Beiträge von kaltblut

    Hallo Rosenkranz,

    schön Dich wieder zu lesen. Neuland ist ja nicht, du hast doch schon einiges erlesen in den vergangenen Monaten. Du findest hier im Eingemachten einen gewaltigen Apparat an Information und für die Umsetzung heißt es sich viel Zeit zu nehmen. Eine reale SHG findest Du siche rin Deiner Nähe, die sind überall und da findest Du ergänzende Unterstützung. Einige von uns hier, haben noch nie eine reale Gruppe gesehen, weil der Stoff hier für sehr lange ausreicht. Wie schwer die Umsetzung ist, hast Du erlebt. Vielleicht wanderst Du einfach einmal zur nächsten Suchthilfestelle, dort kann man Dir auch weiterhelfen, oder Du liest, es lohnt sich.

    LG Kaltblut

    Hallo Oktavian,

    schön daß Dich an das Forum wendest. Es ist durchaus nicht ausgeschlossen, daß ein Teil den anderen samt Kind, Haus und Folgen mit durch zieht, möglich ist alles, es gibt fast jedes Wochenende Lottomillionäre, der größre Teil der Wetter hat 3 Richtige und bekommt nichtmal seinen Einsatz zurück, Woche für Woche, davon Leben viele, bis nichts mehr da ist. Du bestimmt wo und ob Du Kreuze machst.

    LG Kaltblut

    Zitat von Zukunftsmusik

    Was habt Ihr in der ersten Zeit Eurer Erkenntnis gemacht?

    Hallo Zukunftsmusik,

    schön daß Du hier bist. Gelesen, gelesen und gelesen, mit Freunden und Bekannten gequatsch und versucht den Ofen anzuwerfen, meinen, mit Bewegung und Ruhe für ich, nur für mich.

    Du wirst hier in diesem Forum sehr viel Material finden, dass die Wellen in Deinen Kopf beruhigt.

    LG Kaltblut

    Hallo und schönen verregneten Sonntag,

    als ich heute raus wollte und dieses eklige Wetter sah, habe ich noch lange gelesen, dann dachte ich an die armen Marathonläufer in Köln, die bei der Suppe ganz naß werden und bestimmt frieren, ob da auch Cos drunter sind, die so einen Schmarren morgens denken? Ich bin dann los und habe mich für meine bisher weiteste Strecke entschieden, nur noch was weiter und ich habe genau darauf geachtet ob irgendwo Sanddorn steht, hier nicht. Eine Herrenvergnügungsanstalt habe ich entdeckt, jetzt wohne ich hier schon 15 Jahre, habe ich noch nie gesehen, aus dem Alter bin ich eh raus. Viel angenehmer waren auch die Gedanken im kühlenden Nieselregen, so schlimm war das gar nicht, eher ideal zum Laufen und das ging mit nie gespürter Leichtigkeit.
    Bis zu den Sträuchern, wo diese roten Hagebutten dran hängen. Da habe ich gehalten und gepflückt, will schließlich noch Hagebuttenpesto versuchen. Gelegentlich sieht das was raus kommt besser aus, als was unter der Nase rein wandert, Sanddorn ist so was. Mein Körper hat noch nie so geballte Energieladungen bekommen, Energie riecht auch merkwürgig.

    Ich habe dann die Hagebutten im Hagebuttenreservoir verstaut, ja, moderne Bio-Laufanzüge haben so was. Die werden dann während des Laufs nahe dem Poppes schön durchgewalkt, so wie in der Olivenölwerbung, wenn die älteren Dorfdamen lachend mit Parmesanfüßen durch das Olivenfass watscheln, für die einen ist es Enthornung, für die anderen die längste Kaltpressung der Welt. Die Hagebutten kommen dann gut durchgejogged im Plastikbeutel an, haben aber noch keine Fremdstoffe und -gerüche, auch wenn sie am Poppes auf und ab gehüpft sind, sie sind Kaltblütenbejogged. Es waren gut 500gr., davon werden bestimmt 200gr. für feinstes Pesto bleiben.

    Dieses Jahr habe ich schon 3kg aus den Sträuchern geholt und zu Marmelade verarbeitet. Das waren unzählige Samenknospen ehemals wunderschöner Wildrosen. Wenn ich mir jetzt vorstelle, die Energie so vieler herrlicher Rosen zu vernaschen, was sind da glückliche Kühe, nichts gegen ein glückliches Kaltblut.

    Ich bin glücklich, daß ich diese tauben Gefühle nicht mehr in den Beinen und Füßen habe, wenn ich einen bestimmten Edeldiscounterrotwein aus Italien vernaschte und die Gerbsäfte ihren Dienst verrichteten, wenn ich auf Spaziergängen nicht durchblutete gefühllose Körperteile vertuschte, wenn mir aus psychosomatischen Gründen die Beine weggingen und ich so tat als wäre mir schlecht oder einfach eingeklemmte Nerven durch Bettfluchtfehllagen auf dem Sofa den Körperdienst nicht richtig verrichten ließen.

    Unbeachtet wächst daß was mir richtig gut tut am Straßenrand. Ich nehme es mir einfach.

    LG kaltblut

    Guten Tag,

    an so einem sonnigen Morgen macht das Laufen doppelt so viel Spaß. An Sonn- und Feiertagen laufe ich immer was später, da treffe ich so nette Leute. Eine junge Nette, die läuft so graziös und strahlt immer, das hält meist 100m nach, so wie ein gutes Parfüm. Das zieht bis in den kleinsten Zipfel. Eine etwas ältere Dame, sie läuft nicht, sie geht mit Hund, gutaussehend, gepflegt, die grauen Haare klasse gemacht, ein starkes Duftwässerchen, sogar kräftigen Lippenstift und sie lächelt immer so schön offen wenn ich guten morgen sage, passend dazu dem Düsseldorfer Hochwohlgeborenton. Man könnte sagen, bißchen überzogen für einen Morgen, dieser Person steht das, es macht sie aus und Vollkomen, in meinem Kopf. Manche drehen sich sogar weg oder stellen sich schützend vor ihren Hund oder schauen bewußt zu Boden, nur um jeglichen Blickkontakt zu vermeiden. Die gut gebauten Jungs mit den schnellen Schritten waren heute nicht da, dafür andere, die im Baritonchor antworteten, auch die knackige in meinem Alter nicht, dafür eine große Kräftige, die ihre Beine, ihren ganzen Körper so geschmeidig bewegte wie Sperrwerfer im Anlauf vor dem Abwurf. Es gelingt mir ganz gut auf die Details zu achten, im Laufen bin ich eher was langsam hinterher.

    Ich achte auch sehr genau darauf wie die Leute Antworten, wenn ich guten Morgen rufe, kaum einer paßt zu meinem Bild, daß ich mir vorher gemacht habe. Eine kleine verbissene, grantig dreinsehend, mit wilden Haaren, antwortet mit so liebevoller Stimme, daß ich ups dachte. Einer der was darzustellen schien, antwortete eingefallen und mitleidig, als wäre er mit dem Hund von seiner Frau nach draußen verdammt worden, selten paßt es mit meiner Vorstellung überein, bei der älteren Dame schon, meist sehe ich ein zweites Mal auf dem Rückweg, dann ist sie in Begleitung eines Herrn und strahlt, auch mich strahlt sie dann mit einen Hallooh an.

    Da kann man sich aber auch vertun, zwischen Gedanken und Person und Stimme und Wort, was ich da alles reinlegen kann und je weiter ich von mir weg war, je merkwürdiger verhielt ich mich. Ich habe noch massenhaft Liebesbriefe an meine Frau, aus guten und aus schlechten Zeiten, es überwiegen die Rechtfertigungen der Rechtfertigungen. Ihre Aufmerksamkeit war oft ohne Worte.

    Vor kurzen noch traf ich eine körperlich unbekannte liebe Bekannte und war sehr angenehm überrascht, das sie schon all die Dinge in sich trug die ich in mir oft vergeblich suche, in vielem ist sie um Jahre weiter als ich, viel weiter als meine Frau und trotzdem kam sie in Situationen in denen ich auch schon war und nicht mehr zurück möchte. Es wiederholt sich alles, nur anders.

    Einige meiner neuen Freunde meinten neulich sie haben angefangen zu kämpfen als sie sich erhoben, sie wären jetzt Kämpfer geworden, Kämpfer für ihr Leben, früher wäre ihnen alles in den Schoß gefallen. Komisch habe ich gedacht, die haben kapituliert um zu kämpfen. Ich habe mein Leben im Kampf verbracht, habe kapituliert um friedvoll zu leben, wir wollen alle das Gleiche machen es nur auf unterschiedlichstem Wege, immer nur etwas anders.

    Ich war etwas weit in der Prärie und es klappt ganz gut, bei mir zu bleiben, die Natur aufzusaugen, den Specht im Lauf zu hören oder ein Eichhörnchen im Baum zu sehen oder die Pracht der Pflanzen zu entdecken und viel zu denken, mir bewußt zu sein. Manchmal reicht mir das nicht, entweder laufe ich dann zu langsam unter dem Normpulsschlag oder habe einfach zu viel Energie in mir. So 1-2 Stunden sind gut und so gelegentliche Rückwärtslaufeinlagen klappen ohne jegliches Straucheln, Tanzschritte funktionieren nicht im Lauf und bei kurzen schnellen Walkeinlagen habe ich festgestellt, werden ganz neue Muskelpartien angesprochen und wenn es mir zu langweilig wird, dann latsche ich mitten in den Matsch und genieße das Rutschen und die Balance in der glitschigen Masse zu halten. Das dauerte Monate. Für die kleine Theresia habe ich eineinhalb Jahre gebraucht, hier sammeln sich Bücher ohne Ende, jemand empfahl mir ein Muschelbuch, schon der erste Satz erreichte mich, andere muß ich immer wieder lesen, weil sich die Bedeutung der Zeilen mit mir verändern.

    Heute habe ich aber noch eins oben drauf gesetzt. Zwei Fahrradfahrer machten sich ganz schön breit und da waren ganz schön große tiefe braune Pfützen. Ich kenne die Regeln jetzt nicht so genau, wer jetzt Prärievorfahrt hat, ich kann ja nicht drüber fliegen und fliegen würden denen auch nicht gut tun, warum nicht habe ich gedacht und bin voll Kanne mit spritzenden Fontainen durch die Pfützen. Was interessieren mich die Fahrradfahrer, der Weg ist für uns alle da. Das war echt geil, alles patschnaß, war ja eh durchgeschwitzt. Ich habe mir dann alle Pfützen auf den Wegen gesucht und bin da durch, muß ja nicht immer sein, aber ich kann und ich kann mich darüber und dabei richtig freuen, auch wenn die Leute den Kopf schütteln. Wenn ich aufhöre irre zu sein, werde ich ja wieder wie früher, aber je Älter ich werde, je mehr werde ich zum Kind, kommen Babys am Ende weise auf die Welt?

    LG Kaltblut

    Als ich gefragt wurde: wie, bist du immer noch in dem Forum, gehst du immer noch in eine Gruppe, was willst du denn da noch und überhaupt, du hast doch nichts mehr, bist gesund und geschieden bist du auch bald?

    Da wurde ich innerlich ungehalten, wenn mir ein enger Freund, mit dem ich fast täglich Kontakt habe so einen Müll erzählt und den Anschein aufkommen läßt, er hätte die letzten Jahre hinter dem Mond gelebt und nichts mitbekommen, alles weg.

    Er meinte am Wochenende mit dem Bike aus gewesen zu sein und er wäre so schlecht gefahren, nichts hätte funktioniert. Da habe ich gesagt: siehst du, so ist das mit Gedankenkrankheiten auch, du kommst in eine Situation die du leicht durchfahren kannst, weil du weißt wie es geht, fällst aber trotzdem auf die Fresse, weil du zu steif auf der Karre hockst oder falsch angezogen bist und frierst. Ich bin lieber sprungbereit, um im Falle des Falles über die Leitplanke zu springen, anstatt von den U-Trägern aufgeschlitzt zu werden. Das mache ich den Rest meines Lebens, ohne jegliche Garantie, einfach so, grundlos, vielleicht aber auch, damit ich nicht eines Tages auf deine Gedanken komme, aber es kommt so oder so immer anders.

    LG kaltblut

    Hallo Ingrid,

    wie ich sehe, bist Du nicht abgesoffen und schwimmst schön weiter Deine Bahnen, klasse, schön daß Du wieder gekommen bist und so viel Dampf gibst:

    Zitat von Amai

    Schön langsam finde ich den Weg zu mir, ich bin für mich eine höchst anstrengende Persönlichkeit....ehrlich. Aber ich mag mich und ich arbeite schön brav weiter an mir....

    Das wird doch, Du mußt mal lesen, was Du in den wenigen Tagen für Änderungen vollzogen hast und paar Tage hast Du ja noch bis die 50 Tage voll sind oder meintest Du 50 Jahre?

    Zitat von Amai

    Ihr sprecht zwar eine andere Sprache als ich (eine knallharte), aber diese hat mich Gott sei Dank erreicht und ordentlich durchgeschüttelt.

    Eigentlich sprechen wir doch alle die gleiche Sprache, die Sprache der Menschlichkeit, nur mit dem Verstehen , dat funktioniert noch nicht und wenn wir verstehen, das mit dem Tun, das funktioniert noch nicht, aber das mit dem Schütteln ist gut.

    Zitat von Amai


    .... wieviel Power in mir steckt, dass ich damals, vor 20 Jahren, sowas von selbstbewusst und unerschüttert meinen Weg ging.... Ja, es liegen ein paar heftige Erlebnisse dazwischen, aber ich weiß wieder, wie ich mich damals gefühlt habe und das spürt sich sehr, sehr, sehr, sehr gut an.

    Es warten jede Minute neue Erlebnisse, hier und heute, jeden Tag, die Zeit ist zu kostbar um sie unter der Bettdecke zu verplempern, zumindest alleine.

    Zitat von Spedi


    Bildhafter Vergleich, wenn auch sehr stark hinkend: da sind manche kurz vorm Absaufen auf hoher See und beschweren sich, dass der Farbanstrich am zugeworfenen Rettungsring nicht ihrem Geschmack entspricht und überhaupt: kann man den Rettungsring nicht sanft vorgelegt bekommen, muss der geworfen werden???...

    Ingrid, denk nicht daran was aus dem Ring wird, es muß wunderschön sein mit esoterischen Liebesklängen im Ohr langsam die Kräfte zu verlieren, sich in Panik die Lungen mit Wasser zu füllen und beschwingt zu ertrinken. Ich würde mir das Ding packen, zu sehen das ich Land bekomme, auf Füßen stehe, laufe und dann viel lockerer mit neuen Flugbewegungen beginnen.

    Ein wichtiger Ernährungsberater, dem ich eine Zeile eines Nahrungs- und Schicksalbuches verdanke, die mich heute nach 16 Minuten 35 Sekunden auf dem Ergometer förmlich zur Vollbremsung verleitete und die sinngemäß wiedergibt: Alterskrankheit bedeutet nicht altersbedingte Krankheit, sondern ist das Resultat jahrzehntelangem Mißbrauch an mir selbst. Wenn mir zum Schluß meine Frau noch einredete, sie hätte Diabetes Typ XYZ eine verschleppte erst jetzt erkannte Erbgenchromosomdingensgeschichte, dann muß auch hier der Rettungsring weitergereicht werden, weil die Farbe des Ringes noch nicht paßt und das geduldete Selbstersäufnis weit über den Alkoholmißbrauch hinaus geht. Es fängt immer alles oben an und hört unten auf und da ist ziemlich gleich was wir in unser Hirn schütten, wir ersaufen unter Umständen in unserem eigenen Dung.

    LG Kaltblut

    Hallo Dagmar,

    schwäbisches Hartholz soll besonders hart sein wenn es gut abgelagert ist. Ich würde mir einfach ein passendes Stück in die Tasche stecken, als Beißholz. :D:P:D Das wird schon noch, KW 42 ist es noch gar nicht so kalt, bis dahin schaffst Du das. Was macht Dich denn noch grantig?

    LG kaltblut

    spediert = schnell - kurz - treffend – genau, auf den Kern reduziert, etwas "Spedi"

    Laut. Kalliklonia: oft verwechselt mit einem üble Gefühle auslösenden, an der Fassade kratzenden und ins Gemäuer tief bohrenden Zustand, dessen Herkunft den anderen zugedacht wird, nur nicht sich selbst, wofür auch gerne mit allen möglichen Nachforschungen, Rechtfertigungen, Beweisen untermauert wird, Auseinandersetzungen eingegangen werden oder ratzfatz ein Abflug der Erkenntnis gemacht wird, um das eigene Unverständnis mit grundlosem Nichttun und Leiden zu übertünchen.

    Hallo,

    September, ein Monat voller Power und Dampf, ich habe außen nicht viel bewegt, aber in mir, also Insichtbares. Aufträge schreiben und Ware ausliefern, Paletten schieben, Konten füllen oder leeren, aufräumen, entrümpeln, da sieht man was, selbst an meiner Figur, an meiner Körperhaltung kann ich etwas ablesen, auch wenn es Monate bis zu Veränderungen dauert, ich kann mir auch ins Hirn langen, aber angucken, da müßte ich mir ja eine Microkamera da rein schieben, ob die was sieht?

    Zitat von Charmenida

    Wer schreibt ist immer von der Dinglichkeit eines Mangels befallen. Da wo nichts geschrieben steht, ist das Leben. Schreiben heißt, solange auf die Dinge einzuschlagen, bis sie ihr Innerstes preisgeben.


    Stimmt, wenn ich mich nicht mehr mitteile, bin ich gut eingestellt. Meine Frau meinte damals ich wäre hier um mich zu profilieren, was bin ich da an die Decke gegangen. Ich, habe ich das nötig? Ja, meiner Selbstbefriedigung sind keine Grenzen gesetzt. Ich bin hier in diesem Forum um mit Selbsthilfe meinen Frieden zu finden. Hihi, Eigenhelfersyndrom, mir wird geholfen, na warte, mir helfe ich.

    Das Forum ist ein starker Begleiter in meinem Leben. Ich sehe jeden Tag neue Infos und Sätze die mich beeindrucken, die schon lange hier stehen, die neu hinzukommen. Es verändert sich alles immer weiter, in mir. Meine reale SHG gibt mir in Situationen halt, wenn ich es nicht erwarte. Eine prächtige Kombination. Ich habe diesen Monat wichtige Menschen getroffen, die mir unbewußt herzliche Dinge mit auf den Weg gaben, trauriges, krachiges, starkes, liebevolles, gefühlvolles, menschliches und ich habe selten so viel in mich rein gelacht wie in diesem Monat, das tut mir gut, ich werde das häufiger machen. Es wurde sogar clooniert und den Blick einer vor dem verdrehten Übereifert des van Hinten Jungspringers sprachlosen, verstörten Schönheit werde ich wohl kaum mehr vergessen. Die Hindenburg aus der Schlachtkreuzersammlung tauschte jemand gegen ein zackiges Schnellboot, womit mal wieder bewiesen ist: es kommt nicht auf die Größe an.

    Im Heute leben, wie die Zeit rennt. Es gelingt mir die Vergangenheit in der Hand zu betrachten und mich auch bei schlechten Erinnerungen gut zu fühlen, wenn ich sie annehme, nicht als Gestern, als passiert, als bedeutungslos für heute, als Erfahrung, als ein Stück meiner Veränderung. Ich für morgen planen, für einen vollen Kühlschrank, für eine gesicherte Zukunft, ich plane jetzt den Mai kommenden Jahres und geschäftlich das Jahr 2011, aber in mir, da bin ich heute, im jetzt, im hier und hier ist eine Minute an diesen PC, heute, hier, bei mir und da kann morgen alles ganz anders sein.

    Ich durfte auch erleben, wie Menschen Probleme wachsen lassen und ließen die keine sind, wie Profis, die Eisernen und Steinharten, die urerreichbar weit Fortgerückten Ü20TTT (überzwanzigjahreturbotiefentrocken), urplötzlich da standen wo ich stand als ich hier ankam, wie sie die Situationen meisterten, lachten, sich neu veränderten oder auch noch nicht. Es gibt auch Turbos, ich bin manchmal ein Turbo, esse die Pfirsiche, schlucke noch den Kern und denke das gibt eine gute Verdauung, dabei plumpst der Kern einfach so wieder raus, manchmal sitzt er was quer, aber bis der Kern ausgebrütet ist, zu einem eigenen Bäumchen mit eigenen Früchten gewachsen ist, das dauert was länger. Ich arbeite intensiver noch an meinem Stoffwechsel. Es gelingt mir immer besser meine Trägheit der vergangenen 50 Jahre, den ausgleichenden Streß erzeugenden Aktivismus, gegen innere Ruhe zu tauschen und meinen Stoffwechsel anzuregen, mein Befinden verbessert sich immer mehr.

    Es fällt mir schwer andere nicht zu bewerten, ihr Tun, ihre Gedanken, ihr Handeln, wenn es mich direkt und intensiv betrifft, meinen Frieden raubt, scheinbar. Nicht bewerten, nicht die Vergangenheit, nicht morgen, nicht heute, nicht andere, mich schon. Ich bin mir viel wert, das Wertvollste. Ich kann mich in die Sonne stellen und wenn es zu viel scheint einen Sonnenschirm öffnen, dann stehe ich im Licht und es scheint nichts, es ist dann so.

    Ein kleines Buch, das hatte ich nicht verstanden, weil es so einfache Menschendinge wieder gibt, da wollte ich es nochmals lesen, um die Essenz der Worte zu finden. Aber wenn ich es doch gelesen habe und alles in mir ist, warum soll ich es nochmals lesen? Ich muß es nicht nochmals lesen, alles ist in mir und der Kern ist schon lange angekommen. Er ist grundlos, in vieler Hinsicht.

    Ich habe eine tolle Frau gesehen, sie ist 6 Jahre älter als ich, wo lebt sie, klar ne, von N.Y. nach Berlin gezogen. Sie ist seit ihrem 17. Lebensjahr in einer festen Beziehung, was muß daß für eine unglaubliche Beziehung sein. E/Oktober wird sie durchstarten, ich wünsche ihr einen Chartknaller. Die Welt ist voller toller Menschen, ich muß nur genauer hinsehen. Auch sonst lerne ich interessante Menschen kennen, anders, neu, unbewertet, schwanzlos. Komisch, ich denke nicht mehr mit diesem Organ. Dann werde ich oft wieder nicht verstanden. Ganz schön kompliziert sich verständlich zu organisieren. Ich mein, ich werde ja auch zum Außenseiter. Kein Alkohol, gucken die Leute, keine Fluppe, gucken sie, keine Zeit, gucken sie, Sport, gucken sie, kein wilden Nächte, schütteln sie den Kopf, nein ich esse daß nicht, doofes gucken, anders denken, ganz doofes gucken, da höre ich nur noch häh, häh, häähhäääh? Da fällt mir Curlinger ein, als er meinte „bin ich ein Spinner“, damals hielten wir uns alle für Spinner, bissele bekloppt, waren es aber scheinbar nicht, jetzt sind wir wieder anders, halten uns nicht mehr für Spinner und sind es für die Anderen, komische Gedankenwelt.

    Einige Gedankengänge sind weit weg, wie der Führerschein, ich habe ihn immer gehabt, fahre unfallfrei seit Ü30 Jahren, was soll ich da noch an die Pappe denken, an den Verkehr, an Sicherheit, an mich, der Rest ist tief in mir verwurzelt, immer da und wenn nicht, werde ich mit einem Bumser wachgerüttelt.

    Neben dem was in mich reinkommt, werde ich mir mal Gedanken machen, warum meine Ehe plötzlich hin war, warum ich der Einzige war der das nicht begriffen hatte, warum das nicht wie in den schlauen Büchern beschrieben funktioniert hat und wieviel von dem das ich meiner Frau vorwarf ist eigentlich auch in mir, bin ich?

    Das war jetzt was viel, deshalb kurz spediert: „nur heute, bewertungsfrei, grundlos“.

    Wenn ich spediert einen geraden weg gehe, dann heißt das letztendlich nicht anderes wie gezielt, mitten in die Fresse, da wo es weh tut, richtig weh tut, was bei mir geholfen hat, könnte ja auch bei anderen fruchten. Ich packe halt noch was Fruchtfleisch drum rum, aber der Kerne, ist scheiße hart und unverdaulich, an den müssen wir ran.


    LG Kaltblut

    Zitat von Muschelchen

    Und ICH habe hier mein Leben, meine Kinder, meine Familie, meine Freunde, meine Arbeit. Ich muss hier eine komplette 3köpfige Familie managen mit allen Bedürfnissen, Verpflichtungen und sonstigen Terminen.

    Hallo Muschelchen,

    richtig Du, er ist da z. Zt. keine Hilfe, nicht vorgesehen, kein Teil von.

    Leider ist das so und Alkohol weg heißt nicht daß die Sonne auf geht.
    Du alleine bist in der Lage die Vorhänge beiseite zu schieben und die Sonne rein zu lassen, mit allen Höhen und Tiefen.

    LG Kaltblut

    Zitat von Doppel

    All das will ich ungern zerstören.....
    Es macht mich total fertig zu sehen, wie die Kids ihren Vater brauchen und ich ihnen diesen wegnehmen will bzw. sie vor ihm schützen möchte......Mittlerweile sage ich es ihm jeden Abend, dass ich ausziehen werde.

    Hallo Doppel,

    sag mal, wieso zerstörst Du eigentlich was? Wenn Du dafür sorgst, daß es Dir und den Kindern gut geht, wenn Du Euch schützt was zerstörst Du denn da?

    Bist Du Politiker? Worte wandern in die Zeitung, aber auf meinem Konto ist noch keines angekommen. Was hat sich denn durch Reden bisher ändert? Hoffen ist da besser, da hat man ein Alibi.

    LG Kaltblut

    Hallo Paddy,

    schön wie Du Gas gibst. Meinst Du bei dem Ablauf, erst raus aus dem Ganzen weg und loslassen, dann braucht es Abwechslung, Alternativen um die Leere zu füllen. Einige schaffen das und holen sich den nächsten Partner, dann geht alles wie von selbst, weiter wie vorher.

    Abhilfe schaffte mit bei mir zu bleiben, aus der Leere Kraft zu schöpfen.
    War doof, aber es ging. Die Zeit richtet das. Auch durch runterschreiben.

    LG kaltblut

    Hallo Ihr Lieben,

    meine Ernährungsumstellungen bringen immer neue Gedanken. Der Mensch ist kompliziert, ein einfaches Wunder der Natur. Die Situation ganzheitlich zu betrachten, mich, innen drin, die Chemie, warum ich was in mich reinstopfe, was das ist, verursacht, wo es her kommt, wer da was von hat und warum ich nicht, viele Warums. Das ist äußerst interessant. Kein Alk, keine Kippen, kein Fastfood, nichts Verbrauchtes, kein, gut, daß lassen wir mal weg. Bin ich den Ernährungsberatern äußerst dankbar, vor allem was da für neue Ideen aufkommen, was man aus dieser Voltwertpampe für klasse Sachen machen kann. Das ist wie mit allem, auf einmal sind auch unsere damaligen üppigen Koch- und Eßgelage nicht mehr interessant, ich kann mir nicht mehr vorstellen vor einer Lammkeule zu sitzen und zu zweit ein Scheibchen zu essen, den Rest zu entsorgen, wie behämmert kann man sein. Gestern habe ich Weizenkeimlinse entdeckt, tolles Zeugs. Wenn ich über Jahrzehnte meinen Körper verseucht und vergiftet habe, mit Alkohol, mit Kippen, Freßangewohnheiten, Bequemlichkeit, Gewohnheit, Streß und schlechten Gedanken, da bin ich überrascht, wie schnell sich dieses kleine Kraftwerk von den vielen Jahren des Mißbrauchs erholt und wie schnell ich anders werde, ganz anders, ich kenne mich manchmal selbst nicht mehr und schaue verblüfft über meine Schulter, ob ich nicht doch einen neben mir habe.

    Pilze als Fleischersatz, da arbeite ich jetzt dran. Oft verkaufen die aber den letzten Pilz. In einem Pilzbuch stand, es gibt mehr als 3000 Pilzarten in Europa, fast so viele wie verschiedene Frauen, da gibt es noch mehr. Daraus schließe ich jetzt mal, daß es besser ist nichts über das Knie zu brechen und deshalb gehe ich in den Laden oder auf den Markt, gehe aber trotzdem mit Buch bewaffnet auf die Suche und werde für geistige Befriedigung sorgen, da kommt mir eine Werbung sehr zu gute die aussagt: nur gucken, nicht anfassen. Vielleicht sollte ich mir ins Körbchen eine Herrenzeitschrift legen, dann kann ich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

    Heute lief ich erst die große Runde, mit vielen Stopps unter den Bäumen im Wald, nichts, dann bin durch die Heide, nichts, alle möglichen Stellen, am Fluß, unter Bäumen, am Modder, nichts, wieder in den Wald, nichts, dann einer der von einer Schnecke vernascht wurde, riesiges Ding, der Pilz, von Schnecken weiß man ja, die saufen auch Bier, dann sind se tot, deshalb würde ich jetzt nicht unbedingt sagen, genießbar. Zumal im Wald viele Flaschen und Büchsen rum liegen, die müssen auch da wachsen. Ich hab keine Pilze gefunden, wohl aber einen klopfenden Specht, schön weicher moosiger Waldboden, bis ich versankt, das war schon das Moor und von oben fiel mir eine Eichel auf dem Kopf. Da kam mir ja erst der Gedanke, können Pilze auch so clever sein und ihre Gewohnheiten ändern, so wie ich und wachsen jetzt in den Bäumen?

    Als ich ein älteres Männlein sah, das scheinbar an einem großen braunen Haufen rum fummelte, habe ich mal gefragt. Das war ein gigantischer Maronenpilz, der sei zwar alt, aber man könne noch was draus machen, aha, dann hat er mir gerne gezeigt, was im Beutel war, lauter Pilze, es gibt sie also.

    Pilze und Frauen können lecker, bitter, würzig, lasch, scharf und giftig sein, sogar ganz schön tödlich giftig, Kerle auch. Einige machen nach Stunden päng, kaputt, andere sind so hinterhältig, die bauen einen Wiederholungseffekt auf, dann geht irgendwas kaputt, hin. Wenn man sie erstmal drin hat, dann kann, muß ja nicht, es zu spät sein. Pilze haben aber auch erheblich in bestimmten Ländern zur Kultivierung der Frau beigetragen: in Kamtschatka dürfen die Frauen die getrockneten Fliegenpilze für die Kerls vorkauen, wegen des unangenehmen Geschmacks. Das möchte ich ja mal erleben.

    Hier ist alles anders als in Kamtschatka, hier werden sich Gedanken über die Gedanken der Gedanken gemacht, anstatt grundlos zu tun, Kaputtgedachtscha. Hätte ich nicht anfangen irgendwann zu denken, daß meine Frau anders über mich denkt, als ich von ihr denke, daß sie über mich denkt oder sie oder, wer weiß es, sie hat ja auch nie für mich den Fliegenpilz vorgekaut.

    Schönen Sonntag Katlblut

    Hallo Sonnenschein,

    Deine Situation kommt mir bekannt vor.

    Was stört Dich denn jetzt mehr, daß er sich weiterhin mit Kippen und Gedanken in eine andere Richtung entwickelt und den Hintern nicht hoch bekommt oder daß sich Deine Wünsche und Vorstellungen jetzt, nachdem er nicht mehr trinkt, nicht erfüllen?

    Die Kippen, Kippen sein zu lassen und das Rauchen einzustellen, ist meist noch schwieriger als nicht zu trinken, warum stört es Dich auf einmal so extrem, Du kennst ihn doch 4 Jahre qualmend? Haben sich Deine Toleranz, Vorstellungen und Wünsche verändert?

    Wenn Du nicht glücklich bist, was hält Dich denn, was ist für Dich Liebe, die stärker ist als Deine Wünsche, Gefühle und Vorstellungen?

    Es ist sein Leben, es sind seine Gedanken und es ist seine Gesundheit, Deins ist Deins, alles andere geht Dich strengt genommen wenig bis überhaupt nichts mehr an.

    Als jemand sagte er sei 1 Jahr trocken, richtig trocken und beginne jetzt zu leben, habe ich nachdenklich mein Hirn geschüttelt, denn die Person sagte, sie hätte vorbei nur über 17 Jahre nicht getrunken. Was Du willst ist Deine Sache. Manchmal war ich der, der seinen Hintern nicht hoch bekam, weil Trennung und los lassen ein Stück ist wie Flasche weg, aber damit ist das Hirn noch nicht ausgeschüttelt. Dein Partner muß nichts, überhaupt nichts, er ist so OK wie er ist, aber Kippen, neue Krankheiten und was da alles kommt sind eine interessante Herausforderung für Dich und ein gutes Alibi, Deins.

    Als in meiner Ehe weder Kommunikation, noch Nähe und intime Gespräche stattfanden, von körperlichen Bedürfnissen hatte ich damals schon lange nicht mehr geträumt, hatte ich immer noch nicht verstanden, daß die Beziehung vorbei war, wir hatten zwei vollkommen unterschiedliche Entwicklungen gemacht.

    LG Kaltblut

    Zitat von fertig_mit_kind


    ich glaube, heute hat sie ihn schon wieder "bearbeitet". Ich könnte k***, Heute werde ich dann aber mal laut und stelle mal ein paar Regeln auf.

    Zitat von fertig_mit_kind

    Hoppla, sind gerade zurück gekommen, und er ist auf einmal wieder ganz anders *grins*; hat halt doch einen eigenen Willen, mein Großer !

    Hi fmk,

    was denkst Du denn die ganze Zeit und stellst Du jetzt Regeln auf was andere denken sollen, dürfen, müssen?

    LG kaltblut