Beiträge von kaltblut
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Hi Ette,
das macht doch schon einmal aus dem Stöhnen ein kleineres Seufzen. Ja, indem wir sinnloses durch sinnvolles ersetzen, mit unserem Verstand, nur in unserem Hirn.
Klasse finde ich auch, um welche Uhrzeit die Menschen hier aktiv sein können. Wie auf einem großen Bahnhof, die Menschen kommen und gehen, den ganzen Tag, 24 Stunden, ein ganz großer Bahnhof, verteilt um die ganze Welt, einfach toll.
Ich musste nacharbeiten, die ganze Nacht, weil da gestern Abend noch ein vergessener Termin dazwischen kam und ich war angenehm überrascht, wie viele Menschen kommen und gehen.
LG kaltblut
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Hallo Ihr Lieben,
bei all dem, was in einem Jahr hier passiert ist, darf nicht vergessen werden, dass ich lediglich der Schaltermann war, der den Schalter umlegte und das sich das alles nicht in den paar Jahren die wir zusammen sind entwickelt hat. Das was von ganz unten alles zum Brodeln brachte, das war schon Jahre am Gären und wurde jetzt ausgelöst. Dafür musste jemand herhalten und das war diesem Fall ich.
Ette : ich kann Dein trauriges Stöhnen verstehen und bis hierhin hören und es macht mir Sorgen, dass das nicht fort geht, aber vielleicht kannst Du mit diesen Zeilen von ganz hinten etwas anfangen:
"Ich kannte dieses Gefühl von der anderen Seite, aber so war es mir fremd. Die Beziehung mit der Mutter meiner Jungs überdauerte 25 Jahre, über drei Jahre waren wir getrennt von Bett, ein Jahr von Tisch und ein Jahr stolzierten wir durch Baggerstuben, im gleichen Haus wohnend, im gleichen Gebäude arbeitend, zwei verheiratete Single. Als der Richter uns die Scheidungsdokumente unterschreiben lies, war es für mich der niederknallende Keilhammer, der die Ketten der Gefangenschaft endlich zerschmetterte und mir die Freiheit zurückbrachte, mich los löste von einem Versprechen, das über 5 Jahre ohne Ehering nur auf dem Papier existierte. Als sie unterschrieb, uns unsere Freiheit mit mir unverständlichen Tränen zurückgab, da sah ich dieses Gefühl, einer gebrochenen, enttäuschten und zusammenbrechenden Frau, ihre Ohnmacht.
Es ist jetzt auch in mir, dieses Gefühl der Ohnmacht, vielleicht brauchte es etwas länger um mich zu erreichen, vielleicht ist es eine Frage des Alters, es kommt einfach, unerwartet, ohne Vorwarnung, ohne Anzeichen, mischt es sich in die schönen Gedanken eines erfüllten Tages. So wie heute, beim Öffnen des Gartentores. Es krabbelt vom Fuß in die Waden, die Schenkel entlang, beim Öffnen der Haustüre ist es im Bauch, die Stufen des Treppenhauses wandert es durch das Herz in den Kopf, lässt die Beine ganz weich werden, schwach, wabbelig, lähmend, ohnmächtig, kein stützender Richter, kein helfender Anwalt, nur das kalte Holz des Treppengeländers. Es kommt einfach so, wenn sich eines ihrer langen schwarzen Haare in der Staubsaugerbüste fängt, wenn der Duft ihres Parfüms in die Gedanken fließt, wenn das zeitlose Maria Weiß gespült wird oder die Augen alleine im Bett auf das unbenutzte Kopfkissen gerichtet sind. Es kommt einfach und man kann nichts dagegen tun, dieses unnütze Gefühl der Ohnmacht.Es nützt nichts, wenn ich meine klasse Jungs ansehe und an ihre Produktion denke, das war vorgestern. Ich denke an heute, wie mich der Anblick der Kerle erfreut, nicht an die verhauenen Noten, an die Weely´s, an den Gummi den wir auf den Asphalt gummieren werden, an morgen. Morgen hat die Kraft für heute und heute ist bald vorbei, die Ohnmacht vergeht, aber morgen kommt erst noch, wenn ich da bin, mit den Gedanken an Übermorgen. "
LG kaltblut
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Hi Spedi,
ja, das macht mich irre, dieses Kerlaffentheater, es hat Jahre gekostet, diesen angelernten unnahbaren Egoisten Krams abzulegen. Kerls knallen über die Autobahn, putzen Autos, streicheln männliches Metall und vor lauter Streicheleinheiten werden die Frauen Co., gut, auch paar Kerle, scheinbar nur ganz wenige paar. Da ich mal davon ausgehe, dass die alkoholkranken Frauen nicht alle permanent hinter verschlossenen Türen leben und auch gelegentlich Herrenbesuch empfangen, frage ich mich schon, ob andere Kerle in irgendwas reinrutschen oder ob sich bei den Herren alles auf das bisschen hin- und her beschränkt. Steht ja eigentlich auch in keinem Verhältnis das Hirn einzuschalten, für 20 Sekunden, da ist es eh ausgeschaltet, da wäre es eigentlich logisch, lieber Birne hohl. Vielleicht verwechsele ich da auch was, meine Lampen gingen ja auch erst an, als ich hier landete. Mich haben die Erfahrungen hier auf jeden Fall aus dem Mist gezogen und vor Schlimmeren bewahrt und dafür bin dankbar.
@ Stoffel: was machst Du denn jetzt nach den tollen Gesprächen? Es gibt Gerüchte, nach denen bei Euch eine neue TV-Show gedreht werden soll: wer bekommt Stoffel.
LG kaltblut
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Hallo Ihr Lieben,
das war die erste Nacht seit langem ohne Gift, ohne Radau, einfach Ruhe.
Der demonstrativ hinterlassene Mist ist entsorgt, gereinigt, aufgeräumt, bis Sonntag ist alles voll clean. Es hat mir nichts ausgemacht, nicht zu reagieren, nicht ins Krankenhaus zu fahren, nicht auf das Telefon zu schauen, in Gegenteil, ich habe das erste Mal wieder nach Herzenslust eingekauft und gekocht, lacht nicht: Kasseler gekocht, Gemüsezwiebel, Möhrenscheiben, Kartoffeln, Kräuter und Erdbeeren in die Pfanne, es schmeckt, toller süßlicher Geschmack.
Ich bin nicht mehr in der Quengelstellung, Mama, ich will ein Eis, ich fordere, ein ganzes Eiscafe.
Irgendwie ist das wie nach einer heißen Sommernacht, unter die Dusche und frisch abgekühlt den neuen Tag beginnen. Sommer gibt es auch bald wieder, weiß zwar noch nicht wann, aber das wird schon.
@ Dia, ja, meine Zeit, gute Zeit, für mich. Wenn jetzt der Rosenmontagszug ging, würde ich Dir einpaar Strüßchen rüber werfen. Ich werde mit allem fertig, weil ich gestern Cut gemacht habe, nur Morgen zählt.
Überwältigend was geschehen kann, wenn die Fingerspitzen zweier Menschen auseinander gehen, am richtigen Ort und zur rechten Zeit, sehen wir es mal so!@ Stoffel, Heizung? Ich brauche heute paar heiße Klütte, in jeder Hosentasche, 12° wer soll das im Sommer aushalten? Vielleicht hast Du ja was, was ich in die Kombi stecken kann.
@ Ettte, sieh mal, kein Co. mehr und abstinent leben, mit dem vollen Bewusstsein was das Zeugs anrichtet. Egal was ich einmal selbst getrunken habe, welcher Stand in meiner Birne ist, ich habe die letzten Wochen erlebt, wie ein geliebter Mensch durch diese harte Umstellung auf Konzentriertes zerfällt, körperlich, geistig, gefühlsmäßig, wie ich mit aller Gewalt abgestoßen wurde, wie sich die wenigen abendlichen Nebelstunden auf den ganzen Tag ausbreiteten. Diesen Menschen möchte ich nicht mehr in meiner Nähe, da ist kein Platz mehr. Ich kenne ihre tiefsten Beweggründe, ich hatte sie auch einmal, anders, irre eben und ich habe teuer dafür bezahlt. Es ist ihr Hirn, ihre selbst zerstörerische Waffe, sie kann damit machen was sie will, ohne mich.
Es ist jetzt ihr Job, auf mich zuzukommen, wenn sie entseucht ist und ihren Weg gefunden hat. Wir können uns ergänzen, weil ich einen knallharten Weg gehe und sie kann mich bremsen, wenn ich zu weit gehe. Es gibt viele Dinge, die in letzten Wochen kochten, Dinge die früher nicht existierten. Es ist gut dass sie da sind, aber sie entscheiden nicht über eine Beziehung, genauso wenig wie paar Kilo mehr oder weniger oder später evtl. auftauchende Krankheiten, da greifen die Worte der Eheschließung.
Ette, ich kann auch mit tiefen Narben Motorrad fahren, auch ohne Beine, dafür gibt es irre tolle Dreiräder und wenn es sein muss, dann baue ich mir eins aus altem Schrott. Es liegt an uns, nur in unserer Hand, zu vergessen und neu zu starten. Dazu brauche ich ihre Hand und wenn sie mir die nicht reicht, ich fahre.
Den letzten Weg gehen wir gemeinsam, habe ich geschrieben und Yorkie schrie auf, zum Glück. Denn ich hatte die Einstellung, dann trinke ich eben mit. Wie bescheuert können Menschen sein? Vielleicht hätten wir heute ein Doppelzimmer, das ist gerade mal 1 Jahr her, was wäre in zwei oder drei Jahren gewesen, wäre ich nicht hier gelandet, unmännlich am A… gesoffen? (@Spedi, Du triffst es immer wieder, kurz und bündig).
Ich trete nicht nach meiner Frau, auch wenn sich die Wege trennen, wir wissen nicht was sein wird, aber jetzt, heute und hier, fehlt sie mir nicht und bin nicht bereit so weit in mir zu graben, dass sie mir fehlt.
Wenn sie mir ein Zeichen gibt, dass sie bereit ist, dann werden wir noch behutsamer aufeinander zugehen, als vor wenigen Monaten und jetzt haben wir 2 Monate Zeit unser Hirn zu reinigen, aus dem Schrott was zu machen. Ich habe keine Ahnung was aus dem Schrott wird, etwas rost wird immer bleiben, aber ich weiß, ich gehe weder in die Schrottpresse noch stehe ich als unnützes Ersatzteil im Regal und Wunder, die erwarte ich nicht, aber Leben. Unsere Beziehung begann mit einem Spaziergang durch den Charlottenburger Schlosspark, mit einem Kuss, wir zwei sich berührende Fingerspitzen und ich habe noch beide Beine um neue Spaziergänge zu machen.LG kaltblut
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Hallo Ihr Lieben,
D-Day nennt man das also, gut, vollbracht, aber machen wir uns nichts vor, schöne Träume sind anders. Wir haben uns wie Fremde verabschiedet, gefühlsamputiert, ohne Drücken, ohne Kuss, ohne etwas, sie ist im Krankenhaus, der stationäre Entzug beginnt, aufatmen. Die abstoßende Eiseskälte der letzten Wochen wurde nicht durchbrochen, aber gekrönt, deshalb bat ich nach wiederholten achtlosen Gefühllosigkeiten um meine Wohnungsschlüssel, die Gastzeit ist vorbei, ich werde nur noch einmal zu gammeligem, stinkendem, wertlosen Fleisch, nachdem ich abgesenkt wurde, es liegt jetzt in ihrer Hand „Normales“ zu tun.
Ich sprach immer von wir. Wir achten uns, respektieren uns, vertrauen uns, sind uns wert, haben Kommunikation. Wir, bestand nicht aus uns, ich war bescheuert. Es ist ihr Kopf, ihre selbst zerstörerische Waffe, alles ihr und wenn es so bleibt, ich möchte nicht daran denken und wünsche ihr alle Kraft die es gibt, aber meine ausgestreckten Arme sind ausgekugelt.
Döblin nennt es so: „Das gefährlichste Organ des Menschen ist der Kopf“, sie muss jetzt die Warnschilder aufstellen, die Löcher schließen, die Hand ausstrecken. Ich möchte mit meiner Frau ein Leben lang zusammen bleiben. Lasst sie einfach gesund werden, egal was mit uns sein wird, leben, macht ein Wunder, schenkt ihr einfach ein glückliches Leben und nehmt ihr diese grässlichen Waffen aus dem Kopf.
Schön dass man nachlesen kann, die Worte geschrieben stehen und nicht aus den Gehörgängen verschwinden können, August:
„…kümmere mich um mich, führe trotzdem eine gute Beziehung, freue mich über jeden Tag den wir zusammen verbringen und entgegen mancher Vorstellung: ich bin glücklich“. Erdachter Schwachsinn.“
Mein Verhalten mag ihre Sucht verlängern und bringt ihr keine Änderung, aber es geht um mich und mir geht es gut.“ Erdachter Schwachsinn.Die nackte Wahrheit ist heute:
Ging es mir wirklich gut? Nein.
Bringt es mir was? Nein.
Bin ich zufrieden? Nein.
Bin ich glücklich? Nein.
Brauche ich das? Nein.
Was tue ich dafür? Zu wenig.
Ich Träume und warte auf Wunder, Wunder können wir uns nur denken und wenn der andere anders denkt? Erdachter Schwachsinn.Mein Vater und ich hatten einige Jahre nicht miteinander gesprochen, es dauerte bis ich ihm die Maßregelungen gegen meine Halbstarkenausbrüche und er mir meine Unverschämtheiten verzeihen konnte, dumme Zeit, dumme Gedanken.
Einem meiner älteren Brüder habe ich seine Halsabschneiderei nie verziehen, es versucht, aber er hat mich dafür auf den Arm genommen, ausgenutzt, war es nicht wert und ist es mit 61 Jahren immer noch nicht. Es ist nur traurig, einen Bruder zu haben dem man nie verzeihen wird, für seine Gedanken, meine Gedanken.
Die Krönung ist eine Frau zu haben und auf die liebevoll gereichte trockene Hand zu warten, vieles könnte anders sein. Sie wird es nicht können, nicht wollen, aus Eitelkeit, aus Stolz, aus Scham, weil ihr etwas fehlt, es sind nur Gedanken, lange kämpfende Gedanken, ihre.
Gestern las ein bekannter Kritiker im TV, den ich eigentlich nicht besonders mag. Jetzt schätze ihn jetzt und mag ihn sehr, für seine Worte, für seine Art. Es waren nur kurze Impulse in meinem Hirn, er las von Döblin, von Schmerzen, es traf mich, ich brauche das nicht, das soll da weg.
Nur Gedanken, was haben wir alles mit unseren Gedanken erlebt, gemacht, getan. Gedanken die zwei Menschen tief vereinen, beben lassen, getrennt eins werden lassen, über tausende Kilometer und unausstehlich nebeneinander entfremden, vergiften. Wertvolles Leben, sein Lassen um zu Leben, komisches Leben, wir haben keine Jahre für dummes Denken.
LG kaltblut
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Hi Ayki,
nein, warum sollte ich Dir was übel nehmen, ich kann mir schon noch Schuhe anziehen, dankbar bin ich für Deine Worte. Würde mich jemand als schäle Kopp bezeichnen, ich könnte es verkraften. Übrigens: lachen ist gesund, sollten wir viel öfter, viel viel öfter.
Offenheit, Herzenswärme oder Verständnis wird in vielen Ländern sowieso anders gehandhabt, da denkt keiner falsch oder an Bakterienübertragung, wenn man gedrückt wird. Vielleicht liegt das ja auch nur an unserem Klima, an unserer Kälte. Nur wenn ich etwas preisgebe, können mich andere verstehen, wie will mich jemand verstehen, wenn ich zugemauert bin. Vielleicht mal zur Anregung: ich hielt mich einmal für einen tollen Karrieretypen, hatte die Kunst ein Egoist zu sein gefressen, bis mir einige Leute sagten, dass sie so ein arrogantes A.. noch nie erlebt hätten.
Stoffel drücke mal fleißig weiter, das ist Leben und da drücke ich einfach mal kräftig mit.
LG kaltblut
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Hallo Leon,
da sprichst Du etwas an, was ich so noch nie betrachtet habe. Da kommt Gänsehaut und Vergangenheit hoch. Abhängig im Job, vom Vorgesetzten. Da habe ich als Co. noch nie drüber nachgedacht, auch nicht darüber, dass man oft mehr Zeit miteinander verbringt, als mit dem Ehepartner, mehr zusammen arbeitet als man zu Hause ist und die ganze Familie mit dran hängt, mein Gott, ist das ganze Thema ein Apparat..
Mit 22 kam in den Außenhandel Ost, 5 Jahre wurde ich standhaft ausgebildet, eben standhaft zu sein, es war normal und machte mich stolz mithalten zu können, es brachte mir Respekt ein. Dann kam der Entschluss auszusteigen, zu heiraten und zu Nachwuchs zu produzieren. Ich hatte einen Chef, für den ich alles getan hätte, er stand sehr hoch im Kurs. Bis zu dem Abend, als er und alle VIPs nach langer Sitzung schwankend aus den Kämmerchen kamen, paar Blicke gewechselt wurden, er mich unberechtigt anmachte, eine Coke nach mir warf, die postwendend zurückflog. Da durfte ich das erste Mal einen Flieger nehmen, habe sofort gekündigt und sechs Wochen später arbeitete ich woanders. Damals war ich radikal.
Später habe ich einmal einen reiferen Herrn eingestellt, er brachte nach einem Monat regelmäßig eine Fahne mit, wir mussten uns radikal trennen, es ging an meine Unternehmersubstanz, gerade Linie, radikal, egoistisch, konsequent.
Ich habe nie etwas von Co-Abhängigkeit noch von der Tiefe des Themas geahnt, es war einfach.
Wenn ich mir jetzt vorstelle was da alles dran hängt, da wird mir anders. Gleichzeitig muss ich auch sagen, dass ich in einer bestimmte Phase nie von Mitarbeitern angesprochen wurde, es auch nicht eingesehen hätte und wohl eine Trennung unumgänglich gewesen wäre bzw. meine Eitelkeit für klare Verhältnisse gesorgt hätte, also weg damit, mit dem Mitarbeiter.
Du hast ein verdammt schweres Ding zu schleppen.
Lieben Gruß kaltblut
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leon : habe es gefunden, soweit bin ich noch nicht in meiner Denke gekommen, Wahnsinn.
@Ayki: ja, im Kopf bin ich oft nicht normal, sonst schon und jetzt fühle ich mich gleich super, ehm, auch ohne Rock.
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Hi @ all,
Ihr meint also Männern nehmen, Frauen geben. Menschlich ist zu teilen, zu geben und zu nehmen.
Ich bin mit Eurer Hilfe ein Stück Macho geworden. Deshalb bin ich trotzdem ein ganz normaler Kerl, mit memmenhaftem unter der Schale, da kann ich noch so den Hahn aufreißen, in den Kurven liegen, harte Verhandlungen führen oder mit meinen Jungs imponierendes Männergequatsche vom Stapel lassen, mit beiden Händen auf die Brust klopfen und laut blöken.
Männer werden nicht in die weibliche Gefühlswelt eintauchen können, sie sind eben von kleineren Körperteilen gesteuert, aber viele stehen vor gleichen, aufreibenden und zu lösenden Situationen.
Vielleicht ist es ja eine gute, effektive Bestimmung, dass Hirn in diesen Situationen auf einige Zentimeter zu verkleinern.Viele es haben nach langer schwerer Zeit in ihrer Hand, Entscheidungskraft. Als ich hierhin kam hatte ich nichts in der Hand, eine hole Birne, nur Verwirrungen und Gefühle mit stechenden Nadelstreifen.
Bin ich jetzt richtig eingestellt, bin ich ein Außenseiter, unmännlich mit Hoffnung, Liebe und Gefühlen im Bauch gewesen? Ich habe mich hier als gestandener Kerl angemeldet, weil ich kein Egoist, nicht radikal war, nichts wusste und bin dankbar doppelt clean geworden zu sein, lernen durfte zu denken und Hilfe anzunehmen musste.
Ich kenne und lese wenige Co-Kerle, manche sprudeln aus sich heraus, wenn sie unmännlich sind.
Vielleicht ist es männlicher sich einfach einmal nur zu trauen.
LG kaltblut
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Hi Dia,
Kampf, Koffer auf und zu? Ich bewundere Deine Gelassenheit, pass auf Dich auf.
LG kaltblut
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Hi Stoffel,
richtig, Möbel gibt es überall, als ich meine Bude einrichtete, alt und gebraucht, Lebensgeschichten erzählende Möbel, hat das riesigen Spaß gemacht. Ich hoffe Du kannst leicht großzügig trennen und lässt Dich auf keine Auseinandersetzung ein, das belastet und nimmt Dir den Spaß. Egal welche Belastungen Du jetzt hast, Neues wird Dir Freude bereiten.
LG kaltblut
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Hallo Hoffnungslos,
denk einfach daran, dass andere nicht Dein Verständnis haben. Ich habe oft Wein verschenkt, weil die Leute, z. B. mein lieber Bruder es mochten und ich es klasse fand, ins Schwarze zu treffen, ich hatte keine Ahnung.
LG kaltblut
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Hallo stille Leser,
statistisch betrachtet, sind mehr Männer Alkoholiker als Frauen, also auch mehr Frauen Co-abhängig. Oft dachte ich, Co´s werden eigentlich nur die besseren Hälften, Kerle werden Alkoholiker oder eiern nicht rum, dürfen nicht butterweich sein. Kompliment an die, die gesund und schadlos über allem stehen.
Ich vermisse im Co-Bereich die harten Jungs, die Arnies und Bruces, vielleicht müsst Ihr ja auch nur hart arbeiten, habt keine Zeit für so einen lästigen Krams und denkt Frauen, Haushalt, Kinder, die haben eben Zeit, machen sich einfach nur zu viel Gedanken und Ihr habt ganz andere, wichtigere Sachen im Kopf.
Traut Euch, auch wenn Ihr denkt, die Evolution hat uns aus einem anderen, steinharten Holz geschnitzt, Ihr seid hier nicht alleine. Es ist keine Schande krank zu sein, dabei unbewußt auf der Stecke zu bleiben sollte nachdenklich machen, sehr nachdenklich.
Lieben Gruß kaltblut -
Hallo Hoffnungslos,
wenn ich etwas geschenkt bekommen hätte und meine Frau hätte es mir fortgenommen oder umgedreht, wäre Stunk vorprogrammiert. Voraussetzung ist, dass beide es wollen. Wenn er es mit seinem Einverständnis zulässt, weg damit, falls nicht, hast Du schlechte Karten.
Es lässt sich nicht verhindern, dass Fremde gut gemeinte Geschenke überreichen. Ebenso möchte ich diese nicht vor den Kopf stoßen, schließlich haben sie es gut gemeint und keine Ahnung. Meist ist auch keine Zeit für Erklärungen. Also freue ich mich, nehme ich es an und entsorge.
Darüber einfach mit jemandem zu sprechen und sie einzubeziehen, ist für meine Frau ein großer Vertrauensbruch. Für mich nicht, sie ist ein Teil meines Lebens, aber ich habe zu respektieren, dass ich sie irgendwie außen vor lasse. Wenn jemand es gut meint, kann ich ihm was sagen, von mir, dann macht er sich vielleicht Gedanken, über mich und greift das nächste Mal ins Obstregal statt ins Flaschenregal. Meine Frau darf ich da nicht direkt mit einbeziehen, das ist ihre Sache, auch wenn sie ein Teil meines Lebens ist, es gäbe Stunk.
LG kaltblut
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Hi Bea,
das wir alle nicht einfach so zusammen passen, hier und da Hochs und Tiefs dazukommen, das ist nun mal so, da müssen wir uns durch wuschteln, Alltag. Ich weiß was Du meinst, über den Dingen stehen geht einfach nicht, dafür ist zu viel Beigeschmack im Hirn. Aber die Gedanken an alte schlechte Geschmäcker sind doch nicht immer da, z. B. wenn Du andere hast. Hast Du etwas was Dich auf andere Gedanken bringt? Mir hilf es nicht immer hier zu lesen, aber es gibt noch so viele andere Dinge.
Andererseits Bea, es geht doch um Dich und wenn Du andere Gedanken hast, andere Vorstellungen, wird Dich immer etwas einholen was nicht passt. Was ist egoistisch? Sei froh an Dich zu denken, an schöne Dinge. Sieh mal, ich würde nichts lieber, als mit meiner Frau irgendwo in der Sonne am Meer zu liegen, wir sind total unterschiedlich und sie glaubt ich mag das Meer nicht, nach 4 Jahren, sie wird es vielleicht nie erfahren. Es ist für mich unwichtig wo wir liegen, weil ich mich für sie entschieden habe. Ich habe mich gegen den Alkohol und damit auch gegen eine nasse Frau entschieden, mein Leben ist mir wichtiger.
Wenn wir mit der neuen Situation trocken nicht mehr umgehen können, dann haben wir mit faulen Zitronen gehandelt, vor einem Jahr dachte nicht so. Egoistisch muss ich Dir auch sagen, dass Zitronen an Zitronenbäumen wachsen, jedes Jahr neue. Frag mal Stoffel, er hat jetzt einen vollen Terminkalender und keine Zeit mehr, die Gedanken sind woanders.
Genauso ist es Dein Job zu entscheiden, ob Du mit der Situation umgehen möchtest, ob Du es kannst oder aus der Achterbahn eine gerade Autobahn machst. Entscheiden musst Du, ohne Liebe- und Alkgedanken, sonst hast Du eine Autobahnachterbahn, Deine ganze Beziehung.
LG kaltblut -
Hallo Ihr Lieben,
als ich „Freunds“ Leitfaden zur Trockenheit las, waren die Stunden schnell um, hängen bliebt vor allem das Wort „Radikal“ und damit bin ich endgültig sauber und weich gelandet. Danke, dass ich hier immer wieder so tolle Zeilen finden kann.
Oft machen uns die Gefühle einen Strich und viele Erfahrungen sind weg, aus Radikal wir ein Radikälchen.
Ich hätte es mir nie vorstellen können, einmal selbst ein Radikaler zu sein.
Es war Irrsinn, was ich nach unserer Trennung gemacht habe, wieder zusammen die Zeit durch stehen zu wollen. Ich bekomme meine abendliche Zeit nicht mehr rum, statt sie sinnvoll auszufüllen, quäle mich mit meiner Arbeit lustlos rum, hocke regungslos vor dem Fernseher, penne in meiner Wohnung auf dem Sofa, bin sprachlos und aggressiv geladen, wir sehen uns nur im Vorbeigehen, überladen, verspritzen Gift. Als ich alleine war, wurde mit Freude gekocht, gespült, geputzt, gewaschen, geschrieben, gelesen, bewegt, was auch immer, es war keine Zeit für diesen Schmarren, für diese Gedankenlähmung.
Radikal: 1. trocken leben 2. kein Co-Dasein
Ich erhoffe mir von einer trockenen, therapierten Frau, dass sie mich versteht und wir gemeinsam unseren Weg gehen können. Die Therapie ist kurz und ich erwarte keine Wunder, aber trockene Klarheit. Wenn sie in der Lage sein wird, einen radikalen Weg gemeinsam mit mir zu gehen, werden wir ihn gemeinsam beschreiten können, andernfalls sagt das Wort „Radikal“ alles aus. Damit erübrigen sich alle anderen Diskussionen, einfach den Kopf frei halten.
Ich habe mich über diesen Wandel erschrocken. Radikal heißt auch, dass nicht mehr ihre Krankheit unsere Beziehung auflösen kann, sondern mein Genesungsweg.
LG kaltblut -
Hi Stoffel,
schön, dass Du aufgeladen gleich aktiv wirst. Hatte Deine vollen Akkus was angezapft, ging gleich besser.
LG kaltblut
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Hallo Bea,
meine Frau sagte manchmal: Karl was kommt als Nächstes…. Ich hätte es mir so nie vorstellen können.
Ich kam als Co. hierhin, trank weiter abends ein, zwei Glas Wein, stellte die andere Abhängigkeit fest und lebe jetzt abstinent, gehe offen mit beidem um und bin, wie „Freund“ das so klasse beschrieben hat: radikal.
Meine Frau sieht den offenen Umgang als Vertrauensbruch und geht zurückgezogen damit um, für mich ist der offene Umgang ein Stück meines Lebens geworden, Pflicht. Wenn sie mich nicht mehr mit allen für und wieder so nimmt wie ich bin, ihre Prioritäten anders gelagert sind, gehen unsere Wege so oder so auseinander, da stehen sich unüberwindbare Gefühls- und Einstellungshürden gegenüber. Ich hatte immer Bedenken, wie sie sich verändert würde, jetzt bin ich anders geworden, eben radikal, auch wenn der Kerl der Gleiche ist. Wie gesagt, ich hätte es mir so nie vorstellen können.Wenn Dein Mann sein Leben umstellt, wird sich viel ändern bei Euch, wenn Dich das belastet, die Gedanken nicht mehr stimmen, dann habt Ihr ein Problem. Ich träume davon, dass sich meine Probleme in 2 Monaten auflösen, wer weiß es, Träume eben.
LG kaltblut
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Lieber Freund,
wie klasse, dass alte beeindruckende Treads immer wieder ausgegraben werden, Hammer, sage Euch einfach danke.
LG kaltblut