Beiträge von Lindi

    Hallo Speranza,
    im Umzugsstress????? Bist Du gut ins Neue Jahr gekommen? Wo steckst Du denn... Na, dann nehm ich jetzt einfach mal an, Du bist mit Haeusel-renovieren total beschaeftigt und der I-Net Zugang ist noch nicht gelegt.
    Bis bald, Lindi

    Hallo Jasmine,
    anlaesslich des Todes meines damaligen Partners habe ich mich viel mit dem Thema Trauer auseinandergesetzt....und irgendwo gelesen, dass die Trauerarbeit in etwa so lang dauert, wie die Beziehung selbst gedauert hat. Und eine Trennung, das Scheitern einer Ehe, ist ja irgendwie auch eine Art Tod. Das soll jetzt nicht bedeuten, dass Du zwingend 14 Jahre weinen musst, aber dass Du nach einem Jahr noch nicht drueber weg bist, scheint mir eher normal. Sei also nicht ungeduldig mit Dir, sondern akzptiere es erst mal.
    Jaja, der Wunsch nach Naehe .... aber es gibt einen Menschen, der tagtaeglich treu an Deiner Seite ist ..... Du selbst. Vielleicht schenkst Du diesem Menschen etwas mehr Aufmerksamkeit und Liebe?
    Lindi

    Oh, einafets, das tut mir leid zu hoeren .....
    Siehst Du, fuer genau solche Situationen war es gut, sich im Vorfeld schon mal Gedanken zu machen ... wie, wann, wo ..... dann erwischt es einen nicht so unvorbereitet.
    Gruesse, Lindi

    An alle einen Guten Rutsch ins Neue Jahr! Was auch immer es fuer uns bereithalten moege.

    Bin gerade dabei zu erfahren, dass Veraenderungen nicht per se was Schlimmes sind. Wenn man so Jahrelang im selben Trott steckt, erscheinen Veraenderungen bedrohlich und werden zu verhindern versucht. Status Quo erhalten, bloss nix aendern. Nun haben sich einige Sachen von selbst veraendert .... und es ist gar nicht schlimm. Nicht alle Veraenderungen sind per se positiv oder negativ. Aber meine Erfahrung im Augenblick ist ... ich kann damit umgehen, mich den Neuen Umstaenden anpassen (jetzt nicht im Sinne von "erdulden", sondern im Sinne "damit klar kommen").

    Mein Vorsatz fuers naechste Jahr ist: die Umstaende selbst beeinflussen, Veraenderungen bewusst herbeifuehren, nicht nur irgendwie mit der Situation klarkommen, wenn das Kind schon im Brunnen ist. Aktiv leben, hiesse das dann wohl. Nicht passiv gucken, was das Schicksal so bringt.
    In diesem Sinne. auf ins Neue Jahr!
    Lindi

    Ah, hallo Einafets, das hatte ich ueberlesen, dass Dein Mann seit dem 10.12. nichts trinkt .... dann versteh ich Deine Empoerung ein wenig....allerdings hast Du Recht, dann muesste er in die Offensive gehen und das Umfeld aufklaeren, das ist wahr.
    Die Strategie, einfach nicht an Orte der "Versuchung" zu gehen, solang bis die Abstinenz etwas gefestigt ist ... die wenden viele "Frischtrockene" an...sei also nicht sauer, wenn er es ablehnt, zu diversen Festchen zu gehen, solang dort eben konsumiert wird. Er sollte halt nur vorher der Familie mitteilen, warum das so ist. Und nicht einfach ohne Kommentar wegbleiben.

    Du lebst im Augenblick bei Deiner Mutter, richtig? Du findest, das sei kein Dauerzustand....wie sieht denn die Planung aus, falls eine Rueckkehr zu Deinem Mann nicht in Frage kommt? Schon mal angedacht, wie, wo Du evtl. eine Wohnung herbekommst, ob es finanziell langt, wer kuemmert sich ums Kind (Hunde), etc?

    Du bist noch sehr jung, sehe ich unter Deinem Namen.....bist Du wirklich bereit, den Rest Deines Lebens an der Seite eines Alkoholikers zu leben? Denn selbst wenn er es schaffen wuerde, die Angst vor Rueckfaellen bleibt, es sind Veraenderungen in der Lebensweise noetig (gerade Feste, Ausgehen, etc...faellt flach....fuer den Rest Deines Lebens) . Bist Du dazu bereit?

    Fuers Erste ist der Unterschlupf bei Deiner Mutter sicher die Beste aller Loesungen. Langfristig gesehen wirst Du nicht darum herum kommen, dass auch Du "Federn lassen" musst. In der Einen oder Anderen Hinsicht. Entweder mit oder ohne Deinem Mann, Veraenderungen sind uinausweichlich, so wie frueher wird es nicht mehr sein.

    Das ist ja das Gemeine bei der Sache ... wie man sich dreht und wendet, die Sucht hat Auswirkungen auf das eigene Leben, obwohl man selbst nicht konsumiert.
    Gruesse, Lindi

    Hallo einafets,
    hm, solang Dein Mann noch trinkt, ist es wirklich einerlei, ob ihm jemand was anbietet oder nicht. Ihr koennt ihn ja nicht zwangsweise in ein alkohol-freies Umfeld versetzen....auf dem Reuckweg vom alkoholfreien Familienfest gibt es sicher x Tanken, wo man auch was mitnehmen kann...
    Anders saehe die Situation aus, wenn ein Wille zur Abstinenz da waere und auch konkrete Schritte von Deinem Mann getan werden. Dann waere es Ruecksichtsvoll, wenn das Umfeld nicht froehlich weiterkonsumiert in seiner Anwesenheit. Aber solang er noch trinkt, ist es eh einerlei, ob die Familie Wasser, Kaffe oder Bier trinkt....Du kannst Deinen Mann nicht trockenlegen, indem Du einige Quellen verstopfst ...es gibt genuegend Andere.
    Lindi

    Hallo alle zusammen,
    eine gesegnetes Weihnachtsfest euch allen zusammen und schoene Feiertage.
    Fuer diejenigen unter uns, fuer die der 24. nicht so schoen war, mag es vielleicht ein Anstoss sein, ueber die Situation zu reflektieren....und die noetigen Schluesse daraus zu ziehen.

    Zu mir....mein Weihnachtsfest ist ein Totalausfall gewesen. Aus mehreren Gruenden. Ich habe vor Weihnachten einen fuer mich unendlich schweren Entschluss gefasst ... und auch umgesetzt. Ich habe meinen Pferde-Opi auf die ganz grosse Wiese geschickt. Aufgrund der Koordination zwischen dem Tierarzt und der Tier-Entsorgung (hoert sich schlimm an, ist aber letztendlich ein Bestattungsunternehmen fuer Grosstiere....) ging das Ganze am Freitag bzw. Samstag ueber die Buehne. Ich habe langjaehrigen Freund bis zum letzten Moment beigestanden, wie ich es ihm versprochen hatte. Ich hatte seinen Kopf in den Arm geklemmt (unsere vertraute Schmuseposition) als der TA die Sedierung setzte. Als sein Kopf immer schwerer wurde und die Sedierung voll wirkte, meinte der TA, ich koenne nun gehen, wenn ich wollte, er wuerde jetzt eh nicht mehr mitbekommen, ob ich da sei, oder nicht. So hab ich ihm noch einmal die Nase gestreichelt und bin ein Stueck weggegangen. Ich wollte es nicht sehen, wie er zusammenbricht und umfaellt.

    Geweint habe ich nicht....ich kam mir bei der ganzen Sache vor, wie ferngesteuert, habe die Dinge erledigt, Anrufe getaetigt, mit Leuten geredet, irgedwie losgeloest vom Inhalt der Gespraeche. Und nun ist er nicht mehr da.

    Was fuehle ich? Irgendwie nichts. Vielleicht ein wenig Erleichterung, dass dieser schwere Schritt, der mich im Vorfeld so arg belastet hat, nun getan ist. Ich habe so den Eindruck, ich fuehle gar nichts mehr... keinen Trauer, keinen Schmerz, aber auch keine Freude.

    Nun muss ich nur noch draus lernen, und die weiteren Schritte mit der Gleichen stoischen Gemuetsruhe abwickeln. Einfach machen und nicht dauernd drueber nachdenken, wie das wohl wird, wenn.....etc.
    Lindi

    Marni,
    wenn "egoistisch" fuer Dich negativ besetzt ist, ersetz das Wort doch durch ein anderes....Eigenliebe, sich verwoehnen, Ausspannen, hoert sich doch gleich anders an?

    Egoistisches Handeln im negativen Sinn, ist sich selbst einen Vorteil auf Kosten Anderer verschaffen, also fast schon bewusst andere ueberfahren, ueervorteilen, vernachlaessigen, nicht-baechten, mit dem Zweck, selbst einen Vorteil davon zu haben.

    Gesunder Egoismus ist, sich selbst genauso wichtig nehmen wie andere, auf das eigene Wohl mit der Gleichen Sorgfalt zu achten, wie man es bei anderen tut.

    Die Grenzen sind fliessend.

    Wegen der Kniegelenksprobleme .... lass mal einen Arzt draufschauen. Bei Knorpelschaeden und Athrose z.B. ist leichte und stetige Bewegung (Spazierengehen) durchaus positiv. Einkaufen, Staubsaugen, Waesche aufhaengen zaehlt NICHT zu leichter, stetiger Bewegung....

    Ausserdem waers nicht schlecht, wenn Du regelmaessig jeden Tag mal ein halbes Stuendchen im Wald abspannst....wenns der Arzt verordnet hat, faellt es Dir evtl. leichter, Dir diese Zeit einfach nur fuer Dich zu nehmen....und den Haushalt einfach mal hintanzustellen...ist ja schliesslich auf Anweisung vom Arzt.....
    Lindi

    Liebe Schwindelfrei,
    wollte mich nur bei Dir melden und Dir sagen,.dass ich bei Dir immer mitlese....auch wenn ich zu vielen Aspekten einfach nichts beisteuern kann, weil ich die Dinge, die Du beschreibst teilweise nicht kenne... andere schon.

    Ich bin auch Jemand, dem es nicht leicht faellt mit den Mitmenschen umzugehen. Oft frag ich mich "wieso mag mich Niemand, wieso find ich so schwer Kontakt"? Ich habe kein Problem damit, Kontakte anzuknuepfen....aber dannn geht es meist nicht weiter, jedenfalls nicht, wie ich es mir erhoffe.
    Austausch, Aufrichtigkeit, gemeinsames Erleben, Teilen .... das sind meine Vorstellungen von "Freundschaft". Meist bleibt es aber bei oberflaechlichem Floskel-Austausch.

    Nun hab ich ueberlegt, woran das liegt.....und es liegt eben nicht unbedingt an mir. Viele Menschen leben fuer sich in einer Scheinwelt, reden sich verschiedene Aspekte ihres eigenen Lebens schoen und moechten einfach nicht, dass Jemand "hinter die Fassade guckt". Also wird der Umgang abgeblockt, wenn die Freundschaft tiefer wird und ich hinter die Fassade gucken koennte....

    Lange Rede, kurzer Sinn, es liegt eben nicht nur daran, wie man sich um eine Freundschaft bemueht, es liegt auch daran, ob das Gegenueber bereit ist, sich zu oeffnen.

    Thema Aerzte..... es sind auch nur Menschen. Der bloede Klassenkamerad der Medizin studierte, ist spaeter eben ein bloeder Arzt...

    Ich habe schon immer sehr viel Gesichtsbehaarung gehabt, ein richtiger "Bart" und das nicht nur auf der Oberlippe....natuerlich macht mir das Komplexe, jetzt nicht mehr so, aber als ich Juenger war...ich hab das dann meinem Frauenarzt geschildert, der guckte mir auf die Brust und meinte "Naja, solang Sie keine Haare auf der Brust haben, ist es ja nicht so schlimm....." Toll. Ernstgenommen fuehlte ich mich da auch nicht wirklich. Heute wuerd ich sofort zu einem anderen gehen und einen Hormonspiegel verlangen. Verstehst Du, es kommt nicht drauf an, wieso andere Leute so sind, wie sie sind .... es kommt drauf an, wie man damit umgeht.
    Gruesse, Lindi

    Hallo Speranza, gaebe es denn nicht die Moeglichkeit, das Weihnachtsfest "auszulagern", also bei einem der beiden Kinder, auch wenn es nur eine Studentenbude ist?
    Also so um den Tisch rumzuhocken, mit bedroeppelten Gesichtern, keiner weiss, was er sagen soll.....gemuetlich ist anders.
    Oder zumindest einen Plan B fuer den Fall, dass Dein (Noch-)Mann gedenkt, das Fest ordentlich zu, aehm, feiern? Putenbraten (oder was es sonst bei euch als Familienessen sonst so gibt) in den Kuehlkoffer und dann lieber lustig auf Not-Sitz-Gelegenheiten speisen?
    Oder ein "Chaos-Weihnachten" zwischen halb tapezierten Wanden auf dem Tapeziertisch in Deinem Neuen Heim? Zum "Einweihen" sozusagen?
    Vielleicht geht die Heizanlage dort ja noch soweit, dass es zumindest gemuetlich warm ist.....oder es muss ein kleiner Gas-Ofen ausgeliehen werden.......
    Lindi

    Hallo Jil,
    vielleicht magst Du noch mal einen Thread bei den ehemaligen Alkoholikern eroeffnen, oder bittest den Moderator, Deinen in den Anderen Bereich zu verschieben? Da finden sich etliche langjaehrig "trockene", die Dir bestimmt besser ueber die Klippe helfen koennen, als die Co-Abhaengigen. Manche lesen zwar auch hier ab und an mit, aber schneller gehts sicher mit den Antworten, wenn Du im richtigen Bereich schreibst....
    Gruesse, Lindi

    Hallo Wintersonne...
    ja, das mit den Smilies hab ich gelesen bei Dir.....weisst Du, es mag seltsam wirken, weil, was soll denn das, ist doch nur ein Ausdrucksmittel....aber gerade war ich in einem anderen Forum, wo die "Leitung" nicht so streng ist und in der Tat, wirkt es "unangemessen" wenn dort ueber Gemuetserkrankungen geredet wird und die poppigsten (teilweise auch kindischsten) Bildchen flaechendeckend eingstreut sind. Das war jetzt bei Dir nicht der Fall, aber wehret den Anfaengen ...so hat man sich wohl gedacht.

    Aber das war ja nicht Deine Frage. Vielen Dank, dass Du nachhakst.
    Noch hat sich nichts entscheidendes getan, deswegen halt ich mich auch bedeckt. Man soll ja nicht immer nur ueber die Situation jammern und nix tun, heisst es....

    Nun, ich hatte ja erwaehnt, dass dies und jenes "von selbst" ins Rollen gekommen ist und ich mich gezwungen sah, die Flucht nach vorn anzutreten. Und seltsamerweise, ganz merkwuerdig, als ich anfing aus meinem Schneckenhaus rauszugehen und Aktionen einzuleiten, kam bisher immer nur positives Feedback.
    Vorher sass ich zu Hause, hab gegruebelt, was ist, wenn, und wenn ich dies tu, muss ich dann nicht vorher erst...und wenn das nicht klappt, waers dann nicht besser gewesen, dies und jenes auch nicht....Und so immer im Kreis rum.

    Und auf einmal gehts. Nicht "wie von selbst"·, aber immerhin. Ein Problem, an dem ich 2 Jahre gegruebelt hatte und das mir schier Auswegslos erschien.....zweimal auf die Behoerde getapert und nun ist es fast erledigt.
    Und mit jeder positiven Rueckmeldung steigt mein Mut, die naechste Leiche auszugraben. Angenehm ist es nicht, das will ich nicht sagen, aber ... auch nicht halb so schlimm, wie man es sich ausmalt, wenn man so im Stuebchen hockt und sinniert, was ist wenn....und ueberhaupt.

    Vielleicht macht Dir das auch ein bissl Mut, weil ich hatt bei Dir ab und an so den Eindruck, Du suchst immer noch den Weg, an Dir rumzuschrauben, damit Du in den vorhandenen Kasten passt, anstatt am Kasten zu schrauben.....
    Gruesse, Lindi

    Tja, das mit dem Strohhalm ist richtig.
    Auch, dass ich um jeden Preis verhindern will, den Weg in die Sozialhilfe anzutreten....wenns irgend geht.
    Das hat echt nichts mit falschen Stolz zu tun, das ist es nicht.
    Es ist eher----ich kenn mich! Wenn ich dann erst mal bei meinen Eltern im Kellerstuebchen (Damals Wohnzimmer und Kueche fuer meine Oma) sitze und Sozialhilfe bekomme ..... das wars dann, dann sitz ich wieder da und versinke in der Starre. Natuerlich muss das nicht so sein, Jeder normale Mensch wuerde sagen...naja, erst mal wenigstens das und dann weitersehen....aber wie gesagt, ich kenn mich. Dann krieg ich den Hintern wieder nicht hoch, warte, bis mich die Ereignisse zwingen (Eltern leben leider nicht ewig) usw.

    Tja, informieren, gut. Hab schon ein wenig Internet-Recherche betrieben, soweit man das halt als verlaessliche Information ansehen kann.

    Was mir immer noch nicht in den Kopf will, sind die ganz konkreten Dinge, die hier und jetzt zu tun sind. Und zwar sofort. Da gibt es keine Frist mehr, die ist bis zum Letzten ausgereizt! Und was mach ich, sitze hier vor dem Computer und dreh am Rad.
    Lindi

    Hallo Wintersonne (demnaechst Weihnachsstern?)

    Ja, mann, grad fuehl ich mich so wie ein Alpinwanderer, der auf einer Geroellhalde auf 4000 Meter steht. Verhaelt er sich ruhig und ruehrt sich nicht, wird er leider demnaechst verhungern, verdursten oder erfrieren. Geht er einen Schritt, kommt das ganze Steinzeugs ins rutschen, poltert den Hang runter und reisst alles mit sich. Da der Wanderer allein ist, kann er sich nirgends anseilen. Was tun? So weit moeglich, jeden Schritt erproben und sichern. Doch leider dauert der Abstieg dadurch zu lang, es wird schon daemmrig. Also ueberlegt der Wandersmann, ob er wagen soll und sich einfach den Hang runterstuerzen, in der Hoffnung, dass er mit ein paar blauen Flecken davon kommt. Genausogut kann es aber sein, dass er mit gebrochenem Bein (Hals) unten ankommt.

    Hast Du denn Deine Bewerbung nun soweit? Und auch schon an ein paar Stellen geschickt? Das war ja eine Deiner Baustellen mit "B" ..... und dann wird es evtl. so sein, wie bei mir .... die Ereignisse entwickeln eine gewisse unkontrollierbare Eigendynamik ... man sollte halt nicht in einen Kuhfladen treten, wenn vermeiden will, dass es stinkt!
    Lindi

    Hmmm, Melinak,
    ja, Staub wird aufgewirbelt, vor allem, wenn man so alte Schubladen aufmacht, wo schon seit Jahren kein frischer Windhauch reinzieht, im wahrsten Sinne des Wortes, und auch im uebertragenen...

    Naja, wenn ich jetzt ein paarmal was von meiner Schwester schrieb, dann heisst das nicht, das ich nach ihrer Pfeife tanze. Hab ich noch nie getan. Aber gerade, wenn ich denke mein eigenes Urteilsvermoegen ist arg eingeschraenkt und getruebt (vom Staub), ist es doch gut, sich die Sichtwise von neutralen Personen einzuholen. Vor allem von Personen, die einem nicht wissentlich schaden wollen. Ob man das dann so macht, oder nicht, ist ja wieder ein anderes Blatt.

    "Das will ich machen" - da fragt ja keiner danach, was ich machen will, arbeitstechnisch. Es geht eher drum, trete ich die Flucht nach vorn an, oder nach hinten.
    Lindi

    Hallo Silberkralle,
    wie lustig, grad als ich das Forum aufgemacht habe, dachte ich, dass ein "Kraftpaeckl" von der Silberkralle jetzt gut tun wuerde....
    Leider war keins drin.
    Tja, die Alternative.....nach Deutschland gehen und vom Sozialamt leben.

    Wieder einmal ist es halt schwer, irgendwas Sinniges zu schreiben, wenn man die Einzelheiten nicht auffuehren kann.

    Ich denke mal, alles auf "Abreise" trimmen ist ja in jedem Fall noetig, ob so oder so.....und den CV abschicken verpflichtet ja erst mal zu nichts. Sagen "Nee, also so ja nun auch nicht" kann ich ja immer noch, rein logisch ueberlegt. Dumm ist nur, wenn ich mir selbst so viel Hoffnungen machen, dass ich die Schwachstellen nicht sehe oder nicht sehen will, oder denke, na, wird schon. Dann wird es echt kritisch.

    Lindi

    Nachtrag.....
    gerade kreisen meine Gedanken wirr....was ist, wenn....mach ich dies oder jenes zuerst, was ist, wenn sich nachher rausstellt....ich krieg da grad keinen Fuss auf den Boden. Nutzen-Risiko-Abwaegung - tilt.

    Zum anderen muss ich mich nun einem anderen, unangenehmen Thema widmen. Den Lebenslauf aktualisieren und freundliche Floskeln fuer die letzten Jahre erfinden .... "hilflos im Strom des Lebens herumgetrieben" macht sich nicht so gut, auch wenns die Wahrheit ist.

    Allein schon der Gedanke, die beruehmte Schublade mit dem Papierkrams aufzumachen....da ist viel unangenehmes drin, Dinge, an die ich nicht erinnert werden will, Verdraengtes, Vergessenes, Liegengebliebenes, Gescheitertes, alte Bilder von mir, damals, als ich mich noch als "ich selbst" fuehlte, optimistisch in die Kamera blickend...und nun schau ich mich selbst im Spiegel an .... und erkenne mich selbst kaum wieder. Deshalb hatte ich eigentlich ja mal mein Faedchen aufgemacht. Dieser "Riss" in der gefuehlten Biographie. Diese alte, traurig blickende Frau mit der unmoeglichen Frisur...das bin doch nicht ich!
    Lindi

    Hallo liebe Leute,
    ich braeuchte mal ein wenig "allgemeine" Lebensberatung"....losgeloest vom Kontext Alk und Co. usw....

    Scheinbar ist es wirklich so, dass man erst Bewegung in den Hintern bekommt, wenn das Wasser bis zum Hals steht. Daemlich, aber wahr.

    Nachdem nun hier Ereignisse eingetreten waren (ich betone, es hat weder mit Alk, noch mit meinem Freund zu tun), die ein "Weitermachen und Ignorieren, tot stellen und verdraengen" nicht mehr zulassen, hab ich gestern diese Person angeschrieben, die mir diesen Job in Aussicht gestellt hatte...innerlich drauf gefasst, dass entweder keine, oder eine ablehnende Antwort kommen wuerde.
    Aber nein, zack, nur einen Tag spaeter war eine freundlich interessierte Antwort da. Das ist positiv.
    Nur ist die Nachricht etwas kryptisch abgefasst, nicht sehr konkret, so ungefaehr....schick mal Deinen Lebenslauf, irgendwas ergibt sich sicher.
    Hoert sich so nach "Himmelfahrtskommando" an, ehrlich gesagt.

    Meine Schwester riet mir deutlich davon ab, mich aufgrund irgendwelcher "losen Versprechungen" ans andere Ende der Welt schicken zu lassen, mit dem Argument, dass ich in meiner jetzigen Verfassung gar nicht in der Lage sei, solch ein Unternehmen zu stemmen. Sozusagen fast wie unzurechnungsfaehig...

    Nach allem, was ich ueber das betreffende Land weiss, ist es wirklich "wild west", oder besser gesagt, "wild ost". Und man kann sang und klanglos untergehen, niemand kuemmerts. Alle Bindungen waeren dann gekappt.

    Ich schiebe einfach nur die Panik!

    Auf der anderen Seite, wenn die Sache anfaengt "komisch" zu werden, kann ich ja immer noch die Reissleine ziehen, oder? Und meine Sachen hier abwickeln, muss ich ja sowieso.

    Das wird auch sehr schwer, denn wie ich schon weiter vorne in meinem Thread erzaehlte, muss ich nun meinen Pferde-Opi toeten lassen. Auch das wird ein Akt, denn eigentlich "darf" man das nicht, ohne zwingenden Grund. Pleite zaehlt da nicht als "zwingender Grund". Gott, ist das alles aetzend! Ich weiss gar nicht, wie ich mich dem stellen soll. Wenn ich nur dran denke, fang ich schon an zu heulen. Aber irgendwo "abschieben" ist auch nicht die Loesung. Niemand wuerde ihn durchfuettern, denn er ist ja unreitbar und alt.
    Naja, ich sag mir selbst immer wieder, dass er ja schon echt Glueck hatte, dass ich ihm seit 15 Jahren Pension gewaehre, das haette sonst wohl kaum Jemand getan. Und nun gehts halt nicht mehr. Und trotzdem.

    Oh jeh, das wird traurig....
    Lindi

    Naja, Melinak, es geht hier aber doch darum, dass BC (wenn ich das richtig verstanden habe) anregen will, dass man doch bitte erst dann schreiben soll, wenn man "trocken" ist, also der Kaes schon gegessen. Und die Ganzen Anwandlungen, solang man noch "konsumiert" bitte der Oeffentlichkeit ersparen solle und es im stillen Hinterkaemmerchen mit sich selbst ausmachen.
    Gerade die soziale Isolation ist es jedoch, die es so schwer macht, zu sehen, wo der Hase im Pfeffer liegt. Viele zweifeln ja schon an der eigenen Wahrnehmung, wenn sie hier ankommen....und sind regelrecht erleichtert, wenn ihnen gesagt wird "nee,nee, Maedel, Du siehst schon richtig".
    Das ist doch erst mal der erste Schritt .... erkennen, da stimmt was nicht.
    Lindi

    Speranza....
    ich habe mir den Werdegang durchgelesen (ausser den von Melinak, der ist mir definitiv zu lang) und auch wieviel Zeit dazwischen lag, zwischen den ersten "hilfesuchenden" Eintraegen, den ersten Handlungen, dem "Crash" .... und der Aufloesung.
    Ich meine, Du bist da eher die Ausnahme. Als Du hier aufgeschlagen bist, waren die Irrungen und Wirrungen der Seele schon fast durchgestanden, die Entscheidung schon gefaellt....
    Lindi