Beiträge von kaltblut

    Hallo susen,

    irgendwann war man mal eins, auf einer Ebene, hat angenommen, bedingungslos gegeben und genommen, jetzt nicht mehr und jedes Wort entfremdet immer mehr. Nichts zu sagen, Ignoranz, Schweigen, auslaufen lassen ist der einzige Weg, um das was auf Dich zu kommt zu stoppen oder zu gehen.

    Ich habe immer gehofft, wenn die vernebelten Abend- und Nachtgespräche vorbei waren, irgendetwas bei klarem Verstand am Folgetag mit meiner Frau besprechen zu können. Dazu wurde jeder Gedanken zu Papier gebracht. Vergiss es, vergiss irgendetwas verstehen oder begreifen zu wollen. Jedes Wort ist Öl in Feuer, von Dir bei Ihm, von Ihm bei Dir, nur wenn Du den Sauerstoff wegnimmst, kannst Du es löschen.

    Irgendwann bist Du nur noch froh, wenn die Wohnung, Dein Alltag gesäubert ist und wirst Dich wundern, wie die Beschaffung einer neuen Karre und neuer Einrichtungsgegenstände Dein Hirn säubern.

    Lieben Gruß kaltblut

    Hallo susen,

    das ist zwar starker Tabak, aber es ist und bleibt so.

    Ich habe mir etwas gegönnt, komme gut gelaunt nach Hause, Eiseskälte, Palaver, Provokation, für nichts, der jetzt übliche Totalabsturz, nach dem ich ihr knallhart sagte: du bist hier Gast, benimmt Dich auch so, meine Wohnung oder packen, Hotel, Türen flogen, abgedreht ins Bett und weg. Habe ich das nötig? Nein - susen, Du auch nicht, keiner braucht das, weg damit.

    So bin ich nicht, so wurde ich und ich bin dankbar jeden Monat etwas mehr so geworden zu sein. Es ist ihr Ding ab Mittwoch alles durchzuziehen, nicht meins und wenn es sein soll, geht sie sofort.

    Susen, wenn es Dir gut tut, kannst Du irgendwann wieder Deine Arme ausbreiten, jetzt brauchst Du ein anderes Schloss, in Deiner Türe, zu damit.

    LG und viel Kraft kaltblut

    Hallo zusammen,

    ich habe keine Ahnung, was in meinem Kopf abgeht, wenn es brummt, kribbelt, rappelt, warum man sich dann so tief vergräbt, hoch steigert, aus rutscht und rumeiert. Jeder Außenstehende denkt sich dann: ab in die Klappse mit dem. Das bin nicht ich. Würde es jetzt schneien, dann wäre es so, man kann es nicht ändern, aber ich könnte mir Skier anziehen und paar Runden drehen.

    Also, vergessen und zurück in die Zukunft.

    Ein schönes Wochenende kaltblut


    PS: Maria , 36 Jahre wirft man normal nicht weg, wenn wir normal werden wollen, bleibt es der einzige Weg, um Bitterkeit in süße Gedanken zu wandeln.

    Hi Ayki,

    ja das merkt man, verändert, gelassen, sicher, auch wenn Du Deinen schwierigsten Schritt in etwas Endgültiges, nur mit einem komischen Gefühl beschreibst, Du gehst einen klasse Weg.

    Wünsche Dir viel Sonne + LG kaltblut

    Hallo Mary,

    ein Arzt kann vieles, Blutwerte testen, prüfen und machen, aber die Sucht kann Dein Partner sich nur selbst eingestehen. Du wirst es feststellen und erleben, es gibt keine Kontrolle. Wenn Du Dich damit beschäftigst, Dich nicht in den Sog des Co-Daseins ziehen lässt, wirst Du vielleicht ungeschoren da raus kommen, damit leben wirst Du nicht lange können. Was soll nach hinten losgehen? Du oder Alk ist eine mutige Entscheidung, was soll da passieren? Entweder Du merkst, dass da kein Problem ist oder Du beginnst zu begreifen, dass was in die Hose geht. Wenn es Streit gibt, der legt sich wieder, wenn er ein Problem hat, nicht, dann ist der große Knall programmiert. Sei wachsam, achte auf Dich.

    LG kaltblut

    Hallo Pummelchen,

    Du hast die Kraft, wir alle haben die Kraft, sie geht und kommt mit dem was wir im Kopf haben. Akkus laden, was tun, machen habt Ihr gesagt. Ich saß hier blöde und dachte ja, Lenkkopflager raus aus der Karre, tauschen, was brauchst Du, wie machst Du das bei der, wo fährst Du anschließend zum Testen hin, klasse es regnet, ideal zum Tüfteln – Pummelchen, ich habe keine Zeit mehr an Kaputtmachendes zu denken und den Kopf, den brauche ich jetzt damit nichts falsch gemacht wird. So lange was in Bewegung ist, hat der Kopf keine Zeit uns umzudrehen.

    Alles andere ist genauso wie gestern, nur nicht in meiner Birne. Denk und mache was Schönes.

    LG kaltblut

    Hallo zusammen,

    zweifellos habt Ihr alle Recht, das zerfrist, hinterlässt Narben und es ist alles bescheuert. Los lassen, sich wieder in den Mist zu setzen und irgendwie ist es doch das Gleiche: Co. Mal zählt man Flaschen, mal Blubs, mal reagiert man auf Dummes Zeugs, mal Anzeichen irgendwelcher Reaktionen. Weg geht das nur wenn man weg ist, Tiefpunkt. Ich habe mich auf etwas eingelassen was nicht OK war, dumm gelaufen.

    1l Wein sind 1/3l irgendwas, rechnerisch, habe ich gedacht, stimmt ja mengenmäßig. Nur, es war ja schon 1/2l und mehr und praktisch wie Spülmittel im Vergleich zu Rohreiniger. Die Gedanken sind wieder krank, ihre Sache, nicht meine.

    Ich werde das schaffen, damit meine ich weg, raus aus dem Kopf.

    Schlapp machen, die paar Tage, egal wie ich sie rum kriege, ich bekomme sie rum und dann ist der Kopf erst mal frei und es wird getankt.

    LG kaltblut

    Hallo Ihr Lieben,

    danke für Eure lieben Worte. Ich habe keinen Ausraster gehabt, bin nicht stiften gegangen, habe nichts zerrissen oder kaputt gemacht, wir machen die Woche noch irgendwie rund. Gut, dass meine Frau einen klaren Kopf behalten hat und sich auf kein Gespräch eingelassen hatte.

    Wir waren gemeinsam beim Suchtberater, Ehegespräch, ich wusste nicht genau warum, habe es einfach doch mitgemacht, sie bat darum, um auch andere Vorgehensweisen und Ansichten aufzuzeigen, als wir sie hier vertreten, da es für mich nur hier, nur schwarz weiß gibt. Das Gespräch war gut und wichtig, schade nur, dass kein Band mit läuft, keiner mit schreibt und das leider das Meiste anschließend aus dem Kopf ist, nicht nachlesbar irgendwo steht, keine Nacharbeit möglich ist. Therapeut sein ist eine achtbare Aufgabe, eine schwierige und brisante.

    Wir haben zwei grundsätzliche vereinbare oder nicht vereinbare Einstellungen festgestellt:

    1. gibt es einen Unterschied in unserer Lebenseinstellung, in der Betrachtungsweise der Dinge.

    Ich lebe nicht in Büchern, nicht mit Hinterfragungen, nicht mit S/W-Absicherung, nicht mit dem Suchen nach Begründungen, Rechtfertigungen, Hinterfragen und Diskutieren, bin fatalistisch, mache und tue, auch einfach so, ab einem bestimmten Punkt, dann ist es einfach so und gut ist, z. B. Thema Verstehen. Ich habe getrunken, denke manchmal darüber nach, kann auch diskutieren, gut ist. Ich brauche keine Beweise, Begründungen oder genetische Untersuchungen, auch nicht von ihr. Sie ist genau das Gegenteil, sucht, und sucht, und sucht und diskutiert endlos, sie nennt es Intellekt. Das Verarbeiten, Aufarbeiten ist eine Sache, ihre, ich bin da, kein Therapeut, ich kann da sein, zuhören, sie in den Arm nehmen, aber es bleibt ihre Sache, sie spricht nicht darüber, versteckt es, auch vor mir.

    Ich finde, wir ergänzen uns im Alltag hervorragend. Wo sie steht, schubse ich, wenn ich über das Ziel schieße, bremst sie mich. Ich war so, bin so, auch wenn ich hier viel gedacht habe, ich bleibe so. Sie bleibt wie sie ist. Ich kann damit umgehen und gut leben, ihre Einstellung annehmen, wenn sie nicht mit meiner leben kann, dann ist es so und gut ist, die Wege trennen sich, ich halte das für schade.


    2. Unterschiede in der Behandlung und im Umgang mit dem Thema Alkohol.

    Ich habe keinen Behandlungsunterschied vernommen, auf die Grafik an der Wand verwiesen, gesagt: da steht wo es lang geht, es gibt keine Alternativen. Sie meint, es gehe auch ohne den Tiefpunkt erreicht zu haben, sie braucht nicht am Boden zu sein. Braucht sie auch nicht, sie ist schon längst da und es ist doch egal, ob morgen oder in einem Monat, in einem Jahr, sie kommt da an, dann ist es zu spät, tot. Klasse, wenn sie noch wählen kann, bald nicht mehr und der Verfall, der ist nicht zu diskutieren, den sieht man, jeder sieht es. Ich habe auch gewählt, ohne Tiefpunkt, ohne im Randstein zu liegen, aber das Elend vor Augen und es war der einzige richtige Weg.

    Ich bin nicht anders, weil ich eine Krankheit habe, weil ich den Rest meines Lebens Alkoholiker bleibe und da stehe, wo ich heute bin, auch nicht weil ich Co. war und raus bin, es ist einfach so. Mein Leben ist offen danach ausgerichtet, mir der Situation bewusst zu sein und es immer zu bleiben, morgen hätte es zu spät sein können, ich hätte es nicht gemerkt. Es gibt kein Verstecken, nur ein offener Umgang, kein umhängendes Schild, aber ich rede mit wem es mir passt darüber und meine Co-Abhängigkeit betrifft nun mal auch sie, also rede ich auch über sie. Da gibt es keine, auch gar keine Kompromisse und die Projektionen anderer Menschen sind deren, nicht meine. Ich bin kein Hypochonder, aber ein trockenes und co-freies Leben steht vor meiner Frau, vor der Ehe, der Beziehung. Entweder ist das akzeptiert oder erledigt, man kann es nicht trennen.

    Sie spricht von Vertrauensbruch, da ich zu offen damit umgehe und möchte selbst entscheiden, wem sie davon berichtet. Ja, das ist ihr Ding, nicht meins. Bisher belügt und betrügt sie sich. Es gibt kein Verschweigen, Verstecken und Verkriechen. Sind Alkoholiker Lügner, war im Forum die Frage. Ja, wenn ich den Therapeuten im Beisein des Ehemannes belüge und schön rede. Ich gebe es aus Rücksicht nicht wieder, Deckel drauf, zu und weg, aber ich frage mich, was sind die Gespräche wert, wenn ich mich nicht voll und ganz öffne, wenn Scham über allem steht? Ich weiß, ich kann es nicht verstehen, ich brauche und will es nicht mehr verstehen.

    Was ich hier schreibe, ist mein Ding. Ziehen wir woanders hin, ist und bleibt es meine Sache, ich habe es für mich zu verarbeiten und dazu gehört dazu zu stehen und wenn ich eine Vertrauensperson kennen lerne, einen Bedürftigen treffe und es für angebracht halte, dann rede ich darüber.

    Es geht nicht um Vertrauensbruch, nur um trauen. Steht sie nicht zu ihrer Krankheit und lässt das was im Hirn anderer ist nicht deren Sache sein, kann ich es nicht ändern. Ändern kann es die LZT, wir werden sehen. Sie kann in SHG darüber sprechen, sonst wo oder mit einem Schild rumlaufen, ihre Sache, ich respektiere das voll und ganz, meine ist meine. Passt es deshalb nicht, trennen sich die Wege, eben, schade.

    Intellekt, den erwarte ich bei diesem, uns beide sehr belastenden lebensbedrohlichen Thema, wir haben ihn nicht, reden nicht darüber, sie schweigt.


    Einen Dritten Punkt haben wir nicht angesprochen, Lavendels Frage nach den Werten. Das ist ein Thema für eine Partnertherapie nach ihrer Rückkehr.

    Ich bin mir viel wert, sie ist mir viel wert, was sie sich, was ich ihr wert bin, keine Ahnung, ich komme momentan nicht in ihrem Sprachschatz vor. Wertschätzung und Maßhaltung, vielleicht Teile der Therapie, wenn es gerichtet werden kann OK, wenn nicht, vergessen, eben, schade.

    Jeder von Euch hat seine Erfahrungen gemacht und ich glaube dass einige von Euch in bestimmten Eskalationssituationen Dinge über den Partner dachten oder sagten, die nicht nur unter der Gürtellinie waren. Steht hier von mir so etwas, nein, es wäre vom Adm. sofort gelöscht worden. Ich habe mich vergewissert, ob ich irgendwem schon einmal irgendetwas Niedermachendes geäußert habe. Nein, auch nicht in meinem Kopf. Es ist ihre Projektion, dass muss sie verarbeiten oder vergessen, eben, schade. Ich fühle mich gelegentlich wertlos, unnütz, leer, in meinem Kopf, egal was je im meinem Leben passiert ist oder passieren wird, ich fühle mich deshalb nicht als ein Stück zu Löschendes, es bleibt ihre Sache die Werte richtig einzustellen.


    LZT: ich hatte damals eine große Angst, was alles passieren kann, wie sie sich verändern kann, dass wir nicht mehr zusammen passen, uns entfremden, da war auch Vor-Eifersucht, bei all den Kerlen, was alles passieren kann (Gedanken an Stoffel), ich habe zu allem gestanden und nie auch nur einen Gedanken daran verschwendet, dass ich selbst ein „eben schade“ in die Waagschale legen würde. Jetzt ist es so, gut ists, oder eben, schade.

    Ette : ein Freund meinte, ich hätte nichts Prägendes mit ihr erlebt. Was ist prägender als dieses Jahr hier, diese Erfahrungen, diese Erlebnisse. Es wird uns nie mehr los lassen auch wenn wir los gelassen haben, weit fort sind, ein Bein, einen Arm verloren haben, sie kommen nicht zurück, wachsen nicht nach, wir werden immer erinnert dass etwas fehlt, bei jedem Schritt, jeder Bewegung, auch wenn der Schmerz längst fort ist, aber es gibt kleine Erinnerungen, die uns auch einbeinig stehen, laufen lassen, weil wir es müssen und wenn wir es nicht schaffen, ich muss es schaffen, für mich.


    Was ich jetzt zu machen habe? Mir wurde eine Selbsthilfegruppe angeboten, die habe ich hier, der Rest geht seinen Weg, ich bin da, einfach da, werde das Angehörigen Seminar während der LZT besuchen, Akkus laden, der Rest wird sich ergeben.


    Manchmal müssen wir die Weide im Wind sein, uns biegen, biegen lassen, mit dem Gummi des Gummibaumes abgeschossen werden, weit fliegen und hart aufplatschen, zu Unkraut werden, um eines Tages als unbeugsamer mächtiger Tropenbaum das Treiben unter unserer gewaltigen Krone gelassen zu genießen, zu erleben.


    LG kaltblut

    Hallo nochmals,

    die Nüchterne hat etwas Passendes gesagt: in meinem Zustand redet sie nicht mit mir. Sie hat Recht, ich bin Doppellöwe, wenn ich auch doppeltzahm und doppeltlammfromm bin, wenn es mich packt, dann zerreiße ich kein Schaaf, sondern eine ganze Herde, sehr selten, aber da zerfetze ich verbal alles, auch Übermenschen, egal was sie intus haben. Also komme ich erstmal runter, es bringt nichts.

    @ Ayki, ja, ich komme alleine klar, leichter, besser und es gibt Millionen Frauen, im Supermarkt, an der Tanke, im Kundenkreis, überall, auch ohne Partnervermittlung, ohne Kuppelbars, aber wir haben uns für uns entschieden und was immer sein wird, jetzt ist nicht die Zeit zum Honigschlecken, irgendwie Augen zu und durch.

    lavendel , das ist genau das Verunsichernde. Verkrampft festhalten, wenn etwas nicht mehr passt. Passt nicht, da haben wir in zwei Monaten was Neues, in Sechs was Anderes und in Zwölf wer weiß was. Damit beantwortet sich mir auch Dia´s Frage, wovor ich Angst habe: das sich nicht Passendes nicht anpasst. Ja, sie ist eine 180° gedrehte Frau, liebevoll, zärtlich, gefühlvoll, achtend, respektvoll, schätzend, vertrauensvoll, alles was ein klasse Mensch braucht um ungebeugt durch das Leben zu marschieren, ein wertvoller Mensch und sie glaubt es fehlt etwas. Was auch immer da noch im Blut sein mag, es kommt das Druckkribbeln, die Suchtbefriedigung und der Übermensch, Abflug. Maßlosigkeiten, ich wüsste keine im scheinbar nüchternen Zustand. Ich träume davon, dass einiges verschwindet. Werte Lavendel, wer weiß was in unseren Köpfen ist, letztendlich müssen Reisende weiter ziehen.

    Noch was @all:
    Morgen bin ich ein Jahr offiziell hier, mein Forum-Geburtstag, was ist da alles passiert. Danke für all Eure Hilfe. Ich wollte auch einigen Menschen Mut machen, die genauso hilflos hier landen wir ich es damals war und jetzt bin ich es wieder selbst, schade. Ich lese einige Zeilen und sehe die Essenz aus einem Jahr:
    es geht schneller vorbei, Rotz und Wasser werden weniger und es tut nicht mehr so weh.

    LG kaltblut

    Na ja, Ihr Lieben,

    ich packe nichts mehr und meine Kunden interessiert das nicht, es muss weiter gehen. Ich stehe nicht als der große Gönner hinter ihr und leide auch nicht unter Profilierungsneurose, aber ich lasse mich nicht, alles was wir gemacht und erlebt haben, degradieren, achtlos und wertlos deklarieren. Kann sie sich etwas für ihren Vergangenheitsstuss kaufen? Nein, nur wenn sie OK ist und lebt, wenn ich OK bin und lebe, wenn wir etwas getrennt oder zusammen schaffen. Ich trete auch nicht auf meiner Frau rum weil sie krank ist, Traumas mit sich rum schleppt oder irgendwann mal was nicht geklappt hat, aber ihre Titel legen ihr kein Brot vor die Tür. Verständnis will ich da keines mehr aufbauen.

    Im Januar habe ich ihr einen Arbeitsvertrag angeboten, damit sie abgesichert arbeiten kann. Abgelehnt, kann ich noch verstehen, keine Abhängigkeit vom Ex. Als sie sich für die Behandlung entschied, war klar, wir machen ihr Ding die Zeit mit, kostenlos, unendgeldlich, sie keine Einbußen, wir haben die Mehrarbeit, den ganzen Krams an der Backe und machen es gerne, für meine Frau, bedingungslos, ohne Forderung, ohne Verpflichtung, ohne Nachkarten. Passt es da noch, wenn ich frage: kannst du bitte paar Stunden das Telefon übernehmen. „? bin ich Deine Angestellte?“ usw usw usw etc.pp. Für Außenstehende mag das an eine Abzockermaschine erinnern, sie ist alles wert, wenn sie keinen Besuch hat.

    Jedes klitzekleine bisschen Schwanken, abweichen, zurückgehen, weich werden, jede Inkonsequenz endet in Abnehmen und Abschneiden, irgendwas fehlt hinterher. Es ist es nicht wert, in der Kiste zu landen, sich für 20 Sekunden tagelange, wochenlange Zermürbungen aufzuladen. Ich bin für diese Spiele nicht geboren worden, sollen sie andere machen. Ich mag keine zerlaufene, ranzige Butter, es gibt Butterberge und sage selbstbewusst: ich mach größere Haufen, steinharte.

    Würde es hier nicht um mehr gehen als unsere Ehe, Beziehung, Eitelkeiten und Liebe, erledigt, irgendeiner würde für 20 Sekunden schon gerade stehen. Ich brauche diese tolle Frau nicht wenn sie toll ist, erst recht nicht, wenn sie von der Tollwut gepackt wird. Ich habe meine Kinder so erzogen, dass sie sich so schnell waschen können wie sie es wollen, wir können durchaus ohne Frauen überleben und gewisse „W“-Wörter unter die Gürtellinie kann ich nur beleidigungslos mit: „und- ist doch schön“, beantworten.

    Wenn die Bausteine einer Ehe angeknackst sind, Vertrauen, Achtung, Respekt und Reden, was bleibt dann noch? Will jemand einen Partner, der einen betrügt, den man nicht anschaut, den man für wertlos hält, über den man sich erhebt, mit dem man nicht redet? Kann man da irgendetwas aufbauen, nur festhalten und glauben, träumen. Ein Tag hat 1440 Minuten und ich keine Kraft.

    @Spedi: Akku leer, ganz und keine Chance an die Steckdose zu gehen.

    Ette , ich weiß nicht ob ich heute überhaupt noch ein Herz habe, da schlägt was, das ist alles.

    sammy , genau wie der Dreck immer drin sein wird, bleibt auch immer was in uns. Weiden, Gummibäume, Eichen, alles bin ich gewesen, Unkraut, ich werde es versuchen.

    Diandra , da bricht etwas auf, gewaltig, da ist keine Angst mehr, weder sie vor die Türe zu setzen, noch sie zu verlieren. Nur davor, dass sie die Brocken hin schmeißt, das bleibt dann ihre Sache.

    Sie kommt ins Büro und fragt: kann ich mal den Autoschlüssel haben, Arzttermin, als wäre nichts gewesen. Mit um zehn Jahre gealterten Gesicht, Promillerechnerei habe ich abgelegt, aber ich weiß, fast eine Flasche Wodka ist bei 52kg und egal welcher Formel, nicht nach 12 Stunden abgebaut, erst recht nicht wenn man so aussieht und sage fahr mit der Bahn, dem Taxi oder nach fünf. Leiht sich von einer Kollegin schnell den Schlüssel und ist weg. Wäre ich nicht unsicher, hätten wir 12h gehabt, hätte ich die Polizei gerufen. Konsequent ? Ich habe es deutlich nach ihrer Rückkehr und im Beisein der Mitarbeiterin zu Sprache gebracht. Hallo, wo bin ich, drehen wir gerade einen neuen Film? Ist das da sein, im Arm halten?

    Ja, es hängt alles zu hoch – sie ist es wert, eine Leiter zu besorgen, sie ist es wert zu leben, leider gibt es noch kein Happy End, Träumerei, wir werden sehen, so oder so. Glasherzen, Samthandschuhe, sie zerspringen, so oder so, was für eine erbärmliche Ironie, Märchen, was ein sch….Märchen.

    LG kaltblut

    Hallo zusammen,

    alles war in Kopf hoch Stimmung, durch, 1 Woche noch, alles fix, 27. Entzug im Krankenhaus, nahtlos Aufnahme LZT, alles ist durch, bestätigt, gebongt und für morgen war ein gemeinsamer Termin beim Therapeuten vorgesehen. Es war nicht geplant, als sie einzog, dass dieser administrative Apparat 3 Monate benötigt, wir dachten E/Mai geht es los, meine Batterien waren von Sardinien randvoll und ich war darauf eingestellt: halt durch, trotz der ganzen Abläufe gegen unsere Moral, unserem geduldeten Wegsehen.

    Halt sie einfach im Arm, sei da, wir schaffen das, aber ich ahnte was kommen könnte, als sie sich diesen US-Film rein zog, von der alkoholkranken Mutter und den zwei Kindern. Deshalb bin ich nicht nochmals zurück ins Büro, war einfach da. Hätte ich doch nur und wäre ich diesem blöden, überflüssigen Gespräch aus dem Weg gegangen.

    Es fehlt mir was bei dir, in deiner Kindheit, wieso bist du vom sensiblen Kind so mutiert. Weil ich in die Pubertät gekommen bin und die Freunde 2 Jahre älter waren, ganz einfach, sonst nichts. Normaler Werdegang, das belastet mich nicht, ich lebe nicht im Gestern, nur heute und für morgen, meine Antwort.

    Ich erhalte einen Vortrag über Haushaltssplitting, später wie wenig ich mich um sie kümmere, wie gut, toll und anziehend sie für ihr Alter ist, ja ist sie und das sie Beachtung bei anderen findet (hallo Ayki, kannst Du Deinen Ex mal vermitteln, der fliegt doch in der gleichen Liga). Wir reden darüber, dass ich sch... eifersüchtig war, als sie in der Herz-Reha war, das ich es nicht bin und sie beruhigt in Therapie gehen kann (klar bin ich das, mein Ding, es geht um Leben, nicht um meine Eitelkeit), dass es Millionen Singles gibt und bestimmte Funktionen irgendwann nicht mehr ausschlaggebend für ein gemeinsame Leben sind, reden lustig über Nieten, über den Markt und die Verhältnismäßigkeit, dass von zehn sechs nicht funktionieren, die Auswahl mit dem Alter schwindet, sie sagt, dass von zehn Kerlen elf Nieten sind. Ups denke ich etwas langsam, was läuft denn jetzt, ihre Aussage richtig stellend und ich denke: abgefüllt, abhaken, aber wie heißt es, kleine Kinder und Betrunkene…..irgendwas bleibt.

    Dann redet sie noch eine Zeit über all die Nieten in meinem Umfeld, in ihrem Leben und über drei Personen, die ihren Respekt haben, Persönlichkeiten, aber irgendwie unbrauchbar veranlagt sind und ich dachte wieder hallo, jeder verdient Respekt, weil jeder Mensch über einzigartige Dinge verfügt, auch wenn wir sie nicht sehen oder nichts mit anfangen können und drücke sie. Und ich denke, wo bleibst du eigentlich? Respekt, Achtung, Vertrauen zu deiner Frau, du trägst sie nach all dem Sch… immer noch auf Händen und Arschtritt, wertlos, alles einseitig, die ganze Beziehung ist einseitig, noch eine Woche, beachte es nicht, es vergeht.

    Eigentlich dachte ich, wir liegen uns in den Armen und reden darüber, wie die Zukunft aussehen kann, was sie tun wird, was ich tun werde, wie wir was schaffen werden, gemeinsam.

    Sie wollte noch was, ich gehe, entschuldigend sagend, so will ich das nicht mehr. Türen fliegen scheppernd, Vollabsturz, fast 2h nachts. Es bedarf keinem Messer in den Rippen, keiner Prügelei um schlagartig alle Hoffnung zu verlieren. Wisst Ihr, es sind nicht die Taten oder Worte, es ist der grässliche Ausdruck, es sind die durchtriebenen Augen, wenn sie etwas sagt, wenn sie Besuch von diesem kleinen widerlichen Hosenscheißer hat, das ist zutiefst abartig, da wünsche ich mir man könnte es raus schneiden, einfach absaugen, in einen Beutel und weg damit, verbrennen, verätzen, ausradieren.

    Ja, gekränkte Eitelkeit, drüber stehen, Kopf hoch, immer wieder. Stolz darauf sein, dass ich ein Jahr durchgehalten habe, die Liebe zu meiner Frau nicht kaputt ging, ich ihr vertraue, sie respektiere und achte, an uns glaube, um mich als wertloses Stück Sch.. zu betrachten, wie vor einem Jahr, nichts wert. Dieser kleine miese Nebenbuhler in ihrem Kopf kann alles toppen, alles noch im letzten Augenblick vernichten, das ist ihr Ding, nichts mehr meins. Was denn noch. Streichelnd ein Messer zwischen den Eiern, sich wertlos fühlen, sich daneben fühlen, schlecht fühlen, Euch Recht geben: es geht nicht, es ist nicht möglich mit einem Alkoholiker schadfrei zu leben, sie raus schmeißen, mich selbst vor mir rechtfertigen, du wusstest doch wo drauf du dich einlässt, die Liste mit all den grenzenlosen Maßlosigkeiten ergänzen?

    Leute, ich bin nicht abartig veranlagt, ich brauche diesen Zirkus nicht, auch kein Co-Getue: es tut mir nicht gut, weg damit. Ich bin in keiner Form schuldig oder verantwortlich für meine Frau, ihr Ding und brauche mich nicht als Versager, Niete oder wertlos zu fühlen, ich bin mir viel wert.

    In den Arm nehmen, einfach da sein? Jedem normalen Menschen hier würde ich raten: fallen lassen, nicht los lassen, fallen lassen, mitten in diese stinkende klebrige Masse aufplatschen lassen, aus dem 10ten Stock, weg damit, platsch.

    Ich bin nicht normal, nicht mehr, nur noch steinsteinsteinhart, schade. Keine Ahnung, ob ich diese Tage noch rund bekomme oder nur ein „Schade“ bleibt, es geht um Leben und das ist das Einzige was mich gerade bei der Stange hält, keine Liebe, keine gemeinsame Zukunft. Diese Nacht klebt an mir, stinkender als all der Knoblauch, stinkender als ich aus dem Koma erwachte und ging.

    Wir werden sehen, wie dieser Gestank unbeschadet wegkommt.

    LG kaltblut

    NS: Spedi, ja, ich weiß das, mit Gedanken daran verfliegt der Gestank etwas, auch ein Stein. Mein Job fordert den lahm gelegten Sack extrem, ich kann mir das einfach nicht mehr erlauben, da sind zwei Kids, mit denen muss ich was unsicher machen, da liegt ein Kapitel 4, wo es ans Eingemachte geht, und, und, und Zeit rum. Ebenso ist klar, dass ich während ihrer Zeit nicht als ihr Lakai auf Abruf irgendwo mit „da sein“ abhänge. Die Frage was zu tun ist hat sich beantwortet: meine Akkus laden, egal wie es stinkt und wie hart ich bin.

    Hallo Maria, hallo Spedi, hallo Elle,

    danke Euch, das würde ich gerne, meine Frau einfach so in den Arm nehmen, aber ohne Messer, das mir über der Schlitzleiste kreist, ohne dass Hand- und Fuß lose, dumme unüberlegte Maßlosigkeiten abgeschossen werden, die unsere Situation oft noch toppen und ob das was mit der Situation zu tun hat, weiß der Geier. Da kreisen bei mir eben Gedanken wie: macht das es weg geht, ich will nichts davon hören. Ich weiß nicht wie ich was machen soll, es bleibt immer falsch.

    Knallhart los lassen, ihr Ding, auch falsch. In den Arm nehmen, ja, nur das Messer ist scharf.

    Sie ist mir viel wert, auch wenn ich der Zweigeteilten oft nichts wert bin, wenn sie Besuch von ihrem Flaschentuppes hat. Ich las hier neulich etwas wie: ich mach das jetzt genauso wie er, dann spürt er vielleicht was….(sorry, finde es nicht mehr). Das ist nicht mein Ding, ich kann es nur abprallen lassen, es trifft sie dann ungebremst selbst.

    Ich bin noch lange nicht fertig mit dem Thema, aber ich lerne weiter mit vielem immer besser umzugehen. Anfangs habe ich das alles aus Liebe gemacht, für meine Frau, einfach so, später für mich, um selbst nicht unterzugehen. Jetzt überlege ich mir, was ich überhaupt der Frau an meiner Seite wert bin, für einseitige Maßlosigkeiten ist einfach kein Platz und für Kreisendes schon mal gar nicht. Ich bin nicht mehr selbstlos.

    Dass sie Ängste vor Unbekanntem, vor Veränderungen hat, ich verstehe es ja und bin da.

    Mein Ding ist etwas zu tun, für mich, was mir gut tut, alles andere lassen wir es einfach mal passieren, ich bin da, wenn es sein soll und habe riesige Arme (weder Klammeraffen- noch Krackendinger, einfach so).
    Wäre ich im Ausland, sonst wie verpflichtet, könnte ich mir auch nicht viele Gedanken machen und ich ziehe mir bestimmte Schuhe nicht mehr an. Lerne ich halt berlinerisch, Schrippen, nüscht, Fenster runter, laut blöcken. Zuzeln war schwer, Kuchikäschtli lustig, es gibt so viele tolle Sachen, anstatt sich den Kopf über ungelegte Eier zu zerbrechen.

    Dann ging ich gestern Abend essen, nahm sie freudestrahlend in den Arm und es gab ein verzauberndes Traumbrathuhn, gefüllt mit Roquefort, Trauben und zwei ganzen herrlichen Knollen Knoblauch, alles in meinem Bauch.

    Was später kam, ich stinke 3 Tage kilometerweit gegen den Wind, übertrifft meinen Gestank und muss sich erst einmal ganz langsam setzen, damit ich jetzt nichts Falsches mache. Der toppende Tuppes kann Register ziehen, die jede normale Beziehung Tausend mal beenden würde, sofort, ich hör jetzt einfach mal auf zu schreiben, bis später.

    LG kaltblut

    Hallo Ihr Lieben,

    jetzt startet bald die vierte Stufe unserer Rakete, der Nachbrenner mit Entzug und LZT, nur irgendwie bekomme ich was nicht mehr auf die Reihe. Ich kam aufgelöst hier hin, es passierte was, trennte mich, wir kamen wieder zusammen, überstehen die letzten Tage auch noch, sie wird ihr Ding machen. Lasst mal unberücksichtigt, dass wir uns die letzten Tage aus dem Weg gehen, weil der ganze Dreck, das Wegsehen und Täuschen, uns zermürbt, das ist ja bald vorbei. Ab hier erstmal Punkt.

    Jetzt hänge ich zwischen den Seilen und weiß nicht mehr weiter. Sie erwartet Hilfe, ich soll ihr Mut machen, sie Unterstützen, zu ihr halten, Beistehen, was ist jetzt Co., falsch oder richtig, wo sind jetzt die Grenzen?

    Wie habt Ihr Euch auf Eurer Reise verhalten und was hatte der Partner erwartet?

    Muss der Partner nicht erst trocken sein, Hilfe annehmen können und sie zu schätzen wissen?

    Sie will und ich bin da, einfach da, arbeite weiter an mir, aber mehr habe ich nicht und die Spezialisten werden im Krankenhaus und in der Therapie sein. Ich bin da hilflos und weiß nicht, ob ein abwartendes dummes Gesicht und Schulterzucken jetzt richtig sind, aber ich sehe nicht anderes. Seht Ihr etwas, was ich tun müßte?

    LG kaltblut

    Hallo zusammen,

    was sind Notlügen? Schöngeredetes? Wunschdenken, „Kleine Lügen“?. Ich habe differenziert zwischen Lügen und Notlügen, zwischen dem was durch Tatsachenverdrehung anderen Nachteile bringt, gegen meine Moral ist und sich schöner anhört als die Wahrheit, Unwahrheiten bleiben Lügen, egal ob dadurch Kriege angezettelt werden oder ob etwas sich nur verschönt anhört. Wahrheit bleibt für mich mein momentanes Verständnis, das kann sich ändern, z. B. durch Erfahrungen hier im Forum.

    Für mich ist es heute Besch… an meinen Kindern gewesen, wenn wir zu einer Tour verabredet waren und ich um zehn anrief: kann nicht, fühle mich nicht gut oder muss noch dringend was erledigen, statt nüchtern und klar auf der Matte zu stehen. Damals habe ich mein Problem nicht erkannt, den Kindern gegenüber auch nicht klar ausgesprochen, schön geredet, gelogen.

    Als Angehöriger habe ich genauso meine Kollegen besch…, getäuscht, Notlügen erschaffen. Wo ist deine Frau? Meeting, unterwegs, hier und dort, ich würde auch heute nicht sagen: sie liegt besoffen im Bett, unfähig den Tag zu beginnen, sie braucht noch 4 Stunden. Meine Moral prallt da gegen was.

    Ich habe mich oft bei meinen Kids über den Zustand meiner Frau ausgeheult und trotzdem genauso dummes Zeugs vorgeschoben, was immer sie gedacht haben, wahrscheinlich haben sie ihrem Vater sogar bedingungslos geglaubt. Sie fühlt sich nicht gut, es ist dieses oder das, gut klingende Gründe zum Täuschen und Tarnen, gab es genug und wenn nur hieß: wir haben gerade Stunk in der Bude.

    Ich habe genauso gelogen, um unhaltbaren Vorwürfen, Ärger, Stress, Auseinandersetzungen mit meiner Frau aus dem Weg zugehen und da ist unbedeutend, ob kleine oder große Lügen.

    Wahrscheinlich konnte ich sogar viele Menschen täuschen, wie viele Menschen nicht, das hat mir noch keiner gesagt, nur war ich später überrascht, das viele die Umstände auch so sahen, sich selbst ihre Gedanken machten.

    Da durch Alkoholeinfluss die Hemmungen schwinden, waren die Grenzen etwas schön zu reden fließend. Ich will keine fließende Grenze mehr und mir ist auch diese „klein“ Lügnerei gegen meine Moral. Ich bin kein Moralapostel, aber meine Moral prallt da weiterhin gegen was.

    Bin ich jetzt mit dem Bike raus, alleine, warte nicht länger auf die Kids, die pennen noch, waren bis zum Morgengrauen in der Disco. Sie werden später erzählen, sie haben die ganze Nacht rum gemacht, nüchtern und mir keinen Bären aufbinden.

    Einen regenfreien Sonntag wünscht Euch kaltblut

    Hallo Ketch,

    vielleicht lässt Du einmal die Frage nach „Gewissheit“ und „Bestätigung“ außen vor. Ob Dein Partner Alkoholiker ist, trocken sein kann oder sich heimlich einige Dinger rein zieht, ist eine Sache. Dich belastet das er Alkohol trinkt.

    Als ich meine ersten Auseinandersetzungen mit dem Thema hatte, lange bevor ich hierhin kam, da waren da auch andere Gedanken. Sucht hatte ein Klischee und Co. war ein Fremdwort. Irgendwann war ich drin, eingenommen und saß fest. Trotzdem war alles schön und scheinbar unverzichtbar.

    Wenn ich mich gegen bestimmte Tagesabläufe stellte, sah ich weder Co.-Verhalten, noch Abhängigkeiten, keine Zusammenhänge, ich war einfach nur sauer oder wir gerieten einfach so aneinander, hatten unterschiedliche Meinungen. Da passierte etwas was mir nicht passte, ich nicht wollte, aber machte, banale Dinge, Kleinigkeiten, die man nicht hinterfragt, einfach macht, ich fühlte mich eingeengt, erdrückt, unrechtmäßig behandelt, sträubte mich nur gegen mir fremde Gewohnheiten. Damals war das für mich ein Anpassvorgang, ein Hörner Abschleifen zwischen zwei Singles, wie das eben so ist, wenn zwei Menschen zusammen ziehen, da fallen auch Späne.

    Heute weiß ich, dass bestimmte Abläufe eben nicht normal waren und einfach über mein Verständnis hinausgingen. Als ich schon einige Monate hier war, da hatte ich immer noch kein Problem, meine Frau hatte eins, ich nicht.

    Anderer Meinung zu sein, andere Vorstellungen zu haben, Dich mit dem Thema auseinanderzusetzen, ist kein Co.-Verhalten, es öffnet Dir die Augen. Fremdgesteuerte, ungewollte Abläufe zu akzeptieren, zu unterstützen, schon. Da viele auch Menschen von dem Zeug unabhängig sind und viele Partner auch andere Abhängigkeiten voneinander haben, bleiben die Grenzen sehr schwammig. Du entscheidest, ab wann es Dir schlecht geht und ob Du das möchtest.

    LG kaltblut

    Hallo zusammen,

    jetzt kommt ja bald die „schöne Zeit“ der Trennung, Entzug, LZT und Wochen Abstand. Da habe ich mich gefragt, was spiele ich da jetzt für eine Rolle?

    Zum einen steht in meinem Kopf: sie will es, das ist ihr ganz persönliches Ding, nicht meines, sie geht nicht weil ich sie drücke, presse, auch nicht irgendwas aus Liebe, nur für sich. Dann steht da, wir sind nicht entzweit, nicht getrennt, haben keine und tschüss Gedanken, auch wenn es gelegentlich donnert. Das Wegsehen, beidseitiges Dulden ist damit vorbei.

    Dass, das kein Urlaub ist, mal eben ins Flugzeug steigen, Sonne, Strand und weg ist mir klar. Da sind Ängste und Unbekannte, aber dafür sind Profis da und viele Menschen, die sie viel besser verstehen als ich es jemals kann und gut ist. Klar stehe ich meinen Mann, nehme Besuchsmöglichkeiten wahr, es wird da auch Seminare für Angehörige geben und was sonst sein wird, wird sich zeigen, ich werde sicher vieles lernen können.

    Und dann ist da eins im Kopf: ich bin als Co.-Abhängiger hierhin gekommen. Ich bin jetzt frei, ganz normaler Ehemann, stehe zu meiner Frau, aber es gibt Schuhe, die ziehe ich mir nicht mehr an.

    Ich sage jetzt einmal, dass ich das damals nicht so gesehen hätte, mich vielleicht gleich mit einquartiert hätte oder aus Angst vor wenn und aber, was alles irgendwann sein könnte, durchgedreht wäre.

    So, und jetzt freue ich mich darauf, dass wir die letzten 2 Wochen über die Bühne bekommen, auf die Kontaktsperre, da ist nämlich erstmal nur erlaubt, ganz stink normale altmodische Briefe zu schreiben, auf Papier, Umschlag, Briefmarke, in den gelben Kasten stecken, auf den Briefträger warten, wisst Ihr noch was das ist?

    LG kaltblut

    Hallo Elfe,

    Du fühlst Dich alleine und isoliert? Da sind heute viele hundert User an Deiner Seite, stelle Dir die mal alle in Deiner Wohnung vor, wir geben Dir keine Chance zum verkriechen. Ich hoffe Du siehst uns alle mit erhobenem Haupt an und nicht als verweintes, ausgenutztes Etwas. Wir meinen es ernst, Dein Mann kann es nicht.

    Irgendwann hat meine Frau gesagt:…und, was kommt als Nächstes, soll ich dir für den ganzen Sch… den du veranstaltest auch noch dankbar sein? Sch… Gutmensch.

    Irgendwann war es mir sch… egal, nicht immer, aber immer öfter.

    Dieses immer öfter sagt mir heute: so nicht, es gibt Menschen die mich schätzen, die nicht so einen Sch… quatschen, denen ich etwas wert bin, die mir etwas wert sind. Trotzdem kommt manchmal was hoch, aber nicht mehr so oft.

    Es gab Zeiten und ich denke an die große Stadt, in der alle tranken, in der Sonderrechte zu sein schienen, wovon ich begeistert sagte: sensationell, so was gibt es bei uns hier nicht, das traut sich hier keiner, die Pappe wäre direkt weg. Wir sind hier nie mit Promille gefahren, wissen kann ich es natürlich nicht und ich weiß auch nicht, ob ich heute bei einer Kontrolle den Mund aufmachen würde, wenn was im Blut wäre, da ich mich sofort mit schuldig machen würde, aber es gibt Alternativen, auch am See. Denk einfach daran.

    Du musst damit leben, dass ein Arschtritt mit spitzen Schuhen auch Dir ganz schön schmerzen kann, aber es geht hier um Dich, nicht um den stecken gebliebenen Schuh, wo immer der auch rein rutscht.


    LG kaltblut