Beiträge von Seidenraupe

    Hallo Step,

    Silberkralle hat in seinem Thread geschrieben, warum er sich so rar macht.

    Oma zu werden, stelle ich mir total spannend vor. Seit der Geburt meiner Tochter hoffe ich,
    diese Erfahrung auch einmal machen zu können. Genieße die Zeit.

    Liebe Grüße

    Seidenraupe

    Hallo Step,

    meinen herzlichen Glückwunsch zur Omaschaft!
    Trocken kannst du nun den Enkel voll und ganz genießen. Für mich ist die Geburt
    und alles, was davor im Mutterleib und danach, besonders in der ersten Zeit, geschieht
    immer wieder ein Wunder.

    Vor ein paar Tagen schriebst du: "Es greift mich ganz schön an mein alten Einträge zu lesen.
    Ich musste gerade ganz schön heftig schlucken als in die Details der vergeblichen
    Versuche reinlas. Die seelische Not kam direkt wieder hoch."
    Ich schreibe auch seit Jahren Tagebuch, so dass ich furchtbare Zeiten, aber nun auch
    zum Glück wunderbare Zeiten nachlesen kann. In nassen Zeiten war mir irgendwann
    das Wort "Morgen" verhasst... Wenn ich mich heute daran erinnere, bin ich nur heilfroh,
    dass diese Zeit vorbei ist und hoffentlich auch nie wieder anfängt. Für mich ist das
    Nachlesen, auch der schlimmen Zeiten, wichtig.

    Alles Gute weiterhin
    Seidenraupe

    Hallo Esmiralda,

    Glückwunsch zu den ersten zwei Wochen!

    Nie wieder - das ist kein guter Ansatz! Der 24-Stundenrhythmus ist da sehr viel überschaubarer
    und damit erst einmal realistischer. Manchen hilft es, sich im Kalender die alkoholfreien Tage
    zu markieren.
    Die Feier für deinen Sohn liest sich tatsächlich "gefährlich"! Du schreibst ja selbst, dass du auf sehr
    wackeligen Füßen stehst. Muss denn die Feier bei dir stattfinden? Weiß dein Sohn bescheid?
    Vielleicht ist er alt genug, den Aufbau mit Freunden selber zu organisieren. Kann sie nicht bei deinem
    Ex sein? Du schreibst: "Zuhause möchte ich alkoholfrei halten und wer trinkt schon Hochprozentiges
    zu Kaffee und Kuchen?" - Ich kenne da einige, denen es vollkommen egal ist, wann und was getrunken
    wird. Hauptsache Alkohol. Jedenfalls sollte du noch einige Vorsorgemaßnahmen überlegen.

    Alles Gute
    Seidsenraupe

    Hallo Dhyana,
    alles, was du gestern geschrieben hast, kommt mir seehr bekannt vor!
    Allerdings liegt diese Zeit bei mir schon ein paar Jahre zurück.
    Pubertierende Kinder können einem das Leben sehr anstrengend machen!
    In dieser Zeit trocken zu werden, war mir leider nicht möglich. Dies soll keine
    Schuldzuweisung oder Entschuldigung sein, nur eine Tatsache. Aber der
    Alkohol hat alles nur noch schlimmer gemacht. Wenn du es schaffst, weiterhin
    keinen Alkohol zu trinken, wirst du mit den schwierigen Situationen allemal besser
    umgehen können.

    Auch ich habe sehr lange überlegt, welche Funktion der Alkohol bei mir hat.
    Wie oft habe ich mich gefragt : "Warum tue ich mir das immer wieder an? Es
    geht mir doch gut." Es ist die Sucht. Diese Erklärung war mir zu banal. Im Nachhinein
    ist dies aber tatsächlich seit vielen Jahren der Grund gewesen. Es hat leider noch
    einige Zeit gebraucht, ehe ich die Suchtstrukturen in meinem Gehirn
    verstand und annehmen konnte. Nun kämpfe ich nicht mehr!!

    Alles Gute weiterhin!

    Seidenrupe

    Hallo Lena,
    ich gehöre zu deinen stillen Leserinnen... :wink:
    Nun melde ich mich aber doch einmal zu Wort, denn ich habe eine Freundin, die
    auch längere Zeit vollkommen energielos war und sich dies nicht erkären
    konnte. Alle möglichen Untersuchungen wurden gemacht. Bei ihr war es dann
    ein selten vorkommender Eisenmangel. Nicht das Eisen, welches bei uns Frauen
    durch die Menstruation ausgeschieden wird, sondern Eisen II (?) oder so. Ganz
    genau weiß ich es nicht mehr. Sollte es bei dir nicht die Schilddrüse sein, dann
    wäre das vielleicht noch eine Möglichkeit. Ich drücke dir die Daumen!

    Bei der "Zahngeschichte" hast du mein vollstes Mitgefühl!
    Trocken lässt sich auch das meistern...

    Alles Gute
    Seidenraupe

    Hallo,
    ich noch einmal! Auch ich halte eine reale SHG für außerordentlich wichtig!
    Ich fühle mich in meiner Gruppe so gut aufgehoben, weil
    - alle die gleiche Grunderkrankung haben und wissen, wovon die Rede ist,
    - alle sich gegenseitig respektieren,
    - "Frische" wie "alte bis sehr alte Hasen" dabei sind,
    - alle voneinander (auch die Staubtrockenen) profitieren können,
    - jeder nur das beste (zufriedene Abstinenz) für den anderen möchte,
    - man sich im Laufe der Zeit sehr vertraut wird,
    - wir nie das Thema Alkohol aus den Augen verlieren.

    Diese Liste ließe sich noch ergänzen...

    Alkohol hat mein Leben bestimmt. Er gehört zu meiner Biografie. Zum Glück
    muss ich ihn nun nicht mehr konsumieren. Ich brauche und möchte ihn nicht mehr :D !
    Aber vergessen oder verdrängen wäre für mich nicht richtig und auch nicht machbar.

    Seidenraupe

    Liebe Samsara,

    wie geht es dir? Fließt dein Fluss (des Lebens) wieder gemäßigter?
    Äußerlich wie innerlich aufzuräumen ist von Zeit zu Zeit wichtig.
    Bin auch gerade dabei, mein spezielles Chaos Stück für Stück abzuarbeiten...
    Kostet mich große Überwindung, führt aber zu (noch) größerer Zufriedenheit.

    Lieben Gruß
    Seidenraupe (die nicht ganz im Chaos versinken möchte)

    Hallo Esmiralda,
    ganz sicher ist niemand, aber ich habe gute Chancen, trocken zu bleiben :D !
    Ich denke auch heute noch täglich an Alkohol, aber ganz anders als früher.
    Ich habe keinerlei Erlaubnis gebende Gedanken mehr, sondern denke daran,
    wie schlecht es mir in der und der Situation ging. Um wie viel anstrengender
    und negativer mein Leben war. Es sind so viele Situationen, die ich nicht mehr
    haben möchte, in die ich mich aber unweigerlich mit dem ersten Schluck
    hineinmanövrieren würde. Das habe ich zu oft erlebt :oops: .
    Der Ansatz "Heute trinke ich nicht! - Was morgen ist, weiß ich nicht." ist für
    sehr viele eine gute Strategie. Aber jeder hat seine eigene.
    Ich wünsche dir einen trockenen, zufriedenen Tag!

    Seidenraupe

    Hallo Esmiralda,
    Aller Anfang ist schwer...! Ich hatte gefühlte 1000 Anläufe! Dieses Mal bin ich hoffentlich
    auf der "sicheren" Seite. Für mich ist das Leben ohne Alkohol sehr, sehr schön!
    Gedanken und Träume über Alkohol hatte ich sehr intensiv und längere Zeit. Aber man soll
    es nicht glauben, alle hatten recht, wenn sie sagten, das ließe nach :D .
    Als Bücher kann ich u.a. wärmsten empfehlen: "Die Suchtfibel" von Ralf Schneider und
    "Nüchtern" von Daniel Schreiber (neu).

    Alles Gute weiterhin auf deinem Weg
    Seidenraupe

    Liebe Samsara,

    ich wünsche dir alles Gute für 2015!

    Meine Frage bezüglich des Loslassens stellte ich, da deine Beschreibung dessen mich an
    ein Loslassen erinnerte. Leider wurde ich losgelassen... In diesem Jahr habe ich daran arbeiten
    können (müssen), mich besser von Menschen, Vorstellungen, Wünschen, etc. zu trennen/
    verabschieden. Es gelingt mir immer besser, sicher auch eine Folge der Trockenheit.
    Anfang des neuen Jahres steht Ausmisten ganz oben auf meiner to do Liste.

    Liebe Grüße
    Seidenraupe

    Hallo Eniba,

    Glückwunsch zu den 6 Monaten!!

    Ich habe vor kurzem überschlagen, wie viele Biere - keine Bierchen - ich bei weiterem
    Konsum getrunken hätte. Weit mehr als tausend halbe Liter war das Ergebnis.
    Fand ich seehr erschreckend. Das sind ca. vier Badewannen voll...
    Dazu wären dann noch diverse kleine Weinflaschen gekommen :oops: .

    Das Leben ohne Alkohol ist unvergleichlich lebenswerter!

    Dir alles Gute weiterhin.

    Gruß Seidenraupe

    Liebe Samsara,
    ich freue mich, wieder einmal von dir zu lesen!
    Ja, die Zeit rast auch für mich unglaublich schnell. Ich habe in diesem Jahr
    sehr viel Schönes erleben dürfen. Oft dachte ich, möge dieser Tag doch nicht
    so schnell zu Ende gehen. Leider bin ich nicht so gut im Speichern wie die Maus Frederick...
    Darf ich dich fragen, wovon du dich getrennt hast? Waren es Menschen, Gewohnheiten oder Gegenstände?

    Liebe Samsara,

    es liest sich für mich so, dass du dich in einer Umbruchphase befindest. Könnte das mit dem "speziellen" Alter zusammenhängen?
    Ich weiß, wovon ich schreibe...

    *Es geht mir gut, obwohl nicht alles gut ist* - das kenne ich inzwischen auch. Als ich noch trank, ging es mir gar nicht gut,
    obwohl die meisten Dinge nicht anders als heute waren. Eine innere Zufriedenheit bahnt sich bei mir an. Diese tut mir sehr gut.
    Morgens mit dem Aufstehen Schwierigkeiten haben erinnert mich an mehrere Menschen, die unter Depressionen leiden.

    Liebe Grüße
    Seidenraupe