Beiträge von Sonnenblümchen

    Hallo an alle,

    heute möchte ich Euch gerne etwas über das Annehmen erzählen...für mich persönlich ist es sehr leicht, zu sagen: Jaja, ich nehme mich einfach mal an, ist halt so. Aber das auch wirklich zu empfinden, das ist schon deutlich schwieriger. Der Zugang zu meinen echten Gefühlen, zu mir, ist für mich sehr, sehr schwierig. Da arbeiten eine Menge unbewußter Mechanismen in mir.

    Vor einiger Zeit (Jahren) hat man mir mal eine Theorie vorgestellt, die ich als wahr empfinde und sie Euch von daher vorstellen möchte. Der Mensch empfindet und wertet sich häufig selbst als "logisch". Doch unbewußt funktionieren wir eher "analog". Wir stellen Zusammenhänge über Ähnlichkeiten her, nicht über Folgerichtigkeit. Und so beobachte ich mich und sehe so viele Ähnlichkeiten.

    Ich erkenne mich in Dingen, die sich scheinbar außerhalb von mir abspielen, wieder. Ich erkenne, daß ich Dinge, die ich bei anderen als schrecklich und unverständlich ansehe, selbst in mir trage. Und so, wie ich sage, daß es viel Verzweiflung ist, die andere Menschen dazu bringen, schreckliche Dinge zu tun, so kann ich auf mich übertragen, daß ich mir selber weh tue, weil ich es nicht besser weiß.

    Allerdings kann ich lernen...

    Das mal so in der ganz kurzen Zusammenfassung.

    LG

    @ Linde:
    Adrenalin ist kein MedikamentenEIGENname, sondern ein vom Körper völlig natürlich hergestelltes Hormon. Es gehört zu den Streßhormonen und als Zusatz in Lokalanästhetika bewirkt es ein Zusammenziehen der Blutgefäße, damit weniger Blutungen und verhindert ein rasches Ausbreiten des Medikaments in die Umgebung.

    Da ein entsprechender link wohl auch gleich wieder editiert werden würde: google,

    Also, manche Dinge versteh ich echt nicht...

    Hallo,

    könnt Ihr mir das mit der Lokalanästhsie nochmal erklären...also, die Inhaltsstoffe selber (das Betäubungsmittel und i. d. R. sowas wie Adrenalin) enthalten doch eben kein suchterzeugendes Potential...und eben auch keinen Alkohol ?!?

    Und mal weitergesponnen...es gibt ja Medikamente, bei denen es gewünscht ist, daß sie eben bewußtseinsverändernd wirken, viele Psychopharmaka haben eben diese Wirkung, weil sie gewollt ist...

    Oder geht es hier um den persönlichen Triggerß

    Etwas ratlos...

    LG

    Hallo nochmal,

    liebe Blumenwiese, ich würde Dich gerne bitten, einmal ganz genau auf Dich selbst zu schauen. Weißt Du, wir alle sind Menschen. Wir machen Fehler, immer und immer wieder. Bitte verurteile Dich nicht dafür. Bitte verurteile auch Deinen Partner nicht für seine.

    Meiner Meinung nach ist es ganz wichtig, daß Du DEINEN Weg findest. Hör in Dich rein...was brauchst Du, was willst Du nur? Klingt jetzt alles sehr theoretisch, ich weiß. Du wirst Deinen Weg nur dann finden, wenn Du das empfindest, was wirklich in Dir ist. Manche von uns schlagen Umwege ein, und das ist dann auch angemessen. Manche von uns gehen immer "straiht-a-way", auch das ist richtig. Verbieg Dich nicht. Hör auf Dich.

    LG

    Hallo zusammen,

    dann will ich mich auch hier nochmal zu Wort melden...

    Ich hab mir heute ein Buch zum Thema Co-Abhängigkeit gekauft...ich bin jemand, der gerne liest und auch Hintergrundwissen erwirbt. Mein Verhalten, mein Denken, meine Gefühle, Dinge, die mich in den letzten Jahren wahnsinnig gemacht haben...es hat nun einen Namen und ein Gesicht. Und das tut gut, es zu wissen. Vieles sehe ich jetzt klarer (obwohl noch viele Seiten folgen). Ich hoffe, ich kann jetzt "leichter" mit mir umgehen, es annehmen, daß es so ist, wie es ist.

    LG

    Hallo Blumenwiese,

    da sind wir ja fast zeitgleich beim gleichen Thema...und ich find es immer wieder tröstlich, zu lesen, daß es auch noch andere gibt, die in einer vergleichbaren Situation stecken! Manchmal hilft es schon ein bißchen, einfach mal zu erzählen...

    Ich kann Dir natürlich auch nicht sagen, was Du tun solltest...ich kann Dir nur kurz schreiben, was ich mich gefragt habe. Weißt Du, mir ging so oft durch den Kopf: Wie tief muß ein Mensch sinken, was muß alles passieren, bevor er mit dem Saufen aufhört. Und dann habe ich mich gefragt: Was muß alles noch passieren, damit Du (also ich) mal umdenkst?

    LG

    Hallo zusammen,

    kennt Ihr das auch? Ihr habt die Worte, die Ihr schreiben wollt, im Kopf, ganz klar und deutlich, macht den Rechner an und schwupps...weg...

    Na ja, ich wollte gerne vom aktuellen Stand der Dinge berichten...es gelingt mir in der Tat ab und zu, für einen kurzen Moment, daß sich meine Gedanken mal nicht mit dem Thema beschäftigen. Und dann hole ich mich, ich weiß grad nicht, wie ich's besser beschreiben soll, wieder zurück. Habe ein schlechtes Gewissen, fühle mich unwohl dabei. Als ob ich mich dafür schäme, daß ich es wage, mich, wenn auch nur für einen kurzen Augenblick, nicht mit der Beziehung und den daraus resultierenden Problemen zu beschäftigen.

    Ich trete jetzt mal einen Schritt zurück und erzähle aus der Sicht des Beobachters: Er hat mich gefragt, ob er mir aus der (angeblich geplanten) Therapie schreiben dürfe. Jetzt überschlagen sich die Stimmen in meinem Kopf: Jaaaaaaaa, ich warte auf Deine Meldung. Heißt aber: Ich warte, vielleicht endlos, auf etwas, wovon nicht sicher ist, daß es passiert.

    Und auch: Kannst Du gerne tun, aber ich werde nicht tatenlos dasitzen und das Handy anstarren. Kopfmusik: Wie gefühllos Du bist, eine Therapie ist sicherlich sehr schwer, er braucht Deine Rückendeckung. Heißt wiederum: Ich mache mir ein schlechtes Gewissen, mache mich selber fertig.

    Und auch: Nein, laß mich AUCH DANN in Ruhe. Und ganz ehrlich, das bringe ich nicht fertig.

    Und wieder mal Theorie und Praxis...

    Liebe Leonia,

    Deine Frage werde ich mir in aller Ruhe durch den Kopf gehen lassen, was sicherlich ein wenig Arbeit bedeutet, da ich die Frage nach offenen Suchtstrukturen verneinen kann. In meiner Bezugsfamilie wird und wurde nicht getrunken (oder sonstige Substanzen konsumiert). Vielleicht geht es hier auch mehr um verdeckte Dinge, darüber will ich gerne nachdenken.

    LG

    Hallo zur Nacht noch einmal,

    wißt Ihr, ich frage mich oft, wo ich stehe...wie es weitergehen soll...so viele Fragen...

    Die Welt ist ein Spiegel, und sie erzählt Deine Geschichte. Ich betrachte nun retrospektiv und auch aktuell, das, was um mich herum passiert. Und all das zeigt mir eine Menge über mein Inneres.

    Mit diesen besinnlichen Worten verabschiede ich mich zur Nachtruhe :)

    LG

    Hallo zusammen,

    also, wo überall Alkohol drin ist...wäre ich nie drauf gekommen.

    In einem der Threads ging es um 96%igen...da kommt mir eine Frage auf. Wie desinfiziert Ihr Wunden? In den Desinfektionsmitteln ist ja sicherlich kein Trinkalkohol drin, aber die Endung -ol findet sich ja schon als Inhaltsstoff. Ist das auch bedenklich?

    Und wie geht Ihr damit um, wenn Euch z. B. vor der Blutentnahme die Stelle mit eben so einem Mittel vorbehandelt wird?

    Danke für Aufklärung

    Hallo Melanie,

    auch darauf möchte ich eingehen.

    Zunächst, das mit dem Besitz hatte ich ja an anderer Stelle schon ausführlich erläutert. Du bist im Moment ja auch "meine" Threadpartnerin, obwohl Du mir in keiner Art und Weise gehörst, oder auch ich bin die Nachbarin des mir gegenüber wohnenden Menschen ohne irgendwelche Besitzansprüche. Warum, und diese Frage ist nun absolut ehrlich gemeint, stößt Du Dich an diesen Possesivpronomen?

    Auch, und das verstehe ich ebenfalls nicht, stört Dich das, was Du Verniedlichung nennst. Ich könnte ihn XY nennen (das wäre dann anonymisieren, ent-persönlichen), den Alkoholiker (was nur einen Teil seiner Persönlichkeit widerspiegeln würde), seinen Realnamen (von keiner Seite gewünscht) oder auch meinen Ex oder meinen Partner (wieder mit "mein"). Kleiner Exkurs: Ich habe auch für meine ( ;) ) beste Freundin so einen Namen. Dieses ist als Ausdruck meiner Wertschätzung zu verstehen, weder als Herabsetzung noch als mich-über-sie-stellen oder ähnliches.

    Krankheit an sich ist nicht, wie Du schreibst, für mich etwas Abzuwertendes, Erniedrigendes. Krankheit ist zunächst einmal, so definitionsgemäß, die Abwesenheit von Gesundheit. Und allein dieser Satz gibt wieder Interpretationsspielraum...

    Wie bei allen Dingen im Leben ist es der Umgang, der es zu dem macht, was es für den einzelnen ist. Der Umgang mit der Sache und der Umgang mit der Schuld. Wer ist schuld an der Krankheit? Gibt es überhaupt eine Schuld? Als Beispiel, um zu verdeutlichen, was ich meine: Hat jemand, der durch massives Rauchen Lungenkrebs hat, mehr Schuld an seiner Situation als jemand, dem ein Bein fehlt, weil ein unachtsamer Autofahrer ihn umgefahren hat? Fakt ist doch: Beide haben ein körperliches Gebrechen, wollen wir uns jetzt anmaßen, zu urteilen, über wem wir stehen und wer unser Mitgefühl verdient hat oder ist nicht beides dasselbe?

    Ich habe auch nicht geschrieben, daß ich "Kranke" anziehe. Ich nannte sie, und das wirst Du vielleicht wieder flapsig finden, "Problembären". Und habe es auf das Resonanzgesetz zurückgeführt -> habe also erkannt, daß ich entsprechend eine "Problembärin" bin, ja? Was wiederum beinhaltet, daß ich mich eben nicht "über sie stelle".

    LG

    Hallo Grazia,

    bislang habe ich all diese Dinge ja nicht einmal klar vor Augen gehabt. Da war ich halt einfach die, "die zielsicher einen "Problembären" findet. Warum? Hmmm, ja, ich hab da wohl so was an mir...das Resonanzgesetz ;)

    Und in wie vielen Gesichtern, Verkleidungen sich diese besagten Probleme darstellen können...gar nicht leicht, sie als das, was sie sind, zu identifizieren. Also, ich hab da echt ne Menge Zeit für gebraucht, um herauszufinden, daß meine Beziehungen allesamt nach dem Motto gestrickt waren...

    Und ja, ich scheine dies ganz offensichtlich zu brauchen. Probleme, die es zu lösen gilt. Dinge, die ich machen kann. Helfen, kämpfen, wie auch immer Du es nennen willst. Entspannt zurücklehnen und genießen, das ist doch gar nicht meins. Und wenn es nichts gibt, was ich tun und meiner Meinung nach verbessern kann, dann gibt es doch auch keinen Grund, mich gern zu haben. Allein der Gedanke, daß ich NICHTS tun MUSS, verursacht mir Angst. Und weiter, ich gehe auch davon aus, daß mich sowieso irgendwann jeder mal im Stich läßt. Je weniger ich tue, umso eher...

    Ich alles kann das ändern, wenn ich möchte, schreibst Du. Wie oft habe ich gesagt: Du kannst aufhören, zu saufen, wenn Du nur wirklich willst. Ich denke, Du erkennst da, ebenso wie ich, eine deutliche Parallele. Möchte ich es ändern?

    Die logische Antwort ist JA, natürlich. Jetzt lausche ich mal in mich rein. Was geht da ab? Mal wieder Angst. Angst vor der Veränderung. Angst davor, daß dann alles anders wird (wie blöd eigentlich, denn gut ist es derzeit ja nun wirklich nicht). Angst davor, daß ich dann nicht mehr weiß, was ich tun soll (ah ja ;) ). Ich lasse mir Deine Frage gerade virtuell auf der Zunge zergehen und ich könnte heulen...

    Ja. Ja, ich möchte.

    LG

    Hallo,

    mich haben ein paar Dinge beschäftigt...erstens, ich glaube, daß es für mich einfach Standard ist, für solche Dinge wie Liebe und Zuneigung etwas tun zu müssen, habe ich ja schon mal geschrieben. Und zweitens...warum ziehe ich (wie wohl so viele hier) imme "Problembären" an? Muß sich ja nicht immer um Alkohol handeln, es gibt ja noch so viele andere Probleme, die ein Mensch mit sich herumtragen kann. Weil ich mich wohl an jemanden "Gesundes" nicht heranwage. Weil mich so jemand nicht brauchen kann. Das ist zumindest meine Einschätzung der Dinge.

    Gestern war dann kein wirklich schöner Tag. Sind noch so Sachen passiert (haben aber nix mit meinem Typi und/oder Alkohol zu tun), wo ich auch einfach nur noch denke...nein...geht gar nicht...

    Was tut mir gut, Ihr schreibt immer so viel von Dingen, die einem gut tun und die man machen sollte? Ich weiß es nicht. Im Moment habe ich frei und verbringe meine Tage damit, nichts zu tun. Das tut mir nicht gut. Aber ich bringe nicht die Motivation auf, irgendetwas zu tun. Fragen nach dem Sinn tun sich auf...

    LG

    Liebe Melanie,

    ja, ich differenziere das für mich ganz ähnlich. Es geht wunderbar, sich zwischen Millionen von Menschen einsam zu fühlen und ganz wohl, wenn man allein ist...

    Ich erlebe in den letzten Tagen (vor allem abends, das ist so meine persönliche "Krisenzeit"), daß ich nicht daran zerbreche, allein zu sein. Ich bin zwar nicht himmelhochjauchzend, aber meine schlimmsten Ängste sind nicht eingetroffen.

    Mir ist es auch wichtig, dieses bewußt zu erleben, also aktuell ohne Groll auf meinen Ex. Ich möchte das Gefühl pur, und nicht so nach dem Motto: Verschwinde, hau ab, laß mich in Ruhe, sondern halt: Ich bin mit mir allein, weil es das ist, was ich im Moment brauche. Offensichtlich dringend brauche.

    LG

    Hallo Nordlicht,

    ich habe es ja in Leonias Thread mit dem körperlichen Alkoholentzug verglichen...durchhalten ist die Devise. Was es mir ein bißchen einfacher macht, ist, daß ausschließlich ich es in der Hand habe. Wenn ich anrufe, bin ich mir der Konsequenzen bewußt und habe entsprechend auch damit zu leben. Dann brauche ich auch nicht wieder zu jammern.

    Lasse ich es bleiben, schaue ich meiner Angst ins Gesicht. Klingt vielleicht theatralisch, fühlt sich für mich aber auch so an...

    Hmmm...

    ich weiß nicht, ob's so gedacht war, aber...

    ich hab mir mal ein paar Gedanken gemacht :)
    Hier bin ich das Sonnenblümchen. Der Teil von mir, der in einer co-abhängigen Beziehung steckte. Der Teil von mir, der mit den dort üblichen Problemen zu kämpfen hat.

    Im "real life" bin ich natürlich nicht Sonnenblümchen. Da hab ich noch einige Facetten mehr. Die aber auch dazugehören, die wichtig sind und nicht übersehen werden sollten. Denn sie alle wirken aufeinander ein.

    Womit sich die Frage stellt: Wer bin ich eigentlich? Wie unterscheiden sich Bild und Selbstbild? In wie weit lasse ich zu, daß neue Erkenntnisse und Gegebenheiten mein Leben, also mein Gesamt-Ich, beeinflussen...so viel Philosophie direkt am Anfang...

    LG