Lieber Hiob,
ich finde es toll, dass Du zwar siehst, wie das bei Deiner Frau zusammenhaengt ..... Dir aber den Schuh nur bedingt anziehst. Wie Du sagst, Du bist nicht ihr Psychotherapeut, kannst es gar nicht sein!
Wenn Du schon ein Weilchen hier mitliest ..... jeder der Menschen, um die es hier geht, hat aus seiner persoenlichen Lebensgeschichte heraus einen "Grund", mit dem Trinken anzufangen. Bei den wenigsten ist es einfach Gewissenlosigkeit oder Spass an Party. Meist sind es solche inneren Defizite.
Doch das aendert alles nichts, dass das Leben an der Seite eines schwer alkoholkranken Menschen krank macht. Den Partner (Burn-Out) und die Kinder.
Und vor allem Deine Kinder koennen nichts dafuer, haben keine Wahl. Du hast sie, die Wahl, kannst entscheiden, ob Du weiter Sterntaler ein waermendes Maentelchen sein willst, oder nicht. Deine Kinder haben diese Moeglichkeit der Wahl nicht.
Natuerlich verstehe ich die Zweifel und das ohnmaechtige Gefuehl des Scheiterns......jeder hier versteht das. Nur, lieber Hiob, so wie Du Deine Situation bei euch schilderst, mit unberechenbaren Angriffen, Stimmungsschwankungen......da ist Eile am Mann. Im Sinne Deiner Kinder. Da kannst Du tatsaechlich was "tun", helfen, schuetzen..... musst es sogar. Das ist Deine gottverd. Pflicht als Elternteil.
Was aus Deiner Frau wird ... Du hast ihr Angebote gemacht. Sie will nicht.
Es ist IHRE Verantwortung, ob sie sich weiter zugrunde richtet.
Ich muss mal gucken, es gibt hier einen Thread von einem Mann, der sich ebenfalls vor die Wahl gestellt sah, Scheidung von der alkohol-kranken Frau. Muss mal gucken, ob ich ihn finde. Da ging es auch um Fragen nach der Sorgerechtsregelung...koennte Dir u.U. hilfreich sein.
Des Weiteren schau doch mal in ein paar Threads von den erwachsenen Kindern ...... und ueberleg Dir, ob Deine Toechter dereinst mal dazugehoeren sollen.......
Bis heut Abend, bist ja am arbeiten jetzt.....
Gruesse,
Lindi