Beiträge von heidi13

    Die Erfahrung, dass man das nicht verstehen kann, wenn man nicht so aufgewachsen ist, habe ich auch gemacht. Darum ist das Forum ja auch so wertvoll.

    Also bitte: bei DER liebevollen Aufopferung, die Dein Vater Dir gegenüber schon so oft gezeigt hat, musst Du Dir doch wirklich keine Vorwürfe machen, nicht hinzufahren.

    Wenn Deine Schwiegereltern was sagen, antworte einfach: "Das ist familienintern, ich möchte das nicht mit euch diskutieren". Diskussionen darüber bringen nämlich gar nichts.

    Schaden wird eine Therapie wohl nie. Ich habe aber auch nie eine gemacht. Ich bilde mir ein, momentan auf einem guten Weg zu sein, spiele aber auch mit dem Gedanken, eine zu machen.

    Hör auf Dein inneres Gefühl.

    Vielleicht fühlt sich Dein Mann einfach nur etwas zurückgesetzt, da Du Dich jede freie Minute um Deinen Vater drehst und für ihn kaum noch Zeit übrig bleibt? Ist nur eine Vermutung.

    Ich finde, Du machst viel zu viel. Würde sich Dein Vater jemals so aufopfern für Dich?

    Vielleicht will er gar keinen Entzug machen?

    Mein Vater hat nach einem Krankenhausaufenthalt wegen eines Totalabsturzes die Frage "Wollen Sie etwas wegen Ihres übermässigen Alkoholkonsums unternehmen?" klar mit "Nein" geantwortet. Vielleicht ist das bei Deinem Vater auch so und die Ärzte haben deshalb so entschieden?

    Alles nur Vermutungen ..

    Aber pass bitte auf, dass Deine eigene Familie nicht auch noch unter Deinem Vater leidet.

    Dass alles aus der Kindheit wieder hoch kommt, kenne ich auch. So oft wie letztes Jahr von Oktober - Dezember war ich sonst vielleicht in 10 Jahren dort. Sämtliche Wunden sind bei mir neu aufgebrochen und das einzige, was mir half, waren Rückzug & Schweigen meinem Vater gegenüber. Seither arbeite ich meine Vergangenheit auf.

    Ich würde nicht hinfahren.

    Nein - liebe Soanir. SCHULD hat niemand ausser der Säufer selbst.

    Ich bin auch mit Alkohol gross geworden - deswegen ertränk ich meine Sorgen auch nicht darin.

    Man kann in seiner Freizeit so viele schöne Sachen machen. Da muss man nicht saufen.

    Aber saufen ist halt herrlich bequem. Und man muss sich nicht mit sich selbst beschäftigen.

    Mitleid empfinde ich mit meinem Vater nicht. Wut hatte ich Ende letztes Jahr sehr viel, als er so grob mit meiner kranken Mama (und auch mir) umgesprungen ist. Die Wut ist der Gleichgültigkeit gewichen.

    Und noch etwas: Ich habe jeglichen Respekt vor ihm verloren.

    So schlimm es auch tönt und ist: Ich hoffe, seine Leber oder irgendein anderes Organ gibt bald auf. Mehr als 40 Jahre Psychoterror reichen.

    Ich bin auch mit 19 von daheim ausgezogen, wegen des Alkoholproblems meines Vaters. Er und meine Mama wollten das auch nicht und es gab heftigste Auseinandersetzungen. Schlussendlich konnten sie aber nichts machen - ich war ja volljährig.

    Da ich studiert habe, konnte ich ins Studentenwohnheim, wo die Zimmer sehr günstig waren und habe nebenher gearbeitet, um mir alles zu finanzieren (gab weder Unterstützung von den Eltern noch vom Staat).

    Ich würde Dir dringend raten, Dir eine Ausbildungsstelle und ein eigenes kleines Reich zu suchen.

    Du musst raus da. Du bist nicht verantwortlich für Deine Mutter! Lass Dir diese Last nicht weiter aufbürden. Schreib in den Antrag mit rein, dass Du ihretwegen 7 Jahre im Kinderheim warst. Das dürfte Beweis genug sein.

    Alles Gute!
    Heidi

    Zitat

    Genauso ergeht es mir auch.
    Ich bin übelst empfindlich wenn ich zurückgewiesen werde oder nicht beachtet werde.
    Ich male mir immer gleich das schlimmste aus...

    DA kann ich mich auch nur anschliessen ....

    So sehr ich auch äusserlich dagegen ankämpfe, ich fühle mich innerlich dann sofort enorm verletzt.

    Hallo Kimba,

    diese Forderung ist ja wohl die absolute Unverschämtheit.

    Ich bin ja kein Co, sondern ein EKA und muss schon sagen, dass ich manches Mal staune, was "ihr" euch gefallen lasst im Namen der "Liebe".

    Ein einziges Mal hatte ich eine ähnlich manipulative Beziehung (da war aber kein Alkohol im Spiel) - da habe ich nach 1 Jahr die Notbremse gezogen und mir geschworen, dass ich das nie mehr mit mir machen lasse.

    Ich wünsche Dir viel Mut und Durchhaltevermögen.

    Lieben Gruss,
    Heidi

    Hallo Thassilo,

    bei meiner Mama hat ein Buch zum Umdenken geführt und ihr die Augen geöffnet. Dass andere genau das gleiche durchmachen wie sie, hat ihr (und auch mir) sehr geholfen.

    Sie hat mir immer wieder daraus vorgelesen und sagt, es wäre das beste Weihnachtsgeschenk von allen gewesen.

    Hab Mut und kümmere Dich in erster Linie um Dich - auch wenn es schwer fällt. Auch an Dir ist das alles sicher nicht spurlos vorbeigegangen.

    Lieben Gruss,
    Heidi

    so_anders

    Ich habe Deine Reaktion erst jetzt gesehen.

    Mir ging es überhaupt nicht darum, irgendetwas zu werten oder jemanden anzugreifen. Ich wollte lediglich sagen, dass jedes EKA anders reagiert. Mein Brüder reagieren ja auf sogar die gleiche Familiensituation völlig anders als ich.

    In der Frage stand ja nicht, dass man nur mit JA antworten darf ... ;)

    Manchmal tut ja auch eine konträre Sichtweise gut. Mir zumindest hilft das immer weiter.

    Lieben Gruss,
    Heidi

    OK - viele Baustellen gleichzeitig (zu viele) habe ich auch oft. Ob das mit meiner Geschichte zu tun hat, weiss ich auch nicht ....

    Ich hab hier nur schon von sehr vielen gelesen, sie seien entscheidungsschwach ... und das bin ich definitiv nicht ...

    Es gibt wohl nicht ein einziges Bild / eine einzige Form eines EKA.

    Hallo Pristlox,

    2 Flaschen Wein sind für mich definitiv jenseits der Norm und auch Aussagen wie "sie weiss nicht mehr, wie sie ins Bett gekommen ist" sprechen Bände ... oder nicht?

    Wohnst Du mit ihr zusammen?

    Liebe Grüsse,
    Heidi