Guten Morgen, Melanie,
Danke, jetzt kenn’ ich mich aus; kann auch vieles nachvollziehen, weil – selbst gefühlt; selbe Einstellung / Vorstellung.
Find’ ich super, wie du deinen Weg gehst!!!
Toi, toi, toi &
einen schönen Tag,
Sagara
Guten Morgen, Melanie,
Danke, jetzt kenn’ ich mich aus; kann auch vieles nachvollziehen, weil – selbst gefühlt; selbe Einstellung / Vorstellung.
Find’ ich super, wie du deinen Weg gehst!!!
Toi, toi, toi &
einen schönen Tag,
Sagara
Hallo Sonne!
Deine Zeilen zu lesen erinnert mich daran, wie es für mich vor einigen Jahren war.
Ich dachte, ich müsste sterben - das einzige was ich machte war gehen. Bin stundenlang nur gegangen. Die Gedanken rasselten durch meinen Kopf, mein Herz war wie zusammengeschnürt - das Gehen war eine Hilfe für mich - ich blieb "in Bewegung"; meine Gedanken waren "in Bewegung";ich klammerte mich nicht an einen bestimmten Gedanken fest.
Da ich nicht verstand, was mit mir los war, suchte ich für einige Zeit (finanziell konnte ich mir nicht viel leisten) einen Gesprächstherapeuten auf. Das war gut für mich; mir ging es wirklich dreckig.
Ich hatte mir damals geschworen, "keine neue Beziehung einzugehen, bevor ich nicht halbwegs alleine klar komme".
Ich hab's durchgezogen - manchmal dachte ich "jetzt kann ich nicht mehr; hatte Depressionen; von meinen Freunden hat mich auch keiner verstanden... war so allein ...
Heute möchte ich diese Zeit nie mehr vermissen.
Ich bin stärker geworden.
Jetzt bin ich in einer ähnlichen Situation. Er trinkt und will es nicht lassen.
Ich musste mir letztendlich eingestehen (obwohl ich doch so viel versucht und geglaubt habe und auch wieder meine Angstgefühle auftauchten), dass das "so" gar keine Chance hat.
Und es ist sehr schwer, weil er ein wunderbarer Mensch ist, den ich liebe.
Trotzdem - sagt mein Kopf - es hat keine Zukunft, weiterzumachen / ich hab' ja durch seinen Alkoholkonsum gelitten.
Heute fällt es mir leicht, auf meinen Kopf zu hören, auch wenn's emotional ein Auf und Ab gibt (was aber lange nicht mehr so schlimm ist, wie in der ersten ,"orientierungslosen" Phase)
Die Menschen hier im Forum geben mir den nötigen Rückhalt, um meine Unabhängigkeit weiter zu unterstützen und meine Selbstsicherheit zu stärken.
Alles Liebe wünsch' ich Dir,
Sagara
Hallo Melanie!
„Ich bin dazu nicht bereit, das so umzusetzen“.
Wie könntest du diese Situation ändern?
Wenn ich es richtig verstehe möchtest du, dass er mehr Distanz zu dir hält und dich respektiert.?
Situationen, in denen ich mich auch hilflos fühle –.wenn mein Gegenüber mich nicht verstehen kann.
Wenn es um etwas geht, was mir besonders wichtig ist, mach’ ich mich auf die Suche nach einer anderen Erklärungsmöglichkeit; Vergleichsbeispielen.
Was ich als schwierig erachte, ist „das Verstehen“ in „angespannten Situationen“.
Hast du schon einmal probiert, mit ihm in einer ruhigen, entspannten Situation über das Thema zu sprechen?
Ist vielleicht ungewöhnlich, aber manchmal mach’ ich mir eine Liste von den Themen/Problembereichen, über die ich sprechen möchte.
Warum lässt du das ganze so an dich heran?
Lieben Gruß,
Sagara
Hallo Tina,
Hallo Melanie!
Danke für eure Sichtweisen!
Ich tue mir schwer, einen Standpunkt zu finden…...
Ich mach' mir einfach Sorgen um ihn – Gesundheit.
Moralische Verpflichtung glaub’ ich, hab’ ich wirklich keine.
Aber warum tut keiner was, wenn sie wissen, dass er ein Alkoholkranker ist?
Warum machen sie ihm Vorwürfe in anderen Lebensbereichen?
Wahrscheinlich fühlen sie sich auch hilflos. ?
Ich sollte das „logisch“ betrachten – er ist alt genug; er spürt sich, er kann auch sonst widersprechen – mir hilft ja auch keiner in meiner Situation. (Ausgen. ihr hier im Forum)
Und wenn man mich fragt, warum ich die Beziehung beendet habe, werde ich meine ehrliche Antwort darauf geben.
Danke euch! ![]()
Sagara
Liebe Melanie,
es ist wunderschön, dich näher kennen zu lernen.
In vielem, was Du von dir geschrieben hast, erkenne ich mich selbst wieder (Gefühle, Handlungen, Gedanken, Lebenswege, wie man sich selbst sieht,..).
Und ich lernte und lerne.
War jetzt am Bach, den es in meiner Nähe gibt – Wasser tut mir immer gut. Wasser fliest -stetig; mal langsam, mal schnell; mal muss es um ein Hindernis herum; mal schwappt es über ein „Hindernis“ drüber; mal transportiert es was (ein Blatt .. ) …………. deshalb liebe ich Wasser.
Ich habe beschlossen, mich auf mich selbst zu konzentrieren, da es keinen Sinn macht, mich mit der Alkoholkrankheit genau auseinander zu setzen. Ich bin eine Co – bin so (wie ich jetzt erkenne) geprägt worden. (Elternhaus)
Was ich schon vor ein paar Jahren lernte war, „dass es einfacher für mich ist alleine zu leben, als „unglücklich“ zu zweit.
Dass ich darin nicht sattelfest bin, liest man ja …..
S’wird schon – ich bin so froh, dass es euch gibt!
Was ich immer wieder übergehe, sind meine eigenen Grenzen. (Stw. Mitleid; sich Unwohl fühlen - Danke!) Und ich bin wütend, dass ich mich immer wieder manipulieren lasse….
wie kann man da immer wieder d’rauf reinfallen …………… aahh, ein Mechanismus ist das, der noch immer zu gut funktioniert
.
Selbstliebe/Eigenliebe – ein Begriff, mit dem ich erst etwas anzufangen lernen muss; dem ich einen Inhalt geben muss. (Gesunder Egoismus, ohne schlechtem Gewissen!!! – oh, wie herrlich, auch dieser Mechanismus funktioniert)
„gnadenlose Ehrlichkeit“ ….. Du hast soooo recht !!!!
Melanie, Du hast so sehr hart an Dir gearbeitet – Danke, dass ich von dir lernen darf!
Einen lieben Gruß & einen sonnigen Tag,
Sagara
Guten Morgen, Melanie,
vielen Dank für deine Worte.
Du kannst dir nicht vorstellen, wie mir das hilft!
Jahrelang war ich "allein" mit meinem "Problem".
Ich hab' mir das gleiche gedacht, wie du, da ich auch so eine "natürliche Grenze" habe; also hab' ich versucht, logisch überzuleiten. Ein bisserl was hab' ich über Alkoholmissbrauch gelesen - aber eben nie von ihm eine wörtliche Bestätigung darüber erhalten. Das hat mich total verunsichert.
Was in ihm vorgeht, konnte ich nur aufgrund meiner jetzigen Erfahrungen erkennen.
Schlimm war es für mich, dass ich ihm gesagt hab', dass ihm der Alkohol schlecht tut; dass er ihn körperlich und geistig kaputtmacht; dass er dann nichts tut und sich gehen lässt; - aber jetzt erkenne ich, dass er all das nicht anschauen möchte; jetzt realisiere ich, dass er wirklich eine Alkoholkrankheit hat und ich eine "Co-Abhängige" bin.
Die Gesundheit ist ihm egal.
Ich habe auch Mitleid mit ihm.
"dass sie nichts mehr auf die Reihe bringen, ... "
Ich erkenne jetzt, dass ich ihm durch die Co-Abhängigkeit auch geschadet habe. Manche Hilfe war erwünscht, manche nicht. Interessante Dinge wollte er selber tun; die für ihn unangenehmen sollte ich weiterhin übernehmen. Da kam es natürlich zu Konflikten.
Das lernen hört nie auf!
Momentan ist's für mich noch so, als hab' ich ein wirres Wollknäuel vor mir ...... .
Ich versteh' halt noch vieles nicht, was da abgelaufen ist ....
Ich weiß, dass er "seelische" Probleme hat, für die er keine Lösung sieht, die ihn belasten. Und er ist ein Mann, der halt nicht viel darüber spricht...
Und da er trinkt und sich (auch dadurch) von seiner Umwelt abkapselt .... und seine "alten Freunde" trinken auch .......
Aber ich sollte mich mit meinem Problem beschäftigen - deshalb bin ich ja auch gegangen, weil es mir zu viel war; weil ich schon keine Kraft mehr hatte und eigene Probleme ....
Ja, "meine Hilfe wird zum Weitermachen genutzt" &
ich brauche "die Hilflosigkeit" zum Teil auch als Lebenssinn. (das erschreckt mich)
Hab' vor ein paar Tagen wunderbare Worte gefunden:
"Vorher prüfen, wem und aus welchem Grund ich helfe" (das hab' ich mir zu Herzen genommen).
Was machst Du, wenn du spürst / gespürt hast, dass du wieder in dein altes Verhaltensmuster zurückfällst / zurückgefallen bist?
Wie hast du dich innerlich "losgelöst" ?
Lieben Gruß,
Sagara
Hallo Melanie,
fein, dass du dieses Thema anschneidest.
Weißt du, irgendwie finde ich keine allgemeingültige Antwort d'rauf. Es kommt auf die Situation an. Im täglichen Leben frag ich halt "kann ich ihnen helfen".
Schwierig war es für mich bei meinem alkoholabhängigen Freund. Da er nicht in der Lage war, das alltägliche Leben zu managen, hab' ich ihm als Co-Abhängige "unterstützt"
und geholfen.
Manchmal bin ich da in Bereiche eingedrungen, die er gerne selbst gemacht hätte, das hat er mir, im alkoholisierten Zustand auch mitgeteilt. Da ich aber aus Erfahrung wusste, dass er weder jetzt noch in nächster Zeit diese Dinge selbst erledigen wird, hab' ich sie doch erledigt; weil ich der Meinung war, dass sie zu erledigen sind. Das hat natürlich bei ihm zu schlechter Stimmung geführt und je öfter das vorgekommen ist, desto mehr Wut hab' ich auch in seiner Tonlage gespürt.
Da hab' ich mich letztendlich zurückgezogen, weil Gespräche darüber nicht möglich waren wegen mangelnder Zeit seinerseits in nüchternem Zustand.
Ich selbst habe manchmal Schwierigkeiten um Hilfe zu bitten.
Was ich aber auch wie du nicht mag ist, wenn mir jemand alles abnehmen möchte. Da reagiere ich wie du.
Bin auch gespannt, wie es anderen damit geht
!
Lieben Gruß,
Sagara
Hallo, Ihr da draussen,
ich bitte um Eure Meinungen, Erfahrungen, weil ich nicht weiß, wie ich damit umgehen soll:
Die Familie meines Freundes (Eltern und Geschwister) wissen nichts von seiner Sucht.
Er hält es jetzt schon über 20 Jahre vor Ihnen versteckt.
Hab' ich da eine moralische Verpflichtung?
Danke!
Sagara
Hallo ihr da draussen!
Ich habe meine Beziehung heute beendet - weil ich ihn zu gut kenne: Er hört mit dem Trinken nicht auf. Er kann sich ein Leben OHNE Alkohol nicht vorstellen.
Und ich kann mir gut vorstellen, wie es ist, nach dem Alkohol zu greifen, weil es für mich jetzt auch leichter wäre, würde ich mich volllaufen lassen.
Es ändert aber nichts an meinen Gefühlen zu der Situation, Sache, wie auch immer .... .
Es ist harte Arbeit, ich habe das schon einmal durchgemacht - das macht es etwas leichter, weil ich weiß, was mich erwartet .... .
Trotzdem - im Augenblick empfinde ich Angst, weil ich nicht weiß, wie ich das schaffen soll; habe noch andere Probleme (Arbeitslos und auch schon 48 Jahre alt ).
Er hat einfach keine Einsicht, dass seine Alkoholkrankheit eine Krankheit ist, die ihn und anderes zerstört.
All meine Wut hilft nichts, ich weiß. Er muss erst an dem Punkt anlangen...
Ich bin hilf- und chancenlos, was ihn betrifft.
Wir haben sehr zurückgezogen in Zweisamkeit gelebt - ich muss vieles neu aufbauen.
Immer wieder lese ich hier eure Geschichten - das gibt mir Kraft. Danke!!
Sagara
Hi nochmal,
ich hoffe, du bist mir wegen meiner Fragen nicht böse; du weißt ja auch, dass du sie nicht beantworten musst
.
Du wünscht dir etwas von deinem Mann - ???
Ich habe den Eindruck, dein Mann kann dir - zumindest im Augenblick - nicht das geben, was du gerne hättest.
Lieben Gruß,
Sagara
Hallo,
schön, dass du dich gemeldet hast!
Ich hoffe, deine Schmerzen gehen bald vorbei!
Was sagt denn dein Mann, warum ihm der Arzt empfohlen hat, weiterhin Bier zu trinken?
Warum möchtest du das Geld und die Ec-Card verstecken?
Lieben Gruß,
Sagara
Hallo Rumpelchen,
verstehen tue ich dich, denke ich, sehr gut.
Bei mir hat das auch lange gebraucht.
Ich konnte irgendwann nicht mehr; das war der Punkt, an dem ich gegangen bin.
WARUM kannst Du noch nicht gehen?
Was glaubst Du, was passieren könnte?
Lieben Gruß,
Sagara
Hallo,
wie geht es dir?
Für mich ist es ähnlich. Ich habe meinen Freund verlassen, weil ich nicht mit dem Alkohol zurechtkam. Für ihn war/ist das kein Problem.
Jetzt muss ich meinen eigenen Weg finden und das ist natürlich natürlich nicht so leicht, weil ich ihn ja auch sehr vermisse und hoffe, dass er seine Krankheit erkennt.
Ich wünsch Dir auch viel Kraft!
Sagara
Hallo!
Nachdem ich seit langer Zeit immer mehr darunter gelitten habe, dass mein Freund regelmäßig viel Alkohol trinkt und mir nur ganz wenig Aufmerksamkeit geschenkt hat und auch sonst kein sonderliches Interesse an mir hat, habe ich beschlossen, auf mich zu schauen und ihn vor die Wahl zu stellen – entweder der Alkohol oder ich.
Ich habe einfach das Empfinden, dass es immer nur um „ihn“ geht.
Keine gemeinsamen Aktivitäten, keine konkrete gemeinsame Zukunftsplanung.
Ist das typisch für eine Alkoholkrankheit?
Macht einen der Alkohol so müde, dass man keine Kraft mehr für etwas anderes hat?
Er ruft mich zwar, seit ich mich in meine eigene Wohnung zurückgezogen habe an, was ich total lieb finde, aber ich merke selbst, dass ich mich gefühlsmäßig, zu meinem eigenen Schutz, sehr distanziert verhalte. Gut für eine Weiterführung der Beziehung ist das sicher auch nicht.
Ich bin Co-Abhängig – wenn ich offen für ihn bin, meine Gefühle zulasse, tue ich wieder fast alles für ihn.
Ich will ihn nicht zurückstoßen, will weiter offen sein; aber so wie bisher geht es halt nicht weiter, weil ich das letzte Quäntchen Kraft für mein eigenes Leben benötige.
Was soll/kann ich tun?
Der Alkohol macht alles kaputt - Ihn und die Beziehung.
Sagara