Beiträge von Regenbogenblume13

    Hallo!

    Ich bin froh, dieses Forum gefunden zu haben und ja, ich erhoffe mir hier Hilfe.
    Hilfe benötigt man, wenn es einem nicht gut geht,
    folglich geht es mir doch nicht so gut wie ich manchmal annehme.

    Im Moment lese und lese und lese ich
    und in meinem Kopf macht es ratter…ratter….ratter.
    Wenn ich Eure und die vielen Berichte hier lese, stehe ich, glaube ich noch ganz am Anfang
    und habe noch die Möglichkeit das Ruder herum zu reißen.
    Ich muss nur versuchen, dass er mir gleichgültig wird.
    Ich muss nur versuchen ihm aus dem Wege zu gehen, damit ich das Elend nicht sehe.
    Ich muss nur versuchen, ihn aus meinem Kopf zu kriegen.
    Ich muss nur versuchen ihn aus meinem Herzen zu streichen.
    Ich muss mich nur auf andere Gedanken bringen.
    Aber alles nicht so einfach.

    Ich kann es nicht verhindern ihn zu sehen, aber ich bin nicht täglich in seinem Umfeld.
    Nur wenn ich ihn sehe, geht mir sein Zustand an die Nieren.
    Seine heftige Trinkerei beschäftigt mich wieder Tag für Tag
    und ich möchte ihn irgendwie davon abhalten.

    Jetzt weiß ich, dass ich es nicht zulassen darf,
    dass sein Alkoholgenuss mein Leben so negativ beeinflusst.
    Irgendwie muss ich es hinkriegen, mich danach mit anderen Dingen, als mit ihm zu befassen.
    Wenn nur die Gefühle nicht wären,
    gegen die kann ich mich nicht wehren –noch nicht.

    Ich kenne so viele Leute und habe einen sehr großen Freundes-und Bekanntenkreis.
    Das sind teilweise richtig nette Leute,
    da frage ich mich warum gerade er, warum gerade so jemand?
    Kann es sein, das Alkoholiker, wenn sie nüchtern sind,
    besonders charmant und liebenswert sind?
    Kann es sein, das Alkoholiker, wenn sie nüchtern sind,
    besonders liebevoll und zuvorkommend sind?

    Ich lebe nicht mit ihm zusammen und soweit wird es auch nicht kommen.
    Ich lebe nicht mit ihm zusammen und das wird es mir erleichtern Abstand zu halten.
    Ich kann ja gar nicht glauben,
    dass man so ein Verhalten über Jahre und Jahrzehnte aushalten kann.
    Ich kann auch nicht glauben,
    das man das alles so Tag für Tag ignorieren kann, wenn man zusammen wohnt.

    Was ich aber auf jeden Fall sagen kann, ist,
    dass ich das alles trotz aller Liebe und trotz allen Gefühlen für ihn, nicht möchte.
    Ich glaube, das Forum hier öffnet mir die Augen.
    Ich muss nur mein Herz noch überlisten.
    Regenbogenblume

    Hallo,
    ich bin noch neu hier und kann keine großen Hilfestellungen geben. Mir fällt dazu nur folgendes ein:
    Vielleicht schämt man sich, weil die Mutter, der Ehemann oder der Freund einem „zugeordnet“ wird. Die Frau die sich hier so unmöglich benimmt, ist meine Mutter, sie gehört zu mir.
    Der Mann, der sich peinlich ohne Ende aufführt, ist mein Mann und er gehört zu mir.
    Vielleicht sehen Außenstehende das so und man hängt ohne es zu wollen in dem Verhalten mit drin und deshalb schämt man sich, - denke ich mal so oder?
    Gruß Regenbogenblume13

    Hallo!
    Danke zuerst einmal für die Antworten.

    Nachdem ich hier so einige Berichte gelesen hatte, machte es in meinem Kopf "klick" und mittlerweile weiß ich auch, was ich tun sollte. Nur so einfach wie gesagt, ist es auch wieder nicht.

    Es hat mich viel Überwindung und Mut gekostet, mich hier anzumelden
    und ich weiß auch nicht so richtig, wie ich meine Situation hier erklären soll, denn gegenüber vielen anderen hier im Forum geht es mir ja noch gar nicht so schlecht dabei.

    Ich habe jetzt keine schlaflosen Nächte, aber dieser Mann und sein Verhalten schwirren schon ständig in meinem Kopf herum und das ist, glaube ich nicht so gut für mich.

    Er hat sich außerdem irgendwie still und leise in mein Herz geschlichen. Ich konnte mich nicht dagegen wehren.

    Mein Verstand sagt mir, dass ich wegen des enormen Alkoholkonsums Abstand halten und nicht soviel Nähe zulassen soll, damit ich mir nicht ständig Sorgen und Gedanken mache und in etwas hineinrutsche, wo ich nachher nicht mehr herausfinde.

    Ich möchte ihn gerne wachrütteln, damit er seinen Körper nicht weiter ruiniert, weil ich ihn mag. Gleichzeitig möchte ich mich aber auch vor weiteren Gefühlen ihm gegenüber schützen.

    Dabei haben mir teilweise schon die hier geschriebenen Berichte und Antworten geholfen. Der Alkohol schein ja wohl eine „Stärke“ zu haben, die man nicht unterschätzen sollte.
    Je mehr Berichte ich lese, desto klarer wird meine Vorstellung von dem, was ich nicht möchte.

    Ich möchte gerne wissen, wie sich andere mit ähnlichen Problemen verhalten und damit klar kommen- oder auch nicht.
    Der Austausch kann mir vielleicht helfen, mich von Problemen zu distanzieren die ich mir im Moment selber mache. Probleme die ich nicht unbedingt haben muss und die mir das Leben vermutlich nur schwer machen.

    Gruß Regenbogenblume13

    Hallo,
    ich bin neu hier, lese aber schon seit einigen Wochen hier und dort in den verschiedenen Berichten. Mittlerweile kommt mir mein Problem gegenüber vielen anderen Problemen sehr klein und winzig vor. Was ich hier oft lese ist schon sehr erschreckend und eigentlich müsste ich mir jetzt schon die Antwort selber geben können, aber ich hoffe immer noch auf hilfreiche Antworten.
    Ich bin 51 Jahre und trinke gelegentlich Alkohol und zwar im Urlaub, auf Festivitäten oder in geselliger Runde. Das hält sich aber dann auch in Grenzen und heißt hier und da mal einen guten Rotwein, ein Glas Sekt oder auch mal ein Bier. Ich kann sehr gut damit umgehen.
    Es geht hier auch nicht um mich sondern um einen guten Freund. Wir sind nicht zusammen aber wir mögen uns.
    Er trinkt und trinkt und trinkt. Seine Abstürze sind heftig und ich weiß überhaupt nicht wie er das körperlich alles so übersteht. Oft weiß er nichts mehr von seinen „Saufabenden“, geschweige denn, wie er nach Hause gekommen ist. Es passieren Dinge, die sehr peinlich sind und die er im Nachhinein von seinen Saufkumpanen erfährt. Wenn er so weiter macht wird er nicht mehr lange leben, dabei ist er nüchtern ein ganz netter Kerl, aber total uneinsichtig.
    Es ist jedoch sehr schwierig, mit ihm über den Alkohol zu reden und eigentlich sollte ich mich da raushalten, aber dann denke ich wieder, man könnte ihm doch mal einen Anstoß geben und ihm mal die Augen öffnen.
    Nach eigener Aussage trinkt er gerne Alkohol, weil Alkohol für ihn etwas mit Lebensqualität zu tun hat. Ich frage mich, wo ist denn da eine Lebensqualität, wenn man 2-3 mal in der Woche sturzbetrunken nach Hause kommt und nichts mehr vom Vorabend weiß?
    Zu Hause trinkt er auch, weil er dann entspannter ist und besser schlafen kann. Ohne Alkohol kann er nicht schlafen,
    Ich könnte eher nach soviel Alkohol nicht schlafen und würde vermutlich die ganze Nacht auf der Toilette verbringen.
    Die Folgen sind ihm egal, Hauptsache Alkohol trinken und davon bis zum umfallen.
    Was ich ganz schlimm finde, ist, dass er auch mit dem Auto fährt, wenn er Alkohol getrunken hat. Wenn er sehr viel getrunken hat, lässt er das Auto zwar stehen und nimmt sich ein Taxi aber manchmal hat er einige Bier auf und fährt trotzdem noch.
    Ich weiß, ich bin naiv zu glauben, man könnte ihm irgendwie helfen und alles was ich bis jetzt hier im Forum gelesen habe, bestätigt mich darin. Da ich ihn aber auch anders kenne, lässt mich die ganze Problematik nicht mehr los.
    Ich frage mich manchmal, ob ich noch richtig ticke, mich so intensiv mit den Problemen anderer zu befassen, aber die Augen zu verschließen ist auch nicht so meine Art.
    Sein Körper wird nicht ewig mitspielen und kaputt gehen, wenn er nicht rechtzeitig die Notbremse zieht.
    Er tut mir leid und ich möchte so gerne das er auf die gerade Bahn kommt, weil wirklich nüchtern ein toller Mensch ist.
    Ich würde gerne wissen, wie Alkoholiker ticken und weshalb sie sich das alles antun. Vielleicht kann ich ihn dann verstehen.
    Sooooooooooooo toll ist ein Alkoholrausch doch gar nicht und am nächsten Morgen fühlt man sich hundeelend.
    Regenbogenblume13