Beiträge von kaltblut

    Hallo Ihr Lieben,

    heute frage ich mich wo stehe ich eigentlich? Es gab einmal ein klares entweder oder. Dazu kann ein erst unverständliches „sowohl als auch“. Das bezog sich auf den Alk, meinen Nebenbuhler, später auf meine Frau, später auf mich, dann auf alles was ich so machte.

    Gelassen, ruhig, organisiert, Stück für Stück, sich nicht sofort und eventuell falsch mit einem Entweder Oder festzulegen, sondern sowohl als auch einfach im Raum schweben zu lassen. Sowohl als auch mit entweder oder zu mischen und anzunehmen, ein ganz neues Gefühl.

    Dann frage ich mich auch: bin ich jetzt wieder Co weil ich mit meiner Frau zusammen bin, nach Berlin mitziehe, gerade den Umzug mache, sie unterstütze, wieder neu verliebt bin oder was? Ich werde schon gelegentlich was dumm angesehen, aber das ist mir genauso egal, wie einige Abhängige sich sträuben aus ihrer Haut zu krabbeln.

    Angenommen, irgendwelche Gedanken führen zu nassem Denken, die Prävention wird vernachlässigt, auslösende Gewohnheiten drücken auf den Auslöser, „Er“ wäre drin und ich dran. Dabei würde es abgesehen von den Auswirkungen keine Rolle spielen, ob es sich um Kippen, Alk oder Co handelt, wäre dann einfach so. Ich hätte nie gedacht, dass ich einen Rückschlag einmal nicht persönlich nehmen würde.

    Ich mache alles was ich z. Zt. mache gerne, für mich, auch für uns, es macht Spaß, es belastet mich nicht. Als ich in meine Bude zog, da bin ich aufgeblüht, jetzt ziehen wir in unsere, warum soll das jetzt anders sein? In Gegenteil, sie überfordert sich z. Zt. und muss gebremst werden. Ich halte es für normal, dass eine Herzkranke unterstützt wird, nicht blind bis zur Selbstaufgabe wie früher, aber auch nicht, dass sie die Kisten in den 3. Stock schleppt und auf der Fensterbank rum turnt. Ihr wisst was ich meine, zu sagen: nein, ich möchte heute meine Ruhe haben, mein Tag ist eine Sache, gemeinsam einen schönen Tag zu haben ist klasse, etwas für den anderen zu tun, kann gut sein, so lange wir nicht in alte Muster zurück fallen. Gedanken an alte Gewohnheiten sind jetzt fremd, es steht nicht mehr auf meinem Programm darüber zu grübeln, was sie grübelt, welche Prävention sie betreibt und wie sie ihren Alltag strukturiert. Es ist ihr Job mir zu sagen was nicht schmeckt und meiner meinen aufzutun.

    Wäre ich jetzt wieder Co-abhängig, würde ich es nicht gleich merken, aber meinen Bauch fragen, reagieren und ich weiß: lieben heißt nicht Co sein und andere stützen ebenso wenig, weil das auch etwas mit Mensch sein zu tun hat.

    Würde ich anfangen zu qualmen, würde ich wissen es tut mir nicht gut, es tötet, aber wahrscheinlich alles verschönen, abwerten, als halb so schlimm darlegen, tolerieren, sogar als Genuss deklarieren. Nur ich würde geräuchert, stinken, hätte ein Loch in der Tasche, immer Kippen in der Hand, würde krank und könnte es sehen, riechen, schmecken, fühlen. Würde ich anfangen Alk zu trinken, wäre es ähnlich.

    Das genau zu zerlegen und akzeptieren, hätte mich vor einigen Monaten um den Verstand gebracht. Heute kann ich das mit einem ganz neueen Gefühl, als „sowohl als auch mit entweder oder“ gemischt im Raum stehen lassen. Mich, sie, meinen Job, mein Umfeld. Das mit dem Arbeiten, habe ich auch mal zerlegt, mal sehen. Also, das zieht sich alles hier wie ein roter Faden durch das ganze Kaltblut.

    Kommen zwei Alte ins Restaurant und bestellen. Er eine Suppe und sie ein Steak. Später bestellen sie das Gleiche nochmals. Der Kellner staunt nicht schlecht, als sie ihm schnell das Gebiss rüber schiebt, damit er sein Steak essen kann. Es hat schon etwas, wenn man gemeinsam lebt. Körperlich ist meine Frau eigentlich ganz gut drauf, ich auch. Birnenmäßig weiß ich nicht wer sich in den vergangenen Monaten rasanter entwickelt hat. Beide zusammen laufen wir gerade akzeptable Rundenzeiten, aber auch alleine kann ich ganz gut überleben. Ich denke heute, dass weder eine gesündere Frau, noch eine Klosterabstinenz meine Gedanken mehr beeinflussen können, als ich selbst. Wenn ich weiß was ich zu tun habe, um mich in das richtige Fahrwasser zu bringen, ist der Partner an sich unwichtig, aber es ist schöner vertraute Nähe neu zu erfahren. Aber das ist wie mit der Ühl, dem ein sing Ühl, es dem andere sing Nachtigal.

    Wisst Ihr, ich würde gerne mehr Leuten hier Mut machen, aber wenn ich sehe, wie vieles heute OK ist und morgen nicht mehr, wenn ich mir überlege, das meine Ehe sowohl weiter existieren als auch morgen beendet sein könnte und das es mir in beiden Fällen trotzdem super ergehen kann und wenn ich mir jetzt noch vorstelle, dass mir irgendwer vor einem Jahr, als ich gerade von erholsamen Berlintagen geflohen war, erstmals meine Klamotten gepackt hatte, so etwas erzählt hätte, ich hätte gedacht: ein Bekloppter, zu viele Betonspeiler geköppt. Betonpfeiler köppen macht Spaß, fast wie Nüsse knacken.

    LG kaltblut

    Liebe Elocin,

    kein Brief, nichts, überhaupt nichts. Er geht Dich im Augenblick nichts mehr an, nur Dein Wohlergehen ist wichtig, keine Briefe, keine Rechtfertigungen, schreib den Brief für Dich und lege ihn weg.

    Keiner versteht im falschen Umfeld unser Handeln, wie sind die Durchgeknallten und weißt Du was, es ist wunderschön und voll OK, die anderen sind nur voll.

    Du hast so viel zu tun und wenn Du Dich langweilst, nicht mal 5 Minuten die Beine hoch legen kannst, wir wäre es mit Satelittenschüssel putzen?

    LG kaltblut

    Elocin : Auch eine Idee: viel Arbeit, ein Weg die Gedanken aufzuräumen.

    Übrigens: auf unserer Tour, vom Sauerland, über den Harz, zum Vogelberg, da ist mir ein Stadtschild nicht mehr aus den Kopf gegangen: „Ungedanke“ ich muss das mal suchen, komischer Name für eine Stadt. Vielleicht habe ich auch nur beim Fahren geträumt, weil ich hier auch so viele Ungedanken bekomme.

    @elle: hoffe es war spaßig in der großen Stadt. Flieger, schön wäre es, es geht für 60euro, wenn man gut plant, Bahncard und Auto, wobei, wer will unbedingt 8-10 Stunden im Auto sitzen.

    Aber zu dem Plätschern ging mir was durch den Helm: Ich bin kein Plätscherboy und ich muss Mal in mir das Gegenstück zu Ruhe und Gelassenheit suchen.

    Ette : Ohne Glaube läuft nichts, egal welchen Namen wir dem Kind geben, der Glaube versetzt die Berge, einfach so. Wenn wir aufhören an uns, an die Zukunft, an unseren Boss zu glauben, gute Nacht, dann ist alles schon heute Vergangenheit, an die Vergangenheit können wir nicht mehr so richtig glauben, die ist schon gewesen, passiert, weg. Sie mal Ette, ich kann doch nichts ändern was war, ich habe getrunken, gequalmt und vorgestern, Entschuldigung ist halt passiert, Ortsende, LKW, überholt, Blitzer auf der Gegenfahrbahn, also da wo ich überholte, erwischt, falls das Ding auslöste, lasst mir 3 Monate Zeit, dann weiß ich es. Kann ich was daran ändern? Nein. Kann ich an irgendwas Vergangenes irgendwas ändern? Nein. Passiert, erledigt, weg und deshalb ist die Vergangenheit gar nicht mehr so schlimm.

    Lg kaltblut

    Hallo Innocent,

    ich hatte hier allerlei Irres verzapft, weil hier ganze Lichterketten angingen. Ich habe mich immer mit anderen und deren Lichtern beschäftigt, aber was bei mir abging, das habe ich schön unverständlich bei Seite geschoben und da belassen.

    Wenn dann nach all den Jahren der Lichterbaum anfängt zu brennen, dann brennt es, da reicht kein einfacher 5kg Feuerlöscher, da brauchst Du was Größeres. Ich bin hier auf die Seiten, weil meine Frau ein Alkoholproblem hatte und finde laufend neue eigene Lichterketten, die nicht meine Frau betreffen, sondern mich, nur mich ganz alleine. Den ganzen Krams zu verarbeiten, schwierig, zu verstehen, noch schwieriger, zu begreifen und sich zu ändern- bis es so weit ist, werden noch einige Feuerlöcher hochgehen, aber es macht mir schon viel Spaß daran zu arbeiten und damit umzugehen.

    Liebe Grüße und Du packst das kaltblut

    Hallo Ihr Lieben,

    wir haben was in Berlin gefunden, gemietet und für uns beide annehmbare Kompromisse gemacht. Ihre Sachen und die eingelagerte Einrichtung gehen dann in Kürze rüber. Ich werde dann Pendler und wenn man das richtig plant, dann geht es schon für 60Euronen hin- und zurück. Das schaffen wir schon. Klar, meine Bude bleibt erstmal, ich freue mich wie ein kleines Kind darauf irgendwann in Berlin zu leben. Sie hat das nie geglaubt, man muss manchmal auch ganz fest an Dinge glauben.

    Bei mir startet jetzt bis April die Actionzeit, da muss einiges kürzer treten, bei ihr ebenso, sie muss rein hauen, plus Wohnung und diese und das, wir sind jetzt bald mächtig gefordert, anders als vor einigen Monaten, positiv gefordert, das wird schon.

    Ob irgendwas stinkt, anbrennt, doof ist? Klar, irgendwas ist immer und glückliches, zufriedenes dahin Plätschern, lassen wir im Raum stehen, gibt es das denn wirklich?

    Sie ist eine Woche hier bei mir, ich mag sie wieder zu sehr. Ups, ist das jetzt wieder krank seine Frau zu begehren? Da das in meinem Ermessen liegt, nicht in Eurem und es keine wirkliche Mögendürfenscala gibt, sage ich für mich: nein, es ist ein gesundes Begehren, mein Ding.

    Wenn mir was drückt, dann sage ich es ihr, wir reden darüber und es ist fort. Fort ist auch das ehemalige Rechtfertigen, Lamentieren und Argumentieren. Andererseits reden wir auch weniger tiefgründig, nicht das wir uns aus dem Weg gehen würden, aber bedarf es täglicher tiefgründiger Gespräche? Ich habe Euch zum Lesen, Schreiben und Denken, sie ihre Gruppen und wenn es nicht drückt, warum drücken? Es gibt Dinge die müssen wachsen, langsam, über Monate, vielleicht noch länger. Wisst Ihr eigentlich, dass ich seit Mai 2006 hier lese? Was sind da jetzt paar Monate?

    Egoistisch betrachtet vermisse ich etwas: ich schreibe z. Zt. nicht mehr am Buch, weil der Tag voll ist, morgens habe ich keine Lust aufzustehen und zu joggen, ich genieße das warme Singlebett und es ist anders, wenn jemand täglich in der Nähe ist, persönlich anwesend ist, als nur am Telefon und an Wochenenden. Alleine kann ich mich auch an die Ruhe, an die Selbstisolation gewöhnen, an feste Tagesabläufe, daran, dass ein Partner eher ein Fremdkörper im täglichen Ablauf unserer egoistischen Selbstfindung ist. Wenn ich an den Wochenenden bei ihr die Abläufe verschiebe, passt das auch nicht sofort und so einfach, wenn sie täglich bei mir ist, passt das auch nicht immer, das wird alles wieder wachsen. Also, wir beide können alleine, aber es ist schöner gemeinsam.

    Ich habe ein ekliges Gefühl gefunden, in mir. Also das ist so, wenn da was im Raum steht, im Bauch rumort, sagen wir ein berufliches Ding, ein Beziehungsding, sonst was, dann drückt da gelegentlich was auf mein Hirn, auf meine Adern, es pulsiert, kribbelt, es ist wie das aufkommende Verlangen nach einer Kippe, kein Saufdruck, vielleicht so eine Vorstufe, ein Speichelfluss, so wie wenn ich hier sitze und bestimmte Wiederholungen der wiederholten Neuzugänge durchlese, mich selbst darin sehe, ausklinken will oder wie früher vieles schön redete oder ab dampfte oder fort lief oder mich rechtfertigte. Gestern war was im Radio von burnout und „burnoff“, krank langweilen am Arbeitsplatz, wenn es so was Verrücktes gibt, krank durch Langeweile, nun, dann packe ich mein ekliges Gefühl auch noch und werde das richten. Das muss ich langsam angehen und mit mir klären. Ich glaube, mir fehlt irgendein Überdruckventil.

    Und sonst? Rund werden, ganz werden, heil werden, gesunden, das ist keine Sache von jetzt bis morgen.
    Das mag für ein paar Tage oder Wochen hier in meinem Thread so aussehen, aber es liegt eher daran, weil ich vieles nicht mehr angebrannt sehe, es zerreißt nicht mehr so sehr, es muss nicht mehr sofort aus mir heraus. Die Aussetzer, wenn es mich für einige Stunden an die Decke bringt, die werden eigentlich gut verdaut. Es gibt Dinge im Beruf und im Alltag, die Parallelen zu diesen Beziehungsproblemen haben, meine Unwuchten, manchmal sehe ich sie, manchmal nicht. Einen meiner dümmsten Sätze hier und ich habe viele, habe ich ungefähr noch so im Kopf: …nicht alles hat mit Alk zu tun, es gibt auch ganz normale Beziehungsprobleme… Nur, das eine und das andere hat beides zunächst nur mit mir zu tun, meine Probleme, meine Unwuchten, mein Eiertanz. Genau, Eier muss man kochen, dazu braucht man wieder ein Überdruckventil, sonst klappert der Deckel, irgendwie gehört das alles zusammen, ich lerne es immer noch.

    So richtig schön rund dahin plätschern, glücklich und zufrieden sein, das wird noch etwas dauern. Hier sind viele tolle Vorbilder, Menschen die wirklich den Schirm aufspannen „müssen“, damit nicht unter dem Tagesmist ersticken, eingehen und aus dem Fenster springen, kraftvolle und starke Menschen also- was soll mich daran hindern rund zu werden, mit neuen Gewichten die Unwuchten zu beseitigen, gemeinsam mit meiner Frau?

    Wenn ich aufhöre zu glauben, wird vieles zur Vergangenheit, die Zukunft verschwindet, aber wir leben jetzt, hier, für Morgen und die Vergangenheit, die ist überhaupt nicht mehr schlimm.

    LG und ein sonniges Wochenende kaltblut

    Hallo Innocent,

    sieh mal, wenn meine Frau einen Rückfall hat, werde ich mich evtl. abschießen und alles beginnt von vorne, wer weiß es, wahrscheinlich werde ich aber zu ihr stehen, es nochmals versuchen und nochmals und nochmals. Weißt Du warum? Weil ich hier erfahren habe, dass ich auch einen mächtig an der Birne habe, Co bin und einen Weg da raus gefunden habe. Hätte ich es nicht begriffen, glaubst Du wir wären wieder zusammen gekommen, nach all dem Zirkus? Jede Träne, jede Minute, jeder Groschen ist es tausendmal wert, aus heutiger Sicht. Nur bis ich es auch nur halbwegs begriffen habe, da sind Eimer voll Rotze geflossen und Du kannst Dir meinen Betonpfeiler köpfenden Kopf mal ansehen, der ist einfach doof verdellt, aber ohne Dellen wäre es nicht gegangen, der Abschuss war nicht für sie, für mich, ich musste lernen.

    Glaubst Du, sie hätte die Angst vor dem Entzug, vor der LZT überwunden, wenn sie sich nicht für diesen Weg entschieden hätte? Noch nach drei Wochen in der LZT habe ich gesagt: nein, das wird nichts mehr.


    Was geht denn jetzt bei Dir ab? Knallst Du gerade durch? Ist Deine Frau jetzt nur noch halbkrank? Streicheleinheiten, in die Kiste und wieder gesund? Wer denn von Euch? Pack Dich an Dein Geläut und bring Dich in Ordnung.

    Jetzt schreib doch einmal ganz klar auf:

    Was willst Du für Dich?
    Wie erreichst Du das?

    Wozu ja aber wenn und überhaupt? Hau einfach rein, schieß Dich ab und mach jetzt, weil jetzt packst Du das, mach.

    LG kaltblut

    Liebe Frau Elocin,

    was ist denn da falsch dran anderen Mut zu machen? Vielleicht sind es gerade diese kleinen unbedeutenden Dinge, die bedeutend sind, wir selbst vergeben die Bedeutung. Wir sind alle nur Menschen und was Du gerade machst, die letzten Tage bewegt hast, das sind keine kleinen unbedeutenden Dinge, Mensch, das sind Berge, riesige Dinger die Du bewegt hast. Mir hilft es auf anderen Seiten immer wieder lesen.

    Kein Fernseher? Du hast den PC, Forum, google, das ist mehr als PC. Weißt Du wo ich mich drüber ärgere? Ich lese gerade ein scharfes Buch und verliere immer wieder den Faden. Vielleicht gehst du spazieren, zur Bücherei, holst Dir einen Ausweis und brauchst plötzlich keine Schüssel mehr.

    Meine Frau gerade zu besuch und wäscht. Wenn ich wasche stinkt die Wäsche oft modrig. Ich frage sie wie sie das macht, dass das alles immer so toll duftet. Sie schüttet einfach was mehr Weichspüler rein als ich, ich hätte das noch über Jahre falsch gemacht. Warte mal, die Anschlüsse werden schneller da sein als Dir lieb ist, weil die ganze getrocknete Wäsche ja auch gebügelt sein will….. Wieder nix mit Schüsselsehen.

    Elocin, Du packst das, weil wer nicht Du wer dann.

    LG und Kopf hoch kaltblut

    Liebe Dörthe,

    nachträglich auch ein herzliches Willkommen. Du hast geschrieben:

    Zitat von dörthe


    Schuldgefühle habe ich, weil ich Angst habe meinen Kindern den Vater genommen zu haben. Mein Mann hat nie vor den Kindern getrunken. Angst ihm unrecht getan zu haben, habe ich, weil er immer wieder sagt er würde nicht trinken, hätte alles unter Kontrolle und könne jederzeit aufhören. Und morgens (so wie heute) wenn er nüchtern ist, hört sich das für mich so überzeugend an und dann fang ich wieder an zu zweifeln.

    Du wirst noch sehr oft an Dir zweifeln, weil Deine Zweifel einfach dazu gehören, um zu Dir selbst zu finden, Deinen Weg zu gehen und mit Deinem Auszug hast Du Dich schon ganz weit auf den richtigen Weg gemacht.

    Du hast sicher gelesen, dass nasse Alkoholiker die besten gelebten Schauspieler der Welt sind und es ist ihr Job, die Umwelt, das Umfeld im Irrglauben zu lassen, dass alles OK sei. Kinder Dörthe, die bekommen alles mit, jedes Gefühl, jeden Gedanken, jeden Blick, alles, auch ohne leibhaftig dabei zu sein, sie wissen es nur noch nicht zu deuten.

    Für was sollst Du Schuldgefühle haben? Weil Dein Mann die tolle Idee hatte, sich ein Auto zu kaufen, das niemand braucht? Weil er sich zum Spritsparen gleich noch eines dazu kauft? Wer am Fenster raus knallt und seine Familie da noch vorwurfsvoll mit reinzieht, der sollte sich mal Gedanken machen, aber nicht Du und er kann sich wenig oder keine Gedanken machen, da die um etwas anderes kreisen.

    Zitat von dörthe


    Was am schlimmsten für mich ist, ist das es immer noch "Freunde" gibt, die mir nicht glauben. Denn mein Mann trinkt, wenn wir irgendwo eingeladen sind, immer nur Wasser. Und er sieht auch nicht aus wie ein Alkoholiker. Aber wie sieht ein Alkoholiker eigentlich aus???

    Sieh mal Dörthe, da Du den Unterschied zwischen einem Alkoholiker und nicht Alkoholiker nicht erkennen kannst, werden auch andere es nicht erkennen. Wenn ich eine Krankheit, ein unsichtbares Leiden mit mir rumschleppe, erkennt es auch keiner, erst wenn es ausbricht. Meine Frau sah immer gut aus, niemand sah etwas, nach ihrem Infarkt hat sie sich verändert, für mich unmerklich, für Außenstehende offensichtlich, Menschen die sie selten sahen, die dachten sich etwas, konnte aber auch vom Infarkt kommen. Die letzten 2 Monate, bevor sie einen Entzug mit LZT machte, war die Veränderung extrem und als ich eines Tages einige Bilder auf dem PC zusammen schob, da wurde es offensichtlich. Heute, nach nur knapp 3 Monaten, ist sie wieder nicht wieder zu erkennen.

    Zitat von dörthe


    Zweifel habe ich, ob ich wirklich alles getan habe, um ihm zu helfen. Oder ob ich zu früh aufgegeben habe!? Hören diese Gedanken irgendwann auf?

    Du hast definitiv noch nicht alles getan. Erst wenn Du aufhörst „zu helfen“, „aufgibst zu kämpfen“, Deine Machtlosigkeit annimmst, dann wirst Du mit den Gedanken umgehen können, sie werden immer da sein, aber sie werden sich verändern, so wie Du. Was Du bisher gemacht hast sind gewaltige Schritte in die richtige Richtung, mach weiter.

    LG kaltblut

    Hi Emma,

    warum halten sich manche Leute für cool? Wer weiß das wirklich, ich kann Dir nur aus meiner Zeit sagen, dass ich M/20 ziemlich respektvoll (??von wem eigentlich) angesehen wurde (kam mir halt so vor), weil ich irgendwann sowohl mit den alten Säcken, so wie ich heute, als auch mit den Profis aus den östlichen Produktionsbetrieben gut mithalten konnte, es war mein Job und hätte es eine Aktennotiz für gutes Mithalten, trickreiches Saufen, unter den Tisch und in die Blumen kippen, sowie Standhaftigkeit gegeben, ich hätte einige Sternchen bekommen.

    Hätte mir irgendwer gesagt, das ist schädlich, macht krank, dumm, blöd, tot, mich hätte es wenig interessiert. Im Gegenteil, meine Schwager haben alle bei den üblichen Familienfesten vorbildlich was weggedrückt, Kölsch. Nach 3-5 Bier war ich zu. Für die Unwissenden: ein Kölschglas packt 0,2l, also 1-3 Schluck, für mich höchsten ein Liter und ab unter den Tisch, da haben sich alle gefreut und gelacht, die machten 15, 20 und mehr hin, wenn aber Schabau auf den Tisch kam, da war ich trainiert und alle anderen zu. Fragt mich nicht nach den Ursachen, aber manchmal habe ich nur darauf gewartet, dass das Bier alle ging und ich meine Stärke ausspielen konnte oder ich kam später, wenn die Fässer langsam ausgingen, …und am nächsten Tag, da haben wir Mist gequatscht, wie toll wir waren…. Wir waren eigentlich immer zu Acht, 8 standhafte Kerle, 8 Frauen, die mal ein Gläschen tranken und immer Fahrer waren. Davon ganz unabhängig, glaube ich nicht genug Schneit gehabt zu haben, um mich gegen 7 Familienmitglieder aufzulehnen oder aufzuklinken.

    Hätte/n eine/einige der Frauen was gesagt, wir hätten einstimmig gedacht oder gesagt, das die was an der Schüssel haben, weil das normal war, für uns, sie nicht für ernst genommen, für keifende Zicken, Spinner, gehalten, heute bin ich der Irre und stolz darauf.

    LG kaltblut

    Zitat von Innocent

    Fast ein philosophischer Gedanke

    Und wenn ich dann die emotionalen Gründe trenne, wie meine eigene Eitelkeit(Ich mag es wenn sie über meinen Humor lacht)Das sie mich in ruhe lässt, wenn ich Ruhe brauche.Wenn ich nicht faul und bequem wäre, um mir ein neues Leben einzurichten, die gewohnheit mir fehlen würde und ich nicht gerne alleine bin.Was würde bleiben, wenn Würde ich dann bleiben? Bleibt dann liebe?

    Guten Morgen Innocent,

    wenn Du anfängst Dich selbst zu lieben, sieh doch mal was passiert, was wächst, was bleibt, wer was liebt.

    LG kaltblut

    Hallo Elle,

    gestern war ich mit den „Kindern“ Kurven fahren: no chance, to fast for me. Sie haben fleißig geübt, Gravitations- und Reifenklebegrenzen und in den Sommermonaten gelernt, vorne uneinholbar: lächerliche 64 Duc-PS des Großen, ich bleibe lieber auf dem Boden und komme was später an. Manchmal denke ich schon an das Abfliegen der Kids, aber mehr daran, dass sie alt genug sind zum Ausfliegen, es ist jetzt ihr Ding, so wie es meins ist, gelassen hinterher zu brummen, statt zu düsen.

    Diese Nacht habe ich geliebäugelt, das war keine unruhige Nacht, keine wo man aufgewühlt aufsteht, in die Küche läuft, ne Fluppe qualmt, zum WC läuft, unter die Decke und denkt und denkt und denkt.

    Das war eine schöne Lesenacht, eine Denknacht, eine kurze Nacht, eine aufgetankte Nacht. Aufgetankt in den vergangenen Wochen und ich dachte: was hast Du all die Jahre gemacht, wozu brauchtest Du diese Zerrissenheit. Guzzis sind was Schönes, keine Frage, aber ich möchte diese Zerrissenheit nicht mehr zurück, ich kann noch nicht einmal dahin liebäugeln, ich bin jetzt die Suzi, tuckere gleichmäßig und summe dabei: „Wunder gibt es immer wieder..“

    Lieben Gruß und einen schönen Tag kaltblut

    Hallo Ihr Lieben,

    was ein Wunder - Anblick: elle vorne auf dem Tank, Ette klammert von hinten und ich mit Feuerschopf stolz in der Mitte, hier werden wundersame Gedanken geschmiedet.

    Ich musste heute an Innocent denken, wie er sich selbst hypnotisiert, geblendet auf der Straße steht, gut dass da nicht so viel Autos fahren und dachte, wie schützt Du Dich eigentlich? Ne, kaltblütige Feuerschopferregungen erlöschen beim Regen, da haben wir diesen Sommer viel von.

    Dann habe ich diesen Thread gesucht, von dem, verflixt ich finde das nicht mehr, der mit der Wein-Österreicherin zusammen war und die sich irgendwie gesund lieben wollten, dabei fiel mir Lavendel auf den Monitor.

    „wie reagiere ich "richtig"? danke...“
    Es ging darum, wie sage ich meinem Partner: heute, nein, bei mir kein Alk - nüchtern oder nix.

    Da stelle ich mir jetzt die Frage, was hat uns damals geritten, wie viele werden geritten wie die Wilden, wie gerade Innocent (stellvertretend für alle) und ich erinnere mich daran, was es mich für Überwindung gekostet hat zu sagen: ich trage Deine Flaschen nicht mehr und wenn ich eine Flasche in der Einkaufstüte untergejubelt bekam, bin ich innerlich geplatzt und habe ohne was zu sagen geschleppt. Manche Worte wie: stell dich mal nicht so an, du willst ja auch essen.. hallen da noch im Hirn.

    Diese Situationen verlangen von uns doch nicht viel mehr, als wir es jeden Tag zigmal im Straßenverkehr machen, Bremsen, an der roten Ampel halten, fertig. Nur hier setzt es aus. Jeden Tag, wochenlang, monatelang, jahrelang, mit durch gedrücktem Gaspedal über die Kreuzung, über die rote Ampel, egal wer da gerade über die Straße dackelt oder was da gerade auf der Piste steht. Wenn ich mir das jetzt rückwirkend betrachte, wie irre war ich denn da gewesen? Gut, irre bin ich immer, aber eben anders. In der Zeit habe ich viele Entscheidungen privat und im Geschäft getroffen, nur bei so einem Pippigefaxe wie geblendet rumgeeiert. Wären wir nicht so viele, ich hätte mir den Schein besorgt, aber so, für so viele, die wir die einfachsten Dinge nicht mehr richtig verarbeiten?

    Ich bin oft einfach nur überrascht, was in 1 ¼ Jahren so alles passiert und wie sich die Einstellungen, das Verständnis, die Aussprache und Ansichten verändert haben. Ich möchte damit nicht sagen, dass ich jetzt gesund unter einem schützenden Kondom lebe, aber es ist anders, wenn neue Bremsbeläge drauf sind und die Schräglage ziemlich genau taxiert werden kann. Mit Suzi kann ich mich ganz vertraut einlassen, gleiten, fliegen, so was halt. Mit der Guzzi war das anders, mit dem 9000er Chip lies die mich abheben, der Luftfilter saugte, machte irre Geräusche und mit dem offenem Schallwellen-Abgasverbesserer flogen die Köpfe nur so rum, machten die Autos wie von Geisterhand bewegt einfach platz, trotzdem glaube ich nie so in der Schräglage gewesen zu sein wie mit Suzi und ich hatte immer Schiss, dass der Hinterreifen weg ging, die Bremsen nicht richtig packten, der Sprit unangemeldet alle war oder sich irgendwas abrappelte und zum Zwangsaufenthalt verdonnerte. Dieses Gefühl habe ich jetzt nicht mehr, das ist gut so und was weiß ich denn was morgen ist, morgen ist morgen.

    LG kaltblut

    Hi Innocent,

    wenn man einen Berg ersteigen will, geht ja nicht so einfach, immer nur was höher und manchmal muss man es bis zum nächsten Urlaub einfach verschieben, neu versuchen. Du hast jetzt hier einige Wochen viel erfahren und erlebt, das brummt, rappelt und lässt sich nicht mehr abstellen, so ist unser Hirn, da ist für immer was drin.

    Hast Du eigentlich schon einmal darüber nachgedacht, warum Du aufhören willst sie zu lieben oder ihr Schuld geben sollst? Weißt Du, meine Frau hätte mir damals keine größeren Gefallen tun können, als mal mit einen anderen Kerl zu verschwinden, dann hätte ich all meinen Groll in eine Richtung schleudern können und gut wäre es gewesen, Liebe kaputt, Grund und Schuld da, war aber alles nicht, also musste ich mich selber richten.

    So lange Du noch kannst, noch nicht aus dem letzten Loch pfeifst, sie noch keine Schäden hat, verlängerst Du Euch beiden das Leiden noch etwas. Die Natur richtet das, auch bei Euch, früher oder später.

    Deshalb Innocent, lies die Gebrauchsanleitung und die Garantiebestimmungen nochmals genau durch, auch das Kleingedruckte und dann wirst Du irgendwo lesen, dass Du die einzige Retouren-, Garantie- und Umtauschadresse bist, dann packst Du eben Morgen oder Übermorgen das Reparaturwerkzeug wieder aus, und- ist da irgendwas Schlimmes dran?

    LG kaltblut

    Hallo Beißerin,

    34 Jahre hast Du Zeit, um Dir mit 80 einen Neuwagen zu kaufen, aber die Zähne Nexie, die brauchst Du auch mit 80 noch, also raus damit, aus dem Tisch. Kann ich Dich jetzt endlich loslassen, ich bin schon ganz blau angelaufen?

    LG kaltblut

    Hallo Ihr Lieben,

    Ette, dat stimmt ja so jarnit, ich kann, wenn ich will, wenn ich muss, wenn ich es kapiert habe, Deine Worte von Herrn Emanuel K., wenn ich es entweder ins Hirn gekloppt bekommen oder einfach so angenommen habe, wenn es einfach so passiert ist, mit offenem Mund da stehen und denken: ein Wunder, et jeht und laut „Danke“ denken. Das Danke richtet sich dann an meinen Boss, vielleicht an Dich, an Euch alle, an meine Frau, an die Frau die morgens die Post austrägt, weil genau die mir zeigt wie diszipliniert, zäh und hart man sein muss, um jeden Tag, bei jedem Wetter, Jahr ein Jahr aus die Post von Haustüre zu Haustüre zu schleppen.

    Was da so abgeht Ette, das ist eher mit dem Wort Frieden zu beschreiben, es beinhaltet all die von uns gesuchten Dinge. Der Druck ist weg. Es ist ja auch ein Unterschied, ob ich im Schützengraben liege und irgendwas über meiner Birne schwebt oder ob ich am Strand liege, nicht mehr den Sand in den Kopf stecke,
    sondern den ganzen Körper in der Sonne räkele. Es ist weniger definiert, als mehr ein passieren lasen.

    Heinrich meinte, die Zeit sei kurz, ihr glaubt ich brauche mehr Abstand um eine Art Schutzpuffer, Sicherheitszone aufzubauen. Sehe ich nicht so. Gesund friedvoll ganz einlassen. Das heißt nicht mehr sich besinnungslos, voll und ganz mit Haut und Haaren verlieren, also nicht mehr krank lieben.

    Ich denke auch, dass unter diesen Umständen gesunde Mechanismen wieder aktiviert werden, die vorher verkümmert, erblindet oder noch gar nicht erkannt oder erweckt waren. Wer hatte es wo geschrieben: verkümmertes Pflänzchen….?

    Diese große Liebe, die wir uns alle so sehr wünschen, dieser Kick der in unserem Hirn erzeugt wird, die Übernummer mit dreifachem Rittberger vom Kronleuchter, dieses Übereinssein, das verfliegt, aber die tiefe Nähe, die Verbundenheit, die Gelassenheit in einer Beziehung, das Vertrauen, das kann gewaltig wachsen. Für mich ist das ein Wunder, wenn man etwas los lässt, sein lässt, auf gibt und es dann noch fester, tiefer und enger zusammen wächst.

    Aber es gibt auch gravierende Einstellungsänderungen zur Krankheit an sich. Ich denke, dass meine Frau auf meine Rückfälle in Co-Verhaltensmuster reagieren wird, genauso wie ich auf sie. Meine Einstellung zu einem Rückfall kann ich mir heute gut als Teil der Heilungsphase vorstellen, es wäre also kein Kündigungsgrund mehr, wenn es so sein sollte, dann wäre es einfach so, aber vor allem wäre es ihr Ding. Gleichzeitig hinterfrage ich mich, wo befinde ich mich, tut mir das gut, will ich das, sind da Co-Muster? Wenn ich mit der Taschenlampe jeden Spalt ausleuchte, dann werde ich irgendwo was finden, aber so richtig, hallo und stopp, ich sehe da nichts was nicht normal ist, was man nicht für einen Partner, für eine Ehefrau guten Gewissens verantworten kann oder was mich krankmachend belasten würde.

    An dem Tag, wo man aus der Klinik kommt, ist man nicht trocken, nach der Therapie, ist man Trocken und hat Werkzeug um trocken zu denken. Wie man es wozu benutzt, bleibt offen. Die Rückfallquote liegt bei 50-75%, also beginnt das Training erst wenn man glaubt mit dem richtigen Werkzeug umgehen zu können. Ich denke deshalb nicht, dass es ein Unterschied ist, ob wir in 6, 12 oder 120 Monaten einen Neustart wagen, ich denke eher, dass es dann weniger Sinn macht, weil wir uns doch sehr entfremdet hätten, aber wer weiß das. Ette, das wirst Du jetzt eventuell nicht verstehen: ich habe hier erstklassiges Werkzeug und wenn meine Kinder schrauben und die Schraubenzieher mit dem Hammer bearbeiten oder statt Kreuz- Schlitzschraubendreher verwenden, könnte ich an die Decke gehen und sie in den Ar.. treten, das Zeugs ist einfach zu teuer und zu schade für diesen Schlunzkrams, dann muss ich lachen, weil mein Vater auch immer an die Decke ging.

    Da wir hier aber wenig Kerle sind und vorrangig Mütter hier rumturnen wage ich mich mal auf leichter zu verstehendes schwierigeres Gebiet (@ sammy, ja ich bin und bleibe Kerl): Vielleicht ist das ja auch so etwas ähnliches wie ein Kind bekommen, was ich während der Zeit hier erlebt habe. Ich möchte keinem Kerl raten für die paar „Sekunden“ Spaß die wir haben, mit einer Frau zu tauschen. Wenn da etwas zu wachsen beginnt, rund wird, drück, tritt und rappelt, verändert und nach 9 Monaten raus will, zum Auslöser unerträglicher Schmerzen wird, zerreißt, beschädigt, verformt, isoliert und leiden lässt, Jungs, da können tausend Bräute auf dem Baumarktplatz stehen und staunend den Mund aufreißen, wenn ich dann eines Tages den 100m Weitsprung mit doppeltem Rittberger, Stoppi und Wheely schaffe, das ist alles Kinderkrams gegen ein Kind zu bekommen, die wahren Helden, das starke Geschlecht sind und bleiben nicht wir Kerle, es sind und bleiben Frauen, fälschlig als das schwache Geschlecht bezeichnet. Wenn das Kind dann da ist, dann beginnt es erst, erst dann geht es richtig los. Wie nach einer Therapie. Was daraus wird, wer weiß es.

    LG kaltblut

    Hallo Klaro,

    ja, das hat was. Sieh mal, zum 20.6.07 war ich offiziell 1 Jahr hier, ich hatte so was wie eine Chronik geschrieben, 1 Jahr hier, damals alles in den Müll und weg.

    Die Vorübungen für Wunder werden nie enden, Schwankungen werden nie enden, Hochs werden oft da sein, Tiefs kommen ebenso, gleichmäßiges dahin Plätschern, na ja, da bin ich weit von weg, aber eines kann ich immer weiter lernen: An- und Abschied nehmen vom bewussten Co, Alk und vor allem den Auslösern in mir.

    Wenn die Umsetzung einer Therapie Jahre braucht, Rückfälle beinhalten kann und es keine Garantien gibt, nun, dann werde ich auch keine Garantien fordern können, nicht von mir, nicht von sonst wem, aber ich kann viele Vorkehrungen leben, für mich, im Unterbewusstsein. Es gibt keine Garantie dafür, dass ich nächstes Jahr noch mit meiner Frau zusammen bin, noch dass ich trocken bleibe, noch dass ich weiter nicht qualme, noch dass ich nicht wieder Co oder Light Co oder CoColienchen werde, noch nicht mal, ob ich nächstes Jahr noch lebe.

    Das geht alles rasant schnell, aber wenn ich bei allem was ich so mache, etwas abschneide, etwas vom Kochen, etwas vom Arbeiten, etwas vom Haushalt, etwas von der Freizeit, klar, etwas von meiner Frau, hier was und da was, dann kann ich das in einen neuen großen Topf schmeißen und was schönes neues Gesundes draus machen, für mich, dann kann da das eine und andere Wunder gebacken und erlebt werden. "Kann", wir wissen nicht was sein wird, aber wir haben ein unverbohrtes, offenes Gefühl.

    Sieh mal Klaro, ich habe alle Zeit dieser Welt, so lange ich lebe und je früher ich anfange Wunder zu machen, je mehr wundere ich mich zufrieden zu leben.

    LG kaltblut

    Hallo Innocent,

    weißt Du wie erschreckend es ist, zu sehen wie sich Abläufe gleichen?

    Meine Frau sagte damals: sie habe die Schnauze so gestrichen voll von diesen arroganten ich ich ich Menschen, wo bleibe ich?

    Ich sagte: was will die eigentlich, alles dreht sich nur um sie, sie sie, und ich?

    Irgendwie ist das wie Nüsse-Knacken-Denken. Man kann sie gar nicht knacken, aber geknackt denken. Ist zwar was beknackt, aber seit dem ich mich für beknackten Knacker halte, ist es weg, dieses ich, bei ihr und bei mir. Ich kann Dir nicht einmal sagen, was das war, es war einfach so.

    Ob es wieder kommt? Wer weiß es? Die Vorübungen für Wunder werden in diesem Leben nie enden.

    Ich wünsche Dir jede Menge Kraft den richtigen Weg zu finden.

    LG kaltblut

    Hallo Bea,

    ich habe nichts gehört, hast Du jetzt geschrieen und wenn nicht, warum nicht? Was ist denn passiert? Du bist sauer auf Dich, weil Du nicht so sein konntest wie Du gern sein wolltest? Und- ist das jetzt schlimm, warum ist das nicht OK für Dich?

    Auf jeden Fall weißt Du jetzt, dass wenn Du z. Zt. keine Nähe zulassen kannst, da irgendwas Unnahbares ist, in Dir.

    LG kaltblut