Zitat von ayki79Ob er dir das vorwirft oder nicht ist doch völlig egal! Es ist dein Recht! RUF SOFORT WIEDER DIE POLIZEI AN!!!
Frauenhaus war jetzt auch mein erster Gedanke - nur fürs WE, und danach suchst du dir eine richtige Lösung für dich! Oder geh zu einer Freundin! Auf jeden Fall raus aus der Schusslinie!!
LG Ayki
Beiträge von ayki79
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Gehts dir wieder besser? Ist er noch da?
Ob er dir das vorwirft oder nicht ist doch völlig egal! Es ist dein Recht! RUF SOFORT WIEDER DIE POLIZEI AN!!!
Frauenhaus war jetzt auch mein erster Gedanke - nur fürs WE, und danach suchst du dir eine richtige Lösung für dich! Oder geh zu einer Freundin! Auf jeden Fall raus aus der Schusslinie!!
LG Ayki
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Hallo Sternchen0207,
das hört sich alles sehr schlimm an. Ich würde dir raten, dich an eine Beratungsstelle zu wenden und Hilfe für dich zu suchen! Erkundige dich über die Alkoholabhängigkeit und die Co-Abhängigkeit und gib Acht auf dich! Das sind doch so keine Zustände mehr! Schütze dich und dein Kind, indem du dich trennst! Und wenn er vor deinem Appartement steht und dich nicht in Ruhe lässt, dann ruf die Polizei, wenn er nicht gehen will und Randale macht! Mach ihm nicht die Türe auf, wenn du Angst hast!Mehr kann ich dir dazu nicht sagen! Den Rest musst du selbst in die Hand nehmen, wenn du an deinem Leben etwas ändern möchtest! Du wirst immer Gründe finden, warum du ihm doch noch mal glauben solltest etc., aber es wird nichts ändern – im Gegenteil – es wird schlimmer werden, wenn du nichts unternimmst...
LG und viel Kraft für deinen Weg
Ayki -
Zitat von Ette
Für mich ist es sehr wichtig gworden, mein Leben auch alleine zu genießen. Denn die Unfähigkeit, alleine leben zu können, ist mit die Hauptursache für meine Co-Abhängigkeit. Ich lerne, mit mir selbst zufrieden zu leben, denn das schützt mich davor, wieder in eine kranke Beziehung zu flüchten, nur um nicht alleine leben müssen.
Spaß und Glück sind in diesem Leben auf keinen Fall außen vor. Vielleicht kannst du dir das nicht vorstellen, aber ich bin in meinem Leben zufrieden. Und da gehören Spaß und Glück dazu.
...Wenn ich natürlich diese Gefühle nur im Kontext zu anderen Menschen finden kann, habe ich ein Problem mit dem alleine Leben...
Über 40 Jahre ging es mir wie dir. Ich konnte mir nicht vorstellen, alleine zu leben, denn von Geburt an war ich es gewohnt, in Beziehungen eingebunden zu sein. Als Kind ist das ja auch wichtig und richtig, denn sonst könnten wir nicht überleben. Als Erwachsene musste ich aber eine Entwicklung nachholen. Nämlich die Fähigkeit des allein Lebens. Und es hat eine Menge Vorteile, die mir mehr als 40 Jahre gar nicht bewusst waren. Jetzt genieße ich sie.
Hatte mir gerade noch mal diese Zeilen vom 22.8.2010 von dir durchgelesen. Und das ist ein ganz wichtiger Punkt, über den ich mir in den letzten Jahren auch viele Gedanken gemacht habe! Ich habe in den letzten Jahren gelernt, mit mir alleine leben zu können. Es ist viel leichter, sich den nächstbesten neuen Partner zu schnappen und mit ihm wieder eine „kranke“ Beziehung einzugehen, als sich erst einmal selbst zu finden und mit sich selbst auseinander zu setzen. Denn das ist harte Arbeit – und das geht nun mal meistens nur alleine und ohne Ablenkung! Was viele Menschen gar nicht lange aushalten können bzw. wollen

Dass ich alleine immer zufrieden bin, kann ich nicht so ganz bestätigen. Es gibt Tage, an denen ich sehr gut damit zurechtkomme und glücklich bin und andere Tage, an denen ich mich selbst bemitleide und es mir damit gar nicht gut geht
Aber ich denke, das ist normal. Man kann doch nicht immer gleich zufrieden sein, oder?Ich weiß auf jeden Fall, dass ich nie wieder eine Beziehung in meinem Leben haben werde, in der ich nicht glücklich bin und die ich nur weiterführe, weil ich Angst vor dem Alleinesein habe... Denn ich bin mir mehr wert, als so ein Leben zu führen. Dafür ist das Leben viel zu kurz!
Alleine leben zu können ist meiner Meinung nach auch ein wesentlicher Bestandteil im Ablösungsprozess von der Co-Abhängigkeit!!
Zitat von EtteInzwischen ist eine Partnerschaft nicht mehr dafür erforderlich, damit ich zufrieden leben kann. Sie ist eher so eine Art Sahnehäubchen. Aber sie darf nicht die Voraussetzung für ein zufriedenes Leben sein.
!!! Genau !!!
Zitat von n i c i
nee, blos nicht. Die andere Seite war nämlich mein Nährboden für die Co-Abhängigkeit.Akzeptieren heißt nicht, dass man sich wieder damit auseinandersetzt und sein Problem wieder zu dem eigenen macht. Man akzeptiert es einfach, so wie es ist! Er lebt sein Leben, ob er trinkt oder nicht trinkt ist seine Entscheidung! Dass heißt ja nicht, dass Ette sich mit ihm trifft, wenn er betrunken ist und das dann akzeptiert

LG Ayki
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Hallo Nici,
Zitat von n i c iIch hab mit den Kindern gesprochen und Ihnen erklärt, dass es mir nicht gut tut, wenn ich engen Kontakt mit ihm habe, es aber versteh dass sie den Kontakt möchten und ich da kein Stein in den Weg legen werde.
(> die legt ER ganz allein )
Das ist ok für sie und sie wissen, dass ich kein gemeinsamen Weg mehr mit ihm möchte. Da hab ich die Hoffnungen begraben und sie verstehen es.
Aber ich wär mir nicht so sicher, dass sie sich keine Hoffnung machen würden, wenn sie uns beide wieder scherzend und gemeinsam lachen erleben würden.
Solche Gespräche sind auch ganz wichtig. Selbst, wenn sie kurz und knapp sind! 2,3 Sätze... kommt ja auch aufs Alter der Kinder an. Mach ich genauso!Ja, die liebe Hoffnung der Kinder - ich denke, Scheidungs-/Trennungskinder machen sich immer Hoffnung, egal, wie oft man ihnen sagt, dass das nichts mehr gibt! Selbst wenn man sich schlecht versteht hegen sie mit Sicherheit den Wunsch, dass ihre Eltern irgendwann noch mal zusammenkommen. Aber mehr als es ihnen hier und da zu sagen kann man ja auch nicht tun! Sie müssen einen Weg finden, damit zurecht zu kommen! Man kann sie selbst als betreuender Elternteil auf diesem Weg unterstützen, auch z. B. mit einer begleitenden Therapie - aber den Rest kann man nicht für sie übernehmen. Für sie da zu sein, und dass sie wissen, dass sie sich verlassen können, sie bei einem Halt finden, das ist dabei das Wichtigste!
Zitat von n i c iIch glaube wichtig war ihnen nur, zu wissen, dass sie ihn nicht ganz verlieren und mehr wollten sie nicht.
Ich finde das auch ganz wichtig, dass der regelmäßige Kontakt zum Vater nach wie vor da ist! Wie gesagt, natürlich muss man hier abwägen...
LG und ein schönes Wochenende
Ayki -
Hallo Nici,
Zitat von NancyDenke auch wenn dein XY die Kinder abholen würde wäre das stressfreier für dich.
Wir haben Jahre gebraucht, bis jetzt endlich alles seinen geregelten Ablauf hat... und da weiß man auch nicht, wie lange das so anhalten wird...
Die Großeltern holen die Kinder an den Umgangswochenenden ab (ich hatte sie damals mit ins Boot geholt) und bringen sie zu ihm (er hat keinen Führerschein, und ich übernehme diese Aufgabe nicht mehr für ihn – am Anfang hab ich sie ihm immer gebracht, aber ich fühle mich dafür nicht mehr zuständig!). Hier die Verantwortung abzugeben hat mich auch einen ganzen Schritt weitergebracht! Obwohl es am Anfang sehr mühselig war. Aber es hat sich gelohnt!
Als nach meiner Entscheidung, sie nicht mehr zu ihm zu bringen, dann hier das totale Chaos mit ihm herrschte und er immer kurz vorher anrief, um uns mitzuteilen, dass er später kommt, es nicht schafft oder was weiß ich, hab ich beim Jugendamt vorgesprochen und die Sache klappt seitdem super mit den Großeltern! Den Kindern ging es vorher nämlich gar nicht gut damit. Und auch mir nicht, weil man irgendwie immer auf 180 war, weil alles nicht regelmäßig und vor allem immer wieder anders ablief. Man hat auf ihn gewartet, diese Umgangstage nach ihm geplant und wusste schon vorher, dass es eh wieder nicht klappt. So etwas kann für niemanden gut sein... Kein Mensch kann glaube ich so etwas mit Gelassenheit sehen... Und ich habe auch hier meine Grenze gezogen, so wollte ich das einfach nicht mehr!
Er bringt die Kinder seit ein paar Monaten (mit irgend einem anderen Bimbo als Fahrer) auch selbst zurück, weil ich mich auch hier komplett rausgezogen habe. Seitdem das so ist und ich sie nicht mehr aus dem Umgangswochenende rausreiße, sondern er sie ordentlich zurück bringt und sich hier auch noch in Ruhe Zeit für sie nimmt und auch oft noch mit uns gemeinsam isst, bevor er sich dann wieder auf den Weg nach Hause macht, haben sich meine Kinder zum Positiven verändert. Verhaltensauffälligkeiten kommen so gut wie nicht mehr vor! Es geht den Kindern endlich wieder gut, und ich merke, dass diese Regelung die richtige Entscheidung war - MEINE Entscheidung, meine Grenze! Ich habe auch meinen Teil dazu beigetragen, dass sie oft nicht gut mit der Situation zurecht kamen. Denn meine innere Unruhe, meine Wut auf ihn wegen seiner Unzuverlässigkeit hat sich oft auf die Kinder übertragen!
Nun können sie die Zeit mit ihrem Vater einfach genießen. Ich sehe, dass er die Dinge angenommen hat und es ihm auch wichtig ist, dass es seinen Kindern gut geht! Das freut mich sehr für die Kinder!
Daran sieht man, dass Chaos und Unregelmäßigkeit den Kindern absolut schadet! Und dass es ihnen gut tut, wenn ihre Eltern sich - trotz allem - gut verstehen und noch miteinander reden und nicht nur hallo und tschüss zueinander sagen! Aber ich weiß auch, dass das alles seine Zeit braucht. Vor ein paar Monaten hätte ich mir noch nicht vorstellen können, dass er bei uns mit uns gemeinsam am Tisch sitzt und isst, geschweige denn er unsere Wohnung betritt! Naja, auch solche Dinge können sich ändern - aber auch nur, wenn beide Elternteile es wollen!
Zitat von n i c iklar würd ich mich auch freuen, wenn Er sie abholen könnte.
Leider hat Er nur eine Ein-Zi-Wohnung, daher auch die Wascherei (das allerdings nur 1 - 2x im Monat) und die Besucherei der Kinder bei uns. Das ist im Großen und Ganzen kein Problem, da Er meist um 16 Uhr kommt, ich mich da richte, weil ich dann um 17 Uhr spätestens ins Geschäft gehe. Hab auch schon angeregt, dass sie was auswärts ja unternehmen können, nun war das meist nicht drin, weil die Kinder kaum Zeit hatten, meist war dann abends wieder Training. Oder auch die Kinder keinen Bock hatten. Ergibt sich aber viell. jetzt wenns wieder wärmer wird.Wahrscheinlich kommt Er Sonntag eh wieder nicht. Er versetzt die Kinder meistens.
Ich denke, er macht sich das alles ganz schön einfach mit den Kindern und ist echt bequem. Für eine Zeit lang ist das ja OK, dass er sie bei euch zu Hause besucht, aber auf die Dauer würde ich das nicht mitmachen! Denn ich denke, das tut allen irgendwie nicht gut. Vor allem, weil ihr euch ja auch – so wie ich das verstanden habe – nicht gerade gut versteht... Ich denke, auch hier musst du irgendwann deine Grenze ziehen... damit es dir mit der Situation auch gut geht!
Zitat von n i c iEin Thema, was wohl fast einen eigenen Thread bräuchte,
denn es beschäftigt einen ja immer wieder, dieser zwangsläufige Kontakt zum Kindsvater. Auch nach Jahren, wie man es lesen kann bei Ayki, Ette, Melanie & Co.
Na da machen wir wohl oft genug alle den Spagat. Aber egal wie, wichtig ist nur die eignene Genesung...also immer vorsichtig bleiben !
Gruß an alle Mama´s in diesem Falle mal. (und natürlich auch den anderen ..grins )
niciRichtig, die eigene Genesung und - nicht zu vergessen - die der Kinder!
LG zurück

Ayki -
Hallo Skye,
du hast Recht, rechtfertigen sollte ich mich nicht und das war auch gar nicht meine Absicht!! Ich habe Stellung genommen und das alles nicht einfach ignoriert, weil ich das unfreundlich finde - ich denke, Stellung nehmen gehört sich in manchen Punkten einfach
Wie in allen anderen Threads von mir kommt dieses Thema "Kinder - Umgang - Alkoholiker" immer mal wieder extrem zum "Ausbruch", aber hier geht es nicht darum, sondern um mich! Und deshalb bin ich hier ja zuletzt auch gar nicht weiter darauf eingegangen 
LG Ayki
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Zitat von Melinak
lebte ewig im hin und her der hoffnung und NUR das wollte ich dir bewusst machen. das ich meine geschichte dabei verwende heisst nicht das ich einen rückfall hatte.
Ich meinte das auch eher so, dass du dich zurückgesetzt gefühlt hast in deine Kindheit, deinen Schmerz noch mal durchlebt hast, als du meine Zeilen bzgl. meinen Kindern gelesen hast bezogen auf den Umgang und mein Handeln! Rückfall war vielleicht dafür nicht ganz das richtige Wort...
Zitat von Melinakich könnte hier sicher noch ettliche andere alkoholikerkinder zum schreiben bitten um dir mal klar zu machen wie verblendet du zu sein scheins wenn du der meinung bist bei euch sei angeblich alles ok
Ich bin nicht verblendet und lasse mich auch nicht blenden!
Zitat von Melinakich hinterfrage nicht das die kinder ihren vater sehen, das können sie denk ich mir sogar wenn der vater alkoholiker ist. nur ich hinterfrage dich in deiner einstellung und wahrnehmung dazu, ich hoffe für dich das du es rechtzeitig merkst, ich wünsche deinen kinder ein weiterhin heiteres erleben ihres vaters, der ja scheibar vieles schönes mit ihnen macht. es geht hier um deine grundeistellung und deine coabhängigkeit.sei da offen und ehrlich dir gegenüber , deinen kindern gegenüber.
Meine Grundeinstellung zur Co-Abhängigkeit hat nichts damit zu tun, dass ich denke, dass es den Kindern bei ihrem Vater ZUR ZEIT gut geht! Und ich bin da auch ehrlich!
LG Ayki
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Melinak
Sorry, wollte nicht deinen Thread missbrauchen
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Hallo Heidi,
Zitat von heidi13was macht Dich so sicher, dass Deine Kinder WIRKLICH anrufen, wenn ihr Vater trinkt? Wenn sie wissen, dass sie ihn dann nicht mehr sehen dürften und das aber doch wollen, verschweigen sie es vielleicht ...
Nichts macht mich da sicher. Ich gehe einfach davon aus, dass sie es tun werden. Und ich denke, den Kindern das anzubieten ist sinnvoller, als gar nicht darüber zu sprechen! Und es war auch nie die Rede davon, dass sie dann gar nicht mehr zu ihm dürfen, sondern dass ich sie nur aus der Situation rausholen würde, wenn sie sich nicht mehr wohl fühlen und Angst bekommen oder was auch immer!! Einfach, wenn er "komisch" und "anders" wird.
Zitat von heidi13Einer der schlimmsten Punkte für Alkoholikerkinder ist die immer wieder aufkeimende Hoffnung, die immer wieder enttäuscht und zertrümmert wird.
Welche Hoffnung? Sie sind regelmäßig bei ihm, er versetzt sie nicht, er trinkt nicht in ihrem Beisein, sie unternehmen viel, haben Spaß zusammen. Es klappt für die Kinder und auch für mich zur Zeit alles so, wie es auch sein sollte! Und ich mache mir schon Gedanken bzw. handele auch, wenn es nötig ist und ich merke, dass etwas nicht stimmt!
Zitat von heidi13Trage Sorge für Deine Kinder!
Das mache ich!LG Ayki
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Liebe Melinak,
klar, du warst 2008 am Anfang deiner Geschichte und hast die letzten 2-3 Jahre gelernt, aufgearbeitet, dich entwickelt. Das heißt aber nicht, dass du deshalb jetzt - 2011 – nicht mehr wütend wirst, wenn du siehst, wie andere ihre Kinder mit einem Alkoholiker alleine lassen. Du bist verständlicher Weise sehr verletzt, kennst das alles aus DEINER Sicht. Aber nicht aus der Sicht MEINER Kinder! Meine Kinder erleben es nicht mit! Bei uns zu Hause wohnt er schon lange nicht mehr, und die Umgangswochenenden laufen im Beisein der Kinder alkoholfrei ab – anders, als bei dir früher! Ich weiß, was die Kinder am Wochenende mit ihrem Vater machen, habe zur Zeit guten Kontakt zu ihm, und auch das gibt mir Sicherheit! Ich denke, Du warst früher als Kind viel mehr mit in diese Situation Alkoholabhängigkeit involviert als meine Kinder das jemals waren, denn die habe ich schon mit 2 und 4 Jahren aus der für mich damals unerträglichen Situation rausgeholt. Und der Vater hat damals tagsüber nicht getrunken und trinkt auch heute "nur" abends!Ja, die Kinder wissen, dass ihr Vater krank ist und wenn er Alkohol trinkt sich verändert. Deshalb sollen sie mich dann anrufen! Genau. Darüber haben wir geredet! Denn man weiß nie, wie lange das so gut geht... und wie die Sucht bei ihm verläuft... Ich bin mir zur Zeit 150%ig sicher, er trinkt nicht VOR den Kindern! Was er abends macht, wenn sie schlafen, dafür lege ich nicht meine Hand ins Feuer. Ich gehe nicht davon aus, dass er das Bier stehen lässt. Richtig. Aber das geht mich auch nichts an. Solange die Kinder nichts davon mitkriegen und schlafen! Verblendungstaktik wende ich keineswegs an. Ich bin kein Mensch, der die Dinge wegschiebt und die Augen davor verschließt!
Auch wenn es hier eher um mich ging als um dich, in Bezug auf deine Gefühle und deine eigene Kindheit war es schon in gewisser Art und Weise auch DEIN Rückfall... denk mal drüber nach... Ich möchte gar nicht weiter darüber diskutieren, weil das wirklich ein sehr heikles Thema ist – und ich kann dich auch sehr gut verstehen! Es muss sehr schlimm sein, als Kind so etwas alles mitzuerleben.
Trotzdem muss ich für mich und die Kinder selbst entscheiden und kann nicht einfach deine Meinung annehmen, weil du denkst, diese ist die einzig richtige... Ich wäge es für uns ab. Und es ist OK so wie es zur Zeit ist!
LG Ayki
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Melinak
Ich bin nicht auf ihn zugegangen. Und schon mal gar nicht, um mir damit einen vorzumachen: „Ach, er ist ja doch ganz nett“ etc. Ich habe diesen Schritt für mich getan! Um die Vergangenheit loszulassen, ihm zu verzeihen. Damit ich zufrieden mit der Situation als Eltern bezogen auf den Umgang sein kann! Denn nur hallo und tschüss... ich weiß nicht, diese Zeiten habe ich hinter mir und ich hab mich nicht gut dabei gefühlt! Mehr als Zuverlässigkeit auf den Umgang und diesen respektvollen und freundlichen Ton (vor den Kindern), der zwischen uns zur Zeit einfach da ist und mich auch freut, erwarte ich ja auch nichts! Der Vater weiß ganz genau, wo meine Grenzen sind, die habe ich ihm mehrfach mehr als deutlich aufgezeigt. Und er hat keine Chance, Spielchen mit mir zu spielen bezogen auf seine Sucht etc. Das kann er knicken, und das weiß er auch! Und genau DAS ist es, was es möglich macht, diesen freundlichen Kontakt auch aufrecht zu erhalten (denke ich)! Dass es ihm bewusst ist. Er nimmt mich ernst, weil er weiß, dass ich konsequent bin und auch hinter den Dingen stehe, die ich ausspreche! Und das ist auch gut so! Denn wenn dieser Ton und der Kontakt wieder ins Negative umfällt, dann gibt es ihn auch nicht mehr – so einfach ist das! Und auch das weiß er!LG Ayki
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Zitat von Melinak
Meine Mutter war schon Alkoholikerin als ich ein kleines Kind war. Ich bin mit diesem Problem gross geworden, habe meine Mutter immer wieder Phasenweise als depressive im Alkoholrausch insich gekehrte Frau erleben müssen. Früh schon mit 12 fing ich an mir und meinem Bruder das Mittagessen selbst zu kochen weil Mutter wieder auf dem Sofa hockte und schlief. Mit 16 war ich dann bei meinem Freund eingezogen und habe dort Familie erleben dürfen.
Meine Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin hat mir sehr viel Wissen gebracht. Doch geschützt vor dem was dann kahm hat mich all das Wissen nicht. Denn ich bin wie verblendet. Habe wärend meiner Ausbildung meinen jetzt Ex-Mann kennengelernt. Er hatte getrunken und manchmal gekifft.Doch ich war so blind. Geheiratet, drei Kinder.Scheidung vor 7 Jahren.
Der Psychotherror den ich erleben musste hat mir viele Narben hinterlassen.Ich versuche sie gut zu pflegen um sie verheilen zu lassen. Doch durch den Kontackt mit meinem Ex durch die Kinder reisst er so manche Narbe wieder auf.
Jetzt hab ich mir mal ganz kurz und knapp einen Überblick über deine Situation gemacht, weil es mich interessiert hat, warum du dich immer so am Thema Kinder - Alkoholsucht festbeißt, warum du hier bist etc. Und habe Bestätigung gefunden in meinem Denken. Denn GENAU DAS meinte ich mit: Man kann nicht jede Situation miteinander vergleichen. Deine früher erlebte Situation (die mit Sicherheit sehr schlimm war) ist Welten davon entfernt, was meine Kinder von ihrem Vater mitkriegen. Sie haben etwas von ihm! Und er schadet ihnen zur Zeit kein Stück! Er trinkt nicht vor ihnen und sie sind gerne mit ihm zusammen!
Ich habe durch deine Worte in meinem Thread gemerkt, dass du tief verletzt bist! Aber du kannst nicht andere dafür verurteilen, die anders an die Dinge herangehen... weil sie in einer komplett anderen Situation sind! Und genau hier muss jeder für sich abwägen!
LG Ayki.
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Zitat von Melinak
für einen alkoholiker lege ich heute keine hand mehr ins feuer, ich kenne zu gut das versteckte trinken, das verheimlichen und verharmlosen. ich bin erstaunt das du dir so sicher bist, das nicht getrunken wird vor den kindern. es ist deins, ich für mich weiss genau, das auch alkohol getrunken wird, egal mit oder ohne kinder.zumindest bei mir.
Ich möchte mal eins klar stellen: Verharmlosen tu ich hier gar nichts! Ich nehme das alles sehr ernst! Ich lege auch absolut keine Hand ins Feuer für einen Alkoholiker, und ich weiß genau, dass ich ihm nicht alles glauben kann. Aber ich stehe in gutem Kontakt zu meinen Kindern, die mich anrufen, sobald der Vater in ihrem Beisein Alkohol trinkt! Die wissen, dass ich sie dann sofort abhole und sie sich auf mich verlassen können! Ich bin mir 150%ig sicher, dass er nicht vor den Kindern trinkt! Sollte dies doch irgendwann mal so sein, werden die Kinder nicht mehr zu ihm gehen können! Die Ferien sind deshalb im Umgang schon nicht zustande gekommen, weil mir das Risiko über einen längeren Zeitraum viel zu groß ist! Er hatte auch bisher nichts dagegen einzuwenden, ich denke, er sieht das alles ein! Und er merkt, dass es nicht gegen ihn gerichtet sondern einfach so das Beste für die Kinder ist!! Denn er sieht schon, dass er ein Alkoholproblem hat!
Zur Zeit liegt ihm jedenfalls sehr viel daran, den Kontakt zu den Kindern zu halten und in ihrem Beisein auch nichts zu trinken! Wie gesagt, man kann nicht jede Abhängigkeit miteinander vergleichen, der eine trinkt von morgens bis abends, der andere abends, und der andere alle paar Monate... Was in Zukunft geschieht, das kann keiner wissen. Jeder muss das für sich selbst abwägen, beobachten und dann entscheiden... Ich denke auf jeden Fall, dass ich richtig handele zur Zeit! Sonst würde ich es nicht so handhaben!
Und nun wieder zum eigentlichen Thema:
Zitat von Melinakdas rauspicken von guter beziehung und wegschieben von der anderen dusteren seite hört sich für mich nach verharmlosung, verdrängung an, ganz co halt!auch das ist deins,wie du damit weiter kommst wird sich rausstellen.
Wegschieben von der dusteren Seite und nur das Gute rauspicken ist aus meiner Sicht ganz sicherlich kein Co-Verhalten, sondern genau das Gegenteil! Ich weiß, dass ich nichts ändern kann, dass ich ihn nicht verändern kann - und ich möchte es auch schon lange nicht mehr! Das geht aber alles nur, wenn ich nichts mitkriege von seinem restlichen Leben und mich da komplett raushalte!LG Ayki
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Zitat von n i c i
Jahrelang hab ich versucht den netter Kerl, der Er nunmal ist, mit dem Süchtigen unter einen Hut zu bekommen und bin an diesem Spagat zum Co geworden. Ja, es ist nicht seins, das ist meins. Und genau das ist es: der nette Umgang miteinander, ist für ihn kein Problem, aber das sind meine Promille.
Das sehe ich komplett anders! 1. weiß ich, dass er nicht nur der nette Kerl ist sondern es auch noch die andere, dunkle Seite im Suff von ihm gibt und 2. merke ich, dass der „nur“ nette Umgang für ihn sehrwohl ein Problem ist, aber für mich nicht mehr, seitdem ich mir den gewissen Abstand nun wieder genommen habe. Ich picke mir nur das Gute aus der „Beziehung“ zueinander raus. Das, was mir gut tut! Und das ist nun mal ein netter, respektvoller Ton und Umgang und auch wirklich ernst gemeinter und kein gespielter Humor im Beisein der Kinder! Der Rest bleibt nun wieder komplett bei ihm! Ich denke, das diese Lösung für mich die richtige ist!
Zitat von n i c iLiebe Ayki, ich lese dass Du Dich wieder in deine Spurrille geben hast, gut so. Immer schön wachsam bleiben.
Genau!
LG Ayki
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Mit "So bin ich nicht" meinte ich, dass ich mir nich einfach "irgend jemanden" suche, nur damit ich nicht alleine bin...
Freizeit: Kinder, Freunde, Sport, unter Leute, Buch lesen, Hobbies, freie Zeit genießen etc.
Nein, eine reale Selbsthilfegruppe hab ich bisher nicht aufgesucht. Ist auch bei mir durch die Kinder und Arbeit eine Zeitfrage! Aber ich muss auch zugeben, dass ich mich lieber hier im Forum austausche als in einer realen Gruppe. Ich denke, das muss jeder für sich selbst entscheiden.
LG Ayki
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Zitat von Melinak
ich weiss ja die situationen bei dir nicht, trinkt er denn vor den kindern?
Natürlich nicht! Sonst würde ich die Kinder gar nicht zu ihm lassen! Es gibt so viele unterschiedliche Arten der Abhängigkeit - deshalb hatte ich ja geschrieben: Man muss da immer genau abwägen und kann nicht alles über einen Haufen scheren.
Zitat von Melinakdoch gerade in solchen gedanken und gefühlen verstecken sich erstmals meine co anteile, zweites einfach mein unvermögen in solchen phasen mich mit mir selbst ausseinander zu setzen, mich selbst auszuhalten.
Das war es bei mir nicht. Ich kann mich wirklich gut selbst aushalten, und ich setze mich auch oft mit mir selbst auseinander. Es waren bei mir „einfach“ die Gedanken: Lass es uns auf eine freundliche und respektvolle Basis als Eltern bringen! Das hat auch soweit gut funktioniert. Aber es klappt weiterhin nur mit Abstand zu ihm, das ist mir dabei klar geworden!
Zitat von Melinakgenau das sind die momente, in welchen wir immer sehr vorsichtig sein sollten, auf uns achzugeben das wir nicht ins alte fallen sondern uns nach vorne wenden. ich denke es ist gut das du hier schreibst, es bringt dich wieder mehr zu dich selbst!
Das sehe ich auch so!
LG Ayki
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Hi Karl,
ich verstehe, was du mir sagen willst. Deine Worte, deine Metaphern gehen bei mir immer tief ins Herz und machen mich nachdenklich, immer mit einem Lächeln auf dem Gesicht! Ich mag es, wenn es beim Lesen knistert...
LG Ayki -
Zitat von Emma2010
Ich vermute, bzw. frage dich, ob dir vielleicht noch irgendwas fehlt, dass deine neugewonnene Freiheit, dich nicht genug ausfüllt und glücklich sein lässt.
Nur dann kann dich der Kontakt zu dem Exmann immer noch, immer wieder bewegen.Dass mir im Leben etwas fehlt, das stimmt wirklich. Die letzten Jahre habe ich alleine genossen, vermisse aber auch einen Partner an meiner Seite. Muss ich mir deshalb einfach irgend jemanden suchen, damit dieses Gefühl gegenüber meinem Ex-Mann weg geht? Wäre das die richtige Lösung?? Ich weiß nicht, so bin ich einfach nicht. Ich denke, ich muss das alles erst für mich klären, bevor ich etwas Neues beginnen kann.
Zitat von Emma2010Deshalb überlege dir gut, was du dir wirklich vom Leben wünscht. Weil du weist ja selber, dass es ein zurück nicht mehr geben kann. Du hast dich jedenfalls verändert, aber XY mit Sicherheit nicht, solange er den Alkohol braucht.
Das stimmt. Er hat sich – was den Alkohol betrifft – nicht verändert! Er benutzt mich auch nach wie vor als Ansprechpartner für alltägliche Dinge – er vertraut mir halt. Aber ich möchte das alles gar nicht mehr hören – den Zahn hab ich ihm direkt gezogen. Dafür soll er sich einen Freund suchen, der ich für ihn nicht sein kann und nicht möchte, nur weil er gerade mal Lust zum Reden hat und alles loswerden will!
Ette
Schön, noch mal was von dir zu hören nach all der Zeit
Du weißt ja, ich lese dich auch sehr gerne
Zitat von EtteIch mache mir auch keine Gedanken darüber, wie sich das in Zukunft entwickeln wird, sondern ich genieße diese Art von Miteinander so, wie sie jetzt ist.
Das hatte ich auch vor, habe aber gemerkt, dass ich damit nicht zurecht kam! Außerdem denke ich auch, dass mich das in meinem Leben nicht weiterbringen würde. Das ist einfach nicht das Leben, was ich mir für die Zukunft vorstelle. Ich möchte frei sein für eine neue Beziehung. Und ich hab das Gefühl, so ganz bin ich das noch nicht!Zitat von EtteIch genieße die Zeit mit, aber auch die ohne ihn und fühle mich zufrieden.
Und das war eben bei mir in den letzten Tagen nicht mehr der Fall. Ich habe gemerkt, dass es mir nicht mehr so gut mit der Situation geht wie am „Anfang“ und habe mich auch hier wieder auf meinen Weg gemacht
Je mehr ich darüber nachdenke, desto klarer wird mir alles!LG, Ayki