Beiträge von Waschbaer

    Zitat von Spedi


    Ihr dreht Euch da im Kreis. Es gibt keinen "Grund" warum jemand säuft, außer, dass der Betreffende saufen will.

    Manche Dinge im Leben sind verdammt einfach. Wir tun uns nur unheimlich schwer damit, diese Einfachheit zu akzeptieren.

    Habe das jetzt mehrmals durch den Kopf laufen lassen.
    So kann man es auch ausdrücken. :roll:

    Nobby

    Zitat von Spedi

    Viel wichtiger ist: Wenn ich Alkoholiker bin, dass ich von meinem Suchtmittel loskomme und ein Leben ohne Suchtmittel erlerne.

    Dieses ganze "Gründe suchen", "Ursachen erforschen", "Zusammenhänge herstellen", das kann gerne in einem vierten, fünften, sechsten oder wievielten Schritt auch immer getan werden,

    Hi Spedi

    Die Frage war aber " Wodurch wird man Alkoholiker " oder :?:

    LG Nobby

    Hallo Kämpferherz

    Bei mir war es ein langer schleichender Prozess. Als Jugendlicher bin ich mit Alkohol in Berührung gekommen , wie die meisten anderen auch. In meinem weiteren Leben vor allem die Bundeswehr, war immer wieder Alkohol angesagt. Um nicht aufzufallen, hab ich alles mitgemacht. ( Mitläufer)
    Also war ich in meiner ersten eigenen Wohnung mal der eigene Chef.
    Dazu gehörte auch das einrichten einer eigenen Bar. Dann konnte man ab und zu mal etwas trinken ohne irgendwo hin zugehen. Gedacht habe ich mir nichts dabei. Im Laufe der Jahre, wurde der Alkoholkonsum immer mehr. Mal wegen Geburtstag feiern, mal weil Besuch kam usw. Da in meiner Wohnung irgendwie der Alkohol Einzug genommen hatte, war er auch immer griffbereit. Meistens habe ich nach einem Arbeitstag ein zwei Gläser getrunken. Das wurde aber irgendwie immer mehr. Ich fühlte mich meistens durch den Alkohol belohnt. Gute Arbeit geleistet, hieß Belohnung. Irgendwann belohnte ich auch meine eigene private Arbeit. Ergo suchte ich immer mehr Sachen zu Hause um mich belohnen zu dürfen. Irgendwann, merkte ich das ich da was falsch mache. Aber der Alk. hatte mich schon gepackt. Nun trank ich schon vor zu erledigten Aufgaben meinen Alk. Hab mich ja schon vorher belohnt für die schweren Dinge (was ein Witz) die da auf mich zukamen. Und nach der Arbeit erst recht. Das Alk. Hirn verlangte seine Belohnung. Das ging noch mal so ganz viele Jahre. Irgendwann belohnte ich mich nur noch, weil ich an anstehende Aufgaben dachte. Meine Gefühle dabei waren bis zu einem gewissen Grad immer die absolute Zufriedenheit.

    Deine Frage, " Wodurch wird man zum Alkoholiker" kann ich dir nur so beantworten: In dem man zu gibt, einer zu sein.

    LG Nobby

    Zitat von Seidenraupe

    Heute, am 45. alkoholfreien Tag bin ich mit mir und meinem Leben zufrieden.

    Hi Seidenraupe

    Am Montag sind es dann bei mir 6 Wochen, und ich kann deine Freude verstehen. Mir hat mal jemand geschrieben "Noch ist es ein sehr zartes Pflänzchen, es braucht regelmässige und intensive Pflege, wenn es gedeihen soll". Also glaube ich, das wir gute Gärtner werden müssen. Ein schönes neues Hobby, oder?

    viele Grüße Nobby

    Hi Spedi

    Danke für deine schnelle Antwort. Musste erst mal
    bei Wikki nachschauen was noch mal der Herr Pawlow gemacht hat. Das könnte natürlich ein Grund sein, den ich aber dann doch nicht kenn. Mein Erlebnis war ja auch nicht schlimm, nur komisch. Beim nächsten mal werde ich mir wohl überlegen, wo der Auslöser steckt. Kann ja nicht schaden und vieleicht entdeckt man den kleinen Übeltäter im jetzt wieder großen Hirn.
    Fals es dich intressiert, ich lese auch Alkbücher und stelle immer viele Parallelen zu mir fest. Natürlich auch hir im Forum. Da ich in keine reale SHG gehe finde ich meine Aufklärung hier im Forum und in den Büchern sehr wichtig. Nur dann kann man ja handeln.

    LG Nobby

    Hallo Forum

    Gestern hatte ich ein komisches Erlebnis. Ich war mal wieder auf der Mittagsschicht. Die ganze Schicht verlief sehr gut. Dann mussten wir innerhalb unseres Arbeitsplatzes um 19:30 zu einer technischen Störung. Da wir nicht sofort arbeiten konnten, habe ich mich ein wenig hingesetzt und gewartet. Auf einmal dachte ich, aus heiterem Himmel!! jetzt wäre ein schönes Glas Whisky sehr angebracht. Ich spürte förmlich den Geschmack. Alkohol wird aber bei uns seit ca. 15 Jahren nicht mehr getrunken, auch hatte ich keine Reklame gesehen. Auch sprach kein Arbeitskollege von Alk. Ich war über mich sehr verwundert. Auch habe ich meiner lieben Frau mein kleines Erlebnis berichtet. Leider konnten wir uns diesen Gedanken nicht erklären. Wie auch. Saufdruck - oder sucht, empfinde ich Gott sei Dank nicht.
    Aber was war das dann? Hinterhältiges Suchtgedächnis ? Aber das kommt doch wohl nur in Verbindung mit anderen Empfindungen oder ?

    LG vom verunsicherten Nobby
    :?:

    Zitat von gavris

    Hm.....ich dachte mir, wie wärs wohl, wenn du den Schnaps jetzt kostest, dich zudröhnst zur Feier des Tages?

    Hi Stefan

    Hab bei dir immer mitgelesen.
    Ich bin der totale Katzenfan. Ich spiele mit
    jeder, die ich zu fassen bekomme. Auch Puma und
    Tiger mag ich sehr. Ich würde sie so gerne mal anfassen.
    Ich hätte nie Angst, wenn ich mal in einem Tigerkäfig stehen
    würde. Ich glaube, "die für mich kleine niedliche" Miezekatze
    würde das ganz anders sehen. Ich würde wohl da nicht mehr
    lebend rauskommen. Und trotzdem es reißt mich unheimlich,
    mich auf ein Spiel mit diesen Tieren einzulassen. Aber ich werde es wohl nie tun,
    weil ich nicht gewinnen kann.

    LG Nobby

    Guten Abend joschi und Nella

    Das mit dem nicht trinken dürfen, verbiete ich
    mir selber. Aber ich verstehe auch was ihr mir hier
    vermitteln wollt. Nur das mit dem verstehen und es
    in Gedanken umzusetzen und zu behalten, ist eine
    andere Sache. Zur Zeit denke ich eher ich darf aber ich
    möchte nicht Alkohol trinken. Sonst ist bei mir das schöne
    freie Leben ganz schnell hin.
    Wir haben auch vorgestern bei einem schönen sonnigen
    Spaziergang auf Terrassen geschaut, auf denen Leute saßen
    und sich ein Bier schmecken ließen. Dann denke ich doch noch,
    das kannst du nicht mehr. Aber irgendwann werde ich denken
    das brauch ich nicht mehr. Oder ich werde es nicht mehr wahrnehmen.
    Wenn statt Alk, Wasser im Glas währe, würde ich es ja auch nicht registrieren.
    Auf diesen Augenblick warte ich mit Geduld.

    Eine schöne neue Woche wünscht Nobby

    Zitat von Biedronka


    Im Moment habe ich eine schwere Situation zu meistern und noch vor ein paar Monaten hätte ich es " Ohne" nicht geschafft aber jetzt geht es und das ist mein Lichtblick...mein Weg...

    Hi Nella

    Ich hoffe das du deine Dinge auf die Reihe bekommst.
    Schwere Situationen hab ich sehr schnell schön getrunken.
    Wenn die nächste ansteht, werde ich sie mit Sicherheit lösen
    und nicht mehr weglaufen.

    Einen ,trotzdem, schönen Abend wünscht dir Nobby

    Hi Frank

    " Also villeicht solltén wir uns beide darauf einigen, wir sind beide eindeutig Langzeittrinker. Da können wir nichts mehr dran drehen.
    Nur an der Zukunft und das tun wir ja , oder?"

    Na das "oder" wird es für mich nicht mehr geben. Ich finde es viel zu schön, mal mit klarem Blick durch mein Leben zu laufen.

    " Was ich Dir vielleicht voraus habe, ist der Abschied vom Alkohol.
    Ich vermisse ihn in meinem Leben so direkt nicht mehr, er ist mir gedanklich nicht mehr täglich präsent."

    Gut wer weiß schon wann man Langzeittrockener ist. Aber wenn ich Gedanklich nicht mehr dabei bin, dann hat man doch eine große Hürde überwunden. Ich denk ab und zu doch mal an Alk. doch es ruft eigentlich nichts bei mir ab. Ich hoffe das bleibt ganz lange so.

    " Ich gehe stark auf die 50 zu "

    Na und. Meine Nachbarin, sie ist 82 lächelt nur über mein Alter. Sie sagt immer zu mir, "Du kannst noch so viele Dinge erleben". Ja das kann ich, wenn ich meinen jetzigen Weg fortfahre. Allerdings habe ich meinen 30 Geburtstag nicht gefeiert, da hab ich gedacht, jetzt bisse ein alter Man.

    Du lebst im Ausland ? Darf ich fragen wo ?

    ich wünsche Dir noch viele trockene Jahre mit deinem Bruder.

    Viele Grüße Nobby

    Zitat von claro


    Irgendwann habe ich den geschlossenen Teil gewechselt, da kann dann schon mal persönlicher werden, es können ja nur Eingeweihte mitlesen.

    Hallo claro

    Schön das du aber auch im offenen Bereich deine Leseaugen benutzt.
    Ich finde es gut, das man in diesem Bereich erst mal von ausserhalb,
    über Suchmaschinen überhaupt zu dem Forum kommt. Dann darf man
    als " Unsicherer" erst mal lesen. Viel lesen, sehr viel lesen. Das sind dann
    zum Glück solche Erfahrungen wie du sie gemacht hast.
    Also ihr Langzeittrockenen schreibt ruhig weiter für die, die noch ihren Weg suchen.

    LG Nobby :lol:

    Hi Michael

    Woher weißt du, das du nicht wieder eine Trinkpause machen wirst. Ich habe vor meiner Entgiftung meine ganze Wohnung alkoholfrei gemacht. Das war das beste was ich hier im Forum gelernt habe. Auch lese ich ab und zu immer mal wieder die Grundbausteine hier im Forum
    und versuche mich daran zu orentieren.

    LG Nobby

    Zitat von piper

    Doch damit ist jetzt Feierabend, ich habe endgültig keinen Bock mehr dazu, es kotzt mich im wahrsten Sinne des Wortes an! Ende!

    LG Michael

    Hallo piper

    Deine Familie wird es dir danken. Ohne Alkohol bekommt die Familie
    wieder neuen Glanz . Bei mir war das so in den letzten trockenen 5 Wochen.

    Lg Nobby

    Hallo Shg

    Es ist schon komisch. Nun trinke ich seit 5 Wochen
    keinen Alkohol mehr und vermisse fast gar nichts.
    Mit "fast" möchte ich sagen so ab und an würde
    ich doch mal gerne was trinken. Aber das sind
    Bruchteile von Sekunden und ich weiß, das brauche
    ich nicht mehr. Nur frage ich mich, warum klappte
    das vor dem K.H nicht. Mir war ja schon vorher klar,
    das ich ein riesengroßes Problem habe. Selbst zu meiner
    lieben Frau hab ich ab und an gesagt, das ich die Rechnung
    präsentiert bekommen werde. Im K.H haben mich die einzelnen
    Geschichten der Mitpatienten beeindruckt. Nun habe ich Angst, das, das in meinem Gedächtnis verschwindet. Zur Zeit helfen mir die sehr
    bewegenden Lebensgeschichten weiter (z.B. Petter, usw. den ich sehr bewundere) Ich bin froh das Forum gefunden zu haben.
    So vergesse ich nicht, das man ja nicht allein mit dem Problem dasteht. Das einzige was mir nach den einfachen 5 Wochen sehr schwer fällt,
    ist der Gedanke, nie mehr Alkohol trinken zu dürfen. Auch da habe ich
    im K.H gehört, wie schnell das geht. 4 Jahre trocken, einmal alkoholfreies Bier getrunken .Geht doch. Also geht auch ein Bier mit Prozente.
    Das hat dann ein Jahr gehalten, bis wir uns im K.H. begegneten. So ich habe einfach mal meine Gedanken hier aufgeschrieben.
    Keine Ahnung so richtig warum. Freue mich eigentlich mit dem schönen Wetter. Mir geht es auch richtig gut.
    Habe jetzt auch 3 Tage frei und werde morgen die erste, seit langem, trockene Radtour mit meiner lieben Frau machen.

    Euch allen wünsche ich eine schöne Woche.
    Nobby

    Hallo Frank

    Mußte bei dir schmunzeln. :wink: Aber ich mach ja Wechselschicht
    und hatte gestern Mittagschicht. Da komm ich erst um 22.40 Uhr
    nach Hause. Ich schau dann immer noch schnell hier rein. Das ist
    wichtig für mich. Auf Mittagschicht hab ich immer noch das meiste
    Gefühl, das ich Alk mäßig was vermisse. Aber hier lese ich dann ganz
    schnell und gut isses. Das mit dem Urlaub hab ich bedacht. Wir haben
    ein Alkoholfreies Ferienhaus gebucht. Dann geht es im Juli zum Radurlaub.
    Mit viel Wasser.

    8)

    Hallo Spedi

    Also trennen möchten wir, meine liebe Frau und ich, uns wirklich nicht.
    Sie kannte mich ohne und mit Saufen. Mit der Körperveränderung komme
    ich ja klar. Aber die Seele macht mir ein wenig Panik. Ich hoffe,
    wenn ich noch ein paar Monate Trockenheit hinter mir habe wird sie auch
    wieder zufriedener sein. Noch ist sie sehr damit beschäftigt auf mich aufzupassen,
    das Nobby keine Mist baut. :!: Ich hoffe das sie ihrgendwann zur Ruhe kommt.

    Euch wünsche ich ein schönes Wochenende und Danke für die
    Antworten.

    LG Nobby

    Hallo Forum

    Habe erst jetzt festgestellt, das sich in meinem
    Körper einige Dinge ändern. Zuerst hab ich mal
    seit Januar 5 KG abgenommen.(kein Wasser) das
    habe ich schon seit 2 Jahren probiert, ohne Erfolg.
    Mein Schlafverhalten hat sich total
    verändert. Vorher kante ich nur Totale Müdigkeit,
    wenn ich morgens ( 04,20 Uhr) aufstehen musste.
    Abends konnte ich nie einschlafen. Musste 2-4 mal
    aufstehen. Alles weg. Jetzt bin ich morgens relativ fit.
    Abends hab ich nun eine schöne Müdigkeit und schlaf
    fast immer durch. Leider musste ich auch feststellen, das
    mein Bedürfnis nach Zärtlichkeiten stark nachgelassen haben.
    Ich hoffe nur, das liegt zur Zeit an meiner Verfassung.
    Mit Alk. hatte ich da nie Probleme und eigentlich immer Lustgefühle.
    :oops:
    Kennt ihr auch solche Veränderungen. Oder bilde ich mir solche
    Dinge nur ein. Oder fängt der Körper/Geist sich wirklich an zu verändern.

    Ein schönes Wochenende wünscht euch allen
    Nobby

    Hallo Seidenraupe

    So können wir unseren ersten "Frei erlebten Monat"
    gemeinsam genießen. Ich arbeite auch schon wieder 2
    Wochen. Du wirst sehen, das ist ein neues Erlebnis. Man hat keine Angst mehr, das ihrgendjemand etwas merken wird. Ich wünsche dir ein schönes Familienwochenende.
    LG Nobby.

    Hallo Linde

    Habe gerade meinen/unseren Urlaub im Altmühltal
    gebucht. Das wird mein erster Urlaub ohne nass zu
    sein. Die Entdeckungsreise wird also weitergehen.
    Mal schaun wie ein Urlaub abläuft, wenn man ihn
    bewusst mitbekommt. Vorfreude ist schon da.

    LG Nobby

    Hallo Seidenraupe ,hallo Shg

    War heute das erste mal bei einer Suchtberaterin.
    Wollte mal nachhören welche Optionen es für mich
    gibt, falls ich doch mal große Probleme bekomme.
    War sehr hilfreich. Die Therapeutin, meinte zu meinen
    kalten Händen ( ich war mit meiner lieben Frau da und
    sie musste einfach mal nachfragen) das könnten schon
    Nervenschäden sein. Ups dachte ich nur und warte noch
    meinen Arzttermin im April ab.

    Heute habe ich 4 Wochen Alkoholfreies Leben hinter mir.
    Das hab ich in 35 Jahren noch nie geschafft. Ich glaube das
    ich schon ein bisschen stolz auf mich bin. Meine lange Reise
    hat mit einem ersten kleinen Schritt begonnen und das Ende ist
    nicht in Sicht. Aber auf dem Weg dorthin, erlebt man sehr viele
    neue Dinge.
    Hat schon ne ganze Menge morgens aufzustehen und
    fit für den Tag zu sein. Das kante ich schon lange nicht mehr.
    Nun sülze ich nicht weiter rum.

    Euch allen wünsche ich einen schönen Wochenstart
    Nobby :wink: