Beiträge von kaltblut

    Hallo Ihr Lieben,

    dann hole ich den einfach mal wieder hoch, heute, an einem besonderen Tag.

    HWZ oder das Zerfallsgesetz frei nach Kalli aus seinen kleinen Atomen übersetzt, denn ich blendete mich lange selbst mit dem Gefühl der Liebe, welches ich hier immer wieder lese:

    N = No + 2-t/T

    N .... Zahl der gesunden Beziehungsstärke
    N0 ... Zahl der anfänglichen Beziehungsstärke
    t .... Zeit
    T .... Halbwertszeit
    (gut, dass Currlinger nicht mehr da ist, der würde mich jetzt bestimmt zerlegen, wobei, paar mehr Kerle könnten es hier schon sein)
    Beim Zerfallsgesetz geht es darum, wie sich die Zahl der noch unzerfallenen Gefühle einer Beziehung im Laufe der Zeit verringert.
    Für ein einzelnes Liebesgefühl kann man angeben, mit welcher Wahrscheinlichkeit es innerhalb eines gegebenen Zeitraumes "überlebt": Während einer Halbwertszeit (T) beträgt diese Wahrscheinlichkeit 50 %. In einem doppelt so langen Zeitraum (2 T) überlebt es nur noch mit 25 % Wahrscheinlichkeit (Hälfte von 50 %), in einem Zeitintervall von drei Halbwertszeiten (3 T) nur noch mit 12,5 % (Hälfte von 25 %) usw.
    Was man dagegen nicht vorhersagen kann, ist der Zeitpunkt, zu dem es zerfällt. Auch wenn beispielsweise die Wahrscheinlichkeit für einen Zerfall in der nächsten Sekunde 99 % beträgt, ist es dennoch möglich, wenn auch äußerst unwahrscheinlich, dass es erst nach Millionen von Jahren zerfällt.
    Meine HWZ, ist die Zerfallsgeschwindigkeit der gefühlten Liebe zu meiner Frau, ein exponentieller Prozess. Auch so etwas habe ich durch das Forum lernen dürfen und sehe mich noch im July 2006 in einem Buch über Beziehung und Liebe lesend und fragend: huch, dann hätten wir ja gar keine Liebe, aber sie ist doch da, bin ich denn doof?


    Heute vor drei Jahren, da war Ostermontag, es regnete wie heute, da war ich ziemlich fertig, überarbeitet, hatte seit Tagen Schmerzen in der Schulter bis in den Arm, komische Gedanken an meine Pumpe und unsere Ehe war gerade angespannt.

    Meine Frau stöhnte morgens auf dem Sofa rum und hätte da nicht ein geliebtes Buch achtlos, wie weggeschmissen, auf dem Boden gelegen, ich wäre vielleicht zu den Kindern, in die Firma, zur Mutter oder bei schönem Wetter Motorrad fahren, das wäre es gewesen. Die Liebe zu ihren Büchern hatte uns den Weg gezeigt.

    Sie hatte einen Infarkt. Gut, wir haben geraucht, getrunken, gefressen, gut und voll gelebt, aber es gab keine Anzeichen. Nicht bei ihr, eine bildhübsche, strahlende, hochintelligente, stolze, schlanke Frau mit 36er Modellfigur bekommt einfach so mit 43 Jahren einen Infarkt?

    Was hatte ich mich blöde und hilflos angestellt, laufe zum Kühlschrank und hole Eisklümpchen und lege ihr die auf die Brust. Wahrscheinlich habe ich meine Frau so geschockt, dass sie nur noch Notarzt sagte. Dann ging es schnell zur Sache, Notruf, binnen 5 Minuten waren sie da. Es dauerte auch nicht lange, bis sie fragte warum ich so lang bis ins Krankenhaus gebraucht hätte. Es dauerte aber noch länger, bis mich so 2 Jahre später eine Kollegin fragte, wie dumm ich denn sei, jemanden Jahre auf Händen zu tragen und dann zu erwarten, von heute auf morgen könne der Andere begreifen dass sich etwas geändert habe, da hatte ich noch was länger dran zu denken.

    Kurz nach dem Infarkt landete ich aufgelöst hier im Forum und dachte: Du bist nicht alleine, fühlte mich aufgehoben und geborgen, begann zu lesen, später zu schreiben. Verlustängste, Veränderungsängste, Rotz und Wasser begleiteten mich durch das Forum, ließen mich ausziehen, trennen, trocken werden, Süchte hinter den Süchten erkennen, Druck machen, sie wurde trocken, es neu versuchen, ausziehen, einziehen, fortziehen, zurückziehen, frei ziehen, was für eine Zubbelei. Aus einem: „den letzten Weg gehen wir gemeinsam“, denn ich wusste damals nicht wie ich ohne meine Frau hätte leben können, entwickelte sich etwas ganz anderes als ich es mir bis dahin hätte vorstellen können. Ich war nicht finanziell von ihr abhängig, nur meine Gefühle waren stärker als alles andere, ich hatte mich abgegeben, ihr übergeben.

    Halbwertzeit. Wir hatten drei wunderbare Jahre, mit Höhen und Tiefen, mit Genüssen, Freuden, Spaß, Pleiten, Pech und Pannen, eine wonnige gute Lebenszeit. Wir haben jetzt wieder 3 Jahre um, eine lehrreiche, voller Veränderungen und Entwicklungen geprägte Zeit.
    Heute habe ich spontan einen alten Freund angerufen und wir haben 1 Std. gequatscht. Er meinte damals, ich hätte nichts Prägendes mit meiner Frau erlebt. Die ersten 3 Jahre waren für mich prägender als die 20 Jahre davor. Die letzten drei Jahre war ich dann in einer Prägemaschine und ich finde, es hat sich gelohnt.

    Halbwertzeit, hm, für mich ist da eine Vollwertzeit draus geworden.

    Ich möchte heute einfach mal dem Forumsbetreiber, seinen fleißigen Helfern und den kommenden, gegangenen und anwesenden Schreibern danken, dass ich diese Zeit hier erfahren durfte, eine prägende Zeit und das hört gar nicht mehr auf. Schön, dass ich hier sein darf.

    Der Rest von mir steht ja hier in der Offenen später auch in der Geschlossenen. Vielleicht noch, dass ich heute immer noch meiner Frau dankbar bin, da ich erst durch sie überhaupt meinen Krams erleben durfte. Ich bin dankbarer Alkoholiker, Co-Abhängiger und mit sonstigen Mehrfachsüchten ausgestattet. Ich muss da keine Scham mehr haben darüber zu reden, schließlich bin ich heute gesünder als die Meisten anderen, zumal mein Krams weiter abnimmt, ein exponentieller Prozess.

    Es hieß mal:
    Angst fressen Seele auf, nö, Vollwert frisst Halbwert, so gefällt mir das heute besser, ich lebe mit weniger aus dem Vollen, das ist es mir wert.

    Lest, schreibt und habt Mut etwas zu Verändern, es ist Euer leben, ihr habt nur eines.

    LG Kaltblut

    Hallo Oiseau,

    egal was am Schuh klebt und stinkt, es muß da weg.

    Atmen, lesen, konzentrieren reicht mir da nicht, ich muß rauslassen. Laufen und Schwitzen hilft mir, aber noch viel mehr aufschreiben, hier oder anderen ein Ohr voll quatschen, dann ist es beser,
    noch drüber schlafen, dann ist es gut.

    LG Kaltblut

    Hallo Melanie,

    ich mag Euch ja auch und die Überforderungszeit ist vorbei, aber wir Kerle sind halt was anders gestrickt. Ich zum Therapeuten, zur Suchtberatung, in eine Gruppe gehen, meine Gefühle, Ängste und Gedanken hier aufschreiben? Nö, bei uns geht alles zack zack erledigt, wir hauen auf die Kacke und arbeiten uns lieber bei einer neuen Braut ab, ohne was zu ändern.

    Hallo Backmaus,

    meine Finger machen oft was anderes als mein Hirn, stört mich aber nicht wirklich, es bringt mir eher gute geschäftliche Kontakte.

    Ansonsten ändere ich weiter mein Leben. Dann hole ich den anderen auch mal wieder hoch. Vielleicht verliest sich ja mal ein betroffener Kerl.

    LG Kaltblut

    Guten Tag Ihr Lieben,

    in meiner realen SHG schaffen wir zwischenzeitlich ein gesundes Verhältnis von 50% Kerlen zu 50% Frauen, nicht immer aber wir fühlen uns alle wohl.

    Hier ist das anders.

    Ich mag ja Frauen, aber daß es keine Co-Abhängige Kerle gibt ist schon merkwürdig.

    Vielleicht müßt Ihr Euch ja auch erst daran gewöhnen, daß das nichts Schlimmes oder Ansteckendes ist, es betrifft nur Euch und sich zu trauen ist gar nicht so was Besonderes.

    Gestern fragte mich die Verkäuferin eines ausländischen Ladens wie man ein Wort schreibt. Ich habe es falsch buchstabiert, heute steht es falsch in der Auslage. Vielleicht können Frauen einfach besser reden und schreiben, tiefer ihre Gefühle ausdrücken, aber das ist kein Hinderungsgrund, denn schon morgen hängt ein neues Angebot im Fenster und es geht immer nur um die Sache an sich.

    Haut einfach rein.

    LG kaltblut

    Hallo Krista,

    danke, daß Du Dich traust zu schreiben.

    Ich habe mich hier schon blöde geschrieben, dumm gedacht und verrückt gelesen, eigentlich wie alle anderen auch, die irgendwann auf diese Seiten kamen und hängen blieben. Mach Dir nichts daraus, denn wenn wir nicht weiter wissen, dann sind wir halt was anders, das gibt sich aber wieder, denn mit jedem Satz lernen wir dazu.

    Wenn Du Dir etwas Zeit gibst, wirst Du sicher die richtigen Worte und Zeilen finden und dann fühlst Du Dich ganz anders. Ich wünsche Dir einen regen Austausch.

    LG Kaltblut

    Hallo Doro,

    in uns schlummern viele versteckte Süchte. Das macht spaß die aufzudecken und zu enttarnen.

    Ich habe einmal demonstrativ während einer Auseinandersetzung eine Kippe geraucht, denn meine Frau war sehr stolz darauf, daß ich es geschafft hatte über 1 Jahr nicht zu rauchen und dachte, dann lenkt sie ein. Das Eis wurde gebrochen, bei mir, ich habe dann wieder fleißig geraucht.

    So wie ich mich meiner Frau gegenüber verhalten habe, also mit einem fehlgeschlagenen Erpressungsversuch reagierte, reagierte ich auch oft bei meinem Körper.

    Als wir unser Essen schon gewaltig verändert hatten, Süßwaren, Qualm, Alkohol u. a. aus dem Tagesablauf verschwunden waren, viel mir auf, wie ich immer wenn etwas in mir nicht stimmte zum Brot- und Kühlschrank lief und in mich hinein stopfte.

    Ich habe das immer noch, aber es fällt mir auf und dann kann ich mich auf dem Weg zur Küche fragen was nicht stimmt. Dann ist es weg.

    Hinzu kommt, daß die Unmengen von hineingestopften Suchtmitteln einen enormen Energiebedarf verursachen. Da in ihnen selbst nichts oder nur wenig drin ist, Fastfood ebenso wenig beinhaltet, schreit der Körper nach mehr und gibt immer mehr von seinen lebensnotwendigen
    Reserven ab. Auf die Rippen wandern Fett und Abfallprodukte, die bleiben, aus Knochen, Zähnen und Zellen verschwindet etwas, die gehen kaputt, irreparabel.

    Das alles wieder im Kopf zu justieren, dauert bei mir länger als mich von den Abhängigkeiten zu befreien, aber ich bin auf einem guten Weg, denn es macht spaß. Der Körper hat äußerlich übrigens schnell wieder in Form gebracht, innen drin weiß ich es nicht, sehen wir mal in paar Jahrzehnten.

    LG Kaltblut

    Hallo Hartmut,

    gilt das auch für Cos? Nun, ich war nicht unglücklich als ich getrunken, gefressen, gequalmt und rumgecoed habe. Ist mir ja gar nicht aufgefallen, das in meinem Hirn was nicht richtig tickte. Dafür lief meine Uhr was schneller ab.

    Lebensqualität, hm, im Einklang mit mir und meiner Umwelt zu leben gefällt mir besser als das vorher war. Vorher gab es zu viele das sollst du nicht, das darfst du nicht, das macht man nicht, hier hast du was. Ich war immer schon was anders, aber jetzt noch was mehr und das macht noch mehr spaß.

    Ob die Lenbenszeitverkürzung als stinkender, saufender Qualmsack, als ein mit vielen Süchten ausgestatteter Mensch erstrebenswerte Lebensqualität beinhaltet, kann ich mir heute nicht mehr vorstellen.

    Meine Frau rauchte stark, ich rauchte noch stärker, dabei haben wir schön unser Weinchen getrunken und uns die tollsten Genüße gekocht. Außer Fragmente habe ich doch nichts wahrgenommen, nicht mal die Knutscherrei mit meiner Frau war geschmacksneutral. Einmal wurde mir gesagt: du kennst deine trockene Frau doch nicht. Stimmte. Ich könnte sie heute nicht mal unter Zweien herausschmecken. Was war das für eine Qualität?

    Was war das für eine Qualität, wenn sich alles nur um andere, um Stoffe, um Ersatz, um verquerte Gedanken drehte?

    Da gehe ich sogar noch einen Schritt weiter als Martin. Das was ich heute mache war weder mit Alkohol, noch als Co oder mit all den anderen Süchten möglich, erst als die Birne hol war, leer um neu gefüllt zu werden, mit richtiger, neuer, nie gekannter Lebensqualität. Da bleiben halt paar Köpfe auf der Strecke, sind ja nicht meine.

    LG Karl

    Zitat von gesche

    Es gehen mir tausend Gedanken durch den Kopf und mir fallen viele Sachen ein, die ich gern hier loswerden würde

    Hallo Gesche,

    herzlich willkommen hier im Forum. Dann mal Gas, denn hier kannst Du alles los werden.

    20 Jahre sind nicht in wenigen Monaten aufgehoben, gib Dir Zeit.

    Ich wünsche Dir einen guten Austausch.

    HI Prof,

    schön Dich wieder zu lesen. Keine Tennung heißt nicht Co und Co nicht Trennung.

    In der Regel nimmst Du die Abhängigkeit ja mit, in den nächsten Versuch, in eine neue Beziehung.

    Die Trennung hilft Dir einen klaren Kopf zu bekommen und neutral zu denken.

    Es ist oft nur bequemer und einfacher in einer verfahrenen Beziehung zu bleiben als über Veränderungen nachzudenken, heißt ja nicht Trennung sondern nur getrennt vom alten Schmodder zu denken.

    LG Kaltblut

    Hallo Butterweich,

    danke, daß ich Dich hier lesen darf. Du hast es geschafft, aus dieser heiklen und lebensbedrohlichen Situation herauszukommen. Vieles werden Dir Deine Anwältin und die Behörden abnehmen können und so lange Du bei Dir bleibst, liegt alles in Deiner Hand.

    Ich drücke Dich mal und wünsche Dir, dass Du die richtigen Entscheidungen triffst.

    LG Kaltblut

    Hallo Karlotta,

    wenn jemand nur koscher zubereitet isst, bin ich fehl am Platz, wenn ich mir mal ein Schnitzel in die Pfanne haue. Was in bestimmten Kulturkreisen zum Alltag gehört können wir auch lernen.

    Ich bin durch meine Frau auf meine eigenen Krankheiten gestoßen und trocken geworden. Indem ich mich für geheilt hielt, was auch gerne in geselliger Runde von anderen unterstützt wird, habe ich mir auch ohne so genannten Saufdruck einige Gläschen genehmigt, das war dann ein einmaliger lehrreicher Rückfall. So etwas kann auch tödlich enden.

    Für mich ist es heute „normal“ keinen Alkohol im Haus zu haben. Eine eventuelle Lebenspartnerin, die gerne trinkt kann ja ohne mich trinken. Ich kann mir auch nicht mehr vorstellen, dass ich nochmals große Lust darauf habe ein Bier- oder Weinfass zu küssen.

    Früher habe ich mich für wertlos gehalten, als meine Frau jeden Abend soff, mit meinem Nebenbuhler aus der Flasche ins Bett ging und mich zurück lies. Heute ist mir jede Frau wertlos, der ich weniger wert bin als ein Saufgelage. Dann muss sie einfach gehen, so viel bin ich mir wert und ich richte mein Leben heute danach aus, dass es mir gut geht.

    Damit meine ich nicht gelegentlich mal ein Gläschen, dass muss jeder Partner selbst wissen. In Gesellschaft trinken meine Tischnachbarn halt ihr Pensum, das ist ihr Ding, nicht mehr meins. Der Grad meiner gefestigten Lebensführung entscheidet darüber, wie ich damit umgehe, dass ein Partner gelegentlich trinkt. Der ist heute anders als vor 2 oder 3 Jahren. Einige meiner Bekannten führen ein so entspanntes Leben, dass der alkoholabhängige Partner gerne dem nicht abhängigen Partner sein Lieblingsfläschchen einkauft und freudestrahlend einschenkt. Diese Menschen sind 20-35 Jahren trocken.

    Es gibt zum Glück genug Menschen die anders sind. Heute gehöre ich dazu, jetzt sind die Anderen anders.

    LG Kaltblut

    Hallo Himmelsstern,

    hier im Rheinland ist "dem sing Frau" veredelt "dem seine Frau", was ja so nicht richtig ist, denn es heißt ja "dessen Frau". Das hat meine Frau mir so binnen 1 oder 3 Jahren beigebracht, selbst als ich es schon lange richtig aussprechen konnte, sprach ich es oft falsch aus, es war immer so schön wenn sie sich aufregte. Ich glaube, daß tat sie manchmal auch, weil ich dann immer so zufrieden grinste.

    Ist doch klasse, wozu wir fähig sind, einfach so, unser Unterwußtsein steuert das alles. Da hast Du schon ganz tolle Dinge gefunden.

    -Du magst Dich so nicht
    -Du stehst im Weg
    -Du reagierst nicht schnell genug
    -Du hast Wutanfälle
    -Du bist verunsichert
    -Du entschuldigst Dich laufend

    Da findest Du bestimmt noch mehr und den Mut zu finden daran etwas zu ändern ist eine große erfüllende Aufgabe.

    LG Kaltblut

    Zitat von Himmelsstern


    Klar würde er das gerne anders haben, doch dafür bin ich zu skeptisch.
    Ich bin so erschrocken, dass ich wirklich kaum glauben kann, was der Alkohol mit einem Menschen anstellen kann. Das sind wie 2 verschiedene Gesichter. Ist das wirklich so?

    Hallo Himmelsstern,

    noch ein herzliches Willkommen. Das hast Du genau erkannt. Auch Co-Abhängige haben 2 Gesichter. Du schreibst ja einiges über Deinen Mann, wie sieht es denn in Dir aus und was willst Du für Dich tun? Auch wenn Du skeptisch bist, angenommen Du wärst das nicht, glaubst Du Dein Mann käme mit dem alten Hmmelsstern noch zu recht oder müßte der erstmal kräftig poliert werden?

    LG Kaltblut

    Hallo Trauerkloss,

    Therapie durch Reden, Dinge ansprechen die so tief versteckt sind, dass sie lange unsichtbar sind, das macht man normal beim guten Arzt oder Therapeuten.

    Dinge schreiben lernte ich hier und das hat mir geholfen da raus und mit mir klar zu kommen.

    Klasse, wenn Du Deinen Weg findest und weiter schreibst, es hilft.

    LG Kaltblut

    Hallo Andi, hallo Doro, hallo Ihr,

    das mit dem Verstehen ist ja auch so eine Sache. Ich habe mich ja lebenslang selbst nicht verstanden. Wie auch, wenn die brutale Logik nur 5% oder was mehr oder weniger ausmacht und der ganze Rest versteckt im Unterbewußtsein abläuft. Manchmal traf ich Menschen, die sprachen davon dankbare Alkoholiker zu sein und strahlten auch noch glücklich dabei, da konnte doch was nicht stimmen?

    Beim Berufe raten hätte ich noch keine richtige Handbewegung für die vergangenen Erfahrungen, vielleicht eine sich öffnende Hand für los lassen. Ich bin heute ein dankbarer, zufriedener Co-Abhängiger, freue mich darüber all die Erkenntnisse gemacht zu haben, Rotz und Wasser geheult und geschwitzt zu haben, daß ich tat und machte, aufstand und immer wieder auf die Fresse flog, ich bin dabei ganz schön zäh und anders geworden. So ein Tiefpunkt, das dauert halt, es geht immer noch was weiter tiefer. Wie das mit den Süchten halt so ist, es geht immer noch was, bis nichts mehr geht. Das ich dabei feststellen mußte, daß ich Alkoholiker bin, ist doch toll, stellt Euch vor ich hätte weiter jeden Tag mein gepflegtes Weinchen getrunken, vielleicht heute, vielleicht in 10 Jahren, erledigt, wer weiß das. Schaut Euch an was ich gefressen, vernascht und verdacht habe, da wäre ich doch für viele Behandlungen gut gewesen, ein ärztliches Sparschwein zum Gesundverdienen sozusagen. Wer schlachtet schon sein Sparschwein, ich war ein ideales immer fetter werdendes Riesterteil.

    Co-Abhängig, zum Arzt gehen und was verschreiben lassen, wenn es doch nichts dagegen gibt. Was soll denn der Arzt machen, Placebo Traubenzucker, vielleicht was Antidepressiva für die Klapse, dann entscheiden daß das nicht mehr ins Budget paßt und Behandlung abbrechen? Daß ist ja der Wahnsinn, eine Krankheit zu haben, die sich durch jedes Mittel nur verschlimmert, die nur durch Veränderung und das eigene Hirn erfolgreich behandelt werden kann.

    Für einen Menschen der wie ich damals hier auf den Forenseiten landet und plötzlich feststellt: ups, bei ihr, oh bei mir auch, da stimmt was nicht, mag alles befremdend und erschreckend sein und dann kommt so ein Verrückter und labert was von dankbar ver-rückt sein zu dürfen.

    Wenn du ein Leben lang für andere gedacht hast und dann labert dir einer was von an dich denken, nicht im Hirn des anderen rumdenken, dann kann das auch sehr weh tun, denn ich dachte meine Frau vom Zeh bis in die Haarwurzeln sehen, riechen, spüren, schmecken und verstehen zu können, jede Pore, jeden Gedanken. Auch tausendmal einige Stunden verschlungen im Bett zu kuscheln bringen nur paar cm Zugang, aber bis ins Hirn reicht das denn doch nicht.

    Ich bin heute dafür dankbar, daß meine Frau Ostern vor 3 Jahren einen Infarkt erlitt, mit dem alles los ging, bei ihr, bei mir erst Monate später, bei ihr dann nochmals Monate später. Wenn sie heute trocken ist, ist das doch klasse, das Tüpfelchen auf dem I, aber das geht mich nichts mehr an.

    LG Karl

    Hallo Ihr Lieben,

    wenn sich Hirnzellen verbinden, passieren tolle Sachen in uns, genauso wenn sie ausfallen, da kommt man endlich zur Ruhe. Als ich noch nicht wußte, daß ich mit 2 Hirnen ausgestattet wurde, ging mir noch vieles am Hintern vorbei.

    Das der Darm mit einem selbstständigen Hirnzellen- und Denkapparat ausgestattet ist, der in direkter Verbindung zum Kopfhirn steht war mir neu. Für jemanden, der dachte Mozarella wird aus Bullenmilch hergestellt, ist das schon eine gewaltige Erkenntnis. Ich denke viel mit dem Darm. Es ist eine meiner Stärken meine Gefühle zu verstehen, meine Stärke überhaupt. Es gibt ja verschiedene Stärken, Denkstärken, Handwerksstärken und eben Gefühlsstärken. Als ich meine Stärke wahrnahm, da wurde erstmals gezweifelt, ob ich nicht doch der kleine überflüssige belachte Abschlußmuskel war, denn in den beiden anderen Bereichen komme ich zwar gut zu recht, aber eben anders und kompensiert. Das hört sich ja auch lustig an und die Vorstellung erstmals: der denkt mit dem Darm….. hier sind einige Gedanken von mir…..vielleicht sogar riechbar. Das ist gar nicht so einfach zu verstehen. Es hat aber Vorteile, denn ich kann mir ins Hirn langen, ich kann mich spiegeln, mit der Kamera aufnehmen, komme fast an alles ran, können die Kopfleute nicht, denen muß man erst die Schale aufmeißeln oder aufsägen.

    Meine Frau ist ja eine hochintelligente Akademikerin, Analytikerin, ein Kopfmensch, sie kann dafür anderes weniger gut, dafür kann sie nichts. Den Eigenkonflikt, die Vergangenheit, die Unmöglichkeit ihren Weg zu finden, hat sie lange verdrängt und dazu andere mißbraucht. Mich zum Beispiel, als Versorger, als Kompensator. Das mußte so sein, ist ja auch nichts Schlimmes, ich habe sie ja auch heftig mißbraucht, als Kompensator für meine Unterbelichtungen.

    Kompensieren, das ist ja auch nicht so einfach. Pepito Mobile, anklicken und dann klicken die Kugeln immer weiter. Nur, wenn eine Kugel nicht OK ist, kann ich die ja nicht anhalten, sie nicht rausnehmen, dann kommt das ganz System durcheinander, dann ist aber auch irgendwann ausgeklickt. Wenn so eine Kugel hoch geht ist damit keinem gedient, muß man rechtzeitig abschalten, so wie ich mich, zeitig vom Netz gehen, aussteigen, den nackten Poppes zeigen, da kommt zwar alles durcheinander, aber hinterher ist alles wieder gut.

    Ich kam erst neulich darauf, bei einem Vortrag über Legasthenie. Als Kind war ich mal hier und dort in Behandlung, zum Test, weil ich immer gute Fünfer und Sechser mit nach Hause brachte, daß paßte nicht ins Gutbürgerliche. Gepaart mit Reaktionen aus familiären Unebenheiten, Ernährungsfehlern, lag ich gut im Aussetzersaft. Es gibt Dinge, die mein Hirn nicht so richtig verarbeitet, es kompensiert, da findet ein permanenter Fummelkrams im Kopf statt. So wie eine volle Festplatte, die sich regelmäßig defragmentiert und rödelt. Die Rödelarbeit führt zu Erschöpfung und wenn ich früher zudem noch gestreßt war, gar Ärger hatte, die Beziehung nicht stimmte, die Gedanken verquert waren, der Körper nicht richtig funktionierte, dann konnte ich sehr gut meine Unpäßlichkeiten an meine Frau weiterreichen, mich auskotzen und mit treudoofem Blick auf ein Lekkerchen und einige aufmunternde Worte hoffend warten. Manchmal kamen sie ja, dann war alles schön. Manchmal nicht, dann war alles schön doof.

    Heute sorge ich gut für mein Inneres, den Darm, die Organe, den Kopf, ich bemerke Überlastungen und kann damit umgehen, entzetteln, aufräumen, sortieren. Dazu trägt die Vollwertkost bei und es ist erstaunlich, was der Körper alles für Sachen meldet, wenn ich das Hirn einschalte und zuhöre. Ich habe mühe mein Gewicht zu halten, wenn ich nicht aufpasse und genug esse, bin ich schnell 3-5kg im Minus, immer neue Klamotten zu kaufen wird mir zu teuer, aber fit wie mit 30 zu sein spornt an und so überlege ich mal wieder aktiver die Schritte meines Lieblingstänzchen zu üben. Meine Augen zeigen gravierende Veränderungen, das bringt Unsicherheiten in den Alltag, auch das ist korrigierbar, wenn ich es weiß und gelernt habe auf mich zu achten. Achtsam sein ist nicht immer einfach. Neulich sah ich eine Werbung, wo sich die Leute ein koffeinhaltiges Mittel auf die Birne schmieren sollten, damit die Haare nicht so ausfallen. Wer weiß, wer sich das jetzt wo drauf schmiert. Da werden sich Tonnen von Hautcremes und Fetten auf den Körper geschmiert und die Poren verstopft, zeigen die ja auch auf bunten Flimmerbildchen. Damit wird die natürliche Hautfunktion gestört und die körpereigene Pampe wandert woanders hin, z. B. zum Kaffeeklatsch auf den Kopf, manchmal geht auch was in die Hose, das ist dann nicht mehr schön.

    Ostern vor 3 Jahren wurden die Weichen durch den Infarkt meiner Frau neu gestellt. Im November 08 wollte ich zum zweiten Mal die Scheidung, das klappte noch nicht, muß ich halt noch was warten, das geht auch schnell vorbei. Einige gute Aderlaßpläne meiner Frau gingen nicht auf, denn ich wurde arbeitslos, damit kann ich gut leben, denn arbeitsreiche Gedanken habe ich genug und so kann ich mich in aller Gelassenheit auf meine neue Zukunft im Gesundheitsbereich vorbereiten. Meine Zeit der Insolvenz hat Justitia dafür mit allen Konsequenzen beendet. 7 Jahre, die überhaupt nicht schlimm waren, sondern angenehm, aufbauend und wegweisend, wenn ich mir überlege daß ich damals ein Suizidkandidat war, läuft es mir kalt den Rücken runter. Ein neues Unternehmen wird in wenigen Monaten aktiv werden, mein altes Fachwissen, die Kontakte und Beziehungen mit den hier schon vor 2 Jahren geäußerten Präventionsgedanken und den Erfahrungen aus neuer Lebensführung verbinden. Das Forum hat mir neue Berufungen eröffnet. Ein Buch wollte ich schreiben, das hat Zeit, es ist in meinem Bauch gut aufgehoben, denn es kommt nicht mehr darauf an wie dick es wird, sondern was komprimiert raus kommt. Ich sehe dem alles gelassen entgegen. Das ist geordnete Zukunft, ich lebe im Heute. Nicht so gelassen sah meine geliebte zweirädrige Italienerin neulich aus, sie wird gerade ausgeschlachtet. Das Rädchen landete bei einem Ausflug in einer Betonwand und löste sich in die Einzelteile auf. Ein spätes Zeichen, daß wir nicht zusammenpaßten. Als das Rädchen kam, was es eine spontane Entscheidung, die heute nicht richtig war, ich war nicht reif für das Teil. Sonst geht es allen gut, es gab einen Schutzengel, der den Fahrer sanft auffing, bevor es bröselte.


    Ist schon komisch, als ich hier hin kam, ging es darum was meine Frau in sich reinschüttete, dann darum was bei mir rauskam, jetzt was ich in mich reinstopfe und komprimiere. Das fordert Disziplin, Verständnis, Geduld und Gelassenheit, davon habe ich etwas bekommen.

    Als ich hier hinkam, war ich unfähig alleine zu leben. Meine Frau meinte einmal, hier wären nur Beziehungsunfähige. Heute genieße ich es alleine zu leben, denn ich bin nicht mehr alleine, ich und ich wir sind ein gutes Paar, ich bin mit mir in einer engen Beziehung.

    Es gab Situationen wo der Genstreueffekt laut nach Befriedigung und Beziehung schrie, wo ein Gegenstück zu Vergangenem, zu meinem fehlenden Ich mich nur zu gerne ersetzt hätte und ich mich gerne ersetzen lassen wollte. Für eine Beziehung war ich noch nicht fähig, auch wenn es im Bauch und juckte. Sie steht nicht mehr an erster Stelle denn ich bin nicht mehr triebwerkgesteuert. Das fordert Disziplin, Verständnis, Geduld und Gelassenheit, davon habe ich etwas bekommen, für den Rest habe ich hoffentlich nochmals 30 oder 40 Jahre und wenn nicht, püh, ich habe jetzt schon ein erfülltes Leben und jetzt geht es ja immer weiter.

    Manchmal frage ich mich was denn jetzt eigentlich so schwierig war. In den vergangenen 3 Jahren habe ich nur Dinge losgelassen, die mir nicht gut taten, die ich trotzdem gern hatte. Ich habe gerne getrunken, gerne geraucht, war gerne erschöpft, überdreht, überbelastet, verquert, ich habe gerne Fastfood gefressen, Schokolade, Gummibärchen, Genuß- und Kunstwaren oder mich gerne üppigen Gelagen und Verseuchungen meiner Eingeweide hingegeben, ich war gerne 30 kg dicker und bewegungsfaul, radio- und fernsehverblödet. Vor allem habe ich gerne geliebt, körperlich, geistig, mit allen Sinnen von Sinnen. Eins zu werden, ohne den ganzen Zimbömmel, das dauerte halt, denn ich wußte ja nicht daß ich alle Zeit habe die ich habe. Bis zur Teilnahme an verordneten Tablettenorgien und Infusionen, Schnippelveranstaltungen und Ersatzteilverarbeitungen hat es nicht gereicht, dafür bin ich auch sehr, sehr dankbar. Dieser Zimbömmel, der beinhaltet auch wieder Menschen, Umgebung, Tätigkeiten, von denen ich mich nur zu gerne einnehmen lies, obwohl es mir nicht gut tat. Fatalistischer Masochismus. Kann ich was Fantastisches draus machen. Wenn ich es will kann ich wollen können, kann ich in eine SHG gehen, hier im Forum lesen und schreiben, kann ich etwas für mich tun was mir gut tut.

    Wenn ich mit Freunden rede, dann kann es sein, daß mich jemand extrem oder weggetreten oder nicht normal nennt. Früher war ich Außenseiter weil ich glücklich verliebt war und strahlte, da war ich nicht normal, jetzt bin ich glücklich mit mir zusammen und ich bin wieder nicht normal. Für andere, für mich ist das schon OK, denn eigentlich habe ich nur immer mehr das gemacht, was ich 50 Jahre nicht tat, immer ein bißchen mehr, immer Konsequenter, bis es normal wurde. Ich meine, sagt mal einen Alkoholiker, nur ein Tröpfchen das wird dir schon nichts ausmachen, da könnte es was aufs Maul geben oder einem starken Ex-Raucher der noch über 50 oder 40% Lungenvolumen verfügt, heute ist Raucherparty, da geht was. Nur einmal richtig voll fressen, nur eine Torte, nur eine Macdingensbums, nur eine Tablette, nur einmal, nur einmal, da gibt es ne ganze Menge, nur einmal noch mit der/m Ex ins Bett, nur einmal in die Kiste, Deckel drauf, zum Recycling und weg.

    Ich komme dann immer wieder zu Spedi: Wege finden oder Gründe suchen. Dann stelle ich erstaunt fest, wie mir wieder etwas an der Schuhsohle klebt, wie einfach es ist einen Grund anzunehmen und nichts zu ändern, wie einfach es ist einen Weg zu finden, wenn ich es will.

    Heute koche ich ganz anders als damals, daß macht Spaß und schmeckt. Chemie gibt es keine und ich versuche auch den Rest immer mehr zu säubern. Meine Jungs kommen gerne zum Essen und dann haben wir Spaß. Wir lachen dann oder staunen über die farbigen und lustigen Kreationen aus natürlichen Lebensmitteln, denn auf dem Teller muß es nicht langweilig zugehen, genausowenig wie in der Beziehung oder im Bett. In Kürze gibt es gezopftes Rind, mal sehen was die Kids dazu sagen.

    Die Ziele und Vorstellungen für die kommenden Jahre sind klar abgesteckt und ich bin mir sicher, daß ich sie erreichen werde, vielleicht etwas anders als ich es mir heute vorstellen kann, aber ich werde, weil ich der einzige bin der es so kann wie ich es kann.


    Meine Krankenkasse dürfte sich beim Forum, dessen Betreiber und Autoritäten für die Kostenersparnis einmal persönlich bedanken.


    Die freie Zeit, die ich durch meine geänderte Lebensführung geschenkt bekam und das ist unglaublich viel, wurde gut angelegt, in Bildung, in Erfahrung, in Zufriedenheit, in Gelassenheit, in Gesundheit, in Sport, in eine neue Lebensführung, in Wege, überhaupt „Wege“, ich bin mein Weg und habe alle Zeit die ich habe, die Natur wird es schon richten.


    LG Kaltblut

    Der Rest steht im Butterweichen und Steinharten, da habe ich Steine weich gekloppt und Butter hartgeschlagen, für die Harten gestreichelt. Ich bin hier nicht alleine. Viel mehr steht bei den anderen. Ich bin hier nicht alleine, alle die hier schreiben hinterlassen ein Stück ihres Lebens, jeden Tag neu, unbezahlbar, kostbar erfahren, einige zahlten mit Lebensstücken.

    Hallo Elona,

    da gerade die Sonne so schön frühlingserwachend scheint, was ist denn für Dich die große Liebe, dieses Wirkliche? Mal abgesehen von sexuellen Erfahrungen und den Hirnkicks, ist denn da noch etwas?

    LG Kaltblut

    Hallo Elona,

    noch ein herzliches Willkommen. Es ist nichts Ungewöhnliches, daß während einer Therapie geschlechtsreife Menschen zusammen finden. Da dort beidseitig neue Gefühle entdeckt werden, liegt es in der Natur kurze Zeit abzuheben, was sich in der Regel selten von Dauer ist.

    Da es hier aber um dich geht und nicht darum was was Dein Ex mit wem anstellt, stellt sich für mich die Frage, was Du Dir wert bist und ob Du solche Einlagen brauchst?

    LG Kaltblut