Grüß Euch!
Ich bin Paula, neu in diesem Forum und kurz und bündig im Vorstellungsbereich zu lesen.
Elektrizitätswirtschaft ist mein Spezialgebiet, deshalb möchte ich gerne etwas dazu schreiben:
Grundsätzlich halte ich den Wechsel zu alternativen Energieanbietern für bedenklich. Abgesehen davon, dass diese mittels agressiver Verkaufspolitik und Dumping-Angeboten die Kunden ködern, um die Preise bei nächster Gelegenheit in die Höhe schnellen zu lassen, muss man sich auch die Situation der Landesenergieversorger vorstellen:
Diese sind als Eigentümer für die Wartung und Instandhaltung des Stromnetzes veranwortlich. Sinken nun die Strompreise und die Anzahl der Kunden, muss an der Instandhaltung des Netzes gespart werden, was zu einem Qualitätsverlust in der Versorgung führt. Natürlich kommt es dann auch zu Personaleinsparungen und Engpässen in den Energieversorgungsunternehmen, die deshalb im Extremfall von ausländischen Konzernen aufgekauft werden, welche dann im Endeffekt die Preissituation in unserem Land gestalten.
Für mich persönlich ist auch der Umweltfaktor von grosser Bedeutung. Natürlich hat der Strom der durch die Leitungen fliesst "kein Mascherl" (so bezeichnet man das mundartlich hier in Österreich), aber speziell von ausländischen Anbietern wird sehr viel billiger Atomstrom geliefert.
Für mich ist es keine simple Beruhig meines Gewissens, sondern mein aktiver Beitrag zum Umweltschutz, 100 % Ökostrom zu konsumieren.
Euer jeweiliger Strommix, also die Zusammensetzung des Stromes den ihr bezieht, müsste Eurer Jahresstromrechnung beigelegt sein.
Und ich finde schon, dass man durch individuelles Verbrauchsverhalten sehr viel Energie einsparen kann. Der durchschnittliche Verbrauch für Stand-by macht etwa 500 kW/h pro Haushalt aus. Die Raumtemeperatur nur um 1 Grad C herunterzufahren, schlägt sich ebenfalls mit einer ganz gewalten Ersparnis nieder. Regelrechte Stromfresser sind Wäschetrockner (ich besitze aus diesem Grunde keinen) und vereiste Gefrierschränke.
Übrigens kann man in den Baumärkten (bei uns auch bei den EVU's) sog, Strommessgeräte kaufen bzw, leihen: Damit kann man den Stromverbrauch seiner Elektrogeräte messen, indem man sie zwischen Steckdose und das jeweilige Gerät hängt, und dánach mit den empfohlenen Durchschnittsverbrauchswerten vergleicht.
Das ist jetzt sehr lange geworden und etwas abseits vom eigentlichen Thema für meinen ersten Beitrag..... ich werde später mehr über mich schreiben und habe vor, im erweiterten Bereich ein TB zu führen.
Wünsche Euch allen eine Gute Nacht!
Paula