife, sie wächst nicht in meiner Hose. Sie ist die Entwicklung der lostgelösten grundlosen Lebensentfaltung in der kein Platz für ist für Druck von außen in jeglicher Form, sei es durch Partner, Eltern, Kinder oder die Mangelbefriedigung durch mich selbst. Die Erkenntnis an sich oder der Schlüssel in meine Gesundheit.
Ich werde mich so lange weigern dort aufgestellt zu werden wo ich nicht will, wie ich meinen Willen nicht uneingeschränkt annehmend entfalte. Meinen Willen, der durch den Mangel an sich gesteuert wird. Dazu bedarf es nur eines Loslassens und den Mut zu verändern bis hin zur absoluten Lösung.
Festgehaltene Liebe ist Mangelbefriedigung, Sucht.
LG Kaltblut
Im Sinne einer Frankfurter Persönlichkeit, die einmal so ähnlich meinte wie: wenn er heute disputiere und scheinbar im Recht sei, wisse er nie ob er nicht schon im Unrecht ist, die Natur richtet das schon.