Beiträge von kaltblut

    Hallo Frank,

    ich war über ein Jahr hier in diesem Forum, hatte gelesen, gemacht, getan und war schon richtig überschlau, so schlau, daß ich der Therapeutin meiner Frau mal richtig die Meinung geigen wollte, wie sie alle um den Finger wickelt, professionell und geschult bearbeitet, denn Therapeuten sind ja schließlich auch nur Menschen Heute muß ich über mich und meine anmaßende Dummheit lachen, bin froh aufgestanden, Scheidung gebrüllt zu haben und fort gewesen zu sein. Ich erinnere mich daran, daß ich die Schritte meiner Frau von weitem schon hörte, daß mir ihr Kippendunst das erste Mal das Gesicht verzog, daß die Luft zum schneiden war. Es wäre zwecklos gewesen, hätte auch nur irgendwer ein richtiges Wort gesagt, hätte sie mich berührt, hätte ich sie fortgestoßen, hätte ich sie berührt, hätte sie mir eine gelangt, dabei hatten wir beide nur eine riesige Angst.

    Frank, da wird eine ganze Menge passieren. Ärzte und Therapeuten die haben eine ganze Menge Ahnung, mehr als wir und es wird niemand einfach so verlegt, weil er mit dem Föttchen wackelt oder bißchen was zwinkert, da gibt es Gründe für, aber die sind jetzt nicht mehr so wichtig. Wichtig ist, was soll denn bei Dir passieren damit Du Deine Fassung zurück bekommst?


    LG Kaltblut

    Hallo Sanhen,

    ich habe immer gedacht, die Zeit hier, das Lesen, das Schreiben, was ich daraus erkenne und für mich erfahre, es reicht voll aus. Als ich feststellte, daß meine Frau nicht mehr einzuholen war, mich lange überholt hatte, weit weg war und wieder ganz anders, für mich unverständlich mit dem Thema umging, da erst habe ich gedacht, mir steht auch ein Therapeut zu, egal was da geht, vielleicht kann der mir helfen mich und die Situation zu verstehen und überhaupt, dann gehe ich eben noch in eine SHG. Ich habe das Glück, daß die SHG von einem Paar gemanaged wird, wo sie 34 Jahre trocken und er 34 Jahre Co. ist. Wenn ich da sitze und lausche, dann ist das wie in den Cojungbrunnen springen, es tut einfach gut. Wenn andere reden und ihre Situation schildern, da staune ich Bauklötze oder wenn gemischter Tag ist und die andere Seite erzählt, ich hätte das nicht gedacht.

    Langsam ging die Angst, kam die Gelassenheit, manchmal ist sie weg und es rumort, aber das geht auch wieder.

    Ich wünsche Dir alles Gute.

    LG kaltblut

    Lieber Frank,

    ein Gutes neues Jahr und nachträgliches Willkommen.

    Es gab da einmal einen Wisch, auf dem Stand so in etwa, daß sich meine Frau mir mit Leib und Seele anvertraut, offen und ungebremst macht und tut was ich verlange um trocken zu werden, das sollte sie unterschreiben, sonst Tschüs. Ich war damals irgendwas gewesen, halt nicht normal.

    Lange Zeit war ich normal, um dann plötzlich festzustellen, daß da was ganz schön im Argen liegt und dann wachte ich auf, war es nicht mehr und das war gut so.

    Ich drücke Dir die Daumen, daß Du Deinen Weg findest. Du hast noch eine ganze Menge vor, geh ihn, mit Deinen Töchtern zusammen, für Euch, Ihr werdet noch unglaubliche Dinge über Euch erfahren.

    LG kaltblut

    Zitat von Ette


    Ich kann Bibi´s Äußerungen verstehen, nicht allerdings den Ton, in dem sie ihr Anliegen formulierte.

    ...eine funktionierende Beziehung, wie ein Stuhl, auf vier Beinen steht.

    Guten Tag,

    Ton ab: was geht denn jetzt hier, im neuen Jahr nichts mehr?

    Ich habe ein Anliegen, sagte ich mal mit A/20 zu meinem Chef, da sah der mich an und meinte, es wäre eine unverschämte Forderung. Ich habe nichts gegen enges schamloses Anliegen. Ich stehe zwar nur auf einem Bein, halte das Thema an und für sich, auch im neuen Jahr noch für einen ganz entscheidenen Punkt in einer Beziehung. Eine platonische Beziehung kann ich auch in einer Gärtnerei oder den Blumen auf der Fensterbank haben, zum schönquatschen reichen Tomaten, dazu brauche ich keinen Partner. Ich halte mich zumindest noch nicht für so ausverreift, dass ich daran keine Gedanken mehr habe und hoffe die auch noch mit 80 zu haben, egal ob ich dann Fallost bin und mich die Tomaten anlachen.

    Dann erklärt doch mal, ab wann die Gedanken verschwinden, über diese Gedankenfreiheit verfüge ich (für mich zum Glück) noch nicht.

    Ich denke da immer an einen Witz mit den klagenden alten Rentnern, der in etwa so endet: der eine hat das, der andere dieses und der Älteste sagt: ...da meint meine Elfriede, was willst du denn schon wieder hier, du warst doch gerade erst von paar Minuten da? - Seht ihr, das mit dem Gedächtnis, das funktioniert bei mir nicht mehr.

    LG kaltblut

    Hallo Ihr Lieben,

    da sagt dieser Kerl im Fernseher doch glatt:

    ...die, die sich trennen gehen nur der Auseinandersetzung aus dem Weg. Da sind wir dann wieder beim Gummiband, falls sich die Damen noch an ihre abgeflitschten Kerle erinnern. Nur, wenn beide geflitscht sind, dann müssen sie nur beide die Hand ausstrecken und feste zupacken, dann finden sie auch wieder halt und die Flitschrei ist ausgeflischt.

    Eigentlich betreiben wir doch die ganze Zeit „Lebenskleptomanie“, wir stehlen uns unser Leben weg, erst mit Stolz, dann heimlich, dann mit abstoßender Hand. Ich werde jetzt endlich mal wieder zulangen, festhalten, die Hand meiner Frau packen.


    Da kam die Flitscher-Blitze-Erkenntnis:

    Meine Bude, alles klar strukturiert, ordentlich, aufgeräumt, alles am Platz, leer und aufnahmefähig, gut, nicht geputzt, war ja 2 Wochen nicht da, plus Vorweihnachtsabwesenheitsstreß, plus, bin ja fast wieder auf Reisen, also nicht gut, Staubwedel und so müßte ich mal beim Durchflitschen in der Hand halten, aber sonst, ich fühle mich da pudelwohl.

    Unsere Bude in Berlin, sauber, klar strukturiert, alles am richtigen Fleck, sozusagen, ein klar strukturierter Lebensbereich, das ist die Handschrift meiner Frau. Ich fühle mich ebenso pudelwohl.

    Mein Büro und Hauptaufenthaltsort: Chaos, durcheinander, unstrukturiert, 18 Jahre aufgetürmtes Belastungsmaterial. Ich fühle mich hier nicht mehr wohl. Das muß alles entrümpelt werden, weg, fort, aus dem Kopf, aus der Birne, in die müssen Struktur, wie in mich, dann ist alles zum wohl fühlen, klar, ich fühle mich dann auch pudelwohl.

    Voriges Jahr, hieß es Ende, da habe ich mein Hirn strukturiert und vieles war auf dem richtigen Weg. Wenn ich jetzt meine Buchnotizen ansehe, die sind entweder weg, nicht verwertbar oder das Ordnen dauern länger als das Neuschreiben. Da kann es doch jetzt nur noch heißen: weg, weg, weg, weg, behalten, neu, weg, weg, weg, weg, behalten, neu, also ausmisten, im Hirn, mit allem.

    Ich liebe diese Tage, entdecken was in uns so alles abgeht, einfach entdecken.


    Liebe Grüße kaltblut

    Hallo Ihr Lieben,

    ein tolles neues Jahr und Zufriedenheit für 2008 . Was für Festtage, sie waren die Krönung des Jahres. Ausgeruht, voller Freude, auch mit Sehnsucht und Erwartung reiste ich nach Berlin, Arbeit im Koffer, die ich aber 10 Tage nicht anfasste. Die Begrüßung war was bescheiden, ich erwartete in freudiges Lächeln, ein Drücken, einen Kuss, einen Kontakt, Nähe, es war mehr Fremde, mehr ein „er wartet“, „erlebt“, er ist fremd hier. Das kennen wir ja nun schon und mit der nötigen Gelassenheit, wird sich das unerfüllt Erwartete schon legen oder auch nicht, sehen wir mal.

    Spaziergänge, ich machte täglich ausgedehnte Spaziergänge durch meine (bald) neue Heimat und fühle mich wie in Hessels Flaneur, als heimlicher Stubengucker. Ja, Ihr habt mich ertappt, ich spanne in spannende fremde Zimmer, von der Straße, in die weihnachtlich, hell erleuchteten großen Fenster der Altbauwohnungen in dieser großen Stadt. Ich, glotzen, fenstern, spannen, flanieren, ja, es ist geil. Es beginnt im Vorbeigehen mit der Schönheit alter Fassaden, den imposanten oft Goldverzierten, marmorbelegten Treppen und Hauseingängen. Dann geht der Kopf nach hinten, die Augen im steilen Winkel nach oben, bis unter die stuckreichen alten, faszinierenden Zimmerdecken. Gelegentlich entdecke ich eine ansehnliche Lampe oder eine ansprechendes Möbelstück und reiße meine Augen weiter auf, aber wer da rum läuft, was sich da abspielt, uninteressant, mein Leben bietet mehr als ich selbst verarbeiten kann, anderer Leute Leben brauche ich nicht abzuschauen. Auch der kalte Winter, die kurzen Tage, die beleuchteten langen Nächte bieten klare Vorteile, bei dicker Luft raus und die Stadt erleben, losgelöst, ich erlebe alles neu. In dieser Stadt kann man keine Langeweile haben und mein Umfeld, es ist Gigantisch. Ein gewisser Erich Maria Remarque hatte nur wenige Häuser weiter einst seine Zelte aufgeschlagen und deshalb werde ich von ihm gleich mal was lesen. Aber vorher kommt noch Emmas dicke Empfehlung, Zafón, Schatten der Winde.


    Weihnachtserkenntnisse:

    Traurig: meine geliebte Großmutter, trank nach dem Essen immer einen Kaffee mit Schuss, machte ein Nickerchen und nahm regelmäßig für die Gesundheit ihr Klosterfrauengeistergebräu, hochprozentiges Gesundheitswasser, ihre Medizin. Jeder ist selbstverantwortlich, heißt es, für die einen ist es Medizin, für die anderen, ach weiß denn ich, es ist vollkommen egal was sie einnahm, es war meine geliebte Großmutter, sie ist nicht mehr.

    Dumm: dann gibt es noch meine Brüder.
    Einer, dessen Frau ich am Ohr hatte, die mich dumm quatschte, weil sie ja nicht trinkt und er das Problem ist und überhaupt, sie müsste jetzt alles ausbaden. Das war einfach ernüchternd interessant, zwei Abhängige, die sich gegenseitig ins Grab bringen so oder so und ich dazwischen, da sage ich nur: ganz schnell weg.

    Der andere Bruder war da schon etwas anders. Er meinte, Heiligabend seien sie dort und dort auf ein Gläschen, wir sollten doch auch vorbei kommen. Als ich hallo meinte, sagte er schnell: ja, das ist jetzt doof für Euch, nur Wasser, na ja dass müsst ihr wissen – da hat er Recht: „wir“ wissen es, aber doof, keine Ahnung was oder wen er meinte. Mir war was doof und als ich nach einer Woche mal anrief waren alle krank oder verkatert, halt daneben und er wollte sich mal melden, auf ein Käffchen, weil ich noch meinte: vorbei kommen, zum Essen, Fläschchen Wein mitbringen, klasse, aber nicht zu uns. Ihr kennt das von diesen Leuten, die unzuverlässig überall und nirgends sind, aber an allen Schrauben was drehen. Er hat sich nicht gemeldet, erst am Folgetag, um schnell zwischen 4 Terminen, nach hier und dort zu düsen, dummes, unpersönliches Zeugs zu quatschen und seine 23 Jahre jüngere Lebenspartnerin, läßt den Flachmann durch das Auto kreisen. Da habe ich mich doch lieber absetzen lassen, guten Rutsch und Urlaub gewünscht. …aber vor 6 Jahren, da dachte ich noch: unglaublich, was man hier alles darf, tolle lockere Stadt. Es ist ihre Sache, aber die Stadt, ich mache es mir hier wollig gemütlich.

    Erlebt: meine Frau, Sie machte mir paar Vorwürfe hier und dort, ich machte ihr paar dumme Bemerkungen und Äußerungen hier und dort, platzte irgendwann, bin nicht stiften gegangen. Da haben wir erstmal nicht geredet und gut war es. Dann haben wir geredet und gut war es. Vieles ist wie früher, vieles ist anders, anderes ist neu für mich, meist meine Denke, mein Umgang damit, ihre Denke, ihre Reaktionen, mein Umgang damit.

    Krönender Hammer: Meine Frau organisierte auf geheimen Wegen 2 Karten für das Sylvesterkonzert in der Symphoniker in der Philharmonie. Ich bin nicht eingepennt, habe nicht störend geschnarcht, ich war hellwach, 50 Musiker, 1 Dirigent, 1 Bariton, 1 Soprane schmetterten und spielten alles in Grund und Boden und ich ertappte mich, wie ich den Klängen und Geräuschen folgte, jeden einzelnen Ton den Instrumenten zuordnen wollte, jeden Spieler, jeder Bewegung der Personen in mich aufsaugte, Schwamm trocken, voll mit Musik. War das ein geiler Sylvesterabend, meine Frau war endlich wieder meine Spreeprinzessin. Die Krönung waren ihre Worte: ich dachte du stehst da gar nicht drauf.

    Genau: was wir noch alles zu entdecken haben.

    In diesem Sinne, es wird ein entdeckungsfreudiges Jahr.

    LG Kaltblut

    Guten Morgen, ich bin dann auch mal weg.

    Ich Wünsche Euch schönes Wetter, wenn es so kalt bleibt, wird es eine weiße Weihnacht, auch ohne Schnee und ich hoffe, dass Ihr jede Menge Wünsche habt und sich diese alle erfüllen. Wünsche werden wahr.

    Alles Liebe kaltblut

    Hi Ihr,

    ich hätte nie gedacht, daß so ein klitzekleiner Punkt in meinem Leben so wichtig werden würde, aber genau zu diesem Punkt mußte ich auch und da konnte ich verknallt, verliebt, blind, Held, Helfer oder einfach geknüppelter Dummfisch sein, an diesem Punkt bin ich nicht vorbei gekommen.

    Klasse, sagt einem Trinker stell die Flasche weg und er wird verständnislos schauen, sagt einem Co laß sein und er wird mit hellem Verstand alle Register ziehen, noch verständnisloser drein zu sehen.

    Weihnachten, Sandmann, darf ich eine Runde Schlafstaub spendieren, morgen ist alles besser.

    Schlaft gut, kaltblut

    Hallo Ihr Lieben,

    allen fleißigen Händen und rauchenden Köpfen einen schönen 4. Advent, ein erholsames Weihnachtsfest, einen guten Rutsch ins neue Jahr, ein großes Danke dafür, dass es Euch gibt und dass ich hier sein durfte.

    Auf meinem Wunschzettel für 2008 steht:

    „ich wünsche mir mit den gemachten Erfahrungen umgehen zu können und gelassener zu sein“

    Der Rest ergibt sich.

    Alles Liebe Kalli Kaltblut

    Hallo Bärbel,

    stell Dir vor Du hättest alles Mögliche studiert „damit Du es raus findest“.

    Er ist krank und was zu tun ist, steht hier in Deinem Thread.

    Wenn Du es raus gefunden hast, hast Du einen neuen Thread „wie finde ich da wieder raus?“.

    Lieben Gruß Kaltblut

    Liebe Bärbel,

    es gibt die Minuten, in denen der Mensch ein anderer ist. Morgens bin ich aufgedreht umhergelaufen, bis meine Frau irgendwann scheinbar nüchtern, klar und mit Durchblick in der Küche eine Zigarette rauchte. Dann haben wir diskutiert, Tiefendiskussionen die mir ganz tief unter die Haut gingen, über Abhängigkeiten, über Alkohol, über Folgen, daß man was machen kann, über, über, über. Wenn dann nach wochenlangem Umherschleichen endlich so ein ersehntes Gespräch geführt wurde, wenn Du alles was Dich belastet besprochen hast, wenn der Partner alles klar und deutlich mit Dir verhackstückt hat, ohne Aussetzer, ohne Stress, ohne, ohne, ohne, dann hast ein Gefühl in Dir, das einfach unbeschreiblich das Größte ist.

    Paar Stunden später weiß Dein Partner nichts mehr, da hat anderes von ihm Besitz ergriffen und Dein herrliches Gefühl, ist dann ziemlich in der Hose. Die Liebe Bärbel, die bleibt irgendwo dazwischen auf der Strecke.

    Sieh mal, vor 1 1/2 Jahren landete ich hier, ich habe viel über mich, über die Krankheiten gelernt, aber so richtig kennen, nie. Warum soll Horst anders sein als alle anderen, warum keine Ängste haben und würde es was für Dich ändern?

    Lieben Gruß Kaltblut

    Liebe Ayki,

    was würde eigentlich passieren, wenn Du das Thema Alkohol, Co und alles was damit verbunden war und ist, gar nicht mehr bei ihm ansprichst, es einfach so im Raum stehen lässt? Hättest Du dann ein Problem oder er?

    Dünnes luller Eis im Gehörgang? „Das alles heißt ja noch lange nicht, dass ich mich wieder auf ihn einlasse“ neeiinnnnn, überhaupt nicht…… :oops:

    Pass gut auf Dich auf, nicht auf den Hund und lass Dir keinen andrehen.

    LG Kaltblut

    Hallo Ihr Lieben,

    wenn ich hier über die totale Liebe lese, da wird mir irgendwie auch komisch, aber eher schön komisch, nicht mehr wie anfangs, mit aufgelöstem Gesabbers und Tastaturkurzschluss.

    Meine Frau liebe ich ja auch und manchmal bekomme ich einen verpasst, wegen zu viel KOpf-Liebe, mal von außen, mal von ihr, mal von mir selbst, weil ich nicht mehr ich selbst bleibe und meinen Weg verlasse. Da sagt der Kanzler zum König im Film:… von der Wahrheit bis zur Wirklichkeit ist ein weiter Weg, klasse Spruch, Herr Mann. Jezt fange ich im runden Alter an alte Schinken zu lesen, ja besser Klassiker, ehe was geflogen kommt und gegen meinen kleinen Weihnachtsbauch rumst. Ich freue mich riesig drauf, Zauberberg, Alexanderplatz und einige aus meiner neuen Ohway 1,99euro Kollektion zu lesen, gibt es da.

    Als wir uns mit- oder aufeinander einließen, das ist jetzt ungefähr so 4 Jahre her, da hieß es für mich nur: ganz oder gar nicht und ganz mutig entschied ich für mich: ganz. Meine Frau hatte sich auch nach anfänglicher gezähmter Widerspenstigkeit so entschieden, ganz, wir gaben uns einander ganz hin, ließen uns ganz fallen, weil wir beide im anderen etwas fanden, was wir brauchten und lange gesucht hatten, das war wie „aus zwei mach eins“. Das ist ja auch alles wunderbar, so lange wir dabei auch bei uns bleiben, uns nicht im anderen auflösend verlieren. Wir verloren uns, in uns, mit Mach drei Geschwindigkeit, um später mit Mach 5, das ist ganz schnell oder heftig oder der Scharfe hinter vielen Gittern, voll auf der Nase zu landen.

    Trockenlandung, voll ist ja nichts mehr und auch das Hirn ist frei, aber wo wir eines Tages wirklich landen, das bleibt in den Sternen beim Weihnachtsmann. Wisst Ihr was, jetzt habe ich all die Monate gesucht, gemacht und getan, los gelassen und den Unterschied zu fallenlassen gelernt (auch komisch: gemeinsam lässt man sich fallen, in die Liebe, aber nicht aus Liebe, da lässt man los, denk, denk, denk, hm grr), irgendwie bleibt das trotzdem wie raten was im Weihnachtpäckchen ist, wenn man weder Größe, noch Papier, noch sonst irgendwas zuordnen kann. Was drin ist, weiß man erst wenn man es aufmacht, Überraschung. Ich finde Überraschungen gut, Lebensüberraschungen und ich freue mich darauf, was mir das Leben noch alles für tolle Überraschungen schenken wird, ausgepackte Wirklichkeiten.


    Lieben Gruß und lässt Euch nicht vom Einpacken unterkriegen kaltblut