Hallo Kolja,
willkommen im Forum auch von mir. Ich war der trinkende Sohn und kann ein wenig aus der anderen Sicht schreiben.
Es sehr gut, daß dein Sohn sich für einen Entzug interessiert. Ich kann auch nachvollziehen, daß ihr als Eltern euch kümmern wollt. Zwei Dinge aber stehen dem entgegen: zum einen muss er es selber angehen. Vielleicht geschieht das nun mit seinem letzten Tiefpunkt und der Aufnahme im Krankenhaus. Zum anderen steht eurem verständlichen Wunsch, dem Kind zu helfen, entgegen, daß ihr beide euch um euch selber kümmern müsst. Die große Entfernung kommt noch dazu. Wie wollt ihr das schaffen? Es ist nicht zu schaffen. Der Junge ist 35 Jahre alt, er ist gestern in der Notaufnahme gelandet und nun wird man sich um ihn kümmern. Vielleicht hat er Glück und wird nach der Erstbehandlung gleich entgiftet und entsprechend weiterbehandelt. Die Ärzte im Krankenhaus sehen schnell, was los ist und wenn er will, dann wird ihm geholfen.
Ihr beide habt jetzt und in der Vergangenheit viel durchgemacht, ihr solltet nun euren Urlaub antreten. Denkt an euch und tut euch gutes. Lasst erstmal los und atmet durch.
Lieben Gruß,
Peter