Liebe Angy,
ich moechte Dir nicht sagen "Tu dies, lass Jenes" .... dafuer ist jede Einzelne Situation zu individuell. Beide involvierte Persoenlichkeiten zu komplex. Es laesst sich ja nicht auf das "nur Trinken" reduzieren. Dann waers ja einfach ... einfach zu beurteilen, aber auch einfach zu "verurteilen"......
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Ich mochte Dir eine Erfahrung von mir da lassen.
Vielleicht kannst Du sie verwerten, vielleicht nicht.
Ich war irgendwann an dem Punkt, an dem ich mit meinem XY kein Wort mehr geredet habe, wenn er betrunken war. Und ich meine wirklich kein einziges verd* Wort. Noch nicht mal "Hallo" wenn er betrunken an der Tuer war.....woher ich das immer wusste? Nun, unser Hund zeigt das ganz deutlich an ...... kommt XY "normal", sprich nuechtern, eilt sie Schwanzwedelnd die Treppe runter. Kommt er betrunken, wird sie aengstlich, kriecherisch, steht oben am Treppenabsatz, starrt auf die Tuer, kommt wieder zu mir und verkriecht sich bei mir. Und das, obwohl "er" dem Hund niemals was getan hat ...allein die Streitereien, die lauten Worte, meine Anspannung reichen, dass der Hund Angst hat...und es in Verbindung bringt mit "Ohweh, Herrchen hat den gewissen Gang, fummelt am Tuerschloss, jetzt geht DAS wieder los".
O.K. Also denk ich dann "Shit" .....ziehe mir die Schuhe an und gehe SOFORT aus dem Haus, mit dem Hund. Muss ja eh Gassi. Ganz nebenbei erspare ich mir damit die "Gespraeche" .... denn obwohl ich ja weiss, was davon zu halten ist, naemlich gar nix, wirkt manches ja doch nach, beginne ich drueber nachzudenken, wie das jetzt gemeint war.....oder nicht, oder wie.....
Mit der Methode gelang es mir, nach und nach Abstand zu gewinnen. Ich rede mittlerweile auch im nuechternen Zustand nicht mehr ueber das Thema Alkohol. Ich rege mich nicht mehr auf, ich werfe ihm nicht mehr vor, ich frage nicht mehr nach, ich bin nicht mehr sauer, ich bin nicht mehr traurig .....es ist MIR EGAL.
Und, wundersamerweise, stelle ich fest, dass damit zumindest bei "Meinem" scheints ein wesentlicher Reiz fehlt. Er damit AUCH immer bezweckt hatte, mich aufzuregen, mich besorgt zu machen, sozusagen zu erzwingen, dass ich auf ihn reagiere, ihm sozusagen meine Liebe zeige....und sei es auch nur in Form von Streit und Schreiereien (Beidseitig).
Jetzt, wo einfach nichts mehr kommt, von mir, auch kein "betont eisiges Schweigen", was ja auch wieder eine Reaktion waere......macht es ihm keinen SPASS mehr! Jedenfalls deutlich weniger oft .....
Damit ist zwar nichts gewonnen, er trinkt ja immer noch, wenn auch seltener, und unsere Beziehung hat den Charakter einer partnerschaftlichen Liebesbeziehung verloren .....ist sogar offiziell beendet (auch wenn wir noch zusammen wohnen) .... Das war der Preis und die Folge ..... aber damit habe ich meinen Frieden und auch meine Freiheit wiedergewonnen. Zumindest was die "Beziehung" und die "Wechselwirkungen" betrifft.
Gruesse, Lindi