Hallo Bridget,
ich habe das Gespräch mit meinen Vater nicht gesucht. Ich habe nur mit meiner Mutter geredet und ihr gesagt, dass ich den Kontakt minimieren werde. Ich wollte mit ihm darüber nicht reden. Weil ich wusste, dass er es nicht einsieht, dass er Alkoholkrank ist. Er hat sich mir dann aufgedrängt, mich beschimpft usw. Ich habe dann gesagt, dass ich mir von einem Alkoholiker nichts sagen lasse. Er war baff, meinte, er hat nur ein kleines Alkoholproblem. Er wird sich ändern bla bla bla.
Nächsten Tag war alles vergessen. Aber seit ich das Thema angsprochen habe, habe ich weniger Kontakt zu ihm. Mir tut das sehr gut. Er wollte es am Anfang nicht akzeptieren und hat immer wieder den Kontakt gesucht. Ich bin oft gegangen, und habe ihm gesagt, dass er wiederkommen kann, wenn er nüchtern ist. Aber wenn er nichts getrunken hat, kann er solche Gespräche nicht führen. Deshalb lässt er mich nun in Ruhe.
Ich habe Regeln aufgestellt, an die sich mein Vater halten muss. Wenn er es nicht macht, gehe ich. Selbst wenn er bei mir Zuhause ist. Und meine wichtigste Regel ist, dass ich nicht ans Telefon gehe, wenn er anruft. Und wenn ich ihn anrufe, nur vormittags. Ich wäre beinah einmal schwach geworden, da es mein Geburtstag war. Am nächsten Tag habe ich dann erfahren, warum er angerufen hat. Er hatte mal wieder Stress...
Ich schweige nicht mehr über die Alkoholkrankheit meines Vaters. Ich erzähle es auch nicht jedem, aber wenn mich jemand danach fragt, erfinde ich keine Ausreden mehr.
liebe Grüße
Laura