Beiträge von Petter

    Hallo,

    um es gleich sagen: es geht mir gut. Ich bin seit über sieben Monaten zufrieden tocken und habe mein Leben seit dem 24. Juni 2006 umgekrempelt. Alte "Freunde" aus meiner Saufzeit gibt es nicht mehr. Zugegeben - ich bin vielleicht etwas einsamer als früher, aber ich bin lieber zufrieden einsam, als besoffen und unzufrieden in Gesellschaft.

    Letzte Woche hatte ich Vorstellungsgespräche in Norwegen und eines war sehr erfolgreich. Nach diesem Gespräch konnte ich mein Glück gar nicht fassen - alles, was ich reingebuttert habe in mein neues Leben, trug Früchte, und nun auch noch das. Ab März eine neue, gut bezahlte Arbeit - endlich.

    Und dann kamen automatisch die Gedanken an Alkohol. Ich war wie gelähmt, so übermächtig wurde der Wunsch, diesen Erfolg mit Sekt zu begiessen. Fast zwei Tage lang ging das so. Ich habe nicht nachgegeben, denn letztendlich ist alles, was ich zur Zeit erreiche, das Ergebnis der Arbeit an meiner Trockenheit. Trotzdem hat mich das sehr angefasst: der Wunsch zu trinken, weil etwas richtig gut läuft. Das kannte ich so deutlich noch nicht. Und ich habe erschreckt festgestellt, dass ich da noch sehr schwach bin.

    Hoffentlich bin ich nun etwas mehr vorbereitet. Der Teufel Alkohol wird es wohl immer wieder mal versuchen.

    Er wird es nicht schaffen. :)

    Lieben Gruss

    Peter

    Guten Morgen Pauly,

    es ist sicher gut, sich daüber Gedanken zu machen, gerade auch, wenn es Dir augenblicklich gut geht.

    Mein Hochgefühl hielt nach meinem Saufende auch eine ganze Zeit lang an und immer las ich irgendwo: "Der Rückfall beginnt im Kopf!" - also versuchte ich, immer wachsam zu sein auf das, was denn da kommen könnte. Tatsächlich gab es bisher einen Zeitpunkt, an dem ich mich in Gefahr fühlte. Ich habe dann den Weg nach Hause eingeschlagen, eine grosse Kanne Tee gemacht und mich ins Forum begeben und wieder und wieder gelesen.

    Trotzdem solltest Du Dein gutes Gefühl weiter geniessen und Dir für den eventuellen Notfall einfach mal im Voraus einen Plan erstellen. So ein Plan wirkt erstmal etwas unsinnig, aber wenn es soweit ist, dann ist dieser Plan wirklich gut. Meiner lautet: Tee kochen, im Forum lesen, in die Selbsthilfegruppe gehen.

    Etwas anderes gibt es dann für mich nicht. Gar nichts. Punkt aus.

    Alles Gute weiterhin für Deine Zeit in der LZT!

    LG Peter

    Guten Morgen Thomas,

    wie gehts Dir denn heute? Hast Du die Nacht gut überstanden?

    Erzähl´ doch mal ein wenig über Dich, wenn Du möchtest.
    Ich finde es gut, dass Du hierher gefunden hast.
    Mir hat dieses Forum geholfen, meine Freiheit zurückzuerobern und nüchtern zu bleiben.
    Ich freue mich, mehr von Dir zu lesen!

    Alles Gute

    Peter

    Guten Morgen Dante!

    Das tut mir leid, dass es Dir gerade nicht so dolle geht! Im ersten Augenblick dann zu denken "Wozu das alles..???" ist nachvollziehbar und geht glaube ich nicht wenigen so. Und doch:
    Im alkoholisierten Zustand wäre NICHTS besser! Du könntest Dinge, die Zeit brauchen, nicht richtig angehen. Du hättest jede Menge Ausreden, um weiter zu saufen und dann das Schlimmste: nichts, aber auch gar nichts würde sich ändern und der Blick in die Zukunft trübe, neblig und voll Elend - ohne Perspektive eben, das alles weißt Du.
    Wir Alkoholiker sind kranke Menschen - der kranke Mensch braucht Geduld, um zu genesen. Davon, von der Geduld, brauchen wir besonders viel!!

    Ich schicke Dir heute mal virtuell ein Päckchen Geduld rüber und wünsche Dir weiter viel Kraft. :D

    Alles Gute von Peter

    Guten Morgen Freund,

    ach, da hast Du ein schönes Thema gefunden!
    Ich habe mich schon oft gefragt, wie ich wohl so gerochen habe... - wahrscheinlich genauso!

    Gerade heute früh hatte ich eine Begegnung mit der Polizei, weil ich in meinem Auto um 5 Uhr früh beim einsteigen die Alarmanlage ausgelöst habe und den Ausschaltknopf unter der Motorhaube im Dunkeln nicht gefunden habe. Da war plötzlich ein Polizist neben meinem Kopf und half mir mit seiner Taschenlamps aus. Wenn ich nun nicht nur aus dem Mund sondern auch aus allen Poren gestunken hätte, wäre der Tag mit weiteren Schwierigkeiten verbunden gewesen.
    Was um Himmels willen macht jemand, der nach Alkohol riecht unter der Motorhaube eines laut trötenden Autos???

    Ich bin sehr glücklich, dass ich so nicht mehr riechen muss. Nüchternheit duftet geradezu nach Freiheit! :D

    Gruss Peter

    Hallo Michael,

    du schreibst:

    "Leider habe ich allerdings noch nicht die `geistige Trennung' vom Alkohol geschafft -- aber das wird auch noch werden. Trinken kann ich schon alleine nicht mehr, weil sonst dieser Knast (Entgiftungsstation) umsonst gewesen waere *g"

    Diese beiden Sätze haben es in sich, finde ich. Im ersten Satz bedauerst Du, "die geistige Trennung" nicht geschafft zu haben. Im zweiten Satz bezeichnest Du die Entgiftungsstation als "Knast" und setzt ans Ende ein *g.

    Ich vermute mal, so wird das nichts. Vielleicht hilft es Dir ein klein wenig auf die Sprünge (auch für den geistigen Absprung), wenn ich Dir sage, dass Du Deine Entgiftungsstation eher als Hilfe und Gelegenheit begreifen solltest, denn als Knast. Sie (die Entgiftung) gibt Dir die grossartige Möglichkeit unter Kontrolle von der körperlichen Abhängigkeit runterzukommen. Nach der Entgiftung hast Du die Basis für die weitere Arbeit an Dir und Deiner Trockenheit.

    Nimm das doch besser als Chance wahr. Es ist nämlich wirklich eine.

    Alles Gute!

    Gruss Peter

    Hallo Dannilein,

    und herzlich willkommen hier im Forum! Schön, dass Du hierher gefunden hast.

    Da Du vor hast, gar nicht mehr zu trinken, bist Du hier bei uns richtig. Wie geht es Dir körperlich? Du solltest Dich nicht in einen kalten Entzug stürzen - er kann lebensgefährlich sein.

    Lies´ Dich hier mal in aller Ruhe durchs Forum und lass wieder etwas von Dir hören.

    Alles Gute

    Peter

    Hallo Thomas,

    na, da hast Du doch richtig gut gehandelt - herzlichen Glückwunsch!

    Du gehst das gut an: Es denen erzählen, die einem wichtig sind; es dem Arbeitgeber sagen und vor allem: ehrlich mit dem eigenen Arzt reden.
    Auch gut ist, das Du in Deinem "Reich" alles entsorgst, was mit Alkohol zu tun hatte.
    Deine Panikattacken werden weniger werden; auch Du selber wirst Dich schon sehr bald viel wohler fühlen, und die Anfänge merkst Du ja schon!

    Ich wünsche Dir weiterhin Kraft und alles Gute!

    Ach ja - das mit der Wohnung stimmt. :wink:

    Gruss Peter

    Hallo Hermann,

    das mit den "Notlügen" ist ja auch manchmal in Ordnung - nicht jeder muss schliesslich alles wissen.

    Aber hier möchte ich Dir widersprechen: sind "Notlügen" nicht sehr bewusste Lügen?

    Ausserdem muss man bei späterem Wiedertreffen immer wissen, wem man gerade welche "Notlüge" aufgetischt hat. Mir wäre das zu anstrengend. :wink:

    Gruß Peter

    Hallo Swiss,

    auch ich kann mich den anderen nur anschliessen.

    Natürlich trägt man kein Schild um den Hals. Aber:

    Zu dem weiten Weg, den wir zurücklegen um trocken zu werden und zu bleiben, gehört für mich besonders Ehrlichkeit.

    Wenn ich es anderen Menschen nicht sagen kann, kann ich es dann mir selber sagen?

    Mit Offenheit bin ich bisher sehr gut gefahren - es wird einem schon Resepekt gezollt. Und dann wird man auch ernst genommen.


    Gruß Peter

    Hallo zusammen,

    ich möchte kurz etwas von einer Hochzeitsfeier berichten, auf der ich heute war.
    Nach der Trauung traf man sich in einem Restaurant; Braut und Bräutigam begrüßten alle kurz; Brautvater hielt eine Rede - und dann kam der Kellner mit dem Tablett Champagner.
    Da die Braut mich gut kennt, hatte sie vorgesorgt und ich erblickte auf dem Tablett auch ein Glas Apfelsaftschorle.
    Der Kellner verteilte die Gläser und sagte: "Soooooo, und für das Kind der Apfelsaft, bitte schön!" - Ich sagte "Danke schön!" und muss gegrinst haben wie ein Honigkuchenpferd. Der Kellner sagte nur "...ach so..." und entschwand schnell. Mit meiner Apflesaftschorle bin ich gerne Kind!
    :lol:
    Peter