Beiträge von kaltblut

    Hallo Ihr Lieben,

    früher wäre es mir nicht aufgefallen, wahrscheinlich hätte ich mich mit 20 oder 30 Jahren einnehmen lassen und den Kerl als Vortuner angehimmelt.

    Eigentlich ist der Typ eine ziemliche Erscheinung, mit Charisma, mit Eleganz, gebildet, fragend, fordernd, wissbegierig, dominant, etwas begleitet ihn, etwas Schauspielerisches, Anerzogenes, Unwirkliches, Aufgelegtes.

    Jemand, der schreitet, ein Botschafter, ein Vorturner.
    Jemand, der mich einnahm, den ich auf eine höhere Stufe stellte, bei dem ich einige meiner Eigenheiten als negativ empfand.
    Jemand, der schluckt.
    Jemand, der mit jedem Schluck sicherer aus seiner Hülle, aus seinem Versteck kommt.
    Jemand, der schuckt, wenn man über das Verschlucken spricht
    Jemand, der einen feurig aufs Parket legt und der gefeierte Held ist, für wenige Stunden.
    Jemand, der unpünktlich ist..
    Jemand, der sich über seine Mitarbeiter profiliert, sie im Beisein anderer schlachtet
    Jemand, der unqualifiziert labert
    Jemand, der im Beisein seines Direktors zum inkompetenten Nachplapperer wird
    Jemand, der nüchtern wenig Format hat
    Jemand, der sein Gesicht verlor
    Jemand, mit dem ich in Zukunft kaum gute Geschäfte machen werde.
    Jemand, den ich einfach nicht mag
    Jemand, wie er von einigen ausgiebig beschrieben wurde, ihr kennt ihn alle genau.

    Ich nehme mir jetzt einfach die Freiheit, Menschen nicht zu mögen, auf Distanz zu gehen, auf eine Zusammenarbeit zu verzichten, wenn ich dabei ein ungutes Gefühl habe, auch wenn es nicht gut für das Geschäft ist. Wisst Ihr, dass ich vor einiger Zeit noch stolz darauf war, mit allen Menschen gut auskommen zu können? Ein schönes Erkenntnisgefühl. Leider gibt es sehr viele dieser Menschen in meinem Job, sehr viele, es wird sich viel ändern.

    LG kaltblut

    Liebe Ette,

    eigentlich dachte ich, der ganze Co-Krams muss doch mal ein Ende haben, so wie eine Grippe oder manch andere Wunden auch verheilen. Du gibst ja schon viele Monate mächtig Gas und immer weiter. Ups, sehr viele. Geht halt nicht, das ist wie ein Bein, ein Arm, der Kopf, neu angewachsen am Tag des Begreifens, immer mit dabei. Das Schöne ist, dass unser Hirn nie aufhört zu denken und auch wenn wir manchmal die Türen feste hinter uns zuschlagen, die Dinger gehen von alleine immer wieder auf.

    Ette, irgendwann fährst Du mal bei mir auf der Susi mit, das wird Dir auch Spaß machen und dann kannst Du den ganz Krams für einige Stunden ganz vergessen. Vielleicht hat Spedi bis zum Frühjahr seine Gummikuh entrostet und entplättet, dann tanzen wir zusammen einen Schuhplattler.

    Apfel :
    Du weißt doch, Kerle sind hart, wir sind dazu da, geviertelt, entkernt, geraspelt, gehobelt, entsaftet und zu Mus verarbeitet zu werden und trotzdem wieder aufzustehen. Ich hätte den ganzen Krams wirklich gerne aus der Birne, aber das ist schon so tief drin und das bleibt es auch für immer, wie der Glaube an ein schönes Morgen oder an leckeren Apfelkuchen. Was willst Du denn jetzt erleben, frei kontrolliert nach Angela Voß: packt ihn, wascht ihn, schafft ihn in mein Zelt oder unkontrolliert gepackt zu werden und gemeinsam Apfelkuchen zu backen?

    Lieben Gruß und die Backzeit beiginnt…kaltblut

    Liebe Ihr Lieben,

    wovon redet Ihr denn jetzt? Mir kommt das alles wieder so kompliziert vor. Ich habe das Gefühl, hier wird Menschlichsein filettiert und Co mit Alk den eigenen Bedürfnissen angepasst, für mich hört sich manches einfach nach Selbstrechtfertigung und nicht angenommener Vergangenheit an, Selbstbefriedigung zu Lasten des Alks oder des Cos.

    Manchmal muss ich einen kontrollierten Tritt in den Allerwertesten bekommen, genauso wie ich gelegentlich andere mit einem Tritt in die richtige Richtung lenken muss, einige nennen das positive Motivation, andere regieren, kontrollieren, wieder andere anderes, die eigene Vorstellung einem anderen frei gewollt einmachen, menschlich sein, wie auch immer, wir sind Menschen, alle unterschiedlich, gedrückt, geformt, kontrolliert, frei, unabhängig abhängig.

    Ich kann die Dinge nur für mich hinterfragen, ob ich für mich sinnvoll damit umgehe, liegt alleine in meiner Hand, nur sind meine Hände oft so voll, dass nichts mehr darin liegen bleibt oder ich werde bescheuert gesteuert.

    Wie passen denn Kontrolle und Vertrauen zusammen? Überhaupt nicht. Das sind doch zwei absolut unterschiedliche Schuhe.

    Jetzt weiß ich nicht mehr, was Kontrolle mit Abhängigkeiten zu tun hat. Ich werde und wurde mein Leben lang kontrolliert und auf die eine oder andere Art kontrolliere ich mich und auch andere, weil das Leben das voraussetzt, von Seifenblasen bekomme ich nichts in den Bauch. Irgendwie ist das wie Brandholz, man muss es erst passend schlagen, sonst geht der Baum nicht in den Ofen und es bleibt kalt, wir erfrieren. Für mich ist das ein normales Verhalten, ein Instinkt, etwas Angeborenes, wir sind kontrollierte Kontrolleure. Wenn ich im falschen Augenblick die Kontrolle verliere, bin ich weg oder tot und im richtigen Augenblick die Kontrolle loszulassen, sich in die Obhut anderer begeben, sich frei fallen lassen, dazu fällt mir was anderes ein: „Die Liebe, die vom Dach Schubserin“, ich liebe es liebevoll die Kontrolle zu verlieren, trotzdem gehört alles zusammen, das eine geht nicht ohne das andere.

    Irgendwann wurde erstmals geküsst, vernascht, gefragt und geheiratet, ich würde es immer so machen und fände es genauso nicht verwerflich, wenn es anders wäre. Dabei ergaben sich Situationen, die unkontrolliert die Schönsten sind und wenn sich diese einfach auf den Alltag, auf alles transferieren liesse, umso besser, arbeiten wir doch lieber daran, ohne Bitterkeit, ohne Schuldzuweisungen und ohne Zwang.

    Ich kann mir vertrauen, meinem Glauben, aber es wäre töricht mit einem Koffer voll Dollars nachts durch den Centralpark zu laufen.

    Wenn aber Kontrolle und Unkontrolle, Vertrauen und Misstrauen nur ein Gefühl in meinem Hirn wären, Gedanken also, dann kann ich sie auch einfach neu schreiben oder denken und gut ist, für mich. Einfacher heißt es doch: alles was wir machen ist falsch und richtig, nur wir entscheiden, für uns oder für andere oder durch andere, also kontrolliert sein lassen.

    Bei einem Kunden steht in empfand ein Zitat von Muhammed bin Raschid Al Maktum:

    Jeden Morgen erwacht in Afrika eine Gazelle. Sie weiß, sie muss schneller rennen als der schnellste Löwe, oder sie wird gefressen.
    Jeden Morgen erwacht in Afrika ein Löwe. Er weiß, er muss schneller rennen als die langsamste Gazelle, oder er wird verhungern.
    Egal, ob Löwe oder Gazelle - bei Tagesanbruch muss man rennen.

    Manchmal denke ich, warum zweifeln wir am Tagesanbruch. Warum eigentlich nicht?

    LG kaltblut

    Hallo zusammen,

    ja, unversehrt, unbequalmt, unbefüllt, unvernascht, eigentlich wie neu zurück. Paar Dinger schwirren einfach noch im Kopf rum.

    Da war ein ganz lustiger Abend, an dem alle ballerten, wir hatten auch so Spaß, aber das Gelalle kann einen zum Nüsse knacken reizen. Da war auch ein Topmanager, der sich nach dem Abendessen mit seinen Leuten und den üblichen Promillen verabschiedete, wohl noch eine lustige Nacht hatte, morgens auch ein Stündchen zu später kam und hohlen Kappes laberte. Job ist halt Job, aber das Zeugs reicht ganz schön weit und es bleibt erschreckend, wie weit reichend die Auswirkungen sind, was in einem Konzern für ein Stuss gelabert wird, da muss ich einfach staunen.

    Interessant fand ich auch, wie freundlich mich einige bisher eher Distanzierte begrüßten, die wussten, dass ich weiter meinen Weg gehe. Klack machte es leider im Flieger, die gut situierten Jungs vor mir bekamen keinen Tropfen mehr, Limit überschritten und auf dem Rückflug war die nette Dame neben mir, wir waren wohl eine Altergruppe, sehr nervös, was weniger an den engen Sitzen, dem unvermeidlichen Körperkontakt, noch an meinen gelegentlichen Gaumengeräuschen lag, sondern eher an der Ausschankbegrenzung und einem mir eingeprägten Verhaltensmuster. Manchmal wünsche ich mir, nie etwas von dem ganzen Krams gehört zu haben.

    Übrigens, die größte Lasterhöhle der Welt steht bald in Macao. Da geht es nur um Saufen, Fressen, Zocken, dieses und das. Auch da waren wir, auch ohne Zirkus ein tolles Erlebnis, man muss es erlebt haben.

    Anderes macht mich gerade was mehr durcheinander, weil trotz Reise, Geschäft und Spaß mit Junior, bleibt ja immer noch viel Zeit zum Denken. Mir ist aufgefallen, dass ich unterbewusst Negatives von mir gebe,
    um von meiner Frau gekrault zu werden, statt meinen geraden positiven Weg zu gehen und diesen Krams einfach abzuhacken, das Gegenteil zu tun. Ich muss das mal loslassend ordnen, vielleicht nur mal unkontrolliert oder in Gegenrichtung in mich rein schwimmen und einpaar neue Erfahrungen sammeln.

    Ansonsten ist alles gut, innen drin gut, äußere Hülle gut, alles stabil und wie schon gesagt: Sport, Bewegung, Leute, Kommunikation und die Birne funktioniert wieder, wenn wir es zulassen, das Seinlassen, uns fallen lassen, ins Leben.

    Auf geht’s, Leben, nicht gelebt werden.


    LG kaltblut

    Lilith : damit keinen Missverständigungen da sind: einmal alk immer alk, einmal co immer co., aber auch schön, wenn mal was anderes in der Birne ist.

    Hi Elocin,

    warum denken wir zu viel? Weil wir dazu ausgerüstet wurden. Da gibt es diese Geschichte von dem Typen der jede Menge Kohle abdrücken muss und seiner Frau die Ohren voll dröhnt, das er nicht zahlen kann. Sie ruft kurzer Hand die Frau des anderen an und sagt mein Mann wird morgen nicht zahlen, legt sich mit ihrem Mann ins Bett schläft. Rate mal wer von da an nicht mehr schlafen konnte.

    Was Dein Kerl denkt und macht und überhaupt, warum denkst Du nicht an einen der Kerle aus der Schüssel, die geht doch jetzt……….

    LG kaltblut

    Hallo Innocent,

    was prozessierst Du denn gerade? Gegen Dich oder sie?

    Meine Frau ging von 3 Jahren und heftigem Kampf zur Suchttherapeutin, trank kontrolliert, wurde scheinbar normal, damit war für mich alles in Butter, wir heiraten dann doch. Damals hatte ich keinen Schimmer. Ist sie deshalb heute anders als damals, weil ich keinen Durchblick hatte? Zweifeln Innocent, das gehört zu uns, wie die Butter aufs Brot, ohne Zweifel finden wir nicht zu uns.

    „Egal“ ist nichts, aber vielleicht ist dieses Egal Deine Vorstufe zu Deinem Finden.

    LG kaltblut

    Liebe Ayki,

    Kommunikation, Menschen, Sport, Bewegung und es klappt wieder mit dem Kopf, mit der Birne, mit dem Denken, den Gefühlen. Hätte, wöde, künne, däte, ärgere Dich nicht, mach das Fenster aus, schrei ganz laut 10x menno, dann geht es Dir gleich besser.

    Übrigens, warum soll man bei einem neuen „Einlassen“ vorsichtiger sein, bist Du sicher, es kein Fallenlassen mehr gibt und dass das Vertrauen jetzt fort ist? Andere Menschen können nichts für unser Verhalten, also liegt es an uns, nur an uns, dass es mit uns klappt.

    LG kaltblut

    Momentchen, ich muss geschäftlich in eine andere Ecke unseres Kreisels, aber ohne Euch, wie soll das gehen, da kann ich ja gleich aus dem Flieger springen, SHG = Selbsthilfegruppe, online, überall auf der Welt erreichbar…..ne, ne, so leicht werdet Ihr diesen Irren nicht los, ich brauche zwar für vieles was länger als andere, aber das ist ja nicht immer verkehrt.

    Und überhaupt, wenn ich jetzt 1 Jahr zurück lese, da war ich mit Kids und Frau in der anderen großen Stadt, was da alles passiert ist, unvorstellbar, was da alles bei Euch passiert ist, unvorstellbar, da singe ich mir doch was drauf: Das ist Wahnsinn…

    @Speedy: wir haben noch Hausaufgaben zu machen und Bücher, Kapitel und und und ……….

    Hallo zusammen,

    ich bin dann mal weg… nicht auf Wanderwegen, mehr arbeiten. Wenn ich mich hier gerade was dünne mache: Job und Lebensraumteilung, da bleibt nun doch einiges auf der Strecke und wir haben in Berlin noch keine Anschlüsse.

    Überhaupt Berlin: die Wohnung, vieles (fast) fertig, auf jeden Fall wohnlich, das Umfeld ist auch super und es imponiert mir schon, dass die Straßen da alle was breiter sind. Statt grantiger Bellköpp habe ich eigentlich bisher nur nette und freundliche Berliner getroffen, hab die Strecke schon in gut 4 Std. geschafft, ohne Regen, nachts, geht das, es müssen also nicht immer 6, 8 oder 10 Std. werden. Wenn ich mal provokant über Berlin(er) spreche, dann nur weil ich dort der Fremdkörper bin und mich noch anpassen muss, ansonsten: ich mag es dort ganz gerne.

    Damit wir den Faden nicht verlieren: der Faden zieht sich nicht rot, sondern wie das Wetter durch mein Leben. Den Alk, den Co. haben wir geknackt, wie Nüsse, es geht uns gut. Was kommt jetzt? Auslöser suchen, Obacht geben, Prävention betreiben? Ist feinfühliges Beobachten und Erkennen weiter angesagt und was mache ich eigentlich damit? Was hat das jetzt noch mit Co und Alk zu tun? Gehört das noch hier hin? Alte Muster sind vorhanden, aber ist das noch Co? Warum muss ich noch was ändern, warum überhaupt noch darüber nachdenken? Ich bin wie ich bin oder doch nicht, weiter entwickeln, wachsen, wohin, wofür? Weiter Dinge tun, die nicht so ganz normalo sind? Was ist denn jetzt glücklich und zufrieden, komplett, heil, ausgewachsen und bin ich das nicht schon lange oder doch ein sterbender Schwan?

    Wenn alles nur an mir liegt, an meiner Einstellung, wie ich mit diesem und jenem umgehe, dann komme ich doch auch mit jedem zu recht, kann mit jedem leben, also auch mit meiner Frau. Oder- warum nicht, bleibt die große Frage? Weil da alte Klischees sind, die ich nicht ganz und gänzlich aus meiner Birne bekommen? Die sind nicht einfach weg, wenn wir uns ausgeheult, getrennt oder was auch immer haben, nicht wenn der andere trocken ist, nicht wenn wir klar sind, die sind in uns, bleiben es, auch wenn wir sie erkannt, begriffen und akzeptiert haben.

    Praktisch sieht das so aus: ich will was, sie nicht, sie will was, ich nicht, Disharmonie, beide sind wir sehnsüchtig und doch scheinbar vollkommen unpassend gepolt. Hallo, wie dat denn, ohne Alk, ohne Co, Disharmonie? Waren nicht der blöde Alk und der dumme Co. alles schuld? Jetzt habe ich überall losgelassen, lauter paradoxe Dinger gemacht und jede Menge Neues erfahren, begriffen, gelebt und soll durch so eine dumme Disharmonie in mir selbst wieder was an die Waffel bekommen haben? Eigentlich müsste es doch so sein: ich will was, sie mag das, sie will was, ich mag das, wir wollen was und harmonieren uns in den 7. Himmel. Da sind wir beim 7. Sinn, in der Sendung mit der Verkehrsprävention, Unfallverhütung im Straßenverkehr. Also Obacht geben, aufpassen und sehen dass da was in meiner Waffel harmoniert, runder wird, passender, oberbergische Waffeln z. B. mit Sahne und heißen Kirschen.

    Alles ist so blöde einfach, dass es eigentlich und überhaupt, ganz schön weh tut, wenn man erkennt, dass man so blind ist, so dumm sein kann. Übrigens: dumm sein tut eigentlich gar nicht weh, aber schmerzfrei dumm alt werden, fände ich auch doof.

    Es liegt in unserer Vorstellung ein ganzes Leben unbefriedigt unendliche Weiten zu suchen oder in kleinsten Dingen gewaltiges Glück zu finden. Beides liegt in unserer Hand.

    LG und im Ernst, bin dann mal was weg kaltblut


    @Dia: liest Du mal wieder einen Hexen-Bestseller, dann wird Dir was ganz anders. Überwältigend was geschehen kann, ….. Dia, da haben wir es wieder, eine kurze Berührung kann intensiver sein, als stundenlanges…… kann.
    @Elle: Du hast noch nicht im Zug neben mir gesessen, wenn ich in Nirvana war und vom eigenen Schnarchen erwache. Deine Bandscheiben würden wie Kastagnetten klappern, das wäre dann eine Bandmassage, über 4 Stunden, kostenlose Wellenmassage in Scheiben, 15 für 30 Minuten, macht 240 gespart.
    @Ayki: Mund auf, Löffel rein, still genießen und alles wird schön, glaube daran
    Ette : Ich kann keine Füße heilen, würde Dir aber gerne Beine machen die lauffreie Zeit am Herd zu verbringen, um Plätzchen zu backen oder Gelassenheitslebekuchen? Muss ich gleich mal meiner Schwester sagen, die kann so was. Mit Esskastanien wäre das dann ein Lebekastaniettenkuchen.
    Elocin : ich habe mich richtig über mich geärgert, zu sehen als ich gerade in die Schei… griff und nichts dagegen tun konnte, einfach so, dumme Sache. Aber ohne die langen Monate hier, hätte ich es nicht bemerkt. Wir müssen das einfach, es ist ein Stück von uns.
    Smilla : ….wie wir mit uns selbst in Einklang kommen. Meine Frau kenne ich seit über 5 Jahren, ein Jungendfreund fing vor 5 Jahren an zu drummen, seine Frau spielte Gitarre, ein tolles Paar, zwischenzeitlich geschieden, haben alle Träume zerschlagen, aber er ist ein glücklicher Drummer. Wir machen unsere Musik und die machen wir, nur wir selbst, für uns, mit uns und manches mal ist es zu zweit unschlagbar.
    lavendel : ist auch zur Beruhigung und Einschlafen als Tee geeignet, hatte mal was in den Kopftopf geschmissen, statt Rosmarin und immer gedacht, Lavendel wäre nicht essbar, aber jetzt, jetzt mache ich einpaar tolle Teemischungen mit Lavendel, Du wirst Dich wundern über diesen Wundertee.
    @zarte Damen des Hauses, weg, alle mit den letzten herbstlichen Sommersonnenstrahlen verschwunden oder was? Sammy, was geht denn bei Dir und überhaupt, warum sind so viele alleine auf einsamen Inseln und versauern vor sich hin, Lillith, Nexie, weg, Nase voll oder doch alle bei Stoffel?

    Hallo Innocent,

    was geht denn bei Dir? Willst Du etwas ändern oder nicht? Wer will an seinem Leben etwas ändern, Du oder sie? Richtig, Du. Was machst Du dafür? Ich würde Dir ja meinen Schlüssel geben, da ich paar Tage weg bin, aber da ist die Zeit zu kurz für, Du bist am Zug Dein Ding zu machen, also Pension, warum nicht?

    Was machst Du denn wenn Du weg bist, wenn der Anruf kommt: was willst Du, ich trinke doch gar nicht mehr…, dann kommt bisschen was rum machen, alles wieder schön und weil das alles so schön ist, was ist denn da wie und wo und was für Dich die Liebe? Kannst Du das mal für Dich packen bevor Du packst?

    Lieben Gruß kaltblut

    Ihr Lieben Weibchen,

    Pflanzen, Blumen, Blüten, Nektar, da sind wir wieder beim Bombus lapidarius, das sind Brummer, die jetzt wieder unter den Bäumen liegen, Zuckerwasser raus und eintrichtern.

    Ayki, es ist alles schon längst in uns, wir müssen das nur finden, fühlen und begreifen, dann fühlt es sich toll an, wenn wir uns begreifen und wieder trauen, da bekommen wir mächtiges Selbstvertrauen.

    Ette, klar, ich komme voll klar, denn es gibt ja Millionen die höhere Ämter bekleiden und größere, buschigere Hohlräume haben, die kommen ja auch irgendwie klar.

    Im TV war übrigens neulich ein Bericht über Bewegungsmangel. Joggen tut gut, weil es unsere Ergänzung zum Mindestbewegungspensum ist. 10000 Schritte braucht der erwachsene Mensch, am Tag, sonst wird er rund und dann krank. Wenn wir mehr laufen, funktionieren wir mehr. Ette, ich liebe Deine Gedanken.
    Wenn es Dir mit irgendwas besser, toller, schöner, zufriedener, angenehmer, wachsend ergeht ist das schön, Prävention ist nötig, Vorsicht gehört zur Prozellankiste und meine Mutter ist mit bald 87 unter 150cm geschrumpft, schön, dass sie da ist.

    Wenn meine Frau die Alte ist, jetzt trocken, evtl. einen psychischen, unänderbaren Schaden durch jahrelangen Alkoholkonsum davon getragen hat, was hat sich dann geändert? Die Einstellung.
    Wenn ich der Alte bin, entcoiniert, trocken bin, einen psychischen, unänderbaren Schaden durch jahrelangen Selbstmissbrauch habe, was hat sich dann geändert? Die Einstellung.

    Ette, es hat mir heute Morgen riesig Spaß gemacht, entgegen aller Vorgaben, Pflichten und Auflagen, ganz alleine im Bett zu bleiben und zu lesen, ohne Joggen, ohne irgendwas, einfach so. Wohin wollt Ihr denn jetzt strampelnd wachsen, was gibt es zu wachsen, was nicht schon längst in Euch ist?

    Dann gibt es heute eben einen rote Rosen-Blumenregen für die Damen, viel Spaß.

    LG kaltblut

    Hallo Zusammen,

    damals habe ich gedacht, es ist mein Ding, wenn ich etwas trinken möchte, ihr Ding davon los zu kommen.
    Irgendwie auch eine Art Co zugunsten des anderen auf etwas zu verzichten.

    Heute denke ich anders. Vielleicht auch aufgrund meiner Entwicklung. Kein Alk im Haus, keine Versuchungsmittel, alles ganz klare Prävention, bis hinunter zur Kippe, weg damit. Gestern fand ich im Müll zwei damals von ihr entsorgte, unbenutzte Mundsprays (ja, Badmüll wird nur alle paar Monate entsorgt, männlicher Singlehaushalt). Ich dachte noch schade, teures Zeugs, habe mir durchgelesen was drin ist, einige Bemerkungen Bekannter durch den Kopf gehen lassen, dass ich doch kein Problem habe, die teuren Sprays beinahe behalten, bis mir einfiel, wie bekloppt ich bin.

    Wenn ich permanent der Qualmerei ausgesetzt wäre, gäbe es Probleme, was ich auch mit meinen Blicken auf ihre Schachtel begründe. Würde da etwas anderes rum stehen, hätten wir beide Probleme. Man muss es nicht darauf ankommen lassen, Vorsicht und Obacht vor der Versuchung heißen die Gebote.

    LG kaltblut

    Liebe Ayki,

    wozu ist eine Mutter-Kindkur da? Zum Erholen, um Kräfte zu sammeln, um irgendwen gelassen auf die Matten zu schmeißen.

    Was machst Du denn gerade mit Deiner Harmonie, Deiner Energie, Deiner Gelassenheit? Alles für nothing Deinem Ex hinten rein? Jetzt behalte doch einmal Deinen Dampf, dreh die Zeit paar Wochen zurück und gleich startest Du noch mal neu in den Tag.

    LG kaltblut

    Liebe Ette,

    kerlistisch betrachtet liebe ich an und für sich die Herrlichkeit des Weiblichen und deshalb bleibt die schärfste Waffe der Kopf, alles reinpacken, was überläuft rauslassen, bis zur friedvollen Kopflosigkeit.

    Da könnt Ihr jetzt Sterntaler putzen, Blumen pflanzen oder sonst was mit zarter, flinker Weiblichkeit anstellen, ist der Kopf klar, wird der Körper gesund, ist beides gesund, geht alles wie von selbst, (ist das jetzt schon symbiosiert?) gelassen eben, durch Seinlassen. Ihr habt in allem Recht, trotzdem lasse ich es mir nicht nehmen unvernünftig zu leben, Schranken zu durchbrechen, dummes Zeugs zu komponieren, zu schreiben, zu kochen, zu essen. Die ganze Welt ist eine riesige Symbiose, warum soll ich mir irgendwas fort denken, umdenken, gut denken, wenn ich es nicht als erforderlich sehe? Wohin wollt Ihr denn alle noch wachsen? Ich schrumpfe naturbedingt. Wofür, was muss ich noch suchen, wenn es läuft?
    Wisst Ihr was für mich die dümmste Symbiose bleibt: die der Gottesanbeterin, der Kerl vernascht sie und wird dabei gefressen. Ich mag mir das gar nicht vorstellen, andererseits, irgendwas muss dran sein.

    Ich habe einen weg, bin Co und das werde ich ewig sein, ich habe zu viel Alkohol in meinem bisherigen Leben getrunken und bin trocken. Meine „weg“ ziehen sich durch mich durch, durch Beruf, Familie, Ehe, bis ins Bett und da kannst Du jetzt meine hole Birne aufklappen, mit der Schaufel x-mal umgraben und Unkraut zupfen, ich bin und bleibe ich, eben, einer der einen weg hat, das habe ich heute, wie vor einem oder zehn Jahren oder in 10 Jahren.

    Ette: meine Frau ist trocken, ich bin trocken, wir brauchen uns nicht mehr beide, trotzdem brauchen wir uns. In meinem Job stimmt was nicht, ich brauche ihn, wie die Firma mich. Irgendwas Co ist immer. Symbiosen werden immer sein, bis wir irgendwann madig werden.

    Und jetzt Ette, jetzt setz Dich mal:

    Wenn es kein dagegen Angehen, kein Kämpfen, kein Mittel, kein Nichts, gegen Alk, gegen Co, gegen uns selbst gibt, nur ein ganz einfaches „Seinlassen“, wenn es so einfach ist, dieses „Seinlassen“ , was hält Dich davor zurück einfach glücklich und zufrieden zu sein? Wohin willst Du denn wachsen, wo Du doch alles schon längst in Dir hast?

    Schönen Feiertag kaltblut

    Hallo Ihr Lieben Un-Einheits-Frauen,

    in erste Linie bin ich mit einem Partner zusammen weil ich ihn mag, weil ich Lust auf ihn habe, weil ich ihn Liebe. So lange es mir dabei gut geht, ist doch alles schön. Die „gut gehen Grenze“ ist bei jedem anders, so wie wir alle anders sind, anders denken und deshalb denke ich, dass alles möglich ist. Aber vor allem Glaube ich, dass es kein „Endprodukt“ gibt, da sich alle Menschen permanent verändern. Wenn Ihr glaubt, eines Tages den Stein der Weisen gefunden zu haben, dann achtet darauf nicht verwaist zu sein.

    Als Kerl ist es durchaus realistisch, dass mein Partner mir körperlich unterlegen ist, trotzt dem bin ich unterlegen, geistig kann ich meinem Partner überlegen sein und trotzt dem unterlegen, alles kommt auf den Augenblick und die Situation an. Manchmal braucht mein Partner mich, einen Unkranken, manchmal brauche ich meinen Partner, weil ich krank bin, als Unkranken.

    Als Kerl liebe ich die unendliche Arten- und Gedankenvielfalt der Weiblichkeit, ihr habt so viele Begabungen, die ein Kerl nie nachvollziehen kann, ihr könnt die tollsten Blumen pflücken, in einer Vase das ganze Zimmer damit erleuchten und so lange an den Blumen rum zupfen, bis das letzte Blättchen abgefallen ist. Manchmal muss man die Dinger auch einfach auf dem Tisch stehen lassen, sein lassen, sonst nix.

    Übrigens, ich finde es klasse, dass Ihr alle so unterschiedlich denkt, das ist das Leben, keine deutsche Einheit.

    LG und frohe Einheit kaltblut

    Hallo Anitram,

    ich habe damals ziemlich viel Radau gemacht, die Hochzeit abgesagt, da machte sie in der Suchtberatung 20 Stunden Therapie, damit war für mich alles prima, ihre Firma lief, alles funktionierte, war unter „Kontrolle“ wir heirateten, juppie, alles toll. Bis es krachte, Infarkt, dann kam ich hierhin. Da ging es rein und raus, hin und her, kleine Schritte, bis zum Ultimatum, und der Inkonsequenz der Inkonsequenz, der Trennung, schließlich hatte ich eine eigene Wohnung, war ausgezogen, hatte Funkstille und sie auf die Nase gefallen. Dann hatten wir wieder Kontakt, Krönung meiner Inkonsequenz war die Akzeptanz ihrer Worte: "ich war so dumm" und das harte Zeugs knallte die Birne hohl, irgendwie meine gleich mit.

    Da machte sie Entzug, LZT, aber selbst nach 3 Wochen LZT oder 4 Wochen Trockenheit, habe ich noch gemeint: nasses Denken, das gibt nichts mehr, ich muss sie nicht nur in Liebe gehen lassen, sondern im Kopf fallen lassen, tschüss, weg und erledigt.

    Irgendwer legte dann später die Sicherungen um, wobei ich noch nicht ganz im Klaren bin, ob bei mir oder ihr oder beiden. Auf jeden Fall rappelte es so schnell und stark, dass ich mit schlotternden Knien unwirklich drein sah.

    Ein Ultimatum kann eine ganze Menge bewirken. Vor allem aber in Dir. Das Du lernst wieder auf Dich zu hören, zu setzen, Dich löst aus dem ganzen Modder, das ist wichtig. Meine Frau wird damals gedacht haben: lass den Spinner, der bekommt sich schon wieder ein, als ich dann weg war sah es was anders aus und Du weißt ja aus eigener Erfahrung, auf welchem unwirklichen hohen Ross sie sitzen können. Aber der tollste Spruch kam hinterher, als ich mich nach unseren Zukunftsaussichten erkundigte: wie du hast dich doch getrennt und wolltest die Scheidung, ich doch nie. Da hatte ich scheinbar wieder den schwarzen Peter, bis er mir nichts mehr ausmachte.

    Was immer Du machst, es kommt etwas zurück und mit dem was zurückkommt, musst Du später umgehen und das packst Du dann, weil es einfach ein Stück Deines Lebens ist, für Dich ganz alleine, für niemanden sonst.

    LG kaltblut

    Hallo Elocin,

    wenn Du ganz klar schriftlich festlegst was Du willst und erwartest, welches Gefühl hast Du dann im Bauch und warum? Weil Dir etwas fehlt? Weil Du Zusagen machen könntest, die Du nicht einhalten könntest?
    Vorstellungen können sich ändern, Zweifel sind berechtigt und verschwinden. Was hindert Dich zu schreiben?

    Lieben Gruß kaltblut

    Hallo Ihr Lieben,

    die Autofahrt nach Berlin und zurück ist doof, da gibt es kein zurück, nur weil die Straßen so voll sind. Ich habe zu meiner Frau, zu meiner Ehe, zu meiner Beziehung „Ja“ gesagt, also muss ich da durch, ob mir das nun gegen den Strich geht oder nicht, ohne rumzueiern. Ich muss das nicht erst finden oder suchen, ich bin es, mit Papier und Ring, zweifellos, verheiratet. Dabei glücklich und zufrieden zu sein, das ist mein Job.

    Genauso gibt es allerlei Dinge in meinem Leben, wo ich durch muss, es interessiert niemanden was da innen drin in mir passiert, Gas geben oder keine Knete, da ist kein Anwalt der hilft, also durch. Genauso ist das mit vielen Dingen des Alltages, durch oder dummes Gesicht. Wäre ich Straßenfeger, bekäme ich morgens einen Besen in die Hand gedrückt und kehren, 8 Stunden, sonst keine Knete, ganz einfach, Gas geben und nicht rum eiern, es gibt da kein entweder oder. Dabei glücklich und zufrieden zu sein, das ist mein Job.


    Der Umzug hat gut geklappt, die Klamotten stehen fast am rechten Fleck, es ist voll OK zuzugeben:
    es wird mit jedem Jahr alles etwas anstrengender, dafür macht es Spaß, auch bei solchen Aktionen die genauen Handgriffe des Juniors zu verfolgen. Im Backofen befand sich noch ein verstecktes Relikt aus April, doof, das stieß mir was auf und wanderte durch das Hirn, dann habe ich lange auf ihre Kippen geglotzt, dass war ganz doof, aber die Nüsse sind geknackt und durch.

    Doch, es gibt da etwas was mir mächtig auf den Senkel gegangen ist: es gibt dort in der Nähe nur 1 Baumarkt, die anderen sind ½ Std. weit weg. Auf Frauen kann man als Kerl ja noch verzichten, aber auf einen Baumarkt, ein Einzug ohne Baumarkt, einfach unglaublich, das ist wie, ohne Worte.


    Wenn wir ganz und komplett sind, dann sind wir mächtige, aber biegsame Eichen, die alles können, aushalten, machen und bekommen. Manchmal kommen kleine Mistkäfer und fressen an uns rum, es macht uns überhaupt nichts, aber manchmal, da werfen sie uns einfach um. Bei mir ist gerade nichts zum Umschmeißen, vielleicht meine Bandscheibe, sonst ist alles OK, aber morgen, wer weiß es.

    Dia, wie es mir geht: es gibt nichts zu beklagen, es steht nichts bis zum Hals, auch könnte ich nichts von einem Höhepunkt berichten, einfach nur Alltag, ohne Regen, ohne viel Sonne, so wie draußen, schön, wenn man die passende Kleidung anzieht. Zurzeit lese ich morgens meine Gelassenheitszeilen, das war es. Ich frage nicht nach warum, wieso und weshalb, denn ich weiß, dass mich kein Buch, kein Therapeut, kein Irgendwas vor Irgendwas schützen kann, wenn ich es zulasse und es nicht selbst erkenne. Vielleicht schützen mich die vergangenen Monate vor Blauäugigkeit, vielleicht lassen sie mich vieles bewusster unbewusst erleben, was auch immer ist, wenn es dann so ist, dann soll es so sein.

    LG kaltblut