Beiträge von kaltblut

    Liebe Emma,

    damit es keinerlei vermißten Verstand gibt, trommelt der Kolibrimann:

    - ich nehme Dein Thema voll ernst
    - ich bewundere Menschen, die alleine durch die Welt düsen
    - ich finde es klasse, daß Du eine so weite Reise machst und würde mich gerne im Handgepäck verstecken.

    Falls wir uns nicht mehr lesen, viel Spaß und komm aufgetankt wieder.
    LG kaltblut

    Hallo Ihr Lieben,

    genießt hier noch wer? An dem Tag, als meine Frau mir „etwas“ Eßkultur beibrachte, wurden Fastfood und Maitres Gelegenheitserinnerung. Mit Speichelflußgenuß habe ich gestern auf die Suppe gewartet:
    Brechbohnen, einen Schlag Minestrone Hülsenfrüchte, Suppengrün, 3 Lauchstangen, Kartoffeln, angebratenes Rinderhack, Kräuter und Gewürze, für fünf Tage, zwei sind da auf der Strecke geblieben oder drei. Da die Resttage zu tiefer Frostkost werden, habe ich dann doch auf die Sahne verzichtet.

    LG kaltblut

    Hallo Piano,

    hast Du jemanden zum Sprechen, kannst Du es hier aufschreiben?
    Es hat mir jedesmal sehr geholfen, wenn ich alle Gedanken zusammenfasste und einstellte, mit jedem Kommentar und jedem erneuten Lesen veränderte sich etwas. Versuch es.

    LG kaltblut

    Zitat von karmadorje

    Welche Erfahrungen habt ihr denn mit SHGs ?

    Hallo Karmadorje,

    Glaubensfragen sind eine Sache, aber keine Sache der SHG. Wir treffen uns in einer christlichen Einrichtung, weil die Kirche die Räume unterstützend bereitstellt. Es könnte auch im Stadthaus stattfinden, nur das ist keiner um die Zeit.

    Ich war gestern dort. Es gibt enige einfache Regel, die im Laufe der Sitzungen das Hirn beflügeln, zum Nachdenken anregen. Wenn ich da raus gehe, habe ich immer einen Bauch voller neuer Eindrücke, Erfahrungen. Die Menschen sprechen über Dinge, die hier nicht stehen, die hier stehen, aber eben anders verstanden werden und sie lernen zuzuhören, zu lauschen, anders zu denken. Anfangs hat mich das kribbeln lassen, jetzt genieße ich die Runde.

    Es ist mir so wichtig wie hier zu sein oder zum Therapeuten zu gehen, es bleibt etwas im Hirn, es verändert etwas und darauf kommt es an.

    LG kaltblut

    Hi Karmadorje,

    in zwei Wochen Urlaub, kannst Du Dich ganz schön braun Braten. Sonnenbrand, der ist nach 2 Wochen meist auch wieder weg. Was da im Laufe der Jahre im Hirn verkokelt ist, das braucht seine Zeit.

    Ich war 3 Jahre mit meiner Frau zusammen, dann kam ich hierhin und las was von Halbzeitwert und das paßt. Es gibt begabte Menschen die sind schneller, aber ich sehe das mal so: 3 Jahre = 1,5 Jahre für meine Ehe,
    ich war 48 = 24 Jahre für mich, vielleicht was mehr oder weniger.

    Wie lange gibst Du ihr oder Dir oder Euch?

    LG kaltblut

    Liebe reva,

    klar, es gibt Dinge von denen ich keine Ahnung habe und davon ganz viele. Tatsache ist auch, daß ich gerade Ladehemmung habe und über das Thema S** an sich oder Liebesleben oder fehlende Nähe oder Bedürfnisse hier nicht ungehemmt so schreiben kann, wie ich es vielleicht gerne möchte.

    LG kaltblut

    Hallo,

    ich habe heute mal überprüft, ob die Starenkästen auf der Kölner Zoobrücke funktionieren, hat keiner geblitzt, wenn schon: klarer Vorteil für 2 Räder.

    Vom Ersparten habe ich mir einen richtig schönen Kalender gegönnt:
    Arche Küchen Kalender 2008, Literatur & Küche = Speichelflußkochen

    LG kaltblut

    Hallo,

    ich freue mich darauf, daß in den kommenden Tage meine Königin wieder auftaucht, hoffen wir es mal, normalerweise begrüßt sie mich immer, jetzt im 15. Jahr (klar, immer ihre Tochter). Es ist Zeit für mein Brummelchen bis in den Oktober unermütlich umher zu düsen, ich liebe diese kleinen fleißigen Hummeln, denn dann weiß ich, daß die graue Zeit ganz zu Ende geht, neue Schlappen und TÜV auf die Karre muß. Ich glaube, ich fahre heute mit dem Motorrad zum Therapeuten.

    Einige Stecher haben sich auch aus den Löchern getraut. Wir kann es anders sein, es sind Weibchen, die sich Nachschub für ihre Winterbrut besorgen. Wie kann es anders sein, Weibchen, sie überleben, Kerle sind wieder mal überflüssig.

    Einen schönen Tag kaltblut

    Hallo Karmadorje,

    ein verspätetes herzliches Willkommen.

    Ob jemand nur „trinkt“, „säuft“ oder „abhängig“ ist, dürfte im Grenzverhalten genauso schwer zu bestimmen sein, als würdest Du fragen, glaubst du. Ich habe bei mir körperliche und verhaltens Veränderungen festgestellt und der Weg auf dem ich mich befand, wurde immer schmaler, ob ich deshalb abhängig war? Ich denke mein Körper machte mir klare Ansagen, andere Menschen meinten nein. Es ist mir jetzt nicht mehr wichtig das zu wissen, weil ich meine Entscheidungen getroffen habe: es gibt kein Bißchen, es gibt für mich keinen Weg das herauszufinden, ich lebe abstinent.

    Co steht vor der Abhängigkeit, also spielt bei mir irgendwas verrückt, macht mich abhängig. Daß es so was gibt und daß es mir schadet, daß es Wege gibt etwas dagegen zu tun, davon hatte ich keine Ahnung. Ich kam hierhin, weil meine Frau alkoholkrank ist, ich hatte nichts an der Waffel, ich trank normal, ich rauchte, ich war normal und dann, irgendwann mußte ich akzeptieren, daß ich nicht normal war, sondern schon ziemlich lange unter dem Waffeleisen kokelte.

    Diese Zeile spricht für mich Bände:
    ,über welche Themen sie in der ersten Sitzung gesprochen haben. Ich bin ehrlich gesagt noch etwas mißtrauisch

    Ich fühlte mich damals im Recht alles über meine Frau zu wissen, schließlich war sie der Mensch, der sich mir voll geöffnet hatte, dem ich mich bis in die kleinste Zelle geöffnet hatte. Es hat mich und Dich nicht zu interessieren. So lange wie es uns juckt und belastet etwas nicht zu wissen haben wir ein Problem, nicht der andere, wir, Du und ich. Es ist schön darüber zu reden, ein „Muß“ macht alles kaputt.

    „Habe Angst selber in ein Loch zu fallen, unabhängig von dem was mit meiner Freundin los ist. Das alleine sein läßt ja eben viel Zeit zum nachdenken.“
    Stimmt, das ist ein Problem, ich hatte damit ein großes Problem und mußte damit umgehen lernen, heute macht es richtig Spaß. Trotzdem falle ich regelmäßig in ein Loch und ich komme immer schneller wieder raus.

    „Ich überlege sogar schon in eine Selbsthilfegruppe zu gehen“
    Ich hatte das nicht nötig und da wo ich war, war es mir nicht passend. Ich habe viel Zeit verschwendet und hätte gleich eine passende reale SHG als Ergänzung zu diesem Onlineforum suchen sollen. In meiner Gruppe lauscht man still was andere sagen, das war für mich eine neue Erfahrung. Versuche es einfach, es wird Dir helfen.

    „Ich habe gelesen, daß Co-Abhängigkeit eine Verhaltenstörung ist“
    In meinem Kopf gibt es Überangebote und Mankos, wie bei allen Menschen, reinsehen können wir ja nicht in die Köpfe. Jetzt nimmst Du mal, alle Süchte, Nikotin, Alkohol, Spiel, Drogen, Workoholic, S**, Beziehungssucht und da gibt es noch einiges, dazu alle Angehörigen und fragst Du Dich was und wer noch normal ist. Was willst Du denn stoppen? Mir ging es gut, als ich nichts von Co wußte, bis es mir schlecht ging. In gut 1 1/2 Jahre wurden dieses und das aufgearbeitet, aber es gibt keine Versicherung dafür, daß ich mein Leben lang richtig ticke. Eine Lebensversicherung ist da einfacher abgeschlossen. Sieh mal, ich kann permanent mit 130 Richtgeschwindigkeit über die freie Autobahn düsen und nie passiert was, trotzdem schützt mich nichts davor, das ich nicht eines Tages abhebe. Ich kann noch so viel über die Krankheiten oder mich lernen, nichts schützt mich vor meinem Fehlverhalten, es gibt keine Versicherung.

    „Hat einer von euch Co-Abhängigen selber eine Therapie. „ Ja, ich quatsche mich da aus und hoffe darauf, daß der Therapeut einen Weg sieht, den ich nicht sehe. Ob der Therapeut mir in den paar Stunden so viel vermitteln kann wie ich hier erfahren und erlesen durfte, das lassen wir mal offen.

    Du sprichst an, daß wir alle was Älter sind. Vor 10 Jahren, vor 20 Jahren, wärst Du mir mit so was gekommen, ich hätte nur lachen können, erst mit 48 ist mir das Lachen vergangen, davor war wirklich keine Zeit an so einen Quark zu denken, ich doch nicht. Aber wenn Du einmal genau hinsiehst, dann wirst Du feststellen, daß hier sehr viele jüngere Menschen sind, die die Situation erkannt haben. Ich wäre dankbar gewesen, hätte ich vor 20 Jahren etwas darüber gewußt, heute.

    Ich habe festgestellt, daß ich ohne Therapeut auskomme (er hatte Urlaub), ohne SHG (ich war verreist),
    ja, auch ohne das „Wichtigste“: dieses Forum hier. Das ist wie auf dem Drahtseil balancieren, wenn ein Windstoß kommt, dann geht es ab und deshalb bleibe ich auch weiterhin bei allem und noch bevor ich nach Berlin umziehe, werde ich dort bereits eine reale SHG suchen und finden. Alleine bei Deinen Texten, finde ich so viele parallelen, daß alle meine Warnblinckis angehen und ich mich mal schnell selbst wieder hinterfragen muß.

    „Da befürchte ich leider, dass sie bald nicht mehr hingeht und ich dann schon wieder zu sehr von ihr abhängig bin.“ Lies den Satz nochmals, ich kann dazu nichts schreiben außer: Du bist Du, nicht sie.

    Lieben Gruß kaltblut

    Hi Ette,

    der sch... Alkohol ist an allem Schuld. Damit fängt es doch bei allen irgendwie an und dann wird jede Menge von dem, wo ich stolz drauf war, was mir etwas wert war, unbedeutend und dahinter tauchen all die Flecken auf. Putz putze putze, Dampfstrahler und Supercleanirgendwas helfen nicht, einfach mal angehaucht und weg sind die Flecken.

    Du hattest doch mal gefragt, warum wir uns immer am Negativen aufgeilen und nicht am Guten. Ich sehe das mal so: würde ich in einer blitze blanken weißen Wohnung leben, würde es mir schwer fallen, nicht irgendeine Mücke an die Wand zu knallen, nur um etwas Farbe oder Dreck an der Wand zu haben. Das eine gehört zum anderen. Frag mich mal was in meinem Kopf ist, schöne Dinge oder die Mücke an der Wand? Die Mücke hat mich vielleicht einige Male gestochen, aber an der Wand, da sieht sie ganz schön künstlerisch getroffen aus. Wir brauchen das Gleichgewicht.

    LG Kaltblut

    Zitat von reva


    der p** ist für die meisten frauen nicht ausschlaggebend, da gibts auch andre möglichkeite, ein funktionierendes sexualleben zu haben (habe mal an einer broschüre für ältere menschen mitgearbeitet, in der verschiedene techniken für mann und frau sowie medizinische/physikalische hilfsmittel erörtert werden)

    Liebe Reva,

    um es auf den Punkt zu bringen: Du hast natürlich vollkommen Recht, auch wenn das Ding nicht ausschlägt, ist es schön Nähe zu haben, wenn sie da ist, aber ich fnde es schöner, so mit allem ausschlagendem Drumherum. Ansonsten bin ich schon verwunderrt, dass Du widerlegbare Broschüren über Leute wie mich geschrieben hast. Was willst Du denn damit sage, ich soll mehr Motorradbücher lesen? Anderseits, dieses Jahr laufen ja wieder neue Folgen Eurer Mittwochabendcityladysendung und die Einschaltquoten zeigen mir ganz klar, wo der Unterschied zwischen platonischer Utopie, Nahkuscheln und Nahkampf ist. Emma fliegt nach Afrika, da trägt man so was um den Hals, zumindest was Ähnliches. Also erzählt mir keinen Kappes.

    Emma , klar gehört zu einem gesunden Egoismus Nahkampf, es liegt alles in Deiner Hand, auch sich zu nehmen was man braucht, deshalb werden ja auch Fangeisen mit Brief und Siegel verteilt, damit man vor jedem Nehmen nochmals drauf schaut und sich daran erinnert, dass auch wenn Hormonschwankungen über die Strenge schlagen wollen, ein Versprechen kein Versprecher ist.

    Ich habe mal gelesen, dass Salzkrescheneier Millionen von Jahren ausgetrocknet überleben können, die Schlupfrate liegt z. T. immer noch über 90%. Ich bin froh, kein ausgetrocknetes Salzkrebschen geworden zu sein.

    Reva, ich finde es ja ganz klasse, dass Dein Nachwuchs ein wichtiges Bedürfnis in Deinem Leben ausfüllt. Lass ihn mal fleißig morgens seine Frühstückszerialien essen, dann produziert er im Alter auch noch Potenzgranulate. Ich gehe nicht zu diesem Nähmaschinenhersteller mit dem Schild im Schaufenster: "diese Maschine ersetzt die Frau" und laufe später nicht beknöpft, zugenäht mit Knöpfen durch die Gegend. Ich träume durchaus noch von meiner Frau und bis ich das Alter erreicht habe, dass die Tomaten über mir rot werden, wünsche ich mir noch viele Broschüren.

    Irgendwann sind wir dann genau an dem Punkt: ich rauche nicht mehr, ich trinke nicht mehr, ich habe keinen S** mehr und wenn ich dann frage: was soll das denn, dann heißt es: damit ich alles bewußter erlebe... ne dat und so nit, für gedankenfreie Staubsäckchen übe ich mich nicht in Gelassenheit, die verschenke ich lieber.

    LG kaltblut

    Hallo Ihr Lieben,

    Gelassenheit, manchmal suche ich nach frischen Batterien, weil ich denke meine hätte jemand rausgenommen. Ich nehme mir z. Zt. Dinge raus, die sind für mich merkwürdig, aber auch gut, lustig.

    „Lebenskleptomanie“, eigentlich ist doch alles belastende Lebenskleptomanie, nimmt mir gute Zeit. Mein Job ist es, mir gute Zeit zu machen und je mehr ich mich in irgendwas Krankes verrenne, je mehr schade ich mir selbst.

    Eine Kollegin, die immer was flapsig, ausgefallen war, holte sich neulich einen Iron-Woman-Titel, ich habe nur gestaunt und wenige Tage später Absturz, mit dem Rad, vom Berg, einige Brüche, 4 Std. OP. Wir nach der OP ins Krankenhaus:

    6 Bettzimmer (groß wie ein Zweibettzimmer bei uns), chaotische Luft, jede Menge Leute, keine richtige Privatatmosphäre, sie in Gibs und strahlt, glücklich, zufrieden. Sie meinte, daß sie sich richtig wohl fühlt, als junge 40jährige, zwischen all den alten grunzenden Frauen und hier gäbe es so vieles zu bequatschen, was die alles wissen, anders als im Büro und auf die Frage: kein Einzelzimmer kam die Antwort: verrückt? Da würde ich verrückt, mir tut das hier richtig gut.

    Irgendwann hatte sich der ganze Schleier der Verzweiflung, der Wut und Trauer, der blinden Liebe aufgelöst,
    ich bin dankbar, daß ich das alles so erleben durfte, denn es gibt wirklich Schlimmeres, schlimm, wie durchgeknallt ich war. Wahrscheinlich war das Schlimmste, all mein Fehlerverhalten zu erkennen und es korrigieren zu müssen.


    LG kaltblut

    Hallo , noch was vergessen:

    es gibt auch genug trockene Abhängige, die ruhigen Gewissen behaupten: „du, bist ja kein richtiger Alkoholiker“. Auch zu meiner Frau. Punkt.

    Um so mehr schätze ich die gerade Linie hier in diesem Forum, auch wenn ich sie anfangs nicht verstanden habe.

    LG kaltblut

    Liebe Ette, hallo Ihr Lieben,

    konstruktiv, gesund, ungesund, fast jeder hat etwas an der Klatsche, daraus bilden sich evtl. Paare, Klatschmarsch.

    Alles ändert sich, fließt, steht nie still. Das können wir jetzt drehen und wenden wie wir wollen, mein Job ist es für mich still in den Raum zu lauschen, zwischen all dem Geklatsche. Wenn ich das packe, bin ich auf einem gesunden Weg. Ich denke auch, daß ich vielleicht für mich den Begriff „abhängige Partner“ ändere. Es fehlt dem Partner etwas, er allein kann das Fehlen ausfüllen. Ich bin mit dem Menschen zusammen, weil ich etwas mit ausfülle, wie er bei mir, nur ich kann das bei mir finden und dann entscheiden: es geht auch anders.

    Vielleicht entscheidet sich der Partner auch anders, dann dreht sich auch alles weiter, weil ich hier lernte, daß sich nicht alles um den Partner dreht, sondern ich mich nur um mich.

    Konstruktiv, Ette, mich erinnert das an Personalpolitik, Politik, Bundestag, an eine ganz gerade konstruktive, konsequente Linie. Einstellen, feuern, einstellen, feuern, irgendwie auch an die großen Schlachten vor einigen Jahrhunderten. Fahnenträger und Trommler, das waren immer die Ersten die fielen. Die Konstruktiven, die liefen in Zick Zack, wurden aber anschließend wegen Befehlsverweigerung hingerichtet, das ist dann auch nix.

    Das Gute ist, Partner sind weder Personal, noch Fahnenträger oder Trommler, egal was wir machen, wir richten in uns ein Chaos an, wir richten uns selbst, wenn wir nicht lernen uns zu leben.

    Wenn ich mir vorstelle, jemand von Euch hätte mir damals gesagt:

    Lies mal was, geh von der Frau mal weg, laß sie in Ruhe und dann siehst du schon ob und wie das wieder wird oder auch nicht und in der Zwischenzeit machst du was für dich, gehst in eine Gruppe und machst noch dieses und das für dich, versuch was gelassen sein zu lassen, trainier noch was sowohl als auch, fertig, und ich: ja, ja, ja, gemacht getan. Was für eine Vorstellung.

    Tatsache ist, irgendwie war es letztendlich doch so.
    Tatsache ist, würden sich meine Frau und ich heute trennen, es wäre nicht weniger traurig als damals.

    Jetzt bin ich ja mal gespannt auf die kommende Woche: gelassen gehe ich zum Flieger und stürze mich eine Woche in den Trubel, in den Jahresanfang, auf Kunden, in Geschäfte. Mal sehen, ob das anders ist, als die Jahre vorher, als meine Uhr noch anders tickte, ob sich zu dem noch irgend etwas anders in mir verändert hat.

    In diesem Sinne, eine schöne Woche.

    LG kaltblut

    Hallo M.2109,

    bißchen- mein Therapeut machte einen Test, meinte, ne, grenzwertig, also noch kein richtiges Problem. Nun steht oft genug geschrieben, das kann man nur selbst entscheiden, also ich und es ist mir vollkommen egal, ob ich etwas oder in einem Jahr was mehr oder ob es morgen offensichtlich wäre, ich bin.

    Wenn ich den Saft aus dem Alki lasse, nur den Co betrachte und für mich bleiben wir „danach“ alle gleich, bin ich wieder genau an der Stelle: Co-light, etwas, bißchen, krank ist krank. Vor 2 Jahren war ich nichts von beidem. Wenn Du die 1 ½ Jahre durchliest, die ich hier lernen und erfahren durfte, dann wirst Du feststellen, daß der Klammersack bei mir häufig zum Babypudern benutzt wurde, gewußt habe ich es nicht.

    Dumm gelaufen, aber mein Hirn tickte nicht sauber und deshalb bin ich dankbar, daß ich langsam an die Einsichten herangeführt wurde, denn ich war mir ja nicht das Problem, sondern meine Frau.

    Danke für Deinen Thread, es gibt kein Bißchen, etwas, teilweise, light und überhaupt, hier gibt es nur ein entweder oder, Leben oder Sterben, aber Begreifen, das kann durchaus stückchenweise erfolgen.

    LG kaltblut

    Liebe Ette,

    Illusionen, was ist das denn? Für mich ist das jetzt fehlender, gelassener Zufriedenheit hinterherlaufen.

    Endstadium: weglaufen, zumachen, tschüß - sogar bis zum Tod.

    Es ist keine Illusion mehr, wenn ich an anfängliche Streichelbrüller denke und heute einen gelassenen, ausgeglichenen Menschen lese. Alles ändert sich, auch Illusionen werden handfest. Ette, ich habe mir sehr viel von Dir abgelesen. In der Schule hätte ich dafür was auf die Finger bekommen, hier hat es mir in meinem Leben geholfen, danke.

    Mach weiter so und lieben Gruß kaltblut

    Hallo Ihr Zwei,

    klasse Idee, alles Gute für 2008 nach Wurscht und Oberbayern.

    Vielleicht steckt Spedi seine ganze Energie jetzt in die Wurschtmaschine, wer 30kg Aal verräuchert und Gummikühe schlachtet…. Ist der Ölwechsel denn gemacht?

    Spedi, Du brauchst das nicht, aber wir Dich.

    Bis dann Kaltblut